Zorn und Geheimnis des untoten Schwans. In Auseinandersetzung mit Michael Braun bei tiefer Verbeugung vor Katharina Schultens.

Wie fang ich nach der Regel an?
Du setzt sie selbst und folgst ihr dann.

Wagner, Meistersinger
Kehren wir zum Alten zurück,
es wird ein Fortschritt sein.

Verdi



In einem aufschlußreichen Gespräch, das für Faustkultur Bernd Leukert und der diesjährig mit dem Alfred-Kerr-Preis ausgezeichnete Michael Braun geführt haben1, versucht dieser, für die Beurteilung von Gedichten Kriterien zu benennen, von denen er zugleich sagt, er wisse immer weniger, was ein Gedicht (eigentlich) sei. Diesen Umstand nennt er allerdings „wunderbar“ und begründet sein, ich schreibe mal, Berücktsein mit der Folge dieses Umstands:

weil – [: Hervorhebung von mir, ANH] – jeden Tag ein neues Gedicht erscheint, das alle bisherigen Poetologien zu widerlegen trachtet und […] erfolgreich aus den Angeln hebt – wenn es gut ist,

letzteres ebenfalls hervorgehoben von mir.

Nun führt die somit genannte Qualitätsbedingung in einen Zirkelschluß, aus dem die Fragestellung doch herauswill. Bedingung der Qualität ist jetzt allein noch Gefallen. Setzen wir statt dessen das Wort Gefälligkeit, wird das Problem sogar zum Schmerz. Denn diese findet sich nicht nur bei, um es vorsichtig auszudrücken, wenig gebildeten Menschen, die auf ihn, also den Schmerz, gerne das Herz gereimt läsen; es gibt sie auch und gerade in elaborierten Szenen, die das Herz ganz besonders ausschließen wollen:

Es muß eine Störung der geläufigen Spachstrukturen erfolgen, wir müssen

müssen! –

(…) die Vertrautheit verlieren,

etwas, worunter gerade die sogenannten einfachen Menschen zur Zeit sowieso schon, und zwar bis zum Fremdenhaß, leiden –

wir müssen ausgehebelt werden beim Lesen solcher Verse, sonst kann kein gutes Gedicht entstehen.

Braun will sogar, daß unser Verstehen eines Gedichtes verhindert, zumindest gestört wird – eine bemerkenswerte Art des ganz offenbaren Rationalismus, dem Irrationalen ein Wort zu reden. Zugleich erinnert Brauns unterschwellige Dogmatik an jene der Neuen Musik von den Fünfzigerjahren bis etwa in die Achtziger, aufgrund derer, also jener, sie den Anschluß an eine der Zahl nach nennenswerte Hörerschaft fast gänzlich an den Pop verlor, der die verweigerte Vertrautheit den Menschen eben gab: ein musikästhetischer Regreß, der weit hinter Mozart zurückfiel und meist immer noch -fällt. Dabei ist geradezu bizarr, wie das Hörverhalten der für die Dichtung „Gestrengen“ hier gestreng nicht ist. In der Musik hängen sie meist genau an dem, ja dem an, was ihre literarische, besonders die poetische Arbeit verweigern will oder soll.

Braun sieht die Reichweite der von ihm als modern, bzw. zeitgenössisch akzeptierten Lyrik denn auch bereitwillig nüchtern. Die Situation ist sogar noch schlimmer als bei der seinerzeitigen Neuen Musik, die sich, der Postmoderne sei Dank, von ihren Dogmen längst abgekehrt hat. Von 134,5 Leser:inne:n pro Lyrikband geht Braun aus, die bekannte „enzensbergersche Konstante“ durch 10 noch einmal dividiert. Das nimmt Braun hin – „affirmativ“, möcht ich fast schreiben, auch nicht ohne einen seltsam von jeglicher gesellschaftlichen Relevanz abgekehrten Stolz.

Nein, er ist nicht elitär, stellt nur die falschen Fragen, bzw. seine Haltung läßt keine richtigen Rückschlüsse zu. So bleibt man, schlimmer als jemals die Neue Musik, unter sich – ein Umstand, der auch Machtverhältnisse meint: Die soziale, hier freilich ästhetische, Kontrolle ist in einem Dorf ungemein größer als in der Großstadt und wird entsprechend ausgeübt. Das Beharren auf Regellosigkeit oder unentwegter Wandlung der Regeln bei aber gleichzeitiger, ja, Anrufung von Qualität führt zur nicht mehr befragbaren, insofern (gruppen)willkürlichen Verabsolutierung des eigenen Geschmacksurteils, dem wiederum von der Gruppe (dem Dorf) geteilte Maximen zugrundeliegen. Bestimmt diese Gruppe das, was Qualität sei, und bestimmt damit auch, was förderungs-, bzw. preiswürdig sei, befinden wir uns in einem von Minderheiten jenseits aller tatsächlichen Bedeutung genossenen Totalitarismus, den überdies in Form von Steuergeldern genau diejenigen bezahlen, die zu solcher Lyrik überhaupt keinen Zugang haben und ihn auch weder bekommen werden noch wollen: eine Selbstfinanzierungskiste höchst weniger auf Kosten aller anderen.

In einem großen Vortrag über die strauß-/hofmannsthalsche Elektra bemerkte Ernst Bloch an deren und Orests großer Erkennungsszene, daß alles Erkennen ein Wiedererkennen sei. Diese Auffassung reicht bis in die biblische, bzw. Sprache der Thora zurück, wenn sie den Beischlaf meint, zuerst 1 Mose 4,1: Und Adam erkannte sein Weib Eva, und sie ward schwanger.

Abgesehen davon, daß kirchenfremd Erkenntnis hier untrennbar mit Eros verbunden, ja dieser geradezu zu ihrer Voraussetzung wird, spielt das wie auch immer unbewußt bereits Bekannte, aber, sagen wir, Verdrängte, zumindest Vergessene die Rolle des Wiederentdeckten, aus welchem Prozeß sich eine Evidenz ergibt, die alle Liebenden kennen, wenn sie „zum ersten Mal“ dem und der dann Geliebten gleichsam plötzlich gegenüberstehen. Sie wissen sofort. Und sofort ist die Vertrautheit da, deretwegen es zum Glück kommt, einer Überschüttung von Glück durch eben dieses sofortige einander Verstehen. Es ist, als wäre man schon immer mit der/dem anderen beisammen gewesen.

Mithin ist alles Verstehen Wiedererkennen.

Ist nicht aber genau dieses das, was wir auch bei großen Gedichten, überhaupt in der Begegnung mit gelungener, bzw. gelingender Kunst erleben? Will sagen, es muß in ihr etwas sein, das wir zuvor schon kannten. Es muß sich auf irgendeine Weise etabliert, in die Seelen der Rezipienten gesunken drin festgesetzt haben, um erkannt überhaupt erst zu werden.

Dies als allererstes ist Braun entgegenzuhalten.

Was da geschieht, ist eben nicht abstrakt, sondern eine Empfindung, die möglich wurde, nachdem eine Formsprache sich gleichsam verstoffwechselt hat. Daher oft die Spannen, die es braucht, bis neue Kunstformen als solche wertgeschätzt werden können. Daher gelten uns Heutigen Beethovens späte Streichquartette nicht mehr als „mißlungene Musik“, wie wir es noch vor sechzig Jahren in führenden Musiklexika lesen konnten. Daher wird „plötzlich“, nachdem er Jahrzehnte verpönt war, Heinrich von Kleist zum Gipfel der Novellenkunst. Daher versteht „man“ mit einem Mal Hölderlin, den zur Lebzeit gleichfalls fast durchweg Ignorierten. Wir „erkennen“ solche Künstlerinnen und Künstler erst spät, weil wir sie erst spät auch wiedererkennen – also nun erst verstehen können.

Dieser Umstand, dieser Prozeß erklärt ganz nebenbei auch, weshalb zur Lebzeit oft völlig andere Autor:inn:en, Maler:innen, Komponist:inn:en en vogue sind als hundert Jahre später. Wär es nicht allzu defätistisch, müßte ich schreiben: notwendigerweise. Wir erkennen erst wieder, wenn wir die Formen internalisiert haben – was, wenn wir darüber sprechen, bzw. nachdenken, das Wort „Kriterien“ eben meint. – Wenn diese sich nun, wie Braun sagt, nahezu täglich verändern, kann es zum Erkennen nicht kommen, wird es bei den 134,5 Leser:inne:n bleiben und die meiste „moderne“ Lyrik im Vergessen versinken; ihre Autor:inn:en können alleine noch hoffen, in die für ihre Lebenshaltung nötige Ingroup und deren Dogmen zu passen. Nur genügt unterdessen ein einziges ihr ungenehmes Wort, und sie fallen heraus und werden zur Seite geschoben.

Deshalb, ihres poetisches Überlebens wegen, sind Kriterien entscheidend.

Braun sieht das durchaus:

Es geht um die Eigengesetzlichkeit, um die immanente Kritik: Welche Regeln setzt dieser Text? Inwiefern kann ich diesen Regeln folgen, sie für plausibel halten oder eben nicht? Da muss ich natürlich Kriterien finden.

Solche, die andererseits aber nicht benannt werden können, weil, siehe oben,

jeden Tag ein neues Gedicht erscheint, das alle bisherigen Poetologien […] erfolgreich aus den Angeln hebt.

So daß es bei der Gefälligkeit unterm Strich bleibt. Oder ist es vielleicht gar kein Gedicht und behauptet nur, eines zu sein? Wobei bei einem neuen Gedicht, also Poem, bereits von Poetologie zu sprechen, schon für sich genommen eine Überhochmetzung ist.

Poetologien entstehen aus der Erfahrung vieler Gedichte, ganz sicher nicht eines einzigen neuen. Und überhaupt muß ein guter Text nicht notwendigerweise Gedicht sein; er muß auch nicht Roman oder Novelle sein, kann sich jeglicher Kategorisierung verweigern. Nur, wenn er sich einer Kategorie zuschlägt oder ihr von anderen zugeschlagen wird, muß es dafür notwendige Gründe geben, Kriterien eben. Und diese müssen darstellbar sein, das heißt, sich lehrend vermitteln lassen, ansonsten die Kategorien zu völlig beliebigen Behauptungen werden – eben das, was bei der, meine ich, allergrößten Menge der zeitgenössisch gehypten, eben nur sogenannten Gedichte der Fall ist. Hier gehen die meisten Kaiserinnen und Kaiser in Wahrheit komplett nackt, und ihre 134,5 Untertanen mögen’s nicht sagen, sondern beklatschen’s, weil es die „mächtige“ Ingroup so will, deren wahrscheinlich wichtigster Fürsprech – als Kritiker – derzeit Michael Braun eben ist. Daß die Verwalter des Lyrikbetriebs, Funktionäre also, aus ihren Eigeninteressen noch ganz andere Suppen kochen als er Das fällt unter „Betrieb“.

Kriterien für Kunst, also auch für Lyrik zu benennen, durchzieht als Anstrengung unsere gesamte Kulturgeschichte. Je formaler wir sie fassen, desto weniger schwierig ist es; hinzu kommt die Genese solcher Kriterien, etwa der Ursprung von Rhythmus und Reim aus der Notwendigkeit des Memorierens. Nicht wenige Dichter der Frühzeit konnten nicht schreiben, sondern teilten sich durch den Klang mit, der im Vortrag entsteht. Auch Mohammed konnte, sagt die Legende, nicht schreiben. Qur’an heißt „Rezitation“. Alle Gedichte, die’s sind, tragen dies weiter.

Das Problem der formalen Bestimmung von Gedichten, ob wir nun Silben zählen, die Kreuzreimform auf den Rhythmus anwenden, ihn synkopisch brechen, was auch immer, besteht in einer schließlichen Erstarrung, die vor dem fin de siècle ‚Akademismus‘ genannt worden ist, in der Malerei wie in der Literatur, und der zunehmend massive Auf- ,ja: -marsch gigantischer Orchesterapparate führte zur höchsten Konzentration in Weberns Sechs Bagatellen op. 9, die grad mal fünf Minuten dauern. Nur weniges vorher entstand der freie Vers à la Apollinaire – aber, und das ist entscheidend, auf den Akademismus eben bezogen: aus ihm erlangten die neuen Formen ihre Macht. Zugleich fanden die alten zur Vollendung in ihrer semantischen Transzendierung, etwa das Sonett bei Baudelaire. Schließlich strich Pound jeglichen Zierrat, der alleine da war, das Maß zu erfüllen – noch bei Vossens Homer-Nachdichtungen geradezu schmerzhaft zu spüren, um von den Minderen zu schweigen. Aber schon Goethe schummelte Trochäen ein, wo Daktylen gefordert sind. All dies ‚funktioniert‘ durch einen kalkulierten Bruch, bezieht aus dem Bruch seine Kraft, ist aber als Bruch immer auf das ‚Alte‘ gespiegelt, das notwendigerweise bis in die Ritualisierung streng war. Deshalb ist es nötig, es zu kennen, es sei denn, daß es längst zum unbewußten kollektiven Wissen der Kultur gehört und also gefühlt, besser sogar: empfunden wird.

Das Zertrümmernde, das sich, mit, wohlgemerkt, Wagners Hans Sachs die Regel selbst gab, um ihr dann zu folgen, obsiegte. So ist unser heutiges Problem der Akademismus nicht mehr, nur aber, daß der sogenannte freie Vers, dessen selbstgegebene Regeln entweder – jenseits spezieller Exegesen – undurchschaubar sind, jedenfalls unmittelbar, oder der gar keine mehr aufstellt, sondern schreibt, wie’s mal grad in die Finger rutscht, und so auch seine Verse setzt (erkennbar, wenn’s gut geht, oft am Zeilenbruch schon und allein noch durch ihn von meist recht banaler Prosa verschieden) – daß dieser Vers längst selbst akademisch geworden ist, etabliert wie die Mainstream gewordenen Plagiate der georgeschen Kleinschreibung, sinn-, nämlich grundlos scheinmodernistisch: ein nicht wie der seinerzeitige Akademismus erstarrtes, sondern wie erwärmter Weichkäse zerfließendes Establishment – gegen das sich allmählich ein neuer Formalismus stemmt, der nun nahezu die gleiche revolutionäre Kraft hat, wie sie zur vorletzten Jahrhundertwende die Zertrümmerer der Formen antrieb, ob es Im- oder Expressionisten waren; man denke an Stramm und an Benn, der, also Benn, dennoch die Zeilen schrieb:

Noch einmal die goldenen Herden,
der Himmel, das Licht, der Flor,
was brütet das alte Werden
unter den sterbenden Flügeln vor? 
2

Doch was lesen wir bei Braun?

[…] mich stört es, wenn ich die alten schweren und überstrapazierten Basiswörter entdecke, die da im Gedicht vorbeidefilieren. Wenn da etwa steht: Hier die finstere Nacht, die Wolken liegen schwer, der Himmel verschließt sich, und die Einsamkeit kriecht in mir hoch. […] Die würde ich jetzt mal unter Verdacht stellen. Je mehr statistisch signifikante Häufigkeit von Nacht, Stein, Einsamkeit, Tag und Sonne und Licht und Dunkel auftaucht, desto verdächtiger ist der Text. Es sei denn, er ist durch Störfaktoren entregelt.

Ich möchte hier von dem Gebot eines anorektischen Masochismus sprechen, der in der Tat dazu führt, daß es bei den 134,5 Leser:inne:n bleibt, bleiben muß, weil es der meisten Menschen Instinkt schon gesundheitshalber nicht schätzt, wenn man sie dauernd prügelt. Die Einsamkeit aber kennen sie, sie kennen den Himmel, sogar seine goldenen Herden, haben zumindest eine Vorstellung davon, und sterbende Flügel sehen sie direkt vor sich. Ich bitte wirklich, nicht zu vergessen, woher das Verbot des Zierrats kam und wogegen es sich, und sehr zurecht, stemmte –, daß aber unausgesetzte Eindünnung zur Ausdörrung führt und schließlich unfruchtbar wird. Monokultur zerstört die Böden, indessen Natur, also Schöpfung, wuchern will, ja mit dem Überschuß experimentiert, den sie schon gleich fürs Nächste kompostiert. Hingegen ist zunehmende Abstraktion ein – im übrigen höchst patriarchaler – Weg von der Erde, die sinnlich ist, hinweg in einen toten grauen Himmel. Und grau bleiben die toten, nichts mehr kompostierenden, sondern kontaminierten Äcker zurück.

Nun ist auch Form, selbstverständlich, Abstraktion, aber als Rahmen, der das Chaos des Ungefügen uns verfügbar macht, indem wir das Ungefüge überhaupt erst erkennen, nämlich wiedererkennen: Das Nichtgetrennte läßt sich nicht einmal anschauen, sondern erst, wenn wir es ordnen – ihm, religiös gesprochen: seinen Namen geben. Erst nun bekommt es ein menschliches Ausmaß, dessen Unheimlichem wir uns auch stellen können: „Die Vögelein schweigen im Walde. / Warte nur! Balde / Ruhest du auch.3“ Ein genialeres Gedicht wurde möglicherweise niemals geschrieben. Der Schauer, den es verursacht, ist über fast 250 Jahre wirksam bis heute. Es ist er, woran wir uns zu messen haben.

Auch das ist selbstverständlich gebaut. „… verhalte dich wie ein Musiker, wie ein guter Musiker, wenn du mit der Phase deiner Kunst zu tun hast, die Parallelen mit der Musik hat. Da herrschen die gleichen Gesetze, denen auch du unterstehst“, schreibt Pound in Ein überzähliges Dokument4, worin er gleich vorher konstatierte:

In der Dichtung werden Anfänger unseligerweise nicht in ein für sie bestimmtes, leicht kenntliches Klassenzimmer verwiesen. Sie machen sich überall breit. Nimmt es da Wunder, daß ‚die Öffentlichkeit‘ sich nichts aus Dichtung macht?

Und eine Seite vorher, abermals das Bild des Musikers, weil dieser für den notwendigerweise strengsten Typus der Kunstausübung steht:

Der Neuling muß etwas von Assonanz und Alliteration verstehen, vom unmittelbaren und verzögerten, einfachen und polyphonen Reim, so wie es bei einem Musiker Voraussetzung ist, daß er sich auf die Harmonie, den Kontrapunkt und alle Einzelheiten seines Handwerks versteht. […] Halte dich lieber an die Methoden des Forschers als an die Methoden eines Werbereisenden für eine neue Seifenmarke. Der Wissenschaftler rechnet nicht damit, als großer Wissenschaftler bejubelt zu werden, eher er etwas entdeckt hat. Er fängt damit an, daß er lernt, was bereits entdeckt worden ist. 5

Wichtig ist, daß Pound viel weiter geht, als nur Kriterien zu benennen; er spricht expressis verbis von Gesetzen – sozusagen gemeißelten Kriterien, womit für die künstlerische Arbeit abermals das Primat der Form benannt ist und, insofern Gesetze allgemeinen Charakter haben, der Anspruch auf ihre Erkennbarkeit. Eben sie hatte die schließlich zur Hohlheit erstarrten Formen doch so lange Zeiten tragend sein lassen, bis sie am feudalen (dagegen stand die Romantik auf) und schließlich gründerzeitlich-gefälligen Zierrat erstickten, den der Expressionismus und später, mit Einschränkungen, auch einige Beatpoeten zerschlugen, nur daß der Beat dann selbst zum Establishment wurde und sich in seiner nachherigen Form als Pop komplett verdinglicht, nämlich hat zur Ware machen lassen, die er hier und da sogar besang und weiter besingt, zumindest bedient. So wurde er schließlich zur eigentlichen Ästhetik der weit mehr als minder totalen, mithin totalitären Warengesellschaft.

In dieser historischen, unserer gegenwärtigen, auf erstes Hinsehn nahezu ausweglosen Situation steigen plötzlich Verse wie die folgenden, geradezu unfaßbar, auf, wird der freie Vers zwar nicht verlassen, aber findet in die gebundene Rede zurück:

eins schreibt mehr denn je, adressiert an die elfenfabrik
in der rotoren, ideen ähnlich, durch die halle rollen
als rasende sägen quer schießen, mich zu köpfen
beim knall der knöpfe auf den hallenboden überfalle es
was ganz obskures, akkorde zögen in sein innenohr
öffne sich plötzlich eine heile bahn ins drama 
6,

wobei die formale Gestaltung fast wie aus Pounds Lehrbrief hergenommen ist, Assonanz, Alliteration, „Rotoren“, „Halle“, „rollen“, „rasende Sägen“, „köpfen“, „knöpfe“, und das erste „halle“ reimt versetzt „überfalle“, dessen erster Buchstabe ein geflachtes „ö“ der gesamten „ö“-Umlautfolge ist. Doch nicht nur dies. „Wenn man wirklich denkt oder fühlt, stammelt man in einfacher Rede daher“, schreibt Pound. „Sprache ist aus konkreten Dingen gemacht. Allgemeine Äußerungen in nicht-konkreten Worten sind bloße Trägheit; sie sind Gerede, nicht Kunst, nicht Schöpfung.“7 Indem Katharina Schultens – von ihr nämlich schreibe ich jetzt – statt „etwas Obskures“ „was Oskures“ setzt, zieht sie sogar die Umgangssprache in höchste Formung hinein. Das ist um so beachtlicher, als sie auch die Aura Goethes, in Gestalt eines anderen „Warte nur, balde“, anspielt, und zwar gleich in der Strophe davor:

wir wären einem aufstieg nach dort oben nicht gewachsen, überdies
sei unsere kleidung angemessen und der mensch ein nichts 
8

Untoter Schwan, Gedichte, Kookbooks 2017
Bestellen

Der Mensch ist ein Nichts“ – das fiele nun ganz gewiß unters Verdikt der Braunschen Wort-Auschließungssätze. Aber gerade, weil hier das Wiedererkennen, ja, fast zuschlägt, ist die Wirkung des Verses so unbestreitbar groß, und gerade weil er nicht intellektuell durch „entregelnde Störfaktoren“ gereinigt oder verkompliziert wird, sondern für sich fast im Ton eines Requiems tatsächlich rein ist. Wobei dieses „Reine“ von etwas Unreinem lebt, das zu den großen Geheimnissen der Kunstwirkung zählt: Es ist ein Fehler darin.

