Für Europa! D i E M 2 5.

Die Dschungel macht aus ihrer politischen Richtung nicht Hehl noch Geheimnis, schon gar nicht vor der neuen Europawahl:

Beratender Ausschuß: Julian AssangeRenata ÁvilaWalter BaierAnthony BarnettFranco BerardiBoris BudenBerardo CarboniNessa ChildersCécile DuflotMarcelo ExpósitoSusan GeorgeJames K. Galbraith, Ken LoachJean-Michel JarreKatja KippingCaroline LucasJohn McDonnellDavid McWilliamsSandro MezzadraGerardo PisarelloRasmus NordqvistSaskia SassenBarbara SpinelliDanae StratouMarie Christine VergiatSlavoj Žižek 

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Alexander und die Frauen. Im Arbeitsjournal des Sonntags, den 19. Mai 2019.

[Arbeitwohnung, 7.15 Uhr
Erster Latte macchiato
Ein Amselhahn ruft, Spatzen tschilpen, im Rücken fällt bereits hell
Sonnenlicht auf des Hinterhauses helle gelbe Fassade.]

Beginn einer Erzählung, gestern auf der Heimfahrt notiert:

Sein Herz war noch längst nicht kalt (Hermann Löns, Rosemarie), aber die Zeit brachte eine Beruhigung, die ihn mit den ihn abweisenden Umständen allmählich einverstanden werden ließ. Insofern hatte er das große Glück, denn er war kein Asket, mit Mara, Konstantine und Jamaika bekannt geworden zu sein, letztre eine, daher ihr Name, karibische Kreolin. Diese drei Frauen lebten in einer ähnlichen, wenngleich doch ganz anderen Seelen- und Sehnsuchtsverfassung. Sexuell getrieben wie er, band auch sie entweder eine unerfüllte, wohl gleichermaßen unerfüllbare Liebe, die e r indes nicht war, oder sie hatten, vornehmlich Mara, von der Verschmelzung in einer, wie jene abwürfig sagte, „Beziehung“ prinzipiell Abstand genommen, wollten sich nicht neuerlich fest binden.
Also traf er die eine mal, mal die andere, und sie verbrachten nicht nur Nächte miteinander, bisweilen recht heiße, sondern auch Tage, wenigstens Stunden, die manchmal nicht mehr als zärtlich nahe waren. „Du riechst gut“, sagte Konstantine, das war ihr Grund genug. Jamaika wiederum kroch mit dem Kopf unter sein TShirt, brachte es dabei sogar zuwege, viertels mit dem Gesicht aus dem Halsausschnitt zu lugen, die rechte Wange in sein Brustfell gedrückt, und sie sagte lächelnd: „Ich fühl mich wohl bei dir“ – was natürlich „an dir“ hätte heißen müssen. In einem wilden Moment hatte sie das halbe Bücherregal heruntergerissen, so daß sie für einige Zeit unter einem ganzen Haufen von Bänden, vorgerutschten Buchumschlägen und auch Fotos verschüttet blieb, die er hochkant in die Borde gestellt. Nur ihr grandioses Hinterteil und die langen Beine schauten aus dem Berg hervor, sowie die Füße natürlich, die mit den langen Zehen spielten.
Ob die Frauen voneinander wußten, war nicht heraus. Ihrerseits sie hatten weitere Geliebte, von denen e r nichts wußte. Was er aber wußte. Allerdings Konstantine besaß genaue Kenntnis von der Existenz der anderen beiden Frauen, weil sie und er nicht nur über ihre vergeblichen, doch währenden „eigentlichen“ Lieben offen sprachen, wenn auch meist leise, manchmal sogar flüsternd. „Du hast ja neulich a u c h geweint“, sagte sie etwa. Sondern weil sie sich zuweilen in jemanden noch ganz anderen richtig verliebte, und wenn es nichts wurde, rief sie Alexander an, der ihr dann beinahe väterlich – der ohnedies viel ältere – das Ohr lieh, ihr wohl auch Ratschläge gab oder zu geben, ihren Kummer jedenfalls zu mindern versuchte.
Aller drei wahre, die eigentliche Sehnsucht blieb unerschüttert im Leben. Deshalb war ihren Vereinigungen stets ein Tropfen Trauer beigemischt, spätestens, wenn die Ekstase vorüber. Genau aber dies, die Gegenseitigkeit ihrer Unerfüllbarkeiten, band sie mehr und mehr aneinander, so daß sich irgendwann durchaus auch hier von Liebe sprechen ließ, wenn auch einer, die auf Absolutheit verzichtet, erst recht auf Radikalität. Von einer weichen Liebe ließe sich sprechen, einer, in der sich die Seele neben den Sex legt, ohne mit ihm anders verbunden zu sein als in guter Freundschaft. Deshalb kam auch die Rede nie auf ein Kind, für das Alexander, pragmatisch gesehen, ohnedies zu alt war. Auch wenn er sich eins wünschte, ein weitres nach wie vor. Dies ließ, sowie die Spasmen sich atemflatternd beruhigten, wie einen Hauch abgeflammter Orangenschale die Bitterkeit über dem Cocktail seiner körperlichen Erschöpfung duften. Denn die Frauen waren es n i c h t, „zu alt“, Jamaika sogar stand für Nachwuchs im allerbesten Jahr. Aber sie wollte definitiv keine Kinder, egal ob von ihm oder jemandem sonst. Die zwei andern waren Mütter sowieso schon, alleinerziehend, mit den üblichen Ungewißheiten der Väter, bzw., wie Konstantine sagte, „Erzeuger“, die ihre elterlichen Pflichten voll abgegolten fanden, wenn sie den Unterhalt bezahlten, Termine nur lax einhielten oder sie sogar benutzten, um sich an diesen Frauen zu rächen.
Bemerkenswerterweise verstärkte Alexanders leichte Bitterkeit, und die der drei Frauen wohl auch, die Bindungskraft ihrer, quasi, ménage a quattre. Sie gab ihr jene Süße, deren dieses nach wie vor neue – vor Jahren wäre von „unbürgerliche“ gesprochen worden – Beziehungsmodell bedarf. Es war ein loses, lockeres und eben deshalb freies, weil alle vier wußten, es müßte nur eine neue „wahre“ Liebe erscheinen, plötzlich mitten in die Realität treten, in ihr aufgehen wie der Vollmond, ein anderer Mann, eine andere Frau, um es zu enden. Doch mit der Zeit war nicht mehr heraus, ob sie dies auch wollten und es ihnen, diese neue wahre Liebe gefunden zu haben, nicht vorgekommen wäre wie eine Katastrophe – nicht nur, weil sie ihnen die nahezu grenzenlose Ungebundenheit ihres Verbundenseins genommen, sondern auch, weil es die im Herzen getragene Sehnsucht nach der und dem eigentlichen Dritten zerstört hätte, die der ursächliche Grund dieser ihrer Form tiefer Verbundenheit war.

Ich selbst hingegen hätte auch für solche Ménages keine Zeit. Es liegt einfach, liebste Freundin, zuviel Arbeit an. Zwar hatte ich neulich ein Blinddate, doch war das beste daran allein die verschiedene Definition des Begriffs. Meine, läßt sich das sagen? -: Treffpartnerin verstand unter ihm die sofort sexuelle Begegnung mit einem bis dahin Unbekannten, ich hingegen alleine eine solche Begegnung an sich. Dies gab Anlaß zu einer hübschen Unterhaltung, zu mehr hingegen nicht. Als ich dann irgendwann bemerkte, ich glaubte nicht, daß wir zueinander paßten, erwiderte sie: „Ich bin sehr froh, daß Sie das sagen.“ Unser Gesprächsstoff hatte sich ohnedies schnell erschöpft.
Ich brachte die Frau noch zur Tramhaltstelle. Es ist die Form, was uns hält, und das Bestreben, sie kulturvollst zu vollenden.

Gestern dann, unerwarteterweise, die Contessa an der Alster getroffen, nachdem ich von der nächsten Tonaufnahme der alten Dame kam. „Ich habe gelesen, daß Du in Hamburg bist.“ Ja, unterdessen sind wir beim Du. „Ich bin es nämlich auch“, also in Hamburg. Irgendein Geschäftsgespräch mit einem, sagen wir, Probanden. Ob ich dazustoßen möge.
Es traf sich.
Um 16 Uhr bereits war meine Aufnahme fertig. Nur gab es in der Nähe – weit außerhalb des Zentrums – keinen DriveNow-Wagen, und meine Contessa wartet nicht gern, für die ich zwar nach wie vor ihr „Aiutante“ bin („Hilfstante“ hab ich gescherzt), die aber ich mir längst, i n mir, meine Schwester zu nennen angewöhnt habe. Nicht nur jenseits unserer Arbeitsbeziehung entspricht es der Wahrheit.
Also in den Bus bis Dammtor, wo ich für die paar hundert Meter bis Fontenay ein Taxi nehmen wollte. Doch kam der 109er Bus. Spontan, muß ich sagen.
Mit Blick auf die obere, von Sonne erleuchtete Außenalster schließlich auf der Terrasse gesessen, Champagner getrunken, geplaudert. Dann gingen wir noch ein wenig spazieren, bis ich die edle Frau zurück zum Hotel brachte. Man hätte uns für ein Paar halten können, was wir ja irgendwie tatsächlich sind. Halt ein Geschwisterpaar, wenn auch aus völlig verschiedenen Welten. In ihre hab ich Eingang.
Wir lachten viel. Sie schoß ein himmlisches, hier sogar im Wortsinn, Foto, eines g e n Himmel nämlich:

***

Zwei Stunden später saß ich im ICE zurück und notierte die ersten Zeilen der Erzählung, mit der das heutige Journal beginnt. Kurz nach 22 Uhr war ich wieder am Schreibtisch. Doch der Champagner hatte ziemlich gewirkt. So kam ich nicht mehr zu viel.

Ihr
ANH, beinah ohne Unhold

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Nach einem unvermuteten Erfüllungstraum das Arbeitsjournal des Freitags, den 17. Mai 2019.

[Arbeitswohnung, 6.56 Uhr] So, unterbrochen heute nur vom Lauftraining meinen Goldschlag-Text für den WDR beginnen. Meine bisherigen Überlegungen zu Takis Würgers Roman gehen in eine, was mich selbst erstaunt, nunmehr ganz andere Richtung als jene, die den massiven Kritiken offenbar … Weiterlesen

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Verdinglichung von Menschen. Bei Peter Wyden, Stella Goldschlag II. Auch zur Gegenwart, Flüchtende im Mittelmeer.

I (…) Die Autorisierung macht es unnötig, selbst zu urteilen oder Entscheidungen zu treffen. Dabei werden nicht nur normale moralische Prinzipien unwirksam, sondern es übernimmt – besonders, wenn die Aktionen ausdrücklich befohlen sind – eine andere Art von Moral die … Weiterlesen

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Das Arbeitsjournal des Mittwochs, den 15. Mai 2019, nämlich Stella Goldschlag I. Mit einer kleinen privaten Erklärung.

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[Arbeitswohnung, 5.15 Uhr Durch den späten Lauf nach den, wie ich merkte, doch einigermaßen heftigen Gardatagen (weniger die Arbeit selbst, die sie füllte, diese eigentlich gar nicht, sondern das viele Essen, der viele Wein jeweils am Abend) erschöpft, aber auch … Weiterlesen

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Letzte Grüße zum Gardasee.

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* Wie Bruno Lampe gestern schrieb: >>>> Langsam zurückfinden mit Hindernissen.                     Halt nur bei mir „amerinisch“ nicht, sondern strikte berlinsch.

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III, 429 – Letzte Liebesgrüße aus Wien und langsames Eintauchen ins Amerinische

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Langsam zurückfinden mit Hindernissen. Zunächst die lange Fahrt zurück von Wien (“von Wien” oder “aus Wien”… eher “aus”). Eine Müdigkeit beim Verlassen der Alpen auf der ins Friaul hinabgleitenden Autobahn. Und immer denken Casarsa, Casarsa… Halt, mein Freund, halt an … Weiterlesen

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Im Buchhandel. DAS UNGEHEUER MUSE. Gedichte.

Fester Einband mit einem Motiv von Omar Galliani
Lesebändchen, 136 Seiten, 20 Euro
Arco | Wien & Wuppertal, September 2018

>>>> Bestellen

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Auf nach Verona!

Von dort mit dem Wagen nach >>>> da. [Arbeitswohnung, 7.49 Uhr Ramirer/Bach: Ricercar a 6] Ein, liebste Freundin, schöner Auftrag meiner Contessa. Es ist zwar unwahrscheinlich, aber vieleicht finde ich dennoch wieder einmal Zeit für ein erzählendes Arbeitsjournal, nicht nur … Weiterlesen

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„… daß alle Natur zu klagen begönne.“ Zur Uraufführung von Detlef Glanerts Oper OCEANE an der Deutschen Oper Berlin. Bei Faustkultur.

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Die Mythen schreiben der Meerfrau eine Sehnsucht nach der Seele zu, die sie vorgeblich nicht hat – eine sehr wahrscheinlich „christliche“ Auffassung, insofern sie jene an Tod und Auferstehung bindet und das böse Recht begründet, sich die Natur „untertan“ zu … Weiterlesen

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Die Ausboxung Lievalleens. Von Peter Wawerzinek.

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  Klaus ist früh mit dem Zug nach Schwerin unterwegs. Meine Freundin und ich empfangen ihn am Bahngleis. Ist so schön, abgeholt zu werden. Und wie er sich darüber freut. Grund für seinen Besuch ist das hier stattfindende Filmfestival, mein … Weiterlesen

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Unter dem Primat des Klangs. Von Alexander Dick zu Robert HP Platz‘ viertem Streichquartett mit Elektronik und hoher Stimme auf zwei Gedichte ANHs.

Wobei Julia Wischniewskis berührender Sopran das Attribut „astral“ verdient. Der Obertonreichtum, die brillante, glasklare Tongebung in der Höhe haben etwas überirdisch Schönes. Alban Nikolai Herbsts zwei vertonten Gedichte könnten in ihrem transzendenten Duktus keine bessere klangliche Entsprechung finden.

Die gesamte Kritik >>>> dort:

 

***

{Zu >>>> „Heute abend in Badenweiler“, 3. Mai 2019.}

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Jordan Lee Schnee liest Alban Nikolai Herbst in US-amerikanischer Nachdichtung. Die Brüste der Béart XX, Faubourg Saint Denis. Wien, 18. April 2019, Buchhandlung 777. Die Brüste der Béart (30).

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                    Jordan Lee Schnee             Buchhandlung 777, Wien   B é a r t  2 9 <<<< P.S.: Als Text darf ich die Übersetzung nicht einstellen, erstens, … Weiterlesen

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III, 428 – Frauenfragmentierungsbericht (Wien V)

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Ist ein gesicht ohne leib, ein leib ohne gesicht, ein geist, ein gespenst, ein elfischer spuk, eine zwölf. (Artmann, Grünverschlossene Botschaft) […] […] Dreizehn beine auf einmal zu besitzen ist ein einfacher traum. (Artmann, ebd,) […] nun ist er allein … Weiterlesen

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Heute abend in Badenweiler. Robert HP Platz, „Strings“ für Streichquartett, Sopran und Elektronik nach Gedichten von Alban Nikolai Herbst aus „Der Engel Ordnungen“.

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WANDERER auf Platz 6 der Bestenliste des ORF.

 

 

Alle zehn Titel >>>> dort.

 

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III, 427 – schenk ein, leg nach (Wien IV)

Die Bein einand’ verschränkt am Praterrand zunächst im Pollengestöber, in es hineinschauen und der Waden endlich uneingedenk sein (nein, nur der linken Wade). Und gefiel ihm sehr der Muskateller (Muskelteller), den ich ihm nach dem anfänglichen Kaffee brachte. Mir nicht … Weiterlesen

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Gun-Brit Barkmins Salome an der Wiener Staatoper.

„Und dann Gun-Brit Barkmin!“ rief ich vor mehr als fünfzehn Jahren >>>> in einer Kritik zu Willy Deckers Inszenierung der „Jenufa“ Janaceks aus und erläuterte, „diese erstaunliche Sängerin nun in vier verschieden(st)en Stücken erlebt“ zu haben, in deren jedem sie sich in ihre Rollen nicht nur aufs atemberaubendste – doch auch beklemmendste – hineingesteigert habe, sondern jeweils sie geworden sei, geworden als Person, ohne aber je ihre damals nahezu tremolofreie, dabei gar nicht „stählerne“, sondern tragend-warme Stimme zu verlieren. Weshalb es sich alleine ihrethalben lohne, in die Komische Oper Berlin geradezu zu pilgern. „Die Gestaltung junger, suchender oder jungältlich verklemmter Frauen, die (erotisch) erwachsen werden wollen und deren Körper und Wille auch mitbringen, wessen das bedürfte, die aber so gebeugt werden, daß sie sich endgültig verleugnen müssen, sind in dieser Sängerin aufgehoben wie in keiner anderen.“

Dann verlor ich Frau Barkmin aus den Augen, erkundigte mich ein paarmal nach ihr, vergaß sie, erinnerte mich wieder, recherchierte erneut. Wenn sie auftrat, dann immer zu weit von mir weg. So daß ich fast einen Freudenschrei ausgestoßen hätte, als ich sie – anläßlich einer Arbeitsreise nach Wien die dortigen Spielpläne durchscrollend – nun ausgerechnet als Salome an der Wiener Staatsoper fand. Das war vor zwei Wochen.

 

Ich bekam – für einen Ostermontag! – nahezu umgehend Karten und ging in der mir nahsten Begleitung hin, die ein Mann nur fühlen kann. Dem entsprach unser Logenplatz… wenngleich:

{→ weiterlesen >>>> bei Faustkultur…}

 

 

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Bei Faustkultur und Vortragsmitschnitt:
EIN FREUND ERZÄHLT
artes liberales Heideberg, 24. April 2019

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Nachgedruckt >>>> bei Faustkultur.             Hier im Vortrag des 24. Aprils 2019 im Veranstaltungsraum artes liberales – universitas, Heidelberg:    

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III, 426 – Beieinand’ im Zartl zunächst (Wien III)

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Als ich am Tag nach Ostern erwachte, fiel mir das Verb “frommen” (“dieses Wort, das kein Arsch mehr gebraucht”) ein, und mir wurde bewußt, dessen Bedeutung nicht mehr parat zu haben. Allerdings frommt es mir (ich habe mittlerweile nachgeschlagen), die … Weiterlesen

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III, 425 – In der Uns-Parenthese (Wien II)

Bücher hatte ich schon gekauft (wann kommt man schon in deutsche Buchhandlungen) und auch den Rückmarsch mit immer noch wadenlastigen Algien (nicht Algerien) auch schon angetreten (schon – schon – die Sätze schonen). Da kam endlich die vor Stunden eingeforderte … Weiterlesen

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Dieter Würchs Antwort ODER Osterbotschaft, akut. Drei Wiener Veduten zur Xenophobie.

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  „WAS HABEN IN IHRER BUCHHANDLUNG N E G E R ZU SUCHEN?“   Erstens, Domgässers Mühlenweg:   Zweitens, Domgässers jüdischer Tanach:   Drittens, Domgässers Schlupflid:   Postkarten erhältlich (©) über: BUCHHANDLUNG 777 Das Wissen von gestern, heute und morgen DIETER WÜRCH, Domgasse 8, … Weiterlesen

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III, 424 – Fish, still out of water (Wien I)

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”Spaesato” wie der Fisch auf der Holzmaske, zu der ich gerade hingesehen habe, der die Stelle der Nase vertritt. Ich sollte nachfragen. Aber meinen Gastgeber werde ich bis heute abend nicht wiedersehen, warte stattdessen auf den Anruf eines Anderen, der … Weiterlesen

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Erschienen. ANHs W A N D E R E R, Erzählungen I. Jetzt im Buchhandel.

Ediert und mit einem Nachwort von
Elvira M. Gross

Geb. mit Schutzumschlag
600 Seiten, Lesebändchen, 29 Euro
ISBN: 978-3-902711-81-6
>>>> Direkt bestellen

In Vorbereitung:
WÖLFINNEN
Erzählungen II
Im Herbst 2019

 

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Schuhfund. Drei Herren auf der Lorbeergasse.


Wien im April 2019

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„Ein geheimer Meister“: Portrait des Musikermalers, Bach-Interpreten und -Transcripteurs David Ramirer. Die „Ricercar-Variationen“ bei Faustkultur.

 

 

 

>>>> D o r t.

 

 

Ramirer/Bach
Ricercar a 6
Variation

 

 

 

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Zu Opernverrissen. Das Arbeitsjournal des Sonntags, den 14. April 2019. Darinnen abermals – diesmal als „erscheinende Sinngebung“ – die Form.

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[Arbeitswohnung, 9.44 Uhr Händel, Poros] Jetzt bin ich wirklich „aus dem Gerück“: Erst um ein Viertel vor zwei ins Bett, aber keinen Wecker gestellt und also erst um neun aufgewacht. Der Körper nimmt sich momentan wirklich die sieben Stunden Ruhezeit, … Weiterlesen

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Der doderische Zwangsakt.

