Das Narbenbruchs-, demzufolge (Nach-)Krebstagebuch ff und dennoch ein Arbeitsjournal, nämlich des Freitags, den 30. Oktober 2020. Darinnen auch START 2020, das erste Seminar.

[Arbeitswohnung, 6.52 Uhr
David Helbock Trio, → Into the Mystic (2016)]

 

Das war dann schon blöde.
Ich ging noch einmal das gesamte Typoskript der → Béarts durch, fand auch noch einiges, vor allem mußte manches umformatiert werden, insbesondere ging es um den Ort einiger Verse auf der Seite — so daß nun Elvira nicht darum, fürchte ich, herumkommen wird, daß auch sie alles noch einmal ausgedruckt (doch sie hatte es, wie sie mir schrieb, soeben getan) (auch mein Papierverbrauch ist, seit ich mit dem Computer arbeite, signifikant gestiegen; eine interessante Dynamik) —; zugleich hatte ich endlich auch mein Krafttraining wieder aufgenommen und zwar, nach dem ersten Slingtraining, “ordentlich” mit einem Muskelkater zu tun, aber laufen, immerhin, durfte ich ja weiter — und da gucke ich vorm Duschen an mir runter, weil mir was komisch vorkommt, das obendrein ziemlich wehtat … und sehe das: Unterbauch links:

Kein schöner Anblick, zumal nicht, wenn der Körper grad begonnen hat, sich wieder zu, wie es in der Athletensprache heißt, definieren. Da fällt jedes unnötige Pölsterchen störend ins Auge, solch eine Vorstülpung da nun erst recht. – Dennoch war ich nicht überrascht, auch nicht schockiert. Es ist dieselbe Stelle unter der Narbe, an der es seit der OP immer wieder teils hart geschmerzt, wenn ich gegessen, nie lange aber oder nur selten für längere Zeit, meist rutschte der Nahrungsbrei offenbar schnell weiter, und es war wieder Ruhe. Die Ärzte und die Ernährungsberaterin, denen ich davon erzählte, waren der Meinung, es spiele sich schon ein mit der Zeit, hier drückten möglicherweise nur Gase innen gegen die Narbe. Abwarten also, Geduld haben. Auch die Freunde mahnen meine Schnelligkeit oft an, meine Ungeduld. Nur war das jetzt eben deutlich, dieser komplett unorganische Ausstulp ohne Ästhetik.
Habe ich Ihnen damals, Freundin, — “damals”! — erzählt, daß bei meiner Entlassung aus dem Sana Professor Heise mir, mein Operateur, seine Whatsapp-Nummer gab, damit ich ihn, wenn etwas sei, kontaktieren könne? Nun, knapp ein Vierteljahr nach → Lis und meines Magens Entfernung, nutzte ich das, nahm mit dem Ifönchen zwei Bilder von dem Ausstulp auf, eines sehn Sie hier drüber, und schickte es ihm. Quasi postwendend, abends um halb zehn!, kam die Antwort:

Das sieht aus wie ein Narbenbruch, das muss nochmal operiert werden, können Sie vielleicht Montag einmal in meine Sprechstunde kommen? Dann kann ich mir das ansehen. Ist nicht gefährlich, nur nervig.

So werde ich also übermorgen um elf dort sein; die Uhrzeit machten wie nächstentags aus, und vor allem beruhigte er mich wegen des Joggens: Nur bei sehr kleinen Brüchen, die man nicht sehe, bestünde das Risiko, sich etwas ungut einzuklemmen. So konnte ich gestern sogar mein Krafttraining absolvieren, mit Abdominalbandage freilich bei (weitgehender) Aussparung der Bauchmuskulatur. Ich bin kein Opfer und lasse mich zu einem auch nicht machen, sondern bleibe meiner Situationen Herr. Es genügt schon, daß wir ein Schicksal haben, dem sich’s nicht entgehen läßt. Da aber geht’s um das Wollen von Göttinnen, Göttern. Interessanter ist die Frage, ob es nun, da wir eines weiteren Lockdowns angesichts sind, noch einmal finanzielle Hilfen für Künstler geben wird. Allerdings komme ich nach jetzigem Stand der ökonomischen Dinge bis mindestens März erst einmal klar, bin also wenig beunruhigt. Und was geschehen wird, wenn die Béarts erschienen sind, ist ja durchaus nicht heraus. Das erste meiner Bücher in mehreren Sprachen, darunter US-amerikanisch, und die Ausgaben quasi zugleich. Raus aus dem Kleinbürger-Betrieb, zu dem Dietmar Dath einiges Wahre zu sagen hat. Knelangen schickte mir die Besprechung Stefan Gärtners, die ich auf Anhieb im Netz leider nicht fand und aus Urheberrechtsgründen hier nicht einfach einstellen kann. Schade. Denn Sätze wie

