dinge, die mir recht sind

etwas über mein schreiben entdeckt: „ein Stück weit asinnlich und intellektuell-distanziert“. schön, gfallt ma. ein stück weit. alle nase lang. hm. wie man so sagt. weiß der henker.
ich muss an eine lesungskritik von m denken, die meinte „mit sinnlich aufgeschütteltem haar“ etwas zum fön kriegen noch mit durchpusten zu müssen, plus diffuser zum aufstecken. die kritik und ihre vollverköstigte gier nach sinnlichkeit.
frau ***, sind sie überhaupt farbtüchtig? sie haben doch nicht etwa nur den bleistift mitgebracht?
doch doch, aqua monolith, lässt sich auch wischen, wenn man drauf spuckt.

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50 Kommentare zu dinge, die mir recht sind

  1. herr notnagel sagt:

    meine güte, lesen sie ihre texte doch mal laut vor, ganz laut, es müssen nicht immer diese furchtbar langgezogenen sätze sein…

  2. diadorim sagt:

    nein, natürlich ist das alles nicht unsinnlich, wer gedichte schreibt, schreibt nicht selten mit kopfstimme. klanggebilde sind das, wer sie laut liest, hört das.

    aber was sagt das überhaupt, etwas sei asinnlich an einem gedicht, gedichte schreiben sich ja letztlich mit der hingabe an worte und die sind erst mal ein abstandhalter zwischen signifikat und signifikant.

    http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/literatur/976982/

    habe ich dummerweise verpasst. der tag mit frau mayerle war überaus beschienen. lichte momente. zur zeit herrscht dagegen erleuchtungslose schaltersuche.

    • Otoo van Sendowras sagt:

      Oh Gott, das Handtuch ist neu erfunden worden…Texte zu Bildern und das ist jetzt das Neue, die große Hingabe.

    • diadorim sagt:

      „auffällig ist“. sehen sie, das können sie finden, wie sie wollen. auch dürfen sie sich gerne trocken fönen lassen.

    • DasNeueistschonAlt sagt:

      Die neue Generation

      Welcher Empfindungen buntes Gedränge,

      sie hören Farben, sie sehen Klänge.

      Wo ist denn die Rasse auferzogen,

      kein Satz ist gebildet, jeder gebogen.

      Sie sind imstand, nach Belieben zu schalten

      mit totgeborenen Lebensinhalten.

      Das ist ein sonderbares Geschlecht,

      sie schmecken falsch, sie riechen nicht recht.

      Sie denken nicht und wollen doch nicht lesen.

      Das Schreiben ist Selbstbefriedigung.

      Sie sind noch jung.

      Sie sind noch nicht bei der Zeitung gewesen.

      (Karl Kraus)

    • diadorim sagt:

      kraus irrte auch schon bei heine.

      aber, bitte, gerne, empören sie sich. nur zu.

    • Ingo Stolz sagt:

      es geht doch um das NEUE, wo ist denn das neu und wieso irrt er sich,
      wenn ein paar Jährchen nach seinem Ableben so getan wird als
      wäre das etwas neues?

    • Ingo Stolz sagt:

      Das ist übrigens Zufall das ich das Gedicht gefunden habe, aber ich finde
      es passt wie die Faust aufs Auge, man kann die Trommel nicht neu erfinden, es
      war und es ist alles schon da, man muss es sich nur nehmen und gut machen, das meine ich

    • diadorim sagt:

      sehen sie, so meinen sie mit vielen, sie sind mit denen, die so meinen, in der mehrheit, sie müssen sich nicht sorgen, sie stellen sich mit ihnen vielleicht auch noch 2009 vor einen dubuffet und sagen, das kann mein kind auch (gestern im masp), wenn sie ein kind haben, oder aber, das muss wohl kunst sein, oder, na, das ist so neu nicht, dass haben die in den höhlen von lascaux doch auch schon gemacht, mit all dem wollen sie ausdrücken, dass sie den wert nicht recht erkennen können, bitte, gerne, ich finde sie passen auch, sie passen hervorragend.
      ‚man muss es sich nur nehmen und gut machen‘? ich denke, man muss etwas mitbringen, und das ist etwas sehr unbedingtes, wunsch und wille, und die entlocken auch nicht neu erfundenen trommeln hin und wieder ungekannte töne, nur sie werden die vermutlich nicht hören noch schätzen. aber wieso sollte das mein problem sein?