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[Zu Heimito von Doderers 99. Geburtstag geschrieben für Die Weltwoche. Dort im selben Monat veröffentlicht.] Unter Rezensenten grassiert eine Seuche. Irgendwann vor ein paar Jahren traten, damals nahezu unbemerkt noch, die ersten Krankheitsfälle auf, man steckte sich schrecklich aneinander an, … Weiterlesen

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Humor, mefistofelisch.

Wer an den freien Willen glaubt, muß notwendigerweise auch an Gott oder Gottheiten glauben – womit die Willensfreiheit dann abermals zum Teufel wäre. Ich höre ihn bis hierher schallend lachen.

DLVIII

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Zur „gendergerechten“ Sprache. Von Josef Bayer heute in der NZZ.

Auch wenn nichts „falscher“ sein kann als falsch und er, Josef Bayer selbst, in dieser einen Formulierung sprachlich entgleist, ist >>>> sein heutiger Artikel hellsichtig. Obwohl er außerdem „ein Mann“ ist, als Emeritus obendrein ein offensichtlich nicht mehr junger und Chomskys Konzept, die Sprachentwicklung als evolutionäres Geschehen zu verstehen, im letzten aller Sinne >>>> tragisch.

(„Im Zweifel für die Tatsachen“, heißt es bei Hegel. Insofern freilich ist es durchaus möglich, daß nun d o c h eine Richtung Unfug nicht nur eingeschlagen, sondern bereits zementiert ist – w i d e r den wahren Befund. Freilich könnte genau dies ein die tragische Determination a u c h unserer Sprachen noch besonders betonendes Indiz sein. Und wieder merken wir es nicht.)

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Vertonungen. Im Arbeitsjournal des Dienstags, den 9. April 2019. Mit einer Leserinnenstimme.

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[Arbeitswohnung, 8.20 Uhr Marius Felix Lange, Lieder] Da bahnt sich, habe ich das Gefühl, die nächste Künstlerfreundschaft an. Höre momentan immer wieder Langes Klavierlieder auf Keller und Storm; eines hat sogar ein Nietzschegedicht zur Grundlage – wobei ich denke, daß … Weiterlesen

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IHR WOLLT EIN WORT VON MIR. EIN SCHICKSAL SOLLT IHR HABEN. Eine literarische Spekulation über Hans Henny Jahnn und Medea.

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  Hier wirken Triebe, die die Not und das falsche Bewußtsein von ihr nur freilegen, die aber nicht von heute sind. Sondern ein Stück fossiler Mond scheint, darunter ist ein Weg, an den man sich seltsam er­innert. Ernst Bloch, Erbschaft … Weiterlesen

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Böhmer im Nachgang sowie eine Dreingabe: Sexualität und Fruchtbarkeit. Das Arbeitsjournal des Sonnabends, den 6. April 2019. Also zur Poetik.

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[Arbeitswohnung, 8.44 Uhr Peter Dickinson, Song Cycles (1986)] „So“, sagte ich zu Rinck, als ich mich vorgestern von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Böhmer-Erinnerungsabends verabschiedete, „jetzt geben auch w i r uns einmal die Hand.“ Ich wollte diesen unseligen Zirkel … Weiterlesen

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III, 423 – Sapore di Sapporo

Sapporo-Sound, the saver saviour sound, den Tag zu enthünen oder zu enthulken, wie man will (Schreibtisch-Hulk), und weil man nicht mehr als hulken oder hünen und den Übermenschen nicht wirklich herauskehren kann, meldete sich die ganze Woche schon die eine … Weiterlesen

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Springen zwischen den Welten, mit Ramirer, Böhmer und Schnee. Das Arbeitsjournal des Mitwochs, den 3. April 2019. Dazu der „Unhold“ mal wieder, doch diesmal auch als Druide

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[Arbeitswohnung, 8.19 Uhr] Den Artikel über David Ramirer, also seiner Musik zu Bach geschrieben, für Faustkultur, deren Redaktion ihn bereits annahm; es waren gestern nur noch ein paar kleine Korrekturen nötig. Die Arbeit hat mich (fast) ebenso erfüllt wie ihr … Weiterlesen

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Frühe postmoderne Phantasien im Werk von Wolf von Niebelschütz

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Bisweilen lese ich gern in Wolf v. Niebelschützens als feudalistisch verpönten Schriften, – mit den gemischten Gefühlen, selbstverständlich, eines durch die Demokratie Geprägten. Doch trägt feudalistisch auch einen ästhetischen Sinn, nämlich hier den barocken, dem derzeit nur noch die Literatur … Weiterlesen

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Vor Wien! Das Arbeitsjournal des Sonnabends, den 30. März 2019. Darinnen auch zu Ann Cotten.

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[Arbeitswohnung, 9.43 Uhr] Nun sind die Vorbereitungen der beiden Wiener Abende in der Buchhandlung 777 also abgeschlossen. Zusammenkommen werden Parallalie aus Umbrien, Raymond Prunier aus Paris/Laon, Jordan Lee Schnee aus New York sowie ich selbst. Dazu Christoph Haacker, mein Arco-Verleger, … Weiterlesen

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José Lezama Lima: U n s i c h t b a r e  Ä r e n.

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Bei       Zum >>>> Anhören und Herunterladen: Ein Hör- und paradiesisches Schmerzens-Spiel über José Lezama Lima und das amerikanische Barock (ANH 2001)         Siehe auch: >>>> Engel wie Gnome

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Lauftraining wieder aufgenommen. 25. März 2019

Aus der im letzten Traininsprotokoll angekündigten Buchmessen-Trainingspause sind nun also fünfeinhalb Monate geworden, und der innere Widerstand war groß, den Sport wieder aufzunehmen. Aber dann sagte – nachdem ich meinen seit Anfang des Monats gärenden Entschlüssen wieder und wieder ausgewichen … Weiterlesen

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Meine Angst vor dem Tod,

eine existentielle Angst, besteht – egal ob bei einem freigewählten, aus eigenem Entschluß herbeigeführten oder einem aufgrund von Krankheit oder unfallshalber – allein darin, keine Große Musik mehr hören zu können, wenn ich gestorben sein werde: nie wieder es zu dürfen. Einzig dieses Bewußtsein kann (und wird) mich am Leben halten, solang es irgend, irgend, irgend geht.

[Notat auf der Rückreise von der Buchmesse Leipzig,
David Ramirers lange Variation auf Bachs Ricercar a Sei
aus dem Musikalischen Opfer in den Kopfhörern]

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III, 422 – Wirsingkohl

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Auch wenn ich außerdem stumm tu, ich ging gern in meinen Anger (Egger, Triumph der Farben) In der Verwunderung steckt eine Verwundung: schon das zweite Mal, daß ich zu einer der beiden Apotheken hinunterfahre und nun ein drittes Mal hinunterfahren … Weiterlesen

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Wikipedia-Aufruf aus Anlaß der „Sperrung“ des 21. März 2019

>>>> Quelle: Wikipedia.de WikipediA DIES IST UNSERE LETZTE CHANCE. HELFEN SIE UNS, DAS URHEBERRECHT IN EUROPA ZU MODERNISIEREN. Liebe Besucherin, lieber Besucher, warum können Sie Wikipedia nicht wie gewohnt benutzen? Die Autorinnen und Autoren der Wikipedia haben sich entschieden, Wikipedia … Weiterlesen

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Schöne, sehr schöne Leserinnenrezension zum Wolpertinger.

Texte wie diese machen glücklich, und zwar deshalb, weil sie eben auch von den Schwierigkeiten und Verständnishindernissen erzählen – und was es bedeutet oder bedeuten kann, sie zu überwinden.

Zu finden, der Text wurde mir über Facebook zugespielt, >>>> dort.

Wenn ich so etwas lese, muß ich daran denken, unter welchen Schwierigkeiten ich selbst mich in Moderne (Bildende) Kunst und anfangs auch die Neue Musik einfinden mußte: daß man zu sehen lernen muß – ebenso wie zu hören. Und daß aber der Gewinn, hat man’s getan, ungeheuerlich sein kann. Daß so etwas von einem meiner eigenen Bücher bewirkt wird, das allerdings ist einfach berauschend. Und macht dankbar. Abgesehen davon, bestätigt es den Impuls, sich eben nicht um das zu kümmern, was gerade en vogue ist, sondern den eigenen künstlerischen Instinkten zu folgen, auch wenn sie der dreiviertel bis achtneuntel Welt unverständlich sind oder sogar von ihr abgelehnt werden, und man selbst dann gleich mit.

 

 

(Ich schreibe sehr bewußt von „Instinkten“.)

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Wie eine Offenbarung klingenden Lichts

Kopatchinskaja-Petrenkos Violinkonzert von Schönberg der Berliner Philharmoniker des 9. März 2019


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[Live gesehen und gehört in der Digitalen Konzerthalle der Berliner Philharmonie]         Das, ja, beinahe Wunder dieses Abends war nicht, mit welcher Innigkeit und Leidenschaft Kirill Petrenko, designierter neuer Chef der Berliner Philharmoniker Pjotr Tschaikowskis ihm ausweislich … Weiterlesen

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III, 421 – “Flieg nicht höher als der Busch”

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”So, hab‘ aufhören müssen zu arbeiten, weil ich nicht mehr hab‘ können wollen, ohne daß von einem Dürfen die Rede sein konnte (seit heute früh um 7 schon dabei).” schrieb ich um 16:10 Uhr. Genau die Uhrzeit, zu der ich … Weiterlesen

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„Ignoranz ist eine Errungenschaft“. Alexandru Bulucz in der Frankfurter Rundschau des 5. 3. 2019. Ein Interview.

 

 

>>>> Dort das Interview online.

 

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„Wahlvater“. Das Arbeitsjournal zum 27. Februar auf den 1. März 2019, d a nämlich im ICE auf der Rückfahrt geschrieben.

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[ICE 1535, Frankfurtmain-Berlin Gesundbrunnen Bordrestaurant] Irre voller Zug mal wieder; nein, k e i n Zug voller Irrer. Indessen:  „Freitags,“ schrieb die Löwin auf mein schriftliches NachLuft!schnappen eben, „wollen alle nach Berlin.“ Nun jà. Es waren erfüllte, s e h r erfüllte anderthalb Tage. Zuerst einmal … Weiterlesen

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III, 420 – “Gemachte Rosen seien viel schöner”

Vorgestern, aber auch noch heute die Windgeräusche draußen, die Papiertüte auf der anderen Seite des Tisches, die dauernd zittert und den Eindruck erweckt, es sei der Wind, der sie bewegt, trotz der geschlossenen Fenster. Die Kerzenflamme indes bleibt einigermaßen senkrecht. … Weiterlesen

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Abschied der Ära Blüher. Die Villa Massimo Rom im Gropiusbau zu Berlin.

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Ich spürte gestern abend G e s c h i c h t e, Kulturgeschichte, und eine bereits n a c h mir: Als ich im Jahr 1999 meinen Aufenthalt in der Accademia tedesca Villa Massimo Rom beendete, hatte Joachim Blüher sein Amt noch nicht angetreten. Zu „meiner“ Zeit war Jürgen Schilling … Weiterlesen

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Ein schwerer, seltsamer Samt. Anstelle eine Arbeitsjournales am Mittwoch, den 20. Februar 2019.

[Arbeitswohnung, 9.46 Uhr Wolfgang Rihm, Klavierstück 5] Es hat große Schönheit, daß in der Folge all der Tode auch zu Annegret geschrieben ward, der mir Unbekannten, den meisten Unbekannten, einer, die nicht öffentlich ging, deren Tod also nicht allgemein, nicht einmal … Weiterlesen

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III, 419 – Annegret

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Gestern hätte ich über meine derzeitigen Lektüren vielleicht noch schreiben können : Weltumsegelungen und wie so anders der junge Forster in seiner aufklärerischen Manier so etwas beschreibt, die gesellschaftlichen Verfassungen nie außer Acht läßt, im Vergleich zum jetzt begonnenen Chamisso, … Weiterlesen

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Der katastrophische Groove: Bartolomey/Bittmanns Dynamo. Bei Faustkultur von Alban Nikolai Herbst.

 

 

 

 

 

Bei >>>> Faustkultur.

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(Siehe auch >>>> dort.)

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Laufende, joggende Tage. Das Arbeitsjournal des Donnerstags, den 14. Februar 2019. Darinnen Das Leben als Roman (ff): Wider historische Erbschuld. Wozu ein Amselhahn singt.

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[Arbeitswohnung, 8.17 Uhr Maderna, Dimension III] Bereits 1/2 Februar durch, kaum zu fassen. Auch dies ein Wortsinn. Das Buch, Band I, ist nun in Druck, das schnelle Hin & Her zwischen Lektorin, Verleger und mir, am Ende voller „letzter Drücker“, … Weiterlesen

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Whistleblower ODER Kriminelle unter sich. (Zur Wahrheit der Sprache).

Die Verwendung des Wortes durch Vertreter des scheinbar geschädigten Staats verrät den Hintergrund: „to whistle s.o.“ bedeutet, ganz wie im Deutschen, „jemanden verpfeifen“. Dies ist der Sprachgebrauch unter Kriminellen. Verpfiffen wird, von einem Mittäter, eine Straftat. Im Strafverfahren wird in solchen Fällen nicht selten eine Kronzeugenregelung vereinbart.

Insofern Leute wie Snowden und Assange strafrechtlich belangt werden sollen, entspricht das Anliegen dem eines nachweislich Schwerkriminellen, der zugleich die Exekutive befehligt, unter völliger Absehung vom eigenen Rechtsbruch den Bruch der, tatsächlich, Omertà zu ahnden. Damit gesteht der anklagende Staat die eigene mafiose Struktur ein, die zudem legislativ verankert ist: der von ihm, bzw. in seinem Auftrag begangene Rechtsbruch gegenüber derselben – und gegen dieselbe – Legislative wird geschützt. So gesehen, ist jedes Auslieferungsbegehren, das einen Whistleblower „daheim“ vor Gericht stellen will, ein – G e s t ä n d n i s.

DLVII

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Poetik des „Ghostwritens“. Von Kjaerstad.

„Und deshalb bin ich zu Ihnen gekommen, Professor. Ich kann nämlich nicht schreiben, nur erzählen. (…) Ich will, daß Sie interpretieren, was ich sage, während Sie schreiben. Die Geschichten sind nicht so, wie ich sie erzähle, sondern so, wie Sie sie verstehen.“
Jan Kjaerstad, >>>> Der Eroberer, Köln 2002 (Erobreren, Oslo 1996)
Dtsch. v. Angelika Gundlach

 

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Kazuo Ishiguro, Die Ungetrösteten, Roman.

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[Geschrieben für die Weltwoche, Zürich Dort erschienen im September/November 1996 Interessanterweise ist die Taschenbuchausgabe nicht mehr bei Rowohlt, sondern >>>> Heyne So wird Gold anheimgegeben] Kazuo Ishiguro wurde mit dem Roman „Was vom Tage übrigblieb“ so berühmt, daß er noch … Weiterlesen

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Morgentau, Mahler X (Entwurf)

Auf jedes, wenn du älter wirst
legt sich ein Hauch aus morgens
feuchter Bitterkeit
nicht deines Sorgens, nein
Es ist nichts als die Zeit
die leise in sich selber birst
gen Abend zum Fis-Dur
des währenden Allein

Nichts als ein Knistern nur
macht sich zu gehn in ihr bereit

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TIP Berlin, 7. 2. 2019. Zu WANDERER, vorab. Von Thomas Hummitzsch.

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        [Online >>>> dort.] Viel unnötige „Personality“, darin überproportional der blöde „Ribbentrop“ wieder, der sich mit dem „Sprachfaschisten“ ungut suggestiv zum Schulterschluß addiert, und die literarbetriebliche Grabenkämpferei – wobei er, Hummitzsch, an einer Stelle ein wahrscheinlich kluges … Weiterlesen

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III, 418 – lapsus linguae e non solo

Fehlleistungen: der Ellenbogen, der das volle Weinglas so umstürzt, daß der ganze Inhalt auf dem Fußboden, aber nichts auf dem Tisch landet, und das Glas dennoch am Fußboden nicht zu Bruch geht. Fast den Schuhsohlenabdruck auf dem Wischtuch fotografiert, aber … Weiterlesen

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Sohnes Abend. Nach dem Morgen des Arbeitsjournals am Mittwoch, den 30. Januar 2019. Und nach miesen Träumen.

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[Arbeitswohnung, 7.38 Uhr France musique contemporaine: Messiaen, Quatuor pour la fin du temps] Wüste, ja beklemmende Träume derzeit. Sie zeugen von einer offenbar enormen Nervosität, die mit dem ersten der beiden Erzählbände, Wanderer also, zusammenhängen muß, wenngleich sie mir tagsüber … Weiterlesen

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Zorn und Geheimnis des untoten Schwans. In Auseinandersetzung mit Michael Braun bei tiefer Verbeugung vor Katharina Schultens.

Wie fang ich nach der Regel an? Du setzt sie selbst und folgst ihr dann. Wagner, Meistersinger Kehren wir zum Alten zurück, es wird ein Fortschritt sein. Verdi   In einem aufschlußreichen Gespräch, das für Faustkultur Bernd Leukert und der … Weiterlesen

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Fahnenarbeit sowie Rückschauen, die Vorausblicke sind. Das Arbeitsjournal des Sonnabends, den 26. Januar 2019.

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[Arbeitswohnung, 6.35 Uhr Kaija Saariaho, Petals für Violoncello und Elektronik] Jetzt wurde ich mehrmals gefragt, ob etwas mit mir nicht in Ordnung sei; sogar Parallalie sandte eine besorgte Email, weil in Der Dschungel „gar nichts“ mehr von mir zu hören … Weiterlesen

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III, 417 – Schwoien

Es mag am Wort liegen, daß ich mir nach langer Zeit fast so vorkomme wie der Schädel von Marlon Brando, der sich in “Apocalypse Now” aus dem Dunkel ins Licht dreht, um dann “We are the Hollow Men” zu rezitieren. … Weiterlesen

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Übergabe an Dammtor. Beginn einer Erzählung.

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ERSCHIENEN. Béart XI, XIV, XV, XX. In DIAPHANES, Magazin 5: TAMING THE GAZE. Winter 2018/19. (Die Brüste der Béart, 26).

Mit außerdem Beiträgen von
Lars von Trier, Brigitte OLeschinski, Sylvia Sasse, Johannes Binotto, Nora Turato,
Wong Ping Ashley, Axel Dielmann, Sona dell’Anno, Alexander García Düttmann u.a.
€ 14,80 CHF 18,50 $ 10,99
>>>> Bestellen / Abonnieren.

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>>>> Béart 27
Béart 25 <<<<

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III, 416 – Zeckenwirtschaft

Heute morgen schwamm etwas Weißes im Teewasser, das ich zum Kochen aufgesetzt. Es hatte nicht die Konsistenz der sich vom Boden wieder mal absetzenden Kalkablagerungen (das Wasser hier ist sehr kalkhaltig), sondern hatte etwas Körperhaftes mir faserigen Auswucherungen an einem … Weiterlesen

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Epifania. Das Arbeitsjournal des Sonntags, den 6. Januar 2019.

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[Arbeitswohnung, 10.12 Uhr Pergolesi, 1. Concertino G-Dur] Die Schallplatte stand mit andrem Vinyl im Hofeingang zum Mitnehmen, Händel dabei, Guldas Einspielung der Diabelli-Variationen, Konzerte Vivaldis, durchweg Aufnahmen aus der DDR in, wie ich mittlerweile gehört habe, vorzüglichen Pressungen. Die Hörerlebnisse … Weiterlesen

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III, 415 – L’urgenza della sera

Seit längerem schreibt er wieder Gedichte, aber andere als noch vor einem Jahr. Indes, ich vertiefe mich weniger in sie, das Französische geht mir nicht so ad hoc ein. Heute abend stieß ich auf eine “Visiteuse” und vor allem auf … Weiterlesen

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Wanderer, Erzählungen I, erste Fahnen korrigieren. Als Arbeitsjournal des Mittwochs, den 2. Januar 2019.

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            (Nach intensivstem Jahreswechsel, über den hier nichts erzählt wird. Nun aber ist fünf Tage Ruhe, die ich nutzen werde, danach vielleicht wieder Sturm.) (Sie merken’s, Freundin, ohnedies: Ich halte mich derzeit sehr zurück. Vieles … Weiterlesen

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III, 414 – Krippen de ces jours

Ich wolle – nein, die Mütze, die sie mir als Xmas-Geschenk (das W-Wort ist mir nicht gegeben) brachte (nebst Duschgel “Uomo” (Dunschgel?)) ist hundertprozentig aus Akryl – dann doch mal wieder hinuntergehen, mir den Film “Once” anzusehen, nicht zuletzt, um … Weiterlesen

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Für das Licht. Weihnachten 2018.

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Erbarmen (ff). Statt eines Arbeitsjournales: von Zetteln übertragene Notate. Am Montag, den 24. Dezember 2018, hiermit fixiert.

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Ordnung geschaffen, endlich, auf dem völlig „überwachsenen“ Schreibtisch; teils lagen Zettel von vor fünf Jahren in den Haufen; einige Notate nicht mehr lesbar, andere marginal, doch manche wirklich zu merken. Diese:   *** … daß selbst der Liebesakt noch etwas … Weiterlesen

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Mit einer Tigerin: Wien zurück und erster Fahnendurchgang voraus. Das Arbeitsjournal des Sonnabends, den 22. Dezember 2018. Darinnen Walter Serners Hand in einer der Grimaud.