Wer genau liest, stutzt. Müßte es nicht „unangemessen“ heißen statt „angemessen“, wie es dort steht? Allenfalls hier griffe Brauns ‚Entregelungs‘-Postulat, doch es griffe aufgrund einer anderen Regel, die den autonomen Gestaltungszugriff, also den persönlichen Willen, hinter die Schranken zurückweist, die aus kunsttranszendentem Holz geformt sind. „Nur Gottes ist die Perfektion“ – ‚Vollendung‘, arabisch religiös Al-Ishan und auf Farsi Kāmel – ist oder war der Demutsgedanke persischer Teppichweber:innen, dessenthalben sie in ihre Meisterwerke stets einen Fehler hineingeknüpft haben; in der Lyrik trieb Rilke dies zu einer wiederum Vollendung, aus der sich einiger Halo seiner Gedichte erklärt. Nehmen wir das Sonett 14 an Orpheus:

Wir gehen um mit Blume, Weinblatt, Frucht. (10/5)
Sie sprechen nicht die Sprache nur des Jahres. (11/5))
Aus Dunkel steigt ein buntes Offenbares (11/5))
und hat vielleicht den Glanz der Eifersucht (10/5)

der Toten an sich, die die Erde stärken. (11/5)
Was wissen wir von ihrem Teil an dem? (10/5)
Es ist seit langem ihre Art, den Lehm  (10/5)
mit ihrem freiem Marke zu durchmärken. (11/5)

Nun fragt sich nur: tun sie es gern? …  (8/4)
Drängt diese Frucht, ein Werk von schweren Sklaven, (11/5)
geballt zu uns empor, zu ihren Herrn? (10/5)

Sind sie die Herren, die bei den Wurzeln schlafen,  (12/5 oder 4)
und gönnen uns aus ihren Überflüssen  (11/5)
dies Zwischending aus stummer Kraft und Küssen? (11/5)

Im Sonett gefordert sind alterierend zehn- und elfsilbige Fünfheber, die Rilke uns anfangs auch gibt. Doch der erste Vers des ersten Terzetts bricht aus, und zwar an einer rhetorisch entscheidenden Stelle, die sich im ersten Vers des zweiten Terzetts ebenso entscheidend gewissermaßen wiederholt – sogar mit einer Synkope darin, die selbst die Hebungszahl fraglich macht; lesen wir den Vers nämlich nüchtern, also mit Pound, kommen wir nur auf vier; nur dann, wenn wir, wider Pound, gekünstelt betonen, nämlich auf „bei“, erfüllt sich die 5. Addieren wir jetzt aber die überzähligen zwei Silben von Terzett 2,1 zu Terzett 1,1, erfüllt sich wieder die Regel, und zwar sogar, imaginär, um die ‚fehlende‘ Hebung.

Dennoch bleibt ein Unerfülltes, das dem Gedicht indes das Gewicht gibt. Die Demut, Al-Ishan Gott zu überlassen, wird zum Stolz des menschlichen Eigensinns: Ich könnte – und habe es bewiesen -, aber will nicht. „Ich habe ganz am Schluss bewusst in ‚angemessen‘ geändert“, schrieb mir die Dichterin, nachdem ich, noch vorsichtig und tastend, ob eines vermeintlichen Setzfehlers angefragt hatte. Sie spricht von einem Webfehler sogar selbst: „Aus rhythmischen Gründen und auch, weil ich den eingebauten Webfehler mochte, die Irritation.“

Es wird eine Regel nicht erfüllt, doch auf der Folie des Erfüllens, denn da die Regeln verbindliche, also übertragbare, lesen wir sie immer mit. So wird sie durch Nichterfüllung eben doch erfüllt, ohne daß ich sie eigens negiere, und das Gedicht ist als Gedicht definiert – weitab von jeglicher Willkür beliebiger Zeilenbrüche. Mit

ich könnte alle wunden schließen
mit was ich jetzt weiß

schließt Schultens dieses Gedicht, kunstfertigst noch die grammatische Inkorrektheit „mit was ich“ gleichsam nobilitierend; dabei ist diese Wendung (ebenfalls) nur umgangssprachlich. Das muß sich eine/r erst einmal trauen, die formal so privilegiert ist! „Ich könnte alle Wunden schließen“ wäre geradezu eine Schlagerzeile, für sich genommen ein Satz aus Kitsch: What have they done to my song, Ma?9

Sogar „das Herz“, à propos, nimmt sie auf, bekannteste, nunmehr verpönteste aller Lyrikerstanzen:

mein körper, ungleich crude, mein herz: ungleiche lampe
wo ist mein herz in diesem setting?
10,

und titelt nahezu biblisch mit „andacht“, wobei das „crude“ englisch ist, so daß „ungleich crude, mein herz“ auch rhythmisch fließen kann, ohne daß „crude“ als zu spürbar gesuchte Vokabel wirkte; auch modisch ist sie hier nicht, wird vielmehr durch das neudeutsch freilich schon eingebürgerte „setting“ geerdet, d.h. formgeklammert.

rest, was [!] nicht mehr herzugeben ist
im inferno eines unersättlichen verräters
dem es schlägt,

nämlich der Dichterin selbst,

der es zwischen den rippen trägt
auf muskeln reduziert, mein rätsel: da 
11

Abgesehen davon, daß die Zusammenführung von weiblicher Autorin und männlichem Verräter den Eindruck einer (quasi) „männlichen“ Schreibart bewirkt, sind „Inferno“ und „unersättlicher Verräter“ ebenfalls Griffe in die verbotene Pathosschatulle eines angeblich allzu bekannten, ergo nicht mehr ‚lyrikfähigen‘ Wortarsenals, aber eben wiedererkennbar, mithin identifizierbar und darum lyrikfähig erst recht: Widerstand gegen die Dogmen, die ihrerseits längst Regel geworden. Bruch der Regel durch ihre abgefeimte Mißachtung auf – ecco! – der Folie des Dogmas.

Durch solcherart Meisterinnenschaft der Faktur erreichen Schultens’ Verse etwas Ungeheures: nämlich sowohl die Akzeptanz der die anorektischen und/oder ironischen Dogmen setzenden, zumindest sie kanonisierenden Szenen, indem sie, die Dichterin, ihnen das „entregelnde“ Fett auf die Brote schmiert, deren ausgemergelte Speckseiten dann nach den Juries geworfen werden können, die prompt auch Preise dafür geben, als sie auch, was ungleich wichtiger, eigentlich nur wichtig ist, durchaus ein unvorgebildetes, auch unverbildetes Publikum erreichen, begeistern, sogar wieder erschauern lassen können, ohne ihre Qualität auch nur ein wenig ‚sich am Schwächsten in der Klasse orientieren‘ zu lassen – heißt, ohne schlechter oder banaler, jedenfalls gefälliger Songtext zugunsten allgemeiner ‚Gleichheit‘, gar Correctness zu werden.

Mein reim jagt mich, mein reim beißt mich in den arsch
weil er weiß, es muss alles genauso schmutzig sein, so peinlich
meine wirbelsäule ist keine pappel, lehnt sich nicht nach links
in den wind, och, sagt die wachfrau am laufband, es ist doch
nicht lang, nur mein gesicht, mein dummes, ein scrunchie
krampft, ein roter muskel: tropft 
12

Allein schon die Assonanz von „Gesicht“ auf „Scrunchie“ hat es in sich, ebenso wie das Zitat vergleichsweise neuer Trivialmythen, etwa der „Zombies“. „Mein Körper speichert Echos“, heißt es im echo-Gedicht und liefert die Poetik gleich mit:

vertraut ist nicht bekannt

Eben. Aber es wirkt:

ich schicke salz als reaktion
[…]
hier bin ich. lern mit meinen echos rechnen.

Das ist nicht weniger als eine Kampfansage, einer, im übrigen, Dichterin, die sich von den Szenen sichtlich fernhält und als einen Eigenkosmos definiert, von dem uns aufs distanzierendste bedeutet wird, es sei nicht ganz klar, ob er (uns) lieben könne; wir wissen in diesem letzten Vers nicht einmal, wer mit ihren Echos zu rechnen habe: Handelt es sich um einen Vokativ, also einen – durchaus drohenden – Ratschlag, oder um eine Feststellung in diesem ums „Ich“ verkürzten Satz, weil es der Vorsatz schon nannte?

Wenn jüngst Benjamin Stein in diesen Gedichten eine „unverkennbar weibliche Stimme“ zu hören meinte,13 ist dies mißdeutbar, auch wenn er seinen Text mit dem Zitat übertitelt „den schnitt seht ihr später“ und unter ihm selber zusammenfährt: „Da geht die Klinge dann halt glatt durch.“14 Er sei, schrieb er mir vorher, von der Qualität dieser Gedichte schockiert. Hingegen ich, in herkömmlichen Geschlechtszuschreibungen gesprochen, ihnen aufgrund ihrer fast durchgehenden Aggressivität einen geradezu männlichen Impetus, siehe oben, zuschreiben würde, der freilich, als von einer Frau verfaßt, Aufbruch und Durchsetzungsmodi ‚der‘ Frauenbewegung tief internalisiert hat. Entsprechend ist Zorn der Brennstoff dieser Gedichte; Schultens ruft ihn mehrmals geradezu an15: ihren Großen Bären. Daß der einen Ring durch die Nase trägt,16 macht jenen nicht eben kleiner; quasi in ständiger Panik,17 erlaubt alleine die Form noch die Haltung – eine, die Durchhaltung ist. Längst ward selbst der eigene Körper ein fast fremdes Ding und bäumt gegen solche Entfremdung sich auf,

und so umarmt er, was kommt. bewegt sich
auf einer fremden hand als ob auf einer schaukel
18,

doch aus der Destille der Alliteration von „eiweiß“, dem Grundstoff allen Lebens, und „eiweiß, ficken, eisen“19 steigt furchtbarerweise am Schluß, als „letzter guter tod“20, alleine noch Gezischel auf:

susurrus dreht sich um alles, was ich wiederfinden muss21

Bleib!, zischelt’s,

bleib. hier wird es leer und reinlich sein22

Bequem drin einrichten kann „man(n)“ sich’s nicht, schon gar nicht als Geliebter oder Liebhaber dieses weiblichen, kassandrasch unerbittlichen lyrischen Ichs:

er ist komisch, komisch, ich lache ihn aus
er trägt mir trinkwasser bis in den tod hinterher
23

Oder noch deutlicher:

fragt nicht allzu lang nach dir, was soll ich sagen: mein zorn
kam zurück zu mir, seine klinge flog mir in die linke hand
und öffnete drinnen ein tor nach armageddon, mein puls
war unerbittlich, schickte horden von dämonen, bis ich
ihn drehte (/ – – / – / -)

[…]
er ist nicht gemeint
24

Dabei fast am, ließe das Wort sich denn steigern, einsamsten, weil vielleicht das persönlichste Gedicht, ist das nach der Manier konkreter Lyrik gebaute „original“, das den Buchstaben „K“ formt, sie, die Schultens, selbst mithin („denn alle alle alle sind verdammt und höflich“ / „ein fluchtpunkt, um den unser sprechen rotiert“), und als das Schema im letzten, geradezu seufzenden Satz verlassen wird, da lautet er so:

du willst es einfach nicht sehen25,

mich nicht sehen“ muß ich das interpretieren. So kann sie, nein muß sie sagen, und tut’s,

aber alles läßt sich eine weile auf abstand halten: pelztiere, liebe, ein hieb
mit dem beil vielleicht nicht, kommt drauf an, wers führt
26,

nur daß auch schon „ich habe einen bauchraum für kinder“27 in dieser pragmatisch-kalten Formulierung nicht eben eine herkömmlich-‚frauliche‘ Äußerung ist, zumal in dieser Symbolik, die nur als solche – und dann eben provozierend – stimmt; die Plazenta ist Bauchraum des werdenden Kinds. So denn auch:

erst seit sie schwinden, wimmeln sie
zeilenweis: töten, verproviantieren, schmuggeln
nichts: verdunkeln waben ganz ohne brut, ich sehe
nichts, kippe den text. kommt wenig. trockene schleuder 
28

Nein, das ist nicht gemütlich:

[…]
im wesen wisst ihr, teilen wir uns
einen gletscher, güte kaum
29

Dies übrigens mit Bachmann zu lesen:

Erklär mir nichts. Ich seh den Salamander
durch jedes Feuer gehen. 
30

Und, bittrer noch, als Conclusio formuliert:

kaum hab ich das erneut verstanden
puzzeln sie sich zum zombieherz
nutzt es nicht. ein gekachelter raum
bin ich. was eins mir gibt, mach ich
steril 
31,

woraus sie sich immer wieder zu erheben versucht, und zwar von Gedicht zu Gedicht, die alle miteinander vermittels derselben aufwogenden, abwogenden, verschwindenden und abermals aufwogenden Begriffe kommunizieren, Bienen, Rainchen, Maulwurf, Zombie, Zombieherz sogar wie der titelgebende untote schwan untot, eben! er wimmelt von Maden32 –, mit dem die Seite 66 endet, sie mit dem der Seite 22 verklammernd, geradezu schicksalshaft, starling und sperling und knochen, selbst ertrag wird zum Leitmotiv und die selige terroristin von S. 17 vom Versteil zur Überschrift eines ganzen, sogar des abschließenden Kapitels: Das schmale Buch, es glüht vor Form, aber einer, an der wir uns die Finger vereisen, denn

hinter mir: dieser sturm ist nie aus meinem rücken verschwunden.33

Oh, die Schultens weiß selbst, wohin sie gehört! Sie nennt ihre eigene Ahn(inn)enreihe. Benjamin Stein hat sie um weitere Namen ergänzt, Mistral, Plath, Mayröcker, Grasnick, Materni. Die Dichterin läutet sie um

monikas ponys, beispielsweise34

ein. Meint sie die Rinck? Kann sie, den Ponys zum Trotze, nicht meinen, die lebt ja schließlich noch. Und Bob Dylan ist für Dichtung sowieso ein schlechter, ja schlächter, um an My Lai zu gedenken, Bezug: seine Lieder auf den Lippen, als die GIs die Frauen stopften (… „an My Lai zu gedenken“: ich weiß, ich weiß). Aber

marina, denk nicht an tiere, dichter

und selbstverständlich

Emily… königsdisziplin insekten, schätz ich,

nur seltenst ein Bild, das gewerblich:

dran zieht er mich aus den zeilen.

Da ist man dann fast mal erlöst. Doch eben immer nur fast. Denn es kippt ja gleich wieder, wir sind hier erst auf der Seite 21, über zwei Buchdrittel werden noch folgen,

jedes blut enthält zwei arten eisen, eine davon essenziell
du kannst sie bloß ersetzen, wenn du etwas totes isst.
35

So geht es gleich ja schon weiter, so daß – in ‚altem‘ kathartischen Sinn – ‚Erlösung‘ eben nicht in der Bedeutung des Wortes und also einer Botschaft liegt, sondern in der formalen sowohl Durchdringung als auch zugleich Fesselung, das ist Bannung, des Stoffs. Benn schrieb von „Zusammenhangsdurchstoßung“. Schultens klopft auf diese Katharsis aber, nämlich durch Form.

Sie ist Form seit je. Das ward nur, und wird noch, gerne vergessen – nicht weil der sogenannte freie Vers tatsächlich Befreiung verspräche, sondern weil er ein Establishment ist, in dem es sich wohlfeil einrichten ließ – ohne Kriterien, an denen man wirklich zu messen wäre, vielmehr sie von den, siehe oben, Ingroups lediglich behauptet werden. „Kunst wird gemacht“, schreibt Benn und hat durchaus die Rezeption im Sinn, nicht etwa die Faktur, oder die nur in zweiter Lesart am Rande. Was Kunst sei, wird vom Markt, bzw. von denen gemacht, die ihn bestimmen. Was ihnen nicht schmeckt, fällt heraus, ja kommt gar nicht erst in den Betrachtungen vor.

Ich erinnere mich sehr gut an die Zeiten, als neben Hans-Joachim Linke alleine ich es war, wieder und wieder für Paulus Böhmers Dichtung zu streiten. Beide unsere Einlassungen hatten keinen Widerhall. Es brauchte eine neue Dichter:innengeneration, die, geprägt von z.B. Thomas Kling, Böhmer für sich entdeckte und, als einige von ihnen zum ihrerseits prägenden Sprachrohr wurden, ihm seinen heutigen Rang nicht, nein, eben, argumentierend erstritt – sondern ihn behauptete. Da war er schon sehr alt, zu alt, wie ich andernorts schrieb. So gesehen, hat Katharina Schultens Glück; so gesehen, aber nur so, bedient sie mit den Zeitgeist und findet sich jetzt auf den Bestenlisten. Als ich zum ersten Mal über ihre Arbeit schrieb36, war daran nicht zu denken. Doch nicht nur sie hat Glück, wir als Leser haben es nun auch, denn nun wird sie zurecht bekannt, wenn auch nicht aufgrund der eigentlichen poetischen Klasse:

du kannst nur schreiben
was du mitgenommen hast
und wenn es a. tod ist so ist es eben tod
und wenn es b. angst ist dann lass sie fliegen
37

Wer denn, die und der mit der Dichtung vertraut ist, hörte hier nicht Gottfried Kellers

Nun, Phantasie! laß deine Adler fliegen,38

auch wenn der die Apotheose erstmal verweigert?

Hier schwingen sie wohl nimmer mich hinaus!

Bei Schultens brennt die Angst im Tal sogar ab. – Überhaupt ist dieses Gedicht, „Kali“, wahrscheinlich eines der intensivsten des gesamten Bandes:

a. lass ihn stufe um stufe diesen hang zum meer absteigen
sich seine weißen beine zerren bis sie knacken, brechen
b. lass sie los in myrrhe buschlavendel und im rauch
der hirtenfeuer wenn sie plastikmüll verbrennen
soll sie sich dran berauschen glauben es wär holz

Allein die rhythmische Struktur dieses Verses ist berauschend: „bee laß sie los in myrrhe Buschlavendel und im rauch“, dem, abgesehen vom Auftakt, strikte Trochäen folgen: „(der) hirtenfeuer wenn sie plastikmüll verbrennen“. Solche Verfahren binden die scheinbar ungebundene Versfolge enorm, ja bewirken Klassizität, ohne daß dieser neue – ein freilich nachpostmoderner – Klassizismus sofort auffällt.

Das ist überdies poesiestrategisch klug; man merkt der Schultens an, daß sie ihr Brot ganz anderswo in Zusammenhängen verdient, die auch politisches Kalkül erfordern. Zu deutlich herausgestellte Klassizität hat in der Lyrikszene nicht nur bei Jan Wagner ob seines Erfolges zu geradezu Verwerfungen, bis hin zu irrationalen Wutausbrüchen, geführt. Andere Vertreter, darunter ich selbst, kommen in der öffentlichen Wahrnehmung gar nicht erst vor. – Die Wut hat ihren Grund darin, daß etwas, das vor den Ideologen nicht länger kratzfüßt, sich dennoch nicht mehr verschweigen läßt; dem Betrieb passierte irgendein „Unfall“; schon Durs Grünbein war dafür ein Beispiel, der einer der ersten gewesen, auf formale Wiederdurchdringung – und auch, o Grauen, auf Bildung – zu pochen. In ihnen, den poetischen Ideologien, west ein – nachmarxistischer – Antiintellektualismus nach, der die, mit Hegel gesprochen, schlechte Stufe der Unmittelbarkeit fetischisiert hat und Bildung als Reflex sogenannt Elitärer versteht, als ein großbürgerliches, ‚bourgeoises‘ mithin, Aas, dessen vorgeblich schon zerfallenes Rückgrat die Form sei. Klassizität, um es anders auszudrücken, zieht im Schleppnetz den sofortigen Verdacht hinter sich her, ‚reaktionär‘ zu sein, zumindest (gleich das nächste Schimpfwort, das den Begriff obendrein falsch, nämlich im common sense verwendet) ‚romantisch‘. Dabei wird nicht begriffen, daß so ‚romantisch‘ der ‚freie‘ Vers längst selbst geworden ist. Kein Establishment sieht sich als solches, geschweige denn als erstarrt. Es bestimmt zwar die Kriterien – Gipfel des Totalitären: ohne sie, eben, nennen zu müssen –, aber hält sich noch immer für revolutionär, zumindest ‚fortschrittlich‘. Das hat durchaus politische Entsprechung: Nahezu alle ‚ursprünglich‘ revolutionären Bewegungen werden, haben sie die Macht errungen, ihrerseits reaktionär.

