Medikamentenprotokoll: Lyrica (Pregabalin Zentiva 75mg). Dreizehnter Tag. [Krebsfolge-Tagebuch].

(Verschrieben wegen der als Chemofolge eingetretenen Polyneuropathie in den Füßen.
Statt des verschriebenen LYRICA bekam ich in der Gethsemane-Apotheke das gleichwertige PREGABALIN.)

Meinerseits nach Lektüre des → Beipackzettels Bedenken wegen der möglichen, aus meiner Sicht → extremen Nebenwirkungen des Medikaments, insbesondere in Verbindung mit Alkohol. Deshalb Absprache mit der Ärztin: Testlauf mit Beginn des alkoholfreien Monats[1]Vor Corona habe ich jährlich einen solchen eingelegt; seit Corona leider nicht mehr. Das war zu ändern und wurde mit dem Sonntag, 20.11., geändert. ANH eine Woche lang je eine Hartkapsel abends, danach für eine Woche zwei Kapseln, nämlich je morgens und abends. Daraufhin in der Praxis das auch insofern ausgesprochen wichtige Ergebnisgespräch, als LYRICA nicht, gegebenenfalls, einfach abgesetzt werden kann, sondern “ausgeschlichen” werden muß.)

 

Dreizehnter Tag  (Zwei Kapseln)

Der Ausschlag ist noch weiter zurückgegangen, besonders auf dem Unterarm; auf der Handoberfläche zwar ist eine Stelle etwas hartnäckiger, da gingen und gehen aber die Pusteln auch ineinander über. Schorfbildung allerdings hier schon genauso, also Heilung. Die Auskunft → meines Tattoostudios stimmte; es geht sogar schneller bei mir, als dort vorausgesagt.
Zur Polyneuropathie: Tatsächlich nur noch leichtes Kribbeln in den unteren Extremitäten und heute wieder kein Betrunkenheitsgefühl oder Wirklichkeitsaufweichung beim Aufstehen. Auch die Trittsicherheit ist insgesamt sehr viel besser als vor Beginn des Medikamentenversuchs. Interessant übrigens, daß ich, als ich die zwei Tage keine zweite Kapsel einnahm, es so gut wie gar nicht gemerkt habe.
Gewicht heute morgen (wie immer gleich nach dem Aufstehen) 71,1 kg, eine weitere, aber geringe Zunahme, im Rahmen “normaler” täglicher Schwankungen mithin.

Erster Tag, eine Kapsel: n/A (ca. 68,5 kg)
Zweiter Tag, eine Kapsel: 69,5 kg
Dritter Tag, eine Kapsel: 69,6 kg
Vierter Tag, eine Kapsel: 69.7 kg
Fünfter Tag, eine Kapsel: 70.3 kg
Sechster Tag, eine Kapsel: 69,3 kg
Siebter  Tag, eine Kapsel: 70.9 kg
Achter Tag, zwei Kapseln: 69,5 kg
Neunter Tag, zwei Kapseln:  70,4 kg
Zehnter Tag, zwei Kapseln: 71,3 kg
Elfter Tag, eine Kapsel: 69.5 kg
Zwölfter Tag, zwei Kapseln: 70,6 kg
Dreizehnter Tag, zwei Kapaseln: 71,1 kg

Wichtig scheint mir der Nachtrag zu gestern zu sein, den ich deshalb hier noch einmal wiederhole:

[Nachts (am 5.6. nachgetragen)]
Das Phänomen ging ziemlich schnell vorüber, kaum daß ich wieder am Schreibtisch saß, und kam bis zum Schlafengehen auch nicht wieder. Es scheint offenbar einiges loszusein, wenn man(n) schläft, oder frau (möglicherweise genauso). Oder es liegt nur an meiner Konstitution, die mir seit Jahren, ja durchaus Jahrzehnten erlaubt hat, mit im allgemeinen viereinhalb bis fünf Stunden Schlaf auszukommen (plus etwa einer Stunde mittags). Da ballen sich möglicherweise die Pregabalin-Prozesse und/oder sind morgens noch nicht ganz abgeschlossen.

