Putin und die Omertà ODER Dr. Exkanzlerbergers Badereise. Viertes Bändchen, “Die Waschung”.

 

Cu è surdu, orbu e taci,
campa cent’ anni ’mpaci.
[1]Wer taub, blind und stumm ist, lebt hundert Jahre in Frieden.

Proverbio siciliano
Ich kann alles verzeihen außer Verrat.
Vladimir Putin[2]In einem Fernsehinterview im März 2018

I s t sie das, die “Sache” — also schiefgelaufen? Wenn ja, für wen (und für wen n  i c h t)? Dr. Exkanzlerbergers so langes Schweigen zu Putins Aggressionskrieg und nach wie vor an seinen russischen Posten festzuhalten galt der Erhaltung seines Reichtums? Weshalb betete seine fünfte Frau? Um was? Auch sie um ihren Wohlstand? Das Ehepaar hat genug auf der Kante. Darum konnt’ es also nicht gehen.

Putin, dessen Machtergreifung Schritt um Schritt → den Strategien Mussolinis folgte, hat eines aber anders gemacht, nämlich nicht die Mafia zum Erzfeind erklärt – der “Duce” wohl anfangs → aus eitlen Gründen, die dem Pragmatiker Putin egal warn – und unerbittlich sie verfolgt sowie sie schließlich zerschlagen (erst die USA setzten nach dem Einmarsch ins faschistische Italien die Repäsentanten der Mafia – in Kampanien der Camorra – wieder ein – aus vor allem adminstrativen Gründen[3]Es kann aber sein, daß → Lucky Luciano da mitgewirkt hat.), sondern sich nicht nur ihr verbündet, in diesem Fall der russischen Mafia, vielmehr sich zu ihrem Paten gemacht, vor dem jeder Gefolgsmensch ein Gelübde ablegen muß, quasi den Treue- und Schweigeschwur leisten, den der Begriff der Omertà konzentriert.

Der Initiationsritus der Cosa Nostra folgt, etwas verkürzt, → diesem Muster:

Der Adept “geht auf seinen Putin zu, der ihm ein Kärtchen mit einem Bild der Verkündigung in die Hand drückt, deren Festtag der 25. März ist, aber auch der Festtag der Cosa Nostra. Mit einer entschlossenen Geste schneidet er die Fingerspitze des ihm dargebotenen Fingers ab und lässt das Blut auf das heilige Bild tropfen, bevor er es in den Händen des Anwärters belässt. Dann sagt er: “Du darfst niemals unsere Geheimnisse verraten. Man betritt die Cosa Nostra mit Blut und man verlässt sie nur durch Blut”.[4]“Non dovrete mai tradire i nostri segreti. Si entra in Cosa Nostra con il sangue”
Dann zündet der Putin das heilige Bild an, und der Eingeweihte, der den durch die Flamme verursachten Schmerz beherrscht, wiederholt: “Ich schwöre, niemals die Gebote der Cosa Nostra zu verraten. Sollte ich sie jemals verraten, so möge mein Fleisch brennen wie dieses heilige Bild. Wir sind ein und dieselbe Sache. Unser Ding. Cosa Nostra”.[5]”Giuro di non tradire mai i comandamenti di Cosa Nostra. Se mai dovessi tradirli , che le mie carni brucino come quest’ immagine santa. Noi siamo una sola e medesima cosa . La nostra cosa. Cosa … Continue reading

Bei der Camorra wiederum sitzen alle Anhänger

“im Schein einer Kerze um einen Tisch, auf dem ein Dolch, eine geladene Pistole und ein Glas mit vergiftetem Wein liegen. Der Camorrist-Kandidat wird mit dem Dolch in den Arm getroffen. Dann schwört er Gehorsam, Loyalität und Diskretion, während er seinen blutigen Arm hält. Nunmehr nimmt er die Pistole und richtet sie auf seine Schläfe, während er mit der anderen Hand das vergiftete Glas an seine Lippen führt. Nachdem er ihn auf die Knie gezwungen hat, legt der Putin ihm die Hand auf den Kopf und reicht ihm den Dolch.[6]Es ist bezeichnend und erinnert deutlich an des Diktators Nähe zur russisch-orthodoxen Kirche, wie sehr diese Szene der durch JHWE abgebrochenen Opferung Isaaks ähnelt (Genesis 22, → 1-19 Dann wendet er sich an die Anwesenden und ruft: “Erkennt den Mann! So werden Putinisten geboren.”[7]“Riconoscete l’ uomo! Così nascono i putinisti.”

