Matriarchaler Machismo. Im (Nach)Krebstagebuch des Mittwoch, den 21. Oktober 2020. Mit unter noch anderem auch Monika Maron.

[Arbeitswohnung, 6.40 Uhr. 70,3 kg.
France musique contemporaine:

Peter Eötvös, Musik für New York (1971)
Erster Latte macchiato]

Seit sechs auf, sogar seit Viertel vor; konnte nicht mehr schlafen, der Kopf brauste vor Gedanken. War gestern und vorgestern schon so, jedesmal ab drei, dann noch zwei Stunden geschlafen, dann Gedankenstürme, aber zäh. Heute habe ich im Vierteltraum ein komplettes Arbeitsjournal geschrieben, inklusive der Links — bis ich begriff, es würde, wenn ich endlich aufstünd, gar nichts mehr erhalten davon sein. Besonders nicht die auch nicht mehr zu rekonstruierenden Links. Schon deren Suchbegriffe ließen sich, als ich’s dann endlich geschafft hatte, mich aufzurichten, nicht mehr rekonstruieren. Zum einen eine mit Mobilitätsnochwas (Mobilitätsprimat?, –dignität gar?), zum anderen so etwas wie Nekromantie (aber nur das „Nekro“ trifft zu), und beides in direktem Zusammenhang mit meiner Rekonvaleszenz, also indirekt-direkt der entschwundenen → Li, die ich „meine“, so sehr ist sie verschwunden, gar nicht mehr nennen kann.
Bin ich darüber betrübt?
Welch ein bizarrer Gedanke! — Manche ließen sich, erzählte mein Onkologe gestern, den Bioport schnell wieder herausnehmen, weil er sie dauernd an die Torturen der Krebsbehandlung erinnere, vor allem, wenn die Haut so spanne; sie wollten nicht mehr an sie denken. „Ach“, antwortete ich, „mir geht es anders. Wenn ich zurückdenke, so durchaus nicht ohne Triumph.“ Da mußte er lächeln, hinter seiner Covidmaske, ich sah die Fältchen seitlich der Augen.

Es war seit langem der wieder erste Termin, der erste zur regulären Kontrolle überhaupt. Wegen → der Quarantäne hatte ich ihn verschieben müssen. Die Blutabnahme war lustig, weil die junge Helferin zwar die Vene jeweils traf, exakt traf, aber dennoch nichts heraufließen wollte. Also rührte die vermummte junge Dame mit der Nadel ein bißchen herum, was ich entsprechend kommentierte; schließlich, nach dem dritten Versuch, nunmehr am anderen Arm, gab sie auf. Ich fand es beruhigend, daß auch ihre Kollegin erstmal rühren mußte. Mit links und rechts der Pflästerchenkollektion hätte ich keiner Polizeikontrolle in die Arme laufen dürfen, andernfalls man mich zum Entzug vielleicht eingesperrt hätte. Das mußte ich bemerken, selbstverständlich grinsend. Die jungen Frauen lachten auch, auf der einen Brust der Löwe mit: mittig, also oberhalb des Busens auf der Schlüsselbeinfront; war auch nur angedeutet zu sehen. Na logo, wie wir früher sagten? Nur: Wer ist „wir“ (war „wir“)? Als hätt ich je einer Generation zugehört, mit der ich die Neigungen teilte! Aber manche Idiome, doch, die teilten wir dann schon.
Die Laborergebnisse bekam ich aber noch nicht; mein Termin fand um Viertel vor siebzehn Uhr statt, „doch wenn ich Sie so sehe“, so der Arzt, „mache ich mir überhaupt keine Sorgen. Es wird Zeit, daß Sie Ihren Sport wieder aufnehmen.“ „Ins Studio mag ich noch nicht, das wär mir dort noch zu unheimlich, meinen Spott über Corona nun hin oder her.“ „Gut, aber laufen sollten Sie.“ „Ich bin den ganzen Weg vom Prenzlauer Berg zu Ihnen hinab flaniert„, gab ich an, „fast eine Stunde Weges.“ In der Tat hatte ich einen meiner schönen Gehstöcke genommen, den mit dem Fischotterkopf. Dazu Anzug mit Weste, drunter Krawatte, drüber den eleganten langen blauen Mantel und auf dem Schädel meinen nun schon fast vierzig Jahre alten WegenerFedora, den ich damals schon auf dem Flohmarkt, in Frankfurtmain, erstanden hatte und habe zwischenzeitlich „aufarbeiten“, sagt man, lassen.
Wer keinen Magen mehr hat, ersetzt ihn durch höchst aufrechten, einen so beinahe tänzelnden Gang. Doch da schon die bereits nächste Bizarrerie: Ich tret aus der Durchfahrt, wende mich zur Stargarder, ein Bub mit seiner Mama kommt mir entgegen und ruft: „Guck mal, der trägt einen Cowboyhut!“ So daß ich wirklich stehenbleibe und dem Knaben hinterhersprech: „Aber das ist doch kein Cowboyhut!“ Sogar bei der Mode hört unterdessen die Bildung schon auf. Was mich darauf bringt, daß ich auf keinen Fall vergessen darf, mich nachher in die Zoomkonferenz der Uni Bamberg einzuloggen, in der die Referenten des letzten Semesters über ihre Erfahrungen mit der coviden Chatlehre sprechen wollen und sicher auch werden. — Moment, Zettel Stift:

krrritzelkratzlllll,
nu‘ vergeß ich es nicht

Weiters, fürs Abschluß-CT Termin mit dem Sana vereinbaren, danach Besprechung mit dem Onkologen. Mehr könnten wir heute nicht mehr tun. Er wolle aber mit den CTs vorsichtig sein: „Die Strahlenbelastung durch eine einzige Session entspricht dem Fünfhundertfache eines Lungenröntgens.“ Für Krebspatienten beruhigend nicht. Dennoch hätte ich einfach gerne gewußt, wie jetzt sich, da Magen und Gallenblase raus sind, meine Organe in mir verteilen; das sozusagen Loch bleibt ja nicht einfach leer.

[Zweiter Latte macchiato
France musique contemporaine:
Pierre Mercure, H20 pour Severino – version pour clarinette à vent (1965)]

Also fang ich heute wieder mit dem Sport – und also auch den Trainingsprotokollen an. Ich solle mich nur nicht wurmen, wenn die Leistungsfähigkeit noch mies sei. „Sie werden sehen, wie schnell Sie wieder aufbauen. „Ja aber meiner Sorge ist, daß ich ja schon jetzt die vorgeschriebenen acht Mahlzeiten nicht schaffe. Zwar halte ich prima mein Gewicht und bin auch ästhetisch momentan sehr zufrieden, aber wenn ich wieder trainiere, werde ich enorm Kalorien verbrauchen. Wie kriege ich die denn dann auch noch in mich rein?“ Ich hätte schlichtweg die Befürchtung, dann tatsächlich geradezu rutschend abzunehmen. „Ihr Appetit wird steigen … und aber selbst wenn: bereiten Sie sich gesondert einen Eiweißshake, greifen Sie auf die Astronautennahrung zurück. Ihr Immunsystem wird es Ihnen danken. Der jahrelange Sport hat Ihnen so grandios durch die Krebsbehandlung geholfen, da sollten Sie das Training jetzt nicht einfach mehr ignorieren. Bauen Sie neu auf!“
Womit ich entlassen war und zurück in die Prenzlauer Berge spazierte.

Dort erwartete mich die Fortsetzung der Gesamtaufnahme aller Mahler-Sinfonien unter Gielen; Franz-Josef Knelangen hat mir die CDs geschickt, und tatsächlich halten einige Interpretationen ziemlich gut mit Currentzis, Bernstein, Barbirolli mit; man hört (ich höre), was es anderswo nicht gibt, eigenwillige Klarinettenrutscher etwa in der Neunten. Bei Komponisten wie diesem lohnt es sich unbedingt, verschiedene Interpretationen zu kennen. Es ist nach wie vor ein Jammer, daß sich so wenige Dirigenten für Pettersson interessiere, geschweige solche von Rang. Vielleicht mach ich es doch wahr und schreibe Currentzis deshalb. Und lege ein Buch von mir bei, um mich auszuweisen. Der Bursche ist zu wahnsinnig, um nicht zu spüren, was das heißt.

Sowie wird mir Eötvös immer interessanter. Übrigens. Finde ich. Zuerst fiel es mir vor sechs Jahren in der Berliner Philharmonie auf, als Kopatchinskaya sein zweites Violinkonzert interpretierte.

[Peter Eötvös, DoReMi – Zweites Violinkonzert (2012)]

Und nun stieß ich dank des französischen Senders auf die „Musik für New York“. Daran werde ich über den Tag weiterhören, auch parallel zur nächsten Durchsicht des Béarttyposkriptes, für das Parallalie nun schon die übrigens nur zwei Korrekturen geschickt hat, so wenige freilich deshalb, weil er sich bereits früher immer mal wieder eines dieser Gedichte ansah und Einwände geltend gemacht hat. Nun fehlen noch die Latein- und Altgriechisch-Korrekturen sowie die eine arabische Stelle, die das berühmte Allah u’akbar ins Anrufen der Großen Mutter, Demeters usw., weiblich also, umformt — heikel deshalb, weil es sich dann, aus patriarchal-religiöser, mithin dogmatischer Sicht um möglicherweise eine Blasphemie handelt, freilich eine, die mir und meinen Überzeugungen entspricht. Ich brauche also einen arabischsprechenden Menschen, gerne eine Menschin, die und der mich für so etwas nicht gleich verdammt, vielmehr meinem, ich sag mal, matriarchalen Machismo sympathisierend gegenübersteht.

Noch ein Wort zu vielleicht gar nicht ganz anderem Geschehen, auf das mich → dieser gute Artikel Bersarins aufmerksam gemacht hat. Ich bin (u.a. religions-)politisch mit Monika Maron ganz gewiß nicht auf einer Linie, und auch ästhetisch unterscheidet uns Immenses. Doch die, euphemistisch gesprochen, „Trennung“ ihres Verlages, S. Fischer, von dieser Autorin verlangt danach, sich mit ihr solidarisch zu erklären, ja sich entschieden auf ihre Seite zu stellen. Was ich hiermit tue. Wobei das Geschehen selbst (bitte lesen Sie’s, liebste Freundin, bei AISTHESIS nach) erschreckend „gut“ in den Moralwahn unserer Gegenwart paßt, den sogenannt feministischen wie auch sonstigen Correctness-Irrsinns, und fast will es mir scheinen, als hinge sogar Corona damit zusammen, insofern die, wie auch immer, „Pandemie“ dazu führt, Menschen ganz ebenfalls nötigend zu lenken. Es gibt auch ein linkes Biedermeier. Restauration herrscht nicht mehr nur rechts — eine Katastrophe, die mir größer vorkommt, als Covid-19 wird jemals sein können. Vielleicht regt sich in besonders jungen Leuten ja doch so etwas wie Widerstand, wo der Neue Biedermeier nur von „Covidioten“ spricht; ein unbegriffener, sozusagen instinktiver Widerstand vielleicht, doch einer eben „der Natur“.
Darüber denke ich subkutan permanent nach, dieses Adjektiv, subkutan, bewußt wählend: als körperlichen Audruck für nicht vom Willen gesteuerte, gesunde biologisch-psychische Vorgänge.

Ihr ANH
[Mahler, Zehnte Sinfonie (Adagio), Gielen]

 

 

 

 

[15.30 Uhr
Eötvös, The Gliding of the Eagle in the Skies (2012)]
Tatsächlich das Training → wieder aufgenommen, wenn auch erst einmal nur knapp 9 Kilometer und als Intervall aus rund zwei Dritten Laufen und einem Gehen. Mußte mich danach aber doch legen, um dem Kreislauf Ruhe zu geben.

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Die Brüste der Béart, 62: Anmerkungen (Zitate, Quellen, Übersetzungen et al.)

  S.3, Motto ♦ Dich, Venus, Dich: dtsch.v. ANH (eigentlich „Dich, Göttin, Dich“) im Original: te, dea, te fugiunt venti, te nubila caeli / adventumque tuum, tibi suavis daedala tellus / summittit flores, tibi rident aequo­- ra ponti /placatumque nitet … Weiterlesen

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Das Arbeitsjournal des Montags, den 19. Oktober 2020. Die Brüste der Béart, 61.

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[Arbeitswohnung, 6.23 Uhr France musique contemporaine: Rautavaara, → Etydit op. 42 (1969)] Zweiter Tag einer intensiven → Béart-Nachbearbeitung, sowohl rhythmisch unter deutlicher Einbeziehung des → Wiener Lektorats als auch strukturell, wozu besonders der Amerkungsapparat gehört, insofern ich Fußnoten im „eigentlichen“ … Weiterlesen

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Ab Ende November 2020
WOPERTINGER ODER DAS BLAU
Die Neuausgabe bei Elfenbein

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Dreiste Aneignung eines fremden Lebens
Über Anne Webers Roman Annette, ein Heldinnenepos
Von Dorothea Dieckmann

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[Geschrieben für den Deutschlandfunk Köln, gekürzt produziert und ausgestrahlt am 23. Juni 2020 (→ Podcast)] Anne Weber hat eine Heldin gefunden. Sie lebt und ist keine Unbekannte. Noch heute erzählt die 1923 geborene Anne Beaumanoir an französischen Schulen ihre Geschichte. … Weiterlesen

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Einunddreißigstes Coronojournal, nämlich des Mittwochs, den 14. Oktober 2020. (Nachkrebstagebuch). Mit Deutschem Buch- und Monika-Rinck-Preis 2020.

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[Arbeitswohnung, 8.08 Uhr France musique contemporaine: Berio, Folks songs (1964), Dawn Upshaw] Über Jahre war ich, es mehr oder minder wegdrückend, verletzt, niemals für den Deutschen Buchpreis nominiert worden zu sein, um von Benennung auf der Shortlist zu schweigen, jetzt … Weiterlesen

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Krebs/Nachkrebstagebuch, 11. Oktober 2020. Wiederherstellung der (hetero)sexuellen Kompetenz. (Zugleich als Coronajournal No 30.)

