Unten ODER “Da sie wahrscheinlich gar nichts merken.” Vor diesem – dem einundzwanzigsten – Coronajournal. Freitag, den 24. April 2020.

 

(Vorweg, weil’s nicht ohne Witz ist: Daß, mögli-
cherweise, → Raucher geschützt vor Corona sind!)

[Arbeitswohnung, 7.10 Uhr
David Ramirer, → inversus REMIX]
Doch nicht nur das, sondern immerhin auch Ramirers neue Musik baute mich wieder etwas auf, die gestern nachmittag im Briefkasten lag, nicht sie selbst, klar, Freundin, aber die CD. Sowie eine persönliche Karte Gaga Nielsens. Denn vorabends hatte ich von einem meiner Verlage eine Nachricht erhalte, die mich komplett hilflos machte, auf die zu reagieren ich deshalb den Schlaf einer ganzen Nacht und das Gespräch mit einem anderen Verlag brauchte, wo mir geraten wurde; ebenso fragte ich bei meiner Lektorin, die überhaupt zu informieren ich allerdings zögerte, weil ich sie nicht belasten wollte.
Kurz: grauenhafte Verkaufszahlen. DIE DSCHUNGEL dagegen wächst und wächst, deutlich nehmen die Zugriffe wieder zu, haben noch nicht ganz, aber nähern sich ihm wieder, die außerordentlichen Zugriffszahlen, die ich aus twoday-Zeiten gewohnt war. Wie, frage ich mich, ist beides zu erklären? Alleine damit, daß für “reale” Bücher Geld ausgegeben werden muß? Vielleicht. Doch was kostet ein Gyros beim Griechen, ja ein Kinobesuch? Um von den astronomischen Summen zu schweigen, die für den Besuch eines einzigen Pop-Konzertes ausgegeben werden, ein-, manchmal zweihundert, ja dreihundert Euro, für ärmere Leute bis zu einem Drittel ihres Monatssalärs.
Wie auch immer, ich war, um’s im ekligen Neudeutsch zu sagen, down. Dabei hatte ich gerade wieder den richtigen Ton für → das vorletzte Béartgedicht gefunden, kam mit der Nabokovreihe weiter, und insgesamt zu meinen Gedichten schrieb mir die wunderbare Daniela Danz ein paar noch wunderbarere Zeilen, über deren unterliegende Botschaft sich’s freilich meditieren läßt:

Frauengedichte sind es sowieso nicht, das muss man sagen … Aber wer hätte das erwartet. Zum Beispiel dieses schöne schöne “Kokelndes Kind..” aus “Der Engel Ordnungen”, das ja nicht von einem Kind, sondern von einem Mann handelt und von dem für mich Erstaunlichen, das mit einem Jungen passiert, dass er all diese ihm zugetrauten Dinge tut, wohl nur, weil jemand sie ihm zutraut und er sie sich dann zutraut. Und dann gibt es diese Drehungen und Spiegelungen in den Gedichten, die so eine einfache, liedhafte Oberfläche haben und dann wie ein ganzes Spiegelkabinett sind, physikalische Gebilde quasi wie die “Ballade aus der Zukunft”. Die 2018er Bände sind dann schon wirklich ein wenig entrückt vom Wettrennen, aber das hat Dir ja schon immer gut gestanden, ein alter Mann zu sein, weshalb Du es jetzt vermutlich so wenig wie damals bist. Und auch die Unzeitgemäßheit ist darin noch stärker.

Über “das Wettrennen” muß ich nachdenken und drüber, daß es mir um so eins gar nicht geht, ich auch nicht weiß, was es eigentlich meint. Ebenso die Unzeitgemäßheit. Was denn soll ihr Gegenstück, “Zeitgemäßheit”, sein? Zu schreiben, wie es ‘in’ ist? Es gibt eine innere Logik der poetischen Geschehen, die nicht den breiten Rhein meint, auch nicht den Mississippi — und alles wälzt sich ins versumpfende Delta?
Das von Daniela Danz speziell gemeinte, sehr kurze Gedicht setze ich hier noch einmal für Sie hin:

KOKELNDES KIND AUF DER KIESTERRASSE

Im Nieseln hockt er konzentriert
den kleinen Rücken gewölbt
und brennt die Welt an

Ein kleiner Gott
probiert an ihren Mächten Gegenmacht:
was ein Mann ist unter dem Himmel

 

Ich muß ihr unbedingt zurückschreiben. Zuerst aber war auf das Verlagsschreiben zu reagieren:

Deine Nachricht macht mich in mehrfacher Hinsicht hilflos und mir – was Du gewiß nicht beabsichtigt hast – ein starkes Schuldgefühl, mit dem ich nicht wirklich umzugehen weiß. Die Zahlen freilich sind niederschmetternd – doch auch deshalb, weil ich so etwas vorausgeahnt und Dir ja auch mehrmals gesagt hatte, wie schwierig mein Stand im deutschen, bzw. deutschsprachigen Literaturbetrieb ist und lange schon war: daß ich ihm durchweg eine persona non grata bin. Selbst das Traumschiff (…) ging letztlich daran unter. (…) Auch hier war es so, daß sich die Feuilletons – bis auf wenige – weigerten, das Buch überhaupt wahrzunehmen. Und wo dann doch Kritiken erschienen, in nicht mehr als drei Zeitungen, erschienen sie sowohl (…) viel zu spät als auch vor allem zu weit voneinander jeweils entfernt, um eine Wirkung zu entfalten. 
Das war nicht zufällig so, sondern hatte Methode. (….) Die poetische Kraft in meinen Büchern ging den auf einen banalen “Realismus” gebügelten Literaturbetrieblern, die anderes nur bei Autorinnen und Autoren des Auslands erlauben, von Anfang an gegen den Strich.
(…) Als ich anfing zu schreiben, beherrschte die Linke den Betrieb, und ich schoß gegen sie, ebenso wie ich’s gegen rechts tat. Sehr früh, geprägt von Adorno, griff ich den Pop an, nannte ihn später “die Ästhetik des Kapitalismus”, wies seine Banalität nach, den Verlust an Formen usw., und überdies lehnte ich – und tue es noch – die hochkapitalistischen Panem-et-circensis-Shows des Fußballs entschieden, ganz entschieden ab, schon weil es seinen Grund hat, daß es so Widerliches wie Hooligans gibt (von denen, nach Spielen hier im Schmeling-Stadion, लक्ष्मी tätlich angegriffen wurde, mehrfach, was dazu führte, daß sie zu solchen Zeiten das Haus nicht mehr verließ) . 
Was nun, Fußball wie Pop, einer ganzen Generation zur quasi Ersatzheimat wurde, weil es nicht mit der Hitlervergangenheit belastet war, klagte ich der Affirmation und des Formverrats an – nicht anders, als es Nabokov lebenslang mit dem Kommunismus getan hat. (…) Das wurde und wird mir nicht verziehen; ich bin ein Nostalgie-Nestbeschmutzer.
Es ist egal, (…) ob jemand gut schreibt oder gar bedeutend; ein Autor, oder eine Autorin soll sich, wenn sie oder er aus Deutschland stammt, dem Mainstream unterstellen. Unterdessen bin ich noch verschärft zur persona non grata geworden, weil ich die Gender-Ideologie nicht mitmache, sondern für nicht nur falsch, sondern schwer verlogen halte: Sie existiert alleine aus Gründen des Machtinteresses und eines diktatatorischen Willens (zur) Deutungshoheit (…).
Es ging aber schon früher los, wegen meines (…) vitalistischen und zugleich erhöhenden Verhältnisses zur Sexualität, meiner Ablehnung der ideologischen Monogamie (der meine Ablehnung des Monotheismus entspricht); kurz wegen meiner als unzulässig empfundenen Darstellungsfreiheiten erotischer Vorgänge, die ich eben nicht moralisiere. Schon bei Erscheinen meines ersten Romans, 1983, weigerten sich sämtliche bayerischen Buchhandlungen (das Buch erschien bei List in München), mein Buch öffentlich auszulegen – weil ich auf der ersten Textseite eine Szene aus Tinto Brass’ 1979 herausgekommenem Spielfilm “Caligula” (mit Peter O’Toole) nacherzähle, die mit der – gezeigten – Kastration einer der Figuren endet – eine Szene, die mir, nachdem ich den Film sah, entsetzlich nachgegangen ist und verarbeitet werden mußte. Seither stand auch in den Kritiken folgender Bücher immer wieder der Hinweis auf meine in sexueller Hinsicht Amoral – was den Gipfel erst fünfundzwanzig Jahre später erklomm, als “Meere” erschienen war und der Prozeß um das Buch lief. Da verlor ich sogar meine Verlage und brauchte fünf Jahre, um zurück auf die Beine zu kraxeln. In denen aber ich DIE DSCHUNGEL gründete, quasi aus Notwehr, um nicht stummgemacht zu bleiben. Die Wut darüber, daß man mich nicht wegbekam, einfach nicht töten konnte, nicht einmal erwürgen, wo man mich doch am liebsten mit dem Beil zerhackt hätte, muß grenzenlos gewesen sein – zumal ich mir jetzt noch, eben mit der Netzpräsenz, viele der wenigen, die noch auf meiner Seite standen, ebenfalls zu Gegnern machte (etwa Gerd-Peter Eigner und Paulus Böhmer), weil ich angeblich “die Literatur verriet”.