Was einst die anarchische Emanzipation vom bürgerlichen Kunstmuff war, ist heute ein Spießerreflex, und wenn Buch und Kopf zusammenstoßen, und es klingt hohl, dann kann es nach wie vor am Kopf liegen. Sicher, was Mist ist, soll Mist heißen dürfen; was Mist zu Mist macht, soll man aber sagen müssen.

sind gerahmt an die Wohnungstür jeglicher Dichtung zu hängen, damit wer eintritt weiß, was sie und ihn erwartet, erwartet also wird — generell, nicht nur im Einzelfall.
Die projektierte OP übrigens wird sich nach allem, was ich unterdessen gelesen, laparoskopisch erledigen lassen, also nicht wirklich ein wieder großer Eingriff sein. Ich denke mal, nach anderthalb Krankenhaustagen werde ich’s hinter mir haben. Punkt.

[7.51 Uhr]
Draußen gießt es junge Hunde.
[John Dowland, Weep you no more,
sad fountains: Kopatschinskaya/Currentzis, SWR SO]

Aber der Tag steht in anderem Fokus. Zwar werde ich (will ich) mittags laufen, wenn überdies mein Monsieur LePutz hier sein und wischen wird, aber dann werde ich mich in den virtuellen Zug zum erste virtuellen Seminar dieses Jahres setzen, das ich im heutigen Fall für die START-Stiftung halte. Ich nahm mir ein kreatives Schreibthema zu “seltsamer Musik” vor, wobei sich das Adjektiv weniger auf meinen eigenen Eindruck, bzw. meine Hörempfindungen bezieht, als auf den von mir prospektierten der jungen Leute, mit denen ich, je hinter unseren Screens, von von heute Abend bis zum Sonntagmittag beisammen sein werde. Ein bißchen nervös, ich gebe es zu, bin ich schon, da mir diese neue Lehrform noch ausgesprochen fremd ist. So lag es nicht nur wegen der Migrationshintergründe nahe, “Fremdheit” zu einem Thema des Seminares zu machen. Für meinen im Januar beginnenden Lehrauftrag an der Uni Bamberg, werde ich dann freilich eingefuchst genug sein, um auch gewagtere Experimente anzugehen – wie ich es in der “direkten” Lehre stets getan habe, inklusive der mir wichtigen “Abweichungen” von methodisch genormten Abläufen. Genau diese – heute als “Module” firmierende – Normung ist mir seit Kindheit ein Dorn der Lebensfeindlichkeit im Aug’.

Ihr
ANH

[Biber, Battalia für Streicher und Basso continuo,
Currentzis/Kopatschinskaya, SWR SO
Das gesamte Konzert, → dort.]

Battalia: T(h)eo W. Currentzis —

das, tatsächlich das mußte ich, so unangemessen es im Wachen zu sein scheint, denken und – eben! – dachte ich, als ich die Augen aufschlug aus dem Schlaf, der ein vollendeter Musiktraum gewesen sein muß. Nachdem völlig ungeplant mein Sohn und ich einen Konzertabend verbrachten. Nämlich war mir, als ich → diese Battalia (im Link ab 40’40”) endlich hörte und sah, fast der Bissen aus dem Mund gefallen – halb ein Bissen, halb auch Schluck, weil ich nämlich Suppe aß –, und ich hatte Adrian sofort, aber sofort folgende Whatsappnachricht geschickt, der — wegen eines wahrscheinlich nur grippalen Infekts seines Mitbewohners trotz eigentlich anderer Vornahme — nicht mehr hier hineinkommen wollte (Krebs, noch nahe OP, zudem vom wieder aufgenommenen Training vielleicht noch geschwächtes Immunsystem):

Adrian, Du mußt d o c h kurz reinkommen und Dir etwas anhören/ansehen… unbedingt!!! Bin grad völlig von den Socken. Bring einfach Deinen Mundschutz mit.

Und vorher hatte ich meiner Lektorin geschrieben (denn wir hatten für eben diese Einstudierung, dann aufgeführt im Wiener Konzerthaus, Karten gehabt, aber wegen Corona war auch dies wieder abgesagt worden), über SIGNAL:

Und das – ich muß jetzt fast weinen – hätten w i r in Wien gesehen… live … wäre nicht… wäre nicht … — ach. Ach, ach!

