Manchmal. Zur Decke schauend.

Unter einer ganz bestimmten Brechung des inneren Glaskörpers siehst du, und es läßt sich das scharfstellen, von innen die Außenwölbung der Augen, auf der kleinste Teilchen schwimmen, Staubpartikelchen, durchscheinende Einzeller gleich Pantoffeltierchen, stabförmig oft, auf einen See vergrößert, zu dessen Oberfläche du hinaufschaust. Doch rutschen die Teilchen immer wieder seitlich die Wölbung hinab, steigen indessen bei jedem Lidschlag, ja geringster Drehung des Blicks, der sie einfangen will, neuerlich auf. Und du verstehst, daß Du vom Außen getrennt bist und wie aus der zugesperrten Kabine eines Schiffes aus zwei Bullaugen guckst.
Das Gehirn interpretiert diese Trennung normalerweise hinweg, sie ist für den Alltag bedeutungslos, vielleicht sogar störend. Doch ist die Aufnahme von Informationen in jedem Fall eine Grenzüberschreitung.

herbst & deters fiktionäre

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