Zu Love von Gaspar Noé.

>>>> D o r t.



Noé, Love, Schlußbild
(Sowie >>>> da.)

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2 Responses to Zu Love von Gaspar Noé.

  1. Was mich irritierte, ich hielt es aber für eine vorübergehende Befremdung, war, daß im Film die Frauen unrasierte Mösen haben, wobei dies bei Elektra ästhetisch nachvollziehbar ist wegen der quasi Hervorhebung des Schamhaars: dunkel, dicht, exakt auf Dreieck geschnitten.
    Die Irritation, im Nach/Denken, hält aber an, denn der Umstand gibt dem Film etwas gleichsam Historisches. Möglicherweise ist dies auch beabsichtigt: Es unterstreicht die Rückblenden-Ästhetik enorm. Sollte ich recht haben, handelt es sich hierbei um die Inszenierung von Körpern als Kunstform-selbst, d.h. als Erscheinungsmodus von Kunst. Es könnte aber ebenso sein, und Noé ist dies zuzutrauen, daß er sehr genau Camille Paglia gelesen hat:

    Der Körper jeder Frau birgt eine Zelle archaischer Nacht, in der alles Wissen endet. Das ist die tiefere Bedeutung des Striptease, eines sakralen Tanzes heidnischen Ursprungs, den das Christentum ebenso wenig hat ausmerzen können wie die Prostitution. Männliche erotische Tänze sind damit nicht zu vergleichen, denn eine nackte Frau nimmt, wenn sie die Bühne verläßt, eine letzte Verborgenheit mit sich: jene chthonische Finsternis, aus der wir stammen.
    Die Masken der Sexualität, S. 38

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