Ein zweites Mal, nein zum dritten bereits sah und hörte ich der Aufführung dann zu, als der junge Mann schließlich hier war, der eine Woche vorher der sogenannten klassischen Musik attestiert hatte, sie habe den Anschluß an die Wirklichkeit und eben deshalb Bedeutung verloren. Als er nun sehr genau in sich aufnahm, und erregt, was Currentzis und Kopatschinskaya da taten und wie sie sämtliche Orchestermusiker … ja, aufs Neue, Wiederneue beseelten, bekam er, wie seinerzeit → Parallalie bei → Sellars/Rattles Matthäuspassion den Mund so wenig mehr wie ich zu. Und eben diese (die Münder aber nicht) schlossen wir noch … ecco: an, in nur Auszügen freilich; also ich schaltete auf der Berliner Philharmoniker → Digitale Konzerthalle um. Da sah mein Sohn, dieser ziemlich schöne junge, knapp einundzwanzigjährige Mann, fast wie seinerzeit der Freund stupend aus, der knapp ein Jahr älter ist als ich:Nur, daß er nicht saß, sondern stand. Und fiebernd sich bewegte, wenn der Evangelist sang, sich mitbewegte, wenn die Chöre sich rührten, trauernd über den Bühnenboden schritten. “So viel hat sich, mein Sohn, getan”, sagte ich. “Aber”, erwiderte er, “niemand weiß es in meiner Generation. Wenn ich das vorher gesehen hätte, früher!” “Hast du. Aber dann kam die Pubertät hinzu, die immer alles erst mal umgräbt. Es ist”, ich lachte auf, “ja wirklich nicht zu spät.” “Wenn dieser Mann hier dirigiert, dann will ich unbedingt mit. Und die Kopatschinskaya — was sie für Augen hat. Und wie sie spielt ..!”
Besonders eindrücklich, für ihn wie für mich, ist Currentzis und Kopatschinskayas Aneinanderrücken Alter und Neuer Musik, der Nachweis ihres organischen Zusammengehörens, das nun, da es sinnlich ward, keines Beweises mehr bedarf. Daß zwischen Dowlands Lied und Kourlianskis Possible Places keine Pause mehr gemacht wird, so wenig wie nach der Battalia zu Scelsis phänomenaler Anahit (dem ich für DER ENGEL ORDNUNGEN einen Gedichtzyklus geschrieben habe). – Liebe Freundin, wirklich, folgen Sie dem Link und hören Sie sich’s an. Wer dann nicht auch so dasitzt (wenn er sitzt, oder sie) — der ist für alle Zeit verloren den soll in seiner großen Freiheit der Frost holen (von → da) !

 

Weshalb indes hat mich der nächtliche Nachtraum dieses Abends ausgerechnet Adorno, bis sogar offenbar in den Morgen, denken lassen ( – oder eher: fühlen?) Nein, Schönste, nicht “an Adorno”, sondern Adorno-selbst wie ein Geschöpf außer aller und über der Zeit! Sicherlich Currentzis’ Leidenschaft wegen. Weil in jedem seiner Finger nur Musik, Musik, Musik ist. Weil er ist, was er tut. Weil es keine Differenz zwischen Beruf, Berufung und Person gibt. Weil das Wort Freizeit in solch einem Leben nicht mehr vorkommt, was aus einem erlösenden Grund so ist: Currentzis wie Kopatschinskaya haben die Entfremdung aufgehoben. So etwas wie Freizeit muß nicht mehr vorkommen, was wir tun und sind, ist ganz eines. Diese beiden Menschen sind – mehr noch, viel mehr noch als ich’s bin – ganz ihre Kunst. Hören und schaun wir ihnen zu, werden wir Zeugen eines Wunders:

im Arbeits- und Musikjournal
des Donnerstags, den 22. Oktober 2020:

[Arbeitswohnung, 8 Uhr
Heinrich Ignaz Franz Biber, Battalia (1673), → Currentzis/Kopatschinskaya
Zweiter Latte macchiato]

Ein Wunder freilich ebenso – wenn nun auch, weil’s sein muß, ironisch – ist, daß ich nach der gestrigen Wiederaufnahme des Lauftrainings null Muskelkater habe; also hab ich’s doch nicht “übertrieben”, wie ich spätnachmittags befürchtete, als ich mich keislaufshalber wider Willen für eine halbe Stunde hinlegen mußte, aus der aber nur fünfzehn Minuten wurden, weil dauernd jemand anrief. Na klar, wer hält auch schon Siesta nach 16 Uhr? Da sagen Italiener längst Buonasera. – Ich war aber schlichtweg erst recht spät in den Park gekommen, weil meine erste Zoomkonferenz mit der Uni Bamberg auf die Mittagszeit gelegt worden war; ein für mich erwartungsgemäß informatives Gespräch, doch vor allem ein Anlaß, mir für den Lehrauftrag über die Einsatzmodi meines Computerbildschirm-,nun jà,”cockpits” Gedanken zu machen. Und außerdem muß ich heute einen virtuellen Raum für meine beiden START-Seminare buchen und sie danach eben auch mir einrichten. Ende dieses Monats findet bereits das erste statt. Da will ich dann auch → die Béarts endlich abgegeben haben.
Wie auch immer, heute wird um 12 gelaufen. Die Wiederaufnahme des Trainings hat eben auch Alltagsfolgen: Geduscht wird dann immer erst nachher, woraufhin die Siesta, so daß es schon von daher mehr als nur sinnvoll ist, meine Arbeitszeiten wieder sehr früh beginnen zu lassen. Bereits gestern, wie heute eben auch, bin ich um Viertel vor sechs hoch; besser wäre, zum Aufstehen fünf Uhr anzusetzen. Dann läßt sich bis Mittags gut was schaffen. Denn zu tun … mein Güte, schönste Frau … zu tun, zu tun gibt es genug. (Mal abgesehen davon, daß ich leider auch noch die Steuererklärung für 2019 dazwischenschieben muß, deren Fristablauf der Krebsbehandlung halber auf den 1. Dezember verschoben wurde, dankenswerterweise).

