Das Weihnachtsproblem: Briefe nach Triest, 49. Wiederaufnahme, Überarbeitung 8 (fünfter Durchgang).

 

[Es gab ein Problem, das ich absurderweise selbst nach drei Durchgängen noch nicht bemerkte, nämlich eines der Datierung. Wenn nämlich sowohl Lars (der Verlassene) als auch der von ihm beauftragte Briefschreiben Kinder haben, kann über das Weihnachtsfest nicht hinwegerzählt werden, als wären beide nicht jeweils familiär gebunden. Genau das habe ich aber in der ersten, in – siehe Link – Der Dschungel eingestellten Version getan und, konzentriert auf nur die Erzählung-selbst, in den drei Durchgängen übersehen. Erst im vierten Duchgang, als ich also die ausgedruckten Seiten durchging, fiel es mir auf, und, weil so weit hinten, erst in Wien. Da konnte nun, was jetzt für den 24. Dezember sowie die folgenden Tage gechrieben war, so nicht bleiben. Ich brauchte einen neuen Übergang, der möglichst auch schon Spuren in die noch zu schreibenden Briefe hineinlegt — wie mir überhaupt nun erst, in intensiven Gesprächen mit meinem Arco-Verleger Christoph Haacker, klar wurde, welche Wendung der Roman fast notwendiger Weise nehmen wird. Dazu schreibe ich hier aber nichts, jedenfalls noch nicht, sondern stelle “einfach” den neuen Übergang ein:]

 

[Anfang des sechsundzwanzigsten Briefs]

Es war Stille, schöne Frau,

1. Januar, donnerstagmorgens 6.15 Uhr
Nach erster Wilder Jagd

seit fast genau zehn Tagen – etwas, das aber nicht an Dir, Sídhe, lag, sondern an den Feierlichkeiten. Sie mögen getrennt sein, Sarah und Lars, doch gegen alle Unbill ha­ben sie selbst in zerstrittensten Zeiten daran gehangen, Larssohn ein Zuhause zu wahren, das eines auch ist. Mein, also Lars’ens, letzter Brief datiert vom 22., ab dem 23. war das Fest vorzubereiten, da ist für anderes nicht Zeit. Und auch ich selbst war durchaus verhindert, Judiths und der Zwillingskinder wegen, die von ihren Elten noch weitergehend abhängig sind, als es der schwer – aber klug – pubertierende Lars­son ist. Ich also auch hatte mich um meine Familie zu kümmern, Du, so weit weg, fielst, verzeih, in den Hintergrund weg. Vielleicht wäre es anders gewesen, hättest Du nur ein einziges Mal reagiert – wobei ich unterdessen denke, daß Du ganz froh drü­ber bist. Hat Dir die Pause die Hoffnung gemacht, es fände mit Lars’ Briefen nun endlich, endlich ein Ende? Doch schau einmal: Wie wundervoll auch immer ein ge­meinsam verbrachtes familiäres Weihnachtsfest auch sein kann, so wenig hält es, ist es vorüber, den Entwicklungen stand, die sich seit den Trennungen – einerseits Lars’ens von Sarah, andererseits Judiths von mir – geradezu notwendigerweise erge­ben haben. Was sich gefirmt hat, wiedergefirmt, ist die Verläßlichkeit für unsre Kin­der – ein Thema, das Dir, Lars weiß es ebenso sicher wie unterdessen auch ich, furchtbar nahgeht, weil als eben ausgeschlossen, ja irreversibel isoliert. Das reicht, eine Übergriffigkeit, selbst in Deine Physiologie. Was er, Lars, verhindern, wogegen er angehen wollte, wenn auch, er weiß es selbst, absolut nicht uneigennützig. Viel­mehr wären zwei Eigennütze zusammengekommen, die etwas gerufen hätten, das nichts mehr wäre gewesen als Nutz, nämlich des Lebens an sich, des Fortlebens nun­mehr. – Das wird sich nun nicht mehr ergeben, auch wenn Lars im stillen immer noch hofft. Glaub mir, ich bin klarer als er, wenigstens in diesem Belang. Nur kann ich nicht so schöne Kunst daraus machen. Texte, Du weißt es, fallen gegen Töne hilf­los ab. Sie sind immer Erklärung, auch wenn sie’s meiden; ein Klang indes ist er selbst.
Aber wirklich, auch ich habe ein paar Stunden lang, vielleicht einige Tage, in denen Lars schwieg, weniger zwar geglaubt als gefürchtet, er stelle seine Berichte fortan ein, die Whatsapp- und Facetime-Gespräche, die Mails und vor allem die mir lästi­gen, weil oft unangemessen frühen Anrufe, was für mich tatsächlich einen kurzen, wehenden Anflug von Freiheit bedeutete, nämlich endlich wieder alleine ich zu sein und nicht dauernd in gleichsam Stellvertretung sprechen zu müssen. Zumal ich mich zunehmend mehr insofern mit Lars identifiziere, als ich seine Gefühle zu Dir allmäh­lich wirklich zu teilen und es deshalb als schmerzhaft zu empfinden beginne, wenn Du weiter schweigst und schweigst. Denn sieh, bin es denn jetzt nicht ich, der Dich de facto … ja, ich muß sagen, stalket? In welche Rolle hat Lars mich gebracht! Er selber, abgesehen von seiner schweren Sehnsucht, die ich ihm nach wie vor glaube, ist fein raus. Aber darüber dachte ich nur nebenbei nach, weil zum einen die ersten Rauhnächte bekanntlich ruhig sind und ich zum zweiten auch direkt nach Weihnach­ten jedesmal gebunden bin, des Geburtstags meiner Zwillingskinder wegen. Ich den­ke mir, Lars hat da nicht stören wollen und vielleicht ja tatsächlich Abstand genom­men. Doch dann der Silverster … – nicht, daß er dieses Jahr besonders laut gewesen wäre, Feuerwerk und Böller wirkten eher verhalten, wenn ich den Krawall, von dem ja auch kaum mehr wer weiß, weshalb er veranstaltet wird, mit dem der vorhergegan­genen Jahre vergleiche. Nur lag eben hierin eine auch von mir arg unterschätzte Ge­fahr. Denn nun war Deine Reiterei zu vernehmen, zu der Dein Volk mit doch gehört, die sonst der Lärm überschallt, und in all dem Blitzen und den Feuerblüten sind die Deinen, doch ohnedies Schemen, fast prinzipiell nicht zu sehen. Indessen nun mach­ten sie sich bemerkbar, jagten durch jeden Tür- und Fensterspalt selbst in die Woh­nungen hinein. Vielleicht nicht Ihr alle, offenbar aber Du und die Lydierin auch; mag sein, sogar die Sharon-Sídhe – nur, daß ich diese auch ohne des Volksglaubens Spu­kereien über Weihnachten aus den Augen verlor. Jedenfalls rief Lars vorhin wieder an, ausgesprochen aufgeregt. Er habe Dich im Fernseher gesehen – im Fernseher, ich bitte Dich! –, in einer italienische Capodanno-Sendung, da habest Du ihm durch die Kamera und also den Bildschirm direkt in die Augen geblickt „… als hätt sie mich erkannt!‟

