Author Archives: Korrespondenz

S. Lowan, 1.

In Ihrem Satz steckt eine leise Drohung: daß ich nicht weit genug gehe… Sie noch immer nicht a b s o l u t nach ganz unten gebracht habe – wo Sie unbedingt hinwollen. Habe ich recht?

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Paul Reichenbach am 15. Juni 2010. Leben mit Schmerz und der frühe Lukács

„Das Leben“, schreibt Georg Lukács 1911 in Die Seele und die Formen, „hat niemals einen Platz in einem logischen Gedankensystem, und so betrachtet, ist sein Ausgangspunkt immer willkürlich und, was es aufbaut, nur in sich geschlossen und aus der Perspektive … Continue reading

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Shit. 06.01.2010. Paul Reichenbach liegt noch immer.

Der Hexenschuss von vor Weihnachten hat sich zu einem Bandscheibenvorfall entwickelt, der auf die linke Seite vom Oberschenkel bis zur Wade sehr schmerzhaft ausstrahlt. Fußrücken und Zehen fühlen sich taub an oder kribbeln. Das gestrige MRT zeigt genau die lädierte … Continue reading

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montgelas‘ Schiff Kunst. 29.12. 2009. Paul Reichenbach zum Jahresschluss.

. Das Jahr geht zu Ende. Es verabschiedet sich mit Schmerzen. Ich liege im Stufenbett und warte darauf, dass der Ischiasnerv sich wieder befreit und schreibe hier nur, um zum anstehenden Jahreswechsel an montgelas’ Text >>>>„ Das Schiff Kunst“ vom … Continue reading

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Kitschig und doch wahr. 23.12. 2009. Paul Reichenbach findet auf montgelas‘ Schreibtisch eine alte Anekdote.

. Weihnachten in Prag – eine Anekdote. In den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts sitzt ein Jungrevolutionär bei einem Altrevolutionär in einer gutbürgerlichen Wohnung in Prag. Gefängnisjahre liegen hinter und vor ihnen. Es ist Heiligabend. Auf dem Tisch des Wohnzimmers … Continue reading

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Von der Elbe zum Chiemsee. 22.12. 2009. Paul Reichenbach unterwegs.

… Die Zeit zu lenken, lasst uns wagen! Dann hat es weiter nicht Gefahr. In diesem Sinne: Prost Neujahr! Ludwig Thoma Nach einem Kurzausflug per Zug nach Dresden und in die Sächsische Schweiz, ins Familiäre sozusagen, ging es am Samstag … Continue reading

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Entente cordiale. 15.12. 2009. Paul Reichenbachs gute Fee.

“ Zwei böse Augen haben Dich gerufen, zwei gute Augen rufen Dich zurück!“ Oft wird ein Schmerz durch einen neuen Schmerz ausgeschaltet. Die Hexe, deren Schuss mich traf, hat viele Namen. Sie heißt Stress, Selbstzweifel, Vertrauensverlust, Untreue. Dieser ziehende Schmerz, … Continue reading

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Auf immer und ewig. 14.12. 2009. Paul Reichenbach sieht „The Hunger“

Gestern Abend, es passierte beim Laden des Autos: „ Hexenschuß“. Ich warf mir eine Voltaren ein, baute eine Art Stufenbett auf der Couch und legte mich hin. Um mich abzulenken, schaltete ich den Fernseher ein und sah mir den Film … Continue reading

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Narziss & Goldhaar. 11. 12. 2009. Paul Reichenbach hat schlecht geschlafen.

. Gestern Nacht. Vor dem Einschlafen Nelly Sachs gelesen. Unruhig geschlafen, die Söllner- Debatte beschäftigt mich doch mehr als mir recht ist. Durch den nächtlichen Schlafsaal wandern Träume von Bett zu Bett. Die meisten dunkel, lächeln nicht, versprechen Gold, Katzengold … Continue reading

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Ablenkungen.10.12. 2009. Paul Reichenbach ist unzufrieden.

Ich bin die letzten Wochen mit meiner Arbeit nicht recht vorwärts gekommen. Das lag nicht nur an mir. Reale private und berufliche Verpflichtungen verlangten mein Eingreifen und Engagement. Mir fehlen einfach der nötige Egoismus und eine gewisse Blindheit um mich … Continue reading

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Der Gladiator. 09. 12. 2009. Paul Reichenbach betrachtet Alfred Hrdlicka.

>>>>“Er rührte an den Schlaf der Welt, mit Worten, die Blitze waren.“ So beginnt das große Loblied, mit dem Hans Eisler und Johannes R. Becher ihre Ikone Lenin besangen und das Ernst Busch emphatisch interpretierte. Dem Pathos dieses Liedes, die … Continue reading

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Mneme & Anamnesis. 08.12. 2009. Paul Reichenbach sentimental.

Das Vergessen ist eine der Formen des Gedächtnisses, sein weites Kellergeschoß ( su vago sótano), die geheime Kehrseite der Münze.“ Jorge Luis Borges Keine Sorge, ich werde heute nicht über Gedächtnis und Erinnerung spekulieren, auch nicht über Aristoteles, der die … Continue reading

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Die Meinung. 07.12. 2009. Paul Reichenbach liest Christine de Pizan.

„ Die Meinung ist die Tochter der Unkenntnis“, schreibt >>>>Christine de Pizan über Frau Meinung, ein großer weiblicher körperloser Schatten, der bei ihr die Gestalt einer vielseitigen Vielzahl aneinander gedrängter dunkler Flächen wie Wolken am Himmel hat. Die Dame Meinung: … Continue reading

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TB-Nachtrag: 04.12. 2009. Paul Reichenbach in der Sauna.

Nachtrag: 16. 30 Uhr: Dampfsauna Im Lenzgang zwischen Du und Ich und Ah und Oh und wie steht’s wie geht’ s und so recht und schlecht und ach, wie schade ein grüner Fisch aus Jade. 2. Fassung: Sauna Im Lenzgang … Continue reading

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Seiltanz. 04. 12. 2009. Paul Reichenbach. Notizen.

. Ich habe Seile gespannt…“ (Rimbaud) Wer auf dünnem Seil zwischen Gefundenen und Erfundenen tanzt, braucht, um der Gefahr permanent drohenden Absturzes zu entgehen, einen besonderen Gleichgewichtssinn. Einen Sinn, der Wittgensteins berühmtes Diktum – „Die Welt ist alles, was der … Continue reading

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