    • Ingo Stolz sagt:

      Schade dass Sie mein Friedensangebot nicht angenommen haben,
      das zeigt mir dass sie von Dichtung wirklich nichts verstehen,
      was bitte ist dabei dass es nichts Neues ist, dass habe ich nur festgestellt,
      Sabine Scho zum Beispiel mag ich, weil sie sich sehr intensiv mit Dichtung
      auseinandersetzt, auseinandersetzt, das bedeutet auch sich auseinandersetzen
      und keine Kluft aufzubauen, was Sie da gerade tun.
      Ich habe lediglich diesen Gesang des Neuen kritsiert, weil das Quatsch
      ist, Unfug, genauso ein Quatsch wie diese Litblogs die so tun als hätte sie irgendetwas erfunden und sehen sie sich doch mal an, was da für ein Lärm ist, wenn die ZEIT mal etwas über Litblogs schreibt, da geht sofort das gejaule los, so nach dem Motto „hilf, wir werden nicht wichtig genommen.“
      Was aber ist denn dieses wichtig nehmen gegen einen guten Text und darum geht es.
      Und dann ist es kurios dass sie mir widersprechen in dem sie genau dasselbe nur mit anderen Worten sagen, sie sagen, „man muss den Willen mitbringen“ und ich sage „man muss es gut machen.“ Aber bitte sehr, wie macht etwas gut ohne Willen?

    • diadorim sagt:

      nein, ich baue keine kluft auf, ich mache mich angreifbar.
      was wollen sie hören, sie bezichtigen die, deren texte sie schätzen, nichts von dichtung zu verstehen. ich verstehe nichts von dichtung, ich verstehe nur etwas von meinen wünschen, da haben sie recht, mit diesen räume ich mir jedoch ein, etwas von dichtung zu verstehen, nicht zuletzt von meiner eigenen.
      auf der basis von friedensangeboten arbeite ich nicht im netz, weil ich mir keinen krieg erklären lasse.
      was aber zeichnet denn einen guten text aus?

    • Ingo Stolz sagt:

      Hallo? ich bezichtige niemanden, das einzige was ich nicht leiden kann, solch einen Mist zu schreiben und dabei ging es um den Artikel, der ist nämlich ein Blödsinn, wer sich mit Literatur beschäftigt, beschäftigt sich mit allem was da ist, ob das visuell ist oder wie auch immer, gut muss es sein und gegen diese dort genannten Dichter habe ich gar nix gesagt, außer zu Sabine Scho, die ich für eine gute Dichterin halte, wenn ich sie für eine gute Dichterin halte heißt dass für mich dass sie etwas von Literatur und Dichtung versteht.

    • Ingo Stolz sagt:

      Obwohl ein Gedcht dass ensteht, wenn nichts anderes mehr übrigbleibt,
      obwohl ein Gedicht, der letzte Versuch zur Ordnung ist,
      wenn einem die Unordnung bis zum Halkse steht,
      obwohl man die Dichter am meisten braucht, das Vitamin C, die Kommunikation, die Gesetze und die Hypertensiontherapie,
      obwohl Künstler- ein Versagen ist und Kunst die Treue zum Versagen, wie Samuel Beckett meint,
      gehört das Gedicht nicht zu den letzten, sondern zu den ersten Dingen der Menschen.

      Miroslav Hoolub

    • diadorim sagt:

      i want to write
      i want to read
      i’ve been a miner
      for an art of gold
      it’s these expressions
      i never give
      that keep me searching
      for an art of gold
      and i’m getting old
      ….

