Rufmord über Namen ODER „Der Bauch ist fruchtbar noch, aus dem dies kroch“: Über eine Spielart von „aufgeklärtem“ Faschismus.

>>>> Sippenhaftung. Und >>>> eine Replik.

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26 Responses to Rufmord über Namen ODER „Der Bauch ist fruchtbar noch, aus dem dies kroch“: Über eine Spielart von „aufgeklärtem“ Faschismus.

  1. Avatar ReichskanzlerEbert sagt:

    Es ist nicht zu fassen wie dumm und einfältig die Leute sind, nur wegen einem Namen, solchen Unsinn daherreden, was hat dass mit Literatur zu tun?
    Stellen Sie sich vor einer wäre der beste Mensch der Welt, er hätte Geld und wollte überall den Hungerleidenden helfen, er hätte nur einen Makel, er hieß Hitler.

    • „Dumm und einfältig“ ist nicht das Problem. Sondern Macht im Verbund mit Voreingenommenheit und/oder Lust am Schädigen.

      (In Ihrem letzten Satz steckt eine Provokation, die auch mich schlucken machte, aber den Finger direkt auf den Schmerz legt. Wobei es lebensklug von Ihnen ist, es nicht mit Klarnamen geschrieben zu haben. Darin unterscheiden wir uns. Ich bin zwar lebensgierig, nicht aber lebensklug. Vielleicht ist es auch so, daß dieses beides sich ausschließt. Aber das nur am Rand vermerkt.)

    • Avatar Gerd sagt:

      Der Name existiert doch auch nicht mehr (Hitler, oder), aber die Oberflächlichkeit, existiert, wie kann man jemanden nach einem Namen beurteilen? Das nächste dann, nach der Haarfarbe, nach der Haarlänge, nach der Augenfarbe usw.
      Ich meine so etwas klingt verdammt faschistisch und hohl, aber Faschismus ist hohl, deshalb wirkt das faschistische ja auf die hohlen.
      Wie hat Brecht schon gesagt, man kann gar nicht so viel fressen, wie man kotzen möchte.
      Übrigens Ebert möchte ich auch nicht heissen.Deshalb nun mein richtiger Vorname

    • Avatar Gerd sagt:

      Rosen auf den Weg gestreut

      Ihr müßt sie lieb und nett behandeln,

      erschreckt sie nicht – sie sind so zart!

      Ihr müßt mit Palmen sie umwandeln,

      getreulich ihrer Eigenart!

      Pfeift euerm Hunde, wenn er kläfft –:

      Küßt die Faschisten, wo ihr sie trefft!

      Wenn sie in ihren Sälen hetzen,

      sagt: »Ja und Amen – aber gern!

      Hier habt ihr mich – schlagt mich in Fetzen!«

      Und prügeln sie, so lobt den Herrn.

      Denn Prügeln ist doch ihr Geschäft!

      Küßt die Faschisten, wo ihr sie trefft.

      Und schießen sie –: du lieber Himmel,

      schätzt ihr das Leben so hoch ein?

      Das ist ein Pazifisten-Fimmel!

      Wer möchte nicht gern Opfer sein?

      Nennt sie: die süßen Schnuckerchen,

      gebt ihnen Bonbons und Zuckerchen …

      Und verspürt ihr auch

      in euerm Bauch

      den Hitler-Dolch, tief, bis zum Heft –:

      Küßt die Faschisten, küßt die Faschisten,

      küßt die Faschisten, wo ihr sie trefft –!

      Theobald Tiger

      http://www.textlog.de/tucholsky-rosen-weg.html

    • @Gerd. Wie Sie sehen können, habe ich eben – noch bevor ich Ihre weitere Antwort las – den Titel dieses Beitrags noch einmal geändert, und – ecco! – mit Brecht.

    • Avatar Otto Wels sagt:

      @Ebert „Es ist nicht zu fassen wie dumm und einfältig die Leute sind, nur wegen einem Namen, solchen Unsinn daherreden, was hat dass mit Literatur zu tun?“

      Wenn das so ist, wie Sie vermuten, dann stellt sich dem aufmerksamen Beobachter unweigerlich die Frage, warum bspw. ANH Schaden genommen hat (es gäbe sicherlich noch weitere, die ähnliches zu berichten haben), nicht aber, wie PHG zutreffend anmerkt, ein von Schirach. Oder stellt sich diese Frage nicht?