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[Arbeitswohnung, 9.27 Uhr Penderecki, Fünfte Sinfonie (1999)] Dies ist entschiedenermaßen der nun nächstfällige Schritt, nachdem mir zum einen die Chemo die Fortpflanzungsfähigkeit zerstört haben dürfte (sollte ich dies testen lassen? von → Tests habe ich grade die Nase auch da … Weiterlesen

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„Puh!“ im dreißigsten Coronajournal, nämlich des Mittwochs, den 7. Oktober 2020.

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Jetzt hat sich → die App tatsächlich einmal „bezahlt“ gemacht — denn auf der heute im Netz eingestellten → PDF der Testergebnisse war mein Ergebnis abermals nicht mitgenannt. Ohne die App hätte ich nun auch noch das komplette Wochenende in … Weiterlesen

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„Ich bin ganz einfach nackter und weniger verschüttet als ihr“:
Peter de Mendelssohn über und von Giono.

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        Gionos (Kunst) ist eine heidnische, nämlich: Man solle (…) auf nichts verzichten. Es sei leicht, innere Freude zu gewinnen, wenn man seinem Körper entsage. Doch glaube er, es sei ehrlicher, eine „vollkommene Freude“ zu suchen, indem … Weiterlesen

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Wechsel der Ausdruckswelt
Als neunundzwanzigstes Coronajournal geschrieben am Mittwoch, den 7. Oktober 2020

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[Arbeitswohnung, 7.31 Uhr Penderecki, Largo für Violoncello und Orchester (2003)] Nun träumte mir schon die zweite Nacht in Folge von einem Objekt, das ich solle, wie jemand mir aufgab, zur → Erinnerung an den 5. Oktober 1938 anfertigen lassen und … Weiterlesen

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ANHs DAS UNGEHEUER MUSE. Gedichte.

Fester Einband mit einem Motiv von Omar Galliani Lesebändchen, 136 Seiten, 20 Euro Arco | Wien & Wuppertal >>>> Bestellen

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„Weep you no more, sad fountains“ /John Dowland. Patricia Kopatschinskaya und Teo Currentzis. Dank an den SWR.

  © → SWR via Facebook Dazu die hierzu ausgerechnet mich ehrenden, mich gerade hierzu beglückenden Zeilen Franz-Josef Knelangens, beim Anhören dieses spezielles Duos komme einem (…) nicht nur → das hier in den Sinn: And the night shall be … Weiterlesen

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Wien zum Lektorat. Die Brüste der Béart, 61.

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Nach dem ersten Treffen, um 9 Uhr im Hidden Kitchen, mit der Lektorin. (Landung Wien-Schwechat bereits um 7.20 Uhr.) Schreibplatz mit Eichendorff Gästezimmer des Verlages Arco >>>> Béart 62 (folgt) Béart 60 <<<<

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Sperlingsweide

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  „Laßt das, die Melancholie, den Mondschein und all den Plunder; und geht’s auch manchmal wirklich schlimm, nur frisch heraus in Gottes freien Morgen und da draußen sich recht abgeschüttelt; im Gebet aus Herzensgrund — und es müßte wahrlich mit … Weiterlesen

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Anrufung der Venus bei Lukrez. Erster Versuch einer neuen gebundenen Nachdichtung. Die Brüste der Béart, 60.

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  Lukretius, DE RERUM NATURA, I 6-13 te, dea, te fugiunt venti, te nubila caeli adventumque tuum, tibi suavis daedala tellus summittit flores, tibi rident aequora ponti placatumque nitet diffuso lumine caelum. nam simul ac species patefactast verna diei et … Weiterlesen

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Das (Nach)Krebs- & Arbeitsjournal des Dienstags, den 15. September 2020. Mit den zwei viszeralen Sonden sowie Phryne und Béart (59).

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[Arbeitswohnung, 7.30 Uhr Korngold, Sinfonietta op. 5] Ein Stück, das besonders Do immer sehr geliebt hat und das ich einige Zeit lang ganz wie Elgars Caractacus gern als Morgen-, nämlich Aufwachmusik hab erklingen lassen. Frankfurtmainer Zeit. Wolpertinger und noch an … Weiterlesen

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Poetische Schärfung: Nun erst recht! | Waltraut Lewins Federico (4). Friedrich Anderswelt, ff.

 

Er aber wollte nicht Gott spielen, wie ich ihm stets vorschlug, nein, er wollte Gott sein

Pietro della Vigna in: Lewin, Federico, 556.
Sowie 557 (Selbstidentifikation!):

Gesagt sei übrigens, daß Niederlagen dem Imperator immer ausgesprochen gut bekamen. Sie schärften seine Verstandeskräfte, mobilisierten seine vitalen Energien und ließen ihn, nachdem der erste cholerische Zornesausbruch vorbei war, meist zugänglicher für Argumente werden, geduldiger, geschickter in der Taktik. Außerdem entwickelte er im Unglück einen schönen Zug der Selbstironie, die ihm in Zeiten der Hochstimmung meist recht schwerfiel.

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Das Arbeits- (eher Lese-)journal, zugleich (Nach)Krebstagebuch des Sonntags, den 13. September 2020. Darin zu Federico von Lewin Erich Wolfgang Korngold sowie ein wiederholter böser Traum. Außerdem Lukrez, nämlich: Die Brüste der Béart, 53.

    (Schmutztitelnotate in Lewin, → Federico)   [Arbeitswohnung, 7.79 Uhr. 70,1 kg. Korngold, Klavierkonzert für die linke Hand, op. 17] Wie ich’s gestern einer entfernten Freundin schrieb (ohnedies verlege ich die persönlichen Belange meine Arbeitsjournale seit → dem dort … Weiterlesen

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Warnung.

 

„Die Götter strafen jene, die sie sehen.“
Vanozza de’ Cattanei in: → Borgia, Staffel 2,20

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Der gestürzte Sohn und die Liebe. Waltraut Lewins Federico (3). Friedrich Anderwelt, ff.

  Meine Mutter*) war wie Brot, er aber war wie Himmelslicht. Ich weiß nicht, ob du mich verstehen kannst. Meine Mutter war leise, freundlich, maßvoll, sie überlegte stets, was sie machte. Und es gab neben ihr andere Frauen, die Ähnliches … Weiterlesen

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An eine Gönnerin: Die Entwerdung der Welt.

Verehrte, liebe Frau v. Meck*), von Herzen allen Dank für die Nachfrage. Ach, meine Ungeduld! Mir geht die, sagen wir’s euphemistisch, „Umstellung“ meiner Verdauungsorganik nach wie vor schwer auf den Senkel, weshalb ich mich, weil ich spüre, wie unwirsch und … Weiterlesen

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Frühlingssorten. Im Federico von Lewin. Friedrich Anderwelt, ff.

  An einem Frühlingstag kam er [Walther von der Vogelweide, ANH] zu uns. Es war ein Tag von der germanischen Frühlingssorte, an dem es ununterbrochen regnete. Die Straßen hatten sich von einer frostharten Fläche in grundlosen Morast verwandelt, es schien … Weiterlesen

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Das (Nach)Krebsjournal des Sonnabends, den 5. September 2020. Mit einer — leider posthum — Verbeugung vor Waltraut Lewin.

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  [Arbeitswohnung, 9.35 Uhr. 69,7 kg.] Man kommt nur, wie der arme Lortie, in einem leeren Zimmer an. Peter H. E. Gogolin, Isoldes Liebhaber Ich halte das Gewicht, immerhin, wenngleich die Fettverdauung trotz Kreon weiterhin nicht oder nur kaum funktioniert; … Weiterlesen

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Niemals Macht haben wollen. Denn.

 

Wer die Macht liebt, liebt das Unrecht.

Die ist so sehr Prinzip, daß sich von einer Naturkonstante sprechen läßt: Wer – gleichgültig, aus welchen Gründen, selbst aus emanzipatorischen – nach Macht strebt, strebt zugleich danach, Unrecht zu begehen — und genießt es, da er’s tut. Auch, wenn sie es tut.

DLXXV

Keine Politik entgeht dem, wenn sie bestimmt.

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Büßerinnen und aber die Augen der Damen im Schatten:

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  “ 31.8.20-2.9.20 … aber mitten in der Wirth-Erzählung1 angeödet abgebrochen, auch der Krichbaum2 danach taugt sprachlich nichts. A “ 1) im Netz → dort 2) → Jörg Krichbaum Wobei man sich in der Tag fragen muß, welcher, um es … Weiterlesen

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Weshalb Die Dschungel derzeiten so schweigt
Das (Nach)Krebstagebuch des Mittwochs, den 2. September 2020:
Ungracefull degradation (1)

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  [Gracefull degradation („würdevolle Verschlechterung“)[1] wird eine auf Stabilität und Sicherheit gerichtete Reaktion eines (Computer-)Systems auf Fehler, unerwartete Ereignisse oder Teilausfälle des Systems genannt, bei der das (Computer-)System den Betrieb so weit als möglich aufrechterhält. Ein Fehler in einem Teilsystem … Weiterlesen

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Das Lächeln

Wie sich auf Gesichtern von Menschen, die sich gerade v. Anderen verabschiedet und abgewendet haben, noch für ein paar Sekunden das Lächeln hält – bevor sie wieder in das Nichts ihrer Gefühllosigkeit zurücksinken.

Irgendwo in der Nacht bellen Hunde. Es muss etwas Furchtbares passiert sein.

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Ob sie sich wohl traut? ODER: Zur erschröcklichen Masturbation.

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Eigentlich darf mir „Frau Walls“ nun aus urheberrechtlichen Gründen noch eine anwaltliche Abmahnung hinterherschicken:   Stephanie Walls <no-reply@myecommerce.biz> Mo, 31.08.2020 08:51 Schönen Tag. Wer bin ich? Ich bin ein professioneller Pentester und habe Ihr System infiziert, als Sie eine Website … Weiterlesen

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Dschungelfriedrich Greystoke. Friedrich Anderswelt: Kantorowicz ff.

 

Immer war es seine Art, bis in die Einzelheiten hinein seine Absichten bekannt zu geben. Nur glaubte man ihm nicht oder traute ihm nicht zu, daß er das Angekündigte genau so eindeutig sachlich, wie es gesagt war, auch ausführen werde, und war hernach bei der Durchführung aufs höchste überrascht.
Ernst Kantorowicz, Kaiser Friedrich der Zweite
Georg Bondi Berlin, 3. Auflage 1931, 496

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Wer den IS (‏داعش) verstehen will,

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muß sich nur die ersten eintausendsechshundert (!!) Jahre der christlichen Kirche ansehen. Sie hat quasi jedes Verbrechen inklusive Völkermord verübt, und zwar in nahezu jedem Jahrhundert aufs neue und bis heute ungesühnt.   DLXXIV   (Eine erschreckende wie ausgezeichnete Zusammenfassung … Weiterlesen

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„Warum ich?“

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  Dieser larmoyant-häufigen Frage vom Krebs Befallener läßt sich mit einer so unsentimenal-klaren wie einfachen Gegenfrage begegnen: „Warum nicht ich, wenn es doch meine Zellen sind?“ Will sagen, wir haben uns unseren Krebs verdient, im guten wie im schlechen — … Weiterlesen

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Ohne mehr Nefud: Das Krebsbeendungs- oder doch nur neues Arbeitsversuchsjournal? nämlich des Dienstags, den 18. August 2020.

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(Siehe auch >>>> Trainingsprotokoll) [Arbeitswohnung, 7.52 Uhr | 70,2 kg Erster Latte macchiato. france musique contemporaine: Penderecki, Requiem polonais] Ein wirkliches kleines Wunder sei es schon, sagte mein Onkologe gestern, als ich unseren ersten gemeinsamen Termin nach der Großen Enteinigung … Weiterlesen

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Omisätze (10)

 

 

„Mühsam ernährt sich
das Eichhörnchen.“

Gewidmet den Damen*
Else Eggers (1903 – 1995)
Alma (1915 – 1981)
Emilie Hamel (1901 bis späte 70er Jahre)
Eva Berwig (1910 – 1998)
Hermine Mathilde Bretter (1846-1938)
Kreszentia Libiseller (1915-1992)
Doralice Graf geb Müller (1918-2007)
Rosa Balwer (ca.1898 – 1971)
Anna Hilser, geb Storz ( 1899-1986)
Elsbeth Kaschke (1920-1999)
Isolde v. Wilmersdorf (1941 – 2016)

____________
Omisätze 11 (folgt)
Omisätze 9 <<<<

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arbeiten wollen: Genervte Bemerkung im Krebstagebuch. Sonntag, den 16. August 2020.

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[Siehe auch → Trainingsprotokoll] [Arbeitswohnung, 14.09 Uhr france musique contemporaine: Steven Stucky, Concerto for Orchestra No 2 (2003)] (Wieder ein mir neuer Name, den ich über das ausgezeichnete Netzprogramm france musique kennenlerne.)   Es ist schon etwas nervig. Seit drei … Weiterlesen

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Nachlektorat: Wolpertinger oder Das Blau, Elfenbeins Berliner Neuausgabe. Vom Verleger. An den Verleger.

Weil indes der beharrlich die Augen geschlossen hielt und sich auch sonst nicht aus seiner Schlafstellung löste, kam der Lauscher um die Ahnung nicht herum, der Fette sei vermöge, durch die zugeklappten Lider zu schau­en. Wolpertinger oder Das Blau, dielmann … Weiterlesen

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„… die auch Dante geatmet“. Friedrich Anderswelt: Die den Roman verbindende, ihn zugleich nämlich begründende Ästhetik. Gefunden bei Kantorowicz.

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    → ANDERSWELT (ff): „Denn obwohl er mit dem Auflösen von Wundern, Zaubern und Mythen begann, schon indem er sie nutzte und verwirklichte, damit freilich auch neu zeugte, so war doch das bisher gültige Wunder deshalb noch nicht vernichtet, … Weiterlesen

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Zwischenbescheid
SANAQABA
Arbeitswiederaufnahme
Friedrich Anderswelt

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  Den ausgesprochen klugen → Rader schon „durch“, gestern mit dem berühmten Kantorowicz begonnen — wobei ich, wegen des an sich ernorm geschmackvoll gestalteten Umschlags, ein leichtes, doch deutliches Widerstreben spüre, das Buch offen herumliegen zu lassen. Denn das abgebildete … Weiterlesen

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Am Messer: Zum Fest der Großen Enteinigung (4. August)

AQABA

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Vor Aqaba, 5: Das Krebstagebuch des fünfundneunzigsten Krebstages. Sonntag, der 2. August 2020.