_______________
Zwölfter Tag

 

References

References
1 Vor Corona habe ich jährlich einen solchen eingelegt; seit Corona leider nicht mehr. Das war zu ändern und wurde mit dem Sonntag, 20.11., geändert. ANH

Medikamentenprotokoll: Lyrica (Pregabalin Zentiva 75mg). Zwölfter Tag. [Krebsfolge-Tagebuch].

(Verschrieben wegen der als Chemofolge eingetretenen Polyneuropathie in den Füßen.
Statt des verschriebenen LYRICA bekam ich in der Gethsemane-Apotheke das gleichwertige PREGABALIN.)

Meinerseits nach Lektüre des → Beipackzettels Bedenken wegen der möglichen, aus meiner Sicht → extremen Nebenwirkungen des Medikaments, insbesondere in Verbindung mit Alkohol. Deshalb Absprache mit der Ärztin: Testlauf mit Beginn des alkoholfreien Monats[1]Vor Corona habe ich jährlich einen solchen eingelegt; seit Corona leider nicht mehr. Das war zu ändern und wurde mit dem Sonntag, 20.11., geändert. ANH eine Woche lang je eine Hartkapsel abends, danach für eine Woche zwei Kapseln, nämlich je morgens und abends. Daraufhin in der Praxis das auch insofern ausgesprochen wichtige Ergebnisgespräch, als LYRICA nicht, gegebenenfalls, einfach abgesetzt werden kann, sondern “ausgeschlichen” werden muß.)

 

Zwöfter Tag  (Zwei Kapseln)

Der Ausschlag geht langsam, aber sichtbar zurück; die Pusteln werden trocken, bekommen weißliche Rändchen, trocknen also, wie vermutet, aus. Beruhigend. Und beim Aufstehn, heute erst um sieben, kein Betrunkenheits-, kein Benommenheitsgefühl. Befürchtungen, bei mir könne eintreten, wovon in einem Kommentar gestern → JoeChip erzählt hat,  glaube ich deshalb, nicht haben zu müssen. Tatsächliches werde ich dann am Dienstag erfahren – ich muß mich korrigieren, meine nächste Krebsnachkontrolle, wird dann erst stattfinden; auch meine kleine Reise zu den Hochzeitsvorgesprächen muß erst einen Tag später angetreten werden.
Das polyneuropathische Kribbeln ist weiterhin, sozusagen, rückläufig. Fein. Gewicht wieder bei 70,6 kg. (Ich war klug genug, zur PENBerlin-Versammlung meinen gleich morgens vorbereiteten EiweißBananen-Drink mitzunehmen, vertrug während der Mittagspause sogar eineinhalb der angebotenen, ziemlich fett belegten Brötchen.)


Erster Tag, eine Kapsel: n/A (ca. 68,5 kg)
Zweiter Tag, eine Kapsel: 69,5 kg
Dritter Tag, eine Kapsel: 69,6 kg
Vierter Tag, eine Kapsel: 69.7 kg
Fünfter Tag, eine Kapsel: 70.3 kg
Sechster Tag, eine Kapsel: 69,3 kg
Siebter  Tag, eine Kapsel: 70.9 kg
Achter Tag, zwei Kapseln: 69,5 kg
Neunter Tag, zwei Kapseln:  70,4 kg
Zehnter Tag, zwei Kapseln: 71,3 kg
Elfter Tag, eine Kapsel: 69.5 kg
Zwölfter Tag, zwei Kapseln: 70,6 kg

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Dreizehnter Tag

Elfter Tag

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[16.31 Uhr
Johanna Summer, Resonanzen]
Interessant, jetzt nach dem, allerdings durchaus zu tiefen und abermals sehr tiefen Mittagsschlaf abermals dieses Gefühl der Wirklichkeitsaufweichung, also als ob ich schwer gekifft hätte. Mal sehen, wie lange es diesmal anhält; denn nach dem Aufstehen ist es diesmal geblieben.