    • @Otto Wels. Doch. Diese Frage stellt sich in der Tat. Es wäre interessant, ihr nachzugehen. Nur müßten dazu die Namen genannt sein, und ihre Träger müßten sich öffentlich äußern. Das würden sie aber schon deshalb nicht tun, weil sie die Ribbentrop-Nachrede bis auf die Knochen decouvrierte. Wüßte man denn, wer sie sind, also: „outeten“ sie sich.

      (Es gibt e i n i g e Antworten auf Ihre Frage. Manche davon sind immer wieder in Der Dschungel genannt worden. Und eine auch hier in diesem Kommentarbaum: >>>> dort.)

    • Avatar Gerd sagt:

      Weil die Welt scheinbar krank ist, weil nicht über einen Text geredet wird, sondern über einen Namen, aber lese ich einen Text, denke ich nicht an den Namen, das ist wirklich krank.
      Jemand nur wegen seines Namens praktisch totzu schweigen, das ist durchaus faschistisch, zumindestens krank.

    • Avatar Gerd sagt:

      Sie tun es sicher nicht, auch deshalb nicht, weil es nur peinlich für sie wäre, wie sollten die denn argumentieren?

    • @Gerd (ff). Sie argumentieren nicht. Genau das, zu argumentieren, wollen sie vermeiden. (Ich entsinne mich sehr gut des Arguments, mit dem ich zu einem wichtigen literarischen Treffen, an dem ich einige Male teilnahm, nicht mehr eingeladen wurde: „Er hat immer die besseren Argumente. Das nervt.“ – Wiederlegt wurde ich da nie. Dabei hätte ich das als wohltuend empfunden. Denn ich führe manchmal Debatten als advocatus diaboli, damit jemand endlich die Argumente widerlegt. Also etwas tut, was ich selbst nicht kann oder konnte. Es hilft ja nichts, so zu tun, als gäbe es die Argumente nicht.)

  2. Avatar Stalin sagt:

    Ich würde das thematisieren und ein Buch darüber schreiben.
    Der Sohn des Nazis, der als Kommandeur von Krakau so viel Unheil über die Polen brachte, hat das mal getan und großen Erfolg damit gehabt, auch Anerkennung.
    Menschen sind so, sie verlangen quasi eine demütige Distanz von dieser „Schuld“, die natürlich völlig absurd ist… irgendwelche Erlebnisse aus der Schulzeit mit einer Lehrerin habe ich hier doch schon einmal gelesen, wenn ich mich recht erinnere.
    Also, die „Schuld“ annehmen, anlaysieren und an die Kläger zurück verweisen.

    • @“thematisieren“. Das ist längst getan, in der mir gemäßen Form, nämlich als Dichtung. Lesen Sie >>>> Meere. Daß es dieses Buch gibt, wissen auch meine „Kritiker“. Den Gerichtsprozeß, der darum – aus ganz anderen Gründen – geführt wurde, haben sie dafür benutzt, ihre Lust an der Schädigung eines Menschen noch zu wetzen, den sie aus wahrscheinlich ganz anderen Gründen nicht mögen: weil er nicht korrupt ist. Das ist der ewige, aber eben ungenannte Vorwurf, für den meine Existenz diesen feigen Leuten gilt, die alle, mit Shakespeare gesprochen, ehrenwert sind.

      (Daß ich nicht korrupt bin, ist übrigens tatsächlich ein „Ergebnis“ meiner Herkunft: So setzte ich mich von ihr ab. Jemand aus meiner Familie darf korrupt nicht sein, niemals, sonst wird er tatsächlich mitschuldig.)

    • Avatar read An sagt:

      Jemand aus meiner Familie darf korrupt nicht sein, niemals, sonst wird er tatsächlich mitschuldig.

      Nicht dürfen?

      Wieso sollten Sie, mehr als jeder andere, in der „Erbringerschuld“ sein nicht korrupt zu handeln? Nicht Sie müssen das vorausgeben, als wäre es ein, von Ihnen geleisteter Vertrauensaufbauaufwand dafür, anderen entgegenkommen zu dürfen. Das wäre Sache desjenigen das zu leisten, der Sie nach Ihrem Namen beurteilt. Es könnte ein Jeder doch mal seinen Stammbaum beleuchten. Und dann? Was bringt es? So haben so kleine Arschlöcher dann irgendwie doch Macht.