      „Astrid Mayerle geht in ihrer Sendung der Frage nach, woher kommen die Bilder und Metaphern der zeitgenössischen Lyrik und welches Verhältnis haben die Texte zu den Bildern, die sie zitieren, verwandeln, beschwören oder zerstören?“

      glauben sie mir, ich verstehe nur in einem sehr beschränkten maße etwas von dichtung, wäre dem anders, wäre ich an der uni geblieben.

      es will ihnen die übereinstimmung nicht ins konzept passen, auch das ist ihr problem, nicht meins, ‚you can call me any name you like / i will never deny it‘, heisst nicht, dass es mich nicht gäbe und ist es auch ein situatives ich, ich werde immer drauf bestehen, ‚that s me in the corner‘, or ‚they shut me up in prose‘.

    • Ingo Stolz sagt:

      Tschuldigung wenn ich schon wieder etwas sagen muss, aber was hat Dichtung mit der Uni zu tun? Ist einer ein Dichter weil er es kann oder muss er an die Uni gehen und es lernen

    • diadorim sagt:

      oh, dichtung hat sehr viel mit der uni zu tun, wenn man sie verstehen lernen will, kann die uni einiges bewirken. wenn man sie schreiben will, sicher auch, aber vermutlich nicht in jedem fall das entscheidende. die, die heutigen tags verstehen und schreiben wollen, haben signifikant oft eine uni von innen gesehen, das lässt sich nicht leugnen, was nichts weiter bedeutet, als eben dieses. natürlich kann man auch aus ganz anderen gründen können.
      mein eigenes dilemma ist vielleicht dies, ich wüsste, ich könnte, wenn ich wollte, mehr über dichtung wissen, aber das, was ich jetzt von dichtung wissen will, wird an der uni eher selten gelehrt, aber genau weiß ich das ja nicht mehr, denn ich bin ihr ja schon lange fern. dennoch muss ich sagen, die lichtesten momente zur dichtung fielen nicht selten in die unizeit, wenn die auch nicht in jedem fall hinter geschlossenen seminartüren leuchteten, aber so wie schule für so viel mehr wichtig als das abi war, war uni für mich und mein dichten wichtig. ich ärgere mich auch, dass ich den abschluss nicht gemacht habe. anyway. wer dichtet ist zumal vorher ein leser, wer malt, ein gucker und wer spielt ein hörer gewesen. oder, wer dichtet, wie ich, ist eben eher ein gucker und hörer.

    • Ingo Stolz sagt:

      „Gelangweilt vom Jurastudium, das er 1950 endgültig abbrach, begann García Márquez sich intensiv mit Poesie und Literatur (ganz besonders mit den Werken von Ernest Hemingway, James Joyce, Virginia Woolf und William Faulkner) zu beschäftigen.“

      „Knut Hamsun wurde 1859 als viertes von sieben Kindern eines Schneiders geboren, mit bürgerlichem Namen hieß er Knud Pedersen. 1863 wanderte seine Familie nach Hamarøy in Nordland aus und kaufte dort den Hamsundhof, von dem sich der spätere Name des Schriftstellers ableitet. Der Vater bewirtschaftete den Hof als Kleinbauer. Als Neunjähriger kam er für mehrere Jahre als Pfand für die Schulden der Eltern zu seinem Onkel Hans Ohlsen in Presteide, um im Pfarrhof aus dem Bibelboten vorzulesen. In seiner Erzählung Bjørger verarbeitete er Teile dieser Zeit, die er rückblickend als Martyrium bezeichnet. Später, nach seiner Konfirmation, war er bei dem Kaufmann Walsøe in Tranøy als Ladengehilfe beschäftigt und bekritzelte die Türrahmen des Ladens mit ersten Versen. 1875 begab er sich auf Wanderschaft durch Norwegen, um das Land kennenzulernen, und arbeitete als Hafenarbeiter, fahrender Händler und auch als Gemeindeschreiber.“

      Man muss tatsächlich nicht studieren um ein guter Dichter zu sein und wenn man studiert muss es nichts mit Literatur zu tun haben.