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[Arbeitswohnung, 7.42 Uhr France musique: Bach, Goldberg-Variationen, Trio Jacob] Nun werden es also 600 Seiten sein, nachdem auch Die Orgelpfeifen von Flandern, vor allem aber die seit fünfundzwanzig Jahren nicht mehr lieferbare Langerzählung Joachim Zilts‘ Verirrungen, in kompletter Neufassung, in … Weiterlesen

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III, 413 – Fortnight-Märlein

Turdus merula. Oder eben ganz einfach ‘merlo’. Verräterisches Vögelchen in Voltaires ‘Principessa di Babilonia’ (gelesen, weil’s hübsch groß gedruckt war, da ließ sich das Lesepensum leichter erfüllen). Fing damit von ungefähr an das Fortnight-Märlein. Im Pianeta Verde, dem Bioladen kleinerer … Weiterlesen

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Zu den Göttern. Hier nutzt sich nichts ab.

[Arbeitswohnung, 19.42 Uhr.] Zweieinhalb Stunden Musik gehört. Ich wußte nicht, war unschlüssig, was tun, setzte mich endlich wieder einmal in meinen Musikstuhl, der in (fast) genau gemessenem Abstand von den ProAcs, und zwischen ihren Schallströmen, steht, und fing zu hören … Weiterlesen

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Heimfahrt von Säufern. Im Arbeitsjournal des Sonntags, den 17. Dezember 2018.

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[Arbeitswohnung, 9.12 Uhr France musique contemporaine: Alvin Curran, Improvisation] Wer da? Eiskalt im Sterbezimmer. Der Mann, der da lag, konnte sich nicht mehr bewegen. … Wortlos und ebenso plötzlich, wie sie einander umarmten, gehen sie auseinander. Wer da? Paulus Böhmer, … Weiterlesen

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Gesetzt aus Versen Paulus Böhmers, ihm zu Ehren: Die Brüste der Béart, XVIII. (Die Brüste der Béart, 29)

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Dritter Dithyrambos   Die Liebe, Béart, ist verloren ans Fremde, an die Haarflut der Maria von allen. Darüber Libellen, die einander betrillern für den Spalt eines Lachens im Dunkeln. Am Vulvenriff der Karibik atmet mir Deine Haut zu. Deine Halsbeuge … Weiterlesen

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Die Treue als Parfum. Im Arbeitsjournal des Freitags, den 14. Dezember 2018

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Arbeitswohnung, 7.57 Uhr [Keith Jarrett, Radiance] Dies ist nun ein deutlicher Nachteil meines von mir ansonsten favirisierten Kohleofens: Bin ich einen Tag fort, dann einen wieder da, dann wieder einen fort und abermals einen hier, um tags drauf erneut aufzubrechen, … Weiterlesen

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FAZ 11. Dezember 2018

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  [Von Volltext habe ich den Auftrag, für die Märzausgabe über den verehrten Freund einen längeren Artikel zu schrieben. Deshalb füge ich den bisherigen Nachrufen nun doch keinen in Der Dschungel eigens hinzu. Leider war es für Volltexts jetzt kommende … Weiterlesen

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Für Paulus Böhmer, 20. September 1936 – 5. Dezember 2018, den väterlichen Freund und über Jahrzehnte poetischen Weggefährten. Ein Unbeugsamer.

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Bereits >>>> vorgestern deutete ich es an, war aber zum einstweiligen Schweigen verpflichtet worden. Da ich nicht zu jenen gehöre, die bereits im Vorhinein Nachrufe schreiben, um sie fürs Taggeschehen in der Schublade zu haben, – da zudem der Tod … Weiterlesen

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Morgen abend in Berlin. diaphanes Magazin No 5 TAMING THE GAZE MIT BÉART. Espace Diaphanes Berlin, 8. 12. 2018, 20 Uhr.

  Release Night DIAPHANES No. 5 Samstag, 08.12.2018, ab 20 Uhr ESPACE DIAPHANES, Dresdener Str. 118, 10999 Berlin Zum Erscheinen der neuesten Ausgabe des DIAPHANES Magazins TAMING THE GAZE sind alle Autoren, Künstler, Beteiligten herzlich eingeladen: Mit Musik, Drinks und mehr wird die aktuelle Ausgabe … Weiterlesen

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(Fast) Fertig: Wanderer, Erzählungen I. Der Wanderer drittes Wiener Lektoratsjournal. Am Donnerstag, den 6. Dezember 2018. Mit Elvira M. Gross. Lektoratswoche (3). Darinnen auch Jordan Lee Schnee.

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[Bei den Lorbeeren Arcos. Küchenplatz, 6.27 Uhr] Welch intensive Tage! Mit Elvira M. Gross, dieser grandiosen, zutiefst sinnlich-klaren und poetisch ungemein spürfähigen Lektorin, nahezu fünfhundert Typoskriptseiten durchgearbeitet, am Ungartisch mit sehr viel Tee, zwischendurch Mokka; morgens stellte sie stets ein … Weiterlesen

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III, 412 – Alberi pizzuti

Decisamente abgesunken in einen dunklen Herbst und seit vorgestern mit Feuerchen im Ofen. Kommunikation über den Bildschirm ohne bestimmte Adressaten, nur um festzustellen: Es funzt. Direkte Kommunikationskampagnen, also die Suche nach einem Ansprechpartner, gibt es nicht. Es liegt mir auch … Weiterlesen

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Der Wanderer erstes Wiener Lektoratsjournal. Am Montag, den 3. Dezember 2018. Mit Elvira M. Gross. Lektoratswoche (2).

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[Bei den Lorbeeren Arcos. Küchenplatz, 6.51 Uhr] Wie gut es Cristoforo Arco mit mir meint, ist am Aufgang zum Hochbett, meiner Ruhestätte zur Nacht, zu erkennen , die’s gestern auch zum Mittag war:         Im übrigen liegt in … Weiterlesen

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… und auf nach Wien. Wanderer, Erzählungen I: Lektoratswoche (1).

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[Flughafen Tegel, 6.30 Uhr] Bereits eingecheckt, erster Latte macchiato. In der Arbeitswohnung nur schnell einen Espresso genommen. Ankunft in Wien gegen neun, bei Christoforo Arco gegen halb elf. Dieses Buch allerdings ist für Septime:  

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Einer Lesung Nacherzählung. Als Arbeitsjournal des Freitags, den 30. November 2018, darin auch zwei Rehe zuhanden, des einen indes nur die Keule. Später auch Ulrich Holbein.

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[Fotografien der Lesung ©: Wiebke Kana] [ICE 1514, Bamberg-Berlin 9.10 Uhr<] Ich hätte, sagte Nora Gomringer in ihrer Einleitung zu meiner Lesung im Hörsaal R01.1 der Bamberger Universität …, – ich hätte in Irene Adhanari eine der wirklich großen, vor … Weiterlesen

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Die Brüste der Béart, No XXIII: Hymnus. Erster Versuch, komplett. (Die Brüste der Béart 28).

[Arbeitsvornahme war: Die strikt hexametrischen Verse gegen den Rhythmus zeilenbrechen, sowohl nach Klang als auch nach Sinn. Dieses ist der erste Versuch, dem –nach anderen und/oder zusätzlichen Kriterien –sicherlich weitere  folgen werden. — ANH, 25.11. mittags] für Sascha Füße liegen eben viel zu weit … Weiterlesen

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III, 411 – Cavolini di Bruxelles

Der Gedanke an Rosenkohl zerflirrt in das Kreischen einer Schleifmaschine wie die kräuseligen Blütenblätter von Nelken, einer Art Rosen, die ein Erdbeben erlitten haben. Der neulich im Supermarkt gekaufte Behälter mit den “cavolini di Bruxelles” (Herkunft: Olanda), wie sie hier … Weiterlesen

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Ich klage nicht, ich klage a n.

Das ist ein Unterschied.

DLVI

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Arbeitsnotat. (Die Brüste der Béart, 27.) Statt eines Arbeitsjournales.

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[Arbeitswohnung, 8.30 Uhr] Jetzt habe ich’s doch nicht mehr ausgehalten und den Ofen angeheizt. Nach etwas Qualmerei zog er dann auch, und nu‘ ist es warm. Zuvor allerdings habe ich meine Begleiterin wieder umsetzen müssen; auf es Ofens Abdeckplatte wär … Weiterlesen

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„Frauenflüsterer“. Im Arbeitsjournal des Donnerstags, den 21. November 2018. Zum Erbarmen.

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[Arbeitswohnung, 10 Uhr Meer: Bach (transkr. Ramirer)) BWV 924] Es ist das, spüre ich, schönste Kompliment, das mir, dem vermeintlichen Macho, in dieser Zeit gemacht werden kann, – daß die Contessa mir nach unserem letzten Zusammentreffen schrieb, ich sei ein … Weiterlesen

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Wichtige Diskussion zur neuen Kunst bei Bersarin. Anläßlich eines Buches von Monika Rinck.

>>> D o r t.

(Wichtig, weil sich derartige Vorurteile selten derart komprimiert als Urteil gerieren wie in den Beiträgen eines Kommentators, und weil deutlich zu sehen, also zu lesen ist, wie wenig dagegen fundierte Argumente verfangen. Abgesehen von Bersarins ausgezeichneter Rezension des Rinck-Buches, ist der dortige Kommentarbaum geradezu ein Lehrstück.)

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III, 410 – Am Strand, weitab vom Meer

Wie man sich so Regeln aufstellt. Immer nur fünf Stück auf einmal bis zur nächsten Zigarette. Ich meine abwaschen, Gläser, Tassen, Teller und was man so im Kollektivum Geschirr zusammenfaßt. Im Hintergrund flimmert eine Jazzgitarre. Auch wenn gestern einiges liegengeblieben … Weiterlesen

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Rückkehr zum Übergangsobjekt.

Nicht einschlafen ohne das besondere Kissen können, das, einseits in die Form einer Niere tailliert, sich an die Brust schmiegt. Wo du es birgst, was dich birgt.

(Zeichen und Prozesse erkennen).

Im Traum nahm ich vom Antlitz einer sehr zarten Frau hauchdünne Fäden, je zwischen Zeigefinger- und Daumenkuppe, ab, stundenlang, Hunderte, Tausende – aus dem Antlitz nahm ich sie, worüber oder worunter es sich auflöste, doch aus diesen Fäden rein in der Luft gegenüber, in die ich sie ganz in derselben Anordnung tat, neu erstand.

 

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Erst einmal wieder für die Eiszeit vom Eis. Das Arbeitsjournal des Freitags, den 16. November 2018. Mit neuem Dank an Omar Galliani.

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[Arbeitswohnung, 7.18 Uhr Beim ersten Latte macchiato schon nach Flügen geschaut.] „… noch zehn Minuten, dann steh ich auf und mache euch zu Helden.“ Abermals so ein Traumsatz. Tatsächlich er erst ließ mich, ein komplett ungewollter, aber besonders irrer, weil … Weiterlesen

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Zum „Sexismus“. Von Steven Pinker. In der Neuen Zürcher Zeitung.

Frage: Haben Sie keine Angst, des Sexismus geziehen zu werden, wenn Sie solche Erkenntnisse in Ihren Vorlesungen zitieren? Antwort: Nein, ich habe damit keine Probleme. Dem pauschalen Vorwurf des Sexismus liegt übrigens ein Denkfehler zugrunde: Die empirische Behauptung, dass Männer … Weiterlesen

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III, 409 – … wie die Fassade von Sant’Agostino

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Gestern sah ich behelmte Bauarbeiter auf dem Gerüst vor der Fassade von S. Agostino, der Kirche, die man von hier aus sieht, die dabei waren, es abzumontieren. Sieht aus jetzt wie glattrasiert. Anders als ich. Ungewohnter Anblick. Dennoch vernahm ich … Weiterlesen

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Joachim Zilts‘ Verirrungen. Der Anfang. Aus der Überarbeitung für Wanderer, Erzählungen I. Septime im Frühjahr 2019.

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Meine Wanderungen begannen im April. Man wird sie mir so wenig glauben, wie daß ich diese Zelle, wann immer ich will, verlassen kann. Das will ich aber gar nicht. Ich fühle mich hier geborgen. Es war ein warmer Sonntagmorgen. Christine … Weiterlesen

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Der klandestine Kanon. Von Alban Nikolai Herbst. Auf WDR3 in Gutenbergs Welt mit Manuela Reichart.

>>>> P o d c a s t vom 10. 11. 2018

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Wirklichkeiten. Anderswelt mit Watzlawick. Podcast eines Radiokollegs im ORF. Von Margarethe Engelhardt-Krajanek.

Zu hören >>>> d o r t.

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III, 408 – “aufgelockert in einer sanften Wippe”

Es gibt zwar einen Nando Fonti, aber es wird nicht derjenige sein, den es bei FB gibt, aber dessen Hochzeit ein 1975 erschienenes Büchlein gewidmet ist, man nennte es wohl Epithalamium. Der Text ist nicht länger als 9 Seitchen mit … Weiterlesen

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Abakus für Ror Wolf

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[Geschrieben für die horen Dort erschienen in 1/2011, Nr. 241} Fliegende Fische über den Rücken der Gouvernanten, deren eine uns, auf einem anderen Bild, mit einem zu großen Auge betrachtet, derweil eine Spritze aus des Mädchens Ohr den Saft zieht … Weiterlesen

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AEOLIA. GESANG. Wiener Ausgabe 2018.

  80 S., geb. mit Lesebändchen, 22 EUR Lektorat von Elvira M. Gross Satz von Hans Christian Leitich Arco Verlag, Wuppertal & Wien 2018 ISBN 978-3-938375-90-7 Bestellen >>>> beim Verlag. Bestellen >>>> bei amazon. Oder – am besten! – direkt … Weiterlesen

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Pelle und Peau ODER Häutungen, neu. Im erbitterten Arbeitsjournal des Dienstags, den 6. November 2018. Zur Differenz der Geschlechter.

[Arbeitswohnung, 8.19 Uhr] Es ging mir an die Haut. „Sie haben sich zu unterwerfen!“ Er knallte die Tür zu und ging. Ich dachte Pelle und Peau. Die Drohung war, das war jetzt neu, offen ausgesprochen. Ich hatte den Menschen zur … Weiterlesen

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JAMES JOYCE CHAMBER MUSIC / KAMMERMUSIK. In Original und Nachdichtungen von Helmut Schulze und ANH.

  James Joyce Chamber Music / Kammermusik Gedichte In Original und Nachdichtungen von Helmut Schulze und Alban Nikolai Herbst Arco 88 Seiten, gebunden. 20 Euro.   >>>> Verlag. >>>> Amazon.

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Frau Schneefeld und Herr Hund. Im Arbeitsjournal des Sonntags, den 4. November 2018. Doch anfangs zum Ursprung der, nach Elena Dorfman, Neuen Welt.

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[Arbeitswohnung, 8.22 Uhr Jarrett, Creation] „Die Möse ist wie ein Stück Straße der Erkenntnis.“ Er t r ä u m t e mir – wirklich! -, dieser Satz; ich fand das Bild und seine Erklärung – der Sprecher gab sie uns – völlig einleuchtend: je rechts … Weiterlesen

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… und wieder zurück.

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[Arbeitswohnung, 17 Uhr Espresso zu Jarrett, Creation (2014/15)].     Gegen 19.15 Uhr >>>> bei Fräulein Schneefeld und ihrem Hund: Mein Verleger von Septime, wo im Frühjahr der erste Band meiner Gesammelten Erzählungen erscheinen wird, wird dortsein und Ryu Murakamis Roman … Weiterlesen

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diaphanes‘ Béart, die Marlboros und ein schlimmer Ärger. Im Arbeitsjournal des Freitags, den 2. November 2018, der abends, aber privat, mit einem großen Fest beschlossen wird.

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[Arbeitswohnung, 7.27 Uhr Erster Latte macchiato] Sie werde immer sehr unruhig, schrieb mir, Freundin, eine nahe andere Freundin, wenn ich mich mehrere Tage hintereinander nicht in Der Dschungel gemeldet hätte.- Sie hatte recht. Ich war in ein Loch gefallen, ein … Weiterlesen

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III, 407 – spiegelei – speak a lie

Am Tag zuvor immer die feste Entschlossenheit, wie abends da, als ich mir wie ein altes Weib vorkam, das mit einem Reisigbündel aus dem Wald kommt. Der Entschluß, dem Abhilfe zu schaffen, indem man zum Friseur geht, dann doch eher … Weiterlesen

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Mal ein politisches Wort zu Staat und Kultur. Im Arbeitsjournal des Montags, den 29. Oktober 2018. Dazu die Blasons des weiblichen Körpers.

[Arbeitswohnung, 8.29 Uhr France musique contemporaine: Bernard Parmegiani, Pour en finir avec le pouvoir d’orpheè] Guter Artikel zum Konservatismus >>>> in der NZZ, empfehlenswert sowieso, besonders aber nun, nach dem abermaligen, furchtbares Wort, Sieg der AfD in Hessen; es beruhigt … Weiterlesen

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Arbeitsnotat, durchaus Postulat. Die Brüste der Béart, 24.

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A u f l a d u n g, ja! Aber immer zur Erde zurückbinden, e r d e n, was sich weglösen will. Nicht vergeistigen! sondern das Konkretum allezeit im Blick haben und nennen: die realen Orte sowie auch und gerade die chemische Physis, Anatomie, Physiologie, Bewegung und Schöpfung der Zellen. … Weiterlesen

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III, 406 – Zichten

Gestern abend im Vorbeigehen an den Spiegeln ungefähr dies empfunden: Un lago torvo il cielo glauco offende (Ungaretti, Due note) Mich als altes Weib gesehen mit dem nunmehr schon wieder länger gewordenen Haar, das mir abschneiden zu lassen ich mich … Weiterlesen

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„Denn wo man die Geliebte sucht,

sind Ungeheuer selbst willkommen.“
Mefistofele bei Goethe
Klassische Walurgisnacht

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Rätselhafter Eintrag im schwarzen Notizbücherl.

Woran wir uns beruhigen:
daß es Wohnungen gibt vor dem fließenden Wasser,
Wohnungen, die dem Sturm schon ganz gleich sind.

13.10.18, ohne Uhrzeit

 

 

 

aber am 21. 7., um es mir wirklich zu merken:

Erzählung, wie plötzlich allewelt eine andere Sprache als der Erzähler spricht, eine, die er nicht versteht.

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Was ich mir nie verzeihen werde. Im Arbeitsjournal des Dienstags, den 23. Oktober 2018. Darinnen Carlos Kleiber und die Füße der Béart. (Die Brüste der Béart, 23.)

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[Arbeitswohnung, 11.47 Uhr] „Er hat wahnsinnig gelitten von diesen Geschichten.“ Ileana Cotrubas zu Carlos Kleibers Frauen Seit sieben auf, die Grippe schwindet, übertreiben sollte ich aber noch nicht, was, wie ärgerlich auch immer, bedeutet: einstweilen weiter Sportverbot. (Ich nehme wieder … Weiterlesen

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Die Brüste der Béart, 22. Aus dem Entwurf des Endes der No. XXII.

(…) so zwischen den Zähnen flutet das, da ich Dich floh | Fluchtblut, Béart, und suche Dich wieder in nächsten femmes introuvées, femmine non trovate, introvabi|li anche qui, wo mich die Mandeln der Augen nachts streifen, doch sagen Andato, ohn‘ … Weiterlesen

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„Forlorn!“ Statt eines Arbeitsjournales aus einer Email. Am Sonntag, den 21. Oktober 2018.

Forlorn! the very word is like a bell To toll me back from thee to my sole self! An Parallalie (mit dem ich um Beistand wegen einer italienisch gefaßten Stelle hin- und herschreibe): Ja, Keats, kann sein, stimmt. Die Energie kam … Weiterlesen

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Grippestabil, doch Cumberbatch. Ins Arbeitsjournal des Sonnabends, den 20. Oktober 2018, spricht er, von Parallalie herübergeteilt, auf Gustav Mahler Keats. Außerdem, doch erfolglos, die Volltext.

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[Arbeitswohnung, 8.49 Uhr] „Gierstabil“ hieß nicht, sondern so heißt er noch immer, Katharina Schultens′ zweiter, damals bei Luxbooks, Gedichtband; hier hingegen herrscht Grippe stabil, wobei erstens eine wie auch immer deftige Erkältung nicht wirklich eine solche, Grippe nämlich, ist und sich zweitens ihre … Weiterlesen

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III, 405 – Kaffepause

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Hüpf mal, sagte ich zu mir. Und ich hüpfte. Und es tat gar nicht mehr weh. Der Holzstapel hat auch brav sein Plastikkleid bekommen, nicht zuletzt, weil vorgestern so ein leichter Regen fiel, der eher etwas von einer Maitröpfelei hatte … Weiterlesen

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La femme introuvée im Arbeitsjournal des Donnerstags, den 18. Oktober 2018. Botho Strauß zu Matisse mit Michael Landmann. Die Brüste der Béart, 21.