Ob Schultens es bewußt tut, weiß ich nicht, doch legen ihre Gedichte genau hier ständig kleine Bomben; man kann sie durchaus als Tretminen begreifen:

nach jahren in bärten, baretten, krawatten, fremden talaren, jetzt:
ist es das haar, ist es das haar, hats sehnsucht: nach akkuratesten scheiteln
pomade, coiffage in orange, sommersprossen; taucht aus adretten schachteln
auf, kugelsicher stehn sie zum andenken in !fiesen vitrinen, es sprengt sie
von innen, springt aus der gaspistole irgendeines großvaters, unauffällig
reinigt die passende tante sie, sie funktioniert und das wars 
39

Poetologisch gehört auch das, nicht-gedichtimmanent, zu den Stärken diese ungewöhnlichen Lyrik: Sie bestellt ihr Feld auch strategisch: in einem alten Sinn poetisch, doch technisch gleichfalls, ja technologisch – ohne indes, daß es Feld eben ist, zu vergessen; deshalb stimmt das scheinbar überkommene Bild meiner Formulierung. Um es mit Schultens selbst zu sagen:

wir müssen alles nehmen, was wir haben, es ist viel
wenn wir in prozenten rechnen, und wenig, zu wenig
rechnen wir in energie.
40

Untoter Schwan, Gedichte, Kookbooks 2017
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*******

[Geschrieben März/April 2018 für und erschienen in
>>>> Die Wiederholung, Heft 6, Mai 2018]

Quellen
1  >>>> Gespräch mit Michael Braun
2  Benn, Astern, zit.n. Gottfried Benn,
Gedichte in der Fassung der Erstdrucke,
Fischer Taschenbuch Verlag, Ffm 1982

3  Goethe, Wanderers Nachtlied,
zit.n.Goethes Werke, Auswahl in sechzehn Teilen,
Hesse & Becker Verlag, Leipzig o.J.
4  Ezra Pound, A Stray Document, 1934,
deutsch je von Eva Hesse, in:
Ezra Pound, Dichtung und Prosa,
Ullstein, Frankfurt/M und Berlin 1967

5  Pound, ebda
6  Schultens, sumpf, in: untoter schwan
7  Pound an Harriet Monroe, 1915, Pound ebda.
8  Schultens, ebda.
9   Bei >>>> Melanie Safka, 1971
10   andacht, ebda.
11  Ebda.
12   die elfenfabrik steht niemals still
und zombies. Ebda.

13  Bei >>>> Benjamin Stein.
14  Benjamin Stein, ebda.
15   plea deal. Ebda.
16   im kreis toter frauen. Ebda.
17   sprich rückwärts. Ebda.
18   femtosekunden. Ebda.
19   mein untoter schwan. Ebda.
20   wenn das monster geht. Ebda.

21   Sperlingsherzen. Ebda.
22   episode:buttonholed. Ebda.
23   simple dinge, II. Ebda.
24   simple dinge, III. Ebda.
25  original. Ebda.
26  und die lüge distanz. Ebda.
27  tramschublade 37. Ebda.
28  diese bienen schwinden nie. Ebda.<
29  gletschersalamander. Ebda
30  Ingeborg Bachmann: Erklär mir, Liebe,
aufgrund eines Hinweises von Elvira M. Gross
auf >>>> „Über das Wesen der Liebe in der Literatur“
(CD/auditorium-netzwerk.de) zit.n. Bachmann,
Sämtliche Gedichte, Piper München 1978
31  immer im nacken zeit. Ebda.
32  tiere sortieren. Ebda
33  als ich verrückt wurde. Ebda.
34  im kreis toter frauen. Ebdea.
35  mein untoter schwan; Schultens, ebda.
36  in Volltext 4/2014; im Netz >>>> dort.
37  kali, schultens ebda.
38  Gottfried Keller, Lebendig begraben,
zit.n. Gesammelte Gedichte, Erster Band,
J.G.Cottasche Buchhandlung Nachf.,
Stuttgart und Berlin 1918
39  Ich dachte, wir hätten es getötet,ebda.
40   es ist überall; Schultens, ebda.

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ERSCHIENEN. Béart XI, XIV, XV, XX. In DIAPHANES, Magazin 5: TAMING THE GAZE. Winter 2018/19. (Die Brüste der Béart, 26).

Mit außerdem Beiträgen von
Lars von Trier, Brigitte OLeschinski, Sylvia Sasse, Johannes Binotto, Nora Turato,
Wong Ping Ashley, Axel Dielmann, Sona dell’Anno, Alexander García Düttmann u.a.
€ 14,80 CHF 18,50 $ 10,99
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III, 416 – Zeckenwirtschaft

Heute morgen schwamm etwas Weißes im Teewasser, das ich zum Kochen aufgesetzt. Es hatte nicht die Konsistenz der sich vom Boden wieder mal absetzenden Kalkablagerungen (das Wasser hier ist sehr kalkhaltig), sondern hatte etwas Körperhaftes mir faserigen Auswucherungen an einem … Weiterlesen

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Epifania. Das Arbeitsjournal des Sonntags, den 6. Januar 2019.

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[Arbeitswohnung, 10.12 Uhr Pergolesi, 1. Concertino G-Dur] Die Schallplatte stand mit andrem Vinyl im Hofeingang zum Mitnehmen, Händel dabei, Guldas Einspielung der Diabelli-Variationen, Konzerte Vivaldis, durchweg Aufnahmen aus der DDR in, wie ich mittlerweile gehört habe, vorzüglichen Pressungen. Die Hörerlebnisse … Weiterlesen

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III, 415 – L’urgenza della sera

Seit längerem schreibt er wieder Gedichte, aber andere als noch vor einem Jahr. Indes, ich vertiefe mich weniger in sie, das Französische geht mir nicht so ad hoc ein. Heute abend stieß ich auf eine “Visiteuse” und vor allem auf … Weiterlesen

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Wanderer, Erzählungen I, erste Fahnen korrigieren. Als Arbeitsjournal des Mittwochs, den 2. Januar 2019.

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            (Nach intensivstem Jahreswechsel, über den hier nichts erzählt wird. Nun aber ist fünf Tage Ruhe, die ich nutzen werde, danach vielleicht wieder Sturm.) (Sie merken’s, Freundin, ohnedies: Ich halte mich derzeit sehr zurück. Vieles … Weiterlesen

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Im Buchhandel. DAS UNGEHEUER MUSE. Gedichte.

Fester Einband mit einem Motiv von Omar Galliani
Lesebändchen, 136 Seiten, 20 Euro
Arco | Wien & Wuppertal, September 2018

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III, 414 – Krippen de ces jours

Ich wolle – nein, die Mütze, die sie mir als Xmas-Geschenk (das W-Wort ist mir nicht gegeben) brachte (nebst Duschgel “Uomo” (Dunschgel?)) ist hundertprozentig aus Akryl – dann doch mal wieder hinuntergehen, mir den Film “Once” anzusehen, nicht zuletzt, um … Weiterlesen

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Für das Licht. Weihnachten 2018.

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Erbarmen (ff). Statt eines Arbeitsjournales: von Zetteln übertragene Notate. Am Montag, den 24. Dezember 2018, hiermit fixiert.

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Ordnung geschaffen, endlich, auf dem völlig „überwachsenen“ Schreibtisch; teils lagen Zettel von vor fünf Jahren in den Haufen; einige Notate nicht mehr lesbar, andere marginal, doch manche wirklich zu merken. Diese:   *** … daß selbst der Liebesakt noch etwas … Weiterlesen

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Mit einer Tigerin: Wien zurück und erster Fahnendurchgang voraus. Das Arbeitsjournal des Sonnabends, den 22. Dezember 2018. Darinnen Walter Serners Hand in einer der Grimaud.

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[Arbeitswohnung, 7.42 Uhr France musique: Bach, Goldberg-Variationen, Trio Jacob] Nun werden es also 600 Seiten sein, nachdem auch Die Orgelpfeifen von Flandern, vor allem aber die seit fünfundzwanzig Jahren nicht mehr lieferbare Langerzählung Joachim Zilts‘ Verirrungen, in kompletter Neufassung, in … Weiterlesen

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III, 413 – Fortnight-Märlein

Turdus merula. Oder eben ganz einfach ‘merlo’. Verräterisches Vögelchen in Voltaires ‘Principessa di Babilonia’ (gelesen, weil’s hübsch groß gedruckt war, da ließ sich das Lesepensum leichter erfüllen). Fing damit von ungefähr an das Fortnight-Märlein. Im Pianeta Verde, dem Bioladen kleinerer … Weiterlesen

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Zu den Göttern. Hier nutzt sich nichts ab.

[Arbeitswohnung, 19.42 Uhr.] Zweieinhalb Stunden Musik gehört. Ich wußte nicht, war unschlüssig, was tun, setzte mich endlich wieder einmal in meinen Musikstuhl, der in (fast) genau gemessenem Abstand von den ProAcs, und zwischen ihren Schallströmen, steht, und fing zu hören … Weiterlesen

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Heimfahrt von Säufern. Im Arbeitsjournal des Sonntags, den 17. Dezember 2018.

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[Arbeitswohnung, 9.12 Uhr France musique contemporaine: Alvin Curran, Improvisation] Wer da? Eiskalt im Sterbezimmer. Der Mann, der da lag, konnte sich nicht mehr bewegen. … Wortlos und ebenso plötzlich, wie sie einander umarmten, gehen sie auseinander. Wer da? Paulus Böhmer, … Weiterlesen

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Gesetzt aus Versen Paulus Böhmers, ihm zu Ehren: Die Brüste der Béart, XVIII. (Die Brüste der Béart, 29)

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Dritter Dithyrambos   Die Liebe, Béart, ist verloren ans Fremde, an die Haarflut der Maria von allen. Darüber Libellen, die einander betrillern für den Spalt eines Lachens im Dunkeln. Am Vulvenriff der Karibik atmet mir Deine Haut zu. Deine Halsbeuge … Weiterlesen

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Die Treue als Parfum. Im Arbeitsjournal des Freitags, den 14. Dezember 2018

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Arbeitswohnung, 7.57 Uhr [Keith Jarrett, Radiance] Dies ist nun ein deutlicher Nachteil meines von mir ansonsten favirisierten Kohleofens: Bin ich einen Tag fort, dann einen wieder da, dann wieder einen fort und abermals einen hier, um tags drauf erneut aufzubrechen, … Weiterlesen

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FAZ 11. Dezember 2018

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  [Von Volltext habe ich den Auftrag, für die Märzausgabe über den verehrten Freund einen längeren Artikel zu schrieben. Deshalb füge ich den bisherigen Nachrufen nun doch keinen in Der Dschungel eigens hinzu. Leider war es für Volltexts jetzt kommende … Weiterlesen

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Für Paulus Böhmer, 20. September 1936 – 5. Dezember 2018, den väterlichen Freund und über Jahrzehnte poetischen Weggefährten. Ein Unbeugsamer.

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Bereits >>>> vorgestern deutete ich es an, war aber zum einstweiligen Schweigen verpflichtet worden. Da ich nicht zu jenen gehöre, die bereits im Vorhinein Nachrufe schreiben, um sie fürs Taggeschehen in der Schublade zu haben, – da zudem der Tod … Weiterlesen

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Morgen abend in Berlin. diaphanes Magazin No 5 TAMING THE GAZE MIT BÉART. Espace Diaphanes Berlin, 8. 12. 2018, 20 Uhr.

  Release Night DIAPHANES No. 5 Samstag, 08.12.2018, ab 20 Uhr ESPACE DIAPHANES, Dresdener Str. 118, 10999 Berlin Zum Erscheinen der neuesten Ausgabe des DIAPHANES Magazins TAMING THE GAZE sind alle Autoren, Künstler, Beteiligten herzlich eingeladen: Mit Musik, Drinks und mehr wird die aktuelle Ausgabe … Weiterlesen

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(Fast) Fertig: Wanderer, Erzählungen I. Der Wanderer drittes Wiener Lektoratsjournal. Am Donnerstag, den 6. Dezember 2018. Mit Elvira M. Gross. Lektoratswoche (3). Darinnen auch Jordan Lee Schnee.

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[Bei den Lorbeeren Arcos. Küchenplatz, 6.27 Uhr] Welch intensive Tage! Mit Elvira M. Gross, dieser grandiosen, zutiefst sinnlich-klaren und poetisch ungemein spürfähigen Lektorin, nahezu fünfhundert Typoskriptseiten durchgearbeitet, am Ungartisch mit sehr viel Tee, zwischendurch Mokka; morgens stellte sie stets ein … Weiterlesen

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III, 412 – Alberi pizzuti

Decisamente abgesunken in einen dunklen Herbst und seit vorgestern mit Feuerchen im Ofen. Kommunikation über den Bildschirm ohne bestimmte Adressaten, nur um festzustellen: Es funzt. Direkte Kommunikationskampagnen, also die Suche nach einem Ansprechpartner, gibt es nicht. Es liegt mir auch … Weiterlesen

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Der Wanderer erstes Wiener Lektoratsjournal. Am Montag, den 3. Dezember 2018. Mit Elvira M. Gross. Lektoratswoche (2).

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[Bei den Lorbeeren Arcos. Küchenplatz, 6.51 Uhr] Wie gut es Cristoforo Arco mit mir meint, ist am Aufgang zum Hochbett, meiner Ruhestätte zur Nacht, zu erkennen , die’s gestern auch zum Mittag war:         Im übrigen liegt in … Weiterlesen

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… und auf nach Wien. Wanderer, Erzählungen I: Lektoratswoche (1).

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[Flughafen Tegel, 6.30 Uhr] Bereits eingecheckt, erster Latte macchiato. In der Arbeitswohnung nur schnell einen Espresso genommen. Ankunft in Wien gegen neun, bei Christoforo Arco gegen halb elf. Dieses Buch allerdings ist für Septime:  

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Einer Lesung Nacherzählung. Als Arbeitsjournal des Freitags, den 30. November 2018, darin auch zwei Rehe zuhanden, des einen indes nur die Keule. Später auch Ulrich Holbein.

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[Fotografien der Lesung ©: Wiebke Kana] [ICE 1514, Bamberg-Berlin 9.10 Uhr<] Ich hätte, sagte Nora Gomringer in ihrer Einleitung zu meiner Lesung im Hörsaal R01.1 der Bamberger Universität …, – ich hätte in Irene Adhanari eine der wirklich großen, vor … Weiterlesen

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Die Brüste der Béart, No XXIII: Hymnus. Erster Versuch, komplett. (Die Brüste der Béart 28).

[Arbeitsvornahme war: Die strikt hexametrischen Verse gegen den Rhythmus zeilenbrechen, sowohl nach Klang als auch nach Sinn. Dieses ist der erste Versuch, dem –nach anderen und/oder zusätzlichen Kriterien –sicherlich weitere  folgen werden. — ANH, 25.11. mittags] für Sascha Füße liegen eben viel zu weit … Weiterlesen

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III, 411 – Cavolini di Bruxelles

Der Gedanke an Rosenkohl zerflirrt in das Kreischen einer Schleifmaschine wie die kräuseligen Blütenblätter von Nelken, einer Art Rosen, die ein Erdbeben erlitten haben. Der neulich im Supermarkt gekaufte Behälter mit den “cavolini di Bruxelles” (Herkunft: Olanda), wie sie hier … Weiterlesen

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Ich klage nicht, ich klage a n.

Das ist ein Unterschied.

DLVI

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Arbeitsnotat. (Die Brüste der Béart, 27.) Statt eines Arbeitsjournales.

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[Arbeitswohnung, 8.30 Uhr] Jetzt habe ich’s doch nicht mehr ausgehalten und den Ofen angeheizt. Nach etwas Qualmerei zog er dann auch, und nu‘ ist es warm. Zuvor allerdings habe ich meine Begleiterin wieder umsetzen müssen; auf es Ofens Abdeckplatte wär … Weiterlesen

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„Frauenflüsterer“. Im Arbeitsjournal des Donnerstags, den 21. November 2018. Zum Erbarmen.

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[Arbeitswohnung, 10 Uhr Meer: Bach (transkr. Ramirer)) BWV 924] Es ist das, spüre ich, schönste Kompliment, das mir, dem vermeintlichen Macho, in dieser Zeit gemacht werden kann, – daß die Contessa mir nach unserem letzten Zusammentreffen schrieb, ich sei ein … Weiterlesen

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Wichtige Diskussion zur neuen Kunst bei Bersarin. Anläßlich eines Buches von Monika Rinck.

>>> D o r t.

(Wichtig, weil sich derartige Vorurteile selten derart komprimiert als Urteil gerieren wie in den Beiträgen eines Kommentators, und weil deutlich zu sehen, also zu lesen ist, wie wenig dagegen fundierte Argumente verfangen. Abgesehen von Bersarins ausgezeichneter Rezension des Rinck-Buches, ist der dortige Kommentarbaum geradezu ein Lehrstück.)

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III, 410 – Am Strand, weitab vom Meer

Wie man sich so Regeln aufstellt. Immer nur fünf Stück auf einmal bis zur nächsten Zigarette. Ich meine abwaschen, Gläser, Tassen, Teller und was man so im Kollektivum Geschirr zusammenfaßt. Im Hintergrund flimmert eine Jazzgitarre. Auch wenn gestern einiges liegengeblieben … Weiterlesen

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Rückkehr zum Übergangsobjekt.

Nicht einschlafen ohne das besondere Kissen können, das, einseits in die Form einer Niere tailliert, sich an die Brust schmiegt. Wo du es birgst, was dich birgt.

(Zeichen und Prozesse erkennen).

Im Traum nahm ich vom Antlitz einer sehr zarten Frau hauchdünne Fäden, je zwischen Zeigefinger- und Daumenkuppe, ab, stundenlang, Hunderte, Tausende – aus dem Antlitz nahm ich sie, worüber oder worunter es sich auflöste, doch aus diesen Fäden rein in der Luft gegenüber, in die ich sie ganz in derselben Anordnung tat, neu erstand.

 

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Erst einmal wieder für die Eiszeit vom Eis. Das Arbeitsjournal des Freitags, den 16. November 2018. Mit neuem Dank an Omar Galliani.

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[Arbeitswohnung, 7.18 Uhr Beim ersten Latte macchiato schon nach Flügen geschaut.] „… noch zehn Minuten, dann steh ich auf und mache euch zu Helden.“ Abermals so ein Traumsatz. Tatsächlich er erst ließ mich, ein komplett ungewollter, aber besonders irrer, weil … Weiterlesen

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Zum „Sexismus“. Von Steven Pinker. In der Neuen Zürcher Zeitung.

Frage: Haben Sie keine Angst, des Sexismus geziehen zu werden, wenn Sie solche Erkenntnisse in Ihren Vorlesungen zitieren? Antwort: Nein, ich habe damit keine Probleme. Dem pauschalen Vorwurf des Sexismus liegt übrigens ein Denkfehler zugrunde: Die empirische Behauptung, dass Männer … Weiterlesen

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III, 409 – … wie die Fassade von Sant’Agostino

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Gestern sah ich behelmte Bauarbeiter auf dem Gerüst vor der Fassade von S. Agostino, der Kirche, die man von hier aus sieht, die dabei waren, es abzumontieren. Sieht aus jetzt wie glattrasiert. Anders als ich. Ungewohnter Anblick. Dennoch vernahm ich … Weiterlesen

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Joachim Zilts‘ Verirrungen. Der Anfang. Aus der Überarbeitung für Wanderer, Erzählungen I. Septime im Frühjahr 2019.

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Meine Wanderungen begannen im April. Man wird sie mir so wenig glauben, wie daß ich diese Zelle, wann immer ich will, verlassen kann. Das will ich aber gar nicht. Ich fühle mich hier geborgen. Es war ein warmer Sonntagmorgen. Christine … Weiterlesen

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Der klandestine Kanon. Von Alban Nikolai Herbst. Auf WDR3 in Gutenbergs Welt mit Manuela Reichart.

>>>> P o d c a s t vom 10. 11. 2018

Veröffentlicht unter AltesEuropa, Arbeitsjournal | Hinterlasse einen Kommentar

Wirklichkeiten. Anderswelt mit Watzlawick. Podcast eines Radiokollegs im ORF. Von Margarethe Engelhardt-Krajanek.

Zu hören >>>> d o r t.

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III, 408 – “aufgelockert in einer sanften Wippe”

Es gibt zwar einen Nando Fonti, aber es wird nicht derjenige sein, den es bei FB gibt, aber dessen Hochzeit ein 1975 erschienenes Büchlein gewidmet ist, man nennte es wohl Epithalamium. Der Text ist nicht länger als 9 Seitchen mit … Weiterlesen

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Abakus für Ror Wolf

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[Geschrieben für die horen Dort erschienen in 1/2011, Nr. 241} Fliegende Fische über den Rücken der Gouvernanten, deren eine uns, auf einem anderen Bild, mit einem zu großen Auge betrachtet, derweil eine Spritze aus des Mädchens Ohr den Saft zieht … Weiterlesen

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AEOLIA. GESANG. Wiener Ausgabe 2018.

