„…look in thy heart!” Michael Maars Der Souverän: Nabokov (1).

(…)

Es gibt noch einen weiteren Grund für die Annahme, daß Nabokov mit Lolita der Devise des elisabethanischen Dichters Sir Philipp Sidney folgte, beim Schreiben ins eigene Herz zu schauen – Fool! Said my muse to me, look in thy heart, and write. Es ist etwas kaum Greifbares, es ist eine Frage des Tons. Um sich eine Idee von ihm zu machen, möge der Leser sich vorstellen, wie er auf einen Vorwurf reagiert, der nicht vollkommen zutrifft, aber auch nicht ganz falsch ist; strenggenommen sogar überwiegend richtig. „Das stimmt so nicht”, sagt man dann und wird wortreich in seiner Rechtfertigung, umständlich, ausschweifend, manchmal heftig und in jedem Fall unsouverän.
Genau diesen spezifischen Ton hört man manchmal bei Nabokov heraus. (…)

[Wie manchmal auch… ah! aus Der Dschungel.]

>>>> Nabokov 2

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden .

%d Bloggern gefällt das: