Archiv der Kategorie: Zitate

Gefälligkeit & Konsens. Sarah Pines in der NZZ.

Künstler, die ihr Selbstverständnis daraus ziehen, sich dem System zu widersetzen, sind am Verschwinden. Baselitz zum Beispiel, die verstorbene Amy Winehouse und, ja, man muss sie nennen, die Trias Weinstein-Spacey-Polanski. Mit ihnen geht selbst im Film, der die ihm fehlende … Weiterlesen

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Hühnerfarm des Geschlechts. Von Becher, ff.

  Männer, die es eins-zwei-drei auf abendlichen Parkplätzen oder in Treppenhäusern zu treiben vermochten, hatten für mich etwas Geflügelhaftes. Ulrich Becher, Murmeljagd 488

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D a s ist Haltung! Daniel Barenboims Erklärung zum Echo-Preis 2018.

„Ich habe die Diskussion um die ECHO-Auszeichnung für ein Rap-Album, dessen Texte eindeutig als antisemitisch, frauenfeindlich, homophob und allgemein menschenverachtend zu charakterisieren sind, mit großer Bestürzung verfolgt. Als Jude, der seit vielen Jahren gerne in Deutschland lebt und Freiheit in der … Weiterlesen

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Was die Menschen treibt. Von Becher, ff.

„Hupp, Moral, Kommilitone! Moral und Vernunft! … Es ist da etwas g a n z  a n d e r e s, was die Menschen treibt. Etwas da drinnen. Ganz tief … vielleicht im Darm, hng! Im Gekröse, hng-hng. So eine dumme …“ „Ja?“ fragte ich verhalten. “ … so … Weiterlesen

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Seelenklangkörper. Von Schuldt.

Der Klang ist die Seele der Sprache, während die Bedeutungen der Wörter ihr Körper sind. Am Quell der Donau, 1988

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Wenn du wissen willst, wer dich beherrscht,

finde heraus, wen du nicht kritisieren darfst. Voltaire nach Thyra Maris

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Daß der Engel in dir den Teufel in mir: André Hellers „Esther”. Kleine Poetiken (6).

  Esther, Esther Der gestrige Tag, die Tage vorher werden klein. Schon sehe ich sie als Wasserzeichen Auf jenem Papierdampfer, in welchem dein Herz von unserer Küste zu einer anderen wechselt. Esther, Esther Dein Brennesselhaar, das tut so weh Noch … Weiterlesen

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Harzreise im Winter. Kleine Poetiken (5): Johann Wolfgang von Goethe.

Dem Geier gleich, Der, auf schweren Morgenwolken Mit sanftem Fittich ruhend, Nach Beute schaut, Schwebe mein Lied.…Aber abseits, wer ist’s? Ins Gebüsch verliert sich sein Pfad, Hinter ihm schlagen Die Sträuche zusammen, Das Gras steht wieder auf, Die Öde verschlingt … Weiterlesen

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Die göttlichen Flügel der Sünde. Von Konwicki (2).

  In den damaligen Zeiten standen die Menschen unter dem Terror der Sünde. Wie ein Raubvogel schwebte sie über einem jeden, lauerte hinter einem jeden wie ein unheilvoller Schatten, saß im Menschen fest, ähnlich einer tuberkulösen Kaverne. Die Sünde war … Weiterlesen

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Schöne Zeiten, bevölkert von häßlichen Menschen. Von Konwicki (1).

Es war die Zeit der krummen Beine, aus irgendeinem Grunde englische Krankheit genannt. Die Zeit der pockennarbigen Gesichter, von denen es hieß, der Teufel habe darauf Erbsen gedroschen. Die Zeit der Zahnlosigkeit, wo ein leerer Mund mit schwarzen Stummeln keinen … Weiterlesen

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Dringend neue Lügen. Von Uwe Schütte.

Magie verstanden als subversive Wissenschaft. Es geht darum, die von der instrumentellen Vernunft entzauberte Welt wieder zurechtzurücken: um einen Versuch der Resakralisierung des Kosmos. Pure Vernunft darf niemals siegen, wir brauchen dringend neue Lügen. Um dem elendigen Rationalismus ins lügenhafte … Weiterlesen

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„Sapere aude!“ Jan Kjaerstads König von Europa, 2. Im Apfelgarten, ‚Applegard‘.

Vielleicht litt er sogar an der Vorstellung, daß Weisheit, die allergrößte Weisheit, nicht etwas war, das man einfach findet, sondern etwas, das man sich aneignen muß. (…) Konnte die >>>>Amygdala, das, was einen dazu antreibt, auch lichtscheue und unvernünftige Dinge … Weiterlesen

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„Er fand nicht die richtigen Worte.“ Jan Kjaerstads König von Europa, 1.

Warum etwas sagen, das jeder weiß, aber trotzdem verdrängt. Weil es eine Lebensnotwenigkeit ist, es zu unterdrücken. Daß man ab einem Zeitpunkt einparkt und die Lichter abdreht. Schläft. Daß man geweckt werden muß. Aufgezogen. Den Hunger wiederfinden.Jan Kjaerstad, >>>> Der … Weiterlesen

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Die Sirene des Fürsten von Lampedusa.

Es ist nicht zulässig, und es wäre zudem unbarmherzig dir gegenüber, Einzelheiten zu erzählen. Genug, wenn ich dir sage, daß ich in unseren Umarmungen die höchsten Formen von geistiger und elementarer Wollust zugleich genoß; sie war ohne jeden irgendwie geselligen … Weiterlesen

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Der autopoietische Sprachleib. Friedrich bei Stern (6).

Nun ist es meine Art nicht, um eines sprachlichen Effektes willen Sinnloses zu schreiben. Richtig ist nur, daß mir zuweilen Formulierungen von der Hand gehen, die nicht der Kopf gebar, sondern der Sprachleib, den ich den Ereignissen meines Lebens oder … Weiterlesen

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