Schwieg Dr. Exkanzlerberger, weil er um die Tötungen[8]Igor Domnikow, Iskander Chatloni,Sergej Juschenkow, Jurij Schtschechotschichin, Paul Klebnikow, Anna Politkowskaja, Alexander Litwinenko, Stanislaw Markelow, Natalia Estemirowa, Sergej Magnizki, … Continue reading wußte, die ein Bruch der Omertà zweifelsfrei zur Folge hat, und reiste nach Rußland, um – nach seiner Kommunion vor Jahren – den Treueschwur zu firmen? Dann wäre Melnyks von der Frankfurter Rundschau zitierte und anderer Medien Ansicht falsch, die “ganze Sache” sei schiefgelaufen. Denn Dr. Exkanzlerberger, zurückgekehrt, lebt. So hat denn seiner Frau Gebet am Ende doch geholfen.

Freilich etwas ganz anderes wär’ es gewesen, wenn ich im Punkte des Ekels den zarten Wieland zum Muster genommen hätte und, wie er (…) auf einer Vignette, statt unseres Exkanzlerbergers, dem über nichts übel wird, einen Leser hätte aufgestellt, der sich über den Doktor und das Gelesene öffentlich erbricht. Aber zum Glücke ist im ganzen Werke von allen Lesern kein einziger in Kupfer gestochen und kann also die andern auf dem Stuhle seßhaften nicht anstecken.

Dr. Exkanzlerbergers Badereise, Vorrede zur zweiten Auflage
Jean Paul Fr. Richter, Baireuth, den 16. Oktober 1822

References

References
1 Wer taub, blind und stumm ist, lebt hundert Jahre in Frieden.
2 In einem Fernsehinterview im März 2018
3 Es kann aber sein, daß → Lucky Luciano da mitgewirkt hat.
4 “Non dovrete mai tradire i nostri segreti. Si entra in Cosa Nostra con il sangue”
5 ”Giuro di non tradire mai i comandamenti di Cosa Nostra. Se mai dovessi tradirli , che le mie carni brucino come quest’ immagine santa. Noi siamo una sola e medesima cosa . La nostra cosa. Cosa Nostra!.”
6 Es ist bezeichnend und erinnert deutlich an des Diktators Nähe zur russisch-orthodoxen Kirche, wie sehr diese Szene der durch JHWE abgebrochenen Opferung Isaaks ähnelt (Genesis 22, → 1-19
7 “Riconoscete l’ uomo! Così nascono i putinisti.”
8 Igor Domnikow, Iskander Chatloni,Sergej Juschenkow, Jurij Schtschechotschichin, Paul Klebnikow, Anna Politkowskaja, Alexander Litwinenko, Stanislaw Markelow, Natalia Estemirowa, Sergej Magnizki, Boris Beresowski, Boris Nemzow, Selimchan Changoschwili. Nach Attentaten noch am Leben sind Wladimir Kara-Mursa und Sergei Skripal.

Es ist einfach nur noch schaurig. Die Anatomie des Krieges (3), nunmehr – in Selinskyjs gestriger (16.3.) Ansprache vor dem US-Kongress – nicht nur die Sprache der Helden, (2)

sondern entsetzlicherweise auch ihre — “Musik”:

Nämlich der pure Kitsch. Der unter diese grauenvollen Bilder gelegt ist. Soll er sie uns erträglich machen und denen o h n e ein feines Gehör angenehm sogar?
Vor dem gesamten Kongreß.

Es ist ein brutalster Schlag ins Gesicht → solcher Trauer:

]

________________________________________
[Wir müssen uns nur die Bild-/Tonmonteure vorstellen,

die im Studio diese Aufnahmen mit einem solchen Kitsch
unterlegen. Und schon “verstehen” wir den Krieg: nämlich
auch als → Kulturindustrie, die dem Markt selbst das Ent-
setzen
aufzuschlotzen gibt und hier der Kriegsrhetorik dient.]

Ukraine-Dialoge VI: Bersarin/ANH (1). Darin unter anderem auch zu, auf ukrainischer Seite, rassistisch-nationalistischen “Kämpfern” mit Deckung der Regierung.

[Nachgetragen, da → anderes vordringlich wurde.
Siehe auch → in Aisthesis heute.[1]Bersarin spiele mit dem Gedanken, die NATO massiv eingreifen zu lassen, aber ohne Hoheitskennzeichnung der Kombattanten. Der verlinkte Text ist meine Entgegnung.
ANH, 4. März]

Sonntag, 27. 2. 2022 | 1.43 Uhr

Bersarin
Auch das ist eine Möglichkeit: Partisanenwiderstand aus ganz Europa:

Sonntag, 27. 2. 2022 | 6.52 Uhr

ANH
In ganz Europa, denke ich, nicht. A u s ganz Europa aber vielleicht und in der Ukraine ziemlich gewiß. Vorausgesetzt, es kommt nicht wirklich zum europäischen Flächenkrieg. Sollte Finnland jetzt in die NATO gehen oder sollte es sogar die Ukraine[2]Anträge haben  jetzt auch Georgien und Moldawien gestellt; saugefährlich in der jetzigen Situation. ANH 4.3.22 tun, hätten wir ja den Bündnisfall. Dann wird man nirgendwo von einem Guerillakrieg mehr sprechen können, da ohnedies erst einmal die Bombengeschwader ausrücken würden. Die ersten drei Ziele: Berlin, London, Paris. (Ein Europa der Regionen wäre weniger schnell verwundbar.)