So, die Geistesärmel hoch!

ANH
[Mahler, Erste, Currentzis]

[12.18 – 13.40 Uhr
Volkspark Friedrichhain]

 

 

 

 

Siehe → dort.

 

 

Und dann stand vor dem Park aber noch mein absoluter Lieblingswagen, den ich zwar niemals haben werde, erstens weil mir das Geld fehlt und weil zweitens in Berlin nichts unnötiger ist als ein Auto. Aber leihen, für einen Wochenendausflug, würd ich ihn mir gerne.

 

Sehr sehr, sehr sehr, sehr sehr gerne.

Einunddreißigstes Coronojournal, nämlich des Mittwochs, den 14. Oktober 2020. (Nachkrebstagebuch). Mit Deutschem Buch- und Monika-Rinck-Preis 2020.

[Arbeitswohnung, 8.08 Uhr
France musique contemporaine:
Berio, Folks songs (1964), Dawn Upshaw]

Über Jahre war ich, es mehr oder minder wegdrückend, verletzt, niemals für den Deutschen Buchpreis nominiert worden zu sein, um von Benennung auf der Shortlist zu schweigen, jetzt aber, so schrieb ich’s gestern meiner Lektorin, bin ich mir nicht sicher, was schlimmer ist: dies oder – wie Thomas Hettche – es viermal “geschafft” und dann doch den Preis verfehlt zu haben. Nun bin ich mit ihm gewiß nicht mehr befreundet, seit zwei Jahrzehnten schon nicht mehr, aber seinen Schmerz imaginiere ich, als spürte ich ihn selbst. Wobei mir zu Ohren kam, ich weiß gar nicht mehr, woher, daß mir – ausgerechnet für den → Béartzyklus und pionierhaft schon vor dem, bei diaphanes, Erscheinen – der Monika-Rinck-Preis für moderne Lürik verliehen werden solle, was ich erstens nicht nur nicht fassen kann, sondern zweitens schon deshalb bezweifle, weil es meinen Recherchen in keiner Weise gelungen ist, auch nur irgendwas über die Auslobung solch eines Preises herauszufinden und es ihn ergo gar nicht zu geben scheint. Was freilich ein geradezu widernatürliches Versäumnis wäre. Wie aber auch immer dennoch, ist da jemand offenbar einer gewaltigen Ente aufgesessen, einer Dino-Ente sozusagen, manche der Dinger hatten ja Federn; andererseits hätte die mir so verdächtige Entscheidung aus Spielbergs Film immerhin einen echten Jurassic Parc gemacht, in dem viel real verfolgt und auch wohl viel gerissen worden wäre. Statt dessen hat nun Hettche berechtigt ungute Laune, nicht minder als — über die “tatsächliche” Entscheidung der Jury — die → von mir hoch verehrte Dorothea Dieckmann, die mir folgendes schrieb:

Selten hat mich ein Buch derart (ja: sogar moralisch) entsetzt, und das Blasorchester befeuert meine Empörung über eine unverschämte Aneignung und Geschichtsklitterung, die nun von sämtlichen Betriebszweigen widerspruchslos sanktioniert wird …

Ich selbst kann es nicht beurteilen, aber schätze die Kollegin für ihre klaren, nicht korrumpierbaren Haltungen sehr – und entsprechend ihre Bücher, zumal stilistisch ebenso. Hier deshalb der Link auf den, vom 23. Juni, → Podcast ihrer nun offenbar völlig weggeschwappten Rezension:

 

Und wer Dieckmanns ungekürzte Rezension kennenlernen möchte, → voilà!

Um mich abwer nicht so sehr davon, doch von der Mißlichkeit abzulenken, daß ich selbst derzeit kaum etwas zustande bekomme, und um wenigstens anderweitig kreativ zu sein, habe ich gestern wieder einmal ein Brot vorbereitet, den Teig angesetzt und gut geknetet sowie über Nacht im Kühlschrank fermentieren lassen und heute früh bereits auf der gemehlten Holzplatte zweimal, je in in Länge und Höhe gezogen, gefaltet, was in den kommenden drei Stunden noch dreimal wiederholt werden, bevor in vieren der dann tüchtig, so hoff ich, gegangene Laib in den Ofen kommen wird.