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[Arbeitswohnung, 78.23 Uhr Händel, The Triumph of Truth and Time} Es sei im Zeitlabyrinth, schrieb ich schon → dort, doch mehr Nefud, als ich ahnen sollte oder konnte. Daß sie sich aber so bemerkbar machen würde, hätte ich nicht einmal … Weiterlesen

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So boßhaft

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So boshaft sind wir gar nicht. Es gibt überhaupt kein historisch relevantes WIR.Aber es gibt einen Zweifel am Stil der Spezies. Dieser Stil hat sich im 20. Jahrhundert als unzumutbar desavouiert. Man dachte ernsthaft, es sei möglich, sich den Dämonien … Weiterlesen

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Für Paulus Böhmer: Dritter Dithyrambus. ANH liest Die Brüste der Béart XVIII. In einem Film von Gunter Deller. Die Brüste der Béart, 58.

 

Aus Anlaß einer Trauerfeier am 15. Dezember 2018 in Nieder-Ofleiden. Ein Videoclip von Gunter Deller für Inseln von Dunkelheit, Inseln von Licht, seinem großen Film über den zehn Tage zuvor verstorbenen Dichter Paulus Böhmer.

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>>>> Béart 59
Béart 57 <<<<

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III, 466 – und beten gemeinsam

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Schon traute ich mich wieder seit ein paar Tagen, tagsüber die Tür offen zu lassen. Der Grund fürs Gegenteil: eine dicht mit rot-weißem Fell bedeckte Katze, die zuweilen einen Nachmittag unter dem nun gar nicht mehr blühenden Flieder im Hof … Weiterlesen

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Scheint Der Dschungel vernünftig zu sein:

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  www.corona-warn-app.de ABER – höre ich soeben – ältere Smartphones sind nicht kompatibel, nicht einmal 6er iPhones … So hat das Ganze ein nicht sehr gutes Geschmäckle… durchaus etwas von ökonomischem Protektionismus.

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Wohl wahr:

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(Interessant die Unterschiede des Idioms: daß das Deutsche, anders als das Italienische, von Lebensgefahr statt dessen spricht.)

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Vor Aqaba, 4: Abendessen im Zeitlabyrinth ff. Das Krebstagebuch des 25. Julis 2020 (Catania.Zwischenwelt, ff | Die Brüste der Béart, 57).

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    Schein her-, Schöpfrin, -nieder …         ___________ >>>> Béart 58 Béart 56 <<<<

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Vor Aqaba, 3: Catania.Zwischenwelt. Das Krebstagebuch des 24. Julis 2020, nämlich sechsundachtzigsten Krebstages. Darinnen Die Brüste der Béart, 56.

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[صحراء النفود, Anderswelt. Via vittorio emanuele, 460. 6.40 Uhr] Es ist doch mehr Nefud unter dem Vulkan, als der erste, ja noch zweite Tag ahnen ließen, die beide, wie ich spürte, auch für Lilly glückselig waren. Sie ließ mich da … Weiterlesen

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III, 465 – wo ich sein werde

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Man habe, hieß es dann nach einem langen Bericht über die Krankheit des Schwagers, der nun (aber jetzt doch nicht mehr (was ist “jetzt”?)) im Krankenhaus liege wegen Fieber und Schüttelfrost, rätselhafter Zysten an der Leber und auch sonstiger Beschwerden … Weiterlesen

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„Vom Existieren“: Kritik. Wanderer bei AISTHESIS:

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Sehr schöne und höchst angenehm persönliche Besprechung der „Wanderer“ bei Aisthesis:                           >>>> lesen.      

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Vor Aqaba 2: Im Labyrinth der Zeit (ff). Der Morgen des dreiundachtzigsten Krebstags.

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[صحراء النفود.Catania.Anderswelt, 7.10 Uhr Zeitlabyrinth 21. Juli] (Erzählung folgt)

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Sand

Die größte Schwierigkeit bei dem Versuch, mein Leben lustvoll zu durchqueren, dürfte jene sein, bei mir selbst zu bleiben. Nichts, was an Wahrnehmung hochsteigt, wegzudrücken, sondern sich ihrer anzunehmen als des Reichsten, das mir gegeben ist. Anschauen, verstehen, destillieren. Anschließend … Weiterlesen

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„Mir steht ein Meer vor Augen“: Aus der Nefud ins Labyrinth der Zeit, nämlich „Vor Aqaba“, 1. Am Sonntag, den 19. Juli 2020.

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[Arbeitswohnung.Anderswelt: حراء النفود    | 8.06 Uhr. 75,5 kg. Sibelius, Zweite Sinfonie (Berglund)] Er ist, der riesige Bogen über dem Einritt, nicht weiblich, sondern – ohne das Samt der glans penis – männlich-hart, ja eckig erstarrt wie das auf Äquivalenzform … Weiterlesen

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Neu auf Intellectures.de: „Vom Schreiben besessen“. Thomas Hummitzsch zu ANHplusWerk.

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  [Der aus Anlaß des langen, → in VOLLTEXT abgedruckten Gespräches noch einmal neu gefaßte und ergänzte Artikel aus TIP Berlin vom Februar 2019] >>> weiterlesen Dito bei >>>>

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„Noch einmal, eh mein Herze bricht“: ANH an Liligeia, elfter Brief. Donnerstag, den achtundsiebzigsten Krebstag 2020.

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  [Arbeitswohnung/Nefud 16. Juli 2020,, 7.20 Uhr. 73.5 kg. Malipiero, Cellokonzert] Ich weiß, ach meine Lilly, nicht, was Dich bewogen hat, so sehr in mir zu wüten, daß ich vorgestern und vorvorgestern quasi bewegungslos verharren mußte, jeweils ein paar Stunden … Weiterlesen

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Liligeia wütet.

Man nennt es Tumorschmerzen. Gestern hatte ich es nicht im Griff; heute morgen geht’s schon besser. Ich werd ihr, meiner Krebsin, also wieder schreiben: daß ich sie verstehen kann und dennoch mich nicht beugen werde. Doch dieses, mit ihr zu … Weiterlesen

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| Podcast |
TOKYOS LÄCHELN
Entfernungen an eine ferne Stadt
Von Alban Nikolai Herbst

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  Und wie sich die Gleise der Yamamoto-sen rings um die Innenstadt Tokios schlingen, so markieren die Signale der vierundzwanzig Haltestellen zugleich die leisesten inneren Töne der japanischen Megapolis: „Auf der Suche nach ihrer Seele findest du das asiati- sche … Weiterlesen

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Klarheit im August ODER Das Große Fest der Enteinigung. Im Tagebuch des fünfundsiebzigsten Krebstags 2020.

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[Arbeitswohnung, 15.31 Uhr. 74,8 kg. Malipiero, → Le sette canzoni] Auch dies, nach Maxwell Davies, eine unvermutete Entdeckung., deren Klangwelten mich noch einige Zeit beschäftigen werden — Gian Francesco Malipieros und Alfredo Casellas, mit einem soeben, da ich nun seinen … Weiterlesen

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Kreise der Chemie ODER Die verschlungenen Grenzen der Zeit: Aus der Nefud, Phase 4 (Tag 13).

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      [Arbeitswohnung/صحراء النفود 14.30 Uhr. 73,8 kg Malipiero, Sinfonia No 4]   Da hat sie jetzt →  gut höhnen … Ich will das aber gar nicht kommentieren, sondern „einfach“, Freundin, erzählen, wie eindringlich die Durimeh uns warnte: – … Weiterlesen

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„Ätschbätsch!“: Liligeia an ANH, 12. Juli 2020: Das infame achte Billet.

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(…) no sign of remaining pathology“: Krebstagebuch. Freitag, den 10. Juli 2020, am Morgen vor der, abends, Charité. Zweiundsiebzigster Krebstag, Chemo IV/Tag 10. Sowie zum Büchnerpreis für Elke Erb.

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[Arbeitswohnung, 7.45 Uhr. 74 kg. Alfredo Casella, Violinkonzert op. 48] Diese Nachricht nachts, um 2.50 Uhr, von einer befreundeten Ärztin, die eine wiederum ihr befreundete Radiologin hinzuzog, indem sie ihr den Link auf das Iso-Image schickte, das ich von der … Weiterlesen

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Krebstagebuch, Tag 71: als Arbeitsjournal des Donnerstags, den 9. Juli 2020. Auch zu den Brüsten der Béart darinnen wieder, nämlich Nr. 55.

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[Arbeitswohnung, 6.57 Uhr. 73,3 kg. Charles Villiers Stanford, Irish Rhapsody No 1] Doch wieder englische … nun gut, irische und dabei, weil Stanford über England stark geprägt ist, überdies in u.a. Cambridge selbst lehrte, doch sehr britische Musik. Wenn ich … Weiterlesen

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Früher Wahrheitsmittag, nur teils aus der Nefud. Das Krebstagebuch des Mittwochs, den siebzigsten Krebstag 2020 / Chemo IV, Tag 8.

[Arbeitswohnung, صحراء النفود , 6.32 Uhr. 72,9 kg. Charles Villiers Stanford, 3. Sinfonie] Liligeia schweigt, Verehrte (in → Béart XXXIII ruf ich Sie nun als „Isis“ an), weiter – sofern ich von einer kurzen Meldung als Brustschmerz absehe, die dann … Weiterlesen

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„Sie sind ein Sprachfaschist!“ ANH in langem Gespräch mit Thomas Hummitzsch. Komplett in VOLLTEXT 2/2020 (Ausgabe Juli).

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  Mein langes Interview mit Alban Nikolai Herbst wird endlich gedruckt. Die reißerische Zeile auf dem Titel stammt übrigens nicht von mir, sondern ist eine zitierte Erinnerung von ANH im Interview. Ein wenig unglücklich, dass dieser ihm entgegengebrachte Vorwurf nun auf dem … Weiterlesen

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Nervös: ANH an Liligeia, zehnter Brief. Aus der Nefud, Phase IV (Tag 7): Montag, den achtundsechzigsten Krebstag 2020. Darinnen auch wieder Die Brüste der Béart, nunmehr 54.

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[Arbeitswohnung. صحراء النفود Montag, den 6. Juli 2020m 6.57 Uhr. 72,2 kg] [Vaughan Williams, „On the Beach at Night Alone“ (Symphony No 1)] Ich werde, Liligeia, nervös. Und Du aber schweigst. Dabei weißt Du, so eng in mir drin, von … Weiterlesen

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ANHs DIE UNHEIL in Zeiten des Corona-PENs
Literarische Texte zur Pandemie from PEN-Zentrum Deutschland on Vimeo

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  Alban Nikolai Herbst from >PEN-Zentrum Deutschland on Vimeo. _________________________________________ [Siehe auch >>>> dort, da der Beitrag fast allzu dazu paßt.]

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„Ich löse mich in tönen · kreisend · webend“: Das Arbeitsjournal und Krebstagebuch des fünfundsechzigsten Tags (darin der Vierten Chemo vierter): Freitag, den 3. Juli 2020.

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    [Arbeitswohnung, 7.41 Uhr. 72,5 kg Finzi, Introit for solo violin & small orchstra, op.6] Ich löse mich in tönen · kreisend · webend · Ungründigen danks und unbenamten lobes Dem grossen atem wunschlos mich ergebend. Mich überfährt ein … Weiterlesen

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Marah Durimeh! Aus der Nefud, vom letzten Tag des dritten am zweiten und dritten des vierten Kreises geschrieben. Mittwoch, der 1., und Donnerstag, der 2 Juli 2020, den nämlich drei- und vierundsechzigsten Krebstagen.

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  [عالم آخر.صحراء النفود 6.03 Uhr, 72,8 kg] [Bach/Ramirer, Präludium & Fuge XVIII] Das Wohltemperierte Klavier, Buch II] 2. Juli (يوليو) 2020 mit Röhrerich (r.) zur gemeinsamen Morgenmeditation Meine Ahnung bestätigte sich — oder, vielleicht, hat sie, was dann geschah, … Weiterlesen

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Zwischenbemerkung. Krebstagebuch, Chemo IV/Tag2, Krebstag 63.

[Arbeitswohnung, 18.10 Uhr Gerald Finzi, Let us garlands bring op. 18] Ich sitze, → wie angekündigt, an der Marah-Durimeh-Erzählung, nur daß mir gerade, nach gestern den vierten Chemo-Infusionen, die Konzentration sehr schwer fällt, ich mich auch dauernd langlegen muß, zwar … Weiterlesen

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Später mehr aus der Nefud. Hier nur s o viel (Marah Durimeh 1):

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Entrettung: Die Brüste der Béart XXXIII (erste Fortsetzung des Entwurfs). Die Brüste der Béart, 53.

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(…) Ein letzter Speichelfaden bebt allein aus daß-wir-Leib-mal-waren nach und ein Marienarm, der uns nicht hält, da wir als ‚rein‘ die Göttin zu entkräften und ziehn sie mit uns aus der Welt, der es an ihr, nicht uns gebrach, und … Weiterlesen

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Vor der Nefud: Eines Sonntagmorgens Zwischenschöckerl. Am Sonntag, den 28. Juni, nämlich sechzigsten Krebstag 2020. Des Deutschen Literaturfonds in Darmstadt anonyme Jury.

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[Arbeitswohnung, 7.50 Uhr Tschaikowski VI, Musicaeterna, Currentzis 72,5 kg]     … und dann, eben las ich über Currentzis → diesen ziemlich guten Artikel und schrieb an Knelangen einen kleinen Brief, erreicht mich doch – sonntagmorgens! bevor ich die Welten … Weiterlesen

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ANH an Liligeia, neunter Brief. Aus der Nefud, Phase III (Tag 12): Sonnabend, den neunundfünfzigsten Krebstag 2020.