Bersarin
Ich denke, daß zumindest die Ukraine nicht in die NATO kommen wird, weil die NATO nach ihren Statuten keine Länder aufnimmt, die in aktuelle Konflikte verwickelt sind – so meine ich gelesen zu haben. Aber es könnte mit diesem Krieg gegen die Ukraine immerhin ein Zeichen gesetzt werden, daß solche Annektionen eines Landes mit einer demokratisch gewählten Regierung und eines Landes, das souverän ist nicht durchgeht.

ANH
Es ist denkbar, die Statuten zu ändern, wäre aber in diesem Fall nicht klug, weil wir dann sofort a l l e im Krieg wären – und was für einem, haben → Sie ja selbst geschrieben. Problematischer, weil sehr schnell konkret, könnte es im “Falle” Finnlands sein. Daß, solange die Nato sich nicht militärisch rührt, also gegen Rußland, auch das Baltikum derzeit in Gefahr ist, glaube ich nicht; doch ist dies in der Tat ein Glauben. – Seltsam, übrigens, daß ich bei “russischer Föderation” immer automatisch an die “Föderation der Vereinten Planeten” denken muß, Raumschiff Enterprise. Diese Föderation hat sich Frieden und Kooperation ja auf die Fahnen geschrieben. Welch ein Kontrast zu Rußland – und eben nicht nur jetzt erst. Wobei friedliche Koexistenz auch bei der Planetenföderation tatsächlich ja nie richtig geklappt hat.

Montag, 28. 2. 2022 | 11.23 Uhr

ANH
Lieber Bersarin, ich würde gerne auch mit unseren Ukraine-Dialogen machen, was ich vorhin >>>> mit Kaleb Utechts gemacht habe.Wären Sie einverstanden? Die Links würde ich dann aber nicht auf Facebook, sondern auf Ihre eigene Site legen.

Bersarin
Lieber Herr Herbst, sehr gerne. Und ich würde auch, sofern Sie gestatten und diese Form ausführen wollen, meine Antwort nochmal überarbeiten. Es sei denn, es soll so wie es ist, publiziert werden. Aber auf alle Fälle können Sie es wie Sie mögen publizieren-

ANH
Nein nein, wenn Sie überarbeiten mögen, tun Sie das. Denm Text würde ich eh erst morgen einstellen, für heute ist der jetzige und am Abend ein weiterrr Dialog vorgesehen, der auch schon für Die Dschungel formatiert ist. – Haben Sie in dem Utecht-Dialog (Dschungel, nur dort) meine letzte Bemerkung gelwesen? Das mit dem → Regiment Asow ist in der Tat furchtbar – weil es Putins “Entnazifizierung” rechtfertigt, auch wenn es “nur” um eine rassistische Mördertruppe von 2500 Mann geht. Doch sie “handelt” in ukrainischem Auftrag. Ich habe es in Der Dschungel verlinkt.

Bersarin
Ich habe es bereits gesehen. Nennen muß man es in der Presse, weil es ansonsten wieder zur Kritik kommt, es werden Dinge verschwiegen. Allerdings sollen meines Wissens auch auf der russischen Seite im Donbas neonazistische Organisationen mitmischen. Andererseits denke ich eben auch, daß die Ukraine sich in einer solchen Lage nicht die Position eines Rechtsstaates wie in Deutschland (mit all seinen Tücken freilich ebenfalls) wird leisten können. Vor allem da, wo jeder Mann, jede Frau gebraucht wird. Was freilich nicht rechtfertigt, → mit Nazis zu kollaborieren.[3]Auch als PDF: Rechtsextremismus_ Polizei in Deutschland warnt Rechtsextremene vor Ausreise _ ZEIT ONLINE

ANH
Ja, es ist heikel, sehr heikel. Und ich denke mal. daß die Presse diesen Trupp aus ähnichem Grund verschweigt, wie sie sich Ewigkeiten zu schreiben gesperrt hat, daß hinter manchen Übergiffen auf Frauen muslimische Flüchtlinge steckten. Es geht nicht um Wahrheiten, sondern darum, die öffentliche Meinung manipulativ zu lenken, weil man z.B. kein weiteres Erstarken der AfD will. Was ich verstehen kann, aber als Rechtfertigung nicht akzeptiere.

