Es sich mal richtig g u t gehn lassen mit dem Krebs!
| ANH an Liligeia, sechster Brief (als Antwort auf Lis Zwischenruf) |
Geschrieben von Sonnabendabend auf Sonntagmorgen, 30. bis 31. Mai 2020. {Krebstage 32 – 33 = Tage 12 und 13 der Nefudphase I)

 

 

 

 

— deshalb, weil sicherlich auch Du meine Handschrift nicht oder  nur unter solchen Mühen entziffern kannst, die ich Dir, meiner schönen, heut so sanften Li, weder zumuten möchte, noch es dürfte … – deshalb also schreibe ich mit der Maschine weiter, auch “natürlich”, weil ich den anfangs genutzten  Schreibblock habe aus einem Leipziger Comundo mitgehen lassen, das es – weder ein Leipziger noch einer anderen Stadt – in der Nefud nicht gibt, auch nicht in, siehe meine Absenderangabe:

NEFUD.ANDERSWELT

Die ich heute, da Du mich derart infrieden läßt, einmal verlassen habe, derweil meine Seele selbstverständlich weiter neben Faisal reitet, und hinter uns sein Diener, voran nur die zwei Scouts, die aber niemals stehen bleiben, um eine Hand zu heben, die uns ein wachsam Gleiches raten würde im Angesicht oder doch der Ahnung uns drohenden Geschehens. Nichts. Wir reiten und reiten, da gerät man in Trance und steht unvermittelt vor Gethsamenes Apotheke auf dem Prenzlauer Berg, wo von gestern auf heute auf Rezept der Hausärztin mein nun auch “offizielles” Cannabispräparat hergestellt wurde, so daß ich fortan zwei allerdings insofern differierende Flüssigkeiten nutzen kann, als → der caglistrosche THC-Anteil doch signifikant höher liegt als der des gegen “Bewußtseinsveränderungen” arg heikel eingestellten rein-medizinischen Präparats, dem er nämlich fast völlig fehlt. Nun, ich werde die Tropfen alternierend ausprobieren und Du, Liligeia, davon kaum unbetroffen bleiben. Ich hoffe, auch Dir werden wunderbare Welten geschenkt, vielleicht auch solche, die Dich mir gegenüber ein wenig zahmer werden lassen, einfühlsamer hätte ich’s gerne; wie Du dagegen mit andern Dichtern umgehst, drauf mag ich keinen Einfluß haben. Macht Ihr das unter Euch aus.
Jedenfalls war ich Dir erstmal, für heute, entwischt. Vielleicht hast Du tatsächlich noch, weil ich gestern fünf Tropfen nahm zur Nacht, in ihren Wirksamkeiten Dich geschaukelt, so daß Du nicht mitbekamst, wie schnell ich herunter von Röhrerich glitt (der es ganz offenbar auch nicht mitbekam, so wenig wie Faisal und die anderen Begleiter) und geduckt, aber gestreckt durch den Sand stob, der meine Sandalen freilich festhalten wollte, nämlich mich an ihnen, weshalb ich zweimal aus ihnen herausglitt und derart barfuß sofort zu spüren bekam, wie heiß es in der Nefud sein kann und eben jetzt auch war. Aber ich mußte dran denken, daß die Apotheke heute inventurhalber nur bis 14 Uhr geöffnet ist, also war der Rundsaum meines ثوبs zu heben und weiterzueilen. Konnt’ ich denn wissen, wie lange die Lappenschleuse offen bliebe, die ich im untren Drittel einer sich nicht weit von hier auf über zwanzig Meter erhobenen Sandsteinpyramide schimmern gesehen hatte. Am besten mich gar nicht mehr umdrehen. Blöd nur, daß mir zwei Plastefläschchen der von Faisal verordneten sogenannten Astronautennahrung aus den Gewandärmeln rutschten und im Sand nicht etwas stecken blieben, nein, er wollte sie schlucken. Zentimeter für Zentimeter versanken sie, eine gräßliche Zeitdilatation einmal wieder — die mich eben nicht einfach zuschnappen und die Gefäßchen wieder an mich bringen ließ, sondern ich mußte um jede Sekunde ringen, in der eine Hand sich bewegte. Dennoch, es gelang, mein Wille ist ungebrochen und die Astronautennahrung auch in Auszeiten wichtig, da ich mit ihr und THC die Auszehrung nicht nur stoppen konnte, die mich für eine Operation des anstehenden Ausmaßes allzu sehr geschwächt hätte, sondern sie hat mich im Gegenteil fast alles verlorne Gewicht in kaum vierzehn Tagen wiedergewinnen lassen. Offenbar, Liligeia, hast Du auch hierbei nicht geahnt, zu welchen Mitteln ich greifen würde, um meine Haltung zu bewahren. Aber nein, ich seh Dich nicht als Feindin. Doch kam ich jetzt, durchaus aus der Puste, bei dem Riß in dem Sandstein wirklich an. Zwar machst Du mich schnell erschöpfbar. Doch ich zehre von den lange Jahren unentwegten Trainings. Da kann ich Dir schon mal eine lange Nase drehen. Und sowieso hatte ich vor, es mir heute mit dem Krebs einmal richtig gutgehn zu lassen, indessen offenbar Dich das THC noch berauscht. Außerdem wollte ich diesen Brief lieber auf meinem Schreibtischstuhl schreiben als erneut im Schneidersitz, der mich dann doch immer recht schnell steif in den Gliedern werden läßt.