(…)

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Briefe nach Triest 48 <<<<
[Bild (→ Wikipedia): Franz von Stuck Die wilde Jagd
Musee d’Orsay Paris 1899
Noten: Franz Liszt Wilde Jagd
(→ Étude d’exécution transcendante No 8
1851/52)

 

Wien 3: Und dann zu je einsfuffzich der Abschiedscafé Mitte. Als Tagebuch im Arbeitsjournal des Montags, den 25. Juli 2022. Mit einer enormen Wende in Triest. Briefe nach Triest, 48. Wiederaufnahme, Überarbeitung 8 (vierter Durchgang).

 

Foto ©: Wikipedia

Draußen Platz nehmen vor der offenen Zugangshalle der Züge. Espresso und Café sind ausgezeichnet. Ich nur, ausnahmsweise, kurze Kahkihose, kurzärmliges Khakihemd und Chucks, sie sieht nach Hawaii aus, wir müssen beide lachen. Da der Junge, gewachsen ist er, fällt mir stürmisch um den Hals. Das hatte ich nicht erwartet, bin von Glück geflutet. Immer wieder, auch als ich die zwei zum Bahnsteig bringe, sucht er meine Nähe, umarmt mich noch und noch; kurz gehen wir Arm über Schulter. Vater wieder sein.
Die beiden steigen ein, finden ihren Platz. Ich, außen, lege je meine Hände an die Scheiben, sie darunter die ihren. Der Zug ruckt kurz, setzt sich in Bewegung, und ich winke.
Lange, sehr lange in dieser Intensität nicht mehr gehabt: Wir waren kurz Familie.