Bersarin
Sehe ich ganz genau so. Gerade auch im Blick auf Übergriffe. Aber ich denke, daß das ein großer Fehler ist und den Leuten am Ende auf die Füße fällt. Denn Probleme, die man nicht benennt, verschwinden ja nicht, sondern sie brödeln unterschwellig. Bis es aufbricht und das fliegt einem dann meist um die Ohren

ANH
Eben. Dieselbe Dynamik, wie sie in Freuds Konzepz der Verdrängung wirkt. Das Unheil kommt an komplett unerwarteter Stelle wieder hervor – aber so, daß man in aller Regel es gar nicht mehr auf die Ursache zurückführen kann, es sei denn durch die Psychoanalyse.

Bersarin
Das ist eine gute Parallele. Das Manifestwerden des Latenten, der Einbruch des Verdrängten in die Realität und Wirklichkeit unserer Lebensverhältnisse – sei das gesellschaftlich oder im Individuum.

***

[Siehe auch → in Aisthesis heute.]

 

References

References
1 Bersarin spiele mit dem Gedanken, die NATO massiv eingreifen zu lassen, aber ohne Hoheitskennzeichnung der Kombattanten. Der verlinkte Text ist meine Entgegnung.
2 Anträge haben  jetzt auch Georgien und Moldawien gestellt; saugefährlich in der jetzigen Situation. ANH 4.3.22
3 Auch als PDF: Rechtsextremismus_ Polizei in Deutschland warnt Rechtsextremene vor Ausreise _ ZEIT ONLINE

“Wir kommen da mit sauberen Händen nicht mehr heraus”: Deutschlands zweite – der Bundesrepublik – quasi Wiederbewaffnung, nun atomar? Im Nichtarbeitenkönnenjournal des Sonntags, den 27. Februar 2022.

[Arbeitswohnung, 15.40 Uhr]

Ans Arbeiten ist nicht zu denken; statt dessen von → Scholzens Regierungserklärung an die Parlamentsdebatte verfolgt – wobei es schon  erbärmlich ist, daß die technische Ausstattung des Reichstagsgebäudes nicht nur keine störungsfreie live-Übertragung zuläßt, sondern die Störungen sich in permanenten Wiederholungen des bereits Gesagten und Gezeigten manifestieren, manchmal so, daß jemand denken könnte, hier werde mit Absicht geschnitten, und zwar durchaus nach rhetorischen Maximen. Außerdem erschrak ich, weil ich ausgerechnet Alice Weigel, einer, wenn nicht der AfD-Frau, in einem Punkt zustimmen mußte, was nämlich die Mitschuld des Westens, namentlich der NATO, an der Ukraine-Katastrophe anbelangt, ein Thema, um das sonst fast alle einen Riesenbogen des Nichthinsehens schlugen. Wobei die Frage nach eigener Schuld im Augenblick ziemlich unwichtig ist. Es mag Mitschuld sein, aber nicht ein Verbrechen, wie es diese russische Invasion ist. Putin hat sogar die Atomstreitkäfte in Bereitschaft versetzt – las ich im → Newsblog der ZEIT, der in meinem Arbeitscockpit dauerhaft auf dem linken großen Screen mitläuft. — Nein, an meine Arbeit ist nicht zu denken. Oder zu denken s c h o n, aber sie kommt mir müßig, ja objektiv ohne jedes Interesse vor, das jemand noch, selbst ich, an Laupeyßers Schicksal haben könnte. Es ist wohlfeil. Mein Roman ist zur Zeit komplett überflüssig, ein lächerlicher Luxus sichselbstfindender Sentimentalität.
Kurz auch überlegt, an der großen → Demonstration teilzunehmen, es aber schnell wieder verworfen und die Parlamentsdebatte gewählt. Ich brauche meine eigenen Gedanken, die ich nicht in skandierten, gar mitskandierten Massenchören untergehen lassen will, zumal mit ihnen, anders als in Rußland, für die Teilnehmer nicht der Pups einer Gefahr verbunden ist. Gut, es mag ein Zeichen der Solidarität für die Ukraine sein, aber mich wohlfühlen, weil ich mit so vielen “auf der richtigen Seite” stehe, ist etwas, das ich ablehne. Für mich, bitte nicht mißverstehen; anderen Menschen ist, zu einer Gruppe zu gehören, die auch das Überich beruhigt, ganz sicher wesentlich. Für mich war es das nie und wird es auch nicht werden. Wär es indessen gefährlich, grad für jede und jeden persönlich, hätte ich mich anders entschieden und wäre gegangen. Vermute ich, weiß es aber nicht. Doch war, mich meiner Angst zu beugen, noch niemals meine Stärke. Egal.
Also Weidel. Furchtbares Erlebnis für mich. Die anderen Beiträger der AfD waren voraussagbar entsetzlich, da war ich wieder (etwas) beruhigt. Imponiert allerdings hat mir, als einzige Rede, Robert Habecks Ansprache (anklicken, dann können Sie sie hier anschauen):

