Non. Sept. Anno 2762 a.u.c.

Nonen. Dies fastus. Die Winzerin geht auf. Am Morgen geht in Attica der Bärenhüter auf und der Pfeil unter (Plinius).
Nach der drastischen Reduzierung des Aufputschmittels Kaffee eine sehr viel leichtere Müdigkeit, schlief auch ganz un-nervös am frühen Nachmittag, ohne die Begleiterscheinungen von neulich. Allerdings wirkt sich das auch auf den Abend aus. Vorgestern aber scheint es manchem nicht sehr gut gegangen zu sein, wie mir S. versicherte, die mich noch anrief. Nicht aus Bozen, dorthin fahre sie morgen erst. Das ungewöhnliche Sich-Hinziehen des Hochsommers. Wegen S. mußte ich sogar ein anderes Gespräch per skype unterbrechen. Komischerweise schrieb ich den Grund der Unterbrechung ins Messagefenster auf Italienisch, wie ich erst hinterher merkte. Wo ich doch da auf Deutsch gesprochen hatte. Wenn ich noch Paul hinzurechne, der sich vorher gemeldet hatte, dann ist das eine Art Rekord-Kommunikation gewesen gestern. Reden oder schreiben. Dennoch, der Arzt bei dem S. gestern gewesen, habe ihr empfohlen, aufzuschreiben, was in ihr vorgehe. Gestern ließ sie es dabei bewenden, mir zu sagen, was für Probleme wieder aufgetaucht sind. Da ich selber nicht aufs Schreiben verzichten kann, bestärkte ich sie darin. Aber sie wird’s für sich tun, wenn sie’s denn tut. Überhaupt, unser kontinuierliches Diskontinuum. Überraschender Kurzbesuch der Neffen und ihrer Mutter. Sie brauchte meine Coop-Karte, um damit in Terni billiger Schulbücher einkaufen zu können. Mitte September geht’s dann auch hier wieder los. Wenn die Schweinegrippe-Panik nicht den Schulanfang hinauszögern läßt. In Rom Panikeinkäufe von Desinfektionsmitteln. Ich kann mich an einen weiteren Panikeinkauf erinnern in Rom: als der Irak in Kuwait einmarschierte, fand man plötzlich in ganz Rom keinen Zucker mehr. Was ich mir auch jetzt noch nicht erklären kann. Eine nette Unordnung hätte ich hier. Hab’ ich, ja. Die Illusion eines Gewitters, das aber dann weiter südlich nach Osten zog. Wind aber war aufgekommen. Das Auge starrte in das satte Schwarz mit den glatten Strähnen zur Erde hin. Die Regen-G.L.eichung: nehmen und geben. Im Hof vorgestern abend: eine Treppe führt zur Wohnung von M.L., der Holländerin. Davor eine kleine Terrasse. Ihre Tochter stand auf einmal dort am Geländer und kämmte ihr blondes Haar. Sehen und schweigen. Lo… sagen wollen, es sich verkneifen. Nein, nur das Bild. Der Berg ein anderer. Dem einen zum Trotz.

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