Penny Markt (2). Argo. Anderswelt. (145).

Aus der geöffneten Tür zu Lager und Büro erklingen in Abständen die Haltestellen-melodischen Signale der Yamanote-sen. Verwirrt bleibe ich mitten in Berlin in Tokyo stehen. In einem Billig-Discount. Als hätt ich stundenlang gekifft. Dann setzt überlaut ein Telefon ein: eine unentwegte heftige Schrille, die das Psychotische dieser Situation noch unterstreicht, denn wirklich: es ist das Signal aus Tokyo.
Gewiß zehn Minuten nimmt niemand dieses furchtbare Telefon ab, obwohl drei Angestellte in ihrem gelb beschrifteten Orangerot sehr nahbei sind. Ich stehe da und warte. Bin wie fixiert. Sie lassen sich ebenfalls nicht scheuchen. Aber sie merken nicht, was mich momentan so sehr lähmt: die Anderswelt auf dem Prenzlauer Berg. Sie ist tatsächlich da. Und gleich gegenüber das gestern nacht in ein Wiesbadener Kybernetik-Labor verwandelte Planetarium.

[Notat 12.9., Penny, Ecke Ahlfelder/Prenzlauer.]


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