Es folgte die Phase, in der, was immer ich poetisch unternahm, verschwiegen wurde. Es brauchte über zehn Jahre, nämlich bis zum Traumschiff, bis wieder über irgendeines meiner Bücher eine Kritik in einer überregionalen Zeitung erschien. Nur einige wenige Getreue ließen sich zu ihnen noch ein, entweder aber im Netz-selbst oder im Rundfunk. Im klassischen Feuilleton niemand.
Die Buchhandlungen sperrten sich weiter und sperren sich noch. Als skandalös gilt, daß ich gehypte Achteltalente wie Juli Zeh öffentlich so auch nenne, nämlich Achteltalente – was aber noch euphemistisch ist. Du kannst Dir sicher sein, daß die Buchhandlungen auch Thomas Pynchon nicht führten, wäre er nicht US-Amerikaner, schon gar nicht nach Gravity’s Rainbow, worin u.a. die Liebesgeschichte eines jüdischen Jungen zu einem NS-Offizier geschildert wird, dem sich der Bub dann auch noch freiwillig zum Opfer darbringt. Ein Vertreter (…), der meine Bücher nicht unterbrachte, erzählte, die Buchhändler hätten “sowas wie Angst vor Herbst”. Du kannst Dir denken, wie sie da bereit sein werden, eines meiner Bücher ihrer Kundschaft auch noch zu empfehlen.
Ich bin kein Einzelfall. Es gibt noch andere, vielleicht nicht viele, aber doch einige, die nicht vorkommen sollen. Der grandiose Kieler Romancier Christopher Ecker etwa, aber auch bei Böhmer war es über Jahrzehnte so. Wie in Deutschland und wohl auch in Österreich mit nichtkonformen Künstlerinnen und Künstlern umgegangen wird, läßt sich am Beispiel Hans-Jürgen Syberbergs besonders deutlich zeigen, dem es nicht einmal half, längst eine internationale Größe zu sein. Man kickte ihn schlichtweg raus, nachdem in seinem Hitlerfilm eine Wandtafel gezeigt wurde, auf der auf der einen Seite die Klarnamen korrupter Künstler und Kritiker standen, u.a. Bernhard Wickis, und auf der anderen zum Beispiel, als nichtkorrumpierbar, Helmut Käutner.
Ich glaube also an (die) These von dem zu hohen Buchpreis nicht. Vor der Währungsreform, also der Einführung des Euros, wurden Buchpreise mit 10 Pfennig pro Seite kalkuliert; nach der Währungsreform entsprach das 5 Cent pro Seite – womit wir bei 30 Euro pro 600 Seiten absolut korrekt liegen — aber wohlgemerkt nach dem Stand von vor 2000; da ist keineswegs die Inflationsrate und also die Kostenerhöhung nahezu sämtlicher Lebens- und Konsumbereiche mit eingerechnet. Demzufolge sind wir sogar zu billig.
Allenfalls wäre zu überlegen gewesen – oder könnte nach wie vor überlegt werden -, ob man nicht einen besonderen Preis für die Kundinnen und Kundin nimmt, die beide Bücher zugleich kaufen, sozusagen einen Paketpreis, sagen wir: 49,80. Das könnte sich rechnen, aus preispsychologischen Gründen. Hilft aber über das Grundproblem nicht hinweg.
Wie stark der Widerstand gar nicht so sehr, wahrscheinlich, gegen meine Ästhetik, vielmehr gegen mich als Person ist, zeigt der Umstand, daß wir (…) weder in Wien (…) noch in Berlin (…) einen Präsentationsort bekommen haben. 
(…)
Ich weiß keinen Ausweg. Eine geringe Hoffnung bleibt, daß sich die Angelegenheit nach meinem Tod dreht, wenn ich den Betrieb nicht mehr stören, sondern man mich – “Ich hab es ja immer gewußt!” – fröhlich vereinnahmen kann. Dann allerdings käme auch DIE DSCHUNGEL ins Rampenlicht, und darin stehen zu viele Namen, und zu viele Betriebshudeleien sind offenbart, die dann in die Literaturgeschichten eingingen. Also, nein, auch nach meinem Tod wird sich vermutlich nichts ändern. Der einzige Ausweg, den ich noch sehe, ist der übers Ausland – wenn es Übersetzungen gäbe, die dort Aufmerksamkeit erregten (…).
Also was soll ich Dir jetzt sagen, erwidern, wie kann ich mich entschuldigen? Und wie halten wir es in Zukunft (…)
(…)