 

Sò.

 

Augen zu und

 

 

————> durch.

 

< Klappe >

Prenzlauer Berg, Stargarder … Mist, in dem arabischen Gewand fall ich nun aber doch auf, zumal mit der vom Agal gehaltenen Kufiya. Nee, besser schnell zurück und in die Arbeitswohnung hoch, hellgrauer Sommeranzug, Krawatte – aber … ah! daß ich lange in der Wüstensonne war, ist mir schon anzusehen. Prima.

Wieder hinaus.
Zu Mitte Meer, es war noch Zeit, fürs Abendsashimi eingekauft, die Austern als Vorspeise. Der Maguro tatsächlich in Sashimi-Qualität, 49€/kg, schon heftig. Aber na gut, 200 gr nehm ich, dann noch ebenso viel Kabeljau, ebenso viel Lachs. (Ich denke, daß es genügt, erst spät am Abend zurück in die Nefud zu kehren; na gut, vielleicht daß man mich beim Nachtmahl vermißt. Für den Fall werde ich mir eine Ausrede zurechtlegen, deren beste allerdings die schon gefundene ist: Ich hätt es mir, oh Li, heut gutgehn mit Dir lassen. Denn Faisal ist diskret, er wird nicht weiterfragen: Man spricht nicht unter Wüstenfürsten über seine Frauen, erwähnt sie besser nicht einmal. Eine die Geschlechtsunterschiede nivellierende oder gar leugnende Gendercorrectness kommt dem recht entgegen.)
“Spaziergang übern Markt?” Anruf bei लक्ष्मी.
“Oh, du bist in Deutschland? Ich hab dich grad in Jordanien gelesen. Wie gut, daß du damals die Bilder in der Namib gemacht hast — so war jetzt alles vorbereitet.”
“Eine aber komplett andere Wüste.”
“Da bist du ja auch noch gesund gewesen.”
“Ich bin noch jetzt nicht krank.”
“Du hast nur Liebeskummer, oder Li an Dir, verstehe schon. Jedenfalls scheint ihr gefährlich nicht zu passen.”
“Deshalb die Nefud…”
“Zuerst. Dann aber … Bitter, sich eine geliebte Frau so aus dem Leib zu schneiden, gar schneiden zu lassen – und aber auch, geschnitten so zu werden.”
Was ich nicht kommentieren mochte, war einfach zu gut drauf.
“Also Treffen wieder Helmi/Ecke Raumer?”
“Ja, und weiter dann zu zweit.”
Daß es so etwas gibt! mußte ich denken. Wie ein Schon früher schoß es durch mich auf, aber ich kann auf das Foto, das mir sofort im Kopf war, nun doch nicht verlinken, weil ich den alten Dschungeleintrag nicht mehr finde; ich habe jetzt den gesamten März und April 2006 durchgeschaut, ebenso die für diese Zeit gesicherten Bilder. Man sah — in der alten, → damals noch wundervollen Strandbar Mitte — meinen, ich glaube, rechten Fuß über den linken geschlagen, und als Titel stand darüber (meiner offenbar falschen Erinnerung nach):

DAß ES SO ETWAS GIBT!
oder
DAß SOWAS MIR PASSIERT!