    • diadorim sagt:

      nun, andere waren ärzte oder ingenieure, lehrer oder bei einer versicherung.
      man muss ein guter dichter sein, um ein guter dichter zu sein. wie wahr, nur, da waren wir schon. aber was macht einen dichter zu einem guten dichter?

    • Ingo Zorn sagt:

      Lesen Sie Gaarcia Lorca…oder Dylan Thomas, dann wissen sie was einem Dichter zu einem guten Dichter macht.

    • diadorim sagt:

      darauf läuft es nämlich hinaus, direktive deixis, im zeigegestus der normativität sprechen wir nicht miteinander, warum fangen sie hier etwas an, was wie ein gespräch aussehen soll? sie wissen doch eh schon vorher, was dichtung ist.
      ich sage, nein, man weiß es nicht so ohne weiteres, ich weiß es nicht, sie wissen es vielleicht, weil schon andere vor ihnen erkannt haben, dass diese werten herren gute dichter sind, wenn ihnen das reicht. sehen sie, dafür habe ich die uni gemocht, sie hat sich damit nicht zufrieden gegeben, sie hat versucht, argumente zu finden, und zu fragen, warum aber ist dieses und jenes gut, und ich stelle diese frage weiterhin, warum aber ist dylan thomas gut, warum warum warum warum. aber, mit mir reden wollten sie ja eh nicht, müssen sie ja auch nicht. einen schönen abend wünsche ich.

    • Ingo Zorn sagt:

      Das ist das Problem wenn man so starr ist. erstens ist Dylan Thomas ein vorzüglicher Dichter, alleine „Unter dem Milchwald“ ist doch, wie würde Ihre Kollegin hier sagen, so viel intensive Poesie…es ist ein Genuß für die Augen, das sollten sie mal lesen, nein lesen sie es nicht, sie sind ja stzarr und bleiben es, sie lesen etwas und lesen nur dass was dort steht, das wird nichts mit dem dichten, wenn ich schreibe, lesen sie Lorca, lesen sie Thomas, lesen sie wasweiß ich wen gutes, dann heißt das nicht, wir sitzen alle noch auf der Schulbank und pauken Gedichte.
      Nein, was machen Gedichte mit uns, dass ist es worum es geht.
      Was wollen Sie denn wieder für eine theroretische Erklärung was Dichtung
      ausmacht…das hier, das ist das Leben

      Deutsch von Johannes Beilharz

      Gacela der überraschenden Liebe

      Niemand begriff den dunklen Magnolien-
      duft deines Bauches.
      Niemand wußte, daß du zwischen den Zähnen
      einen Kolibri der Liebe zu Tode quältest.

      Tausend persische Pferdchen schliefen
      auf dem Platz im Mondlicht deiner Stirn,
      während ich vier Nächte lang deine
      Taille, Feindin des Schnees, umschlungen hielt.

      Zwischen Gips und Jasmin war dein Blick
      ein blasser Zweig mit Samen.
      Ich suchte, als Gabe für dich, in meiner Brust
      die Elfenbeinbuchstaben, die ewig, ewig,

      ewig bedeuten: Garten meiner Qual,
      dein Körper für immer flüchtig,
      das Blut aus deinen Adern in meinem Mund,
      dein Mund schon lichtlos zu meinem Tode.

      Gacela del amor imprevisto

    • diadorim sagt:

      und was macht das gedicht mit ihnen?

      was ist das leben? und wessen?

      von welcher kollegin sprechen sie?

