Montag, der 21. November 2005.

18.07 Uhr:
Wenn es stimmt, daß ein Schriftsteller nur dann einer ist, wenn er täglich wenigstens einen Satz schreibt, dann bin ich nur d i e s e s Satzes wegen Schriftsteller heute – und nur dieses Satzes wegen rechtfertigen sich meine Schulden; nur seinetwegen darf ich in ökonomischer Not sein, ohne mich als Hilfsarbeiter zu verdingen.

Es ist wichtig, sich das klarzumachen.

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>>>> Prothoe-Spiele.

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3 Kommentare zu Montag, der 21. November 2005.

  1. parallalie sagt:

    das ist – und es ist wahr – ein schauen entlang des rückgrats von den hals- bis zu den lendenwirbeln und umgekehrt – und es ist ein schaudern

    • dem sich ein weiterer anschmiegt: zugleich wärmend wie Säure. Sind unsere sexuellen/erotischen Obsessionen, sofern am Grund ihrer Genese – einem See ganz aus Kindheit – ein meist mit emotionaler Distanz der Eltern verbundener Mißbrauch durch Fremde steht oder ein Mißbrauch-überhaupt, die Wirkung eines das Unheil perpetuierenden Wiederholungszwanges – oder sind sie tatsächlich, wie Die Dschungel vermeinen, eine geschickte Bearbeitung des Traumas, die den Schrecken in Lust uminterpretiert und so ertragbar macht, ja in psychischen Reichtum übersetzt? Die letztere Dynamik wäre eine künstlerische, die darüber pragmatisch-verzweifelt.

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