Mir war ein märchenhaftes Privileg zuteil geworden, dem ich den Ausdruck eines erfahrenen Wunders gab, das für den Tag auch eines blieb, vielleicht sogar für volle zwei Wochen. Ich kann es darüber hinaus nicht mehr sagen, aber dieses, Li, ist sicher. Und eben das durfte ich nun wiedererleben, minutenlang. Wenn wir sensibel bleiben, ist unser Leben wahnsinnig reich. Die Stunden, jede, können von Erkenntnis explodieren, und in sinnlichsten Wogen laufen sie in ein Meer aus, das sie und uns aufs neue stets auflädt, bis wir irgendwann einfach zu schwach geworden sind, um solcher Fülle standzuhalten. Schönheit ist eine Forderung. Sie will gesehen, angesehen werden. Die, die es verweigern, bestraft sie.
Womit wir wieder bei Dir wärn, endlich – da ich Dir so nun Antwort geben kann, nachdem ich vom Marktgang zurück bin, wo ich noch Käse erstand, bevor लक्ष्मी und ich uns wieder trennten; allerdings begleitete sie mich noch bis zu meinem Wohnhaus. “Und wie kommst du nun wieder zurück?”
Darüber war ich mir selbst noch nicht klar. Doch machte mich das nicht mal nervös. Die Aussicht auf ein paar Stunden alleine mit mir, und mit meiner Musik, war um so beglückender, als ich neulich endlich meine Stax-Hörer wieder richtig anzuschließen vermochte, die seit ihrer Reparatur durch den pfiffigen Herrn → Wiemer hier nur herumgelegen hatten. Mir hatte einfach die richtige Kabelpolung des SRD7 -Vorverstärkers nicht gelingen wollen. Nun nahm ich mir die Zeit, im Netz nach einem Schaltplan zu suchen, → den ich tatsächlich fand. Und — voilà! kein schlechtes Gefühl mehr, wenn ich bereits morgens früh Musik laufen lasse, die mir so nötige. Denn einmal, in der Tat, hatte es von oben ärgerlich geklopft. Was ich verstehe, selbstverständlich, wer läßt schon halb fünf Uhr Morgens → Currentzis Mahler toben oder → Hakola wie jetzt? (Du  mußt, liebste Li, jede Zeitangabe relativ sehen: Dieses “jetzt” meint eines – morgen. Es geht in jeder Poetik, auch ihren Räumlichkeit, stets um Bezugssysteme.)

Bezugssysteme. Ich will Dir Antwort geben.
Nein, ich selbst habe mich, als ich Deinen Namen suchte, nicht auf Giger bezogen — jedenfalls nicht bewußt. Doch kann ich nicht die Möglichkeit bestreiten, aus meinem Unbewußten abgeschrieben zu haben, in das er sich mit eingeprägt hat, wenn auch er selbst viel weniger, als seine Geschöpfe es getan, → Li Tobler allen hier voran. Woran mich aber erst Frau von Stieglitz, eine Leserin, erinnerte, Du weißt schon, → dort. Und verlinkte auf ein Bild von Dir! Denn so, ja, tatsächlich so habe ich Dich in meinem Innern von Anfang (womit ich meine Diagnose meine) an gesehen. Leider darf ich die Bilder hier nicht anzeigen, ich bekäme andernfalls eine entschädigungsgeldbewehrte Abmahnung ins Haus. Mit ein wenig Vermögen im Hintergrund wär mir das allerdings egal. Es ist nicht eine moralische und schon gar nicht “Frage”, sondern alleine eine des Mehrwerts. Der jemandem wie Dir natürlich egal sein sollte – ist’s aber denen nicht, die mit Dir handeln und denen Du der Rohstoff bist, egal, ob pharmazeutische oder Industrie der Kultur; hier “ticken” beide gleich.
Stimmt, darum geht’s nicht. Was mich an Gigers, dieses modernen Hieronymus Bosch, Albtraumkonstruktionen von unserer ersten Begegnung an benahm, war, daß ich in ihnen einem Archetypos begegnete, der lange zuvor in mir gepflanzt worden war, und ich weiß nicht, von wem. Nun war er BILD geworden. Nicht Alien war es, was so wirkte, sondern die dunkle Muse, eben, Li. Auch ein Ungeheuer Muse. Sie schoß sich, Du weißt es, ins Gesicht. Wofür hat sie sich so bestraft? Dafür, daß die Allegorie alles Sexuellen von ihr Besitz nahm und sie ausfüllte? Daß sie ihr nimmermehr entkommen konnte? Es gelingt in der Tat nur wenigen, sich unter den Allegorien, die uns wider Willen erfassen, einfach wegzuducken – und wenn es gelingt, dann nur unter den Schmerzen einer heftigen, uns nicht selten auf andere, dann nur noch schwer zu analysierende Weise schädigenden Verleugnung.
Aber als ich zum ersten Mal Li I sah, warst Du in mir schon angelegt, wie ich jetzt lernen mußte, wenn auch, wahrscheinlich, noch nicht als Krebsin verkeimt, geschweige schon als Puppin. Aus der auch Sil dann schlüpft – wie → Niam sehr viel später gleichfalls. Mit → Species indes erschien als eben Sil (in deren Namen Du selbst so gut wie nicht versteckt bist) eine in ihrer Einsamkeit und Fremdheit so enorme wie eben (im grausamsten Wortsinn:) eindringlichste Figur, in der sich Zeugung, Empfängnis, Tod komplett vereinen, ganz so, wie ich selbst es, und zwar schon seit Kindheit, empfand und in fast fieberiger Klarheit vor mir sah und immer wieder meinerseits gesucht und aufgesucht und Variation für Variation gestaltet habe: diese beängstigende, zugleich sinnbetörend-rauschhafte Nähe von Schöpfung und Vernichtung, dieses Malstromes Leben, ganz so, wie die Großen Mütter der Mythologien immer auch Zerstörerinnen waren; ein nicht-domestiziertes Matriarchat erhobt sich hier und strahlte derart aus, daß man sich stellen muß als Mann und stellt sich auch, um, ja, zu unterliegen. Was überhaupt den Wert erst bestimmt: ohne sich gebeugt zu haben. Es würdig gewesen zu sein, Deiner, Liligeias, würdig — was uns zu Dir eben hinzieht auch dann, wenn Du uns nicht hinaufziehst, sondern wie im alten Volksstück müssen wir Mephisto schließlich mit uns selbst bezahlen:

Auch also, wenn Du, schön Li, → mir so vorwurfsvoll geschrieben, Du könnest ja nicht einmal sein, also Gigers, Werk leiden, wirst Du mir doch zugestehen müssen, daß er einiges von dem erfaßt hat, was die Welt, die noch nicht correcte — sie wird auf Dauer corrigierbar auch nie sein, sich immer wieder mit all ihrem Chaos aus Schönheit und Grauen unzuhanden erheben —, als allegorische Wellen durchwogt und -weht: der Kehrseite unserer Zivilisationen,

Der Bestienblick: die Sterne als Kaldaunen,
der Dschungeltod als Seins- und Schöpfungsgrund,
Mensch, Völkerschlachten, Katalaunen
hinab den Bestienschlund
Benn, Verlorenes Ich

Und noch deutlicher (das quasi ewig-stumme Motto meines eigenen poetischen Werks):

(…)
mir steht ein Meer vor Augen, oben Bläue,

doch in der Tiefe waberndes Getier
Benn, “Abschluß”

Wobei Sil interessanterweise — blond ist … wie, daraus zu schließen, auch Du es sein mußt, Li, so daß Frau von Stieglitz → an völlig anderer Stelle geäußerter Vorschlag restlos in die Irre geht, wenn sie den Ausweg darin sieht, einen “Gegentypus zu entwickeln”: ein wahrhaft schlagendes Beispiel für das, was die Alten unter Tragik verstanden und ich, als Moderner, wieder genauso verstehe, fast genauso. Indem wir unsre Heimat fliehen, um  nicht mit der eigenen Mutter tu schlafen und unsern Vater umzubringen, bewegen wir uns genau darauf zu.
Auch wenn ich Dich also bislang nur imaginär sah, kann ich nunmehr sicher sein, daß Du nicht zu den von mir bevorzugten dunkelen Frauen gehörst, sondern zu den schrecklich hellen. Und ich werde mich selbst überzeugen, wenn wir erst einmal in Aqaba angekommen sein werden, einer Unterabteilung wahrscheinlich des Lichtenberger Sana-Klinikums, wo mich schließlich doch operieren zu lassen ich derzeit eine deutliche Tendenz habe. Allerdings wird es am kommenden Mittwoch noch ein Beratungsgespräch in der Charité geben, wo mir auch Ratschläge wegen des OP-Modus erteilt werden dürften.

Und jetzt saß ich wieder an meinem vertrauten Schreibtisch, hört in den Stax erst einmal wieder Mahler II, dann fiel mir Hakolas von mir fast vergessenes Klarinettenquintett in die Hand zurück, eines Komponisten, der bereits bei unserer ersten Begegnung in Helsinki einen enormen Eindruck auf mich mache, auch wenn wir leider nicht ins Gespräch kamen, ich ihm von meiner Erscheinung vermutlich ebenso wenig sympathisch war wie er mir. Jetzt fiel seine Musik geradezu über mich her — und der Krebs ward ebenso vergessen, wie ich nicht mehr daran dachte, in die Nefud zurückzumüssen. Statt dessen grub ich mich in meinen Ohren, sozusagen, ein. Bis mein Sohn im Raum stand und um den Espresso bat. Was ich jetzt nutzte, um in seinem Beisein meine vorbereiteten Sashimi zu verzehren — tatsächlich ganz:

Da staunte er, mein Sohn, doch sehr. Aber ich schrieb ja oben schon, es mir heute mit dem Krebs einmal richtig gut gehen zu lassen; vor allem bekomme ich nun auch die rechte Schneidetechnik heraus, und es wäre doch sehr gewagt gewesen, die frischen Filetstückchen erst mal wieder in die Wüste zu transferieren, bevor ich sie aß. Und da, Li, Du, den ganzen Tag über nicht protestiert hattest, durfte ich da nicht annehmen, daß auch Dir meine Auszeit imgrunde ziemlich recht gewesen? Und also beschloß ich, ohnedies vor Sattheit fast schon müde, Dir statt der zum Einstieg empfohlenen drei Tropfen Dronabinols deren fünfe zu gönnen,

an denen ich an Dir dann einschlief,
so daß es ———————————————————————>

 

[صحراء النفود.صحراء النفود, Morgenlager]
6.30 Uhr, 72 kg]