Bei Botho Strauß finde ich, in seinen grandiosen Notaten zu Matisse, eine Art Erklärung für das, was in den Béartgedichten geschieht:     Manche Frauen verstehen es, ihr Erscheinen zu hüten. „Sie bleiben ein Bild, um nicht zu ernüchtern, um … Weiterlesen

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Ernst-Wilhelm Händler zur Anderswelt-Trilogie – wenn auch, wahrscheinlich, ohne es zu wissen:

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Man kann keine Romane mehr schreiben wie Balzac, Zola und Proust, in denen das Personal fest in einer jeweiligen sozialen Position verankert ist und in denen es einen wichtigen Teil der Storyline ausmacht, die Grenzen der sozialen Position lediglich zu … Weiterlesen

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Grippe als Panzer der Seele. Im Arbeitsjournal des Mittwochs, den 17. Oktober 2018. (Nachgetragen abends ein Schnitterlied.)

„.. nene, analytisch gesehen bist Du grad auf ’ner Großbaustelle.“ Do, 9.05 Uhr, SMS [Arbeitswohnung, 9.17 Uhr Dumpfbackengebölke] Gestern morgen eine halbe Lexotanil, weil die Depression nicht wich, da ging’s schon besser: Langsames, aber stetes vormichhinArbeiten, in das sich nun … Weiterlesen

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Verirrt durch die Nacht. Im Rückschau-, nämlich vierten Franfurtmainer Messejournal. achtsam geschrieben im ICE.

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Bewundernd geht mein sorgsamer Blick, der, müde noch zudem, über die Füße der neben mir, andergangseits, sitzenden Frau hin; sie ist zum Weiterschlafen, was auch ich grad noch tat (ist zu schlafen eine Aktion?), aus ihren Chucks geschlüpft, das hauchdünne … Weiterlesen

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III, 404 – Muskelkater

Jemand wurde 68 heute, und wenn der achtjährige Mietvertrag abgelaufen sein wird, bin ich 72 (nicht doch: werde ich sein? (na doch, für die Vorstellung läßt sich durchaus ein Indikativ benutzen, jenseits aller Möglichkeitsformen)). Etwas Ähnliches dachte ich beim Abschluß … Weiterlesen

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Das dritte Frankfurter Messejournal. Am Freitag, den 12. Oktober 2018.

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[Schreibtisch hinter der Brücke, 7.10 Uh] Wir trennten uns nachts noch vor elf; sie radelte zu ihren Gastgebern heim, ich flanierte über die Brücke ins Sachsenhäuser Quartier. Der Main glitzerte, ja funkelte wie einst, da ich zum ersten Mal seit … Weiterlesen

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Das zweite Frankfurter Messejournal. Am Donnerstag, den 11. Oktober 2018.

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[Schreibtisch hinter der Brücke, 7.20 Uhr] Die Auseinandersetzung um die Béartgedichte >>>> geht weiter, nachdem sich erst >>>> auch Aikmaier, danach, am Abend und seinerseits poetisch, >>>> Bruno Lampe eingeschaltet haben, und geht tatsächlich um das durch die Béartgedichte angeblich oder tatsächlich … Weiterlesen

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Die Bamberger Elegien.

 Elfenbein-Verlag Berlin 2011  Einband in Old Mill Avorio von Fedrigoni Rote Fadenheftung, 152 Seiten, 20 Euro ISBN 978-3-941184-10-7 >>>> Zur direkten Bestellung. Bestellung >>>> über amazon.

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III, 403 – Und so empfindet man das

Seit Tagen versuche ich, mich an den Vornamen einer Cousine zu erinnern, mit der ich schon als Kind spielte, wenn ich mal bei der Tante in der SBZ war, wie das Ding ja auch mal genannt wurde. – Das war … Weiterlesen

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Nebel in Halle. „Zur Buchmesse, auf!“ So riefen soeben, am Morgen des Mittwochs, den 10. Oktober 2018, des Schlummernden Blicke im wie ins Frankfurter Messejournal No.1 dieses Jahres.

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[ICE 1638 Sprinter, Berlin-Frankfurt am Main. 7.19 Uhr] Ungeheures Gedicht, das mich jetzt wirklich dazu brachte, auch meinerseits zu schreiben, anstelle weiterzu- …. nun –schlafen tatsächlich n i c h t; die Nacht ist hart gewesen, ein Bauchkrampfanfall, der Schmerz flaut hier im Zug … Weiterlesen

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Die verlorene Oris im Arbeitsjournal des Montags, den 8. Oktober 2018. Zwei Tage vor der Messe. Darinnen zu einem Vorwurf Sabine Schos gegen den neuen Entwurf der Béart.

  Indem die Vergangenheit durch die Gegenwart reflektiert wird (nostalgica), bringt sie eine kreative Utopie hervor (utopica); die Sehnsucht nach dem Bekannten wird zum Vehikel für das Mögliche (futura) durch das Medium der Entfernung (lontananza).“ Salvatore Sciarrino, z.n.>>>> dort. [Arbeitswohnung, … Weiterlesen

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Die Brüste der Béart, 20. Aus dem Entwurf der No. XXI

  (…) woher das denn kommt, und sich selbst lockt | wie Eine versonnen den hauchdünnen Strumpf vom Knöchel über die Wade hoch zu den Seiten der Knie streicht, die Straffe des Schenkels selbst|bewundernder Finger|kuppen O rar die Momente, daß, … Weiterlesen

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Zu den neuen Erzählbänden, zur Béart. Im Arbeitsjournal des Sonnabends, den 6. Oktober 2018. Vier Tage vor der Messe. Mit Maurice Ohana, Konstantin Wecker, fälschlich Gottfried Benn, in Wahrheit indes Conrad Ferdinand Meyer: Denn auch so geht Erlösung.

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[Arbeitswohnung, 5.50 Uhr france musique contemporaine: Maurice Ohana, Miroir de Sapho] Welch ein schöner Titel, Saphos Spiegel, dieses kleinen Musikstücks Ohanas, dem heute früh eine Aufmerksamkeit des französischen Senders gilt. Auch für einen Gedichtband wäre es ein wunderbarer Titel, der … Weiterlesen

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III, 402 – Spinnweben

Der neue Mietvertrag liegt fertig unterschrieben auf dem Tisch, der Vermieter war heute hier, kam angereist aus Bracciano. Zwanzig Minuten, um das nötigste vorzubringen und zu zeigen, vor allem die Fenster, besonders das eine, durch das Wasser eintritt, wenn der … Weiterlesen

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Die Psyche verhauen. Im Arbeitsjournal des Donnerstags, den 4. Oktober 2018. Darinnen Die Brüste der Béart, 19 (Entwurf der No XXI/Auszug).

[Arbeitswohnung, 7.45 Uhr Britten, 7 Sonetts of Michelangelo op.22] Mit dieser Musik war ich aufgebrochen, mit ihr, gleichsam, komme ich zurück. Wobei ich den Rahmen der Arbeitswohnungstür tatsächlich gestern nacht, also heute, um halb eins durchschritten habe. Schon auf der … Weiterlesen

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Die Köpfung der Champagnerflaschen. Das Hamburger Arbeitsjournal des Mittwochs, den 3. Oktober 2018. Nach ausgedehntem Morgenregen und weiter mit Heinz Helle.

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[Magnolien- und Kaminraum, Alstererker, 8.50 Uhr] Es ging bis abends nach 22 Uhr, dann trat, nach einem kommoden Nachtspaziergang am Ostufer der Binnenalster, Ruhe in der Villa ein. Die Luft herbstlich feucht, es hatte über den Tag immer wieder geregnet; … Weiterlesen

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Wer auf Surtsey steht. Das Arbeitsjournal des Dienstags, den 2. Oktober 2018. Mit Jan Kjærstad, Heinz Helle, García Marquez, Christopher Eckers Fahlmann.

So sollte Literatur sein, in den Alltag, das Leben hineinsickern, herannahen wie ein Flüstern im Ohr, wenn man an einem Ladentisch sei- ne Einkäufe bezahlt. Jan Kjærstad, Das Norman-Areal [Arbeitswohnung, 6.17 Uhr Erster Latte macchiato, auf seit 5.50 Uhr David … Weiterlesen

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Arbeitsjournal, knapp. 30. September 2018.

Rezension zu Kjærstads Das Norman-Areal geschrieben, bei Faustkultur abgegeben.     Zwischendurch Musen in Arcos Randberliner Haackerlager gefahren, mit DriveNow, offen, also im Cabrio, was bei dem sonnigen Herbstwetter Spaß gemacht hat. Angekommen, indes, konnte ich mich, wiewohl auf ein … Weiterlesen

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III, 401 – Der Plumpsack geht um

Einen Römer gesehen im Bioladen vor einer Stunde: Shorts in Knielänge, leichtes Hemd. Ich schon mit Gestricktem zu Drittweltpreisen überm T-Shirt. Da wunderten wir uns gegenseitig. Je nun, die dicken Mauern. Es sei sonst in der Wohnung nicht wirklich komfortabel. … Weiterlesen

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Opfer & Brille. In der Nacht vom 27. auf 28. September 2018.

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Seit Jahren, ja zwei Jahrzehnten trage ich dieselbe Art Sonnenbrille, dessen Modelle ich – eben seit meinem Jahresaufenthalt 1998 in der Villa Massimo Rom – neben der Stazione Termini bei einem islamischen Händler der via Giolitti beziehe, bis zu meinem … Weiterlesen

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DAS HALBIERTE AUGE ZERSTÖRT: kookmono III, gestern im „ausland“. Mit Senthuran Varatharajah, Hieu Hoang, Trang Tran Thu und Valmira Surroi. Im Arbeitsjournal des Donnerstags, den 27. auf 28 September 2018.

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[Arbeitswohnung, 8.10 Uhr] Um zehn Interview für den ORF im Studio des Deutschlandradios Berlin, also „ordentliche“ Tour mit dem Rad bis Hans-Rosenthal-Platz, knapp zehn Kilometer hin, knapp zehne zurück. Gesprochen werden soll über Wirklichkeitskonstruktionen, also auch über die Balance zwischen Fake … Weiterlesen

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Die Erzähltechnik Flügel. Von Kjærstad.

In den Pausen, wenn ich mir einfache Mahlzeiten richtete (…), war ich so aufgeregt, dass das Messer in meiner Hand zitterte. Vishnu* brachte mich dazu, über die unüberschaubaren Möglichkeiten des Romans zu fabulieren. Ich dachte an Flügel. Denn so wie Vogelflügel, nach allem, was ich gehört habe, einst nur als wärmebildende Klappen fungierten, mit der Zeit und infolge der Weiterentwicklung jedoch zum Fliegen verwendet wurden, so konnte sich vielleicht auch das Erzählen verändern und eine andere Funktion übernehmen als die, die ihm jetzt zukommt.

Jan Kjærstad, Das Norman-Areal, S. 385
Dtsch. v. Bernhard Strobel

[*: Ein vom Erzähler gelesener Roman Karen Brahes]

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Das Menschenrecht auf Unmoral. Im Arbeitsjournal des Dienstags, den 25. September 2018. Unversehens mitten im Herbst.

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Sehr schön, Nachricht vom Diaphanes-Magazin: Der Verleger und Herausgeber Michael Heitz meldete sich erst per Email, dann telefonisch; er möchte für die nächste Ausgabe eine Auswahl der Béart-Langgedichte haben. Ich hatte selbst vor einem Jahr drei Stücke des Zyklusses angeboten, … Weiterlesen

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III, 400 – Richard Ohnegrund

Ein Klopfen am Fenster am Nachmittag, zögerlich, und dann in dicke Tränen sich verwandelnd in einem hier und da: man schaut halt hin und denkt sich das. Punktuelle Tränen, bis sie sich nach und nach vermehrten und in einen Regenguß … Weiterlesen

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Wir sind

substantiierte Zeit.

(Beim Erwachen unmittelbar im Kopf; kein Vor-, kein Nachspiel bewußt.)

DLV

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Als Antwort auf eine poetologische Frage aus einem Nachwort zu Gedichten Conrad Ferdinand Meyers. Von Rychner.

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Zu einem Diskussionspunkt des Lyrik-Panels während >>>> der Werkschau, quasi auch als Antwort auf eine Frage Benjamin Steins: Man hat Meyers formale Meisterschaft bewundert und zum Rang der Vorbildlichkeit erhoben; man hat sie aber auch mit Skepsis und Abschätzung bedacht. … Weiterlesen

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Anapule (2). Anstelle eines Arbeitsjournales dankbar am Mittwoch, den 19. September 2018, geschrieben.

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  Der Höhepunkt, für mich, war ganz sicher die vergangene Mittwochsnacht, des 12. Septembers also, der nun schon wieder sieben Tage zurückliegt – eine, nicht zu fassen, ganze Woche. Morgens hatte ich mich zu dem Golflauf aufgemacht, war bis zum … Weiterlesen

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III, 399 – Lachen

Das Telefon hatte geklingelt. Sogar dreimal heute. Beim ersten ging’s darum, einzuwilligen in eventuelle juristische Übersetzungen aus dem Deutschen ins Italienische. Wahrscheinlich wieder so eine Schwarzarbeit wie sonst auch mit der Vermittlung der Böhmin, die mich angerufen hatte. Es ging … Weiterlesen

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Das 18. Internationale Literaturfestival Berlin. Zu Ende gegangen mit dem Fest gestern nachts.

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Für seine nunmehr 18. Abschlußrede Ulrich Schreiber hoch zu Tisch. Wem er alles dankt, und daß er bloß keine und keinen vergißt. Dann ward es spät… ähm, früh. So recht, wie ich nach Hause kam, weiß ich nicht mehr, aber … Weiterlesen

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III, 398 – Aquarien und B-Erden

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Gestern abend die Quizsendung mit einem gewissen Jauch und dem Wort “Millionär” im Titel. Schon neulich eine solche gesehen, als ich die Reise endlich hinter mir hatte. Der Unterschied zwischen den beiden Sendungen lag an den Kandidatinnen. Diejenigen der ersten … Weiterlesen

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Anapule (1). Dienstag, den 11. September 2018.

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Nachts in der Tram.

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18. internationales literaturfestival berlin, 9. September 2018, von vormittags bis in die Nacht: WERKSCHAU ALBAN NIKOLAI HERBST. Im Literaturhaus Fasanenstraße Berlin

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Sonntag, den 9. September 2018 Literaturhaus Fasanenstraße Fasanenstraße 23 Berlin Charlottenburg Kaminraum   >>>> Werkschau Alban Nikolai Herbst <<<< Lesungen & Gespräche 11.00 Uhr – 13.00 Uhr DER ANDERSWELT-KOMPLEX: Die einen Romane. Unter den epischen Unternehmungen der Gegenwart ziemlich einzigartig. … Weiterlesen

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III, 397 – chiodo

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Hinaus ging’s dann doch noch. Kein Zucker mehr für morgen. Ich brauchte aber einen bestimmten Zucker, Rohrzucker nämlich aus dem Bioladen, der ist derzeit nur am Nachmittag geöffnet. Eine ganz bestimmte Sorte von den Philippinen. Mein normaler Gang hätte mich … Weiterlesen

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Nicht nur ein Abend für Wolf Wondratschek. Sondern, nämlich, vor allem, für uns. Als nachträgliches Fest zu seinem Fünfundsiebzigsten zur Feier Ullsteins als seinem neuen Verlag. Überraschend mit Arash Marandi.

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was du träumst, beginnt wie Liebe, was du liebst, hört auf zu sein Wondratschek, Es gibt etwas   Freitag, den 31. August 2018 Freundin, von einem grandiosen Abend ist zu erzählen. Ich war, sagen wir, heikel hingegangen, >>>> deshalb, aber … Weiterlesen

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Des Neapelversprechens Arbeitsjournal des Mittwochs, den 29. August 2018. Zu David Ramirers Bach Nr. 1

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[Arbeitswohnung, 7.39 Uhr >>>> Ramirers Bach: Fantasia & Fuge a-moll] Ramirer interpretiert Bach am Computer. Ich habe schon vor wenigen Jahren von ihm CDs dazu bekommen, nun meldete er sich aus Wien erneut und schickte gleich sechs neue Aufnahmem, die … Weiterlesen

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Eine Unterschlagung: zu Literaturhaus und Werkschau. Im Arbeitsjournal des Sonntags, den 26. August 2018. Mit besonderem Hinweis auf Schuldt.

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[Arbeitswohnung, 8.18 Uhr | France musique: Sibelius, Sinfonie Nr.2] Verletzend ist das schon. Bereits Anfang August hatte ich festgestellt, daß in der online geposteten PDF des Septemberprogramms des Literaturhauses Fasanenstraße Berlin die ANH-Werkschau nicht mit verzeichnet war, auch nicht unter … Weiterlesen

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III, 396 – blöd

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Blöd! Die Kartoffel Nummer 6, die ich von denen, die ich neulich aus der Faulsuppe gerettet und auf den Küchentisch gelegt hatte, an den Fensterladen werfen wollte, um die Taube, die auf dem Fensterbrett meine Armbewegungen ignorierte und weiterhin dort … Weiterlesen

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Vierter Tag der StE. Als Arbeitsjournal des Donnerstags, den 23. August 2018.

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[Arbeitswohnung, 17.13 Uhr] F e r t i g :       Kurz dachte ich, meine Güte, in nur drei Tagen! Als mir Zweifel kamen. Dann nachgeschaut. Haben wir wirklich schon Donnerstag? – Völlig aus der Zeit gefallen, lebte … Weiterlesen

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Was mir so sehr gefällt an Dir:

Dass – wenn ich dann
someday gestorben bin
nur Du durch meine postmortalen Träume
geistern wirst.

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Erster Tag der StE. Das Arbeitsjournal des Montags, den 20. August 2018.

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[Arbeitswohnung, 7.17 Uhr] In den kommenden vier oder fünf Tagen werde ich mich quasi ausklinken. Alle Jahre wieder heißt das eben nicht Weihnachtslied. Heute erst mal Zu- und Einordnen der Belege. Dazwischen, das heißt, wegen der für heute angekündigten Wärme … Weiterlesen

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Das Arbeitsjournal des Sonntags, den 19. August 2018.

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[Hohe Düne, 6.27 Uhr Mövenrufe und hohes, wie unhörbares Kreischen der Mauersegler]     Nun bleibe ich doch etwas länger, weil ich gestern abend spontan zusagte, den Abbau zu, sagen wir, supervidieren; ich werde dann, schätze ich, am frühen Nachmittag … Weiterlesen

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III, 395 – Белые ночи

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Gestern die Fruchtfliegensuppe eher zufällig entdeckt: eine faulende Kartoffel, die ihren Faulsaft in einen metallenen Präsentierteller ergossen hatte, völlig außerhalb jeder Sichtweite. Daher auch der Geruch in letzter Zeit, über den ich mich wunderte. Die meisten Kartoffeln konnte ich noch … Weiterlesen

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Klappentexte/Umschlagtexte. Das Arbeitsjournal des Freitags, den 17. Augst 2018. Mit nachgetragnem Jungfernkranz.

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[Arbeitswohnung, 6.08 Uhr Erster Latte macchiato France Musique: Edgar Varèse, Arcana pour orchestre (1927/1969)] Nun, liebste Freundin, ist Das Ungeheuer Muse also in Druck. Der Tag gestern verging unter anderem damit, den Text der vierten Umschlagseite zu bestimmen – etwas, … Weiterlesen

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Verschmähungsgift nach Tagtresor. Im Arbeitsjournal des Donnerstags, den 16. August 2018. Tücke der Rundmails.

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[Arbeitswohnung, 7.35 Uhr France Musique contemporaine: Gabor Viragh, Metamorphosis] Zugegeben, es ist peinlich. Ich hatte eine Rundmail verfaßt, die brieflich zu der Werkschau des 9. Septembers einlud, ilb 2018, und in der Titelzeile aber nicht aufgepaßt: von einem Tages-Safe geschrieben … Weiterlesen

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Erschütterung der Salome. Im Arbeitsjournal des Sonntags, den 12. August 2018. Zu Asmik Grigorian.

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  Trainingspause heute. [Fotos (©: 3sat, Filmmitschnitt] Also statt des Sports gleich morgens Salome, Richard Strauss, Salzburg 2018: Erschütternd durchdringt Asmik Grigorian sogar das harte Konzept Romeo Castellucis und Franz Welser-Mösts so intellektuelles wie kalkuliertes Dirigat; sie, Salome, ist, abgesehen … Weiterlesen

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III, 394 – Moscerini

Der Ausdruck gefällt mir besser als das kategorisierende “Fruchtfliegen”. Wo sie genau entstehen, weiß ich nicht. An den letzten beiden Nachmittagen erwischte ich welche rund den am Morgen halbgeleerten Fruchtyoghurtbecher, den ich dann in den Kühlschrank stellte. Am späten Nachmittag … Weiterlesen

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III, 393 – Winterpuschen

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Noch lief ich herum in Winterpuschen bei Hochsommertemperaturen draußen, dennoch ließen sie sich aushalten bei den 23-24 Grad Innentemperatur. Die Badelatschen, die ich hatte, waren im letzten Herbst aus dem Leim gegangen. Außerdem hatte ich schwarzes Bargeld zu verplempern, und … Weiterlesen

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„Unter der Sahnehaube des Sommers“: Helmut Schulze in Amelia und ANH in Bonn lesen Giacomo Joyce.