A., 9.44 Uhr

***

Mein Abendzug zurück nach Berlin geht um 18.43 Uhr, also erstmal die SBahn bis Meidlingen, danach wird in den Intervity umgestiegen, der bis Gesundbrunnen durchfährt. Deshalb konnte ich mit den zweien nicht mit; zuviele nicht planbare Zugausfälle auch der ÖBB. Ich wäre allzu nervös gewesen. Dazu kam, daß gestern eine riesige Wende in der Planung der Triestbriefe geschah; etwas Unheimliches, das mir einfiel, enorm Konsequentes, aber halt auch Übertritt – genau in dem Sinn, in dem auch das Traumschiff Übertritt war. Es riecht nach einer Blasphemie, doch ist sie unabwendbar. Symbolisch gesprochen, riskiere ich mich selbst. Daran will ich gleich weiterarbeiten, muß ich weiterarbeiten. All das ist nicht ohne Irre; der Weg wurde frei, als ich einen Fehler in den Briefdatierungen bemerkte und versuchte, ihn zu beheben. Er streckt sich in der Zeit nach vorne, aber auch nach hinten. Und weil es hervorgehobene Daten sind, Daten eines wichtigen Festes, mußte für die Verschiebung eine Überleitung gefunden werden. Ich stand im Hausflur die Pfeife rauchend am Fenster, neben mir das Glaserl Wein, als der Schauer über mich ging.
Zurück zu meinem Verlegerfreund, der über Druckfahnen saß. “Du, ich habe da plötzlich eine Idee, die aber ganz gespenstisch ist.” “Erzähl.” (…) “Das ist es!” “Aber es ist unheimlich.” “Aber es i s t es.” — Jetzt muß ich Spuren legen und Übergänge schreiben. Auch das noch, bevor ich den Erzähler beginnen lasse, meinen dreiunddreißigsten Brief zu formulieren. Der dem sechsundzwanzigsten Brief nun neu voranzustellende Übergang, den ich gestern nacht noch notierte, klingt einstweilen so:

 

Es war, schöne Frau,

28. Dezember, montagmorgens 6.15 Uhr

Stille seit über einer Woche – etwas, das aber, Sídhe, mit Dir nicht zusammenhing, sondern mit den Feierlichkeiten. Sie mögen getrennt sein, Sarah und Lars, doch gegen alle Unbill haben sie selbst in zerstrittensten Zeiten daran gehangen, Larssohn ein Zuhause zu bewahren, das auch eines ist. Mein, also Lars’ens, letzter Brief datiert vom 22., ab dem 23. war das Fest vorzubereiten, da ist für anderes nicht Zeit. Und auch ich selbst war durchaus verhindert, Judiths und der Zwillingskinder wegen, die von ihren Elten noch weitergehend abhängig sind, als der schwer – aber klug – pubertierende Larsson es ist. Ich also auch hatte mich um meine Familie zu kümmern, Du, so weit weg, fielst, verzeih, in den Hintergrund weg. Vielleicht wäre es anders gewesen, hättest Du nur ein einziges Mal reagiert – wobei ich unterdessen denke, diese Pause jetzt habe Dir die Hoffnung gemacht, es fände mit meinen Briefen vielleicht überhaupt ein Ende. Dem, wie Du jetzt liest oder zumindest zur Kenntnis nehmen wirst, ist nicht so. Denn wie wundervoll auch immer ein gemeinsam verbrachtes familiäres Weihnachtsfest ist, so wenig hält es danach den eigentlichen Erfordernissen, schon gar den Entwicklungen stand, die sich seit den Trennungen – einerseits Lars’ens von Sarah, andererseits Judiths von mir – geradezu notwendigerweise ergeben haben. (…)

*******

Wien 1: Schlußlektorat in Bad Fischau. Die ersten beiden Tage. (Als Arbeitsjournal des Donnerstags, den 21. Juli 2022.)

 

 

 

 

 

Anderthalb Stunden Besprechung und ggbf. Veränderung, eine dreiviertel Stunden schwimmen, anderthalb Stunden Besprechung und ggbf. Veränderung, anderthalb Stunden schwimmen, anderthalb … — Vom morgens ab etwa 10 Uhr (Hinfahrt ab Wien Mitte 8.43 Uhr) bis etwa 18 Uhr; rückgekehrt gegen halb acht abends.
Temperatur der Luft bis 38°, die des Wassers 18.

Zur Zahl 13: Briefe nach Triest, 47. Wiederaufnahme, Überarbeitung 7 (dritter Durchgang).

[Aus dem dreizehnten Brief]

(…)