Der Literaturbetrieb also, aber mehr noch Corona und aberaber kein Ende. Vor drei Tagen, in einer Videokonferenz, konnte ich nicht anders als dieses Jahr eine Coronahysterie mit heiterem Krebs-Intermezzo zu nennen. Dabei läßt sich zurecht mitnichten behaupten, es herrsche in den Krankenhäuser auch nur Andrang; es stehen im Gegenteil enorm viele Intensivbetten leer, und Patienten, die Anspruch auf ein Einzelzimmer hätten, das sie auch dringend brauchten, bekommen es aus selben Gründen nicht. Imgrunde wäre alleine schon dieses ein Skandal zu nennen. Und natürlich wissen wir die nächtliche Ansteckungsgefahr des Gemüsekaufens beim Späti endlich derart richtig einzuschätzen, daß es dem Vorcorona-Berlin zwar mitnichten gelang, die alten Ladenschlußzeiten neu zu etablieren; doch nun ist es anders, und wir bekommen sie wieder. Erinnern Sie sich, Freundin, an eine Steuer, die nach ihrer Einführung wieder aufgehoben wurde … irgendeine? … ah, pecunia nun olet, stimmt! Aber die liegt an die zweitausend Jahre zurück, indes die jetzt verhängten Sperrstunden schon deshalb sinnvoll sind, weil namentlich junge Menschen bekanntlich nicht über genügend Intelligenz verfügen, sich den zur Feier der Nächte benötigten Alkohol tags im Supermarkt zu kaufen, zumal er da billiger ist, in Kästen Bieres zum Beispiel. Darauf kommt ein Jugendlicher nicht. Indessen, daß Tankstellen nicht nach 23 Uhr schließen müssen, selbstverständlich mit Donald Trumps Empfehlungen zusammenhängt, wie man sich gegen Covid-19 sicher schütze: denn wo die Desinfektionsmittel versagten, richtet’s wahrscheinlich das Autobenzin. Ebenso bekannt ist, daß die meisten Ansteckungsgeschehnisse in den Betten von Hotels geschehen, weshalb es völlig richtig ist, Geschäftsreisende aus sogenannten Hotspots allabends wieder auszuweisen. Das ist auch in feministischem Interesse richtig, das Prostitution nicht zulassen kann. Und sowieso nehmen Infektionen einfach bei Dunkelheit zu; auch deshalb die Sperrstunden, klar. Wobei wir auf keinen Fall die Konsonanten vergessen dürfen, wie der folgende Beitrag erhellt:

Nicht uninteressant war auch die Information, es seien nicht wenige der neu grassierenden Pneumonien (ein schlimmer Fall sogar in लक्ष्मीs Familie: anderthalb Liter Wasser wurden aus den Lungen gesaugt) selbstverständlich nicht auf das dauernde Tragen des Mund- und Nasenschutzes zurückzuführen, sondern, auch wenn kein Covid-19 diagnostiziert werden konnte, auf Covid-19, nämlich weil ein solches Tuch bekanntlich jegliche Bakterien abweist und schon gar nicht dazu führt, daß wir mehrfachgenutzte Luft wieder zurück in die Lungen befördern, ein Umstand, der erst recht nicht dadurch verschlimmert werden wird, wenn erst einmal die Maskenpflicht auch im Freien durchgesetzt worden ist — was kommen soll und kommen auch muß: dringend, dringendst, allerdringendst. Krebsoperationen, dagegen, sind wirklich marginal, erst recht die albernen Klagen wegen scheinbarer Einschränkungen der Bürgerrechte. Hirngespinste allenthalben. Als käme es auf Freiheit denn an – einen ohnedies zu überschätzten, ja … kann man Wert noch überhaupt dazu sagen? –, da die coronare Auslöschung wenn nicht ganz, so doch halb der Welt befürchtet werden muß. Und hat nicht Covid dem Europa die Erlösung vor den Migrantenströmen gebracht? Wie sollten die Schmarotzer auch kommen, wenn unre Grenzen zu sind? — wobei natürlich auch die Asylanten in Quarantäne mußten, nur daß sie da anders genannt war: Auffanglager nämlich. In denen war niemand jemals allein, anders als wir in unseren Isolationen. Welch ein Luxus also! Dazu noch die Sonne Griechenlands, die Sonne der Türkei … Aber davon spricht ja eh keiner mehr, ebenso wenig wie wie von der sogenannten Klimakatastrophe, die dankenswerterweise in die Schubläden ihrer allenfalls Achtelbedeutung zurückbefördert worden ist.

Ach, meine Freundin, welch böse Zeiten sind’s!

Ihr ANH
[Peter Eötvös, Ima für gemischten Chor & Orchester (2001/02)]

[16.10 Uhr
France musique contemporaine:
Jean Barraque, → Sonate pour piano (1999)]

Wie es duftet!

“Ich bin ganz einfach nackter und weniger verschüttet als ihr”:
Peter de Mendelssohn über und von Giono.