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[صحراء النفود.عالم آخر 15.15 Uhr, 71,7 kg Peter Maxwell Davies, Naxos-Quartet No 6] Ach Krebsin, nun meldetest Du Dich gestern doch wieder — erwartungsgemäß, ich weiß. Es war ja immer bisher so, daß Du wieder spürbar wurdest, sowie sich die … Weiterlesen

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III, 464 – It’s a Boo –

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„Dies viele viele Grün„. Von außen gesehen, sah’s komisch aus: innen ein Pfeil nach links mit der Aufschrift “Entrata”, ein Pfeil nach rechts mit der Aufschrift “Uscita”. Draußen am Eingang: “Nur nach Voranmeldung” mit entsprechender Telefonnummer. Ich wollte schon wieder … Weiterlesen

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Krebstagebuch, Tag 57, Kontrolle: Donnerstag, den 25. Juni 2020.

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  [Arbeitswohnung, 14.45 Uhr 71,7 kg] [Dvořák, Streicherserenade E-Dur Digitale Konzerthalle, Berliner, Petrenko] Die Wahl Petrenkos ist ein Abenteuer. Im besten Falle sorgt sie dafür, dass der Neue das Orchester wieder auf jenes Feld zurückführt, das es in den letzten … Weiterlesen

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Zehn Jahre Faustkultur und für jedes eine Frage: ANHs Antworten.

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  >>>> D o r t:

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Welch geradezu metaphysische Ergänzung der „Fenster von Sainte Chapelle“! Currentzis dirigiert zu ihren Wurzeln Byzantinik.

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      (2011) > Durch die Fenster drangen weder Stimmen noch selbst ein Hupen – von, dachte ich, jenseits der Insel. „Du mußt wieder lernen zu sehen.“ Es war die kleine Algerierin. Wie ist sie hier hineingekommen? Ist wohl … Weiterlesen

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„Dies viele, viele Grün!“ Aus der Nefud, Phase III (Tag 9): Mittwoch, den 24. Juni 2020. Das heute staunende Krebstagebuch, Tag 56.

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Allabends wird die Nefud grün. In einer Wüste hätte ich so etwas niemals für möglich gehalten. Doch wir müssen nur unser Abendlager aufgschlagen haben und ich mache mich für den täglichen Spaziergang bereit, der mein Lauftraining vielleicht nicht grad ersetzt, … Weiterlesen

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Die Königsgärten des Abdulls: Aus der Nefud, Phase III (Tag 8): Dienstag, den 23. Juni 2020. Krebstagebuch, Tag 55.

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[صحراء النفود. عالم آخر   5.10 Uhr, 71,7 kg Maxwell Davies, Naxos Quartet No 9] Wir haben tatsächlich einen ganzen Tag Pause gemacht. Nicht nur das Wunder dieses Ortes erheischte sie, sondern meine Zustand war in der Tat … nein, … Weiterlesen

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HÖRKUNST
Othmar Schoecks Stimme des Windes von Lenau

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      Und ausgerechnet → da, nachdem wir abends angekommen waren, hörte ich es zum ersten Mal, hörte ich’s, wiewohl ich es schon oft gehört und nun nicht weiß, weshalb ich’s immer, scheint’s mir, überhört, nie bewußt gehört hatte … Weiterlesen

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Schwindelritte und fast Sturz bei Ave Stella Maris. Aus der Nefud, Phase III (Tag 6): Sonntag, den 21. Juni 2020. Krebstagebuch, Tag 53. Darinnen Die Brüste der Béart, 52.

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[صحراء النفود.Anderswelt, 12.10 Uhr (Mittagslager) Peter Mawell Davies, Ave Maris stella für Klavier, Klarinette, Flöte, Marimba, Bratsche und Violoncello (1976)] Denn das wurde mir gestern völlig bewußt, daß ich das gesamte Wortmaterial des Ave  Maris stella in das letzte Béartgedicht … Weiterlesen

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Zur dritten Chemo: Krebstagebuch, Tag 52 | Arbeitsversuchsjournal: Sonnabend, den 20. Juni 2020.

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[Arbeitswohnung, 9.01 Uhr Schostakovitsch, Zweites Cellokonzert (Sol Gabetta)] Das erste Mal, daß ich wegen der Chemo das Gefühl einer leichten Überforderung hatte; dieser dritte Zyklus ist deutlich stärker spürbar, doch, was es problematisch macht, unkonturiert. Seit gestern mittag begann der … Weiterlesen

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Aus der Nefud, Phase III (Tag 4): Freitag, den 19. Juni 2020. Krebstagebuch, Tag 51. Nacht der Stelen, Fortsetzung.

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  … — und war schon ziemlich gleich wieder wach. Tatsächlich waren zweidrei Stunden doch vergangen, aber doch aus Osten noch kein Licht; indes ihm der Mond aber schon das Firmament hinab quasi entgegenrutschte und dabei sein eigenes, also das … Weiterlesen

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وادي المقابر, fahl. Aus der Nefud, Phase III (Nacht von Tag 2 auf 3). Donnerstag, den 18. Juni 2020: Krebstagebuch, Tag 50.

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  [صحراء النفود.عالم آخر, Abendlager, 17.43 Uhr]   Doch es war – von vorgestern auf gestern – Nacht noch, als ich an meinem rechten Ohr die Stimme vernahm, die ich schon immer, muß ich beinah denken, kenne, seit also je … Weiterlesen

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Any man’s life: Das Leben als einen Roman betrachten (16). Von Hemingway in der Manschette eines Hemds.

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Hemd von Marc O’Polo, erstanden wahrscheinlich second hand. Leider keine Modellangabe. Ich wußte davon nichts, bis लक्ष्मी es gestern entdeckte. „Das hast du hineinsticken lassen.“ „Nein, ich habe diesen Satz vorher nie gesehen.“ So daß es doppelt stimmt: ANY MAN’S … Weiterlesen

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„Liligäa, Lililady …“: ANH an Liligeia, achter Brief. Am neunundvierzigsten Krebs- und zweitem Tag im dritten Höllenkreis der Nefud: Mittwoch nämlich, den 17. Juni 2020, der mit Mozart anhub.

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Wolfi Amadé, den 17. Juni 2020 Klavierkonzert „Jeunnehomme“ KV 271 6.05 Uhr, 73,9 kg Ich Mozart, Mozart … ich! Kaum Bizarreres zu denken, um „sich vorzustellen“ schon mal ganz in die runden Ecken wegzurücken. Und, Lilly, doch und doch und … Weiterlesen

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“ … that most of the prisoners and the prison officers in Belmarsh support —Trump“: Julian Assange just called. Von Yanis Varoufakis / DiEM25.

„Julian called me a little earlier on, at 14.22 London time to be precise. From Belmarsh High Security Prison of course. This is not the first time but, as you can imagine, every time I hear his voice I feel … Weiterlesen

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Liligeia an ANH, 16. Juni 2020: Das siebente Billet, an Al-Tamimis Wüstentor geschlagen.

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Das Dritte Tor. Aus der Nefud, Phase III, Tag 1. Fortsetzung des Krebstagebuchs aus der Wüste, Krebstag 48.

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10.30 Uhr: محطة التميمي bevor wir uns an die Lektoratsarbeit machten. Zwischenzeitlich hat sich diaphanes wieder gemeldet; Michael Heitz, der Verleger, halte ganz unbedingt an unserer Buchidee fest: Geplant hatte ich die Publikation ja in einer Reihe besonders gefertigter Ausgaben, … Weiterlesen

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III, 463 – Schattenprozession

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Gespenstisch war’s dann doch, als ich am Tag, nachdem ich einer mir bekannten Person über FB zum Geburtstag gratuliert hatte, in einer lokalen FB-Gruppe einen Beitrag fand, der den Namen der gratulierten Person mit einem RIP in Verbindung brachte. Gestern … Weiterlesen

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Wüstenklänge, Wüstendonner: Aus dem hohen Felsen ein Fensterkonzert (aus der Nefud, Phase II,8: Tag 14). Der Ritt sodann auf محطة التميمي بالرديفه. Am Montag, den 15. Juni 2020.

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  [صحراء النفود.عالم آخر Mittagslager, 13.05 Uhr]   Ich war genervt gestern abend, ich geb es zu; die Tumorin hatte mich ziemlich am Wickel. Dann aber standen wir da und schauten hoch — „wie gebannt“, so würde in Kitschromanen formuliert … Weiterlesen

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Die Nefud lebt: Donner und Lavendelregen. Dazu das Unterwüstenschiff. Aus der Nefud, Phase II (7, Tag 12). Sonnabend, der 13. Juni 2020. Krebstagebuch, fünfundvierzigster Tag.

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[صحراء النفود. عالم آخر, Morgenlager, 7.53 Uhr Peter Maxwell Davies, Streichquartett (2015) 73,6 kg] Da brach dann das Gewitter los. Es hagelte sogar – Körner von Taubeneigröße! Und in Sekunden, so weit ich sehen konnte, verschlammte die Wüste zu einem … Weiterlesen

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ACCENDE MARIS STELLA: Die Brüste der Béart, Finale: No XXXIII (überarbeiter und ergänzter Entwurf des Anfangs). Die Brüste der Béart, 51.

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  Scheine, Schöpf’rin, hernieder und hebe es, des Sternmeers Licht, aus den Wassern der Erde hoch, daß es einhüll‘ meinen Leib bis über den Mund, die Nase, Brau’n, daß ich an Dir ertrinke, wie ich, Béart, Dich lebenslang unter der … Weiterlesen

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| Eine kleine Auszeit von der Wüste |
Maxwell Davies‘ Strathclyde Concertos im Krebstagebuch des Donnerstags, den 11. Juni 2020 (Tag 43/Chemo[2} Tag 10).

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[Arbeitswohnung, 14.18 Uhr; morgens 74,1 kg Peter Maxwell Davies, → Strathclyde Concerto No 2] Etwas schwieriger Tag heute, die Tumorin meldet sich quasi unentwegt, seit ich wegen der Chemophase II zum Kontrolltermin losgezogen bin – da, um halb neun Uhr … Weiterlesen

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Auch ich war in Arkadien ODER Die Gärten der Nefud: Aus der Nefud, Phase II (6, Tag 9). Als Krebstagebuch vom Morgen bis zum MIttag des Mittwochs, den zweiundvierzigsten Krebstag 2020, geschrieben.

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  [صحراء النفود, Morgenlager 7.15 Uhr, 74.5 kg] [Peter Maxwell Davies, Symphony III (1984)] Wir sind etwas spät heute dran, aber was ich sofort bemerkte,, als ich zwischen meinen Teppichen unter dem sandleuchtenden Planenhimmel meines Zeltes erwachte, war eine mir … Weiterlesen

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Die Frucht. Liligiea an ANH: das sechste Billet. Nach dem Wadi der Verstrickungen am Mittag des Dienstags, den 9. Juni 2020, eingegangen. Krebstag 41.

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_____________ وادي التشابك <<<<

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Im Wadi der Verstrickungen, malwirbelnd Strömen, die große ungefixte Verbindung. Aus der Nefud, Phase II (5, Tage 6 bis 7). Montag, den vierzigsten Krebstag 2020.

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  Sie stürzen. Du mußt gehen, dem Näherstürzen näher gehen, doch geht das nur alleine. Schreitet Dir zu Seite jemand mit, ziehn die Geysir sich im Rhythmus dieses Schreitens zurück. Näher kommen darf alleine ich. So hatte es mir Faisal … Weiterlesen

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„Maria, veni, stella maris!“: zum Finale der Béarts: Als Arbeits-, nebenbei auch wieder Coronajournal des Sonntags, den 7. Juni 2020, sowie als Krebstagebuch am 39. Tag/Chemo II Tag 6. Die Brüste der Béart, 50.

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  [Arbeitswohnung, 9.03 Uhr 73,3 kg | Ruhepuls 47] [John Corigliano, → The Ghosts of Versailles (1992) Radiomitschnitt der UA aus der MET] Dazu, zu dieser von mir fast vergessenen, nun durch Zufall → wiederentdeckten Aufnahme, kam ich zurück, als … Weiterlesen

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„Ich spüre Dich“: Liligeia an ANH, fünftes Billet, diesmal am frühen Abend des 6. Junis 2020.

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Auf dem Säulendach der Weisheit: aus der Nefud, Phase II (4 – Tag 5). Sonnabend, den 6. Juni 2020.

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  [Seven Pillars (سبع ركائز),  Paß, 6.12 Uhr | 71.6 kg]   Here WIsdom built HEr house, here SHe struck seven pillars of contemplation from the desert ground up to the firmament of the world’s sea. Now see your own … Weiterlesen

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Schwimmen in Luft durch die Wüste: Aus der Nefud, Phase II (3). Krebstag 37: Zum Wadi der Verstrickungen. Am Freitag, den 5. Juni 2020.

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  [عالم آخر.صحراء النفود 7.35 Uhr | 72,9 kg]     Wir durchreiten die Region der Nefud, von der gesagt wird, ihre starke Strahlung bewirke den Ausfall jeglichen Körperhaars, also auch was bei mir sehr, wenn möglicherweise auch als einziges … Weiterlesen

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Oh Liliebste, Lilliste! ANH an Liligeia, siebenter Brief. Am siebenunddreißigsten Krebs- und zweiten Tag im zweiten Höllenkreis der Nefud, donnerstags nämlich, den 4. Juni 2020.

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Berlin.Nefud, den 4. Juni 2020 Frank Martin, Messe für unbegleiteten doppelten Chor (1922/26 | 1963) 5.31 Uhr] Oh, wie war ich gestern fast den ganzen Tag lang – … nein!, Dir „wie bekifft“ zu schreiben, wäre, Lilli, falsch. Vielleicht rührte … Weiterlesen

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„Kunst ist nicht relativ.“ Statt eines Arbeitsjournales ein paar poetologische Anmerkung zum Krebstagebuch und zur Nefud. Mittwoch, den 3. Juni 2020: Krebstag 36, Chemo II/2.

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  [Arbeitswohnung, 5.34 Uhr Allan Pettersson, Erstes Streicherkonzert] [Vorschlafs nach quer liegenden Brustschmerzen 30 Tr Novamin plus 3 THC. Mit knappen Zweistunden-Unterbrechungen bis fünf durchgeschlafen und – ab- gesehen von einer sehr leichten Übelkeit, die an eine kosmisch-persönliche Hintergrundstrahlung er- … Weiterlesen

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Durchs Zweite Tor der Hölle: Einritt in den nächsten Nefudkreis sowie die Injektionen. Aus der Nefud, Phase II (1): Mein Krebstagebuch des Dienstags, den 2. Juni 2020, Tage 34 & 35. Dazu der BND.