Die Zahl, Geliebte, dreizehn,

Dienstag, 8.25 Uhr
Stan Getz at Montmartre, live 1977

die geliebte 13, Herz, spielt in meinem Denken und darum auch Empfinden eine große Rolle; ich sollte sie ihr auch hier zukommen lassen in immerhin einem Elben­roman, meinem außerdem zweiten. 13 x 28 (ich schrieb Dir schon davon: vom matriarchalen Jahr, das nach Eu­ren Monatszyklen gezählt war). Jedenfalls soll nun wenigstens die Quersumme der Zahl seiner Briefe an Dich ein Vielfaches von drei­zehn ergeben, das Dreifache viel­leicht, um gleichzeitig die andere, nunmehr für L a r s bedeutsame Zahl, die 3, aufzu­nehmen. Schmölzen wir, er und ich, strukturell so in­einander, kämen wir auf neununddreißig Kapitel, was schon vom reinen Ansehn Evidenz hat und deshalb unser Blicken gleichsam zahlenmystisch spiegelt (ich for­muliere dies bewußt nicht | in dem „an sich“ hier zu verwendenden Konjunktiv). Wäre dem so, würde ich mit dem Rohling des Buchs spätestens im kommenden Januar fertig sein, was in seiner Logik bedeutet: mit dem Verarbeitungsprozeß. Ach, lach nur auf, ich weiß ja selbst: Welch ein bizarres Gerüst seiner Trauer! Als ließen sich Verluste be­stimmen … Übrigens spricht die Lydierin schon gleich bei beider erstem Wiedersehen in Triest, und zwar noch vor dem Grottenbegebnis, von den dreizehn Dimensionen, in denen wir lebten; bis dahin hätte Lenz nie gedacht, daß diese Frau phantastische Neigungen hat, wenngleich, wer mit einer Sídhe umgeht, darauf von Anfang an gefaßt sein muß, sozusagen natürlicherweise. Für das Vielfache von Drei­zehn spricht außerdem, daß es in diesem Roman immer auch um ein Kind geht, das sich – außer Jessir (oder hatte ich mich für „Volker“ entschieden, den Namen des exekutierten Freunds meiner Freun­din?) alle Beteiligten wünschen und zu dem es aber nie kommen wird, jedenfalls nicht in diesem Roman. Was nach ihm geschieht, steht in den Sternen.
Freilich, eine Sídhe … Im Gegensatz zur menschlichen Frau hat sie fast jede Zeit der Welt. So kannst Du ruhig bleiben. Alleine Lars, der Vater so gerne eines zweiten Kin­des würde, gerät in die Not seines Endspurts. Wäret Ihr möglich geblieben, hättet Ihr schnell eins gehabt. Du hast ihm sogar den Tochternamen genannt, ich schreib ihn, Lars’ Bitte folgend, nicht hin nein, Liebste, habe deshalb keine Sorge. Aber er hat, dieser Name, Lars momentlang stummwerden lassen. Solch ein Wagnis! Aber daß Du es eingehen wolltest, wirklich eingehen wolltest, schloß Euch fast ebenso eng zusammen wie Eure pheromonale Melange. Du weißt, er hätte sich drauf eingelas­sen, wiewohl gerade er niemand ist, der die mythischen Hintergründe nicht sehr ge­nau, nämlich aus unsern Gesprächen, kennt und also weiß, was da heraufbeschworen worden wäre – zumal ohne, daß er auch nur ahnte, was die Motive, Deine, hinter die­sem Namen sind. Ihr hättet aber sicherlich immer wieder darüber gesprochen und wäret ihnen schließlich, vermute ich jedenfalls, nahegekommen. Bei der Lydierin hingegen sind sie klar. Anders als Du bist, ist sie nicht scheu, sondern emphatisch matriarchal; des­halb ist sie sich auch so sicher, daß das Kind, das Lenz ihr dann – ihrem Empfinden zufolge – verweigert, eine Tochter werden wird. Nicht eine Se­kunde lang, tatsäch­lich, glaubte sie an ein männliches Baby. Während Lenz das Ge­schlecht seines zwei­ten Kindes völlig egal gewesen wäre.

(…)

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Das Arbeitsjournal des Sonntags, den 10. Juli 2022. “Verwirrung des Gemüths”, ein neues Musiktheater vielleicht (Musiktheaterinstallations-Performance), die Triestbriefe, text+kritik sowie АНХс “Корабль-греза”, darinnen die furchtbare Ambivalenz. Sowie ein bißchen Einsamkeit.

 

Heute ab 17.05, swr2 lesenswert:
Carsten Otte über ANH, Die Brüste
der Béart. Dort anhören.

[Arbeitswohnung, 7.19 Uhr
Wind, Kühle]

Gestern die von meiner Lektorin bearbeitete, mit vielen, bisweilen hinreißenden Anmerkungen und Vorschlägen versehene und hergemailte zweite Tranche der Neuausgabe des in nunmehr erster Fassung 1983 ersterschienenen Romans Die Verwirrung des Gemüths bis in den späten Abend in quasi einem Rutsch durchgesehen und korrigiert, 215 von insgesamt 396 Typoskriptseiten, es war wie eine Art Rausch. Die 181 Seiten davor hatte ich ja bereits vor drei Wochen fertigbekommen. Heute vormittag nun noch einmal ein “Kontroll-Scoll”, um zu sehen, ob ich etwas übersehen habe; danach geht die Datei an Elvira zurück, und am 19. werde ich für fünfsechs Tage nach Wien fahren, um mit ihr das Schlußlektorat persönlich durchzuführen. Am 27. muß das satzfertige Typoskript im Verlag liegen, um rechtzeitig zur Frankfurter Buchmesse als Buch dazusein.