Ich bin (…) ein nicht durchsetzbarer Autor, und zwar, mag sein, ein, wie Du mehrfach sagtest, “internationaler ohne Übersetzungskosten”, halt aber auch ohne Internationalität. Und gänzlich ohne Lobby.
(…)

Ich habe, Geliebte, den Brief dort gekürzt, wo er für die Öffentlichkeit zu sehr ins Private geht und/oder noch einmal illustrierend zu sehr ausholt. Es gibt ja weit mehr zu erzählen, und aber jedes weitere Detail erhöht meine Verzweiflung. Ein Satz meiner Mutter echot im Ohr: “Finde dich ab!” Was ich aber so wenig vermag, daß gestern abend, als ich mit meiner nahsten Freundin sprach, sie vor Hilflosigkeit zu weinen begann und das Gespräch abbrechen mußte. So daß ich, meinerseits nur noch niedergedrückter, dachte: Ich muß den Kontakt zu allen mir Lieben meinerseits, und zwar insgesamt, abbrechen, darf nicht mehr mit ihnen sprechen, weil sich meine Situation auf sie, sie schwer belastend, überträgt — weil Depressionen tatsächlich ansteckend sind. Eine andere, aber nicht unähnlich, Form von Corona. Möglichst immer einen Mundschutz tragen, nicht um mich selbst, sondern um meine Liebsten zu schützen. Sich komplett zurückziehen und kommunizieren alleine noch über DIE DSCHUNGEL. Fast kommt mir Corona nun wie ein Spiegel nach draußen meines Inneren vor. Einsamkeit als nunmehr status quo.
Aber das ist privatistisch. Allerdings Briefe einzustellen, sie zu dokumentieren, wie hier jetzt getan (was mir verübelt werden wird, auch von Freunden, wie ich weiß), bedeutet, mir nicht auch noch meine Wehrfähigkeit nehmen zu lassen, eben nicht einzuknicken, sondern zu bezeugen und zu zeigen — nicht zu klagen, sondern anzuklagen. Und zu beharren, auf einer Poetik zu beharren, die da ist, auch wenn man sie nicht will. Bedeutet weiterhin, Haltung zu zeigen, anstelle daß man sich beugt. Solange ich so etwas tue, resigniere ich nicht, egal wie groß die Depression ist. Denn diese ist allein persönlich, nicht aber der Kampf um Ästhetik. Denn der ist allgemein.

So ist meine Stimmung heute vormittag wieder besser, auch wenn ich gestern abend noch ein Gedicht schrieb, das etwas anderes aussagt. Gegen Mittag wohl werde ich’s, ein nur kleines, ziemlich simples Ding, hier einstellen. Und auffällig, als ich gestern die ersten Pfingstrosen kaufte, die derart schnell aufgingen, daß eine von ihnen jetzt schon verblüht ist — auffällig also die fast durchgehende Freundlichkeit der Menschen, auch und gerade von Verkäuferinnen, in den Zeiten der Corona.

 

Ihr ANH

P.S.:
Was ich abends noch dachte? Daß mir besonders verübelt wird, wie gerne ich lebe, wie gerne gelebt jedenfalls habe. Während ich jetzt immer wieder spüre, es sei vorbei. Daß ich zu leben gefeiert habe, es mir ein Bedürfnis in meiner Literatur war und eigentlich immer noch ist (nur daß ich derzeit den Ton kaum mehr finde). Vielleicht ging den Menschen diese Art Optimismus auf den Keks, diese Begeisterung, die immer auch Begeisterungsfähigkeit war. Die unentwegte Kraft von Hoffnung, die ich hatte, seltsam durchwirkt vom Trotz — diesem meinem nach wie vor DENNOCH! Die Hitze, die mich trieb und trug. Und meine unbändige Lust an der Bildung. Sie wurde mir nicht geschenkt, ganz sicher nicht vom Elternhaus, das eher gedrückt und verbissen war. Ich wollte sie einfach, nahm sie mir —  heraus. Nein, nicht ohne das Unrecht zu sehen, im Gegenteil. Ich sah es sehr scharf und zeigte es auch; doch mein Grundton ist immer Begeisterung gewesen, nicht Skepsis. Schon damit stand ich völlig quer in der Welt, die sich am mea culpa rieb und, wie ich schon sehr früh formulierte, einem “negativen Selbstheroismus”, der vor allem deshalb ekelhaft war, weil er feige ist, im allerinnersten feige. Und deshalb tief korrupt.

“Wenigstens”, sagte die weinende, mir so sehr vertraute Freundin, “kannst du dich im Spiegel ansehen, ohne dich schämen zu müssen.” Was ich da in mir dachte, verschwieg ich ihr besser, sie war schon viel zu erschöpft: “Das können die anderen auch. Da sie wahrscheinlich gar nichts merken.”

[Giuseppe Sinopoli, Lou-Salomé-Suite No 1]

| Der ganze Hyperion |
Gelesen von Nico Bleutge, Nora Bossong, Max Czollek, Daniela Danz, Ulrike Draesner, Durs Grünbein, Alban Nikolai Herbst, Norbert Hummelt, Kat Kaufmann, Björn Kuhligk und Madame Nielsen

Zu Friedrich Hölderlins 250. Geburtstag
ein Projekt des Literaturhauses Berlin

Zum Anhören und Herunterladen

→ dort:

 

 

 

 

 

 

_____________________________________
[Siehe auch das
→ Arbeitsjournal des 20. März 2020]

Das sechste Coronajournal: Für Hölderlin.
Am Freitag, den 20. März 2020.

