James Joyce, Chamber Music. In neuen Nachdichtungen von Helmut Schulze und ANH. Chamber Music (33): Das dreiunddreißigste Gedicht. (Entwürfe).


XXXIII.

Now, O now, in this brown land
Where Love did so sweet music make
We two shall wander, hand in hand,
Forbearing for old friendship‘ sake,
Nor grieve because our love was gay
Which now is ended in this way.

A rogue in red and yellow dress
Is knocking, knocking at the tree;
And all around our loneliness
The wind is whistling merrily.
The leaves — – they do not sigh at all
When the year takes them in the fall.

Now, O now, we hear no more
The vilanelle and roundelay!
Yet will we kiss, sweetheart, before
We take sad leave at close of day.
Grieve not, sweetheart, for anything — –
The year, the year is gathering.





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3 Responses to James Joyce, Chamber Music. In neuen Nachdichtungen von Helmut Schulze und ANH. Chamber Music (33): Das dreiunddreißigste Gedicht. (Entwürfe).

  1. Nun werden wir durchs triste Land. (ANH-Version).

    Nun werden wir durchs triste Land,
    das einst voll süßer Liebeslieder war,
    ach, miteinander Hand in Hand
    barmherzig weiterstreifen – Lieb‘, erspar‘
    uns allen Gram, daß sie vergangen,
    die Leichtigkeit, die uns umfangen.

    Der Specht, in Rot und Gelb ein Spötter,
    beklopft allorts die Bäume;
    vergnügt bepfeift der Wind die Blätter
    ob unsrer leeren Innenräume.
    Auch sie, die Blätter, seufzen nicht,
    wenn‘s sie im Herbst als Laub zerbricht.

    Nun werden wir nicht länger lauschen,
    wie Villanell‘ zum Reigen sangen!
    Noch, Liebling, neue Küsse tauschen.
    Mit diesem Tag ist‘s all vergangen,
    da wir uns von ihm wenden — – doch
    der nächste Lenz sprengt Winters Joch.

  2. Avatar parallalie sagt:

    hier, jetzt, hier im amberland (HS-Version)

    hier, jetzt, hier im amberland
    wo lieb’ uns einst musik aufspielt’
    laß schweifen uns, und hand hält hand
    als freundschaftszaum, der uns erhielt
    kein grämen: froh war uns’re lieb
    die nun auf ihrer strecke blieb

    ein strolch, rotgelb sein fiederkleid
    am baum sein klopfen – er wird dreist
    und rings um uns’re einsamkeit
    pfeift froh der wind und reißt und reißt
    das laub – hält seufzen nicht für pflicht
    das jahr es endet, es fällt schlicht

    hier, jetzt, hier schallt uns nicht mehr
    die villanell’, der rundgesang!
    und doch, süßherz, der kuß ist hehr
    bevor uns trennt der dämmergang
    halt fern, süßherz, den harm – und mich
    das jahr, das jahr, es sammelt sich

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