[Nachts (am 5.6. nachgetragen)]
Das Phänomen ging ziemlich schnell vorüber, kaum daß ich wieder am Schreibtisch saß, und kam bis zum Schlafengehen auch nicht wieder. Es scheint offenbar einiges loszusein, wenn man(n) schläft, oder frau (möglicherweise genauso). Oder es liegt nur an meiner Konstitution, die mir seit Jahren, ja durchaus Jahrzehnten erlaubt hat, mit im allgemeinen viereinhalb bis fünf Stunden Schlaf auszukommen (plus etwa einer Stunde mittags). Da ballen sich möglicherweise die Pregabalin-Prozesse und/oder sind morgens noch nicht ganz abgeschlossen.

References

References
1 Vor Corona habe ich jährlich einen solchen eingelegt; seit Corona leider nicht mehr. Das war zu ändern und wurde mit dem Sonntag, 20.11., geändert. ANH

Medikamentenprotokoll: Lyrica (Pregabalin Zentiva 75mg). Elfter Tag. [Krebsfolge-Tagebuch].

(Verschrieben wegen der als Chemofolge eingetretenen Polyneuropathie in den Füßen.
Statt des verschriebenen LYRICA bekam ich in der Gethsemane-Apotheke das gleichwertige PREGABALIN.)

Meinerseits nach Lektüre des → Beipackzettels Bedenken wegen der möglichen, aus meiner Sicht → extremen Nebenwirkungen des Medikaments, insbesondere in Verbindung mit Alkohol. Deshalb Absprache mit der Ärztin: Testlauf mit Beginn des alkoholfreien Monats[1]Vor Corona habe ich jährlich einen solchen eingelegt; seit Corona leider nicht mehr. Das war zu ändern und wurde mit dem Sonntag, 20.11., geändert. ANH eine Woche lang je eine Hartkapsel abends, danach für eine Woche zwei Kapseln, nämlich je morgens und abends. Daraufhin in der Praxis das auch insofern ausgesprochen wichtige Ergebnisgespräch, als LYRICA nicht, gegebenenfalls, einfach abgesetzt werden kann, sondern “ausgeschlichen” werden muß.)

 

Elfter Tag  (Nur eine statt der zwei Kapseln, abends)

Wegen → dieses Ausschlages vorsichtshalber auf eine Kapsel runter”gefahren”, also gestern morgen keine genommen; ärztlichen Rat konnte ich ja nicht einholen. Aber auf dem Weg → zum PEN beim → Tattoostudio haltgemacht und gefragt; ja, das Phänomen sei hier bekannt. Wahrscheinlich hätte ich nach dem einen Weiterstechen zu schnell das nächste machen lassen, da komme sowas manchmal vor. Bitte gar nichts tun, einfach abheilen lassen, auch keine Salbe drauf. Es gehe von selbst weg, brauche aber einzwei Wochen. — Die Auskunft beruhigte mich so sehr, daß die Pusteln unmittelbar zu jucken aufhörten. Ein Zusammenhang mit dem Pregabalin scheint jedenfalls nicht gegeben zu sein. Da ich übermorgen ohnedies die nächste reguläre Nachkontrolle beim Onkologen haben, werde ich aber auch ihn noch fragen. Bin jedenfalls nicht mehr nervös (wegen des Onkologen eigentlich sowieso nicht).
Wie vorausgesehen, da gestern veranstaltungshalber nicht nach Routine gegessen, das Gewicht wieder auf 79,5 kg runter. Wird heute wahrscheinlich nochmal so sein.

Beim Aufstehen erneutes Betrunkensheitsgefühl und den Eindruck, noch eine Stunde länger schlafen zu müssen. Was aber nicht geht, die Hauptbversammlung des PENs Berlin fängt bereits um zehn Uhr an.  Das polyneuropathische Kribbeln nur moderat. Kapsel No 2 werde ich auf der Versammlung schlucken, hab sie schon herausgetan.