 (An eine Freundin in Rom, die mir schrieb:
” … dann — non ritorniamo a veder le stelle”.)

“Es geht mit Sicherheit so weiter, möglicherweise monatelang – was sich sehr leicht verstehen läßt, wenn man weiß, was “exponentiell” bedeutet. Aber die Sterne, liebe Maria, sehen wir trotzdem weiter. Wir sind immer aus Katastrophen mit neuem Wissen herausgekommen, und nahezu immer gab es dann einen geradezu Ruck in der Entwicklung. Ja, wir werden wahrscheinlich viel weinen, aber es wird weitergehen, und wir werden Ideen über Ideen entwickeln. Wahrscheinlich beginnt jetzt gerade erst die Kommunikations-Revolution und wird nahezu jeden Lebensbereich erfassen. Corraggio!, Maria, corraggio!”

[Arbeitswohnung, 6.30 Uhr]

Dieses zuerst, bevor ich noch einmal → auf gestern zu sprechen komme.
Der vom Berliner Literaturhaus für heute mit einem herrlichen Programm geplante → Feiertag zu Hölderlins 250. Geburtstag kann wie so vieles andere physisch nicht stattfinden. So wurde erst geplant, daß sich die Beteiligten ohne Publikum in der Fasanenstraße einfinden und ihre Parts dort live aufnehmen lassen, so daß die Veranstaltung gestreamt werden könne — so, wie es in Berlin auch die Philharmoniker, das Konzerthaus, die Opernhäuser sowie, auf der anderen Seite, einige Clubs und DJs halten.
Aber auch dies, möglicher nun doch noch ausgerufener Ausgangssperren halber und um auch ohne hoffentlich sie die Gefahr zu minimieren (zumal einige hätten aus anderen Städten anreisen müssen, etwa die so hinreißende wie famose Daniela Danz), mußte indes ausgegeben werden. So daß das Haus sich auf ein Audiostreaming verlegt hat, für das wir unsere Texte — nämlich den kompletten Hyperion, gelesen von Nico Bleutge, Nora Bossong, Max Czollek, Daniela Danz, Ulrike Draesner, Durs Grünbein, Norbert Hummelt, Kat Kaufmann, Björn Kuhligk, Madame Nielsen und mir — über Mobiltelefone, Skype, Facetime, Whatsapp usw. einsprechen sollten. Was für mich, bei meinen technischen Möglichkeiten, reichlich bizarr gewesen wäre. Die Arbeitswohnung ist ja zugleich ein für meine Hörstücke eingerichtetes, fast vollwertiges Tonstudio. Mir fehlt nur ein “trockener” Raum für Sprachaufnahmen, aber, wenn nötig, lassen sie sich in die Nächte, bzw. den späten Abend verlegen, wenn unversehens von draußen hereinbrechende Geräusche nicht mehr oder nur wenig zu gegenwärtigen sind. Passiert es dennoch, gut, dann muß ich, was ich so gestört einsprach, wiederholen und im übrige geschickt schneiden. Die unter Ihnen, Geliebte, die → meine Hörstückprotokolle mitverfolgt haben, wissen, daß ich unterdessen so pfiffig bin, sogar einzelne Vokale und Konsonanten nahezu unhörbar hinzuzumischen oder wegzuschneiden.
Jedenfalls bot ich den leitenden Damen des Hauses — Jalina Gelinek und Sonja Longolius — an, meinen Textpart hier schon vorzuproduzieren – und falls jemand anderes, die und der beteiligt sei, hier in der Nähe wohne und herkommen möge, auch deren Lesestücke so zu behandeln. Für letztres meldete sich, jedenfalls bislang, niemand; allerdings kann sich das im Laufe der Vormittags noch ändern. Für meinen Teil aber reagierte das Haus mit fast Begeisterung, so daß ich mich abends tatsächlich an die Aufnahme setzt und dann bis22.30 Uhr fast durchweg schnitt.

