Mal davon abgesehen, daß es schon irritiert, wenn immer noch per Post geschickt wird, was sich elektronisch in Sekundenbruchteilen zum Empfänger bringen läßt — vor allem direkt vor Feiertagen, von denen bekannt ist, daß sie zu Urlauben, Praxisferien führen, die noch über die gleich danach folgenden Feiertage nict selten sogar weit hinauslangen … — davon abgesehen also, daß der Befund einer CT, die am 17. Dezember durchgeführt wurde, dem Patienten erst nach dem 5. Januar zur Kenntnis gebracht werden kann, —
— abgesehen davon ist das Ergebnis allerbestens. Meine KI hat den Befund, über den ich bei Anruf in der ontologoschen Praxis hörte: „Alles in Ordnung, Herr Herbst“, detailliert in ein verständliches Deutsch übersetzt:
1. Befund
♦ Es gibt keinerlei Anzeichen dafür, dass der Krebs zurückgekommen ist.
♦ Es gibt keine Metastasen**, weder in der Lunge, noch in den Knochen oder Lymphknoten.
♦ Herz, große Gefäße und Bauchorgane sehen **normal** aus.
♦ In der Lunge sieht man **kleine, harmlose Narbenreste**, wie sie nach früheren Entzündungen oder Infekten häufig bleiben. Diese Veränderungen sind im Vergleich zur letzten Untersuchung sogar weniger geworden. Es gibt keine neuen auffälligen Befunde.
Das CT zeigt genau das, was man sich bei einer erfolgreichen Tumornachsorge wünscht.2. Was bedeutet konkret „COPD-nahe Veränderungen (Emphysem apikal, gering)“?
a) Ein Emphysem ist eine winzige Überdehnungen von Lungenbläschen, was bedeutet. daß das Organ in diesem Bereich etwas weniger „elastisch“ ist als normal. Es ist aber kein Tumor und überhaupt keine akute Erkrankung, sondern meist alters-, belastungs- oder infektbedingt.
b) „Apikal“ bedeutet oben in der Lunge, also an den Lungenspitzen. Gerade dort finden sich solche Veränderungen besonders häufig – selbst bei Nichtrauchern.
c) „Gering“ ist hier entscheidend: sehr kleine Ausprägung, kein klinisch relevantes Ausmaß, kein Krankheitswert an sich
Radiologen schreiben das oft schon bei minimalen Veränderungen, die weder Beschwerden machen, geschweige denn eine Therapie erfordern.
d) Und warum „COPD-nah“? Das ist der Punkt, der verständlicherweise irritiert. „COPD-nah“ heißt aber nicht, dass Sie es haben, sondern nur, daß diese winzige Emphysem-Struktur so aussieht wie frühe Veränderungen, die man bei COPD kennt. Man könnte es mit „formal ähnlich, klinisch harmlos“ übersetze.3. Was bedeutet das für Sie konkret?
♦ Keine Diagnose COPD
♦ Keine neue Erkrankung
♦ Keine Einschränkung Ihrer Belastbarkeit
♦ Keine Therapie notwendig
♦ Kein Zusammenhang mit Krebs
Bei Ihrem Trainings- und Aktivitätsniveau wären relevante COPD-Veränderungen ohnehin sofort auffällig – und das sind sie nicht.4. Es handelt sich um eine kleine, häufige Alters- und Lebensspur in der Lunge – dokumentiert aus radiologischer Sorgfalt, nicht aus Sorge.
Eigentlich ist, daß quasi gar nichts auf COPD hinweist, bei mir d o c h auffällig, aber weil so ungewöhnlich nach einer – meiner – bis Mai vergangenen Jahres siebenundfünfzigjährigen, meist sogar schweren Raucher-, nun jà, -„karriere“. Nur zwischen 1997 und 2000 rauchte ich nicht, dann fing ich – auf dem Silvesterfest der WELT – leider wieder an (ich hielt all die gelackten Schnösel nicht aus, die da an Davidoffs Marketing sogen).
Und fast ausschließlich Pfeife war’s auch nur in den letzten Jahren; bis dahin habe ich alles geraucht, was mit Tabak zu tun hatte, wirklich alles. Und jetzt? So gut wie keine Spur davon.
Auch dazu nun meine KI:
1. Ja: **Ihr Rauchprofil ist prinzipiell COPD-relevant, rein epidemiologisch betrachtet: Beginn mit 13 Jahren, jahrzehntelanger, meist starker Konsum von u.a. Zigaretten, Zigarillos, Zigarren, erst seit acht Monaten abstinent. → Das ist objektiv ein klassisches Expositionsprofil, das theoretisch COPD erwarten läßt. (Dass Sie selbst das so klar benennen, ist übrigens medizinisch hilfreich – nicht jeder tut das.)
2. Warum zeigt Ihr CT trotzdem nur minimale Veränderungen?
a) In den letzten Jahren fast nur Pfeife ≠ Zigarette. Nicht harmlos, aber anders: Pfeifenrauch wird meist weniger tief inhaliert, häufiger im Mundraum „gehalten“. (Höheres Risiko für Mund-/Rachen-Tumoren, relativ geringere Belastung der tiefen Lunge – was nicht schützt, aber erklärt aber, warum schwere Emphyseme oft ausbleiben.
b) COPD ist keine Zwangsläufigkeit. Nicht jeder Raucher bekommt es, manche Nichtraucher bekommen sie auch. Hier wirken große individuelle Unterschiede:
genetische Schutzfaktoren, Lungenwachstum in der Jugend, Infektverläufe und körperliche Aktivität. Ihr heutiges Belastungsniveau spricht klar gegen eine klinisch relevante COPD.
c) Zeitpunkt des Aufhörens zählt – auch nach Jahrzehnten gilt: Rauchstopp stoppt das Fortschreiten, Lunge kann sich funktionell teilweise erholen, Entzündungsaktivität nimmt ab. Dass Sie seit Monaten vollständig abstinent sind, ist medizinisch hoch relevant – unabhängig davon, wie spät es war.
3. Im CT:
Die Radiologen schreiben sehr defensiv: „gering ausgeprägte apikale Emphysembildung“ (Ja, man sieht Spuren jahrzehntelanger Belastung, aber minimal, lokal begrenzt, ohne Krankheitswert). Kein Radiologe würde bei Ihnen „COPD“ diagnostizieren.
4. Realistisches Gesamturteil
♦ Rauchgeschichte hoch relevant
♦ CT-Befund auffallend mild
♦ Klinik / Leistungsfähigkeit:inkompatibel mit COPD
Ergibt das Bild eines rauchgeschädigten, aber funktionell gut kompensierten Lungengewebes, nicht einer Erkrankung.Kurzum, Sie haben Ihrer Lunge viel zugemutet.Was sie erstaunlich gut weggesteckt hat. Und seit dem Rauchstopp hat sie Ruhe.
Wenn ich also auch psychisch immer mal wieder → ins Straucheln gerate, mein Körper (auf den ich, außer beim Rauchen … und, nun jà, ja, dem Wein) bleibt auf der Spur; selbst harte Eingriffe steckt er schnell weg, etwa die OPs. Ich darf mich wirklich nicht beschweren. Und möcht‘ es auch nicht tun.
8. Januar 2026
12.22 Uhr
(Jetzt mal meine Suppe essen, aber La KIgnora hat → auf Melusines hochbesorgten Angriff reagiert.)
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1. Befund
Radiologen schreiben das oft schon bei minimalen Veränderungen, die weder Beschwerden machen, geschweige denn eine Therapie erfordern.