 

 

 

 

Gionos (Kunst) ist eine heidnische,

nämlich:

Man solle (…) auf nichts verzichten. Es sei leicht, innere Freude zu gewinnen, wenn man seinem Körper entsage. Doch glaube er, es sei ehrlicher, eine “vollkommene Freude” zu suchen, indem man diesen Körper einbeziehe, da er da sei, wir ihn haben, “da auf ihm unser Leben beruht, von der Geburt bis zum Tode”. Die spirituelle Freude, das geistige Glücksgefühl, welches der christliche Glaube zu vermitteln vermag, sind also “unvollkommen” und daher leider nicht zu brauchen. Er geht aber auf die Vollkommenheit und Vollständigkeit des Glücks aus. “Die Intelligenz zu befriedigen, ist nicht schwer, unseren Geist zu befriedigen, ist auch nicht schwer. Man sagt, unseren Körper zu befriedigen, sei demütigend; er allein jedoch lehrt uns eine strahlende Weisheit. (…) Die panische Freude [die des Pan, ANH (…) ] vermag man nicht für sich allein zu behalten. Sie ist uns gegeben, um alles Leben damit zu durchdringen. Wer sie besitzt und sie nicht teilt, berührt sie nur, um sie wieder zu verlieren.

Peter de Mendelssohn, Der Geist in der Despotie, 135 & 141-142.

 

 

 

(Eine Leseempfehlung meines Arco-Verlegers, die dann wesentlich, neben selbstverständlich dem → Béart-Lektorat,  meinen → Wien-Aufenthalt bestimmt hat.
Die für mich beeindruckendsten Aufsätze des Buches sind der hier zitierte über Jean GionoDie Gehorsamsverweigerung des Herzens, aus der ich ganz sicher noch mehrfach etwas herausschreiben werde – sowie die sehr entschiedene, zu dessen “Haltung” im Nationalsozialismus, Abrechnung mit Gottfried Benn.)

Anrufung der Venus bei Lukrez. Erster Versuch einer neuen gebundenen Nachdichtung. Die Brüste der Béart, 60.

 

Lukretius, DE RERUM NATURA, I 6-13

te, dea, te fugiunt venti, te nubila caeli
adventumque tuum, tibi suavis daedala tellus
summittit flores, tibi rident aequora ponti
placatumque nitet diffuso lumine caelum.
nam simul ac species patefactast verna diei
et reserata viget genitabilis aura favoni,
aëriae primum volucris te, diva, tuumque
significant initum perculsae corda tua vi.

 

Diels (1924)

Wenn du nahest, o Göttin, dann fliehen die Winde, vom Himmel
Flieht das Gewölk, dir breitet die liebliche Bildnerin Erde
Duftende Blumen zum Teppich, dir lächelt entgegen die Meerluft,
Und ein friedlicher Schimmer verbreitet sich über den Himmel.
Denn sobald sich erschlossen des Frühlings strahlende Pforte
Und aus dem Kerker befreit der fruchtbare West sich erhoben,
Künden zuerst, o Göttin, dich an die Bewohner der Lüfte,
Und dein Nahen entzündet ihr Herz mit Zaubergewalten.

ANH (Sept. 2020, Versuch I)

Dich, Göttin, Dich | fliehen die Böen und flieht das Gewölk,
wenn Du heranziehst, und unter den Füßen, erlauchte Gestalt’rin,
breitet die Erde Dir Blumen; Dir lächeln vom Meere die Brisen
zu wie das weit | ausgebreitete Glänzen des Himmels.
Kaum nämlich, daß sich der Lenz | ahnen von jedem Geschöpf läßt,
sei es auch nur | erst in dem Anhauch des fruchtbaren Westwinds,
ruft schon, o Göttin, der Vögel gezwitscherter*) Jubel Dich aus
allüberall, und er schlingt Deine Bändel um jegliches Herz.

 

*): Vielleicht sogar “geschmetterter”?

____________
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Siehe auch Klaus Binder dort.

Das Arbeits- (eher Lese-)journal, zugleich (Nach)Krebstagebuch des Sonntags, den 13. September 2020. Darin zu Federico von Lewin Erich Wolfgang Korngold sowie ein wiederholter böser Traum. Außerdem Lukrez, nämlich: Die Brüste der Béart, 53.

