Schlagwort-Archive: Arbeitswohnung

Über erheblich jüngres Gestein ODER Die Geschichten fließen. Jan Kjærstad zur, indes nicht nur, Poetik der Romane.

      Die Geschichten fließen voneinander fort und aufeinander zu. Nicht zufällig hat bei der Weiterentwicklung der klassischen literarischen Form xiãoshuō sowie bei der eher erkenntnis-theoretischen gùshi wén der Einfluß gewisser geologischer Formen eine Rolle gespielt. Genau wie die … Weiterlesen

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Freitag, den 13. November 2020: Narbenbruch-OP. Im (Nach)Krebstagebuch.

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Aufbruch 6.20 Uhr, SANA Lichtenberg auf der Station um 7. Dort kennt frau mich ja schon, und man. Kurz die Formalitäten und aufs Zimmer gleich, entkleiden, das bizarre Nachthemd an, ins Bett, ein bißchen spieln noch die Zehen… doch schon … Weiterlesen

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Das Erledigungs(2)journal sowie (Nach)krebstagebuch des Dienstags, den 10. November 2020. Mit Benny Profane, dem Pluto Symphny Orchestra und am Abend Langes Carmen von Bizet.

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[Arbeitswohnung, 14.22 Uhr Hans Abrahamsen, → Let me tell you (2013)] November. Irgendwie mag es den ganzen Tag über nicht hell werden. Dennoch schoß ich um sechs aus dem Bett, denn das da war nun → auch noch, und zwar … Weiterlesen

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Das melancholisch wohlgelaunte Arbeits- als Erledigungs(1)journal mit der Steuer sechstem, nunmehr abgehaktem Tag, nämlich geschrieben am Montag, den 9. November 2020, dessen Morgenfrüh, wie gestern in die Nacht schon der Abend, voll Goldberg ist, von Tepfer.

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[Arbeitswohnung, 7.06 Uhr Dan Tepfer, Bachs Goldbergvariationen, 2015 in Madrid] Hinweis und Link verdanke ich Freund Faure; → Ramirer freilich war schon im Bilde, der mir am selben Tag, nur etwas früher, seine Transkription der Goldbergaria schickte, No 1, welcher … Weiterlesen

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ENTR’ACTE

Der Steuererklärung fünfter Tag. Im Arbeits-, diesmal Erinnerungsjournal des Sonnabends, dem 7. November 2020.

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[Arbeitswohnung, 7.30 Uhr Zweiter Latte macchiato France musique contemporaine: Hans-Jürg Meier: Wingert in der Frühe (2011/12)] Bereits seit vier Uhr am Schreibtisch, mir gingen dauernd Belege durch den Kopf und zwei mögliche Fehler, die ich in der Rechnung korrigieren wollte. … Weiterlesen

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Das Verhängnis der Heiligenscheine im Arbeitsjournal des Freitags, den 6. November 2020. Als vierunddreißigstes Coronajournal und weiteres (Nach)Krebstagebuch, darinnen zitiert wird erneut: Die Brüste der Béart,64. (Nämlich).

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  [Arbeitswohnung, 7.04 Uhr France musique contemporaine: Anthony Payne, The Stones and Lonely PLaces sing] Noch nie so viele Corona-Tote in Berlin an nur einem Tag titelt der heutige Morgenbrief der Berliner Morgenpost. Insofern wundert es mich kaum, wenn die … Weiterlesen

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„Wenn Sie gefährdet sind, dann bleiben Sie doch einfach zuhause!“ Im dreiunddreißigsten Coronajournal, diesmal abends bei Penny. Zugleich das (Nach)Krebs- und Vor-ZweitOP-Tagebuch des Mittwochs, den 4. November 2020.

[Arbeitswohnung, 7.11 Uhr Harte Frühnacht; schwere Bruchschmerzen. Nach 2 x 30 Tropfen Novamin aber durchgeschlafen. Galina Ustvolskaya, Composition II „Dies irae“ (1972/73)]       Mitwirkende: Kassiererinnen & Kassierer Einkäuferinnen & Einkäufer, darunter ich Polizeiaufgebot Die Zahlen in Berlin explodieren … Weiterlesen

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(Nach)Krebstagebuch. Am Dienstag, den 3. November 2020: Der Narbenbruch ff. Später auch Steuererklärungsbeginn mit Puccini im Ohr Barbirollis.

