Archiv der Kategorie: Oper

Merlin im Versehrtenheim. Zu „King Arthur“ von Henry Purcell an der Staatsoper Unter den Linden Berlin.

[Geschrieben für und erschienen >>>> bei Faustkultur.de.] Kann man – Unfug, können lässt sich alles —- soll man also solch ein Stück – in unseren neurestaurativen Zeiten noch auf die Bühne bringen? Denn bei aller kritischen Ironisierung, die Sven-Eric Bechtolf … Weiterlesen

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Fassbinders Falstaffs böser Triumph: Mario Martones Neuinszenierung von Verdis Alterswerk an der Staatsoper Unter den Linden. Von Barenboim mit jugendlicher Wut dirigiert.

    Bei Faustkultur >>>> d o r t:        

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„Bildungsnarzissmus“ & Oxytocin. Im Arbeitsjournal des Dienstags, den 3. April 2018.

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[Arbeitswohnung, 8.39 Uhr France muique contemporaine: Gerard Peson, Blanc mérité] Gestern quasi durchgearbeitet; erst war mein Essay zu Schultens endlich fertigzustellen, also zu ergänzen, aber auch zu revidieren, dann schrieb ich meine Besprechung der neuen Falstaffinszenierung Mario Martones an der … Weiterlesen

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Ach, Kinder zu begehren! Carlixto Bieitos Inszenierung der Gezeichneten von Schreker unter Soltesz an der Komischen Oper Berlin.

Geschrieben für >>>> faustkultur; dort erschienen am 28. Januar 2018. Fotos: Iko Freese /  drama-berlin.de] Alviano Salvago liebt insgeheim Kinder, und zwar genauso und weil er selbst im Innern Kind geblieben ist. Dieser Interpretationsansatz bestimmt Carlixto Bieitos Inszenierung durch und … Weiterlesen

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Statt Fülle des Wohlklangs bösester Ausdruck: Terry Gilliams Inszenierung der Verdammnis Fausti von Berlioz unter Simon Rattle an der Staatsoper im Schillertheater Berlin.

[Fotografien (c.): >>>> Matthias Baus] Wir sollten uns ausmalen, welch furchtbarer Zauber – ein Teufelszauber fürwahr – diese Inszenierung gewesen wäre, hätte sie bereits auf die einzigartige Bühnenmechanik der noch im letzten Umbau befindlichen tatsächlichen Staatsoper Unter den Linden stattfinden … Weiterlesen

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Pädophilie & Verklärung. Graham Vicks Inszenierung des „Death in Venice“ von Benjamin Britten und Myfanwy Piper nach Thomas Manns Novelle.

Fotografien: >>>> Marcus Lieberenz Ich hatte, wann immer ich diese Oper hörte, ein Unbehagen. Ich las das Textbuch, das Unbehagen wurde größer. Gesehen hatte ich Brittens letzte Oper nie. – Ein ‚Zufall‘? Denn dem speziellen Melos all seiner anderen Stücke … Weiterlesen

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„die für uns verloren“: INFEKTION! (3). Irini Amargianakis „ANS“ in der Werkstatt der Staatsoper im Schillertheater Berlin.

Eine Interdisziplinäre Komposition für sechs Instrumentalisten, Schattentheater, Video und Lautsprecher nennt die 1980 geborene griechische Komponistin >>>> Irini Amargianaki ihr Stück, das allein an diesem „Interdisziplinären“ krankt, jedenfalls so, wie es >>>> in der Werkstatt der Berliner Staatsoper in Szene … Weiterlesen

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Das furchtbar‘ Begehren nach Einheit. Infektion! (2): Jürgen Flimm inszeniert Salvatore Sciarrinos Luci mie traditrici an der Staatsoper im Schillertheater Berlin.