Erster Tag, eine Kapsel: n/A (ca. 68,5 kg)
Zweiter Tag, eine Kapsel: 69,5 kg
Dritter Tag, eine Kapsel: 69,6 kg
Vierter Tag, eine Kapsel: 69.7 kg
Fünfter Tag, eine Kapsel: 70.3 kg
Sechster Tag, eine Kapsel: 69,3 kg
Siebter  Tag, eine Kapsel: 70.9 kg
Achter Tag, zwei Kapseln: 69,5 kg
Neunter Tag, zwei Kapseln:  70,4 kg
Zehnter Tag, zwei Kapseln: 71,3 kg
Elfter Tag, eine Kapsel: 69.5 kg

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Zwölfter Tag

Zehnter Tag

 

References

References
1 Vor Corona habe ich jährlich einen solchen eingelegt; seit Corona leider nicht mehr. Das war zu ändern und wurde mit dem Sonntag, 20.11., geändert. ANH

Medikamentenprotokoll: Lyrica (Pregabalin Zentiva 75mg). Zehnter Tag. [Krebsfolge-Tagebuch].

(Verschrieben wegen der als Chemofolge eingetretenen Polyneuropathie in den Füßen.
Statt des verschriebenen LYRICA bekam ich in der Gethsemane-Apotheke das gleichwertige PREGABALIN.)

Meinerseits nach Lektüre des → Beipackzettels Bedenken wegen der möglichen, aus meiner Sicht → extremen Nebenwirkungen des Medikaments, insbesondere in Verbindung mit Alkohol. Deshalb Absprache mit der Ärztin: Testlauf mit Beginn des alkoholfreien Monats[1]Vor Corona habe ich jährlich einen solchen eingelegt; seit Corona leider nicht mehr. Das war zu ändern und wurde mit dem Sonntag, 20.11., geändert. ANH eine Woche lang je eine Hartkapsel abends, danach für eine Woche zwei Kapseln, nämlich je morgens und abends. Daraufhin in der Praxis das auch insofern ausgesprochen wichtige Ergebnisgespräch, als LYRICA nicht, gegebenenfalls, einfach abgesetzt werden kann, sondern “ausgeschlichen” werden muß.)

 

Zehnter Tag  (Zwei Kapseln, je eine morgens und abends)

Das macht mich jetzt nervös, tat es gestern schon, ich schrieb es → im Arbeutsjournal: Der tätowierte Unterarm ist überall dort, wo die Schutzfolie war, übersät mit juckenden Pusteln, die ich erst, was aber neu wäre, für eine allergische Reaktion auf die Tattoo-Schutzfolie (das Schutzpflaster) hielt und teils jetzt noch halte; aber nach den bisherigen Sitzungen war dergleichen noch nie aufgetreten, Dann kam mir – weil es auch anderswo am Körper zu jucken begann, wo keine Folie gewesen war, der logische Verdacht, das unangenehme Phänomen könne mit dem Pregabalin zusammenhängen. So daß ich noch einmal die Nebenwirkungen nachlas, und tatsächlich kann zu ihnen so etwas gehören— was ein Grund wäre, das Medikament sofort abzusetzen. Wahrscheinlich aber handelt es sich um eine Kombination aus Schutzpflaster und Medikament.
Jedenfalls sofort die Folie entfernt und etwas abgewartet. Bis heute morgen sind immerhin die flächigen Rötungen um die Pusteln fast verschwunden, diese selbst, die sehr rot sind, aber nicht, sondern sie haben sich zu teil offenen, in den Miniaturkratern aber schon trockenen Pickeln verhärtet. Kann sein, daß sie nun insgesamt aushärten und dann abfallen, kann aber auch nicht sein. Leider aber sind solche Pusteln auch auf der Hand, was bei einem sichtbaren Tattoo besonders unschön ist. Ich werde → heut damit leben müssen, leider. Wahrscheinlich braucht es Geduld, nur daß ich jetzt zögere und es auch gestern spätabends schon tat, das Pregabalin weiterzunehmen. Muß ich aber jetzt schon ausschleichen oder kann ich die Einnahme einfach absetzen? Für den Arzt habe ich heute wegen → des PEN-Kongresses keine Zeit, werde also übers Wochenende warten müssen, die Angelegenheit beobachten und eventuell dann zur Ärztin. Nur daß ich von Dienstag bis Mittwoch auf Reisen sein werde. Ginge also erst am Donnerstag nach meiner Rückkehr. Alles sehr ungünstig. Vielleicht gehe ich erstmal auf nur noch eine Kapsel täglich zurück und schaue.