[Aufgenommen in der Buchhandlung Böttger, Bonn
>>>> 15. Juni 2018
Videoclip: Andreas Fieberg]

 

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Verschiebungen… Das Arbeitsjournal des Montags, den 6. August 2018.

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[Arbeitswohnung, 8.45 Uhr Michael Wollny, Schubertiaden] … m e i n t, also „Verschiebungen“ meint, daß sich meine lange Zeit fast ritualisierter Abläufe komplett umgeschichtet hat. Ob es „nur“ an den Medikamenten liegt oder eben auch daran, daß ich neuerdings auf nächtliche Hitze anders … Weiterlesen

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Das Laissez-faire des Genies. Im Arbeitsjournal des Sonnabends, den 4. August 2018.

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[Arbeitswohnung, 8.37 Uhr Ein Brot im Ofen] Ich bin zur Zeit schlichtweg mit nichts beschäftigt, das (m)ein Leser:innenpublikum interessieren könnte oder auch sollte – abgesehen selbstverständlich von der Fahnenarbeit am Ungeheuer Muse, das nun wirklich Gestalt annimmt und noch in … Weiterlesen

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III, 392 – in dunkler Ferne hüpfend

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Die mentale Vorbereitung darauf, den sicheren Parkplatz aufzugeben und doch noch zu Peter Stein (dort kann ich mehr mit ihm „anfangen“… so spricht er hier nicht) oder zu dem Ort, der für viele hier der Ort ist, der Peter Stein ist … Weiterlesen

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III, 391 – Langsames Erwachen

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Einen Moment war es, als drehte jemand aus Jux dauernd sein Motorrad auf, aber nun wird aus dem Näherkommen klar, dass die Trommler unterwegs sind: die Palio-Festivitäten (der Mann mit weißer Kapuze der nurmehr Ex-Tabaccaio) haben begonnen, der Verkehr wird … Weiterlesen

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Yüe-Ling. Aus dem Entwurf (2).

Neben ihr war Holtmann eingeschlafen. Sein Ifönchen weckte ihn.
Sie, eingerollt wie ein sehr junger Polarfuchs, lag, als er erwachte, in seiner rechten Achselhöhle. Behutsam hob er den Arm, so daß sie herausrutschen konnte und, ohne ihrerseits zu erwachen, aufs Kissen glitt, von dem er Kopf und Nacken gehoben. Sie zu malen, wußte er,
abzumalen, würde sie töten. Wußte sie es auch? War sie deshalb so, vergleichsweise, vertraulich geworden?

Yüe-Ling, Anlaß <<<<
Siehe auch>>>> Arbeitsjournal vom 3.2.2013.

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„Am Ende hängen wir doch ab

von Kreaturen, die wir machten.“

Mephistopheles, Faust II, Laboratorium im Sinne des Mittelalters

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Diu hōha Gezīt ODER Der Pastor. Im Arbeitsjournal des Montags, den 23. Juli 2018.

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[Arbeitswohnung, 7.22 Uhr Vincent Peirani, Livng Being II: Night Walker] Dies also war es, womit ich in den vergangenen Wochen immer wieder zu tun hatte, ohne es schon sagen zu wollen, – was ich „Arbeitsaufträge“nannte (in der Tat sind’s nämlich … Weiterlesen

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III, 390 – Verstollungen

Etwas benebelt schon. Wein und die Zwangsvorstellung, die sich langsam in einer Zwongsverstollung verselbstständigt, eigentlich bis zum Gehtnichmehr Satz für Satz ans Ende zu gelangen, um die Yacht, die da zu beschreiben ist, auf See zu bringen und mich in … Weiterlesen

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Die vitale Eitelkeit. Das Arbeitsjournal des Sonntags, den 15. Juli 2018. Darinnen erstmals Panaït Istrati erwähnt wird.

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[Arbeitswohnung, 7.40 Uhr Giordano, Andrea Chenier] Seit sechs auf, wie momentan jeden Tag. Wobei ich neuerdings fast immer schon um drei für eine halbe Stunde wache – ich fürchte, eine Nebenwirkung zweier meiner arteriocurativen Medikamente; sowohl Atorvastatin als auch Pantoprazol … Weiterlesen

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III, 389 – noch mehr lange Wörter

Schon wieder ein langes Wort: das sei, sagt Leonce zu Rosetta, “ein langes Wort: immer!” in dem Büchner-Stück (Büchners Werke als Tempel-Klassiker, die vielleicht keiner mehr kennt: Kaufdatum April 74). Einige Stücke werde ich schon gelesen haben, aber nie alles. … Weiterlesen

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Neu erschienen: THETIS. ANDERSWELT. Zweite Auflage als Ausgabe Zweiter Hand. Bei Elfenbein. In jeder guten Buchhandlung.

903 Seiten, gebunden
Mit Schutzumschlag und Lesebändchen.
Elfenbein Verlag, Berlin 2018
ISBN 978-3-941184-22-0
39,– Euro
>>>> Bestellen

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Til Schweiger küssen. Im Arbeitsjournal des Dienstags, den 10. Juli 2018.

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[Arbeitswohnung, 7.20 Uhr] Daß mir Schweiger gefällt, ich den Grund fürs beliebte Schweiger-Bashing in keiner Weise verstehen kann, schrieb ich bereits andernorts, zerstritt mich sogar einmal fast mit einer Geliebten, mit der ich eines meiner (wenigen) Theaterstücke realisieren und ihr … Weiterlesen

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III, 388 – „und“ ist ein langes Wort

Nach dem Sechstagerennen durch die Wirklichkeit im Kreise herum, “zicke zacke zicke zacke hoi hoi hoi” (eher, beim Nachschmecken dieses “hoi”-Triumvirats eine Ahnung von Heu in einem anderen Einst), es ginge auch ein Sixpack (schon wieder ein Einst, nur anders … Weiterlesen

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Erdhalme, hymnisch. Im Arbeitsjournal des Sonnabends, den 7. Juli 2018.

[Arbeitswohnung, 5.31 Uhr Karl Amadeus Hartmann, Erste Sinfonie Versuch eines Requiems nach Worten von Walt Whitman] And who has made hymns ft for the earth? for I am mad with devouring ecstasy to make joyous hymns for the whole earth. … Weiterlesen

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Die endosmose Poetik ODER Das Schattenbild der Dinge. Im Arbeitsjournal des Donnerstags, den 5. Juli 2018.

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[Arbeitswohnung, 6.15 Uhr Händel, Dettinger TeDeum] Um kurz vor halb fünf eine Whatsappnachricht der Contessa: „Hab Dir einen Interviewtext geschickt; schaust Du bitte mal drüber?“ – Was ich von fünf Uhr an bis eben getan habe. Vorher, gestern nacht noch, … Weiterlesen

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„Die koloniale Autorität ist wie die feudale höflich, solange nicht ihre Interessen gefährdet oder verletzt sind.“

Träumte mir’s, und ich erwachte.

(Wer wohl war es, der das sprach?)

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III, 387 – figure it out

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Eine Vorahnung hatte ich schon, bevor ich dann am Samstag gegen 9 abends zum Rio Grande hinunterfuhr, obwohl ich am Nachmittag noch mit dem sportlichen Gedanken des Gehens geliebäugelt hatte, nur daß ein Hinunter immer auch wieder ein Hinauf impliziert. … Weiterlesen

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In alle vier Himmelsrichtungen vergehen. Von Giono.

Man begegnet zuweilen solchen alten Damen, die aussehen, als ob sie mit Bindfadenresten und Gummipapier repariert worden seien.
Jean Giono, Noah, S.187
(Dtsch. v Richard Herre)

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Das Arbeitsjournal des Montags, den 2. Juli 2018

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[Arbeitswohnung, 6.35 Uhr Honegger, Le Roi David] Das Wochenende vor allem  mit Auftragsarbeiten gefüllt, Entwürfen, Lektoraten, einem Exposé, doch auch schon mal die ersten von Elvira M. Gross durchgesehenen und mit enorm vielen Anmerkungen versehenen Erzählungen angeschaut. Bevor wir da … Weiterlesen

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Anstelle eines Arbeitsjournales eine Verführung zum Abend.

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Zum, quasi, Abschluß des Sonnabends, den 30. Juni 2018:

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III, 386 – Stein und Bein

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Aus dem Fenster schauen. Wie sie sich erheben, dann endlich am späten Nachmittag, den sie auf der Bank verbracht haben. Vorsichtiges Bücken zur Gießkanne die eine, Hände Halt suchend die andere, und grad die mit all den Blumen noch auf … Weiterlesen

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Askese als Rausch: Körperwerkstatt (2,2). Nämlich das Krankenhaus- und weniger Arbeitsjournal des Donnerstags, den 28. Juni 2018.

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[Jüdisches Krankenhaus Berlin Aufenthaltsraum, 5.31 Uhr] Wenn es mich so frühmorgens an das Zenbook treibt, ist es besser, mich zwischen den Stationen aufzuhalten, dort, wo es den Aufenthaltsraum gibt, anstelle daß meine Tipperei meine Mitliegenden im letzten Schlafen störte. Um … Weiterlesen

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Skelett im Wandschrank ODER Aus einer Körperwerkstatt wieder. Das Arbeitsjournal des Dienstags, den 26. Juni 2018, noch v o r der kleinen Operation.

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[Jüdisches Krankenhaus Berlin Haus B, St.3, Aufenthaltsraum, 5.52 Uhr] Sehr schön – hingegen hier, wegen der schlierigen Spiegelung auf dem Bild, nur einigermaßen – ist eines der alten, diskret sanierten Gebäude zu erkennen. Ich habe mein Vierbettzimmer bereits verlassen, hätte … Weiterlesen

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Bevor ich einfahr. Das Arbeitsjournal des Sonntags, den 24. Juni 2018.

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[Arbeitswohnung, 18 Uhr Radio France contemporaine: Tradit Normandie, Trois fois du pied] Quasi unentwegt seit sechs Uhr am Schreibtisch. Wichtig war, selbstverständlich, die Patientenverfügung; bei Hirnschädigung auf keinen Fall lebenserhaltende Maßnahmen; dazu Bereitschaft zur Organspende erklären. Sollte ich sterben, sollen … Weiterlesen

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III, 385 – Stationäre Kreisfahrt

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Sie sind absolut bequem, diese Schnellzug|riffe, muß man nicht lange suchen, um die platte Form des Ergebnisses der Differenz zwischen Vorriff und Nachriff in den Griff zu bekommen, aber dennoch ohne irgendwie vorgreifen zu wollen, was der Nachgrapscher eh’ in … Weiterlesen

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„Zukeller“: Bitternotat statt Arbeitsjournal. Sonnabend, den 23. Juni 2018.

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[Arbeitswohnung, 7.30 Uhr] Der Frankfurtmainer Aufenthalt wurde dann bitter, nachdem er zuvor traurig gewesen war, ich aber handeln, einer anderen Trauer auffangen konnte; handeln zu können macht es mir stets weniger schwer, auch dann, wenn die Bilder in mir sprudeln, … Weiterlesen

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Großartiger Satz!

 

Er bitte lieber um Vergebung statt um Erlaubnis, fasst Tschudo sein Credo zusammen.
Von >>>> dort.

 

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„Schaufensterkrankheit“ und „Wohnung schlachten“. Im Arbeitsjournal des Donnerstags, den 21 Juni 2018, aus Frankfurt am Main.

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[Terrasse über Vogelhecke, 9.10 Uhr]     (…) leider, leider leider, so schrieb ich heute morgen zwei Freunden, muß ich unser gemeinsames Essen absagen, bzw. möchte es verschieben. Denn ich fahre am Montag um 9 ins Krankenhaus ein; am liebsten hätte mich … Weiterlesen

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Die Venen vor der Entrümpelung nicht zweier „Kritiken“, statt dessen einer Wohnung. Im Arbeitsjournal des Mittwochs, den 20. Juni 2018.

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[Arbeitswohnung, 6.22 Uhr france musique contemporaine: Henri Pousseur: Electre, 2ème partie} Wenig Arbeitszeit heute früh, wirklich was tun werde ich erst im ICE nach Frankurtmain können. Die Wohnung des verstorbenen Vaters meiner Do wird nun aufgelöst; ich werde die Leute … Weiterlesen

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Gefälligkeit & Konsens. Sarah Pines in der NZZ.

Künstler, die ihr Selbstverständnis daraus ziehen, sich dem System zu widersetzen, sind am Verschwinden. Baselitz zum Beispiel, die verstorbene Amy Winehouse und, ja, man muss sie nennen, die Trias Weinstein-Spacey-Polanski. Mit ihnen geht selbst im Film, der die ihm fehlende Aura einst mit dem «Star» wettmachen konnte, die letzte auratische Verschränkung von Künstler und Werk verloren. Spätestens seit Weinstein und #MeToo ist klar: Rebellisches Posieren und archaisches Macho- und Geniegehabe reichen nicht mehr aus. In einer auf politische Korrektheit getrimmten Welt hat dieses Modell des Künstlers ausgedient. Es wird überholt vom Gefälligkeitskünstler, der nur ein Ziel kennt – den grösstmöglichen Profit.

aus: Sarah Pines, „Die Aura des Kunstwerks ist tot. Es lebe der Reiz des Geldes“.
Der gesamte Artikel >>>> dort.

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III, 384 – tedeschitudine und roundabout

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Einst feierte man heute, am 17. Juni, den Tag der deutschen Einheit, als noch Uneinheit herrschte, und ich werd’s sicher schon öfter erzählt haben, daß dann auf dem “Wachtberg” (unten um ihn herum breiteten sich einige der Felder meines Onkels, … Weiterlesen

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ERZÄHLUNG VON EINER UNGEWÖHNLICHEN LESUNG. „Liebe meinen Regenschirm“: Ein Skypedank zum Bloomsday. Das Arbeitsjournal des Sonnabends, den 16. Juni 2018. Mit Alfred Böttger, Helmut Schulze, Jamie-Giacomo Joyce und vielen vielen anderen.

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[ICE 859 Köln-Berlin Gesundbrunnen 11.48 Uhr (pünktlich)] Schaufensterfotos: ANH Alle anderen Fotografien (c.): Andreas Fieberg Bequem von Bonn nach Köln, vorher noch einmal in Alfred Böttgers schöner Buchhandlung gewesen, dem Hotel schräg gegenüber (auch dieses, das Domicil, ausgesprochen angenehm, fast ein … Weiterlesen

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Meine Güte, was eine Nacht! Das Arbeitsjournal des Donnerstags, den 14. Juni 2018: Von Venen und der Venus.

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[Arbeitswohnung, 10.13 Uhr Blasmusikprobe vom Kollwitzgymnasium her, fast schief: Sizilianische Prozession] Ich werde Ihnen, Freundin, gelegentlich schon von den Bauchkrämpfen erzählt haben, die zum ersten Mal auftraten, als ich um die vierzehn war, vielleicht auch dreizehn, früher nicht, sie setzten … Weiterlesen

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DIE WIEDERHOLUNG. Zeitschrift für Literaturkritik, Nr. 6. Herausgegeben von Jost Eickmeyer und Leonard Keidel. Mai/Juni 2018.

Mit leicht gedrosseltem Register kann die Frage so formuliert werden: Wie läßt sich angemessen über Lyrik schreiben? So „angemessen“, dass das Schreiben nicht eben lyrisch wird (sonst wäre Lyrik die einzig echte Form von Literaturkritik), aber doch sich seinem Gegenstand passgenau anschmiegt, ihn zu akzentuieren vermag? Ich biete dazu fünf Thesen, die sich – generalisierend – von „dem“ Gedicht aus auf „die“ Lyrikkritik zubewegen und die allesamt dazu dienen sollen, eine schnelle Antwort auf die soeben gestellte Frage zu erschweren.
Jost Eickmeyer, Versuchung der Lyrik, S. 7

Mit Beiträgen von Jost Eickmeyer (Editorial), Christian A. Wollin (Milo de Angelis), Julia Niebuhr (Gerhard Falkner), Alban Nikolai Herbst (Katharina Schultens) und Chiara Caradonna (Daniel Sadas).

So will womöglich im Wort des Gedichts Schrift immer noch (gesprochene) Sprache sein, oder umgekehrt: So bleibt die Sprache der Lyrik in der Schrift unbehaust.
Eickmeyer, S. 8

112 Seiten, broschiert, 13 Euro.
>>> Bestellen.

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Über Venen. Das Arbeitsjournal vom Montag und Dienstag, den 11. und 12. Juni 2018. Darinnen auch Konsens & Kalkulation. Mit Michael Cornelius Zepter.

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[11. 6. 2018 Arbeitswohnung, 7.10 Uhr france musique classique plus: Olle Persson, 4 Chants serieux op.121] Der Zeichner Michael Cornelius Zepter hat eine so, wie mir meine Lektorin schrieb, „schöne, beherzte Rezension“ zum Wolpertingerroman geschrieben, der ihn, wie er wiederum … Weiterlesen

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III, 383 – Auf die Knie!

Ich war ja nun entdeckt in gewisser Weise, denn am Tanzabend des Dienstags hatte ich auch noch jemanden zu mir kommen lassen, der Lust auf Wein hatte, den sie, die Tanzenden, nicht hatten, und goß ihm seine drei Gläser voll … Weiterlesen

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Frau aus Stein. Einige Bemerkungen zu Axel Ruoffs Roman „Apatit“. Bei Faustkultur von Alban Nikolai Herbst.

 

 

>>>> D o r t.

 

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Mal wieder ein Brot. Für das Arbeitsjournal des Sonnabends, den 9. Juni 2018. Darinnen die Contessa, darinnen der Sommer, darinnen auch die Wiener Fassung der AEOLIA endlich. So in Berlin zurück.

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          [Arbeitswohnung, 9.34 Uhr France musique contemporaine: Raphael Cendo, Introduction aux ténèbres] Seit langem wieder ein Brot gebacken. Schon als ich aus Italien zurückkam, schoß mehrfach der Impuls in mir hoch. – Aber wie denn? Ich … Weiterlesen

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III, 382 – Abacadabra of something like Sirens

Angefangen hatte dieses mein unartikuliertes Sprechen, das im Grunde einer imaginären schwedischen Sprechweise entsprach, aber doch völlig erfunden war und in den Lauten eher den Akzent auf Höhen und Tiefen, schnelle und langsame Stellen legte, und alles völlig improvisiert, auf … Weiterlesen

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III, 381 – sieh zu

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Morgens um vier donnerte es an meiner Zimmertür. Hätte es nicht gedonnert, ich hätte es nicht gehört. Wo ich in dem Moment war, weiß ich nicht mehr, was natürlich keine Aussage ist, die sich auf den Körper bezieht. Und es … Weiterlesen

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Fronleichnam in Amelia. Statt eines Arbeits- ein Eindrucksjournal. Il giornale nuovo amerino № 4. Am Sonntag, den 3. Juni 2018.

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Die Bezeichnung Fronleichnam leitet sich von mittelhochdeutsch vrône lîcham für ‚des Herren Leib‘ ab, von vrôn ‚was den Herrn betrifft‘ (siehe auch Fron) und lîcham (‚der Leib‘). In der Liturgie heißt das Fest Hochfest des Leibes und Blutes Christi, regional … Weiterlesen

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Giorno di Plebiscito: Fest der italienischen Republik im Giornale nuovo amerino № 3. Am Sonnabend, den 2. Juni 2018.

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[Casa die Schulze, Cortile ore 11.32 | Fernsehgequassel aus dem Nachbarinnensfenster] Soweit die Vornahme am morgendlichen Arbeitstisch. Da war ich schon, aufgestanden um ein Viertel nach drei Uhr, vor Stunden unterwegs gewesen, um Cristoforo Arco zum Regionale nach Orte zu … Weiterlesen

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„Das Ausmaß eines der Maßlosigkeit“. Zu Gerd-Peter Eigners nachgelassenem Mammut.

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Bei  >>>> dort.                       Sie sollte aber anders enden, meine Rezension. Sie wirkt am Ende nicht rund – weil es, dieses Ende, ein Bild sein sollte, das aber Faustkultur, so scheint es, … Weiterlesen

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Von Olevano Romano und den Case di Eigner in der Casa di Schulze: Il Giornale nuovo amerino № 2. Am Donnerstag, den 31. Mai 2018.

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[Casa di Schulze, ore 8.03 Amelia/Umbrien Nachgetragen: 29. & 30. Mai 2018 Olevano Romano, auf dem Berg und im Ort]             Cristoforo Arco wünschte sich, den genius loci zu spüren. Zudem waren wir hier in … Weiterlesen

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III, 380 – spützen

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Manchmal geht zu fotografieren schneller, als die Tage zu subsummieren, selbst eine Katze füttern zu gehen, weil die, zu der sie gehört, mit gegipstem Bein, weil auf dem Zebrastreifen unten in der Unterstadt angefahren worden, sich derzeit nur wenig bewegen … Weiterlesen

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Avenidas y flores amerinas.

Tür zur Casa di Schulze
Amelia in Umbrien, Mai 2018

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Der Giornale nuovo amerino № 1. Am Sonnabend, den 26. Mai 2018. Mit einer Rückschau auf Wien, unter anderem Ilse Dick und Dieter Würch dort und seine 777, sowie aus meinem Temperament und auch der Villa Massimo in Rom und a u c h Sabine Scho.