[Kimmo Hakola, Klarinettenquintett (Kopfhörer)]

 

———————————————————> leichter war, in die Nefud zurückzukommen, als ich mir hätte auch nur vorstellen können. Tatsächlich ging es auf der Schlafesrutsche dieser fünf Tropfen wie von selbst vonstatten, dessen Wirkung ich fortan im Wechsel mit Cagliostros THC-Öl ausprobieren will.
Wie auch immer, um 23 Uhr legte ich mich zu Bett, wachte um 1.30 Uhr kurz auf, da noch in der nächtlichen Arbeitswohnung, aber zur zweiten ebenso kurzen, nur zum Pinkeln, Unterbrechung mußte ich bereits unter meinen Teppichen hervorkriechen und aus dem Zelt, ja, austreten eben, was insofern Aufwand verlangte, als ich erstens total verschlafen und zweitens im Rücken wieder etwas steifig war

(der medikamentös angeregten Bildung weißer Blutkörperchen halber, deren
normale Anzahl von den in der Nefud herrschenden Strahlungen so lange
attackiert wird, bis sie aufgeben müssen; so gesehen, las ich gerade, sei eine
Chemo
eigentlich nichts anderes als ein krasser Stresstest für den Körper.
Das schreibt jemand, der ihn trotz einer vor allem symbolisch sehr viel
härteren Diagnose als der meinen bereits bestanden hat, und ich verlinke
gern darauf)

und vor allem noch wußte, wo ich im Traum mein Gewand sowie unterm eingerollten Agal die Kufiya hingelegt hatte, um sie beim Erwachen aufnehmen und mich in alles kleiden zu können. Freilich, zum Pinkeln ging es auch mit einem schmalen Teppich um meine längst nicht mehr fleischlich-muskulösen, sondern mittlerweile deutlich knochigen Schultern. Noch brauchte ich auch die Sandalen nicht, es war ja noch recht kühl, fast kalt.
Meine Güte, das Dronabinol macht schwere Knochen! Drückt es dich tiefer in den Schlaf als THC? Momentlang hatte ich den Eindruck und werde es beobachten, auch nachher schon mal mit Faisal besprechen.
Ein Röhren Röhrerichs grüßte mich aus den Rücken seiner Stuten. Dazu schnaufte er.
“Pscht, Rih!” rief ich leise. “Die schlafen alle noch. Aber guten Morgen, Du aller Kamelinnen Schwarm (bei einem bisexuell aktiven Dromedar müßte hier “aller Kamel*innen” geschrieben werden) und Träger nur von Wüstenfürsten… Ich weiß, wir haben einen harten Ritt vor uns, drum ruhe noch, oh schwankendes Schiff meiner Chemo!” Und verkniff mich nicht länger.

Danach schlief ich bis halb sechs durch und stand um zehn vor auf. Da lagen Thawb, Kufiya und Agal denn auch ganz selbstgewiß bereit: sorgsam zusammengelegt, wie ich, der Pedant, es zur Nacht gerne habe. Und wie sich heraustellte, war ich gestern tatsächlich nicht vermißt worden. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob die Geschehen in der Nefud während meiner Prenzlauerbergs Auszeit nicht einfach stehen geblieben sind,  wie wenn jemand auf PAUSE drückt und auf PLAY erst wieder, da ich zurückgekommen war. Oder spalten wir uns bei solchen Wanderungen tatsächlich und setzen zwei verschiedene Geschehensketten ingang, die zu synchronisieren nicht mehr leicht, vielleicht sogar unmöglich sein dürfte? Was haben wir uns poetologisch dann vorzustellen? Daß ich in der einen Dimension de facto sterben werde, überleben indes in der andern? Und beides aber völlig konkret? Wer aber kann dann berichten und wer wann? Und käm ich lieber nach Aqaba, Li, oder verbliebe in einem Europa, das sich nicht finden mag und fast schon vergaß, was sein Gott ist: die Kunst? Auf die sie wie auf GOtt vergaß.
O plötzliche Trübsal des Morgens. Ich habe für Dich keine Zeit, wollte statt dessen unbedingt zu Kimmo Hakola schreiben – was ich aber jetzt, da mein Bericht schon ohnedies sehr lang ist, verschieben möchte: Dich, mein süßes Krabbelkrebschen, von ihm zu überzeugen … ich meine, von seiner Musik. Die ich selbst erst gestern wiederentdeckte, am Schreibtisch während meiner Auszeit. Nein, STOP, mehr dann später, eigens. Ich hör grad erstes heisres Rufen, das Lager ist erwacht. So geht es also – Liligeia, Dir entgegen – weiter. Drei Höllenkreise trennen die Messer noch von uns.

 

A.

“Ein Silberturm ist die Welt”. Die Novelle als Phantasmagorie. Von Dietmar Hillebrandt.