    • @read An zur Verantwortung. Was ich formulierte, habe ich als Anspruch an mich selbst formuliert, nicht als objektive, von außen an mich herangebrachte Meinung, der ich mich zu beugen hätte. Es geht hier um ein Erbe. In allen von uns sind Teile unserer Vorfahren, Familienmuster usw. erhalten, Teile selbstverständlich, die von anderen Einflüssen relativiert werden. Aber ich habe für mich selbst nie so tun können, als käme ich aus einem unbelasteten Haus. Im Gegenteil, ich wollte gegenüber der Belastung bestehen, und daraus ist eine Konsquenz die Verweigerung jeglicher Korruption. Ich bin in der Hinsicht möglicherweise sogar überempfindlich; was andere Menschen als, sagen wir, „Kompromiß“ verstehen, der aber in der Kunst sowieso nichts zu suchen hat, kann für mich bereits den Korruptions-Sachverhalt erfüllen. Das, vielleicht, wäre mir mit Recht zum Vorwurf zu machen. Vielleicht. Eben. Aber darüber ließe es sich auch diskutieren, nicht hingegen über die tatsächlichen Anwürfe, mit denen ich nun bald vierzig Jahre zu tun habe.

      (Um nun meine Feinde mal innerlich kochen zu lassen: Ich bin auf der anderen Seite hochgradig entschädigt, vor allem durch – Frauen. Und zwar bis heute. Aber auch durch meinen gesunden Körper, überhaupt meinen Körper, durch meine Energie und durch meine nie abreißende Lust zu leben. Dazu das bißchen – möglicherweise sogar sehr viele bißchen – Talent, das mir wurde.)

    • Avatar Stalin sagt:

      Meere. Mich schrecken die beiden Lobe und die eine wirklich arge Kritik irgendwie gleichwertig ab dort bei Amazon.
      Aber vielleicht achte ich mal nicht drauf und gehe einfach meiner Neugierde nach, mir selbst ein Urteil zu bilden.
      Danke für den Link.

    • Avatar read An sagt:

      @ANH Sie schrieben dürfen. Sicher ist es Ihr eigener Anspruch. Und es sollte der eines jeden Menschen sein. Dennoch weiß ich, dass es kaum möglich ist, sich in seinem Handeln und Anspruch an sich selbst, den Dummheiten anderer zur Gänze zu entziehen, so als fassten sie einen damit nicht an und bewirkten damit nicht, dass es einem nicht mehr immer möglich ist vorbehaltlos offen auf Alles und Jeden zuzugehen. Das ist noch lange nicht Beugen. Gebeugt nahm ich Sie nie wahr. So war es natürlich nicht gemeint! Ich bezog es körperlich. Damit tut man einem Menschen, Ihnen, Gewalt an.

      Wer kommt schon aus einem unbelasteten Haus. Mein Vater z.B. hat eine aalglatte Karriere bei der Armee hingelegt und ist auch heute noch Actionman und Parolenschwinger. Was mich daran aber wirklich stört ist, er versteht leider überhaupt nicht wieso. Und nur aus diesem Grund kann ich nichts mit ihm anfangen. So bezieht sich das Haus auch eher auf ihn. Und das setzt sich allein ab von mir. Sehr belasten tut es mich nicht. Aber das Verstehen wieso wäre ja dennoch das, was einen aus diesen Mustern heraushebt. Sonst müsste ich hinnehmen auf ewig gemustert zu sein. Und so ist es doch das eigentlich Belastende im menschlichen Miteinander. Das immer wieder Rückführen /-blicken in die Geschichte ohne Verstand. Nur Bewurf. Bitte einmal alle mit und wir kommen vielleicht darüber hinaus. Verstehen Sie was ich damit sagen will, auch wenn es nicht selbige Geschichtsexplosive wie bei Ihnen ist, die man Ihnen immer wieder vorwirft? Das, was immer wieder frontal auf Sie zukommt. Der Gedanke ist eigentlich so ungeheuerlich, dass ich mir keine Vorstellung davon machen kann, wie sich das anfühlen muss. Eigentlich müssten Sie doch vom Glauben am Menschen abfallen bzw. längst abgefallen sein.