Verwirrung, Lektoratsbeispiel
Elvira M. Gross

Parallel lief in den vergangenen Tagen ein anderes umfangreiches Projekt an, um dessen Zuschlag sich – es handelt sich um die Ausschreibung dreier deutscher Bühnenhäuser – mein Komponistenfreund Robert HP Platz, die Bildende Künstlerin Sandra Schlipkoeter, der Videokünstler Christoph Brech, der Regisseur Oliver Kloeter und ich unter, grad jetzt in der Antragsphase, als quasi Controllerin enorm stützender Mitwirkung Sabine Krasemanns als Team bewerben. Im weitesten Sinn handelt es sich um Musiktheater, wobei es eine Mischform aus Performance und Installation werden dürfte, die allerdings steng gebaut sind, doch auch weiten Raum für Improvisation bieten. Nachdem sich unsere, vor allem Platz’ und meine, Anfangspläne mit den Konditionen der Ausschreibung nicht  decken ließen, was Krasemann schnell herausfand, mußten wir quasi alles umwerfen, und in einer Spontanaktion schrieb ich ein völlig neues Konzept, war dann nervös, wie es ankäme, aber es lief – für mich eine erstaunliche neue Erfahrung – bestens. Jetzt mußte festgeklopft werden, mußten einzelne Szenenentwürfe her usw. Und gestern abend hat Krasemann das gesamte Ding hinausgeschickt. All das lief über Zoom und eine von ihr eingerichtete Whatsappgruppe, in der wir auch jetzt immer noch mal plaudern. Jedenfalls müssen wir nun warten; im September soll entschieden werden. Bekommen wir den Zuschlag, geht es gleich in die Vollen; ich selbst muß ans Libretto – präzise die Libretti -, Platz quasi parallel komponieren (wir werden für Komposition und Dichtung enger zusammenarbeiten als je); dann werden die Treffen des Teams stattfinden, noch in diesem Jahr, wir müssen vor allem die Häuser sehen, die Bühnen, die sonstigen Räume. Uraufführung haben wir für den Sommerbeginn 2024 avisiert. Insgesamt, wenn es klappt, wird das, schöne Frau, ein “riesen Ding”.
Also jedenfalls das kostete ebenfalls Zeit, einige. Jetzt steht für mich ein kleiner Radiotext an, der nicht nur angegeben, sondern auch eingesprochen sein muß, bevor ich in den Zug nach Wien steige. So richtig einen Einfall habe ich noch nicht, zwar schon anderthalb Seiten halt auch eher hingeworfen als geschrieben, aber sie sind mir zu trocken, zu theoretisch, um Leben im Klang entfalten zu können und dann noch eine “Botschaft” zu enthalten und zu vermitteln, die wiederum selbst mir allerdings klar. Wieder einmal wird es um Ambivalenzen gehen, allerdings diesmal der Verschlingung von Leben und Tod.

Und der Triest-Briefroman ist nun zum zweiten Mal soweit durchgesehen und korrigiert, umgeschrieben, ergänzt, wie er bereits als Text vorliegt; wie ich Ihnen, Freundin, schon erzählte, sind noch sieben Briefe zu schreiben. Wobei ich leider gegen Ende des zweiten Durchgang eine – n i c h t “leider” – ziemlich wichtige Idee hatte, die nun noch einen dritten Durchgang erforderlich macht, um nämlich die “Hauptperson”, von der erzählt wird, noch deutlicher konturiert von dem Ich-Erzähler abzusetzen, der mir mit dem anderen manchmal noch z u sehr verschmilzt. So daß mir klar wurde, beide müßten verschiedene Berufe haben; der des Erzählers ist klar, indes es sich zwar bei der Hauptperson angeboten hätte, auch sie wieder zu einem Bildenden Künstler zu machen, doch in der Tat, das wäre nun entschieden zu nahe an → Meere. Was also nun? Die Lösung war die naheliegendste aller. Aber gerade sie braucht Fleisch und Klang. Das ist ihr im dritten Durchgang zu geben, mit dem ich vielleicht heute schon anfangen kann, wenn die Verwirrungs-Fahnen fertig und hinaussein werden und ich vielleicht auch schon einen annehmbaren Entwurf für den Rundfunkbeitrag habe.

Ach ja, außerdem waren die Fahnen meiner eigenen – allerdings nicht langen – Textbeiträge durchzusehen, für die ich von der Redaktion des im September zu meinem bisherigen Gesamtwerk erscheinenden text+kritik-Bands gebeten worden bin; ist ja schon einiges her, weil Corona das Erscheinen um ein ganzes Jahr verschoben hat.  Nun wird es aber definitiv herauskommen, und zwar bereits im September. Ich mußte und wollte deshalb auch unbedingt noch etwas hinzusetzen, bzw. einmontieren und hoffe nun, daß meine “Lösung” funktioniert. Was es ist, dazu schreib ich hier nicht. — U n d: Es sind böse Zeiten dafür, leider, aber meine großartige russische Übersetzerin, Tatiana Baskakova, hat mir die Umschlagentwürfe der russischen Ausgabe des Traumschiffs geschickt, die noch im August da sein soll, gebundenes Hardcover, sehr schön gesetzt (ich habe eine PDF der Druckfahnen, die ich allerdings nicht lesen kann, klar), mit einem ausgesprochen langen Nachwort Baskakovas, tatsächlich einem Anmerkungsapparat und sogar Auszügen aus den Seereiseberichten Der Dschungel, die teils Grundlage des Romantextes wurden. Von den Umschlagentwürfen gefallen mir zwei, diese:

K e i n schönes Gefühl, sich einerseits rasend darüber zu freuen, und zum anderen, sich freuen gar nicht mehr zu können, weil dieser entsetzliche Krieg währt und, wie es aussieht, in absehbarer Zeit auch nicht zuende sein, sondern sogar zu befürchten ist, daß er sich ausweiten wird, auch zu uns und über ganz Europa. Da erscheint solch Übersetzung als derart marginal – was sie aber bei der Hingabe nicht ist, mit der Baskakova übertragen hat, und ihrer Genauigkeit. Und aber das Thema selbst des Romans bleibt ja, wird Menschheitsthema immer sein, völlig gleichgültig, welcher Nation jemand angehört. Ich hatte Tania auch geschrieben, wie ambivalent dies alles nun für mich sei und daß die Menschen sowohl in der Ukraine als auch in Rußland doch ganz andere Sorgen hätten, und schwere Nöte, um an einem übersetzten deutschen Buch Interesse haben zu können. Sie indes schrieb mir zurück, gerade jetzt, in diesen Zeiten, sei Literatur für manche Menschen wesentlich, sie halte sie am Leben. Es wäre für mich, oder sollte es prinzpiell sein, einfach, diese Sicht zu übernehmen, die ich auch für begründet halte. Nur b i n ich kein einfacher Mensch.

Ihr
ANH

P.S.:
Immer mal wieder leichte Anfälle von, nein, liebste Freundin, nicht Einsamkeit, aber einem Gefühl von Alleinsein, innerer, quasi, Emigration. Ich hab es im Griff, doch ein bißchen tut es schon weh.

***

[20.49 Uhr]
Ich fasse es selbst nicht: den Rundfunktext für Gutenbergs Welt in einem Rutsch geschrieben, dann durchgearbeitet und bereits die Erste Fassung erstellt, die soeben an Manuela Reichart hinaus ist. Morgens hatte ich noch Zweifel, ob mir die zündende Idee käme, die zwar, als Idee, aber nur schmauchend, gestern schon da war, aber halt ohne jeden Zug. Unversehens wurde es anders — was eine über Jahre erlebte Erfahrung bestätigt, die aber nicht mehr in meinem Körpergedächtnis war, — daß nämlich, wenn man einfach stur weiterarbeitet, irgendwann der Punkt kommt, an dem das Gehirn geradezu automatisch loslegt und mir die Finger führt. Dann braucht es später nur noch den dramaturgisch strukturierende Konstruktionsblick, schon ist das Ding fertig, und zwar mit Ideen und Thesen, die s i c h  e r s c h r i e b e n. Das Selbst als autonomes Subjekt ist gar nicht gefragt.
Die sonderbare Ambivalenz heißt nun mein Text, von dem ich selbstverständlich nicht verrate, wer mein literarischer “Held” ist. Das sollten Sie, Freundin, dann hören.

“Abgeschiedenheit”: Briefe nach Triest, 46. Wiederaufnahme, Überarbeitung 6 (zweiter Durchgang).

[Aus dem vierzehnten Brief]

(…)