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[Casa di Schulze, Cortile 0re 14.12 Skrjabin, Klaviersonate 3 fis-moll (Rubinstein)] Meinen Arbeitsplatz im von Schulze und mir so benannten Poetenhof bezogen; im Laptopzelt läßt es sich am, weil mit einem matten, nichtspiegelnden Bildschirm versehenen Zenbuch selbst in der prallen … Weiterlesen

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III, 379 – Ossessioni

Ja, und gar nicht mal direkt… schrieb ich gestern, nachdem ich irgendwo zugegeben hatte, mir die Royal-Wedding-Zeremonie tatsächlich angeschaut zu haben, das ganze habe es bei youtube dann am Abend gegeben. Das seien so Momente, die mir passieren, wie neulich, … Weiterlesen

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Das Wiener Lektoratsjournal. Am Dienstag, den 22. Mai 2018.

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Verlagshaus Arco, Schreibtisch gegenüber dem Verleger, 19.04 Uhr Boris Blacher, Erstes Klavierkonzert (1947)] Gestern intensives Lektorat – wobei meine Lektorin diesmal kaum etwas beanstandet, aber w e n n, dann fällt sofort das gesamte Gedicht und wird ausgesondert. Ich habe bewußt nicht gezählt, … Weiterlesen

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Reisetagsvor. Im Arbeitsjournal des Pfingstsonntags, den 20. Mai 2018. Darinnen auch zum neuen Datenschutzgesetz der EU: nötige Anpassungen – nicht ohne Heinrich Heines Spott.

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[Arbeitswohnung, 15.16 Uhr: Mittags-Espresso. Mahler, Lied von der Erde, Fischer-Dieskau, King, Wiener Philharmoniker, Bernstein] Ein Tag der Reisevorbereitung, fast nun ist der Rucksack schon gepackt. Das Ungeheuer Muse mußte erstmals ausgedruckt werden. Ein paar Gedichte sind noch in, ich sach … Weiterlesen

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III, 378 – come and go

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Seine fünf Reisejahre betrachtet Schefer als seine “Lebensuniversität” So in Klaus Völkers Nachwort zu der Schefer-Ausgabe der Haydnischen Alterthümer. Es ging nach Wien, nach Triest, nach Italien, nach Griechenland, nach Konstantinopel. Nicht wirklich mehr ganz jung. Der ganz Junge lebte … Weiterlesen

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Podcast auf SWR2: Kreuzfahrten im Gespräch. Mit Hansjörg Kunze, Dirk Schümer und ANH. Gesprächsleitung: Burkhard Müller-Ulrich.

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>>> D o r t.     Hansjörg Kunze – Vice President Communication & Sustainability, AIDA Kreuzfahrten, Rostock Dirk Schümer – Journalist (Die Welt), Venedig ANH, Traumschiff Gesprächsleitung: Burkhard Müller-Ullrich

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H u f e. Eine Kurzgeschichte. (Entwurf).

Ich hatte gleich gemerkt, daß etwas nicht stimmte… allerdings nicht, was es war. Irgend etwas hatte sich verändert. Ich sah es, kaum daß ich aus meiner Friedenauer Beletage auf die Fregestraße hinausgetreten war. Besonders in der Hedwigstraße kam mir einiges … Weiterlesen

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Anselm Kiefer in der Galerie Bastian Berlin. Das Arbeitsjournal des Sonntags, den 13. Mai 2018. Darinnen auch schon, und zwar anfangs, Johannes Pichts Psychoanalyse & Musik.

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[Arbeitswohnung, 9.16 Uhr Leevi Madetoja, Sinfonie 2 (1916/18)]     Aussagen, die ihren Wahrheitsanspruch auf Übereinstimmung mit Sachverhalten gründen, treten zurück zugunsten einer Rede, die nicht über ein Geschehen, sondern aus einem Geschehen heraus spricht, die sich nicht mehr über … Weiterlesen

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Merlin im Versehrtenheim. Zu „King Arthur“ von Henry Purcell an der Staatsoper Unter den Linden Berlin.

[Geschrieben für und erschienen >>>> bei Faustkultur.de.] Kann man – Unfug, können lässt sich alles —- soll man also solch ein Stück – in unseren neurestaurativen Zeiten noch auf die Bühne bringen? Denn bei aller kritischen Ironisierung, die Sven-Eric Bechtolf … Weiterlesen

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III, 377 – Hypochondrium

Beschwichtigungsmusik. Gitarre. Bleibt mir doch immer ein liebes Instrument. Nicht unbedingt deshalb, weil ich’s selber mal probiert habe, mir auch etwas Unterricht hatte geben lassen, indes ohne Erfolg, zu spät angefangen (wovon schon neulich einmal die Rede gewesen), und dann … Weiterlesen

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Aus dem ICE. Das Arbeitsjournal des Mittwochs, den 9. Mai 2018. Von Anthologien, Genres und „Vergleichsautoren“.

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[ICE 1638, Berlin-Frankfurtmain 6.20 Uhr] Um halb fünf hoch, gegen 23 Uhr bereits lag ich gestern im Bett, nachdem ich noch zuvor im Haus für Poesie zu einer Veranstaltung über Lyrikanthologien gewesen war, dort Sabine Scho, aber auch, nach Jahren, … Weiterlesen

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Zweie, aber ach! doch eins: Ekaterine Togonidzes „Einsame Schwestern“.

Bei Faustkultur >>>> dort.

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„Was uns die Rose“. Das Requiem der Fortwährenden Wandlung. Von Markus Orths, Marlen Schachinger und Michael Stavarič. Im Septime Verlag Wien.

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Wir versuchen nur zu retten, was wir schon längst verloren haben. Orth, Schachinger, Stavarič: R e q u i e m   Dies ist sicherlich eines der ungewöhnlichsten Bücher des vergangenen Jahres im deutschsprachigen Raum, das auch gerade bei Septime kaum zu erwarten gewesen wäre. Nach … Weiterlesen

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III, 376 – ehe ich ging

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Abgesehen von “Ei fu” ist es eigentlich sehr regnerisch und abgekühlt. („Er war“ – (Manzoni zum Tode Napoleons) und dem drei Jahre vorher geborenen Marx (durch die ganzen Lektüren, die mich immer wieder in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts … Weiterlesen

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Europäischer Feiertag im Literaturhaus Berlin. Das Arbeitsjournal des Sonnabends, den 5. Mai 2018. Darinnen zu einem Gespräch über Kreuzfahrten. Und wie der Dichter an Dingen hängt.

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[Arbeitswohnung, 7.40 Uhr Britten, Songs and Proverbs of Wiliam Blake] Latte macchiato, erster Morgencigarillo. (Seit sechs Uhr am Schreibtisch). Gestern mit meiner Rezension zu Orths, Schachingers und Stavaričs Requiem begonnen, will ich sie heute fertigstellen, allerdings exklusiv für Die Dschungel. … Weiterlesen

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Erste Erwähnung des Requiems von Orth, Schachinger und Stavarič. Im Arbeitsjournal des Donnerstags, den 3. Mai 2018. Vor allem aber die bedrückte Rezension eines Lesungsabends.

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[Arbeitswohnung, 8.56 Uhr] Küken Gottes, ihr wisst nicht, dass euch am Ende der Fahrt ein Zerfetzer erwartet, der gelbe Flaum und das rote Blut mischt sich und sticht ins Orange der untergehenden Sonne. Orths, Schachinger, Stavarič: R e q u i e m   Es war … Weiterlesen

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D a s ist Literatur. Unter andrem gegen Knausgård. Im Arbeitsjournal des Dienstags, den 1. Mai 2018. Mit außerdem Endō, Schoonover, Becher, Nabokov und Krausser. Sowie mit Phyllis Kiehl.

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[Arbeitswohnung, 9.50 Uhr Klaus Lang, Origami (2016)] Von früh auf habe ich Mißtrauen gegenüber allem Gehypten, es hat mich in eine, bei doch gleichzeitigem Dazugehörenmögen, Reserve gegenüber meiner Generation, den Erwachsenen sowieso, gebracht; diese Reserve war bereits im Kindergarten stark … Weiterlesen

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Ich muß zu meinem Vater: José Luíz Peixotos unfaßbarer, magischer Roman „Friedhof der Klaviere”, Septime 2017, im herrlichen Deutsch Ilse Dicks.

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[Geschrieben für Volltext und dort in der Ausgabe 4/2017 erschienen. Mit kleinen Ergänzungen ein Halbjahr hernach.]       „Sprichst du noch immer zu den Menschen im Buch?” Ja, noch immer.” Schweigen. „Bist du müde?” Nein, noch nicht.” Diese Sätze … Weiterlesen

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Grausamkeit. Zu Ruoffs Apatit im Nachgang. Aus einem Brief an Uwe Schütte.

Übrigens, was Ruoffs Beschreibung von Grausamkeiten im Gefolg der französischen Tradition anbelangt: Auch Thetis“ ist voll damit, es wurde in den Kritiken sogar besonders übel vermerkt. Und auch bei Hettche findest Du, also beim frühen, diesen Einfluß. Denk mal an … Weiterlesen

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III, 375 – frizzo

Fast am Ende mit dem Rohtext der über 200 Seiten langen Versicherungsbedingungen: große Erleichterung. Jetzt kommt die Feinarbeit. Die Zeit sollte reichen bis zum 7. Mai. Zumal anderweitig eine ziemliche Ruhe herrscht wegen der Feiertage (25.4. und 1.5.) und nebenbei … Weiterlesen

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Was mich nun riesig gefreut hat! Im Arbeitsjournal des Sonnabends, den 28. April 2018, vier Tage vor Walpurgis. Darinnen Ruoffs “Apatit” und die Erzählung von einem „Preisverleih“. Mit Omar Galliani aber zuerst, danach mit Uwe Schütte.

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[Arbeitswohnung, 8.43 Uhr Krenek, Orpheus] Ja, wirklich riesig gefreut. Für den Buchumschlag des im August/September erscheinenden neuen Gedichtbandes hatte ich selbst, auf Bitte Cristofero Arcos, bei Omar Galliani um ein Bild angefragt, das ich rasend gern als Einbandmotiv haben wolle. … Weiterlesen

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Zur „Islamfrage“. Das Arbeitsjournal des Freitags, den 27. April 2018. Darinnen auch Zur Diffamierung. Mit Andreas Steffens, Ulrich Becher ff, der Toleranz im andalusischen Kalifat vor Isabella, sowie der MDU und einer Erwähnung Federicos am Rande.

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[Arbeitswohnung, 6.48 Uhr Jarrett, live in Wien 2016] Es ist s c h o n interessant, wie persönlich manche Leute andere diffamieren wollen, in diesem Fall mich. Daß ich in dem strittigen Beitrag sehr bewußt nicht genannt habe, um wen es geht, spielt für … Weiterlesen

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Hühnerfarm des Geschlechts. Von Becher, ff.

 

Männer, die es eins-zwei-drei auf abendlichen Parkplätzen oder in Treppenhäusern zu treiben vermochten, hatten für mich etwas Geflügelhaftes.

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Ulrich Becher, Murmeljagd 488

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Mit dem moralischen Imperativ aller Kunst. Das Arbeitsjournal des Mittwochs, den 25. April 2018. Darinnen Ulrich Becher, verletzt indes, am Rande.

[Arbeitswohnung, 6.25 Uhr France musique contemporaine: Luigi Ceccarelli, Birds for bass and magnetuc tape] Das beschäftigt mich seit gestern abend sehr. Empfahl einem befreundeten Kollegen, sich u-n-b-e-d-i-n-g-t Bechers Murmeljagd (ich bin jetzt auf S. 510) zu besorgen, er werde zu lesen nicht … Weiterlesen

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III, 374 – „b-moll“

Immer mehr im Sog der Versicherungsbedingungen, in diesen über zweihundert Seiten, in denen es um alles geht, was einem Menschen passieren kann, der Geld, Reichtum und Besitz hat und wahrscheinlich nicht mal ein natürlicher, sondern nur ein juristischer Mensch ist, … Weiterlesen

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D a s ist Haltung! Daniel Barenboims Erklärung zum Echo-Preis 2018.

Ich habe die Diskussion um die ECHO-Auszeichnung für ein Rap-Album, dessen Texte eindeutig als antisemitisch, frauenfeindlich, homophob und allgemein menschenverachtend zu charakterisieren sind, mit großer Bestürzung verfolgt. Als Jude, der seit vielen Jahren gerne in Deutschland lebt und Freiheit in der Kunst als ein hohes Gut ansieht, hat mich die Debatte besonders beschäftigt und ich habe auch abgewartet, ob seitens der Verantwortlichen eine adäquate Reaktion hierauf erfolgen wird. Meinungsfreiheit und Freiheit in der Kunst gehören zu den wichtigsten Errungenschaften und Werten einer demokratischen und offenen Gesellschaft. Mit jeder Freiheit kommt aber auch eine Verantwortung: unsere Verantwortung, die errungenen Freiheiten so zu nutzen, dass auch die Freiheit eines jeden anderen Menschen und Andersdenkenden bestehen kann – ebenso wie die Verantwortung, andere Menschen in ihrer Würde zu achten und zu respektieren. Diese Überzeugung ist seit vielen Jahren Kern meines Denkens als Mensch und meiner Arbeit als Künstler. Antisemitismus, Frauenfeindlichkeit, Homophobie und die offene Verachtung von vermeintlich Schwächeren und Minderheiten sind ein Missbrauch von Freiheit, den wir als Gesellschaft niemals tolerieren dürfen. Wir müssen uns geschlossen gegen solche Stimmen erheben und dürfen sie nicht auch noch dadurch bestärken, dass wir sie mit Preisen auszeichnen und dadurch legitimieren. Im Gegenteil, wir müssen mehr denn je für Menschlichkeit, gegenseitige Achtung und Empathie kämpfen. In diesem Geist habe ich mich, gemeinsam mit der Staatskapelle Berlin und dem West-Eastern Divan Orchestra, entschieden, unsere Auszeichnungen geschlossen zurück zu geben. Kommerzielle Interessen dürfen nicht überwiegen, wenn es um so essenzielle Fragen des Anstands und unserer Menschlichkeit geht.
Daniel Barenboim

[Der Dschungel von der Staatsoper Unter den Linden zugesandt.]

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Welch ein Buch! Nach der Halbzeit zu Ulrich Bechers Murmeljagd, ff. Im Arbeitsjournal des Sonntags, den 22. April 2018. Schon jetzt eine Hommage.

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[Arbeitswohnung, 8.38 Uhr Jarrett, Wien 1991] Dieses Konzert ist dabei, zu den mir liebsten Jarretts überhaupt zu gehören, aufgenommen 1991 in Wien. Nachdem meine CD nun zum dritten Mal abgetastet wird und sich die ProAcs auf sie eingeschwungen haben, das … Weiterlesen

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Zu Schwarzweiß abermals. Abermals zu Ulrich Becher. Das Arbeitsjournal des Freitags, den 20. April 2018. Darinnen er, der Dichter, erzählt, was er gar nimmer möchte.

[Arbeitswohnung, 10.22 Uhr Jarrett, Bremen 1973] Höre mich gerade durch meine sämtlichen Jarrettaufnahmen am Stück durch, allerdings nicht chronologisch, sondern so durcheinander durch die Zeiten springend, wie sich die CDs halt greifen – ja, diese, nicht die auf der Musik-FP … Weiterlesen

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Was die Menschen treibt. Von Becher, ff.

„Hupp, Moral, Kommilitone! Moral und Vernunft! … Es ist da etwas g a n z  a n d e r e s, was die Menschen treibt. Etwas da drinnen. Ganz tief … vielleicht im Darm, hng! Im Gekröse, hng-hng. So eine dumme …“
„Ja?“ fragte ich verhalten.
“ … so eine dumme Kraft“, knarrte der Schatten.

Murmeljagd, 123

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III, 373 – Findevogel

Unter dem unseligen Schlagwort “Heimat” kann man eigentlich nicht verzeichnen, was ich gestern zufällig erst fand und daraufhin etwas ins Gedächtnis zurückrief, das darin seinen Auslöser fand. Es geht ja nicht um Traditionen, denen man zwar auch verhaftet war und … Weiterlesen

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Waisenmädchenhaar. Aus Frankfurtmain das Arbeitsjournal des Mittwochs, den 18. April 2018. Mit Ekkehard Faude im Nebenbei. Darüber das Licht Ulrich Bechers.

[Roter Tisch, 9.20 Uhr] Seit einem Viertel nach fünf auf, Café Crème – und gleich die allfällige Rezension zu Ekaterine Togonidzes Einsame Schwestern geschrieben, zu der ich, nachdem ich nun Ulrich Bechers Murmeljagd begonnen, kaum noch gekommen – so sehr … Weiterlesen

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Auch der Korrupteste

braucht Glück.

(DLIV) 

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Musen & Dionysisches Schicksal: Zum neuen Gedichtband. Im Arbeitsjournal des Montags, den 16. April 2018. Mit Ulrich Bechers Kurz nach 4, einem Briefwechsel und dem wahren Paganen. Busonis Faust dazu.

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[Arbeitswohnung, 5.30 Uhr Busoni, Doktor Faust] An die Herzogin von Parma hatte ich schon denken müssen, Busonis erwachsenere, Faust II angemessene Gretchenfigur, als meiner Lektorin und mein die „Muse“ thematisierender Briefwechsel hin- und hergingen; Elvira faßt die Figur übergeschlechtlicher als … Weiterlesen

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Kloster Rheinau (Nachtrag). Meere. Erzählzeit ohne Grenzen 2018.

 

Fotografie (©): R. Eisenherr 2018

Siehe dort.

 

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Noch aus Schaffhausen. Das Arbeitsjournal des 14. Aprils 2018. Darinnen am fallenden Rhein, oben auf dem Munot, sowie im Kaisersaal des Klosters Rheinau. Mit einem großen Danke.

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[Best Western Plus Schaffhausen, 101 6.11 Uhr] Wie gerne bin ich in der Schweiz! Schon bezeichnend, wie wohl ich mich in diesem Land fühle, obwohl es doch heißt, „man“ sei hier als Deutscher nicht so arg beliebt – was für … Weiterlesen

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Aus Singen und von Hohentwiel. Das Arbeitsjournal des Freitags, den 13. April 2018. Weiter geht es nach Rheinau, zuvor indes zu den Fällen.

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[Holiday Inn Singen, 414]   Ich habe etwas ausprobiert. Der Raum war – obwohl gestern in dem doch recht kleinen Ort Singen vierzehn Lesungen parallel stattgefunden haben sollen – sehr gut gefüllt. In den freilich ebenfalls nicht großen Saal des … Weiterlesen

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III, 372 – Wer weiß?

Wieder kurz davor, von einer Tätigkeit zur anderen zu zappen, als es klopfte. S., der Ukrainer Sohn, dies schlanke blonde Bürschchen. Mutter habe Gespräche zu führen, er müsse zur Musikschule, die Gitarre irre schwer. Ob ich nich’… und sagte sogar … Weiterlesen

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„sich erinnern“: Zur Sprache und zur AfD. Im Arbeitsjournal des Mittwochs, den 11. April 2018. Darinnen auch „Die LINKEN“.

[Arbeitswohnung, 6.09 Uhr] Nachdem ich gestern, meines wirklich großen Ärgers, ja Ekels halber ein paar bei Youtube dokumentierte Debatten zur deutschen Sprache, meiner, sah, mich tatsächlich auch hin- und hergerissen fühlte, ob Deutsch als Landessprache im Grundgesetz festzuschreiben sei, und zwar … Weiterlesen

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Simone Voodoo-uoK, Mitgliedin des Bundestags. Im Arbeitsjournal des Dienstags, den 10. April 2018. Also zu den Kulturmaschinen, auferstanden aus Ruinen. Dazu eine Altersprosa.

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[Arbeitswohnung, 6.38 Uhr] Seit zehn nach fünf auf und korrespondierend nunmehr schon vor dem zweiten Latte macchiato, weiß ich im Moment nicht, ob ich permanent auf- und durchlachen oder mir das nicht vorhandene Haar raufen und losheulen, allerdings wölfisch, soll. … Weiterlesen

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Rasend und gischtend sprudelt Facebook durch im Fiebertraume aufgerissene Schleusen. Das Arbeitsjournal des Montags, den 9. April 2018. Darinnen Ulrich Bechers dritte New Yorker Nacht.

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[Arbeitswohnung, 7.02 Uhr] Das war heftig gestern; als ich dann darniederlag und träumte, derweil das Fieber anstieg, öffnete sich eine so furiose wie rasende Schachtelwelt; ich weiß gar nicht, ob ich sie noch zusammenbekomme. Morgens, also noch vor dem Training, … Weiterlesen

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III, 371 – faces

Oltre il Visibile hatte gestern im Programm Buñuels “L’angelo sterminatore”. Nach dem, was ich darüber las, konnte ich nicht nicht hingehen, also nicht das Gegenteil dessen sein, was im Film geschieht, nämlich nicht gehen zu können bei aller Absicht zu … Weiterlesen

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Ausge(k)nockt. Das Arbeitsjournal des Sonnabends, den 7. April 2018. Darinnen noch einmal Peter H. Gogolins Mann, der den Regen fotografierte.