(Fotografien (©): Clärchen und Matthias Baus) Die helle Bühne ist klar geschnitten: ein lichtdurchflutetes salonhaftes Wohnimmer mit (spät)bürgerlichem Interieur. Es bewahrt noch eine Ahnung an die feudalen Zeiten, in denen die Grundgeschichte sich zutrug: die Ermordung von Gattin und Liebhaber … Weiterlesen

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Matthias Hermanns DIE LUFT HIER: SCHARFGESCHLIFFEN in der Werkstatt der Berliner Staatsoper im Schillertheater. (INFEKTION! 2016, 1).

Der Raum ist weiß, wir sitzen auf weißen Bänken; es gibt eine dunkle Empore, auch auf der, wie unten, zwei einander diagonal gegenüber, ein Perkussionsaufbau mit je großer Marimba, mit scharf zu schlagender Trommel, mit Pauke und Glocken; unten, symmetrisch, … Weiterlesen

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Mafioser Schwanengesang: Graham Vicks grandiose Tristan-Inszenierung an der Deutschen Oper Berlin.

Fotografie (©): >>>> Matthias Horn Wie konnte mir das entgehen? So fragte ich mich immer wieder, nachdem ich am 18. Juni endlich Graham Vicks Inszenierung gesehen hatte, „reines“ Repertoire unterdessen, mehr als fünf Jahre nach der Premiere. Dennoch von bis … Weiterlesen

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Von Schuld & Eskapismus. Guths Juliette von Martinů nach Nerveux an der Staatsoper im Schillertheater Berlin. Dirigiert von Barenboim.

[Fotografien (©): >>>> Monika Rittershaus] Imgrunde kehrt Claus Guths Bohuslav Martinůs nach einer Erzählung >>>> Georges Neveux‘ komponierte Oper Juliette um, nämlich gibt ihr einen von den Surrealisten gerade gemiedenen realistischen Boden. Denn der Mord (juristisch eher, da aus dem … Weiterlesen

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Jesu Reise um Urantia. Karlheinz Stockhausens Michaels Reise um die Erde auf dem Musikfest der Berliner Festspiele 2015.

Musik ist der Weg, auf dem der Mensch selbst zum Engel wird. >>>> Günter Peters Marco Blaauw (Fotografie (©): Kai Bienert) Wiewohl von Stockhausen als Teil eines monumentalen, auf sieben „Tage aus Licht“ angelegten monumentalen Musiktheaters geschrieben, dürfte „Michaels Reise … Weiterlesen

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Eigentlich unfaßbar, nämlich im Ausmaß eines Wunders: Sebastian Weigles und Claus Guths Rosenkavalier von Hofmannsthal und Strauss an der Oper Frankfurtmain.

[Fotografien (©): >>>> Monika Rittershaus] Nein, es geht im Rosenkavalier nicht um das Sterben, sondern ums Vergehen, dessen extremster F a l l allein das Sterben und schließlich der Tod ist. Dennoch kann man ihn anders sehen, kann ihn auf den Tod hin … Weiterlesen

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Weitgeführter, harter Klangrausch: Daniel Barenboims erster Puccini: Alvis Hermanis‘ Inszenierung der Tosca an der Staatsoper im Schillertheater.

Vorweg >>>> zum Ereignis, das mich hinein-, muß ich sagen, -trieb; unterdessen bin ich fast ebenso puccini- wie allerdings ganz besonders Wagners müde. Aber Barenboim hat sich ganz sicher nicht grundlos die, neben der Bohème, von allen Pucciniopern beliebteste ausgesucht. … Weiterlesen

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Das Bedrohlichste Gute. Benjamin Brittens Billy Budd nach Herman Melville an der Deutschen Oper Berlin.

[Fotografien ©: >>>> Marcus Lieberenz.] [John Claggart, genannt Jimmy Legs.] Die Geschichte ist kurz erzählt: Der junge Billy Budd wird von Pressern des britischen Kriegsschiffes „Indominable“ ausgehoben. Anders als seine Schicksalsgenossen freut er sich über seine neue Tätigkeit, ist mehr … Weiterlesen

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