15.35 Uhr
Christoph Lauer, Mondspinner, 1995

Lars ist vom Heben und Stemmen zurück. Das Eiweiß ward angerührt und gekippt. Danach den Kassler geschnitten, in die Pfanne zum Buzzeln getan. Gestern schon hat er den Grünkohl bereitet; es reift ihn, ihn über Nacht die Gewürze durchziehn zu lassen, Kulinarik-Rauch eines eßbaren Joints. Wie Du siehst, hier geht alles seiner Wege; es hält sich Lars ganz gut. Grad trinkt er schar­fen Ingwertee. Vor allem war es klug, so früh zum Training aufgebrochen zu sein, weil es dann nicht gleich wieder dunkel ist, wenn er das Studio verläßt. Diese kurzen Tage, langen Düsternisse tun ihm fast noch mehr weh, als, um nicht an Dich zu den­ken, mich diese Briefe schreiben zu lassen. Aber er lächelt, liest meinen vorigen Satz noch einmal. Denn in Wahrheit machen sie ihm Deine Abwesenheit physisch sicht­bar. – Bitte? Abwesenheit, sagst Du, l a s s e sich nicht sehen, weil da ja eben gar nichts sei? Nimm es als gegeben, „einfach“, daß er‘s kann. Wobei ihm das Schlimm­ste immer noch bevorsteht, nämlich Deine Fotografien aus den Geräten zu löschen; auf jedem lächeln sie ihn, verschiedene, als allererstes an, zum Beispiel, wenn er die Computer hochfährt. So endgültig ist er also wirklich noch nicht. Imgrunde ist es mit Deinem Parfum gar nicht andes; besorgte er es sich, um es von Zeit zu Zeit zu tragen, wäre auch das Besieglung.
Dabei täte ihm, sich neu zu verlieben, ganz gut. Nicht mythisch wieder, nein. Wunder lassen sich kaum wiederholen, sie sind ja nicht von der Stange; schon zweie überfor­dern uns völlig, sofern nicht Jahre zwischen ihnen liegen. Aber ein Flirt, der gern auch ins Bett führt, wäre Lars recht. Bezauberungen, Angerührtheiten diesseits der Besessenheit, Leichtigkeit vor allem. Doch müßt es eine Fremde sein, die nicht abermals auf Dich und gar nichts andres zuführt. Kein Brennen, doch ein kleines Feuer, über dem sich die Nacht ausgebreitet hat, über und um uns nahe herum. Das Sternenzelt räkelt sich und gurrt. Da nur der Wärme halber miteinander schlafen und weil es „süß“ ist, wie fremdes Haar an den Nasenlöchern kitzelt und man es wegzu­schnauben versucht oder, die Unterlippe vorgeschoben, wegzupusten, ohne die Frau aus dem Schlaf zu wecken. Diese Zärtlichkeit der Rücksichtnahmen ist Lars niemals schwergefallen, wenn Du vom Rauchen mal absiehst. Egal, welch ein Querkopf er sonst auch gewesen. Doch Lenz wurde es, so Rücksicht zu nehmen, zu seinem We­sen. Einige Monate lang hat es die Lydierin genossen. Dann wurd’s ihr zu viel Schwamm. Und sowieso ging ihm das Geld aus. Selbst auf in Deutschland den Pro­zeß reagierte er nicht, ließ die Briefe, auch amtlich Zugestelltes, ungeöffnet. Sie be­kam es erst mit, als der Gerichtsvollzieher klingelte, und fiel aus allen Wolken. „War­um hast du nichts gesagt?!“ Er lächelte sie an. Sie verdiente kaum genug für sich. Müßte sie ihren schönen Peugeot verkaufen? Was bekam man schon für einen alten Wagen, egal wie gepflegt? Ihre Mutter rief sie an und, ausgesprochen ungern, in Ly­dien ihren Vater. Lenz war das alles nicht wichtig, er merkte nicht einmal, wie ge­quält sie sich wandt. Was war dabei, den patriarchen Starrkopf anzuklingeln, wenn sie einander hatten? Er selbst, für seine Geliebte, hätte sich an den Straßenrand ge­hockt, um zu betteln. Sie hätte nur was sagen müssen, diese – denke ich plötzlich, der’s aufschreibt – Sirene. Ob nun gewollt oder nicht, sie zog ihn ins Meer; drin trieb er, doch er schwamm nicht. Und also ging er unter. Doch selbst, wäre sie schwanger geworden, was hätte daraus schon werden können? Und aber was, Herz, wendetet Ihr? Lars hat seinen Sohn in Berlin und ist zwei kleinen Kindern fast ebenfalls ein Vater. Da die ständige Fliegerei hin und her..? Dennoch wär er’s angegangen. Denn derart sich täuschen, nach der Nagelprobe auf den mythischen Blick, der sein erster Besuch in Triest w a r? Ich meine, Du warst bekannt wie bunte Hunde. Trafst Dich dennoch ganz offen mit ihm. Sogar ins Tommaseo bist Du mit Lars gegangen, wo die großen alten Spiegel Eure Küsse derart vervielfacht haben, daß sie Wimpeln ähnlich waren, die eine Menschenmenge schwingt. „Weniger an­onym“, bemerkte später ein Freund, „wärst du mit der Jolie an deiner Seite da auch nicht gewesen.“ Dort hast Du drei Selfies von Euch geknipst und als MMS an Giulia geschickt, Deine Freundin. „Du Luder !“ soll sie geäußert haben, verschwore­ner Hochachtung voll, als Du ihr von ihm zum ersten Mal erzähltest. Auch Deiner Mutter hast Du fast sofort berichtet; er sogar selbst hat mit ihr gesprochen. So versteht und versteht er immer noch nicht. 

(…)

Briefe nach Triest 45 <<<<

Das Arbeitsjournal des Donnerstags, den 30. Juni 2022. Zu den Triestbriefen, ff.

