WOLPERTINGER oder DAS BLAU. Aus dem Handskizzenbuch.

Das >>>> im Roman „Wolpertinger“ genannte Hotel Andreesberg, als Ruine, 1985, 1989.

Der Blick vom Hotel Wolpertinger auf Hannoversch Münden, 1989.

Der Baugrund nach Abriß des Hotels, 1992.

Der damals als Verlegerpersönlichkeit noch junge >>>> Axel Dielmann und Mäzen R., der nie genannt werden wollte und hier deshalb unkenntlich gemacht ist. Beide in Winkelmanns Schänke, worin im Roman die große Passacaglia spielt. 1992.

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3 Kommentare zu WOLPERTINGER oder DAS BLAU. Aus dem Handskizzenbuch.

  1. Grau sagt:

    Hann. Münden: Ich bin dort aufgewachsen in den Sechzigern. Können Sie sagen, in welchem Ortsteil das Hotel stand? Ich erinnere nicht den Namen.

    • Vom Bahnhof kommend spazieren Sie durch die Innenstadt. Sie überqueren das Wasser rechterhand von „Wo Werra sich und Fulda küssen“, also in Höhe der Schlagd. Alte Brücke. Weiter geradeaus bis zur Bundesstraße, die Sie überqueren, am (vielleicht ehemaligen) Haus der Arbeit vorbei. Sie gelangen an den kurzen Tunnel einer Unterführung, halten sich kurz dahinter rechts und steigen den Andreesberg hinan, der, erinner ich mich, – nach der ‚heidnischen‘ Queste – auch Questenberg genannt ist. Dann kommen Sie hin. Was oben heute noch steht, weiß ich so wenig wie den Namen des Stadtteils. Eigentlich liegt das Hotel auch schon außerhalb der Stadtgrenzen. Es ist von historischer Bedeutung gewesen: von dem Barbier, städtischen Fleischbeschauer und Wundarzt Johann Konrad Ludwig Andree am 14. Juni 1829 als Berggarten am Questenberg eröffnet. Von hier aus wurden zu medizinischen Zwecken („Schröpfen“) Blutegel europaweit verschickt. Daß dies eines von vielen Themen des freilich in der Gegenwart der Achtziger Jahre spielenden WOLPERTINGER-Romanes wurde, ist klar. Später wurde der Teich zugesandet und Andree’s Biergarten daraus gemacht. WOLPERTINGER ODER DAS BLAU ist meines Wissens der einzige große Roman, der je Hannoversch Münden als Spielstätte hat. Nach Kühlmanns FAZ-Kritik lud man mich mal als Staffage zu einem Ministerinnenbesuch und war wohl entsetzt. Gelesen habe ich aus dem Buch in Hannoversch Münden nie. Und das hätte ich wirklich gerne getan. Denn es gibt ein Kapitel, das aus nichts anderem als einem von inneren Monologen geführten Spaziergang durch den Ort besteht, wobei der Monolog durch sieben verschiedene Personen unterschiedlichen Geschlechts und Alters geführt wird.
      Seit 1995 war ich nicht mehr dort.

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