 

 

(Schmutztitelnotate in
Lewin, Federico)

 

[Arbeitswohnung, 7.79 Uhr.
70,1 kg.
Korngold, Klavierkonzert für die linke Hand, op. 17]

Wie ich’s gestern einer entfernten Freundin schrieb (ohnedies verlege ich die persönlichen Belange meine Arbeitsjournale seit → dem dort in Briefe, fühle mich damit weniger unwohl):

Bin grad voller Staunen, was bereits der siebzehn(!)jährige Erich Wolfgang Korngold zu komponieren verstand, und von Trauer, was uns an großer Kunst womöglich vorenthalten wurde, weil ihn das Naziwidertum in die Emigration und in den USA zur Lohnarbeit für Hollywood, nämlich in den Kitsch zwang. Dabei war er erst dreiundzwanzig, als er 1927 sein Meisterwerk vorlegte, Die tote Stadt, und vierunddreißig, noch vor der Flucht, daß seine letzte große Oper in die Welt kam. Dann vergaß man dieses Menschenjunggenie noch lange über das Ende des Unheils hinaus – dem schon die neuen Unheile folgten, quasi ein weltliches Armageddon nach dem anderen, gegen alledie wir nichts als eben solche Korngolds zu stellen haben – dieses aber mit ganzem, wunderbar prometheischem Recht.

Nach Jahren wieder los ging’s nun auf einer “falschen” Fährte, von Friedrichs II und Bianca Lancias Liebestochter Violante nämlich, der letzten quasi Vergilin, mit der → bei Lewin Truda vom Unruhvollen Stamm in der Unterwelt spricht, zur gleichnamigen Oper, die aber eben gar nichts mit ihrer historischen Namensbase zu tun hat. Da indes hatte mich der Melos bereits. Es ging gar nicht anders als nach meiner Vinylaufnahme des Stücks zu den anderen Bühnenwerken überzugehen, Die Kathrin, Die tote Stadt, Das Wunder der Heliane — alles noch vor des Komponisten Emigration entstanden, danach dergleichen niemals wieder. Dabei haben mich zwischenzeitlich → eines Lesers und Gesprächspartners Michael Gielens Aufnahmen sämtlicher Mahlersinfonien erreicht, und ausgesprochen schreckhaft fasziniert fielen mir im vierten Satz der Neunten stürzende Glissandi auf: Sie stürzen geradezu ab. Da hätte ich dranbleiben können, vielleicht sogar sollen, zumal mir K. zu meiner, sagen wir, “Entdeckung” konkrete Partiturhinweise gab, zu denen er auch Fragen stellte.
Aber derzeit schweife ich, nehme auch Einladungen nicht unbedingt wahr, selbst wenn ich gerne hinginge. Immer die Unruhe, es werde zu spät, ich würde zu müd, um gut das Fahrrad heim zu nehmen:

Normalerweise habe ich sowas immer gern getan (…); 20 km hin und 20 zurück waren nie ein Problem. Seit meiner OP hat es sich geändert und war schon während der Chemo immer leicht mühsam. Was ich aber ignorieren konnte. Jetzt, noch immer in der Wundheilungsphase, die mir ziemlich auf den Geist geht, ist, es zu ignorieren, schwerer möglich. Also müßte ich – oder sollte es sogar – die BVG nehmen — etwas indes, das mein Stolz als schwere Kapitulation erlebt und damit mein Selbstgefühl attackiert und was dann wieder zu Depressionen führt. Also bleibe ich lieber gleich daheim am Schreibtisch (…).