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أ تاريخ الكيمياء قديماً في قالبٍ يلّفه شيءٌ من الغموض والإثارة ، فقد ارتبطت ارتباطاً وثيقا في تلك الأزمنة القديمة بالسحر والشعوذة والتنجيم ،حيث كان السحرة يجرون بعض التفاعلات الغريبة والمثيرة كتلك التفاعلات التي يحدث فيها تغّّير في اللون وتصاعد … Weiterlesen

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Es sich mal richtig g u t gehn lassen mit dem Krebs!
| ANH an Liligeia, sechster Brief (als Antwort auf Lis Zwischenruf) |
Geschrieben von Sonnabendabend auf Sonntagmorgen, 30. bis 31. Mai 2020. {Krebstage 32 – 33 = Tage 12 und 13 der Nefudphase I)

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        — deshalb, weil sicherlich auch Du meine Handschrift nicht oder  nur unter solchen Mühen entziffern kannst, die ich Dir, meiner schönen, heut so sanften Li, weder zumuten möchte, noch es dürfte … – deshalb also schreibe … Weiterlesen

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In die najadentiefe Flucht: Die Brüste der Béart XXXII, das Ende des vorletzten Stücks (Entwurf). Die Brüste der Béart, 49.

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(…) Erwachet, Kaskaden, ach, des Flieders, lauschet der hohen Weiden Gezweig ins Wasser sich Streichen des Teichs übers, Béart, Seegrashaar der Najaden, lasse mich schmecken, was Fraun warn, bevor sie vergangen (doch ich | ich geh zuvor aus der, die … Weiterlesen

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Im Relais bei بجده : Aus der Nefud, Phase I (4). Geschrieben am Donnerstag, den 28. Mai 2020, in den Freitag – also heute, den 29. – hinein und eben einem Boten mitgegeben. Krebstagebuch, Tag 31 auf 32.

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        [صحراء النفود, 28. Mai Relaisstation bei بجده, was „Großvater“ bedeutet, gesprochen ungefähr „Bijadewè“, das „j“ wie „Schorsch“. 13.36 Uhr] Wir erreichten „den Großvater“ bereits gestern, lange noch vor Sonnenuntergang, hatten allerdings eilen, die Tiere ziemlich unbarmherzig … Weiterlesen

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Liligeia an ANH (Billet 4: 28. Mai 2020 nachts)

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Abbitte. Mahler IX. Für Leonard Bernstein. Am Mittwoch, den 27. Mai 2020, notiert als kleines akustisches Arbeitsjournal.

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  [Arbeitswohnung, 14.38 Uhr Krebstag 29/Chemotag 8 | beschwerdefrei, 71,5 kg]   Mit großem Dank an Albert Meier Mahler, Symphonie No 9 Berliner Philharmoniker, Leonard Bernstein Aufnahme des RIAS Berlin anläßlich der Berliner Festwochen 1979 zugunsten Amnesty International.   Ganz … Weiterlesen

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Postskriptum (Nachtrag) zu ANH an Liligeia, fünfter Brief. Krebstagebuch, Tag 29.

      P.S.: Was auszuführen, worauf zu antworten ich noch … oh, Lilli, ich weiß nicht, ob „vergaß“ ..! Eher mußte ich mir wohl selbst erst klar werden und danken Ihnen, daß Sie nicht, wie ich’s befürchtet habe, dazwischenschießen … Weiterlesen

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Schmelings Oase: Aus der Nefud, Phase I (3). Geschrieben vom sechsten bis siebten Morgen, nämlich des Krebstagebuches sieben- und achtundzwanzigster Tag.

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Wer hätte dieses je geglaubt? In einer Wüste Mittendrin! Wo sonst nur Sand und Sand und wenig Sukkulenten … da … da … — Lilifee-Kastanien! Wie ausgemalt von meiner Lili, da sie noch keine fünf gewesen – also die in … Weiterlesen

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„Woher kommt hier der — Fisch?“ Abendessen in der Nefud. Aus der Nefud, Phase I (2): sechster Abend. Krebstagebuch, Tag 27.

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[Abendlager, Nefud 19.32 Uhr] Die erste selbst geschnittene Sashimi meines Lebens und in der Wüste wahrlich Luxus (wobei Faisal, der meinem Zubereitungsritus skeptisch, doch „umso stummer“ zusah, nicht einmal den Kopf schüttelte; allein, er weiß sehr gut, wie verboten rotes … Weiterlesen

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Omisätze (9)

  „Den hamse wohl mip’m Klammerbeutel jepudert!“   Gewidmet den Damen* Else Eggers (1903 – 1995) Alma (1915 – 1981) Emilie Hamel (1901 bis späte 70er Jahre) Eva Berwig (1910 – 1998) Hermine Mathilde Bretter (1846-1938) Kreszentia Libiseller (1915-1992) Doralice … Weiterlesen

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ANH an Liligeia, fünfter Brief: Geschrieben am Sonnabend und Sonntag, den 23. und 24. Mai 2020. {Krebstage 25 & 26: Chemo, Nebenwirkungen – heute und hier zu deren bislang, ja, krassester).

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[Nefud, 23. Mai. Nach der vierten Nacht 8.35 Uhr]   Und nun zu, endlich, Lilly, Dir: Ja, Misignora, ich beharre auf meinem, weil unserem Du, das eben als Tattoo nicht ich in unsre Haut gestochen habe, sondern Du selbst, wie … Weiterlesen

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Rainer Kunze zur „Vergenderung“ der Sprache.

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      Öffentliche Stellungnahme zu des Deutschen Rechtschreibrat Disussion eines „gendercorrecten“ Schreibens im fliederblühenden Wien, → dort in der Passauer Neuen Presse. „Es gibt ein grammatisches Geschlecht (Genus) und ein natürliches Geschlecht (Sexus). Genus ist das Geschlecht des Wortes … Weiterlesen

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Aus der Nefud, Phase I (1): dritter Morgen. Krebstagebuch, Tag 24 – mit dem Arbeitsversuchsjournal des Freitags, den 22. Mai 2020. Allerdings eine ungeheure Entdeckung darin.

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  [Nefudlager,, 6.32 Uhr Schubert, Streichquartett 15 G-Dur, Pražák Quartet) Schön sieht sie aus, die Nefud, auf Arabisch geschrieben: صحراء النفود, und ich schlage vor, diese Wörter (Ṣaḥrāʾ an-Nafūd) fortan stets anstatt des profanen „Chemo“s zu sprechen. Sie haben den … Weiterlesen

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Ricarda Junges Predigt im Dom zu Berlin. An des Donnertags, dem 21. Mai 2020, Himmelfahrt.

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  Beeindruckend, auch wenn wir nicht glauben –  und sogar umso mehr:   [höre auch: ANH >>>> DAS INNEN EIN HOTEL Ein poetisches Hörstück auf Ricarda Junge (2011)].

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Liligeia an ANH, zweiter Brief. Aus der Nacht des 21. auf den 22. Mai 2020.

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  … besser, nein! ich schreibe das nicht mehr mit der Hand, sondern so, daß Sie es auch lesen können — was ich, daß Sie es können, nach Ihren letzten >>>> provokant kurzen Antworten doch sehr bezweifeln muß. Also wie … Weiterlesen

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Total bekifft nach Aqaba: Der Chemo erster, nämlich der Hinausritt. Das Krebstagebuch des einundzwanzigsten Tages, das am zwanzigsten begann. Mittwoch, der 20. Mai 2020.

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[Arbeitswohnung, 6.55 Uhr Schostakovitsch, Streichquartett Nr. 15 es-moll, op.144] Mit seinem letzten Streichquartett die Reise zum Haus der Versöhnung zu beginnen, ist angemessen, das anders als Lawrences in meinem Aqaba steht und eher ein Haus der Wiederumarmung ist, da sich’s … Weiterlesen

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Krebstagebuch, Tag 20. Dienstag, den 19. Mai 2020: Chemo I (Phase 1)

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[Arbeitswohnung, 5.18 Uhr → Schostakovitsch, Streichquartett Nr. 5 B-Du Erster Latte macchiato] Die erste Pforte – eine Enge eher von hohem, massivem Fels, die in meine persönlich Nefud führt, wie ich die heute beginnene Chemotherapie mit Lawrence nennen will – … Weiterlesen

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Lundkvist-Briefe, Schostakovitsch. Als Dank- und Arbeitsjournal des Montags, den 18. Mai 2020, dem nämlich schon neunzehnten Krebstag mit mittags der Chemo-Vorberatung.

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Poesie: Eine Wäscheleine ausgespannt zwischen einem Leuchtturm und einem Kirschbaum. Artur Lundkvist, Poetik 2 (Dtsch. v. Friedrich Ege) [Arbeitswohnung, 5.14 Uhr Schostakovitsch, Streichquartett Nr. 2 A-Dur, op. 68] Erstmals seit, ist mein Eindruck, langem wieder durchgeschlafen; nach dreißig Tropfen Novaminsulfon … Weiterlesen

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Liligeia an ANH (Billet 2)

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Die beiden Religionen (!) des Westens im darum siebenundzwanzigsten Coronajournal und Tagebuch des achtzehnten Krebstages, beides zum Sonntag, den 17. Mai 2020. Darinnen wieder Ivanhoe, beim diesmal Anritt auf Professor Jostings Cy-Burg.

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  Bitte, bevor Sie dieses heutige Journal lesen, kehren Sie noch einmal zu dem von gestern zurück und seiner im → Titel ersten Aussage – also Lawrences Ausruf. Und dann machen Sie sich klar, wie die Geschichte um → Gasim … Weiterlesen

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Betr.: Chemo | Liligeia an ANH.

Veröffentlicht unter Hauptseite, Korrespondenzen, KREBSTAGEBUCH | Verschlagwortet mit , , , , , , , , | 2 Kommentare

Nichts steht geschrieben!“ Lawrence of Arabia (jodiert) im Krebstagebuch des nunmehr dritten Sana- und, weil in der Klinik spürbar akut, auch wieder Coronajournals, nämlich des sechundzwanzigsten. Verfaßt am frühen Morgen des Sonnabends, den 16. Mai 2020, bis spät in den Morgen hinein. (Krebstag 17).

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[Sana A4, 2018: 5.25 Uhr Erster Kaffee (aus Granulat)] [Reuter, Petite sonate pathétique Im Wechsel mit Ramirer, ORGANICS] Freundlich, sehr sehr freundlich wieder ward ich empfangen, der eine Viertelstunde zu früh kam, aber eh erst Formulare neu auszufüllen hatte. Wozu … Weiterlesen

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Die verschwundene Musik SOWIE Fürs Messerle: am Krebstagerl 16.

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            [Arbeitswohnung, 5.16 Uhr Händel, Semele (ive-DAT-Mitschnitt aus der Staatsoper Unter den Linden vom 12. Oktober 1996), Akt I] Hinterhof im Mai: Dunckerflieder.Anderswelt Hübsche Komplexion, daß diese Zeilen, wiewohl nun früher „terminiert“, später geschrieben werden, … Weiterlesen

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Krebstag 15: Wammerlwetter.

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[Arbeitswohnung, 6.42 Uhr Händel: Tamerlano (Gardiner mit Chance)] Erster Latte macchiato, elfter Tag rauchfrei und kaum noch Entzug, wenn Sie vielleicht von den Schlafstörungen absehen (sollte Bruno Lampe → also recht haben). Von 2.30 bis etwa anderthalb Stunden später wieder … Weiterlesen

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Rothes Korruptionslieder’lchen.

  Dschungelblätter No 1 Jg I, Ventôse 1985   Frau Roth hat ein Gedicht geschrieben. Es stand in der FAZ, heißt „Durchatmen“ und sollte wahrscheinlich, weil die Autorin kurzatmig ist, „Durchhalten“ heißen. Sei’s nun, es habe Polyhymnius den eigentlichen Titel … Weiterlesen

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Heute eher Arbeitsjournal denn Tagebuch. Am vierzehnten Krebstag: Mittwoch, den 13. Mai 2020. Mit einem, völlig unversehens, Manifest und halluzinogenen Vorlebensendeplänen.

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[Arbeitswohnung, 6.15 Uhr Respighi, Semirama (ff)] Ärztingespräch gestern, in लक्ष्मीs Beisein: Da die OP-Ansätze des SANAs und der Hannöverschen so heftig divergieren, noch die Drittmeinung der Charité einholen, die von diesen als „unnötig“ abgetane („Wir holen später sowieso alles raus“) … Weiterlesen

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Omisätze (8)

    Was ’n das für Katzenwäsche!?   (Alleine dieses Wort! Verblassendes, fast nicht mehr zugegenes Erbe.) Gewidmet den Damen* Else Eggers (1903 – 1995) Alma (1915 – 1981) Emilie Hamel (1901 bis späte 70er Jahre) Eva Berwig (1910 – … Weiterlesen

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Krebstag 13: erneutes Tagebuch statt des Arbeitsjournals. Dienstag, den 12. Mai 2020

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[6.01 Uhr, erster Latte macchiato Respighi, Concerto gregoriano] Seit fünf auf, → Currentzis-Aufnahmen geordnet und Knelangens WeTransfer-Sendung hinzugespeichert. Aber schon um drei wach gewesen; allerdings, anders als gestern nacht, fiel ich in den Schlaf wieder zurück. Dennoch, es muß aufhören … Weiterlesen

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Katharsis. Von Currentzis. (Für heute mich ein Kommentar zum Krebs).

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  Die Sechste Sinfonie endet hingegen in der Dunkelheit, aber es ist eine schützende Dunkelheit, die Zuflucht bietet. Auch das verweist auf das Tragische und das Drama der Antike. Damals gab es in der Nähe der Theater oft ein Asklepeion, … Weiterlesen

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ANH an Liligeia, vierter Brief. Montag, den 11. Mai 2020. (Krebstag 12).

[ICE 944, Berlin-Hannover 7.40 Uhr] Nun gut, dann, sehr verehrte gnädige Frau. eben so, wobei ich zwar damit gerechnet hatte, Sie würden – täten Sie’s überhaupt – ein wenig ungehalten auf meine vorhergegangenen Briefe reagieren. Daß Sie mir allerdings eine … Weiterlesen

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„… in einer Klasse mit …“ . WIENER ZEITUNG, 9. & 10. Mai 2020: Eine Seite ANH.

