Arbeitsjournal. Dienstag, der 9. Juni 2009.

20.43 Uhr:
[Arbeitswohnung. Chopin, Klavierkonzert Nr. 1 (für den Jungen zum Einschlafen).]
Husten und Schnupfen haben Dich ein bißchen angefaßt, es wird wohl wieder eine unruhige Nacht werden; jedenfalls kannst Du grad nicht einschlafen. Na, wird schon. Ich laboriere dafür mit den Schmerzen rum, die sich immer mal wieder in Grenzen halten, dann heftig werden, dann nehm ich was dagegen. „Du gehst ja wie ein Seemann“, lachte der Profi gestern nacht, der noch kurz auf ein Bier vorbeikam, das mich ziemlich schnell ziemlich dekonstruierte. Die Entzündungen sind wirklich nicht fein, gehen auch auf die Konzentration. Kopf runter und durch, geht eh nix anderes. Αναδυομένη schaut täglich rein, schaut sich die Bescherung an, gibt leise Ratschläge, legt sich meist mittags auf die Couch und schläft zu Musik, während ich versuche, irgendwie mal was zu schaffen. Träge mit dem virtuellen Seminar wiederbegonnen; den Cello-Unterricht aber abgesagt, weil ich „sicherheits“halber nicht den weiten Weg mit dem Rad fahren wollte, zu Fuß zu gehen aber auch keine echte Alternative ist. Immerhin mit >>>> New York weitergekommen, ohne das Projekt pausieren zu lassen; nur mit der Formatierung der frz. Übersetzung bin ich etwas im Hintertreffen.
Zwischendurch immer mal wieder der Impuls, ein Gedichte zu schreiben; er blascht aber immer nur auf und verpufft sich. Ich hab zur Zeit allen Alkohol brüsk runtergefahren; die anderthalb Bier gestern nacht brachten mich echt an die Grenze.

Faßt man’s? Holt sich der Bub Autos aus der Umhängetasche und spielt…. „He Junior! Du sollst schlafen…“ Du hustest aber auch wirklich ungut.

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