S e h r imponiert, nicht nur, weil ich ihm so zustimme, sondern weil das Video zeigt, wie jemand gegen seine tiefste Überzeugung sie relativieren und ideologisch sogar umschwenken muß. Ich habe vor so etwas höchste Achtung. Sein Satz “Wir kommen aus dieser Sache mit sauberen Händen nicht mehr heraus” wird Geschichte werden, ist es schon. W i e schmutzig sie werden könnten, zeigten einige Beiträge zur, inklusive wahrscheinlicher  Wiedereinführung der Wehrpflicht, beschlossenen Aufrüstung der Bundeswehr (mit einem Fonds von 100 Mrd. €) … zeigten einige Beiträge, die mehr oder minder verdeckt auch mit atomarer Bewaffnung flirteten. Ich weiß, das Wort, “flirten”, ist unangemessen, sogar stillos, aber ich kann mein Erschrecken nur euphemistisch ertragen. Schlimm indessen war auch → Merz, um von Dobrindt, den ich deshalb nicht verlinke, am besten zu schweigen (Weidel verlinke ich trotz meiner teilweisen Zustimmung erst recht nicht. Der heutige Kotau der AfD vor einem Massen- und Völkermörder ist schlichtweg widerlich. Bei Markus Söder, den ich genauso wenig mag, wär Weidel besser aufgehoben und diente ihrer Wählerschaft mehr, als daß sie sie Observationsobjekte des Bundesverfassungsschutzes werden läßt.)

Wozu also momentan Dichtung? Meine Zweifel, Freundin, sind riesig. Die russische Armee kommt nur schleppend voran, die Ukrainer schlagen sie immer wieder, einstweilen, zurück. Aber eben “noch”. Deutschland unternimmt eine historische Kehre und liefert dem bedrohten Volk nun doch deutsche Waffen.
Ein Dammbruch nach dem anderen. Lindner, dessen Rede mäßig war, eher noch bürokratisch, bricht mit seinem versprochenen Sparkurs – eben für die Aufrüstung. Er kriegte den Stock nicht aus dem Arsch, der, jener, bis in den Hals hinaufstak. Und den hab ich gewählt! – Dagegen, in ihrer Leidenschaft sowohl an- wie berührend und beklemmend, Britta Haßelmann:

“Kiew ist von Berlin so weit entfernt wie Rom.” Dringlicher läßt es sich nicht sagen. → Parallalie lebt in Amelia knapp neunzig Kilometer nördlich. Ich spüre zunehmend deutlich den Abgesang, der → die Béartgedichte sind, am Ende einer Ära. Doch das, was melancholisch war, ist nun angstbesetzt, und voll wutpraller  Trauer. Es will sich die Utopie nicht erheben, die russischen Soldaten desertierten (eine Idee, auf die mein Arco-Verleger kam), alle, gemeinsam; sie bleibt am Boden, diese Utopie, und zittert da vor Lebensnot. So verschaffen sich die Körper doch wenigstens Wärme. Ihre russischen Mütter, die Väter daheim haben dieselbe Angst wie die ukrainischen. Und je deren Brüder, Schwestern, Freundinnen und Freunde. (Indem ich hier tippe, verlier ich ein bißchen meine Unruhe, die auch daher rührt, daß ich so vieles, in → Anderswelt, vor allem in Thetis, vorhersah. Unter anderen Vorzeichen freilich.)

 

[Unterbrechung: Videotelefonat mit der Löwin]

 

Alles in mir dreht sich um die Ukraine und letztlich um Europa, das ich derart liebe, und nun den grundsätzlichen Paradigmenwechsel nicht nur der deutschen Politik, sondern auch unseres deutschpolitischen Selbstverständnisses nach dem Zweiten Weltkrieg und deutscher Verantwortung: was sie bedeute. “Nie wieder Krieg!” – dieses auch für mich unbedingte Manifest, das lebenslanges Bekenntnis war, wurde auch in der heutigen Parlamentsdebatte zu einer lächerlichen Maxime, die zu verhöhnen direkt zu spüren war, wie manche Redner es genossen. Fast spür ich sie, nur entsetzt, ganz genauso. Nicht die Spur billig Selbstbestätigtseins in mir – anders als in einigen Reden namentlich aus den Reihen der “christlichen” Parteien. Sondern ich empfinde, was soeben geschieht, als einschneidender, ja gar nicht damit auch nur vergleichbar,  als damals den → Nachrüstungsbeschluß, der Anlaß eines der wenigen Male war, daß ich an Demonstrationen teilnahm (und prompt verhaftet wurde). Damals habe ich noch gedacht, unsere Proteste würden etwas bewirken. Unterm Strich habe ich gelernt, daß gewaltfreie Demonstrationen zu gar nichts führen und solche mit Gewalt oft das Gegenteil dessen bewirken, was sie erreichen wollen. Die meisten Demonstrationen waren, nach meinem Erleben, Selbstfindungs und -bestätigungsakte. Auch deshalb ging ich heute nicht hin. In Rußland ist das anders; dort wird eigenes plötzlich-Verschwinden riskiert. Es ist das Gegenteil jeglichen Wohlfeilseins. Wobei wir, in einem noch derart gläubigen Land, die russisch-orthodoxe Kirche hinzudenken müssen, der, wer an der Macht ist, für von Gott dort hingesetzt gilt. (Deswegen das ukrainische → Schisma). In Rußland ist ziviler Ungehorsam auch innerhalb der eigenen Familien- und anderen Sozialgebilde stets  blasphemisch Tabubruch. Hier hat man Joints danach geraucht, tut es vielleicht jetzt noch.

