Arbeitsjournal. Sonnabend, der 25. Oktober 2008.

6.36 Uhr:
[Am Terrarium.]
Seit einhalb sechs Uhr auf, wie immer die Fläschchen für die Kleinen bereitet. Und. Und. Dann >>>> Glorias Erwiderung gelesen und nach der Morgenzigarette auf dem Balkon (aber die Raucherei geht mir schon wieder auf die Nerven; lange wird sie nicht mehr währen) >>>> meinerseits erwidert. Dabei frage ich mich gerade, was denn das Gegenteil, bzw. der Gegenentwurf zu den >>>> von Gloria anfangs kritisierten „bürgerlichen Wertvorstellungen“ sei: „aristokratische“, „proletarische“? Ich habe keine Ahnung. Aber ich hab so eine >>>> stirnersche Ahnung. Jedenfalls werden wir ja sehen, wohin das führt. Die Abspaltung bleibt interessant und seltsam: Gewalt kommt bei Gloria fast abgespalten daher; die ganze Trennungsideologie von Subjekt und Objekt frißt sich da fest. (Ich weiß übrigens gar nicht, aufgrund welcher Tatsache Gloria mir unterstellt, ich sei revolutionär gesonnen, bzw. gäbe vor, das zu sein. Das bin ich weder noch war es je. Deshalb deutlich: Ich bin ein abendländischer Konservativer, der den Orient liebt.) Jedenfalls, was immer man von >>>> Vergils Tagebucheintrag halten mag, scheint er doch, sieht man sich die Zugriffszahlen an, deutlich in einem Topf voll brodelnder Suppe zu rühren, von dem er den Deckel abgenommen hat. Er wird geradezu zu einem Lehrstück von Verdrängung und Abwehr.

Gedichtarbeit, ff., heute, und vor allem das Cello. Und ein Interview mit der >>>> Berliner Gazette ist zu führen. Ich denke, die kleine beauftragte Fiktion für Siegen werde ich ab morgen schreiben.

11.19 Uhr:
Soeben Kommentare, die unter diesem Arbeitsjournal standen, gelöscht und >>>> „umgesiedelt“. Meine eigene Replik gleich mit, weil sie unbedacht auf die hingehaltenen Schippen gesprungen ist, obwohl sie sichtlich voll Modder waren.

Über Alban Nikolai Herbst

https://de.wikipedia.org/wiki/Alban_Nikolai_Herbst
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