Category Archives: Paralipomena

Schon die Tatsache,

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daß überhaupt noch ernstlich von „Tabus“ gesprochen wird, etwa des Inzests oder der Nymphophilie, ist Ausdruck eines unfreien, inneren Kleinbürgertums, nämlich als Gefühl internalisierter Moral, nicht etwa eine (für oder gegen etwas) Entscheidung aus Gründen, ja nicht einmal eine aus … Continue reading

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Skandal der moralischen Anthropologie

Sexualität ist der nachtschwarze Schatten des Baums der Erkenntnis, aus der sie die Unschuld verlor. Sie steigt aus dem Grund in den Geist. Da aber klopft sie sein Helles ab, das seine Wurzeln verleugnet, und höhnt es. Was immer er … Continue reading

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Wie fühlt sich jemand, der ein Verbrechen beging?

  Wenn er es nicht aus Not tat (und nicht befürchtet, gestellt zu werden): —   f  r  e  i  . ________________________ (Aus dem schwarzen Notizbücherl)   DLXX

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Was de facto nicht wahr ist. (Zu „Schönheit“).

  Alle Menschen sind schön. Was aber ist gemeint? Die metaphorische „innere“ Schönheit oder eine leibliche? Wahr ist freilich, daß für diese die Kulturen je verschiedene Ideale haben – oft bestimmter Körperstellen -, aber alle kennen das Häßliche auch. Der … Continue reading

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Humor, mefistofelisch.

Wer an den freien Willen glaubt, muß notwendigerweise auch an Gott oder Gottheiten glauben – womit die Willensfreiheit dann abermals zum Teufel wäre. Ich höre ihn bis hierher schallend lachen. DLVIII

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Whistleblower ODER Kriminelle unter sich. (Zur Wahrheit der Sprache).

Die Verwendung des Wortes durch Vertreter des scheinbar geschädigten Staats verrät den Hintergrund: „to whistle s.o.“ bedeutet, ganz wie im Deutschen, „jemanden verpfeifen“. Dies ist der Sprachgebrauch unter Kriminellen. Verpfiffen wird, von einem Mittäter, eine Straftat. Im Strafverfahren wird in … Continue reading

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Ich klage nicht, ich klage a n.

Das ist ein Unterschied. DLVI

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Wir sind

substantiierte Zeit. (Beim Erwachen unmittelbar im Kopf; kein Vor-, kein Nachspiel bewußt.) DLV

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Auch der Korrupteste

braucht Glück. (DLIV) 

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الاحسان, Al-Ihsan, کمال, Kāmel: Vollendung & Demut.

Nur Gottes, heißt es, sei die Vollendung – weshalb persische Teppichweber:innen stets einen Fehler in ihre Meisterwerke knüpften. Aus Demut, dachte ich bisher und hab es so gelehrt. Bis ich soeben begriff, daß die Perfektion der Götter, der Göttinnen mit … Continue reading

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Wahn und Archiv.

Es ist der Größenwahn (sofern sich niemand andres findet) sein eigner Archivar.   (DLII)

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Ästhetische Urteile.

Woraus sozial unbeliebten Menschen der Strick gedreht wird, knüpft man die Hängematte der beliebten: Es ist derselbe Stoff. (DLI)

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Vom „unmöglich“

gibt es nur das Wort. (DL).

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Ekel ist

hilflose Wut.(DXXXIX).

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Der Wille, aber nur selten, genügt nicht.

Und irgendwann hat selbst er mal keine rechte Lust. Mehr. (DXXXVIII).

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