Paul Reichenbachs Samstag, der 17 Februar 2007. Forelle.

Es ist jetzt 18.45 Uhr. Aus der Küche tönt es: Um 19.00 Uhr gibt es Abendbrot. Das ist ganz selten, dass sie das Essen vorbereitet. Und ich gebe zu, es tut mir gut. Ich muss mich also beeilen, um relativ pünktlich sein zu können. Forellen soll es geben, in Butter gebräunt und mit selbstgestampften Kartoffelbrei. Der Tag, es war herrlicher Sonnenschein, war von mir bereits gestern voll >>>verplant, als sie mich bat, mit ihr vor Mittag noch ein wenig zu wandern. Und da ich seit 5.00 Uhr am PC saß, kam mir ihre Bitte sehr gelegen. Es ist seit einigen Wochen ein anderer Ton bei uns, eine Art neuer Respekt entstand, glaube ich. Noch vor einem halben Jahr, wäre das Wort bitte ihr nicht über die Lippen kommen. Am Nachmittag schaltete ich den Computer auf Standby, las in Nabokovs „Ada“ weiter, der Roman ist fantastisch und schaute ebenso neugierig wie Bruno ins TB. Dass wir jetzt 3 sind, darüber freue ich mich, obwohl eine gewisse Scheu, wenn ich ehrlich bin, eine Art Hemmung bei mir, ich nicht leugnen kann. Das wird sich ändern, da bin ich sicher. Länger als Glück ist Zeit… schreibt Heiner Müller in einem Kommentar zum Oedipus.
Die Forelle ruft … Guten Abend.

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6 Kommentare zu Paul Reichenbachs Samstag, der 17 Februar 2007. Forelle.

  1. „Ada or Ador“ ist ein grandioser Roman. Und gehört mit Aragons „Blanche ou l’oubli“ und „La mise à mort“, Günter Steffens‘ „Die Annäherung an das Glück“, sowie Gerd-Peter Eigners „Brandig“ zu d e n Liebesromanen des Zwanzigsten Jahrhunderts.

  2. Doris Neidl sagt:

    ada Ada ist ein wunderbarer Roman…sollte ihn vielleicht wiedereinmal lesen. Und wie gefällt dir mein Linolschnitt? Habe übrigens einen ganzen Zyklus dafür gemacht.

  3. Doris Neidl sagt:

    und wieder Ada Lieber Herr Reichenbach,

    es freut mich, dass Ihnen der Linolschnitt gefaellt. Ich arbeite immer wieder mit Texten (Duras, Mayroecker, Canetti). Bald habe ich eine website!!! Gruesse!

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