Morgen

Morgen: Ist ein Wort, das mir heimlich war.
Aber ich weiß nicht, warum. Vertraute nur,
dass es hielt, was es vielleicht für mich auftat
oder wegnahm, wenn ich schlafen durfte. Das
war mein größter Durst von allen, den ich
verspürte. Ich wünschte du hättest es gehört.
Weil ich das, schweigend, als Erlösung
empfand. Schwer schwebte mein Körper über
den Grund. Der, wenn ich ihn berührte, mich
weckte, von dem nachts meine Wunden wie
Blätter verwehten. Morgens kehrte ich Laub
vor die Tür. Dieses Wort, das mir wichtig ist:

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