  80 S., geb. mit Lesebändchen, 22 EUR Lektorat von Elvira M. Gross Satz von Hans Christian Leitich Arco Verlag, Wuppertal & Wien 2018 ISBN 978-3-938375-90-7 Bestellen >>>> beim Verlag. Bestellen >>>> bei amazon. Oder – am besten! – direkt … Weiterlesen

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Pelle und Peau ODER Häutungen, neu. Im erbitterten Arbeitsjournal des Dienstags, den 6. November 2018. Zur Differenz der Geschlechter.

[Arbeitswohnung, 8.19 Uhr] Es ging mir an die Haut. „Sie haben sich zu unterwerfen!“ Er knallte die Tür zu und ging. Ich dachte Pelle und Peau. Die Drohung war, das war jetzt neu, offen ausgesprochen. Ich hatte den Menschen zur … Weiterlesen

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JAMES JOYCE CHAMBER MUSIC / KAMMERMUSIK. In Original und Nachdichtungen von Helmut Schulze und ANH.

  James Joyce Chamber Music / Kammermusik Gedichte In Original und Nachdichtungen von Helmut Schulze und Alban Nikolai Herbst Arco 88 Seiten, gebunden. 20 Euro.   >>>> Verlag. >>>> Amazon.

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Frau Schneefeld und Herr Hund. Im Arbeitsjournal des Sonntags, den 4. November 2018. Doch anfangs zum Ursprung der, nach Elena Dorfman, Neuen Welt.

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[Arbeitswohnung, 8.22 Uhr Jarrett, Creation] „Die Möse ist wie ein Stück Straße der Erkenntnis.“ Er t r ä u m t e mir – wirklich! -, dieser Satz; ich fand das Bild und seine Erklärung – der Sprecher gab sie uns – völlig einleuchtend: je rechts … Weiterlesen

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… und wieder zurück.

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[Arbeitswohnung, 17 Uhr Espresso zu Jarrett, Creation (2014/15)].     Gegen 19.15 Uhr >>>> bei Fräulein Schneefeld und ihrem Hund: Mein Verleger von Septime, wo im Frühjahr der erste Band meiner Gesammelten Erzählungen erscheinen wird, wird dortsein und Ryu Murakamis Roman … Weiterlesen

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diaphanes‘ Béart, die Marlboros und ein schlimmer Ärger. Im Arbeitsjournal des Freitags, den 2. November 2018, der abends, aber privat, mit einem großen Fest beschlossen wird.

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[Arbeitswohnung, 7.27 Uhr Erster Latte macchiato] Sie werde immer sehr unruhig, schrieb mir, Freundin, eine nahe andere Freundin, wenn ich mich mehrere Tage hintereinander nicht in Der Dschungel gemeldet hätte.- Sie hatte recht. Ich war in ein Loch gefallen, ein … Weiterlesen

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III, 407 – spiegelei – speak a lie

Am Tag zuvor immer die feste Entschlossenheit, wie abends da, als ich mir wie ein altes Weib vorkam, das mit einem Reisigbündel aus dem Wald kommt. Der Entschluß, dem Abhilfe zu schaffen, indem man zum Friseur geht, dann doch eher … Weiterlesen

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Mal ein politisches Wort zu Staat und Kultur. Im Arbeitsjournal des Montags, den 29. Oktober 2018. Dazu die Blasons des weiblichen Körpers.

[Arbeitswohnung, 8.29 Uhr France musique contemporaine: Bernard Parmegiani, Pour en finir avec le pouvoir d’orpheè] Guter Artikel zum Konservatismus >>>> in der NZZ, empfehlenswert sowieso, besonders aber nun, nach dem abermaligen, furchtbares Wort, Sieg der AfD in Hessen; es beruhigt … Weiterlesen

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Arbeitsnotat, durchaus Postulat. Die Brüste der Béart, 24.

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A u f l a d u n g, ja! Aber immer zur Erde zurückbinden, e r d e n, was sich weglösen will. Nicht vergeistigen! sondern das Konkretum allezeit im Blick haben und nennen: die realen Orte sowie auch und gerade die chemische Physis, Anatomie, Physiologie, Bewegung und Schöpfung der Zellen. … Weiterlesen

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III, 406 – Zichten

Gestern abend im Vorbeigehen an den Spiegeln ungefähr dies empfunden: Un lago torvo il cielo glauco offende (Ungaretti, Due note) Mich als altes Weib gesehen mit dem nunmehr schon wieder länger gewordenen Haar, das mir abschneiden zu lassen ich mich … Weiterlesen

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„Denn wo man die Geliebte sucht,

sind Ungeheuer selbst willkommen.“
Mefistofele bei Goethe
Klassische Walurgisnacht

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Rätselhafter Eintrag im schwarzen Notizbücherl.

Woran wir uns beruhigen:
daß es Wohnungen gibt vor dem fließenden Wasser,
Wohnungen, die dem Sturm schon ganz gleich sind.

13.10.18, ohne Uhrzeit

 

 

 

aber am 21. 7., um es mir wirklich zu merken:

Erzählung, wie plötzlich allewelt eine andere Sprache als der Erzähler spricht, eine, die er nicht versteht.

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Was ich mir nie verzeihen werde. Im Arbeitsjournal des Dienstags, den 23. Oktober 2018. Darinnen Carlos Kleiber und die Füße der Béart. (Die Brüste der Béart, 23.)

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[Arbeitswohnung, 11.47 Uhr] „Er hat wahnsinnig gelitten von diesen Geschichten.“ Ileana Cotrubas zu Carlos Kleibers Frauen Seit sieben auf, die Grippe schwindet, übertreiben sollte ich aber noch nicht, was, wie ärgerlich auch immer, bedeutet: einstweilen weiter Sportverbot. (Ich nehme wieder … Weiterlesen

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Die Brüste der Béart, 22. Aus dem Entwurf des Endes der No. XXII.

(…) so zwischen den Zähnen flutet das, da ich Dich floh | Fluchtblut, Béart, und suche Dich wieder in nächsten femmes introuvées, femmine non trovate, introvabi|li anche qui, wo mich die Mandeln der Augen nachts streifen, doch sagen Andato, ohn‘ … Weiterlesen

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„Forlorn!“ Statt eines Arbeitsjournales aus einer Email. Am Sonntag, den 21. Oktober 2018.

Forlorn! the very word is like a bell To toll me back from thee to my sole self! An Parallalie (mit dem ich um Beistand wegen einer italienisch gefaßten Stelle hin- und herschreibe): Ja, Keats, kann sein, stimmt. Die Energie kam … Weiterlesen

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Grippestabil, doch Cumberbatch. Ins Arbeitsjournal des Sonnabends, den 20. Oktober 2018, spricht er, von Parallalie herübergeteilt, auf Gustav Mahler Keats. Außerdem, doch erfolglos, die Volltext.

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[Arbeitswohnung, 8.49 Uhr] „Gierstabil“ hieß nicht, sondern so heißt er noch immer, Katharina Schultens′ zweiter, damals bei Luxbooks, Gedichtband; hier hingegen herrscht Grippe stabil, wobei erstens eine wie auch immer deftige Erkältung nicht wirklich eine solche, Grippe nämlich, ist und sich zweitens ihre … Weiterlesen

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III, 405 – Kaffepause

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Hüpf mal, sagte ich zu mir. Und ich hüpfte. Und es tat gar nicht mehr weh. Der Holzstapel hat auch brav sein Plastikkleid bekommen, nicht zuletzt, weil vorgestern so ein leichter Regen fiel, der eher etwas von einer Maitröpfelei hatte … Weiterlesen

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La femme introuvée im Arbeitsjournal des Donnerstags, den 18. Oktober 2018. Botho Strauß zu Matisse mit Michael Landmann. Die Brüste der Béart, 21.

Bei Botho Strauß finde ich, in seinen grandiosen Notaten zu Matisse, eine Art Erklärung für das, was in den Béartgedichten geschieht:     Manche Frauen verstehen es, ihr Erscheinen zu hüten. „Sie bleiben ein Bild, um nicht zu ernüchtern, um … Weiterlesen

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Ernst-Wilhelm Händler zur Anderswelt-Trilogie – wenn auch, wahrscheinlich, ohne es zu wissen:

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Man kann keine Romane mehr schreiben wie Balzac, Zola und Proust, in denen das Personal fest in einer jeweiligen sozialen Position verankert ist und in denen es einen wichtigen Teil der Storyline ausmacht, die Grenzen der sozialen Position lediglich zu … Weiterlesen

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Grippe als Panzer der Seele. Im Arbeitsjournal des Mittwochs, den 17. Oktober 2018. (Nachgetragen abends ein Schnitterlied.)

„.. nene, analytisch gesehen bist Du grad auf ’ner Großbaustelle.“ Do, 9.05 Uhr, SMS [Arbeitswohnung, 9.17 Uhr Dumpfbackengebölke] Gestern morgen eine halbe Lexotanil, weil die Depression nicht wich, da ging’s schon besser: Langsames, aber stetes vormichhinArbeiten, in das sich nun … Weiterlesen

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Verirrt durch die Nacht. Im Rückschau-, nämlich vierten Franfurtmainer Messejournal. achtsam geschrieben im ICE.

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Bewundernd geht mein sorgsamer Blick, der, müde noch zudem, über die Füße der neben mir, andergangseits, sitzenden Frau hin; sie ist zum Weiterschlafen, was auch ich grad noch tat (ist zu schlafen eine Aktion?), aus ihren Chucks geschlüpft, das hauchdünne … Weiterlesen

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III, 404 – Muskelkater

Jemand wurde 68 heute, und wenn der achtjährige Mietvertrag abgelaufen sein wird, bin ich 72 (nicht doch: werde ich sein? (na doch, für die Vorstellung läßt sich durchaus ein Indikativ benutzen, jenseits aller Möglichkeitsformen)). Etwas Ähnliches dachte ich beim Abschluß … Weiterlesen

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Das dritte Frankfurter Messejournal. Am Freitag, den 12. Oktober 2018.

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[Schreibtisch hinter der Brücke, 7.10 Uh] Wir trennten uns nachts noch vor elf; sie radelte zu ihren Gastgebern heim, ich flanierte über die Brücke ins Sachsenhäuser Quartier. Der Main glitzerte, ja funkelte wie einst, da ich zum ersten Mal seit … Weiterlesen

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Das zweite Frankfurter Messejournal. Am Donnerstag, den 11. Oktober 2018.

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[Schreibtisch hinter der Brücke, 7.20 Uhr] Die Auseinandersetzung um die Béartgedichte >>>> geht weiter, nachdem sich erst >>>> auch Aikmaier, danach, am Abend und seinerseits poetisch, >>>> Bruno Lampe eingeschaltet haben, und geht tatsächlich um das durch die Béartgedichte angeblich oder tatsächlich … Weiterlesen

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Die Bamberger Elegien.

 Elfenbein-Verlag Berlin 2011  Einband in Old Mill Avorio von Fedrigoni Rote Fadenheftung, 152 Seiten, 20 Euro ISBN 978-3-941184-10-7 >>>> Zur direkten Bestellung. Bestellung >>>> über amazon.

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III, 403 – Und so empfindet man das

Seit Tagen versuche ich, mich an den Vornamen einer Cousine zu erinnern, mit der ich schon als Kind spielte, wenn ich mal bei der Tante in der SBZ war, wie das Ding ja auch mal genannt wurde. – Das war … Weiterlesen

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Nebel in Halle. „Zur Buchmesse, auf!“ So riefen soeben, am Morgen des Mittwochs, den 10. Oktober 2018, des Schlummernden Blicke im wie ins Frankfurter Messejournal No.1 dieses Jahres.

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[ICE 1638 Sprinter, Berlin-Frankfurt am Main. 7.19 Uhr] Ungeheures Gedicht, das mich jetzt wirklich dazu brachte, auch meinerseits zu schreiben, anstelle weiterzu- …. nun –schlafen tatsächlich n i c h t; die Nacht ist hart gewesen, ein Bauchkrampfanfall, der Schmerz flaut hier im Zug … Weiterlesen

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Die verlorene Oris im Arbeitsjournal des Montags, den 8. Oktober 2018. Zwei Tage vor der Messe. Darinnen zu einem Vorwurf Sabine Schos gegen den neuen Entwurf der Béart.

  Indem die Vergangenheit durch die Gegenwart reflektiert wird (nostalgica), bringt sie eine kreative Utopie hervor (utopica); die Sehnsucht nach dem Bekannten wird zum Vehikel für das Mögliche (futura) durch das Medium der Entfernung (lontananza).“ Salvatore Sciarrino, z.n.>>>> dort. [Arbeitswohnung, … Weiterlesen

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Die Brüste der Béart, 20. Aus dem Entwurf der No. XXI

  (…) woher das denn kommt, und sich selbst lockt | wie Eine versonnen den hauchdünnen Strumpf vom Knöchel über die Wade hoch zu den Seiten der Knie streicht, die Straffe des Schenkels selbst|bewundernder Finger|kuppen O rar die Momente, daß, … Weiterlesen

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Zu den neuen Erzählbänden, zur Béart. Im Arbeitsjournal des Sonnabends, den 6. Oktober 2018. Vier Tage vor der Messe. Mit Maurice Ohana, Konstantin Wecker, fälschlich Gottfried Benn, in Wahrheit indes Conrad Ferdinand Meyer: Denn auch so geht Erlösung.

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[Arbeitswohnung, 5.50 Uhr france musique contemporaine: Maurice Ohana, Miroir de Sapho] Welch ein schöner Titel, Saphos Spiegel, dieses kleinen Musikstücks Ohanas, dem heute früh eine Aufmerksamkeit des französischen Senders gilt. Auch für einen Gedichtband wäre es ein wunderbarer Titel, der … Weiterlesen

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III, 402 – Spinnweben

Der neue Mietvertrag liegt fertig unterschrieben auf dem Tisch, der Vermieter war heute hier, kam angereist aus Bracciano. Zwanzig Minuten, um das nötigste vorzubringen und zu zeigen, vor allem die Fenster, besonders das eine, durch das Wasser eintritt, wenn der … Weiterlesen

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Die Psyche verhauen. Im Arbeitsjournal des Donnerstags, den 4. Oktober 2018. Darinnen Die Brüste der Béart, 19 (Entwurf der No XXI/Auszug).

[Arbeitswohnung, 7.45 Uhr Britten, 7 Sonetts of Michelangelo op.22] Mit dieser Musik war ich aufgebrochen, mit ihr, gleichsam, komme ich zurück. Wobei ich den Rahmen der Arbeitswohnungstür tatsächlich gestern nacht, also heute, um halb eins durchschritten habe. Schon auf der … Weiterlesen

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Die Köpfung der Champagnerflaschen. Das Hamburger Arbeitsjournal des Mittwochs, den 3. Oktober 2018. Nach ausgedehntem Morgenregen und weiter mit Heinz Helle.

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[Magnolien- und Kaminraum, Alstererker, 8.50 Uhr] Es ging bis abends nach 22 Uhr, dann trat, nach einem kommoden Nachtspaziergang am Ostufer der Binnenalster, Ruhe in der Villa ein. Die Luft herbstlich feucht, es hatte über den Tag immer wieder geregnet; … Weiterlesen

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Wer auf Surtsey steht. Das Arbeitsjournal des Dienstags, den 2. Oktober 2018. Mit Jan Kjærstad, Heinz Helle, García Marquez, Christopher Eckers Fahlmann.

So sollte Literatur sein, in den Alltag, das Leben hineinsickern, herannahen wie ein Flüstern im Ohr, wenn man an einem Ladentisch sei- ne Einkäufe bezahlt. Jan Kjærstad, Das Norman-Areal [Arbeitswohnung, 6.17 Uhr Erster Latte macchiato, auf seit 5.50 Uhr David … Weiterlesen

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Arbeitsjournal, knapp. 30. September 2018.

Rezension zu Kjærstads Das Norman-Areal geschrieben, bei Faustkultur abgegeben.     Zwischendurch Musen in Arcos Randberliner Haackerlager gefahren, mit DriveNow, offen, also im Cabrio, was bei dem sonnigen Herbstwetter Spaß gemacht hat. Angekommen, indes, konnte ich mich, wiewohl auf ein … Weiterlesen

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III, 401 – Der Plumpsack geht um

Einen Römer gesehen im Bioladen vor einer Stunde: Shorts in Knielänge, leichtes Hemd. Ich schon mit Gestricktem zu Drittweltpreisen überm T-Shirt. Da wunderten wir uns gegenseitig. Je nun, die dicken Mauern. Es sei sonst in der Wohnung nicht wirklich komfortabel. … Weiterlesen

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Opfer & Brille. In der Nacht vom 27. auf 28. September 2018.

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Seit Jahren, ja zwei Jahrzehnten trage ich dieselbe Art Sonnenbrille, dessen Modelle ich – eben seit meinem Jahresaufenthalt 1998 in der Villa Massimo Rom – neben der Stazione Termini bei einem islamischen Händler der via Giolitti beziehe, bis zu meinem … Weiterlesen

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DAS HALBIERTE AUGE ZERSTÖRT: kookmono III, gestern im „ausland“. Mit Senthuran Varatharajah, Hieu Hoang, Trang Tran Thu und Valmira Surroi. Im Arbeitsjournal des Donnerstags, den 27. auf 28 September 2018.

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[Arbeitswohnung, 8.10 Uhr] Um zehn Interview für den ORF im Studio des Deutschlandradios Berlin, also „ordentliche“ Tour mit dem Rad bis Hans-Rosenthal-Platz, knapp zehn Kilometer hin, knapp zehne zurück. Gesprochen werden soll über Wirklichkeitskonstruktionen, also auch über die Balance zwischen Fake … Weiterlesen

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Die Erzähltechnik Flügel. Von Kjærstad.

In den Pausen, wenn ich mir einfache Mahlzeiten richtete (…), war ich so aufgeregt, dass das Messer in meiner Hand zitterte. Vishnu* brachte mich dazu, über die unüberschaubaren Möglichkeiten des Romans zu fabulieren. Ich dachte an Flügel. Denn so wie Vogelflügel, nach allem, was ich gehört habe, einst nur als wärmebildende Klappen fungierten, mit der Zeit und infolge der Weiterentwicklung jedoch zum Fliegen verwendet wurden, so konnte sich vielleicht auch das Erzählen verändern und eine andere Funktion übernehmen als die, die ihm jetzt zukommt.

Jan Kjærstad, Das Norman-Areal, S. 385
Dtsch. v. Bernhard Strobel

[*: Ein vom Erzähler gelesener Roman Karen Brahes]

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Das Menschenrecht auf Unmoral. Im Arbeitsjournal des Dienstags, den 25. September 2018. Unversehens mitten im Herbst.

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Sehr schön, Nachricht vom Diaphanes-Magazin: Der Verleger und Herausgeber Michael Heitz meldete sich erst per Email, dann telefonisch; er möchte für die nächste Ausgabe eine Auswahl der Béart-Langgedichte haben. Ich hatte selbst vor einem Jahr drei Stücke des Zyklusses angeboten, … Weiterlesen

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III, 400 – Richard Ohnegrund

Ein Klopfen am Fenster am Nachmittag, zögerlich, und dann in dicke Tränen sich verwandelnd in einem hier und da: man schaut halt hin und denkt sich das. Punktuelle Tränen, bis sie sich nach und nach vermehrten und in einen Regenguß … Weiterlesen

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Wir sind

substantiierte Zeit.

(Beim Erwachen unmittelbar im Kopf; kein Vor-, kein Nachspiel bewußt.)

DLV

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Als Antwort auf eine poetologische Frage aus einem Nachwort zu Gedichten Conrad Ferdinand Meyers. Von Rychner.

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Zu einem Diskussionspunkt des Lyrik-Panels während >>>> der Werkschau, quasi auch als Antwort auf eine Frage Benjamin Steins: Man hat Meyers formale Meisterschaft bewundert und zum Rang der Vorbildlichkeit erhoben; man hat sie aber auch mit Skepsis und Abschätzung bedacht. … Weiterlesen

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Anapule (2). Anstelle eines Arbeitsjournales dankbar am Mittwoch, den 19. September 2018, geschrieben.

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  Der Höhepunkt, für mich, war ganz sicher die vergangene Mittwochsnacht, des 12. Septembers also, der nun schon wieder sieben Tage zurückliegt – eine, nicht zu fassen, ganze Woche. Morgens hatte ich mich zu dem Golflauf aufgemacht, war bis zum … Weiterlesen

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III, 399 – Lachen

Das Telefon hatte geklingelt. Sogar dreimal heute. Beim ersten ging’s darum, einzuwilligen in eventuelle juristische Übersetzungen aus dem Deutschen ins Italienische. Wahrscheinlich wieder so eine Schwarzarbeit wie sonst auch mit der Vermittlung der Böhmin, die mich angerufen hatte. Es ging … Weiterlesen

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Das 18. Internationale Literaturfestival Berlin. Zu Ende gegangen mit dem Fest gestern nachts.

