Category Archives: Entwuerfe

Alexander und die Frauen. Im Arbeitsjournal des Sonntags, den 19. Mai 2019.

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[Arbeitwohnung, 7.15 Uhr Erster Latte macchiato Ein Amselhahn ruft, Spatzen tschilpen, im Rücken fällt bereits hell Sonnenlicht auf des Hinterhauses helle gelbe Fassade.] Beginn einer Erzählung, gestern auf der Heimfahrt notiert: Sein Herz war noch längst nicht kalt (Hermann Löns, … Continue reading

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Übergabe an Dammtor. Beginn einer Erzählung.

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Yüe-Ling. Aus dem Entwurf (2).

Neben ihr war Holtmann eingeschlafen. Sein Ifönchen weckte ihn. Sie, eingerollt wie ein sehr junger Polarfuchs, lag, als er erwachte, in seiner rechten Achselhöhle. Behutsam hob er den Arm, so daß sie herausrutschen konnte und, ohne ihrerseits zu erwachen, aufs … Continue reading

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Schultens‘ Geheimnis, Der untote Schwan. Zur poetischen Form: Aus dem Entwurf des Essays (1).

(…) In einem großen Vortrag über die strauß/hofmannsthalsche Elektra bemerkte Ernst Bloch an deren und Orests großer Erkennungsszene, daß alles Erkennen ein Wiedererkennen sei. Diese Auffassung reicht bis in die biblische, bzw. Sprache der Thora zurück, wenn sie den Beischlaf … Continue reading

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ANH. Von Sh. Lowan & R. Singh Chohan.

[Fotografie ©: Shasharad Lowan. Design ©: >>>> Ranjit Singh Chohan.]

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Yüe-Ling (1). Verklären wollen. (Aus dem Entwurf).

Es traf sich gut, daß er dieser Tage einige Auftragsarbeiten zu erledigen hatte, davon zwei Erstskizzen, für die Modell gestanden werden mußte. Er lehnte es ab, nach Fotografien zu arbeiten, wollte immer den direkten Kontakt. Man mußte hören, wie jemand … Continue reading

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Alice in Gesaraland (2): Schwäne und Häs‘chen.

…wie sich in ganz Gesaraland und auf dem Gesarameer eigentlich gar nichts richtig bewegt, sondern alles immer nur wartet und weiterwartet, bis entweder alle Menschen, die es vielleicht einst einmal gab, zu Tieren geworden sind und Gesara selbst zu einem … Continue reading

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Wölflingsthor (2).

Ich hatte überhaupt keine Lust mehr auf Frau Schneider. Außerdem wurde Rulle natürlich doch bestraft. Obwohl er gar keine Schuld hatte. Und auch an uns ging das nicht ohne Strafe vorüber. „Ihr seid ein solches Katastrophen-Quartett!” rief Frau Klicker. Da … Continue reading

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Wölflingsthor (1).

„Und wenn das ein böser Geist ist?” fragte sie. „Frau Schneider ist gar kein Geist”, sagte ich. „Frau Schneider kommt von einem Wolfsstern, sagt sie.” „Jedenfalls ist ‚Frau Schneider’ ein ziemlich ruller Name für einen Astronauten”, sagte Rulle. „Für eine … Continue reading

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Mein ist die Rache.

„Mein ist die Rache“, >>>> spricht der Herr. Da es aber keinen gibt und zugleich der Satz der Rache, indem Gott gerecht ist, eine moralische Seinsberechtigung zugespricht, geht der Racheauftrag an den von Gott verwaisten Gläubigen über. So w i … Continue reading

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Erste Heidelberger Vorlesung (1). Skizze des Anfangs.

Sehr verehrte Damen, sehr geehrte Herren, wir stehen heute ästhetisch – womit ich die Audruckshaltung der literarischen Künste meine – in einer bizarren Situation. Die Entstaubung der deutschen Sprache und Dichtung, die ungefähr in den Zwanziger Jahren, etwa mit Benn, … Continue reading

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Aber sie machte überall hin.

Eigentlich hätten wir glücklich werden können, aber sie machte überall hin. Etwa, wenn wir eingeladen waren. Ich hatte eine verantwortungsvolle Position, da muß man seriös wirken. Hätte ich nicht repräsentieren müssen, wäre es etwas anderes gewesen. Doch wenn gerade dann… … Continue reading

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Die schöne Elisabeth Schneider (8).

Der Tag, an dem die Anzahl der Lebendigen die Anzahl der jemals Gestorbenen übersteigt. – Alles läuft auf diesen Satz hin, auf das, was er markiert. Eine andere Art der Apokalypse. An diesem Tag vereinigen sich der Erzähler und die … Continue reading

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Die schöne Elisabeth Schneider (9).

(…) Ich fühlte dieses Gebäude sich sehr langsam über die Köthener Straße schieben; mir wurde fast schwindelig davon, so intensiv war der selbstverständlich völlig irreale Eindruck. Fast ein wenig angeschlagen, machte ich mich wieder davon. Radelte heim. Versuchte zu schlafen. … Continue reading

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Die schöne Elisabeth Schneider (7).

(…) Er hatte, sah ich, fiebrigen Glanz in den Augen. Ich wurde unruhig, wollte gehen; noch aber hielt er mich zurück. “Die Schneiders waren immer arm, aber jetzt sind sie reich. Nein, ich weiß, was Sie sagen wollen. Aber glauben … Continue reading

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