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  “ (…) Dennoch fällt sein Name im Literaturbetrieb auffällig selten – vielleicht, weil er für Leserinnen und Leser schreibt, die sich der gefälligen Empfindungsprosa verweigern, die heutzutage den Mainstream der Gegenwartsliteratur ausmacht. Der Preis dafür ist hoch: Er wird … Weiterlesen

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Krebstag 11, Körperspannungs Morgennotat.

[Arbeitswohnung, 5.38 Uhr Ramirer, inversus REMIX] Einbildung? Nein, ich spür es ja (und habe es, noch liegend und die Decke bis unter die Knie zurückgeworfen, einige Zeit lang betrachtet): Interessant, wie sich die Anatomie meines Körpers quasi herausschält – in … Weiterlesen

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Ribeiros Eidechse vor der Haustür gefunden. Und aufgeschlagen irgendwo: fürs – was ich noch nicht wissen konnte – Tagebuch des zehnten Tags.

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    Gesund leben, keinen Tabak, keinen Alkohol, viel frische Luft, Natur und Entspannung, eine mehr oder weniger gemäßigte Diät einhalten, wegen der von der Chemotherapie angegriffenen Leber — liegt darin nicht ein Paradox? Doch, ja, wenn er eines Tages … Weiterlesen

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Ligeia an ANH, erster Brief. Sonnabend, den 9. Mai 2020. (Krebstag 10).

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[Wappenbild © → Hans Hillewaert]   Circumkardia, 7.15 Uhr     Mon Sieur ANH, denken Sie nicht, ich hätte Ihre Taktik, mir zu schmeicheln, nicht durchschaut … schlimmer noch, mich auf eine Weise zu umgarnen, die Sie doch auch selbst … Weiterlesen

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Die Befunde. Im Krebsjournal des Freitags, den 8. Mai 2020. (Krebstag 9)

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  [Sanaklinik 4A, Aufenthaltsraum 5.11 Uhr] An sich, liebste Freundin, sollte hier ein anderer Beitrag stehen, nämlich ein nächster Brief, nicht allerdings geschrieben an Ihre neue und, ich gebe es zu, ungemein starke Nebenbuhlerin, vielmehr aus deren eigener, höchst feindlicher, … Weiterlesen

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ANH an Liligeia, dritter Brief. Donnerstag, den 7. Mai 2020. (Krebstag 8).

[Arbeitswohnung, 3.10 Uhr Allegri, Miserere] Tatsächlich seit einer Stunde wach, nein etwas länger schon, mich hin- und hergeworfen, dann, wie bereits gestern, aus dem Bett, diesmal aber für Latte macchiato. Alles dieses aufregungshalber, gewiß, da wir doch nachher die Befunde, … Weiterlesen

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Zweiter Brief an Li. Als Arbeitsjournal des Mittwochs, den 6. Mai 2020. (Krebstag 7).

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[Arbeitswohnung, 7.55 Uhr Mahler X (D. Cooke), RSO Ffm, Inbal 1992) Heut mal, liebste → Li, etwa Heiteres vorweg. Du wirst es nicht glauben oder grad Du wirst es glauben, wir anderen haben ziemlich gelacht. Also लक्ष्मी bekommt von einer … Weiterlesen

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Das zweites Sanajournal. Als, an Liligeia, Brief des Dienstags, den 5. Mai 2020. (Krebstag 6,ff).

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[Aufenthaltsraum Sana 4.2, 5.25 Uhr] Mit Zenbook und Ifönchen bin ich, nachdem ich denn um fünf nun schon wach war, hierhin gezogen, um meinen Mitbewohner, der eine etwas schwierige Nacht gehabt, nicht mit meinem klackernden Dauergetippe zu stören. Außerdem, hoffte … Weiterlesen

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Erstes Sanajournal. 4. und 5. Mai 2020: „Staging“. (Krebstage 5 & 6).

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[Sana-Kliniken, Berlin (Lichtenberg), je ganztägig]   >>>> Unter Staging versteht man die Einschätzung des Ausmaßes einer i.d.R. malignen Tumorerkrankung (…). Das Ausmaß wird in erster Linie oft anhand von Größe und Lokalisation beurteilt, allerdings spielen auch weiterere Faktoren (→ siehe … Weiterlesen

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Li (Ligeia), meine Lilie / Krebsin Lilly auf dem Felde /
Liligeia, meine Li.
Im Arbeitsjournal des Sonntags, den 3. Mai 2020: Krebstag 4.

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Lo, the lilies of the field! How their leaves instruction yield! Reginald Heber A Book of Hymns for Public and Private Devotion (1866) Dante Gabriel Rossetti Ligeia Siren (1873) (Bild ©: → wikipedia) [Arbeitswohnung, 6.15 Uhr] Früh schon war sie … Weiterlesen

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Das Karzinom als Geschöpf. Krebstagebuch, Tag 3. Sonnabend, den 2. Mai 2020.

Gestern zum ersten Mal seit der Diagnose hatte ich denn doch unversehens Angst, was die seltsame Hochstimmung, die mich bestimmte, deutlich dämpfte. Allerdings nicht des Karzinomes selber wegen und wegen der objektiv schlechten Aussichten auch dann, sollte das Ding operabel … Weiterlesen

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Das Leben als einen Roman betrachten (15): Krebstag 2.

[Angela Puxi, Isle of Fire] Irgendwann ging mir die Numerierung der 2013 begonnen Serie von Überlegungen verloren, also ging nicht verloren, sondern ich vergaß – oder es war dem Antisystematiker in mir „über“ –, die Texte mit Zahlen zu versehen. … Weiterlesen

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Magenkrebs (Kardiakarzinom). Das nunmehr Coronavölligegal- und erneut, um so dringender, Arbeitsjournal des Donnerstags, den 29. April 2020. Zu Schostakovitschs Cello und Klavier.

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  … und das erste, was ich gestern tat, nachdem ich aus all den Gesprächen heraus war, war — endlich wieder ein Brot zu backen, also den Teig anzusetzen, mit eigenem lievito madre. Die erste Ruhephase des Teiglings endete heute … Weiterlesen

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Wer war Gudrun?

Fand ein altes schlechtes Gedicht, das mit den Zeilen endet nicht verzichten bis es von selber geht, und ein zweites, nicht weniger schlechtes, das offenbar im sehr selben Zeitraum entstanden ist und mit den Zeilen beginnt fort, fort ist sie … Weiterlesen

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| Der Sommer auf Ardis ODER Dein Afrika hinauf |
Nabokov lesen, 39: Ada oder Das Verlangen, 1
Teil I, Kapitel 1 – 26

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    „Wir waren schändlich verdorben, nicht wahr?“ [die erwachsene Ada, ANH] „Alle klugen Kinder sind verdorben.“ [der erwachsene Van, ANH] Ada oder Das Verlangen, S. 142 (Dtsch v. Uwe Friesel und Marianne Therstappen) Sie betrachtete ihn. Ein feuriges Tröpfchen … Weiterlesen

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ANHs MEERE. In der originalen Fassung.

  < Alban Nikolai Herbst Meere Roman mare Zweite Aufage 2018 263 Seiten Gebunden mit Schutzumschlag 22 Euro Bestellen: >>>> Verlag. >>>> Amazon.

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Omisätze (7).

    Es ist immer etwas, das den Himmel hält.   (Ein Satz, der sein Gegenteil meint: daß der Himmel stets wieder — einstürzt. Ein Teil des Himmels jedenfalls) Gewidmet den Damen* Else Eggers (1903 – 1995) Alma (1915 – … Weiterlesen

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Als vierundzwanzigstes Coronajournal eine bedenkliche Beobachtung. Am Montagmorgen, den 27. April 2020. Und quasi zur — er- und gelebten — Theorie des Literarischen Weblogs, ff.

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[Arbeitswohnung, 7.04 Uhr] Über dem neununddreißigsten Nabokovlesen saß ich intensiv schon paar Stunden, kam, nach anfänglicher Weile, die es brauchte, Geliebte, einen guten Einstieg zu finden (die „Materie“ und meine poetische Vorgehensweise sind hier recht komplex), auch gut voran. Zugleich … Weiterlesen

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Coronas Alltag II: Im Lichte hängende Schuhe. Das dreiundzwanzigste Coronajournal des Sonntags, den 26. Apil 2020.

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  [Arbeitswohnung, 8.45 Uhr] Ein bißchen was ist nahzutragen → zu gestern, auch wenn mein Waschtag vorüber. Hinweisen möchte ich zuvor auf → Bruno Lampes neuen Tagebucheintrag, weil er zeigt wie ähnlich wir uns offenbar momentan sind, aber auch auf … Weiterlesen

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III, 462 – Spleen

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Und langsam stellt sich nun doch boredom ein. Das Nicht-in-die-Gänge-kommen am Morgen (eher schon: Vormittag). Der hohe Grad an Unlust vor dem endlich aufgebauten Bildschirm, dem, was tatsächlich immer noch trotz aller Unkenrufe an täglicher Brotarbeit zu verrichten ist, nachzukommen. … Weiterlesen

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Coronas Alltag I. Mit Nabokov im Waschsalon: Metamorphosen. Das zweiundzwanzigste Corona-, mehr allerdings ein Lesejournal, nämlich des Sonnabends, den 25. April 2020. Nabokov lesen, 38.

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[Arbeitswohnung, 7.28 Uhr] Waschtag und zuhaus Mme LaPutz. Um sechs bereits auf, es sind viele Maschinen, allein für die Bettwäsche, die ich vorziehe, vier. So früh los, damit auch genügend Waschgeräte noch frei sind; ich hab ja keine Ahnung, wie … Weiterlesen

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Die Menschen wollen nicht das Glück

 

Sie wollen das Bekannte
auch wenn es Unglück ist
Es ist als das Benannte
zu sicher, um auf ungewisse Frist

ins Risiko zu laufen
und schmerzvoll zu versinken,
anstatt vertraut im Haufen
so langsam zu ertrinken

daß du drob merklos bist

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Unten ODER „Da sie wahrscheinlich gar nichts merken.“ Vor diesem – dem einundzwanzigsten – Coronajournal. Freitag, den 24. April 2020.

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  (Vorweg, weil’s nicht ohne Witz ist: Daß, mögli- cherweise, → Raucher geschützt vor Corona sind!) [Arbeitswohnung, 7.10 Uhr David Ramirer, → inversus REMIX] Doch nicht nur das, sondern immerhin auch Ramirers neue Musik baute mich wieder etwas auf, die … Weiterlesen

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Omisätze (6)

    Also hat Gott die Welt geliebt – und der Pfarrer seine Köchin.   (Wichtig hier, die erste Silbe des „Also“s zu betonen.) Gewidmet den Damen* Else Eggers (1903 – 1995) Alma (1915 – 1981) Emilie Hamel (1901 bis … Weiterlesen

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Vergleiche. Von Nabokov. Nabokov lesen, 37.

  Wir sagen von einer Sache, sie sei wie irgendeine andere, wenn wir doch etwas zu beschreiben begehren, das im Grunde mit nichts auf der Welt vergleichbar ist. Gewisse Vorstellungen sind uns vom Zeitbegriff so verfälscht worden, daß wir schließlich … Weiterlesen

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Goldammersang: Die Brüste der Béart XXXII, ff (Fortsetzung des Entwurfs). Die Brüste der Béart, 48.

(…) und glitten in uns als einander hinein, rein im Scheine des EInen, zwar bange, momentlang, doch schon von den Körpern alleine geführt, wohin gar nicht wir mehr uns zögen, sondern ein Es, im glitzernden Flirren besonnter Partikel des Staubes … Weiterlesen

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Schon die Tatsache,

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daß überhaupt noch ernstlich von „Tabus“ gesprochen wird, etwa des Inzests oder der Nymphophilie, ist Ausdruck eines unfreien, inneren Kleinbürgertums, nämlich als Gefühl internalisierter Moral, nicht etwa eine (für oder gegen etwas) Entscheidung aus Gründen, ja nicht einmal eine aus … Weiterlesen

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Dehad, Ktomsg. Traumjournal.

Es verflochten sich Serie und Lektüre. Ich sah den Film erneut, im Traum, doch war es nicht Sarah, die herumlief, sondern eine andere Nymphe, auch wenn Madelyn Cline – zumindest in meiner Erinnerung – der Erscheinung „Sue“ Lyons ziemlich glich: … Weiterlesen

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„Daß heute Sonntag ist!“ Und daß wir Weltgeschichte erleben!
Im zwanzigsten Coronajournal des nämlich 19. Aprils, darinnen Vorarbeiten für Ada: „Ada“, 0.3, nämlich Nakokov lesen, 36. Mit einer Bemerkung zur „Geilheit“ alter Männer.

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[Arbeitswohnung, 10.01 Uhr] In der Tat, liebste Freundin, mit diesem inneren Ausruf über etwas, das mich seit gestern überhaupt nicht verwundern sollte, dennoch solchem Staunen saß ich, vor anderthalb Stunden um halb neun, am Schreibtisch: „Daß heute Sonntag ist!“ Das … Weiterlesen

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„Berstend vor kelterreifem Verlangen.“ Nabokov lesen, 35: Das Bastardzeichen. Dazu zwei kleine – von García Márquez und Kubin – Endspielstücke.

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  (…) vom ersten Treppenabsatz warf sie einen Blick zurück; dann enteilte sie aufwärts, ihren Schal mit allen seinen Sternbildern hinter sich herschleifend — Kepheus und Kassiopeia in ihrem immerwährenden Glück und die hellglänzende Träne Kapella und Polaris die Schneeflocke … Weiterlesen

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III, 461 – Dualismo

Es ist fatal: ich lebe seit nunmehr einer Woche (obwohl ich im Zeitgefühl ein “seit zwei Wochen” habe) mit dem Eindruck, die Brotarbeit ebbe ab (in einem Reimschema müßte es wohl abba|cd heißen), und ich könne ohne “schlechtes Gewissen”, sozusagen … Weiterlesen

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Omisätze (5)

    Es jibt sonne wecke, sonne wecke un‘ sonne wecke jiebt’s auch. Gewidmet den Damen* Else Eggers (1903 – 1995) Alma (1915 – 1981) Emilie Hamel (1901 bis späte 70er Jahre) Eva Berwig (1910 – 1998) Hermine Mathilde Bretter … Weiterlesen

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Brief an einen Freund. Als neunzehntes Coronajournal, nämlich dem des Freitags, den 17. April 2020.