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Für seine nunmehr 18. Abschlußrede Ulrich Schreiber hoch zu Tisch. Wem er alles dankt, und daß er bloß keine und keinen vergißt. Dann ward es spät… ähm, früh. So recht, wie ich nach Hause kam, weiß ich nicht mehr, aber … Weiterlesen

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III, 398 – Aquarien und B-Erden

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Gestern abend die Quizsendung mit einem gewissen Jauch und dem Wort “Millionär” im Titel. Schon neulich eine solche gesehen, als ich die Reise endlich hinter mir hatte. Der Unterschied zwischen den beiden Sendungen lag an den Kandidatinnen. Diejenigen der ersten … Weiterlesen

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Anapule (1). Dienstag, den 11. September 2018.

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Nachts in der Tram.

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18. internationales literaturfestival berlin, 9. September 2018, von vormittags bis in die Nacht: WERKSCHAU ALBAN NIKOLAI HERBST. Im Literaturhaus Fasanenstraße Berlin

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Sonntag, den 9. September 2018 Literaturhaus Fasanenstraße Fasanenstraße 23 Berlin Charlottenburg Kaminraum   >>>> Werkschau Alban Nikolai Herbst <<<< Lesungen & Gespräche 11.00 Uhr – 13.00 Uhr DER ANDERSWELT-KOMPLEX: Die einen Romane. Unter den epischen Unternehmungen der Gegenwart ziemlich einzigartig. … Weiterlesen

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III, 397 – chiodo

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Hinaus ging’s dann doch noch. Kein Zucker mehr für morgen. Ich brauchte aber einen bestimmten Zucker, Rohrzucker nämlich aus dem Bioladen, der ist derzeit nur am Nachmittag geöffnet. Eine ganz bestimmte Sorte von den Philippinen. Mein normaler Gang hätte mich … Weiterlesen

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Nicht nur ein Abend für Wolf Wondratschek. Sondern, nämlich, vor allem, für uns. Als nachträgliches Fest zu seinem Fünfundsiebzigsten zur Feier Ullsteins als seinem neuen Verlag. Überraschend mit Arash Marandi.

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was du träumst, beginnt wie Liebe, was du liebst, hört auf zu sein Wondratschek, Es gibt etwas   Freitag, den 31. August 2018 Freundin, von einem grandiosen Abend ist zu erzählen. Ich war, sagen wir, heikel hingegangen, >>>> deshalb, aber … Weiterlesen

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Des Neapelversprechens Arbeitsjournal des Mittwochs, den 29. August 2018. Zu David Ramirers Bach Nr. 1

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[Arbeitswohnung, 7.39 Uhr >>>> Ramirers Bach: Fantasia & Fuge a-moll] Ramirer interpretiert Bach am Computer. Ich habe schon vor wenigen Jahren von ihm CDs dazu bekommen, nun meldete er sich aus Wien erneut und schickte gleich sechs neue Aufnahmem, die … Weiterlesen

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Eine Unterschlagung: zu Literaturhaus und Werkschau. Im Arbeitsjournal des Sonntags, den 26. August 2018. Mit besonderem Hinweis auf Schuldt.

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[Arbeitswohnung, 8.18 Uhr | France musique: Sibelius, Sinfonie Nr.2] Verletzend ist das schon. Bereits Anfang August hatte ich festgestellt, daß in der online geposteten PDF des Septemberprogramms des Literaturhauses Fasanenstraße Berlin die ANH-Werkschau nicht mit verzeichnet war, auch nicht unter … Weiterlesen

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III, 396 – blöd

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Blöd! Die Kartoffel Nummer 6, die ich von denen, die ich neulich aus der Faulsuppe gerettet und auf den Küchentisch gelegt hatte, an den Fensterladen werfen wollte, um die Taube, die auf dem Fensterbrett meine Armbewegungen ignorierte und weiterhin dort … Weiterlesen

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Vierter Tag der StE. Als Arbeitsjournal des Donnerstags, den 23. August 2018.

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[Arbeitswohnung, 17.13 Uhr] F e r t i g :       Kurz dachte ich, meine Güte, in nur drei Tagen! Als mir Zweifel kamen. Dann nachgeschaut. Haben wir wirklich schon Donnerstag? – Völlig aus der Zeit gefallen, lebte … Weiterlesen

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Was mir so sehr gefällt an Dir:

Dass – wenn ich dann
someday gestorben bin
nur Du durch meine postmortalen Träume
geistern wirst.

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Erster Tag der StE. Das Arbeitsjournal des Montags, den 20. August 2018.

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[Arbeitswohnung, 7.17 Uhr] In den kommenden vier oder fünf Tagen werde ich mich quasi ausklinken. Alle Jahre wieder heißt das eben nicht Weihnachtslied. Heute erst mal Zu- und Einordnen der Belege. Dazwischen, das heißt, wegen der für heute angekündigten Wärme … Weiterlesen

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Das Arbeitsjournal des Sonntags, den 19. August 2018.

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[Hohe Düne, 6.27 Uhr Mövenrufe und hohes, wie unhörbares Kreischen der Mauersegler]     Nun bleibe ich doch etwas länger, weil ich gestern abend spontan zusagte, den Abbau zu, sagen wir, supervidieren; ich werde dann, schätze ich, am frühen Nachmittag … Weiterlesen

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III, 395 – Белые ночи

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Gestern die Fruchtfliegensuppe eher zufällig entdeckt: eine faulende Kartoffel, die ihren Faulsaft in einen metallenen Präsentierteller ergossen hatte, völlig außerhalb jeder Sichtweite. Daher auch der Geruch in letzter Zeit, über den ich mich wunderte. Die meisten Kartoffeln konnte ich noch … Weiterlesen

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Klappentexte/Umschlagtexte. Das Arbeitsjournal des Freitags, den 17. Augst 2018. Mit nachgetragnem Jungfernkranz.

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[Arbeitswohnung, 6.08 Uhr Erster Latte macchiato France Musique: Edgar Varèse, Arcana pour orchestre (1927/1969)] Nun, liebste Freundin, ist Das Ungeheuer Muse also in Druck. Der Tag gestern verging unter anderem damit, den Text der vierten Umschlagseite zu bestimmen – etwas, … Weiterlesen

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Verschmähungsgift nach Tagtresor. Im Arbeitsjournal des Donnerstags, den 16. August 2018. Tücke der Rundmails.

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[Arbeitswohnung, 7.35 Uhr France Musique contemporaine: Gabor Viragh, Metamorphosis] Zugegeben, es ist peinlich. Ich hatte eine Rundmail verfaßt, die brieflich zu der Werkschau des 9. Septembers einlud, ilb 2018, und in der Titelzeile aber nicht aufgepaßt: von einem Tages-Safe geschrieben … Weiterlesen

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Erschütterung der Salome. Im Arbeitsjournal des Sonntags, den 12. August 2018. Zu Asmik Grigorian.

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  Trainingspause heute. [Fotos (©: 3sat, Filmmitschnitt] Also statt des Sports gleich morgens Salome, Richard Strauss, Salzburg 2018: Erschütternd durchdringt Asmik Grigorian sogar das harte Konzept Romeo Castellucis und Franz Welser-Mösts so intellektuelles wie kalkuliertes Dirigat; sie, Salome, ist, abgesehen … Weiterlesen

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III, 394 – Moscerini

Der Ausdruck gefällt mir besser als das kategorisierende “Fruchtfliegen”. Wo sie genau entstehen, weiß ich nicht. An den letzten beiden Nachmittagen erwischte ich welche rund den am Morgen halbgeleerten Fruchtyoghurtbecher, den ich dann in den Kühlschrank stellte. Am späten Nachmittag … Weiterlesen

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III, 393 – Winterpuschen

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Noch lief ich herum in Winterpuschen bei Hochsommertemperaturen draußen, dennoch ließen sie sich aushalten bei den 23-24 Grad Innentemperatur. Die Badelatschen, die ich hatte, waren im letzten Herbst aus dem Leim gegangen. Außerdem hatte ich schwarzes Bargeld zu verplempern, und … Weiterlesen

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„Unter der Sahnehaube des Sommers“: Helmut Schulze in Amelia und ANH in Bonn lesen Giacomo Joyce.

[Aufgenommen in der Buchhandlung Böttger, Bonn
>>>> 15. Juni 2018
Videoclip: Andreas Fieberg]

 

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Verschiebungen… Das Arbeitsjournal des Montags, den 6. August 2018.

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[Arbeitswohnung, 8.45 Uhr Michael Wollny, Schubertiaden] … m e i n t, also „Verschiebungen“ meint, daß sich meine lange Zeit fast ritualisierter Abläufe komplett umgeschichtet hat. Ob es „nur“ an den Medikamenten liegt oder eben auch daran, daß ich neuerdings auf nächtliche Hitze anders … Weiterlesen

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Das Laissez-faire des Genies. Im Arbeitsjournal des Sonnabends, den 4. August 2018.

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[Arbeitswohnung, 8.37 Uhr Ein Brot im Ofen] Ich bin zur Zeit schlichtweg mit nichts beschäftigt, das (m)ein Leser:innenpublikum interessieren könnte oder auch sollte – abgesehen selbstverständlich von der Fahnenarbeit am Ungeheuer Muse, das nun wirklich Gestalt annimmt und noch in … Weiterlesen

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III, 392 – in dunkler Ferne hüpfend

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Die mentale Vorbereitung darauf, den sicheren Parkplatz aufzugeben und doch noch zu Peter Stein (dort kann ich mehr mit ihm „anfangen“… so spricht er hier nicht) oder zu dem Ort, der für viele hier der Ort ist, der Peter Stein ist … Weiterlesen

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III, 391 – Langsames Erwachen

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Einen Moment war es, als drehte jemand aus Jux dauernd sein Motorrad auf, aber nun wird aus dem Näherkommen klar, dass die Trommler unterwegs sind: die Palio-Festivitäten (der Mann mit weißer Kapuze der nurmehr Ex-Tabaccaio) haben begonnen, der Verkehr wird … Weiterlesen

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Yüe-Ling. Aus dem Entwurf (2).

Neben ihr war Holtmann eingeschlafen. Sein Ifönchen weckte ihn.
Sie, eingerollt wie ein sehr junger Polarfuchs, lag, als er erwachte, in seiner rechten Achselhöhle. Behutsam hob er den Arm, so daß sie herausrutschen konnte und, ohne ihrerseits zu erwachen, aufs Kissen glitt, von dem er Kopf und Nacken gehoben. Sie zu malen, wußte er,
abzumalen, würde sie töten. Wußte sie es auch? War sie deshalb so, vergleichsweise, vertraulich geworden?

Yüe-Ling, Anlaß <<<<
Siehe auch>>>> Arbeitsjournal vom 3.2.2013.

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„Am Ende hängen wir doch ab

von Kreaturen, die wir machten.“

Mephistopheles, Faust II, Laboratorium im Sinne des Mittelalters

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Diu hōha Gezīt ODER Der Pastor. Im Arbeitsjournal des Montags, den 23. Juli 2018.

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[Arbeitswohnung, 7.22 Uhr Vincent Peirani, Livng Being II: Night Walker] Dies also war es, womit ich in den vergangenen Wochen immer wieder zu tun hatte, ohne es schon sagen zu wollen, – was ich „Arbeitsaufträge“nannte (in der Tat sind’s nämlich … Weiterlesen

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III, 390 – Verstollungen

Etwas benebelt schon. Wein und die Zwangsvorstellung, die sich langsam in einer Zwongsverstollung verselbstständigt, eigentlich bis zum Gehtnichmehr Satz für Satz ans Ende zu gelangen, um die Yacht, die da zu beschreiben ist, auf See zu bringen und mich in … Weiterlesen

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Die vitale Eitelkeit. Das Arbeitsjournal des Sonntags, den 15. Juli 2018. Darinnen erstmals Panaït Istrati erwähnt wird.

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[Arbeitswohnung, 7.40 Uhr Giordano, Andrea Chenier] Seit sechs auf, wie momentan jeden Tag. Wobei ich neuerdings fast immer schon um drei für eine halbe Stunde wache – ich fürchte, eine Nebenwirkung zweier meiner arteriocurativen Medikamente; sowohl Atorvastatin als auch Pantoprazol … Weiterlesen

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III, 389 – noch mehr lange Wörter

Schon wieder ein langes Wort: das sei, sagt Leonce zu Rosetta, “ein langes Wort: immer!” in dem Büchner-Stück (Büchners Werke als Tempel-Klassiker, die vielleicht keiner mehr kennt: Kaufdatum April 74). Einige Stücke werde ich schon gelesen haben, aber nie alles. … Weiterlesen

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Neu erschienen: THETIS. ANDERSWELT. Zweite Auflage als Ausgabe Zweiter Hand. Bei Elfenbein. In jeder guten Buchhandlung.

903 Seiten, gebunden
Mit Schutzumschlag und Lesebändchen.
Elfenbein Verlag, Berlin 2018
ISBN 978-3-941184-22-0
39,– Euro
>>>> Bestellen

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Til Schweiger küssen. Im Arbeitsjournal des Dienstags, den 10. Juli 2018.

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[Arbeitswohnung, 7.20 Uhr] Daß mir Schweiger gefällt, ich den Grund fürs beliebte Schweiger-Bashing in keiner Weise verstehen kann, schrieb ich bereits andernorts, zerstritt mich sogar einmal fast mit einer Geliebten, mit der ich eines meiner (wenigen) Theaterstücke realisieren und ihr … Weiterlesen

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III, 388 – „und“ ist ein langes Wort

Nach dem Sechstagerennen durch die Wirklichkeit im Kreise herum, “zicke zacke zicke zacke hoi hoi hoi” (eher, beim Nachschmecken dieses “hoi”-Triumvirats eine Ahnung von Heu in einem anderen Einst), es ginge auch ein Sixpack (schon wieder ein Einst, nur anders … Weiterlesen

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Erdhalme, hymnisch. Im Arbeitsjournal des Sonnabends, den 7. Juli 2018.

[Arbeitswohnung, 5.31 Uhr Karl Amadeus Hartmann, Erste Sinfonie Versuch eines Requiems nach Worten von Walt Whitman] And who has made hymns ft for the earth? for I am mad with devouring ecstasy to make joyous hymns for the whole earth. … Weiterlesen

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Die endosmose Poetik ODER Das Schattenbild der Dinge. Im Arbeitsjournal des Donnerstags, den 5. Juli 2018.

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[Arbeitswohnung, 6.15 Uhr Händel, Dettinger TeDeum] Um kurz vor halb fünf eine Whatsappnachricht der Contessa: „Hab Dir einen Interviewtext geschickt; schaust Du bitte mal drüber?“ – Was ich von fünf Uhr an bis eben getan habe. Vorher, gestern nacht noch, … Weiterlesen

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„Die koloniale Autorität ist wie die feudale höflich, solange nicht ihre Interessen gefährdet oder verletzt sind.“

Träumte mir’s, und ich erwachte.

(Wer wohl war es, der das sprach?)

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III, 387 – figure it out

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Eine Vorahnung hatte ich schon, bevor ich dann am Samstag gegen 9 abends zum Rio Grande hinunterfuhr, obwohl ich am Nachmittag noch mit dem sportlichen Gedanken des Gehens geliebäugelt hatte, nur daß ein Hinunter immer auch wieder ein Hinauf impliziert. … Weiterlesen

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In alle vier Himmelsrichtungen vergehen. Von Giono.

Man begegnet zuweilen solchen alten Damen, die aussehen, als ob sie mit Bindfadenresten und Gummipapier repariert worden seien.
Jean Giono, Noah, S.187
(Dtsch. v Richard Herre)

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Das Arbeitsjournal des Montags, den 2. Juli 2018

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[Arbeitswohnung, 6.35 Uhr Honegger, Le Roi David] Das Wochenende vor allem  mit Auftragsarbeiten gefüllt, Entwürfen, Lektoraten, einem Exposé, doch auch schon mal die ersten von Elvira M. Gross durchgesehenen und mit enorm vielen Anmerkungen versehenen Erzählungen angeschaut. Bevor wir da … Weiterlesen

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Anstelle eines Arbeitsjournales eine Verführung zum Abend.

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Zum, quasi, Abschluß des Sonnabends, den 30. Juni 2018:

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III, 386 – Stein und Bein

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Aus dem Fenster schauen. Wie sie sich erheben, dann endlich am späten Nachmittag, den sie auf der Bank verbracht haben. Vorsichtiges Bücken zur Gießkanne die eine, Hände Halt suchend die andere, und grad die mit all den Blumen noch auf … Weiterlesen

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Askese als Rausch: Körperwerkstatt (2,2). Nämlich das Krankenhaus- und weniger Arbeitsjournal des Donnerstags, den 28. Juni 2018.

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[Jüdisches Krankenhaus Berlin Aufenthaltsraum, 5.31 Uhr] Wenn es mich so frühmorgens an das Zenbook treibt, ist es besser, mich zwischen den Stationen aufzuhalten, dort, wo es den Aufenthaltsraum gibt, anstelle daß meine Tipperei meine Mitliegenden im letzten Schlafen störte. Um … Weiterlesen

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Skelett im Wandschrank ODER Aus einer Körperwerkstatt wieder. Das Arbeitsjournal des Dienstags, den 26. Juni 2018, noch v o r der kleinen Operation.

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[Jüdisches Krankenhaus Berlin Haus B, St.3, Aufenthaltsraum, 5.52 Uhr] Sehr schön – hingegen hier, wegen der schlierigen Spiegelung auf dem Bild, nur einigermaßen – ist eines der alten, diskret sanierten Gebäude zu erkennen. Ich habe mein Vierbettzimmer bereits verlassen, hätte … Weiterlesen

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Bevor ich einfahr. Das Arbeitsjournal des Sonntags, den 24. Juni 2018.

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[Arbeitswohnung, 18 Uhr Radio France contemporaine: Tradit Normandie, Trois fois du pied] Quasi unentwegt seit sechs Uhr am Schreibtisch. Wichtig war, selbstverständlich, die Patientenverfügung; bei Hirnschädigung auf keinen Fall lebenserhaltende Maßnahmen; dazu Bereitschaft zur Organspende erklären. Sollte ich sterben, sollen … Weiterlesen

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III, 385 – Stationäre Kreisfahrt

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Sie sind absolut bequem, diese Schnellzug|riffe, muß man nicht lange suchen, um die platte Form des Ergebnisses der Differenz zwischen Vorriff und Nachriff in den Griff zu bekommen, aber dennoch ohne irgendwie vorgreifen zu wollen, was der Nachgrapscher eh’ in … Weiterlesen

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„Zukeller“: Bitternotat statt Arbeitsjournal. Sonnabend, den 23. Juni 2018.

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[Arbeitswohnung, 7.30 Uhr] Der Frankfurtmainer Aufenthalt wurde dann bitter, nachdem er zuvor traurig gewesen war, ich aber handeln, einer anderen Trauer auffangen konnte; handeln zu können macht es mir stets weniger schwer, auch dann, wenn die Bilder in mir sprudeln, … Weiterlesen

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Großartiger Satz!

 

Er bitte lieber um Vergebung statt um Erlaubnis, fasst Tschudo sein Credo zusammen.
Von >>>> dort.

 

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„Schaufensterkrankheit“ und „Wohnung schlachten“. Im Arbeitsjournal des Donnerstags, den 21 Juni 2018, aus Frankfurt am Main.

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[Terrasse über Vogelhecke, 9.10 Uhr]     (…) leider, leider leider, so schrieb ich heute morgen zwei Freunden, muß ich unser gemeinsames Essen absagen, bzw. möchte es verschieben. Denn ich fahre am Montag um 9 ins Krankenhaus ein; am liebsten hätte mich … Weiterlesen

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Die Venen vor der Entrümpelung nicht zweier „Kritiken“, statt dessen einer Wohnung. Im Arbeitsjournal des Mittwochs, den 20. Juni 2018.

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[Arbeitswohnung, 6.22 Uhr france musique contemporaine: Henri Pousseur: Electre, 2ème partie} Wenig Arbeitszeit heute früh, wirklich was tun werde ich erst im ICE nach Frankurtmain können. Die Wohnung des verstorbenen Vaters meiner Do wird nun aufgelöst; ich werde die Leute … Weiterlesen

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Gefälligkeit & Konsens. Sarah Pines in der NZZ.

Künstler, die ihr Selbstverständnis daraus ziehen, sich dem System zu widersetzen, sind am Verschwinden. Baselitz zum Beispiel, die verstorbene Amy Winehouse und, ja, man muss sie nennen, die Trias Weinstein-Spacey-Polanski. Mit ihnen geht selbst im Film, der die ihm fehlende Aura einst mit dem «Star» wettmachen konnte, die letzte auratische Verschränkung von Künstler und Werk verloren. Spätestens seit Weinstein und #MeToo ist klar: Rebellisches Posieren und archaisches Macho- und Geniegehabe reichen nicht mehr aus. In einer auf politische Korrektheit getrimmten Welt hat dieses Modell des Künstlers ausgedient. Es wird überholt vom Gefälligkeitskünstler, der nur ein Ziel kennt – den grösstmöglichen Profit.

aus: Sarah Pines, „Die Aura des Kunstwerks ist tot. Es lebe der Reiz des Geldes“.
Der gesamte Artikel >>>> dort.