Nun nur noch das Tonfile in meine HiDrive-Cloud hochgeladen — in zwei Versionen, einmal als unkomprimierte Hochqualitäts-wave, zum anderen als komprimierte mp3 — und die Freigabelinks ans Literaturhaus geschickt.
Insgesamt war es schließlich doch ein bißchen Fummelarbeit, weil auch mein Magen (es wirken noch Spuren der Schleimhautenzündung) immer mal wieder grummelte — was bei empfindlichen Mikrophonen wie dem meinen deutlich hörbar ist. Da ist dann diffizilst zu montieren. Ein paar Störgeräusche sind auch geblieben – es hätte einen ganzen Tag bedeutet, sie hinwegzuzaubern; doch in aller Regel nimmt nur mein eignes Ohr sie noch wahr oder das eines gehörausgebildeten Toningenieurs, bzw. Musikers. Für eine viereinhalb Stunden-Produktion wird es reichen, zumal sehr wahrscheinlich die anderen über meine Möglichkeiten nicht verfügen.
Losgehen, nach der alten Planung, soll die Gesamtlesung um 14.30 (Nachtrag: Laut Facebook wird die Hyperionlesung um 14 Uhr beginnen); es kann aber sein, daß sich diese geändert hat, denn auf der Literaturhaus-Site finden sich keine zeitlichen Angaben mehr. Ich werde, sowie ich Näheres erfahre, aber ohnedies noch eine gesonderte Annoncieren dieses Netzstreams in Die Dschungel stellen, vielleicht sogar auch den Stream selbst, werde aber wohl den Lauf des Lauf des Vormittags noch abwarten müssen. Fest steht schon jetzt, daß Sie den Hyperion-gesamt → dort bei Facebook hören können.
Wie mir die Damen des Hauses geschrieben haben, ist übrigens geplant, mit den dann gesammelten Hyperionaufnahmen noch einmal etwas ganz anderes an zustellen — was indes, darüber schwiegen sie noch.

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Der gesamte Hyperion zum Anhören
und Herunterladen jetzt → dort

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Nun indes noch einmal → zu gestern, nachdem meine mit meinen Thesen zur Dekadenz verbundenen Bemerkungen zur “Auswaschung” der Gesellschaft mich fast → eine kollegiale Freundschaft gekostet hätten, insofern mir Peter H. Gogolin “faschistoides Denken” vorwarf, was er etwas später noch mit “Nazi! verschärfte. Am Nachmittag legten sich die Wellen dann, und schließlich wurde das aufgewühlte Meer → fast wieder sonnig, und Glasperlen blitzten hie und da auf der Dünung auf.
Es ist mir dennoch wichtig, folgendes klarzustellen:
Denken, klares Denken, geht nur ohne jede Sentimentalität; es verträgt, wie die Dichtung, keine gemeinten Gefühle. Darum schrieb Nietzsche von der dünnen, kalten Luft, die es brauche, deshalb sah er von Gipfel hinab. Ähnlich auch → Nabokov; ich habe die “für einen guten Schriftsteller zu gutmütigen Augen” schon zweimal zitiert: Gutmütigkeit, Weichheit und dergleichen habe in der Dichtung nichts zu suchen. Sie hat sich am Kristall der Form zu messen, an nichts sonst. “Das Liebesgedicht spricht nicht zur Geliebten, sondern zur Welt.” (Ausgerechnet, möcht ich fast schreiben, Rilke).
Das heißt aber nun nicht, daß die Dichter in ihrem persönlichen Umgang gefühlskalt seien; nein, da sind sie mitleidsvoll und caritativ wie jeder andere Mensch, und sie leiden am Unglück zumindest ihrer Nahsten wie jede und jeder andere auch. Sie engagieren sich, sie begeben sich sogar in eigene Gefahr, um zu helfen. Nur in ihrer Kunst gilt etwas Anderes, Unerbittliches, scheinbar Kaltes  — was es aber gerade, und wahrscheinlich nur, erreicht, daß Gefühle, starke Gefühle affiziert werden, und zwar noch Jahrzehnte, manchmal Jahrhunderte später.
Dieses gilt für das Denken auch. Wenn ich also von einer möglicherweise “Auswaschung der Gesellschaft” geschrieben habe und davon, daß hier ein natürlicher selbstregulierender Prozeß ablaufen könnte, so bedeutet das weder, daß ich es nicht entsetzlich fände, noch gar, daß ich an den furchtbaren Schicksalen nicht mitlitte und versuchen würde, ihnen mit heftigem Widerstand zu begegnen. Ein andres freilich ist’s, ob mir und uns dies gelingt. Und noch ein andres, ob — das nämlich wäre faschistoid — ich meine, mich nun zum Werkzeug der Natur zu machen oder gar für ihren Vollstrecker zu erklären und noch, abermals ein Nietzschewort, nachzutreten, wo was schon fällt. Das zu tun, haben die Nazis geglaubt oder zu glauben vorgegeben, verbunden mit dem bekannten elenden Rassismus und Nationalwahn. Aber ich kann sehr wohl über लक्ष्मीs Bemerkung ins Nachdenken geraten, daß die Lunge der Erde krank und Covid-19 eine Lungenkrankheit sei. Das Argument, dies sei “animistisches Denken” ist schon insofern bizarr, als es eben das monotheistische Denken war und ist (“Macht euch die Erde untertan”), was dazu geführt hat, Tiere juristische als “Dinge” zu behandeln, bis zu den Grauen der Schlachthöfe, und die Umwelt insgesamt als zu jeder Ausbeutung bereitstehende Rohstoffressource. Wenn da noch die extreme Überbevölkerung hinzukommt, ist die Vorstellung eines hier gegensteuernden, “auswaschenden” selbstregulativen Naturprozesses (→ “Der Globus regelt es selbst”) ganz von der Hand nicht zu weisen. Daß es eine Spekulation ist, wird dabei gar nicht bestritten, jedenfalls nicht von mir. Es kann aber die Grundlage für die mit Gewißheit kommenden künstlerischen Bearbeitungen der neuen Pandemie sein. Hier kommt die alte Vorstellung der κάθαρσις (ich setze es bewußt altgriechisch hin) wieder zu ihrem Recht, da ist nichts mehr mit Hullygully und unverbindlichem Literaturspiel einer weichgespülten Postmoderne. Mit einem Mal geht es wieder um Vanitas und memento mori. Und daraus wird dann, auf die perverse Weise der Kunst, Hoffnung geschöpft, und eine erneute Schönheit entsteht. Als eine ihrer Quellen kehrt in unser aller Leben die objektive, längst vergessene unmittelbare Bedrohung zurück.
Ich schreibe dies als einer, der selbst, zumindest meinem Alter nach, zur Gefährdetengruppe gehört. Keinesfalls nehme ich mich aus. Aber sehe es an als Künstler — das heißt: in allererster Linie formal. Und gleichzeitig gilt, was ich meiner römischen Freundin Maria, siehe oben das Motto, schrieb: “Wir werden viel weinen.” Denn wenn er uns bevorsteht, der Tod, denen, die er ereilt (und er eilt eben nicht, das hat Frau Dr. KB gestern nacht → furchtbar deutlich gemacht), ist er, unangemessen euphemistisch gesprochen, grausam. So möchte von uns niemand gehen.

