Archiv der Kategorie: LexikonDerPoetik

Die Erzähltechnik Flügel. Von Kjærstad.

In den Pausen, wenn ich mir einfache Mahlzeiten richtete (…), war ich so aufgeregt, dass das Messer in meiner Hand zitterte. Vishnu* brachte mich dazu, über die unüberschaubaren Möglichkeiten des Romans zu fabulieren. Ich dachte an Flügel. Denn so wie … Weiterlesen

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Als Antwort auf eine poetologische Frage aus einem Nachwort zu Gedichten Conrad Ferdinand Meyers. Von Rychner.

Zu einem Diskussionspunkt des Lyrik-Panels während >>>> der Werkschau, quasi auch als Antwort auf eine Frage Benjamin Steins: Man hat Meyers formale Meisterschaft bewundert und zum Rang der Vorbildlichkeit erhoben; man hat sie aber auch mit Skepsis und Abschätzung bedacht. … Weiterlesen

Veröffentlicht unter Arbeitsjournal, Gedichte, LexikonDerPoetik, NOTATE | 3 Kommentare

Nicht nur ein Abend für Wolf Wondratschek. Sondern, nämlich, vor allem, für uns. Als nachträgliches Fest zu seinem Fünfundsiebzigsten zur Feier Ullsteins als seinem neuen Verlag. Überraschend mit Arash Marandi.

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was du träumst, beginnt wie Liebe, was du liebst, hört auf zu sein Wondratschek, Es gibt etwas   Freitag, den 31. August 2018 Freundin, von einem grandiosen Abend ist zu erzählen. Ich war, sagen wir, heikel hingegangen, >>>> deshalb, aber … Weiterlesen

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Schultens‘ Feuer, Der untote Schwan. Zur Rhythmisierung: Aus dem Entwurf des Essays (3).

(…) Bei Schultens brennt die Angst im Tal sogar a b. – Überhaupt ist dieses Gedicht, „Kali“, wahrscheinlich eines der intensivsten des gesamten Bandes: a. lass ihn stufe um stufe diesen hang zum meer absteigen sich seine weißen beine zerren bis … Weiterlesen

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Schultens‘ Zorn, Der untote Schwan. Das poetische Movens: Aus dem Entwurf des Essays (2).

(…) Wenn gestern abend Benjamin Stein über diese Gedichte von einer „unverkennbar weiblichen Stimme“ schrieb, ist dies mißdeutbar, auch wenn er seinen Text mit dem Zitat übertitelt „den schnitt seht ihr später“ und unter ihm selber zusammenfährt: „Da geht die Klinge … Weiterlesen

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Schultens‘ Geheimnis, Der untote Schwan. Zur poetischen Form: Aus dem Entwurf des Essays (1).

(…) In einem großen Vortrag über die strauß/hofmannsthalsche Elektra bemerkte Ernst Bloch an deren und Orests großer Erkennungsszene, daß alles Erkennen ein Wiedererkennen sei. Diese Auffassung reicht bis in die biblische, bzw. Sprache der Thora zurück, wenn sie den Beischlaf … Weiterlesen

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الاحسان, Al-Ihsan, کمال, Kāmel: Vollendung & Demut.

Nur Gottes, heißt es, sei die Vollendung – weshalb persische Teppichweber:innen stets einen Fehler in ihre Meisterwerke knüpften. Aus Demut, dachte ich bisher und hab es so gelehrt. Bis ich soeben begriff, daß die Perfektion der Götter, der Göttinnen mit … Weiterlesen

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Poetologie & Erkenntnis: Das Gleichnis von den Punkten. Im Arbeitsjournal des Sonnabends, den 3. März 2018: START III, Frankfurtmain.

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[Haus des Landessportbunds, Gastzimmer 510 6.46 Uhr] Meine Chefin fuhr gegen 22 Uhr heim, ich blieb mit Kolleginnen hier; wir sprachen und sprachen. So wurde es, obwohl ich längst hatte liegen wollen, spät, fast zwei Uhr, bevor ich ins Bett … Weiterlesen

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III, 364 – Klimata

Schon wieder sechs Tage vergangen. Tagebuch kann man das hier nicht mehr nennen. Erscheint in unregelmäßigen Abständen vier- bis fünfmal im Monat, je nachdem. Ecco. Es ist zwischen den Projekten zu balancieren, und seit Kaurismäki sah ich keinen Film mehr, als … Weiterlesen

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Daß der Engel in dir den Teufel in mir: André Hellers „Esther”. Kleine Poetiken (6).

  Esther, Esther Der gestrige Tag, die Tage vorher werden klein. Schon sehe ich sie als Wasserzeichen Auf jenem Papierdampfer, in welchem dein Herz von unserer Küste zu einer anderen wechselt. Esther, Esther Dein Brennesselhaar, das tut so weh Noch … Weiterlesen

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Harzreise im Winter. Kleine Poetiken (5): Johann Wolfgang von Goethe.

Dem Geier gleich, Der, auf schweren Morgenwolken Mit sanftem Fittich ruhend, Nach Beute schaut, Schwebe mein Lied.…Aber abseits, wer ist’s? Ins Gebüsch verliert sich sein Pfad, Hinter ihm schlagen Die Sträuche zusammen, Das Gras steht wieder auf, Die Öde verschlingt … Weiterlesen

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Der Fremde geht davon. Kleine Poetiken (4): Peter Huchel.

Der Fremde geht davon und hat den Stempel aus Regen und Moos noch rasch der Mauer aufgedrückt eine Haselnuß im Geröll blickt ihm mit weißem Auge nach. Jahreszeiten, Mißgeschicke, Nekrologe – unbekümmert geht der Fremde davon. Manchmal jagt eine unvermutete … Weiterlesen

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Durch den Schornstein. Kleine Poetiken (3): Hans Carl Artmann.

durch den schornstein geht es ins himmelreich – bedenks.. durch den schornstein da zieht der rauch so leicht – komm mit.. durch den schornstein da siehst du sonne und mond durch den schornstein siehst du den küchenherd – verbrannt wird … Weiterlesen

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Hab im Dünenschutt der Stunden. Kleine Poetiken (2): Uwe Dick.

Hab im Dünenschutt der Stunden Einen Vogelleib gefunden, und das Köpfchen, augenleer, abgetrennt, lag nebenher. Schau mich, Mädchen, nicht so an, weil ich’s nicht ertragen kann. Manchmal kommen einem Gedichte von einer restlos unheimlichen, weil höchst grausamen Naivität unter: Auch … Weiterlesen

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Euch täuschten Rosen nicht. Kleine Poetiken (1): Luis de Góngora.

Der Mund, der süß zu schlürfen muß verführen den Saft, der köstlich zwischen Perlen quillt, den Neid um Jupiters Getränk gar stillt, mag’s ihm, von Ganymed kredenzt, gebühren, an den, wollt liebend leben, dürft nicht rühren; in Lippen, die Versuchung … Weiterlesen

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