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III, 384 – tedeschitudine und roundabout

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Einst feierte man heute, am 17. Juni, den Tag der deutschen Einheit, als noch Uneinheit herrschte, und ich werd’s sicher schon öfter erzählt haben, daß dann auf dem “Wachtberg” (unten um ihn herum breiteten sich einige der Felder meines Onkels, … Weiterlesen

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ERZÄHLUNG VON EINER UNGEWÖHNLICHEN LESUNG. „Liebe meinen Regenschirm“: Ein Skypedank zum Bloomsday. Das Arbeitsjournal des Sonnabends, den 16. Juni 2018. Mit Alfred Böttger, Helmut Schulze, Jamie-Giacomo Joyce und vielen vielen anderen.

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[ICE 859 Köln-Berlin Gesundbrunnen 11.48 Uhr (pünktlich)] Schaufensterfotos: ANH Alle anderen Fotografien (c.): Andreas Fieberg Bequem von Bonn nach Köln, vorher noch einmal in Alfred Böttgers schöner Buchhandlung gewesen, dem Hotel schräg gegenüber (auch dieses, das Domicil, ausgesprochen angenehm, fast ein … Weiterlesen

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Meine Güte, was eine Nacht! Das Arbeitsjournal des Donnerstags, den 14. Juni 2018: Von Venen und der Venus.

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[Arbeitswohnung, 10.13 Uhr Blasmusikprobe vom Kollwitzgymnasium her, fast schief: Sizilianische Prozession] Ich werde Ihnen, Freundin, gelegentlich schon von den Bauchkrämpfen erzählt haben, die zum ersten Mal auftraten, als ich um die vierzehn war, vielleicht auch dreizehn, früher nicht, sie setzten … Weiterlesen

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DIE WIEDERHOLUNG. Zeitschrift für Literaturkritik, Nr. 6. Herausgegeben von Jost Eickmeyer und Leonard Keidel. Mai/Juni 2018.

Mit leicht gedrosseltem Register kann die Frage so formuliert werden: Wie läßt sich angemessen über Lyrik schreiben? So „angemessen“, dass das Schreiben nicht eben lyrisch wird (sonst wäre Lyrik die einzig echte Form von Literaturkritik), aber doch sich seinem Gegenstand passgenau anschmiegt, ihn zu akzentuieren vermag? Ich biete dazu fünf Thesen, die sich – generalisierend – von „dem“ Gedicht aus auf „die“ Lyrikkritik zubewegen und die allesamt dazu dienen sollen, eine schnelle Antwort auf die soeben gestellte Frage zu erschweren.
Jost Eickmeyer, Versuchung der Lyrik, S. 7

Mit Beiträgen von Jost Eickmeyer (Editorial), Christian A. Wollin (Milo de Angelis), Julia Niebuhr (Gerhard Falkner), Alban Nikolai Herbst (Katharina Schultens) und Chiara Caradonna (Daniel Sadas).

So will womöglich im Wort des Gedichts Schrift immer noch (gesprochene) Sprache sein, oder umgekehrt: So bleibt die Sprache der Lyrik in der Schrift unbehaust.
Eickmeyer, S. 8

112 Seiten, broschiert, 13 Euro.
>>> Bestellen.

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Über Venen. Das Arbeitsjournal vom Montag und Dienstag, den 11. und 12. Juni 2018. Darinnen auch Konsens & Kalkulation. Mit Michael Cornelius Zepter.

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[11. 6. 2018 Arbeitswohnung, 7.10 Uhr france musique classique plus: Olle Persson, 4 Chants serieux op.121] Der Zeichner Michael Cornelius Zepter hat eine so, wie mir meine Lektorin schrieb, „schöne, beherzte Rezension“ zum Wolpertingerroman geschrieben, der ihn, wie er wiederum … Weiterlesen

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III, 383 – Auf die Knie!

Ich war ja nun entdeckt in gewisser Weise, denn am Tanzabend des Dienstags hatte ich auch noch jemanden zu mir kommen lassen, der Lust auf Wein hatte, den sie, die Tanzenden, nicht hatten, und goß ihm seine drei Gläser voll … Weiterlesen

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Frau aus Stein. Einige Bemerkungen zu Axel Ruoffs Roman „Apatit“. Bei Faustkultur von Alban Nikolai Herbst.

 

 

>>>> D o r t.

 

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Mal wieder ein Brot. Für das Arbeitsjournal des Sonnabends, den 9. Juni 2018. Darinnen die Contessa, darinnen der Sommer, darinnen auch die Wiener Fassung der AEOLIA endlich. So in Berlin zurück.

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          [Arbeitswohnung, 9.34 Uhr France musique contemporaine: Raphael Cendo, Introduction aux ténèbres] Seit langem wieder ein Brot gebacken. Schon als ich aus Italien zurückkam, schoß mehrfach der Impuls in mir hoch. – Aber wie denn? Ich … Weiterlesen

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III, 382 – Abacadabra of something like Sirens

Angefangen hatte dieses mein unartikuliertes Sprechen, das im Grunde einer imaginären schwedischen Sprechweise entsprach, aber doch völlig erfunden war und in den Lauten eher den Akzent auf Höhen und Tiefen, schnelle und langsame Stellen legte, und alles völlig improvisiert, auf … Weiterlesen

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III, 381 – sieh zu

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Morgens um vier donnerte es an meiner Zimmertür. Hätte es nicht gedonnert, ich hätte es nicht gehört. Wo ich in dem Moment war, weiß ich nicht mehr, was natürlich keine Aussage ist, die sich auf den Körper bezieht. Und es … Weiterlesen

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Fronleichnam in Amelia. Statt eines Arbeits- ein Eindrucksjournal. Il giornale nuovo amerino № 4. Am Sonntag, den 3. Juni 2018.

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Die Bezeichnung Fronleichnam leitet sich von mittelhochdeutsch vrône lîcham für ‚des Herren Leib‘ ab, von vrôn ‚was den Herrn betrifft‘ (siehe auch Fron) und lîcham (‚der Leib‘). In der Liturgie heißt das Fest Hochfest des Leibes und Blutes Christi, regional … Weiterlesen

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Giorno di Plebiscito: Fest der italienischen Republik im Giornale nuovo amerino № 3. Am Sonnabend, den 2. Juni 2018.

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[Casa die Schulze, Cortile ore 11.32 | Fernsehgequassel aus dem Nachbarinnensfenster] Soweit die Vornahme am morgendlichen Arbeitstisch. Da war ich schon, aufgestanden um ein Viertel nach drei Uhr, vor Stunden unterwegs gewesen, um Cristoforo Arco zum Regionale nach Orte zu … Weiterlesen

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„Das Ausmaß eines der Maßlosigkeit“. Zu Gerd-Peter Eigners nachgelassenem Mammut.

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Bei  >>>> dort.                       Sie sollte aber anders enden, meine Rezension. Sie wirkt am Ende nicht rund – weil es, dieses Ende, ein Bild sein sollte, das aber Faustkultur, so scheint es, … Weiterlesen

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Von Olevano Romano und den Case di Eigner in der Casa di Schulze: Il Giornale nuovo amerino № 2. Am Donnerstag, den 31. Mai 2018.

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[Casa di Schulze, ore 8.03 Amelia/Umbrien Nachgetragen: 29. & 30. Mai 2018 Olevano Romano, auf dem Berg und im Ort]             Cristoforo Arco wünschte sich, den genius loci zu spüren. Zudem waren wir hier in … Weiterlesen

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III, 380 – spützen

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Manchmal geht zu fotografieren schneller, als die Tage zu subsummieren, selbst eine Katze füttern zu gehen, weil die, zu der sie gehört, mit gegipstem Bein, weil auf dem Zebrastreifen unten in der Unterstadt angefahren worden, sich derzeit nur wenig bewegen … Weiterlesen

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Avenidas y flores amerinas.

Tür zur Casa di Schulze
Amelia in Umbrien, Mai 2018

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Der Giornale nuovo amerino № 1. Am Sonnabend, den 26. Mai 2018. Mit einer Rückschau auf Wien, unter anderem Ilse Dick und Dieter Würch dort und seine 777, sowie aus meinem Temperament und auch der Villa Massimo in Rom und a u c h Sabine Scho.

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[Casa di Schulze, Cortile 0re 14.12 Skrjabin, Klaviersonate 3 fis-moll (Rubinstein)] Meinen Arbeitsplatz im von Schulze und mir so benannten Poetenhof bezogen; im Laptopzelt läßt es sich am, weil mit einem matten, nichtspiegelnden Bildschirm versehenen Zenbuch selbst in der prallen … Weiterlesen

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III, 379 – Ossessioni

Ja, und gar nicht mal direkt… schrieb ich gestern, nachdem ich irgendwo zugegeben hatte, mir die Royal-Wedding-Zeremonie tatsächlich angeschaut zu haben, das ganze habe es bei youtube dann am Abend gegeben. Das seien so Momente, die mir passieren, wie neulich, … Weiterlesen

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Das Wiener Lektoratsjournal. Am Dienstag, den 22. Mai 2018.

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Verlagshaus Arco, Schreibtisch gegenüber dem Verleger, 19.04 Uhr Boris Blacher, Erstes Klavierkonzert (1947)] Gestern intensives Lektorat – wobei meine Lektorin diesmal kaum etwas beanstandet, aber w e n n, dann fällt sofort das gesamte Gedicht und wird ausgesondert. Ich habe bewußt nicht gezählt, … Weiterlesen

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Reisetagsvor. Im Arbeitsjournal des Pfingstsonntags, den 20. Mai 2018. Darinnen auch zum neuen Datenschutzgesetz der EU: nötige Anpassungen – nicht ohne Heinrich Heines Spott.

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[Arbeitswohnung, 15.16 Uhr: Mittags-Espresso. Mahler, Lied von der Erde, Fischer-Dieskau, King, Wiener Philharmoniker, Bernstein] Ein Tag der Reisevorbereitung, fast nun ist der Rucksack schon gepackt. Das Ungeheuer Muse mußte erstmals ausgedruckt werden. Ein paar Gedichte sind noch in, ich sach … Weiterlesen

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III, 378 – come and go

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Seine fünf Reisejahre betrachtet Schefer als seine “Lebensuniversität” So in Klaus Völkers Nachwort zu der Schefer-Ausgabe der Haydnischen Alterthümer. Es ging nach Wien, nach Triest, nach Italien, nach Griechenland, nach Konstantinopel. Nicht wirklich mehr ganz jung. Der ganz Junge lebte … Weiterlesen

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Podcast auf SWR2: Kreuzfahrten im Gespräch. Mit Hansjörg Kunze, Dirk Schümer und ANH. Gesprächsleitung: Burkhard Müller-Ulrich.

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>>> D o r t.     Hansjörg Kunze – Vice President Communication & Sustainability, AIDA Kreuzfahrten, Rostock Dirk Schümer – Journalist (Die Welt), Venedig ANH, Traumschiff Gesprächsleitung: Burkhard Müller-Ullrich

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H u f e. Eine Kurzgeschichte. (Entwurf).

Ich hatte gleich gemerkt, daß etwas nicht stimmte… allerdings nicht, was es war. Irgend etwas hatte sich verändert. Ich sah es, kaum daß ich aus meiner Friedenauer Beletage auf die Fregestraße hinausgetreten war. Besonders in der Hedwigstraße kam mir einiges … Weiterlesen

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Anselm Kiefer in der Galerie Bastian Berlin. Das Arbeitsjournal des Sonntags, den 13. Mai 2018. Darinnen auch schon, und zwar anfangs, Johannes Pichts Psychoanalyse & Musik.

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[Arbeitswohnung, 9.16 Uhr Leevi Madetoja, Sinfonie 2 (1916/18)]     Aussagen, die ihren Wahrheitsanspruch auf Übereinstimmung mit Sachverhalten gründen, treten zurück zugunsten einer Rede, die nicht über ein Geschehen, sondern aus einem Geschehen heraus spricht, die sich nicht mehr über … Weiterlesen

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Merlin im Versehrtenheim. Zu „King Arthur“ von Henry Purcell an der Staatsoper Unter den Linden Berlin.

[Geschrieben für und erschienen >>>> bei Faustkultur.de.] Kann man – Unfug, können lässt sich alles —- soll man also solch ein Stück – in unseren neurestaurativen Zeiten noch auf die Bühne bringen? Denn bei aller kritischen Ironisierung, die Sven-Eric Bechtolf … Weiterlesen

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III, 377 – Hypochondrium

Beschwichtigungsmusik. Gitarre. Bleibt mir doch immer ein liebes Instrument. Nicht unbedingt deshalb, weil ich’s selber mal probiert habe, mir auch etwas Unterricht hatte geben lassen, indes ohne Erfolg, zu spät angefangen (wovon schon neulich einmal die Rede gewesen), und dann … Weiterlesen

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Aus dem ICE. Das Arbeitsjournal des Mittwochs, den 9. Mai 2018. Von Anthologien, Genres und „Vergleichsautoren“.

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[ICE 1638, Berlin-Frankfurtmain 6.20 Uhr] Um halb fünf hoch, gegen 23 Uhr bereits lag ich gestern im Bett, nachdem ich noch zuvor im Haus für Poesie zu einer Veranstaltung über Lyrikanthologien gewesen war, dort Sabine Scho, aber auch, nach Jahren, … Weiterlesen

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Zweie, aber ach! doch eins: Ekaterine Togonidzes „Einsame Schwestern“.

Bei Faustkultur >>>> dort.

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„Was uns die Rose“. Das Requiem der Fortwährenden Wandlung. Von Markus Orths, Marlen Schachinger und Michael Stavarič. Im Septime Verlag Wien.

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Wir versuchen nur zu retten, was wir schon längst verloren haben. Orth, Schachinger, Stavarič: R e q u i e m   Dies ist sicherlich eines der ungewöhnlichsten Bücher des vergangenen Jahres im deutschsprachigen Raum, das auch gerade bei Septime kaum zu erwarten gewesen wäre. Nach … Weiterlesen

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III, 376 – ehe ich ging

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Abgesehen von “Ei fu” ist es eigentlich sehr regnerisch und abgekühlt. („Er war“ – (Manzoni zum Tode Napoleons) und dem drei Jahre vorher geborenen Marx (durch die ganzen Lektüren, die mich immer wieder in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts … Weiterlesen

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Europäischer Feiertag im Literaturhaus Berlin. Das Arbeitsjournal des Sonnabends, den 5. Mai 2018. Darinnen zu einem Gespräch über Kreuzfahrten. Und wie der Dichter an Dingen hängt.

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[Arbeitswohnung, 7.40 Uhr Britten, Songs and Proverbs of Wiliam Blake] Latte macchiato, erster Morgencigarillo. (Seit sechs Uhr am Schreibtisch). Gestern mit meiner Rezension zu Orths, Schachingers und Stavaričs Requiem begonnen, will ich sie heute fertigstellen, allerdings exklusiv für Die Dschungel. … Weiterlesen

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Erste Erwähnung des Requiems von Orth, Schachinger und Stavarič. Im Arbeitsjournal des Donnerstags, den 3. Mai 2018. Vor allem aber die bedrückte Rezension eines Lesungsabends.

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[Arbeitswohnung, 8.56 Uhr] Küken Gottes, ihr wisst nicht, dass euch am Ende der Fahrt ein Zerfetzer erwartet, der gelbe Flaum und das rote Blut mischt sich und sticht ins Orange der untergehenden Sonne. Orths, Schachinger, Stavarič: R e q u i e m   Es war … Weiterlesen

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D a s ist Literatur. Unter andrem gegen Knausgård. Im Arbeitsjournal des Dienstags, den 1. Mai 2018. Mit außerdem Endō, Schoonover, Becher, Nabokov und Krausser. Sowie mit Phyllis Kiehl.

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[Arbeitswohnung, 9.50 Uhr Klaus Lang, Origami (2016)] Von früh auf habe ich Mißtrauen gegenüber allem Gehypten, es hat mich in eine, bei doch gleichzeitigem Dazugehörenmögen, Reserve gegenüber meiner Generation, den Erwachsenen sowieso, gebracht; diese Reserve war bereits im Kindergarten stark … Weiterlesen

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Ich muß zu meinem Vater: José Luíz Peixotos unfaßbarer, magischer Roman „Friedhof der Klaviere”, Septime 2017, im herrlichen Deutsch Ilse Dicks.

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[Geschrieben für Volltext und dort in der Ausgabe 4/2017 erschienen. Mit kleinen Ergänzungen ein Halbjahr hernach.]       „Sprichst du noch immer zu den Menschen im Buch?” Ja, noch immer.” Schweigen. „Bist du müde?” Nein, noch nicht.” Diese Sätze … Weiterlesen

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Grausamkeit. Zu Ruoffs Apatit im Nachgang. Aus einem Brief an Uwe Schütte.

Übrigens, was Ruoffs Beschreibung von Grausamkeiten im Gefolg der französischen Tradition anbelangt: Auch Thetis“ ist voll damit, es wurde in den Kritiken sogar besonders übel vermerkt. Und auch bei Hettche findest Du, also beim frühen, diesen Einfluß. Denk mal an … Weiterlesen

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III, 375 – frizzo

Fast am Ende mit dem Rohtext der über 200 Seiten langen Versicherungsbedingungen: große Erleichterung. Jetzt kommt die Feinarbeit. Die Zeit sollte reichen bis zum 7. Mai. Zumal anderweitig eine ziemliche Ruhe herrscht wegen der Feiertage (25.4. und 1.5.) und nebenbei … Weiterlesen

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Was mich nun riesig gefreut hat! Im Arbeitsjournal des Sonnabends, den 28. April 2018, vier Tage vor Walpurgis. Darinnen Ruoffs “Apatit” und die Erzählung von einem „Preisverleih“. Mit Omar Galliani aber zuerst, danach mit Uwe Schütte.

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[Arbeitswohnung, 8.43 Uhr Krenek, Orpheus] Ja, wirklich riesig gefreut. Für den Buchumschlag des im August/September erscheinenden neuen Gedichtbandes hatte ich selbst, auf Bitte Cristofero Arcos, bei Omar Galliani um ein Bild angefragt, das ich rasend gern als Einbandmotiv haben wolle. … Weiterlesen

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Zur „Islamfrage“. Das Arbeitsjournal des Freitags, den 27. April 2018. Darinnen auch Zur Diffamierung. Mit Andreas Steffens, Ulrich Becher ff, der Toleranz im andalusischen Kalifat vor Isabella, sowie der MDU und einer Erwähnung Federicos am Rande.

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[Arbeitswohnung, 6.48 Uhr Jarrett, live in Wien 2016] Es ist s c h o n interessant, wie persönlich manche Leute andere diffamieren wollen, in diesem Fall mich. Daß ich in dem strittigen Beitrag sehr bewußt nicht genannt habe, um wen es geht, spielt für … Weiterlesen

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Hühnerfarm des Geschlechts. Von Becher, ff.

 

Männer, die es eins-zwei-drei auf abendlichen Parkplätzen oder in Treppenhäusern zu treiben vermochten, hatten für mich etwas Geflügelhaftes.

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Ulrich Becher, Murmeljagd 488

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Mit dem moralischen Imperativ aller Kunst. Das Arbeitsjournal des Mittwochs, den 25. April 2018. Darinnen Ulrich Becher, verletzt indes, am Rande.

[Arbeitswohnung, 6.25 Uhr France musique contemporaine: Luigi Ceccarelli, Birds for bass and magnetuc tape] Das beschäftigt mich seit gestern abend sehr. Empfahl einem befreundeten Kollegen, sich u-n-b-e-d-i-n-g-t Bechers Murmeljagd (ich bin jetzt auf S. 510) zu besorgen, er werde zu lesen nicht … Weiterlesen

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III, 374 – „b-moll“

Immer mehr im Sog der Versicherungsbedingungen, in diesen über zweihundert Seiten, in denen es um alles geht, was einem Menschen passieren kann, der Geld, Reichtum und Besitz hat und wahrscheinlich nicht mal ein natürlicher, sondern nur ein juristischer Mensch ist, … Weiterlesen

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D a s ist Haltung! Daniel Barenboims Erklärung zum Echo-Preis 2018.