Von G. M., 15. April: Jungs, ich versuche es nochmals: die nächsten Tage nur Sonne und also Bier bei mir auf der terrazza? Bin unverändert gesund…   An G. M., 16. April: Guten Morgen, lieber G., prinzipiell eine gute Idee … Weiterlesen

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„Ach daß ich ihn nicht nennen kann!“ Das achtzehnte Coronajournal, geschrieben am 16. April 2020. Darinnen Nabokovs „Ada“, 0.2.

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[Arbeitswohnung, 12,28 Uhr] Es ist schon ein eigenartiges Grundgefühl, das in mir, so ist es am besten auszudrücken, Platz genommen hat: Entfernung, ohne tatsächlich Entfernung zu sein, die vorher nicht auch schon gewesen wäre, doch nun in der Art vermeintlicher … Weiterlesen

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Zur Refeudalisierung der westlichen Gesellschaften. Statt eines siebzehnten Coronajournals ein Vortrag Rainer Mausfelds, der von Corona da noch nichts wußte.

Wir haben jetzt die Zeit. Zuhören also:      Niemand muß mit allem Gesagten einverstanden sein, um einiges denn doch erhellend zu finden — auch dann, wenn wir es schon selber, manchmal, dachten. Zentralsatz ist aus Sicht Der Dschungel, … Weiterlesen

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Unangesichts des erwartbaren Todes. Nabokov lesen, 34: „Erinnerung, sprich“, 0.2.

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      So hebt er an: Die Wiege schaukelt über einem Abgrund, und der platte Menschenverstand sagt uns, daß unser Leben nur ein kurzer Lichtspalt zwischen zwei Ewigkeiten des Dunkels ist. Obschon die beiden eineiige Zwillinge sind, betrachtet man … Weiterlesen

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Das Oster-, nämlich sechzehnte Coronojournal. Geschrieben für Sonntag & Montag, den 12. und 13. April 2020. Darinnen Nabokov lesen, 33: „Erinnerung, sprich“, 0.1 | „Ada oder Das Verlangen“, 0.1.

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        [Arbeitswohnung, 13.3., 10.45 Uhr] So saß die Familie denn gestern beisammen, der große Sohn, die Zwillinge, लक्ष्मी und ich; alleine Sie, geliebte Freundin, fehlten und wären aber von allen begrüßt gewesen. Wir wissen freilich, und leben … Weiterlesen

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Osterbotschaft: Die Brüste der Béart XXXII (Aus dem Entwurf, Auszug). Die Brüste der Béart, 47.

Und dann, als Eltern, wir, Béart – was geben wir nun weiter, den Mädchen, den Jungen, wenn’s ihre Zeit wird – und reif die weißen Trauben in den roten Reben hängen, drinnen sie sich träumend wälzen, da sie heiter doch … Weiterlesen

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Der Wolpertingerroman als Raubfile.

An sich ist sowas ja ehrenvoll, weil es zeigt, daß ein siebenundzwanzig Jahre alter Roman nach wie vor — → lebt, auch wenn die Angelegenheit-selbst nur schwerlich mit dem Urheberrecht in Einklang zu bringen ist. Geschädigt, nun jà, in Maßen, … Weiterlesen

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O m i s ä t z e  (4)

    Furchtbar soll’s jewesen sein, mit Kinderköppe hamse jekegelt. Gewidmet den Damen* Else Eggers (1903 – 1995) Alma (1915 – 1981) Emilie Hamel (1901 bis späte 70er Jahre) Eva Berwig (1910 – 1998) Hermine Mathilde Bretter (1846-1938) Kreszentia Libiseller … Weiterlesen

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Das fünfzehnte Corona-, leider zugleich ein Abmahnjournal, nämlich am Gründonnerstag, den 9. April 2020, geschrieben. Mit Elinor Frey.

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[Arbeitswohnung, 9.55 Uhr Mécénat Musica: Elinor Frey, La Voce del Violoncello] (Zum Video siehe unten das Postscriptum)  Seltsame Zeiten. Frühling und doch immer weiter Beklemmung – sie interessanterweise nur, solange ich am Schreibtisch, also drinnen sitze. Geh ich hinaus, … Weiterlesen

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„Es war einmal ein Mann, den habe ich geküßt.“ Nabokov lesen, 32: Das wahre Leben des Sebastian Knight.

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  Zwei seiner Lebensmotti befragen sich gegenseitig, und die Antwort ist das Leben selbst — näher vermag man einer menschlichen Wahrheit überhaupt nicht zu kommen. Das wahre Leben des Sebastian Knight, 175/176 (Dtach. v. Dieter E. Zimmer)   So leichtfüßig … Weiterlesen

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O m i s ä t z e  (3)

  Ich lernte sie als Perle kennen, danach ging sie mit Kerle pennen. Gewidmet den Damen* Else Eggers (1903 – 1995) Alma (1915 – 1981) Emilie Hamel (1901 bis späte 70er Jahre) Eva Berwig (1910 – 1998) _________________ >>>> Omisätze … Weiterlesen

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Wer sich als Europäerin und Europäer fühlt, unterschreibe bitte für Julian Assange.

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(Einfach auf das Bild klicken.)

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III, 460 – Weichbilder

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Was besonders auffällt in den hiesigen Gassen: Die älteren Frauen (Witwen?), die sonst — mal die mal die mal die immer eine oder die immer zwei — vorm Tabakladen, gegenwärtig waren und ein höfliches Grüßen allemal erheischten, das gleichsam (“das … Weiterlesen

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Vierzehntes Coronajournal: Sonnabend, der 4. April 2020. Darinnen Christian Jeltschs und Jobst Christian Oetzmanns großer TATORT mit Maria Furtwängler und Florence Kasumba, die beide einfach nur hinreißend sind.

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[Arbeitswohnung, 7.37 Uhr] Ein klein wenig alarmierend war dies nun doch, daß ich gestern, nachdem ich nach einer Unterbrechung von sieben Monaten mein → Lauftraining wieder aufgenommen hatte und es mit dem nur-5-Kilometer-Lauf aber doch sehr, meinte ich, vorsichtig angegangen … Weiterlesen

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O m i s ä t z e  (2)

Gewidmet den Damen* Else Eggers (1903 – 1995) Alma (1915 – 1981) Emilie Hamel (1901 bis späte 70er Jahre) Früher war ich bildschön, heut ist noch das Bild schön. _________________ >>>> Omisätze 3 (folgt) Omisätze 1 <<<< _____________________________ *) Von … Weiterlesen

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Coronas Einsamkeit. Träume, Klarträume, Albtraumfiktionen. Im dreizehnten Coronajournal, nämlich des Freitags, den 3. April 2020. Darinnen auch Philosophie der Geschichte als einer der Natur.

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[Arbeitswohnung, 5.19 Uhr Der Amselhahn singt, obwohl es noch dunkel.] Nur eine einzige Lampe im Zimmer, auf meinem Schreibtisch; der grüne Artdeco-Schirm mit dem geklebten Spalt, auch kupferner Bronze der geschwungene Fuß, klassizistische Schaft. Und kühl, sehr kühlt weht es … Weiterlesen

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Das zwölfte Coronojournal. Am Donnerstag, den 2. April 2020. Darinnen ein paar Worte zur Geschichte der Dschungelblätter und ihrem Editorial.

[Arbeitswohnung, 8.30 Uhr] Zu Aprilscherzen gab es in diesem Jahr offenbar wenig Anlaß, auch wenn ich hätte, daß tatsächlich, vor allem so schnell, die 5000 Euro Soforthilfe II auf meinem Konto waren, für so etwas halten können. — War’s nicht, … Weiterlesen

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| Volksguts Schätze |
O m i s ä t z e  (1)

[Frau Else Eggers (1903 – 1995) gewidmet] Die beste Krankheit taugt nichts. _________________ >>>> Omisätze 2 (folgt)

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Kackerechner
Dem analen Volkscharakter gewidmet ODER Des deutschen Arsches Corona-App

Die Berliner Morgenpost macht uns des folgend Erlösenden kundig: Die Berliner Wasserbetriebe (BWB) haben einen → Klopapier-Rechner erstellt, aus dem hervorgeht, wie lange der eigene Toilettenpapier-Vorrat ausreicht. (…) Über vier Schieberegler kann man festlegen, wie viele Lagen das eigene Klopapier … Weiterlesen

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Unbehagen und Einsicht | sowie:
„In zwanzig Minuten bin ich dran!“
Geschrieben als elftes Coronajournal am Dienstag, den 31. März 2020. Darinnen Soforthilfe II mit den Antragswirren im Internet.

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[Arbeitswohnung, 7.15 Uhr] Anders, oh Freundin, hatte ich gestern geplant, heute früh mein Journal zu beginnen. Bereits der Titel war nicht so formuliert wie jetzt. Sondern über die Wirren wollt‘ ich mich lustig machen, die mich mehr als nur zwei … Weiterlesen

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Nabokov lesen, 31
EXKURS II
Poetik der Nichtmoral,

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derzufolge, wie Borges erklärt, ein Dichter unmoralisch werden müsse, der sich von seiner Autobiographie lösen will. Nur dann könne für die Öffentlichkeit (Sie mithin, meine Leserin) der Trennprozeß von Werk und Prozeß eingeleitet werden. Schon für die junge Moderne war … Weiterlesen

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Skandal der moralischen Anthropologie

Sexualität ist der nachtschwarze Schatten des Baums der Erkenntnis, aus der sie die Unschuld verlor. Sie steigt aus dem Grund in den Geist. Da aber klopft sie sein Helles ab, das seine Wurzeln verleugnet, und höhnt es. Was immer er … Weiterlesen

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„Wir haben, haben Corona juchheee!“ Das zehnte Coronajournal. Freitag, den 28. März 2020.

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[Arbeitswohnung, 9.54 Uhr Zweiter Latte macchiato] Seit halb sieben auf, mich gleich an einen Essay gesetzt, den ich 1986 schrieb und in den Dschungelblättern veröffentlichte; ich will ihn überarbeitet hier in Der Dschungel einstellen, woraus sich, weil ich nun auch … Weiterlesen

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„Niemand soll mich mir nehmen“: Nabokov lesen, 30. Einladung zur Enthauptung ODER „Der letzte Mensch“.

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                                                  Dies ist das blinde Ende                      … Weiterlesen

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III, 459 – Es hat geschneit: „Girate i palloncini colorati!“

Tatsächlich ein Schneien gestern Vormittag. Das erste Mal in diesem Winter, der schon ein Frühling ist (immerhin die Osterglocken blühen im Hof). Und ein kalter heftiger Wind. Dennoch mußte ich mich durchringen, am Nachmittag nach langer Zeit mal wieder hinunterzugehen, … Weiterlesen

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Va‘ pensiero: Nabucco in Coronas Zeiten. Anstelle des neunten Coronajournals. Von Raffaella Baioni und Giovanni Mirabile sowie dem Coro virtuale romano. Lunedì/Donnerstag, | il marzo 26, 2020 | den 26. März 2020.

(Der Dschungel von → Kaleb Utecht geschickt.) Aus → den Kuppeln gesungen Erläuterung bei Youtube (zur Übersetzung → bei Deepl eingeben): La situazione di criticità in cui ci troviamo ha mutato profondamente la quotidianità di noi tutti, costretti in casa … Weiterlesen

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Von Essenmann und Tod. Das achte Coronajournal, geschrieben am Mittwoch, den 25 März 2020.

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  „Phantasie“, erwiderte Cincinnatus. „Und Sie — möchten Sie nicht fliehen?“ „Was meinen Sie damit, fliehen?“ fragte M’sieur Pierre erstaunt. Vladimir Nabokov, Einladung zur Enthauptung (Dtsch. v. Dieter E. Zimmer) [Arbeitswohnung, 8.20 Uhr] Abends seh ich von dem meinen in … Weiterlesen

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„die erste Ferngesellschaft der Menschheitsgeschichte“ (Peter Weibel, NZZ): Das siebente Coronajournal. Montag, der 23. März 2020.

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Und ebenfalls NZZ, >>>> dort: Senizid [Arbeitswohnung, 7.08 Uhr] Und wenn er noch so viel → Unmut ausgelöst hat, die Vorstellung, es vollziehe sich derzeit ein wie nur selten spürbarer, weil unmittelbar in unser alltägliches Erleben hineinreichender selbstregulativer Prozeß, bleibt … Weiterlesen

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Großartige Hörbuch-Aktion bei Septime
Und die Digitale Konzerthalle kostenlos für alle

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Septime teilt mit:Zu bestellen über Thalia, amazon – apple store usw. Und die Digitale Konzerthalle der Berliner Philharmoniker frei für alle:  

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Nabokov lesen 29, Verzweiflung, 2.

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  (…) dieses Buch ist durcheinander in allen meinen fünfundzwanzig Handschriften geschrieben, so daß der Setzer oder irgendeine mir unbekannte Stenotypistin (…) auf den Gedanken verfallen könnte, an der Niederschrift meines Buches hätten mehrere Personen Anteil gehabt (…) Verzweiflung, S.63 … Weiterlesen

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| Der ganze Hyperion |
Gelesen von Nico Bleutge, Nora Bossong, Max Czollek, Daniela Danz, Ulrike Draesner, Durs Grünbein, Alban Nikolai Herbst, Norbert Hummelt, Kat Kaufmann, Björn Kuhligk und Madame Nielsen

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Zu Friedrich Hölderlins 250. Geburtstag ein Projekt des Literaturhauses Berlin Zum Anhören und Herunterladen → dort:             _____________________________________ [Siehe auch das → Arbeitsjournal des 20. März 2020]

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Das sechste Coronajournal: Für Hölderlin.
Am Freitag, den 20. März 2020.

