mutter erde ist unruhig….

…. ich bin es auch. seit wochen schon ist da etwas im untergrund im grund. es brodelt, kocht, faucht, zischt, knallt, explodiert, drückt nach oben… verschiebt… schafft es aber nicht, durchzubrechen. der krakatau ist seit wochen aktiv, der stromboli auch, die seismik am ätna hat sich wieder beruhigt. letzte nacht wieder von einer sturmflut geträumt… ein mann stand vor meiner tür, fragte nach warmen jacken. „die brauchen wir selbst“, antwortete ich, mußte die tür mit gewalt schließen, weil da noch mehr menschen standen, die warme jacken und auch etwas zu essen haben wollten. das dunkle wasser türmte sich meterhoch….. ich sah es nur noch kommen, wußte in dem moment, daß es keinen sinn mehr macht, weglaufen zu wollen. über das, was in der firma abläuft, kann ich nicht schreiben, über das, was im augenblick im leben meiner tochter und in meinem passiert, will ich nicht schreiben. hab mir eine große portion bärlauch-pesto gemacht, davon wächst so viel in meinem garten, und eine noch größere portion spaghetti gekocht. die blüten der pfingstrosen tragen so schwer die feuchtigkeit der letzten tage, daß sie am boden liegen. ihr duft ist unglaublich. die nächsten monate werde ich an den wochenenden mehr in hannover als in hamburg sein. vielleicht schaffe ich es am montag, noch einmal ans wasser zu fahren. alles fühlt sich an, wie kurz vor dem zünden einer blitzstoßspannung. ich meine nicht nur die von außen wirkenden überspannungen, sondern auch die, die durch die innere überspannung ausgelöst werden… ich werde wohl den schutzschalter umlegen müssen. tat ich lange nicht.

dem brechenden kristall muß man sich stellen… so oder so…

Dieser Beitrag wurde unter Tagebuch veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.