Ich habe die Diskussion um die ECHO-Auszeichnung für ein Rap-Album, dessen Texte eindeutig als antisemitisch, frauenfeindlich, homophob und allgemein menschenverachtend zu charakterisieren sind, mit großer Bestürzung verfolgt. Als Jude, der seit vielen Jahren gerne in Deutschland lebt und Freiheit in der Kunst als ein hohes Gut ansieht, hat mich die Debatte besonders beschäftigt und ich habe auch abgewartet, ob seitens der Verantwortlichen eine adäquate Reaktion hierauf erfolgen wird. Meinungsfreiheit und Freiheit in der Kunst gehören zu den wichtigsten Errungenschaften und Werten einer demokratischen und offenen Gesellschaft. Mit jeder Freiheit kommt aber auch eine Verantwortung: unsere Verantwortung, die errungenen Freiheiten so zu nutzen, dass auch die Freiheit eines jeden anderen Menschen und Andersdenkenden bestehen kann – ebenso wie die Verantwortung, andere Menschen in ihrer Würde zu achten und zu respektieren. Diese Überzeugung ist seit vielen Jahren Kern meines Denkens als Mensch und meiner Arbeit als Künstler. Antisemitismus, Frauenfeindlichkeit, Homophobie und die offene Verachtung von vermeintlich Schwächeren und Minderheiten sind ein Missbrauch von Freiheit, den wir als Gesellschaft niemals tolerieren dürfen. Wir müssen uns geschlossen gegen solche Stimmen erheben und dürfen sie nicht auch noch dadurch bestärken, dass wir sie mit Preisen auszeichnen und dadurch legitimieren. Im Gegenteil, wir müssen mehr denn je für Menschlichkeit, gegenseitige Achtung und Empathie kämpfen. In diesem Geist habe ich mich, gemeinsam mit der Staatskapelle Berlin und dem West-Eastern Divan Orchestra, entschieden, unsere Auszeichnungen geschlossen zurück zu geben. Kommerzielle Interessen dürfen nicht überwiegen, wenn es um so essenzielle Fragen des Anstands und unserer Menschlichkeit geht.
Daniel Barenboim

[Der Dschungel von der Staatsoper Unter den Linden zugesandt.]

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Welch ein Buch! Nach der Halbzeit zu Ulrich Bechers Murmeljagd, ff. Im Arbeitsjournal des Sonntags, den 22. April 2018. Schon jetzt eine Hommage.

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[Arbeitswohnung, 8.38 Uhr Jarrett, Wien 1991] Dieses Konzert ist dabei, zu den mir liebsten Jarretts überhaupt zu gehören, aufgenommen 1991 in Wien. Nachdem meine CD nun zum dritten Mal abgetastet wird und sich die ProAcs auf sie eingeschwungen haben, das … Weiterlesen

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Zu Schwarzweiß abermals. Abermals zu Ulrich Becher. Das Arbeitsjournal des Freitags, den 20. April 2018. Darinnen er, der Dichter, erzählt, was er gar nimmer möchte.

[Arbeitswohnung, 10.22 Uhr Jarrett, Bremen 1973] Höre mich gerade durch meine sämtlichen Jarrettaufnahmen am Stück durch, allerdings nicht chronologisch, sondern so durcheinander durch die Zeiten springend, wie sich die CDs halt greifen – ja, diese, nicht die auf der Musik-FP … Weiterlesen

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Was die Menschen treibt. Von Becher, ff.

„Hupp, Moral, Kommilitone! Moral und Vernunft! … Es ist da etwas g a n z  a n d e r e s, was die Menschen treibt. Etwas da drinnen. Ganz tief … vielleicht im Darm, hng! Im Gekröse, hng-hng. So eine dumme …“
„Ja?“ fragte ich verhalten.
“ … so eine dumme Kraft“, knarrte der Schatten.

Murmeljagd, 123

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III, 373 – Findevogel

Unter dem unseligen Schlagwort “Heimat” kann man eigentlich nicht verzeichnen, was ich gestern zufällig erst fand und daraufhin etwas ins Gedächtnis zurückrief, das darin seinen Auslöser fand. Es geht ja nicht um Traditionen, denen man zwar auch verhaftet war und … Weiterlesen

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Waisenmädchenhaar. Aus Frankfurtmain das Arbeitsjournal des Mittwochs, den 18. April 2018. Mit Ekkehard Faude im Nebenbei. Darüber das Licht Ulrich Bechers.

[Roter Tisch, 9.20 Uhr] Seit einem Viertel nach fünf auf, Café Crème – und gleich die allfällige Rezension zu Ekaterine Togonidzes Einsame Schwestern geschrieben, zu der ich, nachdem ich nun Ulrich Bechers Murmeljagd begonnen, kaum noch gekommen – so sehr … Weiterlesen

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Auch der Korrupteste

braucht Glück.

(DLIV) 

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Musen & Dionysisches Schicksal: Zum neuen Gedichtband. Im Arbeitsjournal des Montags, den 16. April 2018. Mit Ulrich Bechers Kurz nach 4, einem Briefwechsel und dem wahren Paganen. Busonis Faust dazu.

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[Arbeitswohnung, 5.30 Uhr Busoni, Doktor Faust] An die Herzogin von Parma hatte ich schon denken müssen, Busonis erwachsenere, Faust II angemessene Gretchenfigur, als meiner Lektorin und mein die „Muse“ thematisierender Briefwechsel hin- und hergingen; Elvira faßt die Figur übergeschlechtlicher als … Weiterlesen

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Kloster Rheinau (Nachtrag). Meere. Erzählzeit ohne Grenzen 2018.

 

Fotografie (©): R. Eisenherr 2018

Siehe dort.

 

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Noch aus Schaffhausen. Das Arbeitsjournal des 14. Aprils 2018. Darinnen am fallenden Rhein, oben auf dem Munot, sowie im Kaisersaal des Klosters Rheinau. Mit einem großen Danke.

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[Best Western Plus Schaffhausen, 101 6.11 Uhr] Wie gerne bin ich in der Schweiz! Schon bezeichnend, wie wohl ich mich in diesem Land fühle, obwohl es doch heißt, „man“ sei hier als Deutscher nicht so arg beliebt – was für … Weiterlesen

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Aus Singen und von Hohentwiel. Das Arbeitsjournal des Freitags, den 13. April 2018. Weiter geht es nach Rheinau, zuvor indes zu den Fällen.

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[Holiday Inn Singen, 414]   Ich habe etwas ausprobiert. Der Raum war – obwohl gestern in dem doch recht kleinen Ort Singen vierzehn Lesungen parallel stattgefunden haben sollen – sehr gut gefüllt. In den freilich ebenfalls nicht großen Saal des … Weiterlesen

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III, 372 – Wer weiß?

Wieder kurz davor, von einer Tätigkeit zur anderen zu zappen, als es klopfte. S., der Ukrainer Sohn, dies schlanke blonde Bürschchen. Mutter habe Gespräche zu führen, er müsse zur Musikschule, die Gitarre irre schwer. Ob ich nich’… und sagte sogar … Weiterlesen

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„sich erinnern“: Zur Sprache und zur AfD. Im Arbeitsjournal des Mittwochs, den 11. April 2018. Darinnen auch „Die LINKEN“.

[Arbeitswohnung, 6.09 Uhr] Nachdem ich gestern, meines wirklich großen Ärgers, ja Ekels halber ein paar bei Youtube dokumentierte Debatten zur deutschen Sprache, meiner, sah, mich tatsächlich auch hin- und hergerissen fühlte, ob Deutsch als Landessprache im Grundgesetz festzuschreiben sei, und zwar … Weiterlesen

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Simone Voodoo-uoK, Mitgliedin des Bundestags. Im Arbeitsjournal des Dienstags, den 10. April 2018. Also zu den Kulturmaschinen, auferstanden aus Ruinen. Dazu eine Altersprosa.

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[Arbeitswohnung, 6.38 Uhr] Seit zehn nach fünf auf und korrespondierend nunmehr schon vor dem zweiten Latte macchiato, weiß ich im Moment nicht, ob ich permanent auf- und durchlachen oder mir das nicht vorhandene Haar raufen und losheulen, allerdings wölfisch, soll. … Weiterlesen

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Rasend und gischtend sprudelt Facebook durch im Fiebertraume aufgerissene Schleusen. Das Arbeitsjournal des Montags, den 9. April 2018. Darinnen Ulrich Bechers dritte New Yorker Nacht.

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[Arbeitswohnung, 7.02 Uhr] Das war heftig gestern; als ich dann darniederlag und träumte, derweil das Fieber anstieg, öffnete sich eine so furiose wie rasende Schachtelwelt; ich weiß gar nicht, ob ich sie noch zusammenbekomme. Morgens, also noch vor dem Training, … Weiterlesen

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III, 371 – faces

Oltre il Visibile hatte gestern im Programm Buñuels “L’angelo sterminatore”. Nach dem, was ich darüber las, konnte ich nicht nicht hingehen, also nicht das Gegenteil dessen sein, was im Film geschieht, nämlich nicht gehen zu können bei aller Absicht zu … Weiterlesen

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Ausge(k)nockt. Das Arbeitsjournal des Sonnabends, den 7. April 2018. Darinnen noch einmal Peter H. Gogolins Mann, der den Regen fotografierte.

[Arbeitswohnung, 5.55 Uhr Noch fastSchwärze draußen, der Amselhahn singt ins sich hebende Dämmern.] Erster Latte macchiato, erster Morgencigarillo. Weil ich einsam bin, Plácido. Einsam wie alle Geschichtenerzähler. Fließt das Blut, fließt das Geld. Gogolin, Regenfotograf 261, 312 Da habe ich … Weiterlesen

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III, 370 – ei sein

Ostern, da verblühten schon die Osterglocken, die da aufgesprossen waren im Hof. Ich selbst ein phantomatisches Osterei, daß ich morgens versteckte und dann nicht wiederfand außer als Ostermittagsei mit Mayonnaise und Ketchup, aber es war nicht das versteckte, das ich … Weiterlesen

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Gleichsam über Nacht. Krokusse im Arbeitsjournal des Mittwochs, den 4. März 2018.

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[Arbeitswohnung, 16.13 Uhr] Es war der Frühling-selbst, der mich rief, offenbar.  Es kam mir vor, als wären diese Krokusse rein über Nacht aus der Erde gekommen. Also. Zum ersten Mal seit einem Jahr wieder gelaufen, und selbst da hatte ich … Weiterlesen

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Fassbinders Falstaffs böser Triumph: Mario Martones Neuinszenierung von Verdis Alterswerk an der Staatsoper Unter den Linden. Von Barenboim mit jugendlicher Wut dirigiert.

Fotografie (©): Matthias Baus

 

 

Bei Faustkultur >>>> d o r t:

 

 

 

 

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„Bildungsnarzissmus“ & Oxytocin. Im Arbeitsjournal des Dienstags, den 3. April 2018.

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[Arbeitswohnung, 8.39 Uhr France muique contemporaine: Gerard Peson, Blanc mérité] Gestern quasi durchgearbeitet; erst war mein Essay zu Schultens endlich fertigzustellen, also zu ergänzen, aber auch zu revidieren, dann schrieb ich meine Besprechung der neuen Falstaffinszenierung Mario Martones an der … Weiterlesen

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Schultens‘ Feuer, Der untote Schwan. Zur Rhythmisierung: Aus dem Entwurf des Essays (3).

(…) Bei Schultens brennt die Angst im Tal sogar a b. – Überhaupt ist dieses Gedicht, „Kali“, wahrscheinlich eines der intensivsten des gesamten Bandes: a. lass ihn stufe um stufe diesen hang zum meer absteigen sich seine weißen beine zerren bis … Weiterlesen

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Herbst am Klo über Kafka.

18-03-31 καλό ταξίδι (24)
Bei Gaga Nielsen gefunden.

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Die fließende Seele der Stadt. Das Arbeitsjournal des Sonnabends, den 31. März 2018. Weiter zu Peter H. Gogolins Regenfotografen.

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[Arbeitswohnung, 7.04 Uhr Janáček, Auf verwachsenem Pfad] Die Weidenzweige treiben aus, die Kätzchen stehn schon seit Grün-:ecco!-donnerstag, auch wenn uns Bruno Lampes Empfehlung anderswohin führt (oder war es ein leicht genervter Ratschlag, um nicht auch das noch verlinken zu müssen?), nur … Weiterlesen

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III, 369 – Auch ein Karfreitag

Kann man es als sinnvoll ansehen, an einem Tag, den man Karfreitag nennt, der trocken anfing, um dann jetzt im Dunkeln schon in einen Regen überzugehen, dem ich mich nicht mehr aussetzen muß, sich so etwas anzusehen wie Simon Rattle’s … Weiterlesen

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„Man möchte da ja auch reinfassen.“

Welch eine schöne Jungmannsbeschreibung!
>>>> Dort bei der Fotografin Gaga Nielsen.

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Seelenklangkörper. Von Schuldt.

Der Klang ist die Seele der Sprache, während die Bedeutungen der Wörter ihr Körper sind.
Am Quell der Donau, 1988

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Wenn du wissen willst, wer dich beherrscht,

finde heraus, wen du nicht kritisieren darfst.
Voltaire nach Thyra Maris

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Zum Beruf der Lektor:inn:en. Im Arbeitsjournal des Montags, den 26. März 2018. Darinnen Gogolins Regenfotograf, ff, sowie mit Helmut Schulze, Cristofero Arco, dem Ungeheuer Muse und mir selbst.

[Arbeitswohnung, 8.43 Uhr] Gogolin war wegen meiner ersten Bemerkungen zu seinem Roman schwer verletzt und griff mich an; der härteste Vorwurf war, daß ich ihn benutzte, um mein Mütchen an Dielmann zu kühlen. Nur gibt es da gar kein Mütchen … Weiterlesen

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Vorwehmut nach. Im Arbeitsjournal des Sonntags, den 25. März 2018. Mit Peter H. Gogolin, Ulrich Becher wieder – und wieder, wieder, wieder: Katya Kabanova

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[Arbeitswohnung, 9.42 Uhr Bereits die vierte Aufnahme, zwei davon selbst mitgeschnitten: Leos Janáček, Katya Kabanova Latte macchiato, Morgencigarillo] Bin, liebste Freundin, spät heute „dran“. Wegen der Uhrenumstellung habe ich ausnahmsweise den Wecker meine Ifönchens nicht gestellt, sondern den Leib gewissermaßen … Weiterlesen

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III, 368 – enderbeing

Ich fürchte, Enderby wäre dann vielleicht doch noch mal auf Deutsch zu lesen. Zwar ist selbst auf Englisch der Faden durchaus da, aber manches, was dialektal oder slangmäßig daherkommt, geht ein bißchen verloren. Oder es so bleiben lassen? Dunno. Es … Weiterlesen

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Das Ungeheuer Muse. Viertes Gedicht (Entwurf).

 

Sie trug am Leib die nasse Not,
so in dem Beutel in ein festes Tuch
eingeschlagen,

daß er ihr Tropfen nicht bemerke,
das mit dem Frühling ihren Schoß
doch schon

als Sohn
vorhergesegnet hatte, bloß
aus eines Dunklern Stärke

als er zu sein es wagen
je würd in dem verzweifelten Versuch
zu wenden, was ihm droht

 

Das Ungeheuer Muse III <<<<

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vers + welt im ausland. Im Arbeitsjournal des Freitags, den 23. März 2018. Mit Charlotte Warsen, Pit Noack, Alexander Filyuta, Tobias Herold und Leoš Janáčeks Jenůfa.

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[Arbeitswohnung, 5.40 Uhr] Es ist einer der Räume, die mir sehr gefallen:       Dennoch, ohne Facebook hätte ich auch diese Veranstaltung wieder einmal verpaßt wie neulich des Pietraß‚, dessen ich im Kopf auf erst den folgenden Tag gelegt, … Weiterlesen

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Chaos. Das Arbeitsjournal des Mittwochs, den 21. März 2018. – Erst „vorher“, dann „nachher“.

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Liebste Freundin, [Arbeitswohnung, 5.50 Uhr France musique contemporaine: Allison Cameron, Raw Sangudo für Saxophon, Alttrompete und Tuba] es fällt mir schwer, von Frühlingsanfang zu schreiben. Es ist sogar unmöglich; gestern lag auch in Berlin unversehens wieder, wenn auch nicht viel … Weiterlesen

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Schultens‘ Zorn, Der untote Schwan. Das poetische Movens: Aus dem Entwurf des Essays (2).

(…) Wenn gestern abend Benjamin Stein über diese Gedichte von einer „unverkennbar weiblichen Stimme“ schrieb, ist dies mißdeutbar, auch wenn er seinen Text mit dem Zitat übertitelt „den schnitt seht ihr später“ und unter ihm selber zusammenfährt: „Da geht die Klinge … Weiterlesen

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Schultens‘ Geheimnis, Der untote Schwan. Zur poetischen Form: Aus dem Entwurf des Essays (1).

(…) In einem großen Vortrag über die strauß/hofmannsthalsche Elektra bemerkte Ernst Bloch an deren und Orests großer Erkennungsszene, daß alles Erkennen ein Wiedererkennen sei. Diese Auffassung reicht bis in die biblische, bzw. Sprache der Thora zurück, wenn sie den Beischlaf … Weiterlesen

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الاحسان, Al-Ihsan, کمال, Kāmel: Vollendung & Demut.

Nur Gottes, heißt es, sei die Vollendung – weshalb persische Teppichweber:innen stets einen Fehler in ihre Meisterwerke knüpften. Aus Demut, dachte ich bisher und hab es so gelehrt. Bis ich soeben begriff, daß die Perfektion der Götter, der Göttinnen mit … Weiterlesen

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Schnee!!!chaos in Leipzig und glückliche Heimkehr. Das im Stehen getippte, schnell abgebrochene Arbeitsjournal des Sonnabends, den 17., sowie des Sonntags, den 18. März 2018. Leipziger Buchmesse (2). Darinnen Mariclaire.

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[ICE 1526 Leipzig-Berlin, 10.51 Uhr] Er hatte ja gestern schon begonnen, aber mit einem Mal setzte der schwere Schneefall ein; abends stapften Cristofero Arco und ich dann schon durch die Schütten, als wir in die Connewitzsche wollten, wo Elfenbein den … Weiterlesen

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„Schnepfe!“ und trotzdem zur Messe! Das Arbeitsjournal des Freitags, den 16. März 2018. Auch Europa, nämlich in der Staatsoper Unter den Linden zur Jahrespressezusammenkunft.

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[ICE 701 Südkreuz-Bitterfeld, 8.49 Uhr Von dort weiter mit der Sbahn bis Leipzig Messe] Um kurz vor fünf hoch. Viel Zeit für die Morgenarbeit war nicht, eigentlich keine; nur eben geschaut, ob es Kommentare gab, eine beruhigende Nachricht meiner Lektorin … Weiterlesen

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„Votze!“ ODER. Die Sprache des Unrechts. Im Arbeitsjournal des Donnerstags, den 5. März 2018. Und eine Messerstecherei: Zur Willensfreiheit wieder.

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[Arbeitswohnung, 5.10 Uhr Ravel, Klaviertrio a-moll] Ja, das hab ich plötzlich losgebrüllt, vorgestern abend im Valentin, als ich mit den Freunden und, nun ja, befreundeten Bekannten beisammensaß, dabei eine montenegrische Übersetzerin. Es war bereits einiges Hellbier in mir, gut, in … Weiterlesen

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III, 367 – Kauderwelsch

Am Freitag, am Vormittags war’s, sagt’ ich noch, es sehe mit der Arbeit in diesen Zeiten mau aus, zwar sei da was zu tun, aber mitnichten wie in normalen Zeiten. Dann aber bewahrheitete sich der alte Spruch, man solle den … Weiterlesen

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Nach START. Ein Rückblick im Arbeitsjournal des Montags, den 12. März 2018. Dazu Silke Herrmann und Leonhard Horstkotte zur Anderswelt-Trilogie.

[Arbeitswohnung, 8.04 Uhr France musique contemporaine: Salvatore Sciarrino, Erste Klaviersonate] Um fünf hoch, gegen Mitternacht hatte ich im Bett gelegen, war aber schon seit meiner Rückkehr aus Halberstadt einigermaßen erschöpft. Meine Seminaristinnen und ich hatten tatsächlich in Hochdruck gearbeitet, morgens, … Weiterlesen

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O r a n g e n s ä f t . Von Angelika, Aylin, Ha Mi, Kalee, Patricia.

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Können Menschen nicht einfach das Leben leben? Sich lieben, anstatt sich zu bekriegen? Müssen Menschen Menschen das Leben nehmen, für die sie sich gar nicht interessieren? Wie entstand der Hass? Warum ist er so stark? Wie kam man darauf, dass … Weiterlesen

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Lehrer müssen b r e n n e n. START IV (2), Halberstadt. Im Arbeitsjournal des Sonntags, den 11. März 2018.

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[K6 Tagungshotel, Z.288, 5.50 Uhr Chopin, Balladen (Evgeny Kissin] Seit fünf auf, und keine Ahnung, was ich in dieser knapp einen Stunde getan habe. Vor mich hingesonnen, den Schultensgedichten nach und vor: „Vergiß die mal“, sagte abends Phyllis Kiehl, der … Weiterlesen

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Ohne Feuer kein Huhn ODER Wozu mich Künste drängen. Das Arbeitsjournal des Sonnabends, den 10. März 2018. Mit Katharina Schultens auf dem Weg nach Halberstadt, namentlich in Halle. START IV (1), alleine im Bett.

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Wenn ich etwas höre oder lese, das mich begeistert, dann will ich mich verbinden; es ist dies nahezu ein Drang, doch nicht blind, sondern Bedürfnis und – am besten – körperlich. So auch wieder jetzt (was jetzt, also heute morgen, … Weiterlesen

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JETZT IN DER ZWEITEN AUFLAGE. ANHs M e e r e. IN DER ORIGINALEN FASSUNG.

<MEERE orig mare.de

Alban Nikolai Herbst
Meere
Roman

mare

263 Seiten.
Gebunden mit Schutzumschlag.
22 Euro.

 

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Nachts noch einmal Schnee. Das Arbeitsjournal des Mittwochs, den 7. März 2018.