  • Nichts, übrigens, gegen Joints. → Liligeia hat mich gelehrt, für THC recht dankbar zu sein, zumal es jetzt bei mir auch wirkt. Was jahrzehntelang nicht so war. Weshalb die Veränderung, darüber hat klug mein Sohn mich in Kenntnis gesetzt.

(Eigentlich eine Idee grad, im Döschen ist noch a bisserl. Doch nein, ich schieße mich jetzt nicht weg. Zumal ich grad gerne in der letzten Vorstellung von → Janáčeks Makropulos säße; da es mein drittes Mal wäre, hab ich nicht gefragt.

Musik ist Erlösung auf Zeit.)

Die Putin-Riege droht mit Atomwaffen, Jen Psaki kontert, dreiundzwanzig Minuten ist’s her: “Wir haben die Fähigkeit, uns zu verteidigen.” Laut dem Bericht der ZEIT (in deren Übersetzung).
Der Schrecken wird Kalkül. In Deutschland ebenso – nicht dem vor ’45.

 

Letzte Nachricht, bevor ich dies hier erstmal beschließe: Auch Schweden liefert nun Waffen. Auch dort ist es ein Dammbruch. (Ein Problem dabei, wenn geschieht, was ich befürchtend → schon formulierte: Unterliegt die Ukraine dem Völkerrechtsverstoß, wie ich’s für wahrscheinlich halte (und wäre dankbar, sehr, würd ich eines dann wirklich Besseren belehrt), geht alles Material ins Eigentum des putinrussischen Großmachtstrebens über – daß dann ein “Streben” nicht mehr ist.)

ANH

[19.06 Uhr]

Verloren. Das eigentlich-nicht-wirklich-Arbeits-, eher Sorgejournal des Freitags, den 25. Februar 2022. Unmittelbar vorm Fall der Ukraine.

[Arbeitswohnung, 8.49 Uhr
Keine Musik, draußen nur sehr gelegentlich ein Vogelzwitschern,
der Amselhahn hat geschwiegen, als wäre auch er der Ahnungen voll.]

Jedes, aber auch jedes Gespräch wie fast auch jeder Gedanke handelt von Rußlands Ukrainekrieg. Auf meine – ohnedies mühsame – Arbeit kann ich mich so gut wie nicht konzentrieren; anders als früher gelingt es mir nicht, die kreative imaginäre Mauer um mich zu errichten. Das hat auch mit persönlichen Sorgen zu tun. Ein Freund, den ich gestern abend traf, erzählte, Finnland und Schweden hätten bereits um Aufnahme in die NATO ersucht – was Putins Argumentation einer Rußlands Sicherheit bedrohenden Einklammerung in die Hand spielen und ihm ein zusätzliches nachträgliches Alibi für seine völkerrechtswidrige Invasion zuspielen würde. Als ich heute morgen recherchiere, finde ich, halb zu meiner Erleichterung, halb zu meiner nun besonderen Sorge, daß diese NATO-Information nicht stimmte. Weißgöttin, woher der Freund sie hatte.
Ist auch erst mal egal.
Die Bedrückung ist derart groß, daß ich mich sogar mit meinem Arco-Verleger beinahe zerstritt. Er warf mir vor, ich sei der russischen Propagando aufgesessen, weil ich meinte, in Sachen NATO-Osterweiterung habe Putin recht. Meine ich nach wie vor. Das läßt aber den Einmarsch in die Ukraine und den nun dort – noch nur dort – brandenden Krieg nicht entschuldigen; die Invasion ist und bleibt ein Verbrechen, das ein Völkermordverbrechen zu werden droht. Dennoch muß ich konstatieren, daß wir – also der Westen – an den Geschehen mitschuld tragen. Das ungute Amalgam aus angeblicher Vertretung demokratischer Werte bei gleichzeitiger, durchaus hämischer Muskelspielerei nach dem Fall der Sowjetunion (was, wie ich gestern schon erzählte, der Profi ein “Nachtreten” nannte) sowie Primat von Wirtschaftsinteressen hat mit in die jetzige furchtbare Situation geführt; ich will es sogar schärfer formulieren: Nicht er schiebt die russischen Sicherheitsinteressen als Albi für seine brachiale Großmachtpolitik vor, sondern dieses Alibi haben wir ihm gegeben. Er greift nur zu. Daß er ein Mörder sogar in großem “Stil” ist, wußten alle, siehe Tschetschenien. Aber alle haben Vespasian, also → pecunia non olet, gespielt. Uns war die funktionierende Heizung daheim schon immer näher als die Freiheit, gar die Menschenrechte, jedenfalls der anderen. Ich nehm mich da nicht aus.
Wie auch immer, ich säße, behauptete er, Putins und seines Machtapparates Propaganda auf, er selbst habe dagegen gesicherte Informationen. “Ah?” fragte ich zynisch. “Du hast Kontakte zum Geheimdienst?” – Wirklich bin ich restlos irritiert, wie alle immer besserwissen, die imgrunde gar nichts wissen oder wenig, weil wir doch glauben müssen, alle wir, was uns erzählt, zu lesen vorgelegt usw. wird. Oder wir verlassen uns auf Zeugen, obwohl wir wissen, daß Zeugenschaften selbst bei Verkehrsunfällen kaum verläßlich sind. Ja, auch ich weiß nicht, kann mich nur auf mein eigenes Nachdenken stützen und daraus abgeleitet formulieren. Dafür abgekanzelt werden mit “du sitzt der Propaganda auf” inszeniert rhetorisch ein Gefälle, dessen Oben selbst nichts als Ideologie, bzw. Glaube ist.
Ich unterbrach das Gespräch; es hatte keinen Sinn.
Wir haben seitdem nicht mehr gesprochen.