    • @“Stalin“ zu amazon. Diese Leser-Beurteilungen sind oft furchtbar. In dem „Verrißfall“ wird sogar nicht davor zurückgeschreckt, eine ganz Unbeteiligte in den Dreck zu ziehen. Auch dort finden Schlammschlachten statt, die nur deshalb s o stattfinden können, weil alles anonym geschieht und keiner für das, was sie/er schreiben, persönlich geradestehen müssen. Dieses Beurteilunsfeld ist auch deshalb ungut, weil nicht selten die Autoren bitten, Bewertungen da abzugeben, positive, klar, und „recht“ bekommt da immer derjenige, der genügend Stimmen „mobilisieren“ kann. Aber auch persönlich Ungenehme kriegen dort ein böses Fett ab. Der Vorgang erinnert an Denunziationen. Letztlich ist das alles widerlich, aber gehört, um mit Ernst Bloch zu sprechen, „ins Hauptbuch des Kapitalismus“.

      (Wobei ich Ihr Anonym nicht mag; auch ironisch kann ich einem „Stalin“ gar nichts abgewinnen. Geschmacksfrage, womöglich.)

    • Avatar tom sagt:

      Der jeweiligen hegemonialen Schicht oder Gruppe (von den großen gesellschaftlichen Verbänden, d. i. Klassen, ganz zu schweigen) bedeutet dieses niedere Gezänke (auch und gerade weil es den größten Teil des Sozialen ausmacht) nur unter utilitaristischen Gesichtspunkten etwas.

  3. Avatar steppenhund sagt:

    Es wird Ihnen nicht helfen, aber … ich sehe ein solches Verhalten auch an einer anderen Stelle.
    Sie kennen die Geschichte vermutlich.
    Alan Turing wurde wegen seiner Homosexualität verfolgt und schuldig gesprochen. Und vor kurzer Zeit, wurde er posthum „begnadigt“. Das Urteil wurde nicht zurückgenommen, weil ja anscheinend damals die Homosexualität ein Schwerverbrechen war, während heutzutage Elton John geadelt wird.
    Im Zusammenhang mit Hitler und Ribbentrop könnte man aber erwähnen, dass die Engländer ihm möglicherweise das Leben von Millionen Engländern verdanken. Ich gehe nicht so weit zu sagen, dass er den Kriegsausgang beeinflusst hat. Der war früher oder später vorgezeichnet.
    Ob es jetzt ein Name ist oder ein Vorwurf der 60 Jahre später gar nicht mehr erhoben hätte werden können, spielt keine Rolle. Die Plebs will Martyrer haben. Wenn es zuwenige gibt, schafft sie sich welche. Dass die FAZ verweigert, ist allerdings schon recht verwunderlich. Da kann ich nur sagen – Deutsche.

    • Avatar Gerd sagt:

      Aber „Deutsche“ zu sagen ist ja auch schon ene Verurteilung, genau wie jemanden mit Dreck beschmutzen, nur weil er einen Namen hat der den Anderen, warum auch immer nicht gefällt.
      Nein, es gibt ein Verhalten und das ist mörderisch und dumm zu nennen und das ist eben der Rufmord.