[Arbeitswohnung, 9.34 Uhr france musique contemporaine: Luciano Berio, Recital 1 for Cathy] Puh, geschafft! Die Thetisfahnen sind nun komplett durchgesehen und soeben an Elfenbein gegangen. Seit halb sechs saß ich dran… nà, um halb sechs bin ich hoch; bis dann der … Weiterlesen

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III, 366 – Geflügel

Es sei „im Interesse Aller“, Geflüchtete aus prekären Unterkünften in richtige Wohnungen zu holen, sagt Lichtenbergs Bürgermeister. Offenheit, nicht Angst sei geboten. Hieß es im Tagesspiegel von heute (5.3.), es gibt aber keinen direkten Link außer zum Tagesspiegel im Allgemeinen. … Weiterlesen

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III, 365 – Der Chor der Roten Armee

Bevor 2 Jahre um sind, hat diese IIIer-Serie nun ihr Jahr vollendet nämlich mit 365 Einträgen seit dem 26.3.16, im Schnitt also alle zwei Tage ein Steinchen zum Lampe-Mosaik, auch wenn’s derzeit eher träge zugeht, weil die Zeit sich Zeit … Weiterlesen

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Erstmals fast ein Frühling ODER START III, schon auf der Rückfahrt. Das Arbeitsjournal des Sonntags, den 4. März 2018.

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[ICE 598 Ffm-Berlin, 16 Uhr Stehend zwischen Fulda und Eisenach, „Arbeiten auf der Strecke“] Bereits mit fünfzehn Minuten Verspätung aus Frankfurt-main weg, punkten wir momenten Verspätung für Verspätung hinzu – imgrunde logisch bei sehr enger Verkehrstaktung. Mit Verspätung ging es … Weiterlesen

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Poetologie & Erkenntnis: Das Gleichnis von den Punkten. Im Arbeitsjournal des Sonnabends, den 3. März 2018: START III, Frankfurtmain.

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[Haus des Landessportbunds, Gastzimmer 510 6.46 Uhr] Meine Chefin fuhr gegen 22 Uhr heim, ich blieb mit Kolleginnen hier; wir sprachen und sprachen. So wurde es, obwohl ich längst hatte liegen wollen, spät, fast zwei Uhr, bevor ich ins Bett … Weiterlesen

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Wovor ich solche Angst. ODER. Die kurze Vollnarkose. Nachgetragen ins Arbeitsjournal des Freitags, den 1. März 2018. An dem es mittags, nämlich START III, weiter nach Frankfurt am Main geht.

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In der Tat, davor, nicht vor der OP, hatte ich Angst. Es würde die erste Vollnarkose werden und i s t es nun geworden. Die OP selbst zwar, lassen Sie’s mich, Freundin, pikant nennen -, aber sie würde mich und hat mich … Weiterlesen

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Wasserfrauen: Der poetischste aller „Tatort“s. Das Arbeitsjournal des Mittwochs, den 28. Februar 2018. Borowski und das Land zwischen den Meeren. Mit Peter Bender, Ben Braeunlich und Sven Bohse, Christiane Paul und Axel Milberg. Dazu noch einmal FluxFM, sowie abermals, indessen freundlich nun, Paul-Henri Campbell.

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[Arbeitswohnung, 5.02 Uhr France musique: Le Jardin des Voix, Les Arts Florissants] Ergriffen, tatsächlich tatsächlich ergriffen war ich gestern frühnachts, als ich in der ARD-Mediathek Borowski und das Land zwischen den Meeren sah, einen fast mythischen Film über eine nicht … Weiterlesen

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Um 17 Uhr: MEERE bei FluxFM (Flux Radio). ANH im Gespräch.

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[Jetzt >>>> als Podcast.] ANH im Gespräch MEERE 17.10 auf FluxFM UKW 100.6 MHz, >>>> Stream Morningshow am Nachmittag  

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Paul-Henri Campbell: „Neues“ von der Mâconière. Im Arbeitsjournal des Dienstags, den 27. Februar 2018. Am frühen Abend: Flux Musik.

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[Arbeitswohnung, 5.03 Uhr France musiqe classique: Johann Philipp Krieger, Partie no 3 en Fa Maj – Passacaille] „Oh“, war meinem Freund Broßmann spontan, nun jà, ‚entfahren‘, als ich ihm von der Einladung erzählt hatte, „0h, du sollst jetzt Witwentröster werden!“ … Weiterlesen

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III, 364 – Klimata

Schon wieder sechs Tage vergangen. Tagebuch kann man das hier nicht mehr nennen. Erscheint in unregelmäßigen Abständen vier- bis fünfmal im Monat, je nachdem. Ecco. Es ist zwischen den Projekten zu balancieren, und seit Kaurismäki sah ich keinen Film mehr, als … Weiterlesen

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START II, Springe. Nun bereits auf der Rückfahrt. Mit Phyllis Kiehl und – hier bereits vorerwähnt – Paul-Henri Campbell. Das Arbeitsjournal des Sonntags, den 25. Februar 2018.

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[ICE 549 (Springe)/Hannover – Berlin 16.13 Uhr] Nun also bereits auf der Rückfahrt. Es war wieder einmal ein lustvolles und diesmal sogar ganz besonders ertragreiches Seminar, was schlichtweg am von vornherein in die Räume mit hereingebrachten Engagement lag, hingegen es … Weiterlesen

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START II Springe. Kreatives Schreiben, Arbeit nach Bildern. Das Arbeitsjournal des Sonnabends, den 24. Februar 2018.

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[START, Springe im Februar 2018, Seminarraum 16.07 Uhr] Großartige Gruppen diesmal, sowohl Phyllis Kiehls  als auch meine. Die jungen Leute wollen schreiben, und das tun sie auch. Jetzt ganz besonders, in der Stillephase, nachdem wir vor der Mittagspause das Netz … Weiterlesen

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START II, gen Springe. Sowie Die Marquise von Schnigg, nämlich wieder Verbeen. Das Arbeitsjournal des Freitags, den 23. Februar 2018. Zu John Adams, Robert Crumb und Morton Feldman.

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[Arbeitswohnung, 5.10 Uhr John Adams, City Noir, France musique contemporaine] Nein, einen Radiosender, der rund um die Uhr ausschließlich Neue, also zeitgenössische Musik spielt, den haben, so hübsch ich das italienische RAI classica finde, allein die Franzosen; außerdem ist die … Weiterlesen

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III, 363 – Plausibilitäten

Beim Lesen über das Vergessen sich bei diesem Satz “… zufällig erworbene Reiseführer, irgendwann, Kaiserreich oder Panama, und die Südbahngesellschaft hat ein Kurhaus in Abazzia eröffnet, in der Nähe von Fiume, 14 Stunden von Wien entfernt, mit dem Schlafwagen …” … Weiterlesen

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Sich nicht mehr besondern.

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(…) eine demokratische Verfassung erlaubt das Besondere, das sich Besondernde auch nicht in selbstorganisierten Systemen. Ja gerade die gefährden die tauschende Egalität. Thetis, S.372       [Beim Korrigieren der Fahnen wiedergelesen.]

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Hörstück-Typoskripte von Alban Nikolai Herbst

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              Der Blauen Blume lieblichster Spott. Über Wolf von Niebelschütz. DRB 1996 Der Fürst der Romane über Anthony Burgess. DRB 1997 So ist es ist es so? Eine Redoute zu Luigi Pirandello. DLF 2000 … Weiterlesen

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Bücher müssen duften dürfen. Das Arbeitsjournal des Mittwochs, den 14. Februar 2018. Mit, vor allem, Kazantzakis.

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[Arbeitswohnung, 6.36 Uhr Weit geöffnetes Oberlicht, aus der Dunkelheit (noch ist es Winter) das hohle Rauschen einer nahenden SBahn.] Sie fragen mich, Freundin, weshalb ich nicht schreibe („schriebe”), und meinen ausdrücklich mein Arbeitsjournal. Es fehle Ihnen, manchmal sogar sehr. Mit … Weiterlesen

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Wahn und Archiv.

Es ist der Größenwahn (sofern sich niemand andres findet) sein eigner Archivar.

 

(DLII)

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Ach, Kinder zu begehren! Carlixto Bieitos Inszenierung der Gezeichneten von Schreker unter Soltesz an der Komischen Oper Berlin.

Geschrieben für >>>> faustkultur; dort erschienen am 28. Januar 2018. Fotos: Iko Freese /  drama-berlin.de] Alviano Salvago liebt insgeheim Kinder, und zwar genauso und weil er selbst im Innern Kind geblieben ist. Dieser Interpretationsansatz bestimmt Carlixto Bieitos Inszenierung durch und … Weiterlesen

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Harzreise im Winter. Kleine Poetiken (5): Johann Wolfgang von Goethe.

Dem Geier gleich, Der, auf schweren Morgenwolken Mit sanftem Fittich ruhend, Nach Beute schaut, Schwebe mein Lied.…Aber abseits, wer ist’s? Ins Gebüsch verliert sich sein Pfad, Hinter ihm schlagen Die Sträuche zusammen, Das Gras steht wieder auf, Die Öde verschlingt … Weiterlesen

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Sabinenliebe. (Auszug).

(…) So beobachtete ich sie heimlich für mich. Zum Beispiel sehe ich sie noch heute an dem großen Braunschweiger Karpfensee, dem Kreuzteich, stehen. Es war während einem unserer halbjährlichen Schulwandertage, der dieses Mal nach Riddagshausen gegangen war. Da bog sich … Weiterlesen

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ANHs Traumschiff.


Foto und Fotografie des Buchumschlages
(copyright): >>>> Jan Windszus
Alban Nikolai Herbst
Traumschiff
Roman

mare

320 Seiten.
Gebunden mit Schutzumschlag.
Lesebändchen.
22 Euro.

 

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ANH spricht 1983 in Klagenfurt Die blutige Trauer des Buchhalters Michael Dolfinger (1986), 3.

(Dolfinger 3) Dolfinger 2 <<<< Dolfinger 1 <<<< aus: Alban Nikolai Herbst Die blutige Trauer des Buchhalters Michael Dolfinger (Die Erschießung des Ministers) Lamento/Roman (1986/2000) Ausgabe Zweiter Hand: Axel Dielmann Verlag 2000 (>>>> Bestellen.)

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ANH spricht Die blutige Trauer des Buchhalters Michael Dolfinger (1986), 2.

(Dolfinger 2) >>>> Dolfinger 3 Dolfinger 1 <<<< aus: Alban Nikolai Herbst Die blutige Trauer des Buchhalters Michael Dolfinger (Die Erschießung des Ministers) Lamento/Roman (1986/2000) Ausgabe Zweiter Hand: Axel Dielmann Verlag 2000 (>>>> Bestellen.)

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Die Erschießung des Ministers. Im Arbeitsjournal des Sonnabends, dem 3. Oktober 2015.

[Arbeitswohnung, 5.48 Uhr] Seit zehn nach fünf auf. Gestern nacht noch das nächste Video eingestellt, über dessen Buch ich schon bei Facebook angekündigt habe, es sei ein wenig was drüber zu erzählen: (Dolfinger 1) >>>> Dolfinger 2 Ich schrieb den … Weiterlesen

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ANH spricht Marloboro II (1981)

Diesmal ein Western: aus: Alban Nikolai Herbst M a r l b o r o Prosastücke über den Geschmack von Freiheit und Abenteuer Postskriptum Hannover 1981 [>>>> Bestellen.]

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ANH spricht Marlboro I (1981).

aus: Alban Nikolai Herbst M a r l b o r o Prosastücke über den Geschmack von Freiheit und Abenteuer Postskriptum Hannover 1981 [>>>> Bestellen.]

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Dritter Brief nach Triest. (Briefe nach Triest, 3).

Sag, Geliebte, Arbeitswohnung, den 21. November 2014 9. 21 Uhr, kann man das sagen, daß wir niemals den Tristan bekommen hätten, hätten Wesendonck und Wagner ihre Liebe ausleben können? Daß also das Kunstwerk, ein höchstes, von der Versagung ausgehen muß, … Weiterlesen

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Zweiter Brief nach Triest. (Briefe nach Triest, 2)

20Arbeitswohnung, den 20. November 2014. 7.25 Uhr. Krähenrufe. Sich aufgrauender, imgrunde nachtgebliebener Himmel. Innigste, magst Du es glauben? Da hielt Dich gestern jemand >>>> nicht für real. Wie recht er hatte! Ich gab ihm klare Antwort. Überhaupt folgt in diesem … Weiterlesen

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Erster Brief nach Triest. (Briefe nach Triest, 1).

Arbeitswohnung, den 19. November 2014. Mittwochsberlin, 6.12 Uhr. Geliebte Sìdhe, gestern haben mir meine morgendlichen Briefe an Dich, es sind unterdessen dreiundfünfzig, so sehr gefehlt, daß ich fühlte, wie ich nicht auch noch sie mir nehmen lassen mag, nun, nachdem … Weiterlesen

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Wie nachdrückend steigendes Wasser – Übersetzung der „Niedertracht der Musik“

Im Abschnitt 7 der „Niedertracht“ habe ich am stärksten in die Vorlage eingegriffen, um einen Klang zu erzielen, der das Ineinander von Regen, Wasser und Musik wiedergibt. Hier, bevor ich Ihnen den Link zu meiner Aufnahme der Übersetzung einstelle, die … Weiterlesen

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Die schöne Elisabeth Schneider (8).

Der Tag, an dem die Anzahl der Lebendigen die Anzahl der jemals Gestorbenen übersteigt. – Alles läuft auf diesen Satz hin, auf das, was er markiert. Eine andere Art der Apokalypse. An diesem Tag vereinigen sich der Erzähler und die … Weiterlesen

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Die schöne Elisabeth Schneider (6). Aus dem freecity-Altblog.

[Erstellt am Montag, 11. April 2005, 17:36]   (…) „Wir haben die Sache, so gut es ging, unter uns geregelt. Was hätte Betty davon gehabt, wenn ich… Sie wissen schon, Polizei, Presse wahrscheinlich, das Gerede in der Schule.“ „Sie haben … Weiterlesen

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Zurückblick. (Blicke 5).

Eine andere Archivdatei. N i c h t Deters, sondern ich (immer wieder derselbe Verweis)*): Alban Nikolai Shrek. *) Mir sind die Unterschiede oft selbst nicht mehr klar. Als ich an Thetis schrieb, worin ja Städte verschnitten werden, lebte ich … Weiterlesen

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ARGO. ANDERSWELT. Anfang.

Verlaufsskizze: Deters kommt zu sich, sieht sich um. Er hat einen Schmerz, den er nicht recht zuordnen kann („unendlich geliebt“). Die Archivdatei, in der er sich befindet, ist eine Monade; das wird aber nur beschrieben („ohne Fenster“), nicht etwa durch … Weiterlesen

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Paralipomena XII

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    1 Eines ist’s, sich selbst, ein andres, j e m a n d e m die Trauerarbeit zu verweigern. Das erste Verhalten ist männlich, das andere weiblich. Jenes ist autoaggressiv, dieses führt die Aggression als Waffe. 2 Manieristische Zeiten sind Umbruchzeiten. Wir leben in in … Weiterlesen

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Liebesprojektionen (Chats)

Erstellt am: Donnerstag, 27. November 2003, 12: 24   Projektion 1 Eine junge Frau schreibt über einen höchst zweideutigen Chat einen über fünfzwanzig Jahre älteren Mann an, den sie damit auch sogleich aus dem Chat zu sich zieht, erst einmal in die … Weiterlesen

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Sabine Hochleith ODER Romanentwurf alternativer Wahrheit. Eine Synopsis aus dem Freecity-Altblog von 2003.

[Erstellt am: Dienstag, 28. Oktober 2003, 16:17] „Ließe jemals ein Schriftsteller ein B u c h verbieten?“ „Ja. Um bekannt zu werden.“ Sabine Hochleith war eine früh zur Reife gelangte, hochgewachsene junge Frau mit einem Haar, in das der Mond … Weiterlesen

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Notizen aus der Provinz 1. Aus dem freecity-Altblog. Grimmelshausentreff 2003.

[Erstellt am: Freitag, 17. Oktober 2003, 13:16] Manches bleibt erstaunlich in seiner Peinlichkeit. Ein höflich-freundschaftlicher Empfang, Menasse winkt am Bahnhof von Achern, wo er und Renchens Bürgermeister mich erwarten, der uns ins Hotel fahren wird. Adolf Muschg ist schon da, … Weiterlesen

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The Matrix II. Freecity-Weblog (Erstblog).

[Weblogeintrag des Donnerstags, den 16. Oktober 2003, 08:02]   Ganz gut, Filme auf DVD am Laptop zu sehen; die Nähe zum Screen ersetzt die Größe der Leinwand durchaus, und was im Kino über Verbundenheit mit anderen funktioniert, massenpsychologisch sozusagen, was … Weiterlesen

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The Matrix II

[ANH Altblog, erstellt am Donnerstag, den 16. Oktober 2003, 08:02]   Ganz gut, Filme auf DVD am Laptop zu sehen; die Nähe zum Screen ersetzt die Größe der Leinwand durchaus, und was im Kino über Verbundenheit mit anderen funktioniert, massenpsychologisch … Weiterlesen

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Nachts nach der Produktion: Céline II. Weblogbuch freecity, 7. Oktober 2003.

[Erstellt am: Dienstag, 7. Oktober 2003, 23:53 Notat zur Produktion des Hörstücks „Das widerliche Genie“ zu Louis-Ferdinand Céline beim Deutschlandradio Berlin)]   Das lief jetzt insgesamt sehr viel besser. Meine Vorstellung, die Pettersson-Sinfonie drunterzulegen, hat funktioniert. Wir hätten freilich gut … Weiterlesen

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Aus dem freecity-Altblog 2003: „Wellen“surfen der Herkünfte.

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[Erstellt am: Montag, 6. Oktober 2003, 8:13] Nachdem ich immer wieder vergeblich versucht habe, die sich auf den anhängigen Rechtsstreit beziehenden, irgendwie werblich auslegbaren Hinweise auf das Buch zu revidieren, habe ich nun sämtliche auf die Wellen bezogenen Weblogeinträge erst einmal … Weiterlesen

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Wellen ff: Die verbotene Lebensgeschichte. MEERE im Freecity-Altblog am Sonnabend, den 4. Oktober 2003.

[Name des Worddokuments: 8 Weblogeintrag 041003 (1 Entwurf). Erstellt am Sonnabend, 4. Oktober 2003, 13:39] [Nota: Zur Zeit der Abfassung dieser Darstellung war mir Werbung für Meere verboten; da jene mir hätte als eine solche ausgelegt werden können, ersetzte ich den … Weiterlesen

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Poetik & Pornographie: Wo Schmerz war, soll Lust werden.

[Altblogeintrag freecity vom 02.10.2003, erstellt um 11:03 Uhr]   Sexualität spielt in meinem Gesamtwerk eine herausragende Rolle, allein weil sie die wirkmächtigste Kraft ist, die uns treibt. Tatsächlich garantiert ja nur sie das Weiterexistieren unserer Art, jedenfalls bislang (da ist … Weiterlesen

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29. März 2003, Weblogbuch freecity

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[Weblogeintrag: 29.9.2003 13.22 Uhr]   ANDERSWELT. Poetologisches und rezeptionsästhetisches Lehrstück: Man nehme eine (oder mehrere) tatsächlich existierende Personen und bringe sie mit den fiktiven Personen eines Romans zusammen. Es braucht gar nicht lange, da gehorchen sie denselben poetischen Gesetzen wie … Weiterlesen

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W e l l e n. Weblogbuch Freecity. (Das Leben als einen Roman begreifen).

[Weblogeintrag des Samstags, den 11. Oktober 2003, 18:46]

 

[Name des Worddokuments: 12 Weblogeintrag 101003 (nachts Buchmesse). Erstellt am: Samstag,11. Oktober 2003, 18:46]
Eintrag vom 11.10.2003 / 01:32

„Wenn es das Wahrscheinliche nicht ist, dann muß es, Watson, das U n wahrscheinliche sein.“ Holmes bei Conan Doyle

FÜR LEUTE, DIE EINEN MOMENT LANG NACHDENKEN MÖCHTEN:

1) Man kalkuliere Gerichts- und Anwaltskosten. Man rechne das mit dem Risiko hoch. Man frage sich: Wer kann das zahlen.
2) man schaue in ein Buch und vergesse einmal die Liebesgeschichte. Man sehe, daß eine Familie verhandelt wird, die von extrem hohen Nazis stammt.
3) man schaue, welche Funktionen die Nachkommen gegenwärtig innehaben. (Handelsregister)
4) man erstaune, daß in keiner Kritik von so etwas die Rede ist.
5) man frage sich: Wer – außer dem vorgeblich in seinen Persönlichkeitsrechten Geschädigten – kann ein Interesse daran haben, daß solch eine Geschichte erzählt wird.
6) Man ziehe einen Schluß.

Dies ist, ich gebe es zu, ein Roman. Na gut: Das Exposé eines Romans. Aber ein gutes.

ANH, nachts, Buchmesse 2003

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