(Dieses eben an meine Ärztin gemailt, die ab acht Uhr geöffnet hat. Hoffentlich wird’s schnell gelesen.)

Ansonsten keine sonderlichen Nebenwirkungen mehr, kein Betrunkenheitsgefühl, keine Wirklichkeitsaufweichung. Kribbeln in den Füßen sehr moderat, einer Erwähnung kaum mehr wert. Dafür mit nach dem Aufstehen 71,4 kg ein erneut enormer Sprung im Körpergewicht. So daß die Verlaufstabelle jetzt s o aussieht:


Erster Tag, eine Kapsel: n/A (ca. 68,5 kg)
Zweiter Tag, eine Kapsel: 69,5 kg
Dritter Tag, eine Kapsel: 69,6 kg
Vierter Tag, eine Kapsel: 69.7 kg
Fünfter Tag, eine Kapsel: 70.3 kg
Sechster Tag, eine Kapsel: 69,3 kg
Siebter  Tag, eine Kapsel: 70.9 kg
Achter Tag, zwei Kapseln: 69,5 kg
Neunter Tag, zwei Kapseln:  70,4 kg
Zehnter Tag, zwei Kapseln: 71,3 kg

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Neunter Tag

 

References

References
1 Vor Corona habe ich jährlich einen solchen eingelegt; seit Corona leider nicht mehr. Das war zu ändern und wurde mit dem Sonntag, 20.11., geändert. ANH

Medikamentenprotokoll: Lyrica (Pregabalin Zentiva 75mg). Neunter Tag. [Krebsfolge-Tagebuch].

(Verschrieben wegen der als Chemofolge eingetretenen Polyneuropathie in den Füßen.
Statt des verschriebenen LYRICA bekam ich in der Gethsemane-Apotheke das gleichwertige PREGABALIN.)

Meinerseits nach Lektüre des → Beipackzettels Bedenken wegen der möglichen, aus meiner Sicht → extremen Nebenwirkungen des Medikaments, insbesondere in Verbindung mit Alkohol. Deshalb Absprache mit der Ärztin: Testlauf mit Beginn des alkoholfreien Monats[1]Vor Corona habe ich jährlich einen solchen eingelegt; seit Corona leider nicht mehr. Das war zu ändern und wurde mit dem Sonntag, 20.11., geändert. ANH eine Woche lang je eine Hartkapsel abends, danach für eine Woche zwei Kapseln, nämlich je morgens und abends. Daraufhin in der Praxis das auch insofern ausgesprochen wichtige Ergebnisgespräch, als LYRICA nicht, gegebenenfalls, einfach abgesetzt werden kann, sondern “ausgeschlichen” werden muß.)

 

Neunter Tag  (Zwei Kapseln, je eine morgens und abends)

Beim Erwachen und Aufstehen weder das eigentlich schon gewohnte Betrunkengewesenheitsgefühl noch eine THC-wirkungsähnliche “Wirklichkeitsaufweichung”; dafür war das Fußkribbeln wieder etwas deutliche, wenn auch nach wie vor signifikant geringer als vor Beginn dieses Pregabalintests. Das dennoch “gut” spürbare Kribeln ließ, wahrscheinlich aber subjektiv empfunden, beim Espressobere aber schnell nach. Der Kreislauf insgesamt intak, Arbeitslust nach wie vor, Konzentration gut. Gewicht heute wieder 70,4 kg. Ich setze die gestern angefangene Liste jetzt einfach fort:


Erster Tag, eine Kapsel: n/A (ca. 68,5 kg)
Zweiter Tag, eine Kapsel: 69,5 kg
Dritter Tag, eine Kapsel: 69,6 kg
Vierter Tag, eine Kapsel: 69.7 kg
Fünfter Tag, eine Kapsel: 70.3 kg
Sechster Tag, eine Kapsel: 69,3 kg
Siebter  Tag, eine Kapsel: 70.9 kg
Achter Tag, eine Kapsel: 69,5 kg
Neunter Tag:  70,4 kg

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Zehnter Tag

Achter Tag

 

References

References
1 Vor Corona habe ich jährlich einen solchen eingelegt; seit Corona leider nicht mehr. Das war zu ändern und wurde mit dem Sonntag, 20.11., geändert. ANH

Medikamentenprotokoll: Lyrica (Pregabalin Zentiva 75mg). Achter Tag. [Krebsfolge-Tagebuch].

(Verschrieben wegen der als Chemofolge eingetretenen Polyneuropathie in den Füßen.
Statt des verschriebenen LYRICA bekam ich in der Gethsemane-Apotheke das gleichwertige PREGABALIN.)

Meinerseits nach Lektüre des → Beipackzettels Bedenken wegen der möglichen, aus meiner Sicht → extremen Nebenwirkungen des Medikaments, insbesondere in Verbindung mit Alkohol. Deshalb Absprache mit der Ärztin: Testlauf mit Beginn des alkoholfreien Monats[1]Vor Corona habe ich jährlich einen solchen eingelegt; seit Corona leider nicht mehr. Das war zu ändern und wurde mit dem Sonntag, 20.11., geändert. ANH eine Woche lang je eine Hartkapsel abends, danach für eine Woche zwei Kapseln, nämlich je morgens und abends. Daraufhin in der Praxis das auch insofern ausgesprochen wichtige Ergebnisgespräch, als LYRICA nicht, gegebenenfalls, einfach abgesetzt werden kann, sondern “ausgeschlichen” werden muß.)

 

Achter Tag (Zwei Kapseln, je eine morgens und abends)

Abermals starkes Betrunkengewesenheitsgefühl beim, nach fünf Stunden Schlafs, Aufwachen um sechs; Wecker verstellt und weitergeschlafen bis halb sieben. Immer noch, doch deutlich linderes Betrunkengewesenheitsgefühl. Aufgestanden und bereits in der Küche an der Pavoni Betrunkengewesenheitsgefühl komplett weg. S c h o n komisch. Das polyneuropathische Kribbeln in den Füßen fast gar nicht mehr; ebenso zurück ist die Trittsicherheit. Ausprobiert: Unterhose mit für jede Durchschlupfseite Stehen auf einem Bein, erst rechts, dann links. Funktioniert abermals erneut, ohne zu mucken. Gewicht: 69,5. Auch komisch, dieses Auf und Ab. Insgesamt bislang:


Erster Tag, eine Kapsel: n/A (ca. 68,5 kg)
Zweiter Tag, eine Kapsel: 69,5 kg
Dritter Tag, eine Kapsel: 69,6 kg
Vierter Tag, eine Kapsel: 69.7 kg
Fünfter Tag, eine Kapsel: 70.3 kg
Sechster Tag, eine Kapsel: 69,3 kg
Siebter  Tag, eine Kapsel: 70.9 kg
Achter Tag, eine Kapsel[2]Die ab diesem Tag, heute, zweite Kapsel wird erst um 10 Uhr vormittags eingenommen.: 69,5 kg