    • Peter Hacks sagt:

      für diadorim und Ingo Zorn Es besteht ja freilich darüber, daß der Poet mit Notwendigkeit akademisch erzogen sein müsse, keine volle Übereinkunft. Viele halten das Tellerwaschen oder das Leben auf Flößen für das ertragreichere Leben, und sie bezeichnen Nachtasyle, Heizkeller, Spülküchen (…) als die eigentlichen hohen Schulen der Kunst. Es ist aber töricht, einen Meinungsstreit über Dinge auszutragen, die sich nachsehen lassen.
      (…)
      Der Glaube an die dichtende Volksfigur, die außer der Not keiner Schule bedarf, rührt von den Dorfschluckern und Armeleutsdichtern des achtzehnten Jahrhunderts her, jenen ungehobelten Kerlen, deren Jugendelend jeder erinnert und bei deren Namensnennung jeden eine unbestimmte Vorstellung von Grind auf dem Kopf und einem Lager von dumpfem Stroh ankommt. Die Vertreter des Sturm und Drang zwar sind bei der Suche nach den Volksschriftsteller von vornherein auszuschließen; die, das weiß man ja leider, waren Goethes Straßburger Kommilitonen. Aber die andern, wie steht es mit den andern? Es steht auch mit denen nicht gut. Unsere gelehrten Ohnehosenmänner, sie alle haben studiert.
      Für den, der Aufzählungen liebt: Bürger studierte in Halle und Göttingen, Winckelmann in Halle und Jena, Herder in Königsberg, Jung-Stilling in Straßburg, Moritz in Erfurt und Wittenberg, Seume und Jean Paul in Leipzig (…). Sie endeten sämtlich als Geheimräte, Hofräte, Supterintendenten, wenigstens als Professoren.
      Aus der Eigenart der Dichterarbeit folgt, daß es für einen Dichter gleichgültig ist, in welchem Fach und mit welchem Erfolg er sich auf der Hochschule umgetan habe. Er muß eine Hochschule von innen gesehen haben, nur darauf kommt es an. (…) – Es hat ein Verfasser eines berühmten Buches sich aufspüren lassen, dem die Universität zeitlebens versperrt blieb, Ulrich Bräker. Wir besorgen aber, daß die Schultern des Armen Mannes zu schmal sind, als daß sie einen eigenen Begriff von der Ausbildung des Poeten zu tragen vermöchten. Übrigens, da sind wir sicher, er hätte für sein Leben gern studiert.
      Der Künstler, so die fast ausnahmslose Regel, ist der akademische Künstler.
      >>>> Schöne Wirtschaft S. 11, Auf der Suche nach dem Volksschriftsteller, Erzeugung des Gehirns.

    • Petruschka sagt:

      was ist das um himmels willen für ein hahnebüchener unsinn? welche universität hat thomas bernhard von innen gesehen und welche Kurt Vonnegut oder Else Lasker Schüler? Ist es nicht vielmehr so, dass ein elitärer Kreis von halbgebildeten Menschen mit wenig mehr als eingebildetem Verständnis für Literatur, nur jene Dichter gelten lassen will, die eine akademische Laufbahn hinter sich gebracht haben.

    • diadorim sagt:

      nein, vielmehr so ist es nicht. es zeigt nur mal wieder, wer wo welche felle nur selten auf sich zutreiben sieht. wer dichten will, tus ohne widerstreben, soll das ein trost sein, so ist es nicht gemeint…

      herr kästner meint, einiges dichten rührt von der

      Traurigkeit die jeder kennt

      Man weiß von vornherein, wie es verläuft.
      Vor morgen früh wird man bestimmt nicht munter.
      Und wenn man sich auch noch so sehr besäuft:
      die Bitterkeit, die spült man nicht hinunter.

      Die Trauer kommt und geht ganz ohne Grund.
      Und angefüllt ist man mit nichts als Leere.
      Man ist nicht krank. Und ist auch nicht gesund.
      Es ist, als ob die Seele unwohl wäre.

      Man will allein sein. Und auch wieder nicht.
      Man hebt die Hand und möchte sich verprügeln.
      Vorm Spiegel denkt man: „Das ist dein Gesicht?“
      Ach, solche Falten kann kein Schneider bügeln.

      Vielleicht hat man sich das Gemüt verrenkt?
      Die Sterne ähneln plötzlich Sommersprossen.
      Man ist nicht krank. Man fühlt sich nur gekränkt.
      Und hält, was es auch sei, für ausgeschlossen.