    • „Deutsche“@steppenhund. Ich fürchte mitunter, Sie haben recht, und erinnere mich an die Aufnahme in Wien vor knapp einem Monat. Nicht nur auf der Lesung, nein, die Stadt selbst nahm mich auf mir fast nicht faßbare Weise an. Dabei ist es gar nicht „meine“ Stadt, im Vergleich etwa zu Neapel. >>>> Solch ein Hörstück könnte ich über Wien nicht schreiben. Was wiederum, offenbar, meinerseits ungerecht ist. Aber wir lieben ja nicht aus rationalen Gründen. Doch man hörte zu in Wien, trug mir nicht gleich schon den Vorbehalt entgegen und richtete ihn zwischen uns auf. Das war beinahe ein bißchen erlösend.
      Dennoch, was die Deutschen angeht… : das sind ja längst auch Menschen türkischer, arabischer, asiatischer Herkunft. „Den“ Deutschen, sofern es ihn je gegeben hat (was ich bezweifele), gibt es doch gar nicht mehr, und ob einer Bayer ist oder Nordfriese, ist ein riesiger Unterschied, oder Franke, oder Badener, oder eben Berliner. Und schon die Generationen sind miteinander kaum noch zu vergleichen, da muß ich nur meinen Vierzehnjährigen anschaun. Aber ganz offenbar scheinen sich Haltungen zu übertragen, üble Nachreden zu übertragen, Vorurteile zu übertragen; es muß nur genügend common sense empfunden werden, schon wird nicht mehr nachgefragt und dann auch bewußt gemauert, vielleicht, weil man es sich mit einem Vorgesetzten nicht verderben will usw. Das sind die wirkenden Strukturen. Und dabei geht es eben nicht um die Plebs, sondern um hochgebildete Leute, die da mitmischen. Nur wegen dieser auch bei gebildeten Leuten radikal wirkenden Strukturen kann ich mir, übrigens, vorstellen, wie es zu den bekannten „Anschlüssen“ gekommen ist, zwischen 33 und 45, der Universitäten, der Kunstakademien, der Zeitungen, schließlich ganzer Länder, zu denen halt auch Österreich gehörte.
      (Inwiefern England dem Ribbentrop, also Joachim, so viel zu verdanken habe, ist mir allerdings nicht bekannt. Das bedürfte einer Erklärung, obwohl auch dieses nichts mit mir zu tun hätte, nämlich gar nichts mit dem Ribbentrop-Zweig meiner Familie. Mit dem adoptierten Ribbentrop bin ich ungefähr so eng verwandt wie irgend ein Herr Müller in Osnabrück mit einem anderen Herrn Müller in sagen wir Tettnang. Selbst also in einer „moralischen Logik“ der Sippenhaft gäbe es für sie keinen objektiven Grund.)

    • Avatar steppenhund sagt:

      Missverständnis England hat nicht Ribbentrop etwas zu verdanken sondern Turing. Er war derjenige, der den Mechanismus der Enigma-Chiffriermaschine entschlüsselte und damit die Überlegenheit der deutschen Marine, speziell der U-Boote, brach. Dies hat aber nicht verhindert, dass er wegen seiner Homosexualität verurteilt, chemisch kastriert und letztlich zum Selbstmord getrieben wurde. Mobbing auf höchster Ebene.
      Zum Thema Deutsche siehe meine Antwort zu Gerd.

    • Avatar steppenhund sagt:

      @Gerd Vielleicht sollte ich erklären, dass meine Verwendung des Begriffes „Deutsche“ nicht direkt wertend gemeint ist sondern nur ein bestimmtes Verhalten beschreiben soll. Ich selbst bin mit einer Bremerin verheiratet und habe zu meinen Verwandten ein sehr gutes Verhältnis. Genauso so schätze ich die berufliche Zusammenarbeit mit deutschen Kollegen, die in der Regel noch so etwas wie Handschlagqualität aufweist.

      Was ich allerdings bemängele, ist eine gewisse gedankliche Eigenständigkeit, die in der Lage ist, eigene Wertungen zu prägen, die nicht unbedingt einer vorgegebenen Meinung entsprechen. (Allerdings möchte ich da nicht Anarchisten Rosen streuen:)
      Der große Unterschied besteht meines Erachtens zwischen A und D darin, dass die Deutschen Regeln lieben. Regeln und Gesetze. Wenn sie meinen, dass etwas diesen Regeln widerspricht, dann prozessieren sie. Sofort und gerne. In A versucht man es zuerst einmal mit dem Spruch „wir werden keinen Richter brauchen.“ und versucht sich außergerichtlich zu einigen.

      Als ein Beispiel, dass diese Verhaltensweise in der Kunst recht drastisch darstellt, möchte ich die Götterdämmerung anführen. Hier fügt sich Wotan seiner Ehefrau, weil er durch Verträge gebunden ist UND nur durch Verträge seine Macht erhalten hat und hält. Das Thema wurde schon früher einmal diskutiert. Warum hat Hunding ein Recht auf Sieglinde als Ehefrau, die er geraubt hat? Weil der Ehevertrag ihm die Macht gibt?

      Etwas Ähnliches hat sich gerade in Dubai zugetragen. (Obwohl die Rechtslage nicht ganz geklärt ist) Eine Frau wird vergewaltigt und muss mit Verurteilung rechnen, es sei denn sie heiratet den Vergewaltiger. Nun ist das eine andere – nicht deutsche, nicht römische – Gesetzgebung. Sie zeigt aber, dass bestimmte Verhaltensweisen eher archaischen Charakters sind. Und – um meine „Beschimpfung“ aufrecht zu erhalten, die Deutschen halten sich gerne an archaische Gesetzesformen.

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