[Arbeitswohnung, 9.17 Uhr]

In der Dichtung besteht solch eine Gußform aus Lebensmaterial, hier jetzt dem Euren. Allerdings muß, was tatsächlich geschah, den poetischen Notwendigkeiten angepaßt werden. Kein Roman, auch keiner aus Briefen, gibt die Realität eins zu eins wieder. Da kann aus ihr noch so abgeschrieben worden sein: Ceci n‘est pas une pipe. Erzählungen folgen anderen Gesetzen als die konkrete Wirklichkeit; schon die Zeiten differieren. Im Alltag hat außerdem der Satz vom ausgeschlossenen Dritten Geltung; die Dichtung hebt ihn auf.

(Aus dem ersten Brief nach Triest)

Gestern den ersten Korrekturdurchgang der bislang bereits geschriebenen Triestbriefe abgeschlossen; einiges war zu präzisieren, weniges grundlegend neu zu formulieren, ein bißchen auch was zu streichen – wobei ich wahrscheinlich noch weitere Striche anbringen werde, aber wohl erst, wenn die sieben nun noch zu verfassenden Briefe fertig sein werden. Das kann und wird sich wahrscheinlich über den Sommer hinziehen, zumal noch eine Unterbrechung ansteht, wenn nämlich die von Elvira M. Gross lektorierte zweite Tranche hier eintreffen wird, an die ich dann sofort rangehen muß. Dazu sieht meine Planung seit gestern vor, am 13. Juli nach Wien zu reisen, um das Endlektorat – also Zweifelsfälle durchzusprechen und letzte Entscheidungen zu treffen – im persönlichen Bei- und Miteinander abzustimmen. Zum 20. muß das satzfertige Typoskript im Verlag liegen, damit das Buch zur Frankfurtmainer Buchmesse auch da sein kann. Außerdem habe ich noch einen kleinen Rundfunkbeitrag zu schreiben, der am 18. abgegeben sein und am 19. hier in Berlin eingesprochen werden muß. Wobei ich das möglicherweise auch im Wiener ORF tun könnte.
Doch zu den Triestbriefen noch. Was mir auffiel, ist, daß je weiter die Briefe gediehen, sie sich unvermerkt immer näher an mich selbst heranschrieben, also quasi autobiografisch wurden. Was nicht sein soll. So gibt es also nicht nur die konstruierende Frage, wie ich viereinhalb (!) Jahre später mit neuen Briefen an die alten “poetoorganisch” anschließen kann (hier habe ich bereits den Ansatz; es wäre völlig bizarr, schriebe ich in einer sozusagen Blase weiter, ohne die Geschehnisse der Zwischenzeit sowie der jetzigen Gegenwart mit einfließen zu lassen, also Pandemie, Krebs, Krieg), sondern auch, auf welche Weise ich die nötige Distanz in den Text einziehe. Auch hierfür kam mir gestern die Idee, sie ist, glaube ich, klasse, weil sie dem Text einen höchst reizvollen Dreh gibt, einen poetischen sozusagen Effet; ich habe schon herumprobiert gestern abend und dann sogar schon auf anderthalb Seiten des Anfangs ausgeführt. Dabei wird der eigentliche Erzähler – der, die Briefe schreibt – zur abstraktesten Figur aller (aber nur die sagt “Ich”!), indes die fiktiven Personen zu den konkreten werden. Eine feine Volte, wenn es so klappt, wie ich’s mir vorstelle. Nur ist dazu nun noch einmal ein kompletter Durchgang nötig, bevor ich mit den neuen Briefe beginne – und sogar ein dritter noch, der aber mit mit einem ausgedruckten Typoskript, p h y s i s c h, damit mir sämtliche Motive und Motivarianten so verinnerlicht sind, daß ich beim Weiterschreiben nicht dauernd nachschlagen oder gar -suchen muß. Bei dem heurigen Sommerwetter wird d e r Durchgang genußvoll sein, denn ich werde ihm draußen im herrlichsten Sonnenschein nachgehen können – was mit einem Laptop schwierig ist, von dessen Screen sich in auf ihn fallendem hellen Licht kaum etwas ablesen läßt.

Jedenfalls werde ich nachher gleich mit dem Wiener Verlegerfreund whatsappen, um meinen Aufenthalt abzusprechen und dann auch sofort die Fahrt buchen (mit der Bahn, Flüge sind derzeit extrem teuer). (Italien fällt in diesem Sommer aus; es ließ sich familiär kein funktionables Übereinkommen finden; statt dessen will ich ab November in den Süden, sicherlich nach Sizilien, möglcherweise auf Stromboli, um für die Videoinszenierung der Aeolia zu filmen und auch vor Ort schon Text einzusprechen. Wobei ich allerdings auch nach Triest muß, des Briefromans wegen; wahrscheinlich eine Woche zu E}nde August. Ich muß meine Spielorte stets konkret sehen {hören, riechen, schmecken) – es jedenfalls versuchen.)

So. Rasieren, duschen, kleiden (heute erst seit halb sieben am Schreibtisch). Dann der nächste Durchgang Triest.

ANH

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