Die Ukraine ist, denke ich, bereits verloren. Da Putin ziemlich unverblümt, aber ohne den Begriff selbst in den Mund zu nehmen, für den Fall einer Einmischung von außen mit einem Atomschlag gedroht hat, scheint es mir gewiß zu sein; es wird nicht mal lange dauern. Gestern abend, mit den Freunden, sagte ich spontan: “Wahrscheinlich ist Kiew bereits am Sonntag in russischer Hand” – und damit die gesamte Regierung gestürzt. Griffe der Westen vorher militärisch ein, gar mit direkten Kriegshandlungen, stünde Europa-insgesamt in Flammen. Die NATO wird sich hüten und also Putin neue geopolitische Fakten setzen. Die Frage dann wird sein, rückt er auch in Finnland ein. Putin aufhalten könnte nur die NATO, aber um das Risiko eines dritten Weltkriegs. Es gäbe dann n u r noch Verlierer, egal, wer “gewinnt”. Es ist Putin zuzutrauen, daß er es drauf ankommen läßt, der imgrunde die Genealogie der “großen” Herrscherdynastien fortsetzt, nämlich der Cäsaren; daß er kein Demokrat ist, war von seinem Aufstieg an bekannt. Die auch wir, wenn sie “auf der richtigen Seite” standen, ja unsrerseits verehren, obwohl auch sie, letztlich, ganz wie Putin handelten, also prinzipiell. Dennoch wird bei uns im Lateinunterricht nach wie vor Cäsar gelesen und also gelehrt: Noch immer werden im Lateinunterricht seine Commentarii de bello Gallico behandelt, und zwar affirmativ; und Cicero ist oft nicht besser. Erinnern Sie sich, Freundin, daß selbst der Begriff “Zar” eine Ableitung von “Cäsar” ist, ebenso wie “Kaiser”? Das wirkt alles fort, etwa in Putin, der sich auf → Alexander III nicht nur bezieht, sondern ihn in sich auferstehen zu lassen versucht. Was ihm soeben gelingt.
Begännen wir statt dessen, in den Schulen, mit Ovid, namentlich der Ars amatoria, wäre vieles gewonnen. Doch müßten wir Heutigen ja vorher eine “Trigger”-Warnung herausgeben, weil sich einige Schülerinnen und Schüler von so viel Sex gefährdet fühlen könnten, ein schweres Trauma zu erleiden. Dann guck ich nur nach Rußland und schüttle verzweifelt, um nicht höhnisch zu lachen, den Kopf. Das Schicksal dekadenter Gesellschaften ist uns seit langem, langem bekannt. Selbst wenn es ihrerseits Imperien waren. Übrigens geht in ihnen auch die Zeugungsfähigkeit massiv zurück. Die Reproduktionsideologie der Gendercorrecten setzt eh schon längst, obwohl sie’s nicht weiß und, wenn, dann bestritte, auf Gentechnologie.