Na gut, nach dieser Tabelle sieht es nicht alarmierend aus; die Gewichtszunahme wirkt moderat. Mal sehen, wie und ob sich die steigende Tendenz bei zwei Kapseln verstärkt, mit denen es ab heute ja losgeht. Gestern abend eine um, wie immer, 22 Uhr, also die zweite heute vormittag um zehn. – Auf meinen Geist hat Pregabalin unterdessen keinen Einfluß mehr, ist jedenfalls mein Eindruck; der THC-Effekt etwa (“Bekifftheitsgefühl”) dieser “Wirklichkeitsaufweichung” ist komplett weg. Wovon ich übrigens auch nichts spüre, sind stimmungsaufhellende Wirkungen, wie der Beipackzettel sie, nun jà, “verspricht”; mir muß man sowas nicht versprechen, schon gar nicht, wenn ich wie jetzt kurz vor dem Abschluß eines langes Romanes steht, jedenfalls seiner ersten Fassung. (Nach etwas Rumeierei gestern dann doch noch plötzlich eine klasse Szene geradezu hingeworfen und Lösungen gefunden, noch lose Erzählfäden miteinander wie aus dem Handgelenk miteinander zu verknüpfen, so daß ich die mir für lange Prosa stets unabdingbare Geschlossenheit erreiche. Aber dazu später im Arbeitsjournal, oder morgen.)

ANH
[France Musique, Concerts Radio France:
Albert Roussel, Sonate pour violon et piano No 2]

***

[12.10 Uhr]
Zwei Stunden nach Einnahme der zweiten Kapsel eine plötzliche, enorme Müdigkeit, so daß ich mich wahrscheinlich gleich für eine Stunde hinlegen werde – eine Stunde früher als normal. Na gut. Und aber es fing auch mit den Wirklichkeitsaufweichungen wieder an, die ich bei abendlicher Einnahme wahrscheinlich kaum bemerke, , weil ich dann ja eh schlafe, sondern wenn, sie erst am folgenden Morgen wahrnahm, und aber da diese Müdigkeit nicht. So tut es momentan richtig gut, daß France Musique contemporaine gerade den reichlich hibbeligen Freejazz von Peter Evans überträgt. Mit dem und diesen Aufweichungserscheinungen verschwimmen mir allerdings die Lettern des Triesttyposkripts selbst als Datei von der Augen. Deshalb, ja, einfach schon mal hinlegen und nach dem dann ganz sicher Schlafen wieder an den Text gehen.

[19.51 Uhr]
Nach dem knapp einstündigen Mittagsschlaf noch immer benommen gewesen – was sich eine Zeit lang hielt, dann irgendwann, als ich zu arbeiten versuchte, sich endlich verlor. Damit kam die Konzentration zurück, und ich konnte, was ich eigentlich erst nach der Triestbriefarbeit tun wollte, meine Rezension zu Peter Giacomuzzis “Briefe an Mimi” schreiben. Sie kostete mich mehr Zeit als geplant, so daß ich an die Briefe dann gar nicht mehr kam, aber vielleicht jetzt noch ein Stündchen an ihnen herumprokeln werde. Wobei das jetzt eigentlich nicht mehr ins Medikamentenprotokoll gehört, sondern ins Arbeitsjournal. Das heute aber nicht geschrieben worden ist, so daß ich’s morgen vielleicht in dem dann entstehenden wiederholen und etwas ausführen werde.
Momentan keine Wirklichkeitsaufweichung mehr. Auch keine Form der Benommenheit. Doch ist in ja zweieinhalb Stunden schon die nächste Kapsel “dran”.

Damit hier für heute genug.
ANH
[Johanna Summer, Resonanzen, ACT Nov 2022 (noch nicht erschienen). Berückend fesselnd.]

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Siebter Tag

 

References

References
1 Vor Corona habe ich jährlich einen solchen eingelegt; seit Corona leider nicht mehr. Das war zu ändern und wurde mit dem Sonntag, 20.11., geändert. ANH
2 Die ab diesem Tag, heute, zweite Kapsel wird erst um 10 Uhr vormittags eingenommen.

Medikamentenprotokoll: Lyrica (Pregabalin Zentiva 75mg). Siebter Tag. [Krebsfolge-Tagebuch].

(Verschrieben wegen der als Chemofolge eingetretenen Polyneuropathie in den Füßen.
Statt des verschriebenen LYRICA bekam ich in der Gethsemane-Apotheke das gleichwertige PREGABALIN.)