[erschienen als → amazon-Rezension
am 2. April 2012; hier wiederholt
wegen der revidierten Fassung der
“Fenster von Sainte Chapelle” in
ner-
halb der → Gesamtausgabe der Er-

zählungen, Band 2, “Wölfinnen”]

 

 

Jedes Buch lässt uns immer wieder durch ein anderes Fenster auf die Welt blicken. In diesem ist es das Fenster eines schreibenden Mannes, der nach Paris reist. Frankfurt und Heidelberg sind die Orte vor seinem Abflug nach Paris und bis zu den fünf Sternen auf Seite 9 war ich zum Einstieg gekommen und hätte spontan auch fünf für diese Ouvertüre vergeben. Für die Nähe, die das erzählerische Ich zum Autoren-Ich zulässt und für das Spiel auf der Klaviatur der ganz eigenen Sprache, so improvisiert und gerade deshalb poetisch. In Heidelberg wird ein Ereignis beschrieben, bei dem eine Asiatin, um auf ihr Lädchen aufmerksam zu machen, eine Blume für die Ordnungskräfte zu weit in eine Parklücke stellt. Es ist unschwer in diesem Bild die Verletzbarkeit des reisenden Schriftsteller-Erzählers zu erkennen, der sich in der Ignoranz durch den Kulturbetrieb und einer anonymen Staatsmacht oder Obrigkeit spiegelt. Wir nehmen unmittelbar teil an den Gedanken des Schriftstellers, die ständig getränkt sind mit Referenzen an seine eigene Literaturrezeption von literarischen Größen wie Joyce und Proust. Da wird ganz nebenbei über die unterschiedliche Reaktion auf den Vortrag einer sexuell freizügigen Stelle bei Joyce durch Eva Demski gegenüber der des Schriftstellers selbst sinniert und von seiner Vorliebe für dieses Helios-Kapitel, aus dem das Zitat stammt. Ein gelungener Leseabend, an dem Eva Demski nach ihm las, ist ihm in Erinnerung geblieben.

Amüsiert, manchmal sogar ergriffen, fühlte ich mich ob des Erfindungsreichtums des Erzähler-Ichs, der so unmittelbar jeden Eindruck sublimiert und in die Sphäre der Kunst zu schicken weiß. Der Paristrip wird eigentlich zur Frage nach dem Gott oder Teufel in uns allen. Ein umstrittenes Werk des Schriftstellers, “Meere”, soll ins Französische übersetzt werden, aber er erhält gleichzeitig einen mysteriösen Auftrag zu einem Buch von einer Madame “Le Duchesse”, von dem es nur ein Exemplar für diese ominöse Zwittergestalt selbst geben soll. Hinter diesem Drahtzieher im Hintergrund könnten sich Gott oder der Teufel persönlich, aber auch Anklänge an bekannte literarische Figuren wie der Baron de Charlus aus Prousts “Recherche” oder die Herzogin von Guermantes verstecken. Begleitet wird dieses fleischgewordene Mysterium von einem dienstbaren Geist in lederner Kluft, der Jenny Michel heißt, aber gleichzeitig auch das Potential zum Erzengel Michael oder dem Luftgeist Ariel hat. Parzival im Labyrinth der Gestalten auf der Suche nach dem Gral, der sich immer nur wieder als der Mensch selbst zwischen Gut und Böse herausstellt. Körperlichkeit wird in der Sexualität selbstbewusst ausgelebt, um sich anschließend um so entspannter der eigenen Kunst widmen zu können. Irgendwie paart sich die Dominanz im Spiel des Sexuellen mit der künstlerischen Demut, Sensibilität und Verletzbarkeit. Letztlich steckt in jedem Menschen auch ein gefallener Engel. Wie beiläufig wird grandios vom Religiösen erzählt, das eine kleine Geschichte enthält, in der Touristen die Kirche als Ort der Andacht und Hoffnung mit ihrer permanenten Fotografiererei entweihen. Nur “wenn die Menschen draußen sind, ist drinnen Gott”, wird ein französischer Film zitiert. Ein schönes Bild, das deckungsgleich auch für die “Trolle”(verbal marodierende Kommentatoren) im Weblog des Schriftstellers gelten könnte.