Klar ist jedenfalls, daß in diesem neuen ersten-wieder europäischen Krieg (nach Jugoslawien), Rußland der Aggressor ist, keine Frage, doch mitmotiviert von und mitbegründet durch unsere eigene Politik. Wir, der Westen, haben gedacht, es wird so schlimm schon nicht kommen, und vergessen, daß, wenn etwas schlimm werden kann, es schlimm auch w e r d e n wird. Stets. Unsere Diplomatie, rundweg, hat versagt. Dazu kommt unsere objektive Schwäche – das, was ich Dekadenz nenne -, eine vermeintliche oder tatsächliche, im jedem Fall lächerliche, siehe “Trigger”, Überempfindlichkeit Einzelner, während nebenan schon der Vulkan bebt. Das Gendersternchen nämlich spürt das Erzittern der Erdkruste nicht, und wenn es es wahrnimmt, hat sich der Boden schon geöffnet und saugt in seine klaffende Klamm, was ist. Ich möche mal einen “Woken” jemandem gegenüberstehen sehen, der auf ihn anlegt. Möcht ich selbstverständlich nicht, es ist ein böses Gedankenspiel, das allerdings ziemlich plötzlich wirklich werden könnte. Unsere Empfindlichkeiten werden dem Aggressor so ziemlich am Arsch vorbeigehen, im Zweifelsfall einer Soldatin, einem Soldaten, die und der a u c h nur überleben, irgendwie heil aus dieser Scheiße wieder herauskommen will. Und deshalb schießen – töten – muß und vielleicht sogar in den – aus Selbstschutz! –  Blutrausch gerät. Wer – imgrunde motivlos, weil von Befehlen geleitet – mordet, tötet auch seine eigenen Werte. Die eigene innere Wahrheit ist genauso in Gefahr wie die zu Erschießenden. Das läßt sich bewußt nicht ertragen, also schaltet das ÜberIch ab und u m, im Töten, auf Instinkt — auf das → ES. Schlimmstenfalls setzt der perverse Prozeß ein. Dann haben wir → My Lai. Uns selbst, jedem von uns, kann das widerfahren, sowohl als Opfer wie als Täter, je nachdem, wohin Glück oder Unglück uns gestellt hat – “geworfen” nennt es die Existentialphilosophie.

Ja, ich halte die Ukraine für an Rußland verloren. Was für Rußland möglicherweise einen jahrelangen Gurillakrieg im dann eigenen Haus bedeutet; es gehen, las ich vorhin, schon Planspiele des Westens um, solche Kämpfer – die in anderem Zusammenhang von uns “Terroristen” genannt und dann von Rußland tatsächlich so genannt würden – zu währender Destabilisierung des autokratischen, tatsälich wohl eher neufeudalistischen Systems mit Waffen zu versorgen. In sowas waren besonders die USA immer gut, auch sie am Völkerrecht nicht nur knapp vorbeischrammend oft.

Die Frage, die uns bald umtreiben wird, wird lauten: Hätte diese Invasion verhindert werden können? Darum wird man sich jahrelang, vielleicht über Jahrzehnte streiten. Ich glaube: Ja. Hätte der Westen, hätten also wir, sich nicht derart triumphierend aufgespielt, daß es an Hämischsein grenzte, und statt dessen, was gute Diplomatie auszeichnet, die Probleme Rußlands mitbedacht und berücksichtigt. Man hätte die Anrainerstaaten zur Neutralität verpflichten müssen – was nicht bedeutet hätte, sie nicht in die EU aufzunehmen, aber sehr wohl, ihnen den Zutritt zur NATO zu verwehren. Dann hätte sich ein weicher Puffer um Rußland gelegt, der zur Inszenierung einer Bedrohungskulisse nicht geeignet gewesen wäre. Sondern er wäre, wie zwischen Weltall und Raumschiff, ein Kranz von Schleusen gewesen von sogar weltpolitischer Bedeutung. Was für diese Länder einen enormen, und zwar berechtigten Prestigegewinn bedeutet hätte, für die NATO allerdings, eben nicht auf Muskelprotzerei zu setzen, bei der sich Putin, ikonografisch, längst besser hervortat, da auf dem Pferd mit seinem nackten, bedauernswert asthenischen Oberkörper eines sibirischen Marlboro-Mans von knapp einsfünfundsechzig. Drei Zentimeter weniger als Bonaparte, derweil dem Cäsar einsfuffzich genügten, doch das war damals für Römer normal und kein, wie gerne gemutmaßt wird, Zeichen besonderer Machtlüsternheit, quasi als Kompensation für den Kleinwuchs.

***

Eigentlich hatte ich von einem sich bis in die tiefste Nacht erstreckenden Nachmittag mit Gaga Nielsen und meinem Sohn erzählen wollen, doch bin ich dazu momentan nicht mehr fähig. Wen soll es denn auch interessieren? Drum sei es genüge, auf i h r e n, Nielsens, Eintrag → zu verlinken. Es gibt da, Freundin, auch Bilder zu sehen. Im Kleinen, vielleicht, finden wir Hoffnung.

Nicht mal Musik kann ich derzeit hören. Doch heute abend, woanders, werde ich’s tun: noch einmal → Věc Makropulos. Da geht’s dann (fast) um ewiges Leben.

Ihr ANH

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