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  [Arbeitswohnung, 8.38 Uhr France musique contemporaine: Gabriela Ortiz, Trifolium für Violine, Violoncello und Klavier] Das „Hernje“ ausgesprochene Wort kommt vom Griechischen ἔρνος, „Knospe“ nämlich sowie „Sproß“; im lateinischen hernia wurde „Bruch“ daraus. Wobei ja nicht wirklich etwas gebrochen ist, … Weiterlesen

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Battalia: T(h)eo W. Currentzis —

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— das, tatsächlich das mußte ich, so unangemessen es im Wachen zu sein scheint, denken und – eben! – dachte ich, als ich die Augen aufschlug aus dem Schlaf, der ein vollendeter Musiktraum gewesen sein muß. Nachdem völlig ungeplant mein … Weiterlesen

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Einunddreißigstes Coronojournal, nämlich des Mittwochs, den 14. Oktober 2020. (Nachkrebstagebuch). Mit Deutschem Buch- und Monika-Rinck-Preis 2020.

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[Arbeitswohnung, 8.08 Uhr France musique contemporaine: Berio, Folks songs (1964), Dawn Upshaw] Über Jahre war ich, es mehr oder minder wegdrückend, verletzt, niemals für den Deutschen Buchpreis nominiert worden zu sein, um von Benennung auf der Shortlist zu schweigen, jetzt … Weiterlesen

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Krebs/Nachkrebstagebuch, 11. Oktober 2020. Wiederherstellung der (hetero)sexuellen Kompetenz. (Zugleich als Coronajournal No 30.)

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[Arbeitswohnung, 9.27 Uhr Penderecki, Fünfte Sinfonie (1999)] Dies ist entschiedenermaßen der nun nächstfällige Schritt, nachdem mir zum einen die Chemo die Fortpflanzungsfähigkeit zerstört haben dürfte (sollte ich dies testen lassen? von → Tests habe ich grade die Nase auch da … Weiterlesen

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„Ich bin ganz einfach nackter und weniger verschüttet als ihr“:
Peter de Mendelssohn über und von Giono.

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        Gionos (Kunst) ist eine heidnische, nämlich: Man solle (…) auf nichts verzichten. Es sei leicht, innere Freude zu gewinnen, wenn man seinem Körper entsage. Doch glaube er, es sei ehrlicher, eine „vollkommene Freude“ zu suchen, indem … Weiterlesen

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Wechsel der Ausdruckswelt
Als neunundzwanzigstes Coronajournal geschrieben am Mittwoch, den 7. Oktober 2020

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[Arbeitswohnung, 7.31 Uhr Penderecki, Largo für Violoncello und Orchester (2003)] Nun träumte mir schon die zweite Nacht in Folge von einem Objekt, das ich solle, wie jemand mir aufgab, zur → Erinnerung an den 5. Oktober 1938 anfertigen lassen und … Weiterlesen

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Das (Nach)Krebs- & Arbeitsjournal des Dienstags, den 15. September 2020. Mit den zwei viszeralen Sonden sowie Phryne und Béart (59).

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[Arbeitswohnung, 7.30 Uhr Korngold, Sinfonietta op. 5] Ein Stück, das besonders Do immer sehr geliebt hat und das ich einige Zeit lang ganz wie Elgars Caractacus gern als Morgen-, nämlich Aufwachmusik hab erklingen lassen. Frankfurtmainer Zeit. Wolpertinger und noch an … Weiterlesen

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Das Arbeits- (eher Lese-)journal, zugleich (Nach)Krebstagebuch des Sonntags, den 13. September 2020. Darin zu Federico von Lewin Erich Wolfgang Korngold sowie ein wiederholter böser Traum. Außerdem Lukrez, nämlich: Die Brüste der Béart, 53.

    (Schmutztitelnotate in Lewin, → Federico)   [Arbeitswohnung, 7.79 Uhr. 70,1 kg. Korngold, Klavierkonzert für die linke Hand, op. 17] Wie ich’s gestern einer entfernten Freundin schrieb (ohnedies verlege ich die persönlichen Belange meine Arbeitsjournale seit → dem dort … Weiterlesen

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