      Man möchte fort und findet kein Versteck.
      Es wäre denn, man ließe sich begraben.
      Wohin man blickt, entsteht ein dunkler Fleck.
      Man möchte tot sein. Oder Gründe haben.

      Man weiß, die Trauer ist sehr bald behoben.
      Sie schwand noch jedes Mal, so oft sie kam.
      Mal ist man unten, und mal ist man oben.
      Die Seelen werden immer wieder zahm.

      Der Eine nickt und sagt: „So ist das Leben.“
      Der andre schüttelt seinen Kopf und weint.
      Wer traurig ist, sei´s ohne Widerstreben!
      Soll das ein Trost sein? So war´s nicht gemeint.

      ich fands dann auch etwas betulich, und streiche es durch, aber um das wort betulich werd ich dann doch heut noch froh, vielleicht.

    • Mickimaus sagt:

      Die meisten Rapper haben auch keine Uni von Innen gesehen.
      Ist Rap keine Dichtung?
      Die Sachen da oben in dem Hörfunk-Ding sind ja wohl voll der Rückzug ins Klein-Klein. Aprikosenkerne puhlen als Weltumsegelung.

      Meine Stadt, mein Bezirk, mein Viertel, meine Gegend,
      meine Straße, mein Zuhause, mein Block!
      Meine Gedanken, mein Herz, mein Leben, meine Welt
      gehn vom 1. bis zum 16. Stock.

      Der Typ ausm Ersten war früher mal Rausschmeißer!
      Seit dem er ausm Knast ist, ist er unser Hausmeister!
      Er ist oft bei der Nutte ausm Zweiten.
      Jetzt verkauft sie Fotos von ihm beim Arschausweiten!
      Der Fetischist ausm Fünften kauft sie gerne
      Er sagt, Rosetten sehen aus wie kleine Sterne!
      Obwohl die von dem Schwulen ausm Elften immer aussieht,
      als wenn man den Schwanz gerade frisch rauszieht!
      Und davon sing ich Dir ein Lied, du kannst es kaufen,
      wie die Sekte Fans ausm Neunten,
      die immer drauf sind!
      Genau so wie der Junkie ausm Vierten,
      der zum Frühstück erst mal zehn Bier trinkt!
      Dann geht er hoch in den Siebten zum Ticker,
      er bezahlt für zehn Teile, doch statt Gras kriegt er ’n Ficker!
      Damals war der Drogenstock noch der Zehnte
      Der ausm Siebten ist der, der überlebte!

      Meine Stadt, mein Bezirk, mein Viertel, meine Gegend,
      meine Straße, mein Zuhause, mein Block!
      Meine Gedanken, mein Herz, mein Leben, meine Welt
      gehn vom 1. bis zum 16. Stock.

    • Hillbilly Hellbelly sagt:

      Ik finds ganz nett, echt.
      Und Peter Hacks klingt wie Dietmar Dath. Petruschka aber auch.

    • Micki Maus sagt:

      Kenn ich nicht. Was haben die für Lyrics?

    • diadorim sagt:

      nee, du, räp isch räp und gängschtaräp isch gängschtaräp.
      alles adrenaline, sacht da der franz für, zweifumsich die dose.
      du hasch a mescher wo unter dei kopfkisse, gar kein vertun.

      ya ya ya, you re the main attraction, mister, i know that perfectly well.

      http://www.youtube.com/watch?v=5Fd_ndBwTnw

      ich sitze hier in meinem aprikosengarten und spuck den aprikosenkern in nachbars garten, der hat nur boskoop, tu ich dem mal den gefallen, dacht ich so.

      daliah dath? kotau. ich will ein autogramm, wenn möglich.

    • Billy the Kite sagt:

      ´Schmeinte das Kästner-Gedicht, nicht die ausgestopften Lügen-Hosen mit den roten Lodenhoden.