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 (An eine Freundin in Rom, die mir schrieb: “ … dann — non ritorniamo a veder le stelle“.) „Es geht mit Sicherheit so weiter, möglicherweise monatelang – was sich sehr leicht verstehen läßt, wenn man weiß, was „exponentiell“ bedeutet. Aber … Weiterlesen

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Statt des fünften Coronajournals: aus einem Brief an die Lektorin. Donnerstag, den 19. März 2020.

[Arbeitswohnung, 9.30 Uhr] “ (…) Für Beruhigung ist’s in der Tat auch nicht die Zeit, wohin es sich bewegen wird, einigermaßen unheimlich klar: Die Ansteckungsraten werden rein mathematiklogisch enorm weitersteigen, kurze Beruhigung im Sommer (der Virus sei, heißt es, wärmeempfindlich), … Weiterlesen

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III, 458 – Wohnen und Hausen (Corona-Sausen)

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Daß ich mich etwas geschwächt fühle, liegt eher an den Arbeitsrhythmen. Ablesen läßt sich das ziemlich gut an der Lektüre der letzten Tage: vom 14. bis gestern gerade mal 8 Seiten pro Tag. Mein Pensum liegt sonst bei 50 im … Weiterlesen

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Wir bereiten uns vor! Defender Europe 20.

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Kriegsspiel mit Corona: „4.000 Kilometer durch Europa (…) Transportkolonnen in der Nacht auf deutschen Autobahnen, lange Güterzüge, die durch deutsche Bahnhöfe gen Osten rollen, Panzer auf Binnenschiffen im Ruhrgebiet (…) Mit allein schon 29.000 USUnited States-amerikanischen Soldatinnen und Soldaten* (…) … Weiterlesen

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Angstbauch
Die blutige Trauer des Buchhalters Michael Dolfinger
(Die Erschießung des Ministers), Lamento | Roman

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[Tatsächlich mein erster Roman, 19979/80 — noch vor dem 1983 erschienenen Die Verwirrung des Gemüts —geschrieben, aber erst 1986 herausgekommen. Der ursprüngliche, für mich bis heute einzig gültige Titel Die Erschießung des Ministers war noch da nicht durchzusetzen, der → … Weiterlesen

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So gerne leben! Das vierte Coronajournal, nämlich des Dienstags, den 17. März 2020. Mit Dicken und Brillen.

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[Arbeitswohnung, 7.28 Uhr] Die NZZ heute morgen → faßt zusammen: Die aktuelle Krise zeigt, dass jedes Land auf sich selbst gestellt ist, auf eine internationale Koordination beim Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise wartet man wohl vergeblich.  und zieht … Weiterlesen

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Das dritte, nun wieder zweifelnde Coronajournal: glauben müssen. Montag, der 16. März 2020. Mit unter anderem Wolfgang Wodarg.

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  [Arbeitswohnung, 5.34 Uhr Bereits der Amselhahn wieder.] Wir leben jetzt in einem Netzwerk aus Imaginationen, täglich herge- stellt von Zeitungen Werbung Fern- sehen. Wir glauben, was uns gezeigt wird. Wir haben den Golfkrieg ge- glaubt, wir haben den Aufbau … Weiterlesen

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Mein Neapel: Parthenope in Zeiten der Corona- statt Arbeitsjournale, dem zweiten also heut. Am Sonntag, den 15. März 2020, somit sechs Tage vor kalendarischem Frühlingsbeginn. Dazu der Amselhahn mit Chlebnikov singt.

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[Arbeitswohnung, 6.15 Uhr Erster Latte Macchiato] Erwacht aber schon, von selbst, um 5.30 Uhr, wobei „von selbst“ den ausgesprochen stimmstarken Amselhahn meint, der mir in den letzten paar Tagen bereits mehrfach aufgefallen ist, ohne aber, daß ich ihn sah. Es … Weiterlesen

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„Ich verstehe die ganzen Hamsterkäufe nicht.

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  Was wollen die Leute mit all den Hamstern?“               [Bildquelle ©: → Wikipedia] __________________ (Gelesen → bei Nabokov.)

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„Jene prächtigen vulgären Romane“: Vladimir Nabokov im März 1965. Nabokov lesen 28, Verzweiflung, 1.

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      Verzweiflung will, im Einklang mit meinen übrigen Büchern, keinen gesellschaftlichen Kommentar geben und trägt keine Botschaft zwischen den Zähnen herbei. Weder richtet es das geistige Organ des Menschen auf auf, noch zeigt es der Menschheit den rechten … Weiterlesen

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Apfelbäume. Im Coronajournal des Freitags, den 13. März 2020.

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[Arbeitswohnung, 11 Uhr] Jetzt ist mir fast ein bißchen, Geliebte, als müßte ich für meine → Dekadenzpolemik vom 4. März eine Art Abbitte leisten, da nun die Zahlen so über mich und uns alle hinweggehn — Broßmann hatte mit seinem … Weiterlesen

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Der märchenvolle Wald: Nakokov lesen, 27. Die Mutprobe.

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[Bei Ravi Shankar, Raga Lalit Ravi-Shankar-Edition, → Parophone Records Lt. 2020]   Es war ein ziemlich guter Instinkt, was mich entscheiden ließ, nach dem → Gelächter im Dunkel nicht das folgende, zwei Jahre später erschienene, sondern dieses direkt davor geschriebene … Weiterlesen

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Pädagogistisches Vorurteilsgeschwätz ODER Von einer Lesung. Als Arbeitsjournal des Donnerstags, den 12. März 2020. Mit Scriba Entuline.

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[France Musique contemporaine: Kaija Saarijaho, L’alle du songe] Ort: Buchhandlung Hype & Schnulz, Berlin Zehlendorf Tag: Mittwoch, 11. März 2020 Zeit: 19.30 Uhr mit Empfang Eintritt: 10 Euro (nicht bezahlt) Ich gebe, Freundin, zu, vorgewarnt worden zu sein. Ich gebe … Weiterlesen

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Smooth. Americana von Maret, Collin, Frisell und Penn. Bei ACT.

        Eine Träumerei von ANH, → dort bei Faustkultur.

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III, 457 – O heilige Ratio | Corona umbraica

Ernährung nach einem arbeitsreichen Tag (acht Files z.T. im Multitasking-Modus): die restlichen Dominosteine und ein Wein, der Cococciola heißt, aus der Gegend von Chieti südlich von Pescara. Wer weiß, ob der Begriff bei D’Annunzio auftaucht, der ja aus der adriatischen … Weiterlesen

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Raymond Prunier
La Cathédrale de Mars
(Mit versuchter deutscher Nachdichtung durch ANH)

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[Fotografien ©: → Helmut Schulze] (Un touriste débarque à la gare venant de Paris et monte vers la cité, le voici sur le parvis)   La cathédrale bascule et au premier regard sur la façade il songe naïf : pas … Weiterlesen

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Musik für Geist, der fühlen kann:
David Ramirers Improvisationen „Organics“ auf Bachs Präludium C-Dur BWV 846.

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  Wie oft habe ich, seit mein Artikel zu David Ramirers Variationen auf das bachsche ricercar a tre → bei Faustkultur erschien, nun schon mit Musikern, nun jà, gestritten, ob dies auch „richtige“ Musik sei! Die Vorbehalte gegen den Computer … Weiterlesen

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| IRRTUM DER ABBILDBARKEIT |
Der erste erhaltene Weblog-Eintrag Der Dschungel überhaupt. Vom 29. Oktober 2003. Im Arbeitsjournal des Sonntags, den 8. März 2020.

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  [Arbeitswohnung, 9.04 Uhr Zweiter Latte macchiato] [David Ramirer, Organics auf Bachs Präludium C-Dur BWV 846]   Meinem durchnumerierten Word-Archiv zufolge war → dies der zweite Eintrag und ist offenbar der erste überhaupt erhaltene, den ich je für ein Weblog … Weiterlesen

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Den Fliehenden Europas. (Version 2).

(Neufassung von → d a.] [Siehe auch (Film)  → dort.] Fünfzig Leute im LKW | erstickt, und bevor, sagt der Freund,sie hier ankomm‘, lodern schon die Lager Die wolln doch nur weg | ihre Kinder schützen, sich selbst und nicht … Weiterlesen

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„Warum schreiben Sie eigentlich nie einen Roman über Ihre Börsenzeit?“ | § 1: Optionsdrücker

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(Die Leute lesen halt nicht:) (…) Maierhoff schlendert zu den Sushis und bestellt. Setzt sich Balmer gegenüber. Legt das Handgelenkstäschchen auf den Tisch. „’tschul­digung, gibt’s hier ‘n Spielautomaten?“ Die süße Bedienung catwalkte rauf, Backe links hoch, Backe rechts runter. Maierhoff, … Weiterlesen

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Die sich entrollende Schlange. Nabokov lesen, 26: Gelächter im Dunkel

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    „Es wird eine ganze Zeit vergehen — vielleicht ein ausgewachsenes Jahrhundert —, bis mein Wert erkannt ist. Das heißt, wenn die Kunst des Schreibens nicht ganz vergessen ist bis dahin; und ich fürchte, sie wurde im letzten halben … Weiterlesen

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Der Untergang des Abendlands 3.0
Bemerkungen zur Dekadenz anläßlich der abgesagten Buchmesse Leipzig
Als Arbeitsjournal des Dienstags, den 4. März 2020

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[Arbeitswohnung, 7.32 Uhr] [Wieder morgendliches Vogelkonzert bei weit geöffnetem Oberlicht. Ich mag gar keine Musik hören — so schön bereits klingt der schon rufende Frühling.] Bei meinem Apothekerteam hängt hinter den Verkaufstresen ein auf DIN-A4-Papier ausgedrucktes, quasi, Schild: „Bitte?“ frage … Weiterlesen

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Nichts taugt m e h r !
Über Norbert W. Schlinkerts Tauge/Nichts

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Von ANH → bei Faustkultur:   → → → weiterlesen _____________ Siehe auch → dort.

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„Du mußt nur die Laufrichtung ändern.“ Nabokov lesen, 25: Lushins Verteidigung.

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      (…) jene physiologische Empfindung der Harmonie, die Künstlern so vertraut ist. Lushins Verteidigung, 245 (Dtsch.v. Dietmar Schulze, bearb. v. Dieter E. Zimmer)     Der Junge Lushin wächst nicht sehr anders als sein Creator auf, geschützt im … Weiterlesen

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|CREDO|
Niemandes Herr sein

(außer im Spiel) und niemandes Diener (auch nicht des „Volks“ als Souverän). ___________________________ Credo 2010 (Kritikercredo) <<<< Credo 2006/2 (Künstlergebet) <<<< Credo 2006/1 (Verbeen) <<<< Credo 2004/2 <<<< Credo & Wille 2004/1 Kein Credo, nämlich Freier Geist <<<<

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Akheilos‘ Vermeidung: Im Arbeitsjournal des Sonntags, den 1. März 2020, als Erzählung aus der vorhergegangenen Nacht.

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      [Ort: Beckett’s Kopf Zeit: 29. Februar 2020, spätabends Personen: Lamiya und ich selbst Weiteres: alkoholfreier Cocktail und Wein, Cigarillos vor der Tür]   „Entschuldigen Sie sich nie wieder, wenn Sie genderincorrect sprechen!“ —Das Ausrufezeichen indiziert nur die … Weiterlesen

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Midlifecrisis.

Wunderbarer Versprecher der alten Dame, als sie vom Umbruch ihrer erwachsenen Zeit ins beginnende Altern erzählte: „Den Begriff der Mitleidcrisis gab es damals noch nicht.“ [29.2.2020]

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Die krönende Phase des Anthropozäns
Ein Beitrag zur Erlösung vom Geschlecht

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„Ein Nein ist ein Nein“, das ist wohl wahr. Nur ein „Nein“ — ja wozu? Das ist alles viel, viel, viel zu schwammig. Wir brauchen im Gegenteil „Ja“s, und zwar dezidiert, um handlungsfähig zubleiben. „Du darfst mit mir schlafen“ reicht … Weiterlesen

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Akustische Rhythmuskontrolle: ANH spricht Die Brüste der Béart XXXI (Schreibtischaufnahme, mp3). Klanglichkeit der Gedichte. Die Brüste der Béart, 46.

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An die → Lektorin: „Ist nicht perfekt, aber für den rhythmischen Eindruck dürfte die Aufnahme reichen. (…) Ohnedies ist das Gedicht ja nicht wirklich schon fertig – aber die rhythmische Struktur stimmt, und auch die Klanglichkeit zeigt, wie erzählt wird; … Weiterlesen

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Maschenka: Nabokov lesen, 24.

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    Und jetzt, viele Jahre später, hatte er das Gefühl, ihre erste Begegnung in der Phantasie und die andere in der Wirklichkeit seien miteinander verschmolzen und unmerklich ineinander übergegangen, weil sie als Mensch von Fleisch und Blut bruchlos jenes … Weiterlesen

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Das Arbeitsjournal des Mittwochs, den 26. Februar 2020. Mit Thorsten Casmir, Peter H. Gogolin, André Heller und David Ramirer.

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[Arbeitswohnung, 9.55 Uhr David Ramirer: Johann Sebastian Bach, Wohltemperiertes Klavier Buch II] Die Musik schickte mir → Ramirer selbst, ich höre sie momentan laufend wie zuvor seine eigenen Variationen auf Bachs Präludium C-Dur, die ebenfalls, doch leider bislang nur als … Weiterlesen

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Begriff, nachts,

als er. der Freund, zu seinem nicht schlafen könnenden Töchterchen kroch — und fern- und nun fremdblieb unsren nahsten Gesprächen, weil etwas anderes rechtens und jetzt liebens, vaterliebens, vorrangig war: Intelligenzfeuer. Danke, Sascha Broßmann. (Leise zog ich mich an, Mantel, … Weiterlesen

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Betr.: 54 books, „Chronik: Februar 2020“.
Gem. § 5 TMG an: Tilmann Winterling, c/o Gutsch & Schlegel Rechtsanwälte, Hamburg.

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  NACHTRAG, 12.55 Uhr: Der inkriminierte Part des verlinkten Artikels wurde nach Intervention des dortigen Anwalts durch die 54books-Redaktion „ohne Anerkennung einer Rechtspflicht oder Präjudiz für Sach- und Rechtslage“ soeben von der Website entfernt. Er bleibt bei mir allerdings als … Weiterlesen

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