Ihr ANH

Wochenbericht: Das Arbeitsjournal des Freitags, den 31. Januar 2020.

[Arbeitswohnung, 9.32 Uhr]
france musique:
Kaarija Saariaho, für Cello, Geige und Klavier

Draußen immerhin mal wieder L i c h t. Bis fast unmittelbar vorm → Geburtstag meines (natürlich und mindestens genauso glücklicherweise u n s e r e s) Sohns, also bis er gegen fünf hier in der Arbeitswohnung einrollte, um seinen Caffè zu nehmen und ein Stückchen Kuchen zu essen und dabei meine Geschenke empfing, bevor wir zum anderen Teil der Familie aufbrachen und alle speisen gingen → im Chén Chè, am neuen Antrag an den Deutschen Literaturfonds gesessen, zwei ganze Tage lang, weil ich mich, Freundin, schwer damit tat, was und vor allem wie ich es einreichen sollte; mehr aber noch bereiten mir Exposés Probleme. Na gut, erst noch dachte ich, Kinderspiel, war aber klug genug, meinen Entwurf einer mir nahen Kollegin zu zeigen, die ziemlich sofort die Hände über dem Kopf zusammenschlag. also eine von ihnen mit dem Smartphone. “V i e l zu lyrisch!” Meiner Textauswahl wiederum wünschte sie einen anderen Anfang, erzählte dazu, wie Jurymilglieder “ticken”, notgedrungermaßen, wenn sie Hunderte Textproben zu bewältigen haben. Bei der spätestens dreißgsten werde man unwirsch, wenn eine und einen gleich zu Anfang etwas nerve; man finde dann in einen Text nur noch schwer hinein.
Sie hatte auch einen Vorschlag, “alles” nur auf der ersten der eingereichen zwanzig Seiten. Der nun wieder mir zu unorganisch war. Also strich ich und kombinierte um. Nachdem ich ihr den neuen Anfang gewhatsappt hatte, kam ein “Perfekt so!” zurück. – Nun noch das Anschreiben, nüchternst, formulieren sowie die sonstigen Anlagen ausdrucken, und alles ab zur Post, um der Sendung den notwendigen Zeitstempel verpassen zu lassen. Woraufhin, als es geschehen, alleine noch eines zu tun ist: Die Angelegenheit vergessen. Allzu viele Unwägbarkeiten bleiben im existentiellen Spiel, um sich irgendeine Hoffnung zu machen.
Davor wiederum verbrachte ich die Tage mit dem “Zweiten Teilwiderspruch” gegen einen amtlichen Bescheid. Vor allem brauchte Bestätigungen Dritter, besonders dritter Instanzen, und immerhin, sie kamen, teils sogar grandios. Meine Verlage, Universitäten, Literaturwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler. Nur drei der Schriftstücke fehlen jetzt noch, so daß ich den Widerspruch heute und am Wochenende formulieren und montagfrüh hinausschicken kann; die noch fehlenden Belege werde ich nachreichen. Den “Ersten Teilwiderspruch” habe ich aus Dringlichkeitsgründen bereits am vergangenen Montag eingelegt, sowohl als Mail als auch, um der Rechtsform zu genügen, postalisch. Daß ich bei alledem nicht mehr → zu Nabokov kam, braucht, denke ich, keine Erklärung. Dennoch, am neuen Béartgedicht, dem → Gratia plena, habe ich weitergearbeitet und denke, einen nächsten Entwurfsauszug morgen oder übermorgen hier einstellen zu können. Es tut “einfach” gut, meiner wirklichen Arbeit nachzugehen. Besondere Freude bereitete mir, daß einer meiner Verlag schrieb, sowie der Zyklus vollständig sei, werde er ihn sowohl ins Französische als auch US-Amerikanische übersetzen lassen.