Die Erzählung durchbricht beinahe in Echtzeit mediale und personale Grenzen, denn die Kommentatoren im Blog, mit denen der Erzähler in ständigem Kontakt steht, sind hinter ihren Pseudonymen manchmal erkennbar und werden so Teil dieser erzählten Anderswelt. Zwischen den Personen besteht ein hierarchisches Machtgefüge und multiple Abhängigkeiten. Das Restaurant Silberturm, “Tour d’argent” werden die folgenden Abschnitte genannt, verweist auf das Abhängigkeitsverhältnis von Verleger und Autor, der ständig unter dem Druck steht, sein Werk versilbern zu müssen.
Die Phantastik in der Novelle ist sogar was ihren eigenen Text angeht immer intertextuell, denn von den Kommentatoren in seinem Weblog werden Pfingstrosen (Päonien) als narrative Unstimmigkeit angeprangert, weil sie bereits in Deutschland kurz vor dem Abflug auf einem anderen Tisch standen und nicht, wie von ihm berichtet jetzt in seiner Unterkunft “La Nonchalante”. Der Schriftsteller beklagt nun einen geknackten Code, bei dem es sich eben nicht um den der Eingangstür zu seiner Wohnung handelt, sondern den der Imagination und Erzählweise des Erzählers selbst. Sofort wird mit der Transponierung in eine Opferrolle begonnen und das Bild eines Mannes evoziert, der geschlagen, verletzt und ausgeraubt vom Luftgeist Jenny verarztet werden muss. Den Code nicht zu besitzen, bedeutet auch mit dem Verlust seiner Identität bedroht zu werden. Ohne Identität ist man aber selbst in der Fiktion ein nicht oder nur schlecht wahrgenommener Niemand.

Der Schriftsteller flüchtet sich in seiner Phantasie auf ein Schiff, das Prada heißt oder wo man Prada trägt. Die Touristen an beiden Ufern der Seine erscheinen ihm wie Ströme von Joyceschen Rindern. Der Ich-Erzähler verleiht sich im Folgenden eine gewisse räumliche aber auch zeitliche Omnipräsenz. Es ist ihm egal, wo er sich gerade befindet, ob auf dem Pradakahn, in seiner nonchalanten Unterkunft, im Restaurant Silberturm mit “Le Duchesse”, auf einer Technoparty, immer hypostasiert er seine eigenen Eindrücke, richtet seinen Blick auf sich selbst und seine innere Imaginationswand. Das Narrative malt Bilder und Personen der Außenwelt zu seinem ganz eigenen Panoptikum. Ein wenig stiegen mir beim Prada-Boot Vergleiche mit einer Fahrt über den Styx in den Kopf, von dessen Planken sich der Schriftsteller mit einem beherzten Sprung aus seinen Lenden heraus vor dem Tod retten will. Die griechische Mythologie klang schon beim Rekurs auf Joyce an. Alles wird schillernde Metapher und in den Teppich der poetischen Sprache gewebt. Ein Prozess, an dem der Leser so unmittelbar wie möglich, durch Einbeziehung des Weblogs als Personen- und Ereignisfundus, teilnehmen soll.

Mit der Engelsgestalt Jenny bricht der Erzähler nun zur Sainte Chapelle auf. Seine exklusive Besichtigung allerdings erlebt der Ich-Erzähler aufgewühlt und rebellierend. Gegen jede sich monotheistisch patriarchal gebärende Religion lehnt er sich auf und sieht bereits in dem ihn empfangenden Mönch einen Zuhälter. Die Französische Revolution wird nicht nur als Sturm auf die Bastille, sondern als Befreiung von der Knechtschaft unter der Kirche und dem Gottesbild heraufbeschworen. Das Erzähler-Ich begreift sich selbst als “G e i s t des Aufstands”, der Gott als Vaterfigur und den Sakralbau als “Ställe Pädophiler”, als “herrlich verlogenen Bau” anprangert.
Es ist ein Feuerwerk der Imagination, das in der “Sainte Chapelle”, sowohl auf den Seiten der Schilderung des Kirchenbesuchs, als auch im ganzen Buch überhaupt abgebrannt wird. Das sprachliche Niveau halte ich für außerordentlich hoch und sprachgewaltig, was der Phantastik eine ganz eigene Ausprägung gibt. Die Einbeziehung des Weblogs darüber hinaus ist ein schriftstellerisches Wagnis.

Dann werden die Kommentatoren des Weblogs selbst zu teilnehmenden Personen einer Frivolitätenparty im Technoclub “Le paradis de Pantin”, eine Art Nachtclub in einem Pariser Vorort. Manchmal weiß man beim Lesen gar nicht mehr, ob man sich in einer Kirche oder in einer Szene aus Stanley Kubriks letztem Film “Eyes Wide Shut” im Schloß Somerton auf einem orgiastischen Maskenball befindet, der sich lediglich im Kopf des Erzählers abspielt. Das orgiastische Fest in der psychedelischen Techno-Disco und Halbschattenwelt gerät zu einer an Hieronymus Boschs “Garten der Lüste” erinnernden Gemälde, wobei die Abrechnung mit Gott oder der blinden Religiosität der Menschen zum Aufruf für die Freiheit in der Schöpfung wird. Das Paradies ist die Akzeptanz der Menschen untereinander über jede geschlechtliche Differenz hinweg und das Schöpferische im Menschen seine Freiheit schlechthin. Indem sich das “Ich” in dem künstlerischen und schöpferischen Prozess aufzulösen beginnt, reflektiert es sich selbst als ein Wesen, in dem Gott und Teufel zugleich angelegt ist. Sie sind von ihm selbst geschaffene Allegorien in seinem inneren Kampf um das Menschsein.