[Arbeitswohnung, 5.55 Uhr Noch fastSchwärze draußen, der Amselhahn singt ins sich hebende Dämmern.] Erster Latte macchiato, erster Morgencigarillo. Weil ich einsam bin, Plácido. Einsam wie alle Geschichtenerzähler. Fließt das Blut, fließt das Geld. Gogolin, Regenfotograf 261, 312 Da habe ich … Weiterlesen

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III, 370 – ei sein

Ostern, da verblühten schon die Osterglocken, die da aufgesprossen waren im Hof. Ich selbst ein phantomatisches Osterei, daß ich morgens versteckte und dann nicht wiederfand außer als Ostermittagsei mit Mayonnaise und Ketchup, aber es war nicht das versteckte, das ich … Weiterlesen

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Gleichsam über Nacht. Krokusse im Arbeitsjournal des Mittwochs, den 4. März 2018.

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[Arbeitswohnung, 16.13 Uhr] Es war der Frühling-selbst, der mich rief, offenbar.  Es kam mir vor, als wären diese Krokusse rein über Nacht aus der Erde gekommen. Also. Zum ersten Mal seit einem Jahr wieder gelaufen, und selbst da hatte ich … Weiterlesen

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Fassbinders Falstaffs böser Triumph: Mario Martones Neuinszenierung von Verdis Alterswerk an der Staatsoper Unter den Linden. Von Barenboim mit jugendlicher Wut dirigiert.

Fotografie (©): Matthias Baus

 

 

Bei Faustkultur >>>> d o r t:

 

 

 

 

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„Bildungsnarzissmus“ & Oxytocin. Im Arbeitsjournal des Dienstags, den 3. April 2018.

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[Arbeitswohnung, 8.39 Uhr France muique contemporaine: Gerard Peson, Blanc mérité] Gestern quasi durchgearbeitet; erst war mein Essay zu Schultens endlich fertigzustellen, also zu ergänzen, aber auch zu revidieren, dann schrieb ich meine Besprechung der neuen Falstaffinszenierung Mario Martones an der … Weiterlesen

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Schultens‘ Feuer, Der untote Schwan. Zur Rhythmisierung: Aus dem Entwurf des Essays (3).

(…) Bei Schultens brennt die Angst im Tal sogar a b. – Überhaupt ist dieses Gedicht, „Kali“, wahrscheinlich eines der intensivsten des gesamten Bandes: a. lass ihn stufe um stufe diesen hang zum meer absteigen sich seine weißen beine zerren bis … Weiterlesen

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Herbst am Klo über Kafka.

18-03-31 καλό ταξίδι (24)
Bei Gaga Nielsen gefunden.

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Die fließende Seele der Stadt. Das Arbeitsjournal des Sonnabends, den 31. März 2018. Weiter zu Peter H. Gogolins Regenfotografen.

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[Arbeitswohnung, 7.04 Uhr Janáček, Auf verwachsenem Pfad] Die Weidenzweige treiben aus, die Kätzchen stehn schon seit Grün-:ecco!-donnerstag, auch wenn uns Bruno Lampes Empfehlung anderswohin führt (oder war es ein leicht genervter Ratschlag, um nicht auch das noch verlinken zu müssen?), nur … Weiterlesen

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III, 369 – Auch ein Karfreitag

Kann man es als sinnvoll ansehen, an einem Tag, den man Karfreitag nennt, der trocken anfing, um dann jetzt im Dunkeln schon in einen Regen überzugehen, dem ich mich nicht mehr aussetzen muß, sich so etwas anzusehen wie Simon Rattle’s … Weiterlesen

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„Man möchte da ja auch reinfassen.“

Welch eine schöne Jungmannsbeschreibung!
>>>> Dort bei der Fotografin Gaga Nielsen.

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Seelenklangkörper. Von Schuldt.

Der Klang ist die Seele der Sprache, während die Bedeutungen der Wörter ihr Körper sind.
Am Quell der Donau, 1988

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Wenn du wissen willst, wer dich beherrscht,

finde heraus, wen du nicht kritisieren darfst.
Voltaire nach Thyra Maris

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Zum Beruf der Lektor:inn:en. Im Arbeitsjournal des Montags, den 26. März 2018. Darinnen Gogolins Regenfotograf, ff, sowie mit Helmut Schulze, Cristofero Arco, dem Ungeheuer Muse und mir selbst.

[Arbeitswohnung, 8.43 Uhr] Gogolin war wegen meiner ersten Bemerkungen zu seinem Roman schwer verletzt und griff mich an; der härteste Vorwurf war, daß ich ihn benutzte, um mein Mütchen an Dielmann zu kühlen. Nur gibt es da gar kein Mütchen … Weiterlesen

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Vorwehmut nach. Im Arbeitsjournal des Sonntags, den 25. März 2018. Mit Peter H. Gogolin, Ulrich Becher wieder – und wieder, wieder, wieder: Katya Kabanova

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[Arbeitswohnung, 9.42 Uhr Bereits die vierte Aufnahme, zwei davon selbst mitgeschnitten: Leos Janáček, Katya Kabanova Latte macchiato, Morgencigarillo] Bin, liebste Freundin, spät heute „dran“. Wegen der Uhrenumstellung habe ich ausnahmsweise den Wecker meine Ifönchens nicht gestellt, sondern den Leib gewissermaßen … Weiterlesen

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III, 368 – enderbeing

Ich fürchte, Enderby wäre dann vielleicht doch noch mal auf Deutsch zu lesen. Zwar ist selbst auf Englisch der Faden durchaus da, aber manches, was dialektal oder slangmäßig daherkommt, geht ein bißchen verloren. Oder es so bleiben lassen? Dunno. Es … Weiterlesen

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Das Ungeheuer Muse. Viertes Gedicht (Entwurf).

 

Sie trug am Leib die nasse Not,
so in dem Beutel in ein festes Tuch
eingeschlagen,

daß er ihr Tropfen nicht bemerke,
das mit dem Frühling ihren Schoß
doch schon

als Sohn
vorhergesegnet hatte, bloß
aus eines Dunklern Stärke

als er zu sein es wagen
je würd in dem verzweifelten Versuch
zu wenden, was ihm droht

 

Das Ungeheuer Muse III <<<<

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vers + welt im ausland. Im Arbeitsjournal des Freitags, den 23. März 2018. Mit Charlotte Warsen, Pit Noack, Alexander Filyuta, Tobias Herold und Leoš Janáčeks Jenůfa.

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[Arbeitswohnung, 5.40 Uhr] Es ist einer der Räume, die mir sehr gefallen:       Dennoch, ohne Facebook hätte ich auch diese Veranstaltung wieder einmal verpaßt wie neulich des Pietraß‚, dessen ich im Kopf auf erst den folgenden Tag gelegt, … Weiterlesen

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Chaos. Das Arbeitsjournal des Mittwochs, den 21. März 2018. – Erst „vorher“, dann „nachher“.

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Liebste Freundin, [Arbeitswohnung, 5.50 Uhr France musique contemporaine: Allison Cameron, Raw Sangudo für Saxophon, Alttrompete und Tuba] es fällt mir schwer, von Frühlingsanfang zu schreiben. Es ist sogar unmöglich; gestern lag auch in Berlin unversehens wieder, wenn auch nicht viel … Weiterlesen

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Schultens‘ Zorn, Der untote Schwan. Das poetische Movens: Aus dem Entwurf des Essays (2).

(…) Wenn gestern abend Benjamin Stein über diese Gedichte von einer „unverkennbar weiblichen Stimme“ schrieb, ist dies mißdeutbar, auch wenn er seinen Text mit dem Zitat übertitelt „den schnitt seht ihr später“ und unter ihm selber zusammenfährt: „Da geht die Klinge … Weiterlesen

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Schultens‘ Geheimnis, Der untote Schwan. Zur poetischen Form: Aus dem Entwurf des Essays (1).

(…) In einem großen Vortrag über die strauß/hofmannsthalsche Elektra bemerkte Ernst Bloch an deren und Orests großer Erkennungsszene, daß alles Erkennen ein Wiedererkennen sei. Diese Auffassung reicht bis in die biblische, bzw. Sprache der Thora zurück, wenn sie den Beischlaf … Weiterlesen

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الاحسان, Al-Ihsan, کمال, Kāmel: Vollendung & Demut.

Nur Gottes, heißt es, sei die Vollendung – weshalb persische Teppichweber:innen stets einen Fehler in ihre Meisterwerke knüpften. Aus Demut, dachte ich bisher und hab es so gelehrt. Bis ich soeben begriff, daß die Perfektion der Götter, der Göttinnen mit … Weiterlesen

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Schnee!!!chaos in Leipzig und glückliche Heimkehr. Das im Stehen getippte, schnell abgebrochene Arbeitsjournal des Sonnabends, den 17., sowie des Sonntags, den 18. März 2018. Leipziger Buchmesse (2). Darinnen Mariclaire.

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[ICE 1526 Leipzig-Berlin, 10.51 Uhr] Er hatte ja gestern schon begonnen, aber mit einem Mal setzte der schwere Schneefall ein; abends stapften Cristofero Arco und ich dann schon durch die Schütten, als wir in die Connewitzsche wollten, wo Elfenbein den … Weiterlesen

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„Schnepfe!“ und trotzdem zur Messe! Das Arbeitsjournal des Freitags, den 16. März 2018. Auch Europa, nämlich in der Staatsoper Unter den Linden zur Jahrespressezusammenkunft.

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[ICE 701 Südkreuz-Bitterfeld, 8.49 Uhr Von dort weiter mit der Sbahn bis Leipzig Messe] Um kurz vor fünf hoch. Viel Zeit für die Morgenarbeit war nicht, eigentlich keine; nur eben geschaut, ob es Kommentare gab, eine beruhigende Nachricht meiner Lektorin … Weiterlesen

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„Votze!“ ODER. Die Sprache des Unrechts. Im Arbeitsjournal des Donnerstags, den 5. März 2018. Und eine Messerstecherei: Zur Willensfreiheit wieder.

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[Arbeitswohnung, 5.10 Uhr Ravel, Klaviertrio a-moll] Ja, das hab ich plötzlich losgebrüllt, vorgestern abend im Valentin, als ich mit den Freunden und, nun ja, befreundeten Bekannten beisammensaß, dabei eine montenegrische Übersetzerin. Es war bereits einiges Hellbier in mir, gut, in … Weiterlesen

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III, 367 – Kauderwelsch

Am Freitag, am Vormittags war’s, sagt’ ich noch, es sehe mit der Arbeit in diesen Zeiten mau aus, zwar sei da was zu tun, aber mitnichten wie in normalen Zeiten. Dann aber bewahrheitete sich der alte Spruch, man solle den … Weiterlesen

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Nach START. Ein Rückblick im Arbeitsjournal des Montags, den 12. März 2018. Dazu Silke Herrmann und Leonhard Horstkotte zur Anderswelt-Trilogie.

[Arbeitswohnung, 8.04 Uhr France musique contemporaine: Salvatore Sciarrino, Erste Klaviersonate] Um fünf hoch, gegen Mitternacht hatte ich im Bett gelegen, war aber schon seit meiner Rückkehr aus Halberstadt einigermaßen erschöpft. Meine Seminaristinnen und ich hatten tatsächlich in Hochdruck gearbeitet, morgens, … Weiterlesen

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O r a n g e n s ä f t . Von Angelika, Aylin, Ha Mi, Kalee, Patricia.

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Können Menschen nicht einfach das Leben leben? Sich lieben, anstatt sich zu bekriegen? Müssen Menschen Menschen das Leben nehmen, für die sie sich gar nicht interessieren? Wie entstand der Hass? Warum ist er so stark? Wie kam man darauf, dass … Weiterlesen

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Lehrer müssen b r e n n e n. START IV (2), Halberstadt. Im Arbeitsjournal des Sonntags, den 11. März 2018.

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[K6 Tagungshotel, Z.288, 5.50 Uhr Chopin, Balladen (Evgeny Kissin] Seit fünf auf, und keine Ahnung, was ich in dieser knapp einen Stunde getan habe. Vor mich hingesonnen, den Schultensgedichten nach und vor: „Vergiß die mal“, sagte abends Phyllis Kiehl, der … Weiterlesen

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Ohne Feuer kein Huhn ODER Wozu mich Künste drängen. Das Arbeitsjournal des Sonnabends, den 10. März 2018. Mit Katharina Schultens auf dem Weg nach Halberstadt, namentlich in Halle. START IV (1), alleine im Bett.

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Wenn ich etwas höre oder lese, das mich begeistert, dann will ich mich verbinden; es ist dies nahezu ein Drang, doch nicht blind, sondern Bedürfnis und – am besten – körperlich. So auch wieder jetzt (was jetzt, also heute morgen, … Weiterlesen

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JETZT IN DER ZWEITEN AUFLAGE. ANHs M e e r e. IN DER ORIGINALEN FASSUNG.

<MEERE orig mare.de

Alban Nikolai Herbst
Meere
Roman

mare

263 Seiten.
Gebunden mit Schutzumschlag.
22 Euro.

 

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Nachts noch einmal Schnee. Das Arbeitsjournal des Mittwochs, den 7. März 2018.

[Arbeitswohnung, 9.34 Uhr france musique contemporaine: Luciano Berio, Recital 1 for Cathy] Puh, geschafft! Die Thetisfahnen sind nun komplett durchgesehen und soeben an Elfenbein gegangen. Seit halb sechs saß ich dran… nà, um halb sechs bin ich hoch; bis dann der … Weiterlesen

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III, 366 – Geflügel

Es sei „im Interesse Aller“, Geflüchtete aus prekären Unterkünften in richtige Wohnungen zu holen, sagt Lichtenbergs Bürgermeister. Offenheit, nicht Angst sei geboten. Hieß es im Tagesspiegel von heute (5.3.), es gibt aber keinen direkten Link außer zum Tagesspiegel im Allgemeinen. … Weiterlesen

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III, 365 – Der Chor der Roten Armee

Bevor 2 Jahre um sind, hat diese IIIer-Serie nun ihr Jahr vollendet nämlich mit 365 Einträgen seit dem 26.3.16, im Schnitt also alle zwei Tage ein Steinchen zum Lampe-Mosaik, auch wenn’s derzeit eher träge zugeht, weil die Zeit sich Zeit … Weiterlesen

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Erstmals fast ein Frühling ODER START III, schon auf der Rückfahrt. Das Arbeitsjournal des Sonntags, den 4. März 2018.

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[ICE 598 Ffm-Berlin, 16 Uhr Stehend zwischen Fulda und Eisenach, „Arbeiten auf der Strecke“] Bereits mit fünfzehn Minuten Verspätung aus Frankfurt-main weg, punkten wir momenten Verspätung für Verspätung hinzu – imgrunde logisch bei sehr enger Verkehrstaktung. Mit Verspätung ging es … Weiterlesen

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Poetologie & Erkenntnis: Das Gleichnis von den Punkten. Im Arbeitsjournal des Sonnabends, den 3. März 2018: START III, Frankfurtmain.

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[Haus des Landessportbunds, Gastzimmer 510 6.46 Uhr] Meine Chefin fuhr gegen 22 Uhr heim, ich blieb mit Kolleginnen hier; wir sprachen und sprachen. So wurde es, obwohl ich längst hatte liegen wollen, spät, fast zwei Uhr, bevor ich ins Bett … Weiterlesen

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Wovor ich solche Angst. ODER. Die kurze Vollnarkose. Nachgetragen ins Arbeitsjournal des Freitags, den 1. März 2018. An dem es mittags, nämlich START III, weiter nach Frankfurt am Main geht.

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In der Tat, davor, nicht vor der OP, hatte ich Angst. Es würde die erste Vollnarkose werden und i s t es nun geworden. Die OP selbst zwar, lassen Sie’s mich, Freundin, pikant nennen -, aber sie würde mich und hat mich … Weiterlesen

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Wasserfrauen: Der poetischste aller „Tatort“s. Das Arbeitsjournal des Mittwochs, den 28. Februar 2018. Borowski und das Land zwischen den Meeren. Mit Peter Bender, Ben Braeunlich und Sven Bohse, Christiane Paul und Axel Milberg. Dazu noch einmal FluxFM, sowie abermals, indessen freundlich nun, Paul-Henri Campbell.

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[Arbeitswohnung, 5.02 Uhr France musique: Le Jardin des Voix, Les Arts Florissants] Ergriffen, tatsächlich tatsächlich ergriffen war ich gestern frühnachts, als ich in der ARD-Mediathek Borowski und das Land zwischen den Meeren sah, einen fast mythischen Film über eine nicht … Weiterlesen

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Um 17 Uhr: MEERE bei FluxFM (Flux Radio). ANH im Gespräch.

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[Jetzt >>>> als Podcast.] ANH im Gespräch MEERE 17.10 auf FluxFM UKW 100.6 MHz, >>>> Stream Morningshow am Nachmittag  

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Paul-Henri Campbell: „Neues“ von der Mâconière. Im Arbeitsjournal des Dienstags, den 27. Februar 2018. Am frühen Abend: Flux Musik.

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[Arbeitswohnung, 5.03 Uhr France musiqe classique: Johann Philipp Krieger, Partie no 3 en Fa Maj – Passacaille] „Oh“, war meinem Freund Broßmann spontan, nun jà, ‚entfahren‘, als ich ihm von der Einladung erzählt hatte, „0h, du sollst jetzt Witwentröster werden!“ … Weiterlesen

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III, 364 – Klimata

Schon wieder sechs Tage vergangen. Tagebuch kann man das hier nicht mehr nennen. Erscheint in unregelmäßigen Abständen vier- bis fünfmal im Monat, je nachdem. Ecco. Es ist zwischen den Projekten zu balancieren, und seit Kaurismäki sah ich keinen Film mehr, als … Weiterlesen

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START II, Springe. Nun bereits auf der Rückfahrt. Mit Phyllis Kiehl und – hier bereits vorerwähnt – Paul-Henri Campbell. Das Arbeitsjournal des Sonntags, den 25. Februar 2018.

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[ICE 549 (Springe)/Hannover – Berlin 16.13 Uhr] Nun also bereits auf der Rückfahrt. Es war wieder einmal ein lustvolles und diesmal sogar ganz besonders ertragreiches Seminar, was schlichtweg am von vornherein in die Räume mit hereingebrachten Engagement lag, hingegen es … Weiterlesen

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START II Springe. Kreatives Schreiben, Arbeit nach Bildern. Das Arbeitsjournal des Sonnabends, den 24. Februar 2018.

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[START, Springe im Februar 2018, Seminarraum 16.07 Uhr] Großartige Gruppen diesmal, sowohl Phyllis Kiehls  als auch meine. Die jungen Leute wollen schreiben, und das tun sie auch. Jetzt ganz besonders, in der Stillephase, nachdem wir vor der Mittagspause das Netz … Weiterlesen

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START II, gen Springe. Sowie Die Marquise von Schnigg, nämlich wieder Verbeen. Das Arbeitsjournal des Freitags, den 23. Februar 2018. Zu John Adams, Robert Crumb und Morton Feldman.

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[Arbeitswohnung, 5.10 Uhr John Adams, City Noir, France musique contemporaine] Nein, einen Radiosender, der rund um die Uhr ausschließlich Neue, also zeitgenössische Musik spielt, den haben, so hübsch ich das italienische RAI classica finde, allein die Franzosen; außerdem ist die … Weiterlesen

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III, 363 – Plausibilitäten

Beim Lesen über das Vergessen sich bei diesem Satz “… zufällig erworbene Reiseführer, irgendwann, Kaiserreich oder Panama, und die Südbahngesellschaft hat ein Kurhaus in Abazzia eröffnet, in der Nähe von Fiume, 14 Stunden von Wien entfernt, mit dem Schlafwagen …” … Weiterlesen

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Sich nicht mehr besondern.

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(…) eine demokratische Verfassung erlaubt das Besondere, das sich Besondernde auch nicht in selbstorganisierten Systemen. Ja gerade die gefährden die tauschende Egalität. Thetis, S.372       [Beim Korrigieren der Fahnen wiedergelesen.]

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Hörstück-Typoskripte von Alban Nikolai Herbst

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              Der Blauen Blume lieblichster Spott. Über Wolf von Niebelschütz. DRB 1996 Der Fürst der Romane über Anthony Burgess. DRB 1997 So ist es ist es so? Eine Redoute zu Luigi Pirandello. DLF 2000 … Weiterlesen

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Bücher müssen duften dürfen. Das Arbeitsjournal des Mittwochs, den 14. Februar 2018. Mit, vor allem, Kazantzakis.

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[Arbeitswohnung, 6.36 Uhr Weit geöffnetes Oberlicht, aus der Dunkelheit (noch ist es Winter) das hohle Rauschen einer nahenden SBahn.] Sie fragen mich, Freundin, weshalb ich nicht schreibe („schriebe”), und meinen ausdrücklich mein Arbeitsjournal. Es fehle Ihnen, manchmal sogar sehr. Mit … Weiterlesen

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Wahn und Archiv.

Es ist der Größenwahn (sofern sich niemand andres findet) sein eigner Archivar.

 

(DLII)

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Ach, Kinder zu begehren! Carlixto Bieitos Inszenierung der Gezeichneten von Schreker unter Soltesz an der Komischen Oper Berlin.