Aber ich führte in Facetime auch noch ein erstes Gespräch mit einem neuen Paar für die nächste Hochzeitsrede. Und die Contessa schimpfte mit mir, weil ich mich von mir aus  nicht intensiv genug — oder, der Wahrheit zuehren, gar nicht — um weitere Aufträge kümmerte. “Zehn Klienten jährlich würden doch völlig reichen. Ich verstehe Sie da einfach nicht!” Sie wurde wirklich ärgerlich. – Meiner poetischen Sache gewiß, blieb ich völlig ruhig, und bald scherzten wir schon wieder. Wobei ich natürlich weiß, wie recht die edle Frau hat, aber auch wie recht ich selber habe, auf dem Vorrang meiner Kunst zu bestehen, auch dem vor ökonomischer Sicherheit. Wenn ich jetzt formuliere, daß sie Opfer zu bringen verlangen kann, ist das nicht heroisch, sondern sogar nüchtern, nämlich dann, wenn sich ihre, sagen wir, “Richtung” dem allgemeinen Dafürglauben so sehr widersetzt, wie es mit meiner Literatur der Fall ist. Wo allgemein Konsens verlangt und auch begehrt wird, sind diss(id)ente Haltungen, auch Ästhetiken, höchst störend und verstimmen. Treibt man diese über Jahrzehnte voran, wird man schließlich selbst, als Person, zur unangenehmen Erscheinung. Dahinter steht nicht mal böser Wille, sondern einfach ein faktisches Nichtverstehenkönnen, sogar ja bei der mir höchst gewogenen, mir längst befreundeten Contessa. Wie sollte es Leuten da anders gehen, die gar nichts mit mir zu schaffen haben?
So gerät mir jetzt eine gewisse Weisheit d o c h noch ins Herz.
Und das Literaturhaus Fasanenstraße hat sich gemeldet, also eine der beiden Damen, die es leiten. Es kam eine Einladung zwar nicht, tatsächlich meine Erzählungen dort vorstellen zu dürfen, die nach wie vor kaum besprochen wurden, was selbstverständlich ungute Folgen für ihre Präsenz im Buchhandel hat. Doch ob ich an einer geplanten Lesung des →  Hyperions (einem jener raren Bücher, bei denen es reicht, ihren Titel zu nennen, und wir kennen ihren Autor) teilnehmen wolle, des gesamten? Ein Blick auf die anderen Hinzugeladenen erheischte die sofortige Zusage, taktischerweise, klar, doch auch, weil das Projekt selbst sehr spannend ist und Hölderlins Dichtung, als ich noch jung gewesen, für mich ein Richtmaß war und mich schon früh darauf prägte, auch Prosa stark rhythmisch durchzuformen. Auch klanglich ist es zu bezweifeln, daß ich zu meiner (e)musikalisch orientieren Erzählästhetik jemals gefunden hätte. (Und ich erinnere mich sehr gut, wie ich, im privaten Gespräch mit Ernest Wichner über meinen Thetisroman, nebenbei bemerkte, eigentlich gern auch Lyrik schreiben zu wollen. Daraufhin er – und las aus dem Roman paar Zeilen vor: “Hörst du denn nicht? Du tust es längst!”)
Die Geamtlesung des Hyperions wird am 20. März dieses Jahres stattfinden; bislang werden außer mir Ulrike Draesner, Norbert Hummelt, Nico Bleutge und Nora Bossong mit dabeisein, ich selbst habe noch Daniela Danz vorgeschlagen, alle also Lyrikerinnen und Lyriker, was in meinem “Fall” ausgesprochen wichtig ist. (Ich weiß, “man” wird mal wieder ächzen, weil ich so offen bin.)

Schließlich kam hier als Geschenk noch eine wunderbare Sendung von Le Vi Arte an: sechs Flaschen ausgesuchten Rotweins, zwei davon aus dem Jahr 2012, eine sogar von 2011, auf einer Karte beigelegt die folgende Bemerkung:

 

Diesen Weinen geht es wie Deinen Büchern: Sie werden kaum verstanden.

 

Da mußte ich doch lächeln.

Ihr, Geliebte,
ANH

(der keinen dieser Weine öffnen will, bevor der 7. Februar sein numerisch dann betagtes  Haupt heben wird. Oder, um es mit dem gestrigen Geburtstagsgruß seiner einst engen Freundin Cosima an meinen Sohn zu sagen: “Genieße jetzt die Zeit. Ab 30 sind wir alt.”)

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