Neben dieses Fest in der Techno-Disco wird kontrastiv eine Begegnung höchst seltsamer Art in der “Sainte Chapelle” gestellt. Man könnte sagen Gott selbst trifft sich mit seinem verlassenen Sohn, wobei der Sohn nicht Jesus ist, sondern das Alter Ego aller Menschen, falls es so etwas überhaupt gibt. Es ist eine wirklich fein gestrickte “Göttliche Komödie” anderer Art. Das immer wieder allegorisch auftauchende Erzengelpersonal, vier an der Zahl, ist leicht zu dechiffrieren. Das Zimmermädchen Raffaela als den gleichnamigen Erzengel, wie auch “Jenny Michel” als Erzengel Michael oder der Absender der Vertragsemail für den neuen Roman des Erzählers Herbst am Schluss, der mit “Gabrielle U. Riel” unterzeichnet ist. Im Grunde werden alle Figuren Teil des Erzähler-Ichs und der Erzählstoff reißt dieses Ich ständig mit fort. Die Erzählung sprengt das altbekannte Genre der “Phantastischen Literatur”, ist darin nicht vollständig kategorisiert. Es ist vielmehr eine einzigartige und sehr avancierte Spielart autobiographischen Schreibens, die Elemente des Phantastischen zwar aufgreift, aber nicht zuletzt in der Einbeziehung virtueller Kommunikationsplattformen wie das Weblog im Internet modern und innovativ wirkt.

Ich-Auflösung bei gleichzeitigem totalen Hineinfallenlassen in die Ich-Imagination. Während die Orgie naturgemäß etwas Blasphemisches hat, gerät die Morgenröte danach zu einer Art doppelten Katharsis zwischen Dichter und Gott, der sich in einem multilingualem Priester materialisiert. Bei aller Religionskritik wird er als das erkannt, was auch er ist, ein mit den Projektionen der Menschen Beladener. Der “Code” ist in Wahrheit nicht zu knacken, er bleibt das, was über das “was die Welt im Innersten zusammenhält” hinaus will, der Impuls, der das Leben selbst ausmacht. Das geforderte Buch will der Schriftsteller nur dann schreiben, wenn Gott auf seine Rache- und Erzengel verzichtet, wenn Religion nicht gleichzeitig Gewalt implizieren würde.

Es handelt sich zweifelsfrei um eine phantasmagorische Novelle. Die konstituierenden traditionellen Elemente sehe ich mehrfach erfüllt. Die einzige Begebenheit ist die Reise, eine Rahmenhandlung ergibt sich durch den gleichen Standort zu Beginn und am Ende in Form von Berlin. Das durch den gesamten Text laufende Dingsymbol dürften die Pfingstrosen sein, deren abfallende Blätter eine äußere Erscheinungsform des Codes sein könnten. Der offene Schluss besteht darin, dass der Schriftsteller den von ihm geforderten Roman bei einem zweiten Besuch in Paris erst noch schreiben wird. Auf diesen Roman müsste die ganze literarische Welt eigentlich gespannt sein. Aber auch durch diese kleine Novelle ist der Himmel und die Erde nicht leerer, sondern reicher und voller geworden. Es ist allerdings immer auch der Himmel in uns selbst, der nach Freiheit verlangt, und ohne die er keiner ist.

Wie alle Leser, kann auch ich nur durch mein Fenster der Sainte Chapelle blicken. Manchmal sehe ich auf das blaue Meer an der Küste der Normandie oder der Bretagne, vielleicht sogar bis nach Berlin, das auch am Meer liegen könnte. Doch der erste Schritt wird immer sein, sich für eine Weile selbst zu vergessen, damit wir hinter unserem eigenen Spiegelbild den erschöpften Engel auf einem Friedhof in Rom sehen, der wir alle sind. Alban Nikolai Herbst hat ihn gesehen.

***

NOTA:
Wir, die Fiktionäre Der Dschungel, haben versucht, den Autor des vorstehenden, wie wir finden großartigen Textes, Herrn Dietmar Hillebrandt, zu erreichen, um die Erlaubnis für diesen Beitrag einzuholen, aber fanden, da es im Netz einige Dietmar Hillebrandts gibt, nicht einmal eine diesen bestimmten Dietmar Hillebrandt erreichbare Adresse. Wir bitten gegebenenfalls um Entschuldigung und würden den Text bei einem urheberechtlichen oder sonstigen Einwand sofort wieder herausnehmen. Mag sein, und wir hoffen es, daß er durch Suchmaschineneintrag auf die jetzige Dschungelveröffentlichung aufmerksam und so oder so reagieren wird.

Für Herbst & Deters Fiktionäre:
Kritiker, 20. Februar 2022

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