Geschrieben für >>>> faustkultur; dort erschienen am 28. Januar 2018. Fotos: Iko Freese /  drama-berlin.de] Alviano Salvago liebt insgeheim Kinder, und zwar genauso und weil er selbst im Innern Kind geblieben ist. Dieser Interpretationsansatz bestimmt Carlixto Bieitos Inszenierung durch und … Weiterlesen

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Harzreise im Winter. Kleine Poetiken (5): Johann Wolfgang von Goethe.

Dem Geier gleich, Der, auf schweren Morgenwolken Mit sanftem Fittich ruhend, Nach Beute schaut, Schwebe mein Lied.…Aber abseits, wer ist’s? Ins Gebüsch verliert sich sein Pfad, Hinter ihm schlagen Die Sträuche zusammen, Das Gras steht wieder auf, Die Öde verschlingt … Weiterlesen

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Sabinenliebe. (Auszug).

(…) So beobachtete ich sie heimlich für mich. Zum Beispiel sehe ich sie noch heute an dem großen Braunschweiger Karpfensee, dem Kreuzteich, stehen. Es war während einem unserer halbjährlichen Schulwandertage, der dieses Mal nach Riddagshausen gegangen war. Da bog sich … Weiterlesen

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ANHs Traumschiff.


Foto und Fotografie des Buchumschlages
(copyright): >>>> Jan Windszus
Alban Nikolai Herbst
Traumschiff
Roman

mare

320 Seiten.
Gebunden mit Schutzumschlag.
Lesebändchen.
22 Euro.

 

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ANH spricht 1983 in Klagenfurt Die blutige Trauer des Buchhalters Michael Dolfinger (1986), 3.

(Dolfinger 3) Dolfinger 2 <<<< Dolfinger 1 <<<< aus: Alban Nikolai Herbst Die blutige Trauer des Buchhalters Michael Dolfinger (Die Erschießung des Ministers) Lamento/Roman (1986/2000) Ausgabe Zweiter Hand: Axel Dielmann Verlag 2000 (>>>> Bestellen.)

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ANH spricht Die blutige Trauer des Buchhalters Michael Dolfinger (1986), 2.

(Dolfinger 2) >>>> Dolfinger 3 Dolfinger 1 <<<< aus: Alban Nikolai Herbst Die blutige Trauer des Buchhalters Michael Dolfinger (Die Erschießung des Ministers) Lamento/Roman (1986/2000) Ausgabe Zweiter Hand: Axel Dielmann Verlag 2000 (>>>> Bestellen.)

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Die Erschießung des Ministers. Im Arbeitsjournal des Sonnabends, dem 3. Oktober 2015.

[Arbeitswohnung, 5.48 Uhr] Seit zehn nach fünf auf. Gestern nacht noch das nächste Video eingestellt, über dessen Buch ich schon bei Facebook angekündigt habe, es sei ein wenig was drüber zu erzählen: (Dolfinger 1) >>>> Dolfinger 2 Ich schrieb den … Weiterlesen

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ANH spricht Marloboro II (1981)

Diesmal ein Western: aus: Alban Nikolai Herbst M a r l b o r o Prosastücke über den Geschmack von Freiheit und Abenteuer Postskriptum Hannover 1981 [>>>> Bestellen.]

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ANH spricht Marlboro I (1981).

aus: Alban Nikolai Herbst M a r l b o r o Prosastücke über den Geschmack von Freiheit und Abenteuer Postskriptum Hannover 1981 [>>>> Bestellen.]

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Dritter Brief nach Triest. (Briefe nach Triest, 3).

Sag, Geliebte, Arbeitswohnung, den 21. November 2014 9. 21 Uhr, kann man das sagen, daß wir niemals den Tristan bekommen hätten, hätten Wesendonck und Wagner ihre Liebe ausleben können? Daß also das Kunstwerk, ein höchstes, von der Versagung ausgehen muß, … Weiterlesen

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Zweiter Brief nach Triest. (Briefe nach Triest, 2)

20Arbeitswohnung, den 20. November 2014. 7.25 Uhr. Krähenrufe. Sich aufgrauender, imgrunde nachtgebliebener Himmel. Innigste, magst Du es glauben? Da hielt Dich gestern jemand >>>> nicht für real. Wie recht er hatte! Ich gab ihm klare Antwort. Überhaupt folgt in diesem … Weiterlesen

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Erster Brief nach Triest. (Briefe nach Triest, 1).

Arbeitswohnung, den 19. November 2014. Mittwochsberlin, 6.12 Uhr. Geliebte Sìdhe, gestern haben mir meine morgendlichen Briefe an Dich, es sind unterdessen dreiundfünfzig, so sehr gefehlt, daß ich fühlte, wie ich nicht auch noch sie mir nehmen lassen mag, nun, nachdem … Weiterlesen

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Wie nachdrückend steigendes Wasser – Übersetzung der „Niedertracht der Musik“

Im Abschnitt 7 der „Niedertracht“ habe ich am stärksten in die Vorlage eingegriffen, um einen Klang zu erzielen, der das Ineinander von Regen, Wasser und Musik wiedergibt. Hier, bevor ich Ihnen den Link zu meiner Aufnahme der Übersetzung einstelle, die … Weiterlesen

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Die schöne Elisabeth Schneider (8).

Der Tag, an dem die Anzahl der Lebendigen die Anzahl der jemals Gestorbenen übersteigt. – Alles läuft auf diesen Satz hin, auf das, was er markiert. Eine andere Art der Apokalypse. An diesem Tag vereinigen sich der Erzähler und die … Weiterlesen

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Die schöne Elisabeth Schneider (6). Aus dem freecity-Altblog.

[Erstellt am Montag, 11. April 2005, 17:36]   (…) „Wir haben die Sache, so gut es ging, unter uns geregelt. Was hätte Betty davon gehabt, wenn ich… Sie wissen schon, Polizei, Presse wahrscheinlich, das Gerede in der Schule.“ „Sie haben … Weiterlesen

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Zurückblick. (Blicke 5).

Eine andere Archivdatei. N i c h t Deters, sondern ich (immer wieder derselbe Verweis)*): Alban Nikolai Shrek. *) Mir sind die Unterschiede oft selbst nicht mehr klar. Als ich an Thetis schrieb, worin ja Städte verschnitten werden, lebte ich … Weiterlesen

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ARGO. ANDERSWELT. Anfang.

Verlaufsskizze: Deters kommt zu sich, sieht sich um. Er hat einen Schmerz, den er nicht recht zuordnen kann („unendlich geliebt“). Die Archivdatei, in der er sich befindet, ist eine Monade; das wird aber nur beschrieben („ohne Fenster“), nicht etwa durch … Weiterlesen

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Paralipomena XII

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    1 Eines ist’s, sich selbst, ein andres, j e m a n d e m die Trauerarbeit zu verweigern. Das erste Verhalten ist männlich, das andere weiblich. Jenes ist autoaggressiv, dieses führt die Aggression als Waffe. 2 Manieristische Zeiten sind Umbruchzeiten. Wir leben in in … Weiterlesen

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Primatenmusik.

[Eintrag vom 20. März 2004, 21.38 Uhr]   Aber vielleicht wird in Literatur auch nur nachgeholt, was der Pop für die Musik schon erreicht hat: die Eliminierung des ästhetischen Differenzierungsvermögens, bzw. daß bereits die Ausbildung eines solchen verhindert wird. Viele … Weiterlesen

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Liebesprojektionen (Chats)

Erstellt am: Donnerstag, 27. November 2003, 12: 24   Projektion 1 Eine junge Frau schreibt über einen höchst zweideutigen Chat einen über fünfzwanzig Jahre älteren Mann an, den sie damit auch sogleich aus dem Chat zu sich zieht, erst einmal in die … Weiterlesen

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Sabine Hochleith ODER Romanentwurf alternativer Wahrheit. Eine Synopsis aus dem Freecity-Altblog von 2003.

[Erstellt am: Dienstag, 28. Oktober 2003, 16:17] „Ließe jemals ein Schriftsteller ein B u c h verbieten?“ „Ja. Um bekannt zu werden.“ Sabine Hochleith war eine früh zur Reife gelangte, hochgewachsene junge Frau mit einem Haar, in das der Mond … Weiterlesen

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Notizen aus der Provinz 1. Aus dem freecity-Altblog. Grimmelshausentreff 2003.

[Erstellt am: Freitag, 17. Oktober 2003, 13:16] Manches bleibt erstaunlich in seiner Peinlichkeit. Ein höflich-freundschaftlicher Empfang, Menasse winkt am Bahnhof von Achern, wo er und Renchens Bürgermeister mich erwarten, der uns ins Hotel fahren wird. Adolf Muschg ist schon da, … Weiterlesen

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The Matrix II. Freecity-Weblog (Erstblog).

[Weblogeintrag des Donnerstags, den 16. Oktober 2003, 08:02]   Ganz gut, Filme auf DVD am Laptop zu sehen; die Nähe zum Screen ersetzt die Größe der Leinwand durchaus, und was im Kino über Verbundenheit mit anderen funktioniert, massenpsychologisch sozusagen, was … Weiterlesen

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The Matrix II

[ANH Altblog, erstellt am Donnerstag, den 16. Oktober 2003, 08:02]   Ganz gut, Filme auf DVD am Laptop zu sehen; die Nähe zum Screen ersetzt die Größe der Leinwand durchaus, und was im Kino über Verbundenheit mit anderen funktioniert, massenpsychologisch … Weiterlesen

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Nachts nach der Produktion: Céline II. Weblogbuch freecity, 7. Oktober 2003.

[Erstellt am: Dienstag, 7. Oktober 2003, 23:53 Notat zur Produktion des Hörstücks „Das widerliche Genie“ zu Louis-Ferdinand Céline beim Deutschlandradio Berlin)]   Das lief jetzt insgesamt sehr viel besser. Meine Vorstellung, die Pettersson-Sinfonie drunterzulegen, hat funktioniert. Wir hätten freilich gut … Weiterlesen

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Aus dem freecity-Altblog 2003: „Wellen“surfen der Herkünfte.

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[Erstellt am: Montag, 6. Oktober 2003, 8:13] Nachdem ich immer wieder vergeblich versucht habe, die sich auf den anhängigen Rechtsstreit beziehenden, irgendwie werblich auslegbaren Hinweise auf das Buch zu revidieren, habe ich nun sämtliche auf die Wellen bezogenen Weblogeinträge erst einmal … Weiterlesen

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Zum Persönlichsten und seiner Verletzbarkeit. Aus dem freecity-Altblog.

(Name des Worddokuments: 23 Weblogeintrag (041003 II). [Erstellt am Montag, 11. April 2005, 17:36] („Wellen“ war bei Abfassung dieses Textes des Anonym für „Meere„.) Bedenklich ist, daß das Intimste, das die Menschen gemeinsam haben, nämlich Sexualität, genau dasjenige sein soll, … Weiterlesen

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Wellen ff: Die verbotene Lebensgeschichte. MEERE im Freecity-Altblog am Sonnabend, den 4. Oktober 2003.

[Name des Worddokuments: 8 Weblogeintrag 041003 (1 Entwurf). Erstellt am Sonnabend, 4. Oktober 2003, 13:39] [Nota: Zur Zeit der Abfassung dieser Darstellung war mir Werbung für Meere verboten; da jene mir hätte als eine solche ausgelegt werden können, ersetzte ich den … Weiterlesen

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Poetik & Pornographie: Wo Schmerz war, soll Lust werden.

[Altblogeintrag freecity vom 02.10.2003, erstellt um 11:03 Uhr]   Sexualität spielt in meinem Gesamtwerk eine herausragende Rolle, allein weil sie die wirkmächtigste Kraft ist, die uns treibt. Tatsächlich garantiert ja nur sie das Weiterexistieren unserer Art, jedenfalls bislang (da ist … Weiterlesen

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29. März 2003, Weblogbuch freecity

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[Weblogeintrag: 29.9.2003 13.22 Uhr]   ANDERSWELT. Poetologisches und rezeptionsästhetisches Lehrstück: Man nehme eine (oder mehrere) tatsächlich existierende Personen und bringe sie mit den fiktiven Personen eines Romans zusammen. Es braucht gar nicht lange, da gehorchen sie denselben poetischen Gesetzen wie … Weiterlesen

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W e l l e n. Weblogbuch Freecity. (Das Leben als einen Roman begreifen).

[Weblogeintrag des Samstags, den 11. Oktober 2003, 18:46]

 

[Name des Worddokuments: 12 Weblogeintrag 101003 (nachts Buchmesse). Erstellt am: Samstag,11. Oktober 2003, 18:46]
Eintrag vom 11.10.2003 / 01:32

„Wenn es das Wahrscheinliche nicht ist, dann muß es, Watson, das U n wahrscheinliche sein.“ Holmes bei Conan Doyle

FÜR LEUTE, DIE EINEN MOMENT LANG NACHDENKEN MÖCHTEN:

1) Man kalkuliere Gerichts- und Anwaltskosten. Man rechne das mit dem Risiko hoch. Man frage sich: Wer kann das zahlen.
2) man schaue in ein Buch und vergesse einmal die Liebesgeschichte. Man sehe, daß eine Familie verhandelt wird, die von extrem hohen Nazis stammt.
3) man schaue, welche Funktionen die Nachkommen gegenwärtig innehaben. (Handelsregister)
4) man erstaune, daß in keiner Kritik von so etwas die Rede ist.
5) man frage sich: Wer – außer dem vorgeblich in seinen Persönlichkeitsrechten Geschädigten – kann ein Interesse daran haben, daß solch eine Geschichte erzählt wird.
6) Man ziehe einen Schluß.

Dies ist, ich gebe es zu, ein Roman. Na gut: Das Exposé eines Romans. Aber ein gutes.

ANH, nachts, Buchmesse 2003

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Krafttraining: 21. 5. 2019 | Oberkörper

Studio John Reed.

Stepper 12 min + 2 | 2,39 km, Stufe 7/1 | 176 kCal

Oberkörper ca. 1h 30min | ca. 750 kCal

176 kCal + ca. 750 kCal + 114 kCal (Fahrrad hin & rück) = ca. 1040 kCal
67,2 kg | 14,3 % KF

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Krafttraining: 20. 5. 2019. RBB.

Studio John Reed.

Stepper 12 min + 2 | 2,38 km, Stufe 7/1 | 178 kCal

Splitting: Rücken/Beine/Bauch
1h 30min | ca. 800 kCal

178 kCal + ca. 700 kCal + 114 kCal (Fahrrad hin & rück) = ca. 992 kCal
66,2 (!) kg | 14 (!) % KF

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Lauftraining: 19. 5. 2019

Friedrichshainpark.

13,3km-Lauf (1h 30min) + 1900 gegangen
Insgesamt 15,2 km / 1h 49min

1074 kCal + 140 kCal Rad hin&rück = 1214 kCal
68,5 kg | 15,1 % KF

(Neuerliches Erstaunen über den Körper. Weder die Alster-Champagner noch bei der alten Dame der zuvor doch einige Kuchen hinterließen sonderliche Spuren; im Gegenteil, ich nahm sogar ab. Allerdings bin ich noch nicht wieder bei meinem Ruhepuls von 50, sondern pendle um die 60 hin und her – einem zwar guten Wert, doch er genügt mir noch nicht. Immerhin ist eine (theoretische) Lebenserwartung von 90 recht fein – auch wenn ich mir, als ich um die zwanzig war, vorgenommen habe, das für Menschen damals als höchstmöglich geltende Alter von hundertvierundzwanzig zu erreichen. Bei meiner oft exzessiv gewesenen Lebensweise allerdings ohnedies nicht wahrscheinlich.
Außerdem habe ich mir leider in die leichte Hornhaut des Sohlenpolsters unter der rechten Ferse eine ziemlich große Blutblase gelaufen, die zwar beim Joggen nicht stört, weil ich über die Fußballen laufe, sehr wohl aber beim Gehen, besonders in festem Schuhwerk. Schon in Wien hatte ich damit zu tun, biß aber natürlich die Zähne zusammen und ließ mir nichts anmerken. Meine Fußpflegerin hat mit das Ding vor fünf Tagen entfernt. Nun aber ist es bereits wieder da. Möglicherweise werde ich bei meiner Ärztin reinschauen müssen und hoffe, daß sie mir nicht den Sport verbietet, auch nicht „einstweilen“. Das wäre wirklich ärgerlich; bislang ist die „Behinderung“ nur lästig.)

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Lauftraining: 17. 5. 2019

Friedrichshainpark. Bestes Laufwetter bei aber nur bisweilen etwas Sonne.

13,3-km-Lauf (1h 31min) + 1700 m gegangen.
Insgesamt 15 km / 1h 49 min.

1075 kCal + 140 kCal Rad hin & rück = 1215 kCal
70,6 kg | 15,6 % KF

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Krafttraining: 16. 5. 2019. Wiederaufnahme des Splittings: b) Oberkörper

Studio John Reed.

Stepper 12 min + 2 | 2,36 km, Stufe 7/1 | 174 kCal

Splitting b) Oberkörper ca. 1h 20min | ca. 700 kCal

174 kCal + ca. 700 kCal + 114 kCal (Fahrrad hin & rück) = ca. 988 kCal
71,2 kg | 15,9 % KF

 

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Krafttraining: 15. 5. 2019. Wiederaufnahme des Splittings: a) RBB

Studio John Reed.

Stepper 12 min + 2 | 2,3 km, Stufe 7/1 | 172 kCal

Splitting a) Rücken/Beine/Bauch ca. 1h 20min | ca. 600 kCal

178 kCal + ca. 600 kCal + 114 kCal (Fahrrad hin & rück) = ca. 884 kCal
69,8 kg | 15,5 % KF

(Das wohl teuerste Training meines Lebens. Auf der Hinfahrt wurde ich dabei erwischt, mit dem Fahrrad über Rot zu fahren. Die Situation war komplett ungefährlich, weil parallel zu mir die Tram bereits fuhr, die die Kreuzung also blockierte und nur in meine Richtung Verkehr erlaubte. Und rechts von mir stand nicht mal ein Wagen an der Ampel.
Bei sowas läßt sich aber nicht diskutieren. Polizisten führen Befehle aus, also den Wortlaut der Gesetze. Das hat sich hierzulande nicht geändert, indes es in Italien auch schon mal bei einer mal sehr, mal weniger strengen Ermahnung bleibt, die Menschen sich also ihre Eigenentscheidungskraft bewahren. Doch hier, und nicht ganz ohne Triumph, teilten mir die – recht jungen – Verehrspolizisten Triumph mit, die mich mit der Kelle gestoppt hatten, daß mich meine Ordnungswidrigkeit 200 Euro kosten werde. Was sollte ich sagen? Nichts sagte ich, obwohl die jungen Leute darauf warteten; ich lächelte nur. Freilich hätten sich mich allzu gerne auch noch in anderer Hinsicht zurechtgewiesen. Schließlich fiel der jungen, durchaus nicht unsympathischen Beamtin noch ein (es waren sie und ein Knabe; ihre Eltern wahrscheinlich schrieben im Wagen die Daten meines Persos ab) … also es fiel ihr noch ein, mir zu raten, mir einen Fahrradhelm zu besorgen. „Um Göttinswillen!“ rief ich da aus. „Dann würde ich doch niemals mehr Fahrrad fahren!“ „Aber ohne ist es gefährlich…“ „Das Leben ist Gefahr“, sagte ich (mein „junge Frau“ verkniff ich mir, hätte wohl auch „junger Mann“ nicht gesagt). „Wenn man sie uns nähme, wir würden empfindungslose Replikanten.“ – Ich glaube allerdings nicht, daß sie meine Replik verstand. Also die Sprache schon, doch nicht die Bedeutung ihres Inhalts.
Sei’s drum.)

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Lauftraining: 14. 5. 2019, Nachmittagslauf.

Friedrichshainpark. Hatte Glück mit dem Wetter: sehr verhangen zwar, und es ging ein empfindlich kühler, bisweilen böiger Wind, aber unterbrochen von „durchbrechender“ Sonne. Die Windjacke freilich blieb nötig.

13,3-km-Lauf (1h 34m) + 1700 Gehen. Insgesamt 15 km ( 1h 51m).
1074 kCal + 140 kCal Rad hin & rück = 1214 kCal

70,8 kg | 15,5 % KF

(Sehr wohl die viele – meist köstliche – Esserei und die vergluckten Weine gemerkt, was beides auch die, im Vergleich zur letzten Messung, zwei Kilogramm Gewichtszunahme erklärt. Wobei sie ja völlig im grünen Bereich ist und morgen bis übermorgen schon wieder „gefallen“ sein dürfte.)

(Ab morgen werde ich das Krafttraining auf Splittung umstellen: einen Tag Bauch, Rücken, Beine, am nächsten den Oberkörper.)

(Gleich die erste Mahlzeit des Tages: Haferflocken, Nüsse und Heidelbeeren in mit Milch sehr verdünntem Magerquark, fürs „Zahngefühl“ ein paar Cornflakes darüber. Kein Alkohol.)

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Lauftraining: Seelauf, Garda (2). 11. 5. 2019

Lago di Garda, Garda-Bardolino

10,5-km-Lauf (1h 11Min)

755 kCal

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