Die Brüste der Béart, 22. Aus dem Entwurf des Endes der No. XXII.

(…)
so zwischen den Zähnen flutet das, da ich Dich floh | Fluchtblut, Béart,
und suche Dich wieder in nächsten femmes introuvées,
femmine non trovate, introvabi|li anche qui,
wo mich die Mandeln der Augen nachts streifen, doch sagen Andato,
ohn‘ es zu sagen, es genügt schon ein Hüftschwung
unter erkalteten, von mir so unerhitzbaren Schultern,
daß von ihnen der Piazza Bellini glitzerndes Licht
als Reflex meiner Blicke klirrend herab und in den,
aus Ghetto|blasters, Italo-Pop perlt |
.                                                                O Meerschaum der Jugend!
in dem sie – hört nur sein Prasseln!- als uner|sehnbar geworden
zerfallen
.                   – maledizione alternder Männer, die ohne Geld
und achtbare Stellung sind in der Welt so machtlos gemieden,
und lächele aber noch immer, seh ich die Paare,
da sie hienieden, die jungen Frauen und Männer, sich geben,
es schießt mir, ein seliges Selbstglück, ins Herz, läßt mich taumeln,
Béart, läßt mich tanzen, weil all das nicht aufhört, sich auflehnt,
weil’s phallisch dem Mittlern, Mediokren den Mittel-
finger normlos zeigt, und die Fica dazudenkt als Traube,
unordinär, und den Saft, den sie gibt, und sie lecken
einander ihn sich von den Daumen, da sie den Spalt
auf|brachen, rechts und links in die Reifheit der Frucht
sanft, doch entschieden, vorher, um sie zu öffnen, gedrückt –
Es hänget die Rebe entrückt, auf die der Granatapfel tropft,
zu hoch dem nun zunehmend listlosen Fuchs, da ihm der Tod
n i c h t, wohl l a n g noch nicht wird | aber zu sterben
vollangesichts, dem sich selbst zum Seher gewordnen
Odysseus | auf See noch knapp vor der Rente | und
über sie hinaus un|endend verirrt in Dein, Béart,
endlich-leibliches Eignes, dem weiter sein Kurs folgt,
dem Strom gleich, wie lachhaft auch immer, der Lava,
wenn’s sie, herab vom Vulkan, in das Meer zög,
wär nicht die zischende Klage der Küsten vergessen,
der Deinen, als brodelnder Mythos der Musen:
Er schläft nur, so singst Du, schläft nur, der Berg;
er entschlief längst, sage ich, im Nimmermehr,
und ertrinke Dir im Nimmermeer –

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3 Kommentare zu Die Brüste der Béart, 22. Aus dem Entwurf des Endes der No. XXII.

  1. checkpoint lambda sagt:

    war schon echt ein geiles gefühl damals
    in den 80ern
    zu drei vier bieren damals
    auf der terrasse am quasimodo zur
    kantstrasse
    rimbaud gelesen
    und dAnach gereimt
    im bus nach spandau
    und gereimt und gereimt
    angetrunken UND ergreifbar
    die wohnung für 108 dm
    mit
    aussenklo
    küche mit waschboiler
    ofenheizung und zwei zimmer
    nuttig alles im plastikflorrausch
    und laminat an den echtholztüren
    getackert
    die opern
    der philosophische (gross)wurf
    aus der telefonzelle das letzte konzert
    organisiert

    briefe geschrieben

  2. checkpoint lambda ff sagt:

    ach so ja :
    formwille = sandkastig
    bändigen = forvorm zu zähmen z.b.
    die zu bändigende vorm = eine form sträubt sich tierisch _= delir / hallu

    auf der wiesehen

  3. Pingback: diaphanes‘ Bèart, die Marlboros und ein Ärger. Im Arbeitsjournal des Freitags, den 2. November 2018, der abends, aber privat, mit einem großen Fest beschlossen wird. | Die Dschungel. Anderswelt.

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