    • Micki Maus sagt:

      Echte Lürics, geil, kommen nicht aus der Uni
      Denn beim Ficken stört doch nur der Gummi
      Und wenn der Lehrer kommt mit sein Witzen
      bin ich froh, denn Lehrer kann man aufschlitzen.

    • diadorim sagt:

      das holpert.

      das aufflocken von noppen auf socken im hocken
      macht hockenden noppenaufsockenaufflockern
      buckel

    • Billy the Kite sagt:

      an Micki Maus besser: tu isch den Lährä gleisch aufschlitzen

      an diadorim: Sie wollten eigentlich an den Pasolini gehen. Viel Glück!

    • Micki Maus sagt:

      dass noppen oder flocken macht auch holpernd froh
      lass dich poppen, locken, foppen ohne Stolterfoth

    • diadorim sagt:

      stolperstroh?

      an pasolini gehen = chronik eines aufgekündigten viscontis

    • Billy sagt:

      Wenn man doch einen Visconti so einfach auf/kündigen/könnte!

    • Micki Maus sagt:

      Folterklo.

      Pasolini, die Ritze, war doch auch so eine klitze
      kleine, arme, schweine, dumme, Gangsterrappersau.
      Heute fressen ihn die weichen, klugen, hübschen,
      Reichen , Schleichen, beissen rein in seine Leiche,
      sozialdramageeichtes in die Zeichen reinschleichen.

    • diadorim sagt:

      der arme pasolini gab den jungs geld, ihn zu bezahlen, er wies es aber freundlich zurück, war ja auch ein kluger lehrer und ist es wohl geblieben.

      stolperstroh wollen wir fürderhin jede misslungene metrik nennen.

      nicht zu verwechseln mit stolterfoht, dem nicht sehr viel misslingt.

    • Micki Maus sagt:

      Das Gelungene ist das Feind von Dichtung.

    • diadorim sagt:

      darüber wäre nachzuschenken.

      aber das ganz und gar misslungene hat man auch nicht gern zum freund.

    • Micki Maus sagt:

      Dann sollen fürderhin die Dichter den Lesern Geld jem, damit sie jelesen werden. verzerrtes Wort: Bumor

    • Billy sagt:

      not bad Micki Maus
      gots talent

    • diadorim sagt:

      die dürfen das dann aber auch nicht annehmen.

    • Micki Maus sagt:

      Geld-Rap Ey es schellt, Alter gib dein Geld,
      du hörst ja wie mein Pit bellt,
      Schweineaugen, phatter Nacken,
      wenn der zubeißt, kannst du ab – kacken.

      Ey es schellt, Alter, gib dein Geld.
      Ich brauch’s für meine Welt
      Große Titten, geile Fotzen
      Wenn ich Geld hab, kann ich ab-rotzen.

      Ey es schellt, Alter gib dein Geld
      und wenn’s dir nicht gefällt
      dreh ich an deinem Kragen,
      und das nächste ist dann zu-schlagen.

    • diadorim sagt:

      krieg wieder pickel in berlin alles deko

      http://www.youtube.com/watch?v=CGVG3GgopCI

      der eine räpt diesch, die andere räpt dasch, aber sauber sindse dabei noch alle geworden.

      was wäre becks ohne antibecks:

      http://www.youtube.com/watch?v=V9-ltTCuEFU

      räpscht, staabst, räpscht net, staabst aa.

      und jetzt auf tschahnschpange bitte.

    • Micki Maus sagt:

      Ey, die Rettichtypen, die sind ja voll die Langweiler, da hat der total rechtettich.

    • diadorim sagt:

      na, die hobbys bleiben, so oder so.

    • Hardy sagt:

      Singt der harte Grebe da vor den dummen Mitte-Pärchen von den dummen Mitte-Pärchens und die Mitte-Pärchen lachen, voll hart ! ! !

    • diadorim sagt:

      ist mitte denn szenebezirk?

      ich glaub, der harte grebe weiß wovon er singt, in beiden fällen.
      aber wer ein huhn hat, sich es auf den kopf zu setzen, der will ja doch, dass man mit ihm lacht.

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