Meinerseits nach Lektüre des → Beipackzettels Bedenken wegen der möglichen, aus meiner Sicht → extremen Nebenwirkungen des Medikaments, insbesondere in Verbindung mit Alkohol. Deshalb Absprache mit der Ärztin: Testlauf mit Beginn des alkoholfreien Monats[1]Vor Corona habe ich jährlich einen solchen eingelegt; seit Corona leider nicht mehr. Das war zu ändern und wurde mit dem Sonntag, 20.11., geändert. ANH eine Woche lang je eine Hartkapsel abends, danach für eine Woche zwei Kapseln, nämlich je morgens und abends. Daraufhin in der Praxis das auch insofern ausgesprochen wichtige Ergebnisgespräch, als LYRICA nicht, gegebenenfalls, einfach abgesetzt werden kann, sondern “ausgeschlichen” werden muß.)

 

Siebter Tag (Eine Kapsel abends)

Beim erneut späten Erwachen (7 Uhr) das diesmal ausgesprochen s t a r k e Empfinden, betrunken gewesen zu sein, obwohl ich nun seit schon zehn Tagen keinen Alkohol mehr zu mir nehme; eines allerdings, das sich abermals sofort nach dem Aufstehen verliert. So daß mir mein Körperinstinkt signalisiert, sechs Stunden Schlaf seien immer noch zu wenig. Möglicherweise braucht mein Gehirn für das Medikament, bzw. seine Auswirkungen mehr Verarbeitungszeit. Dem gegenüber kam ich – kam es – gar nicht mehr auf den Gedanken, meine Füße seien irgendwie eingeschränkt –  mithin auf einen an die Polyneuropathie. Erst beim Zubereiten des Latte machiatos merkte ich sie wieder, aber sehr leicht, kein Vergleich mehr zu vor dem Pregabalin. Aber ich kapiere jetzt sozusagen physisch, weshalb der Beipackzettel vor einer Kombination des Wirkstoffs mit Alkohol warnt. Bin mal gespannt, wie es wird, wenn ich, was ich ab heute soll, zwei Kapseln schlucken werde, eine am Abend, die nächste morgen früh. Zu weiteren Körperempfindungen siehe nachher das Arbeitsjournal.
Mein erster Weg nach dem Aufstehen führte wie immer zur Waage (um sofort unter die heiße Dusche zu flüchten, ist es noch nicht kalt genug; ich heize mangels Kohlen ja nicht und habe jetzt auch keine Lust mehr, ihretwegen dauernd in Warteschleifen zu hängen, um danach sowieso abschlägig beschieden zu werden). Heute wieder über 70, sogar fast 71 kg, exakt 70,9.  Das Zunehmen geht also, anders als gestern gedacht, weiter. Vielleicht esse ich nun mal weniger, versuche nicht mehr, unbedingt auf sechs Mahlzeiten täglich zu kommen, sondern das erst, wenn ich wieder mit dem Kraftsport anfangen werde; da gestern die zweite Erweiterung des Tattoos gestochen wurde (die noch überhaupt nicht juckt, wahrscheinlich a u c h des Pregabalins wegen), werde ich damit aber zehn Tage warten müssen, drei Tage länger, als diese Testreihe noch dauern soll, deren Ergebnis bislang ist, daß die Polyneuropathie während des Tages kaum mehr eine Rolle in meinen Wahrnehmungen spielt. Bislang leistet Pregabalin also durchaus, was es soll. Die Frage wird sein, wie balanciere ich das Mittel mit meinen übrigen Gewohnheiten aus, wenn ich, zum Beispiel, ab dem Abend des 20. wieder meine Flasche Wein trinken werde. Was ich tun will. Und wie, wenn ich tatsächlich wieder mit dem Sport anfange.

ANH
[France Musique contemporaine:
Jesper Nordin, Emerging fro currents and waves pour clarinette,
orchestre et dispositif électronique en tems réel]

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Sechster Tag

 

References

References
1 Vor Corona habe ich jährlich einen solchen eingelegt; seit Corona leider nicht mehr. Das war zu ändern und wurde mit dem Sonntag, 20.11., geändert. ANH
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