Ungut, mithin, unguter noch, was mir nun schon zum zweiten Mal träumte (denn ich spüre unterhalb der sichtbaren, an der Oberfläche bereits fast verheilten Operationsnarbe, gewissermaßen parallel zu ihr, mich irritierende längliche Verdickungen, in denen es, wenn ich etwas gegessen habe, jedesmal erst schmerzt, und fünfzehn bis zwanzig Minuten später geht von ihnen solch ein Mir-Übelwerden aus, daß ich mich langlegen muß): Man habe — so dieser Traum — in meinen Dünndarm zwei Sonden implantiert, eine kleinere runde links, auf der Herzseite also, sowie eine längere, langgestreckte rechts. Was sie aufnehmen sollen, weiß ich nie, auch nicht im Traum, aber daß es Spione sind, deretwegen ich dringend zum Arzt gehen sollte, um sie mir schnell herausschneiden zu lassen. Doch dann ginge alles wieder mit dem chirurgischen Schnitt von vorne los, auch mit dem furchtbaren Blasenkatheter, mit der Allergie gegen die Opiate, und der “alten” Wunde tät’ ein neuer Eingriff auch nicht grade gut. Also scheue ich den Gang: Wir sind immer noch in meinem Traum, dem ersten wie dem neuen heute nacht. Da war ich allerdings am Meer und schwamm hinaus. Ich konnte kaum die Küste mehr sehen, da gingen die Sonden in mir ab, vollbrachten es auf eine irreale Weise, meinen Bauch zu durchdringen. Und sie sanken in die Tiefe. Wovon ich erwachte. — Vielleicht, so dachte ich, “befürchteten” sie (oder der Geheimdienst, der sie mir hatte einsetzen lassen, befürchtete es), daß ich mich zum erneuten Gang auf einen OP-Tisch doch noch durchringen würde, und sie … sie würden erkannt. Das mußten sie, die beiden UBoote in mir, verhindern.
“Natürlich” waren sie nur im Traum abgegangen, jetzt, im und nach dem Erwachen, wieder deutlich spürbar. Ich kann sie mit den Fingern gut ertasten. Sie fühlen sich wirklich wie Fremdkörper an oder wie innere Vernarbungen; letztres dem tatsächlichen Sacherhalt nahe kommen dürfte. Wie ich gestern bei unserm schönen Gang über den Kollwitzmarkt zu लक्ष्मी sagte, bin ich mir momentan über den anatomischen Lageplan meiner Bauchorgane ziemlich unsicher. Nach dem, was der Chirurg aus mir herausgeholt hat, muß drinnen doch ein ziemlicher Leerraum entstanden sein, den die verbliebenen Organe nun mitnutzen, in den sie sich zumindest teilverschieben können: und ich, der stets ein geradezu exaktes Körpergefühl hatte, kann nun gar nicht mehr sagen, was es ist, das wo weh- oder sich sonstwie spürbar hervortut. Also fühle ich mich meinem Körper entfremdet.
Dazu nach wie vor die Verdauungsprobleme, besonders von Fett, und vor drei Tagen die Eröffnung meiner netten Ernährungsberaterin, daß ich die Pankreasenzyme nunmehr lebenslang würde nehmen müssen, werde, heißt das, was ich widerlich finde, ich, der ich es schon ablehne, Brillen zu tragen, weil sie zuviel Krücke mir und meinem Stolz sind. Und überhaupt habe ich die Neigung, diese Ernährungsberatung wieder abzubrechen, weil mir nichts gesagt wird, daß ich nicht schon von alleine wüßte und deshalb nicht beachte, weil ich es beachten eben nicht will: etwa, zu jeder Mahlzeit Buch zu führen, also sechs- bis achtmal mindestens pro Tag. Ich käm ja zu nichts andrem mehr! Meine Arbeit bleibt eh schon schandbar liegen. Immer noch habe ich die Béartgedichte nicht neu durchgesehen, obwohl es morgen in einer Woche bereits mit dem Lektorat losgeht.
Immerhin habe ich → die Lewin nun “aus”gelesen, was ein riesiger Gewinn war und nicht selten ein Genuß, auch wenn ich in einigem von mir selber Abstand nehmen mußte, von also, wie schon bei Kantorovicz, meinen → nietzscheschen Idealisierungen. Umso größer wird nun meine poetische Aufgabe sein: die Ambivalenzen werden zum Zentrum des Werkes, zum movens der Ästhetik. Was heilsam wider die Zeit geht, die einen Geist bekanntlich nicht mehr kennt. Denn der floh in die ANDERSWELT.
Zum Unruhvollen Stamm gehör ich nämlich selbst, jenseits, selbstverständlich, der Stämme Israels, die für Waltraut Lewin – als Jüdin – noch eine Rolle gespielt haben dürften. Da liegt die Ursache meines Identifizierens: im unruhvollen Lichtgeflacker seiner Stirn vom Stamme Luzifers zu sein und aus dem Schoße Aphrodites:

Alma Venus, o Du, die unter des Himmels gleitenden Lichtern
auf das besegelte Meer und die Früchte gebärende Erde
freundlichen Glanz ausstrahlt, denn alle lebendigen Wesen
werden gezeugt durch dich und schauen die Strahlen der Sonne

(alma Venus, caeli subter labentia signa
quae mare navigerum, quae terras frugiferentis
concelebras, per te quoniam genus omne animantum
concipitur visitque exortum lumina solis)

Lukrez, de rerum natura→ I, 2-5

Ein Fingerzeig übrigens, den mir Lewin – fast am Ende ihres großen Buches – zu den Béarts gegeben hat, so daß ich Lukrezens Anrufung der GÖttin in die → XXXIII unbedingt noch einbauen muß.

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>>>> Béart 54 (folgt)
Béart 52 <<<<<

Eine Woche knapp hab ich dafür Zeit.

 

Ihr ANH
[Korngold, Sinfonische Serenade op. 39]

P.S.: Ein wunderschönes Foto möchte ich Ihnen, Freundin, hier noch nachreichen. लक्ष्मी hat es von uns, ihr und mir, gestern aufgenommen, und da sie’s → bei Facebook eingestellt hat, werde auch ich es, nunmehr hier, tun dürfen. Es schenkte mir, nachdem sie es mir zugesandt, eine große Zuversicht:

Für Paulus Böhmer: Dritter Dithyrambus. ANH liest Die Brüste der Béart XVIII. In einem Film von Gunter Deller. Die Brüste der Béart, 58.

 

Aus Anlaß einer Trauerfeier am 15. Dezember 2018 in Nieder-Ofleiden. Ein Videoclip von Gunter Deller für Inseln von Dunkelheit, Inseln von Licht, seinem großen Film über den zehn Tage zuvor verstorbenen Dichter Paulus Böhmer.

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>>>> Béart 59
Béart 57 <<<<

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