Agra.

Was an Häusern Menschen Gerät
An Mopeds Rikschen Liegen
Fahnen Bannern schiefen Mästen voller Draht
Gewickelt gespult ineinandergedrückt
umeinandergedreht
An halbtoten Hunden Schaben Moskitos
An Katzen Räuden Schönheit an Blicken
Welche Gebrechen auch immer
An stolzer Kleidung was
An Ehrfurcht
An Frauen
An TShirtFlecken
An Innigkeit an Schlitzohr und Gauner und heilig
Eisenzeug und Besen
Was an verwest und Gestank an Scheiße an Kuchen
An Gewürzen Bethel an Tee
An Ringen Fleisch voller Fliegen denn nichts
Ist so süß wie der Orient
Mandelpaste Räucherstäbchen
An Mädchenhandel, und in Eintracht,
Gerät die Mitgift zu klein,
Verbrennen Mutter und Sohn eine Frau,
Ist keine Witwenverbrennung, das stimmt,

Was an Gebeten und Singsang und stillen Glocken der Einkehr
Was an Verboten und Liebe und Rotz
Und wohin mit der Notdurft? hinter
Dem Umgang an die Wände gespritzt,
Scharfer Kotstrahl wie von Falken
(links hocken Frauen, rechts hocken Männer,
Sie halten in der reinen Hand
Das Blechgefäß mit dem Wasser).

Was an Gelehrsamkeit und an Tod
Und was immer auch an Wiederkehr
Geschaffen wurde: Hier schiebt‘s sich durch die Gasse
Und unter der Sonne davon und sucht Schatten.

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2 Kommentare zu Agra.

  1. medeea sagt:

    respekt lieber, geehrter alban, geschätzter nikolai, ich kenne ihre schriften nicht, noch nicht aber in einem moment des ziemlichen entbössten leidesn, mitten in einem beschämenden donquichootenhaften aktes, des versuches (des obsessiven)wieder mal vordringen zu wollen in die unbegreifbarkeit des anderen, also in einem moment leidenschaftlicher narrretei, sah ich im regal des mannes mit dem ich kämpfte, trivial und hypertrophisch ausgedrückt, ich hatte mehr den eindruck ich würde kämpfen (der leidende gibt sich doch immer durch diese kampfattribute, ein bischen würde und glorie), ihr eine buch, dessen titel etwas maritimes suggerierte..interessanter zufall und ihre meinung über liebesleid , vielmehr ihre ästhetische „kolketion“ von gründen, die ein solches erzeugen würden, die determinanten also, mit ihrer morphologie, die ganze vielfalt der arten, eines solchen liebesleides, die ätiologie und anamnes, alles, es würde mich interessieren zu erfahren, welches die adequate antwort, die replik sein könnte, die so ein leiden lindern könnte, was wäre also , was könnte(es ist sicher eine frage der fiktion und der utopie)sie sein, was feuzer und schemrz und exzesse im geiste jeder art lindern könnten? obwohl ich es nicht für erstrebsam erachte, dieses „lindern“, denn es wirft ein schlechtes licht auf die notwendigkeit mit der sich der kranke quakssalbern jeder art zuwendet und um hilfe bittet wegen etwas, dass seinem geist förderlich wäre eigentlich, ein um medikament-flehen gegen einer , wenn auch unerträglichen-hochform des geistes.

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