Schöne, sehr schöne Leserinnenrezension zum Wolpertinger.

Texte wie diese machen glücklich, und zwar deshalb, weil sie eben auch von den Schwierigkeiten und Verständnishindernissen erzählen – und was es bedeutet oder bedeuten kann, sie zu überwinden.

Zu finden, der Text wurde mir über Facebook zugespielt, >>>> dort.

Wenn ich so etwas lese, muß ich daran denken, unter welchen Schwierigkeiten ich selbst mich in Moderne (Bildende) Kunst und anfangs auch die Neue Musik einfinden mußte: daß man zu sehen lernen muß – ebenso wie zu hören. Und daß aber der Gewinn, hat man’s getan, ungeheuerlich sein kann. Daß so etwas von einem meiner eigenen Bücher bewirkt wird, das allerdings ist einfach berauschend. Und macht dankbar. Abgesehen davon, bestätigt es den Impuls, sich eben nicht um das zu kümmern, was gerade en vogue ist, sondern den eigenen künstlerischen Instinkten zu folgen, auch wenn sie der dreiviertel bis achtneuntel Welt unverständlich sind oder sogar von ihr abgelehnt werden, und man selbst dann gleich mit.

 

 

(Ich schreibe sehr bewußt von „Instinkten“.)

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2 Responses to Schöne, sehr schöne Leserinnenrezension zum Wolpertinger.

  1. Avatar Marion Koepf sagt:

    Ja, das ist eine wirklich schöne Leserrezension. Genau so geht es einem, wenn man sich bei der Lektüre von ANH-Werken vorrobbt. Man lernt dazu, immer aufs Neue. Das ist hier super beschrieben.

  2. Avatar Phyllis sagt:

    Sehe ich auch so, Frau Koepf.
    Ich hatte mir auf Tainted Talents vor langer Zeit auch einmal vorgenommen, meine Wolpertingerlektüre schreibendundkommentierend mit anderen zu teilen:

    „Ich hatte angekündigt, vom Fortschritt der Lektüre berichten zu wollen. Doch jetzt hat sie mich erst einmal so verstrickt, dass kein roter Faden herauszuziehen ist, an dem ich beginnen könnte. Klar ist, das ist eine verdammt ungewöhnliche, besessene, aus der Fülle von Imagination und Weltverstrickung herausgärende, gigantische Ideenfrucht, für die zwei Buchdeckel viel zu klein sind. Himmelhilf! Sobald man sich auf das wolpertingersche Wesen einlässt, kommen einem die meisten anderen Lektüren ziemlich schlicht gestrickt vor.
    Meine Lesegewohnheiten sind allerdings für so einen genialen Brocken nicht gerüstet; ich hab‘ sie in die Tonne getreten und bau‘ mir neue.“

    Große Vorsätze damals – doch der Roman blieb neben dem Bett liegen. Aber ich geh‘ nochmal ran! Jetzt, mit dem Frühlingsversprechen in der Luft, erwacht auch das Vertrauen in meine Synapsentätigkeit wieder.
    Lächelnd aus Frankfurt,
    Phyllis

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