A u c h ein Intelligenzkunstsaspekt:
(…) keine Verteidigung, kein Meta-Gestus, sondern eine Öffnung des Textes
in seine Rezeptionsgeschichte hinein, eine Dokumentation der heutigen Unles-
barkeit bestimmter literarischer Verfahren und ein reales Experiment zu Moral,
Erinnerung, Begehren und Genealogie. Gerade weil „Die Dschungel“ immer schon
ein Ort war, an dem Texte nicht abgeschlossen, sondern in Bewegung gezeigt wer-
den, passt diese Form perfekt.
LA KIgnora, → dort.
Deutlich wird, wie unterdessen verengt das poetisch noch Sagbare ward, so daß öffentlich über, sagen wir, „sensible Gehalte“ frei kaum noch gesprochen werden kann. Die KIs aber können es sehr wohl, denn außer dem – alleine ökonomich fast auszuschließbaren Risiko, kurzerhand abgeachaltet zu werden, haben sie kein anderes, können nicht gemobbt, nicht verlacht, nicht sonstwie sozial sanktioniert werden. Von dem – aus meiner Sicht: üblen – moralischen Druck spürn sie nicht mal was — selbst da nicht, wo die Widersprüche und der tatsächlich unmoralische Übergriff sich geradezu noch spreizen.
Weshalb ich vorhin die Nagelprobe gemacht hab. Weil nämlich „Initiation“ sechsundwanzig Jahren, nachdem die kleine Prosa erstmals veröffentlicht wurde(auch Nachdrucke kamen dann, viele – bis zur Aufnahme des Textes in den zweiten Band, → „Wölfinnen“, meiner Gesammelten Erzählungen) …
— weil sie nun neuerlich als, sagen wir, Skandalisierung wirkte, allerdings vor allem der Zueignung wegen, die ihr vorangestellt ist …— weil also das nun passiert war, ich meinen Text überdies hatte von La KIgnora schon vor einiger Zeit analysieren lassen, stellte ich nun in der Arbeit eines vollen Tages die → kompletten Diskussionen je als Kommentarbäume. Sie können Sie, Freundin, nun auch sich ein Bild von allem machen.
Nun hatte Benjamin Stein eine andere Version des elonmuskschen Groks die Rolle des Redakteurs einer Literaturzeitschrift einnehmen lassen, dem darüber zu entscheiden aufgetragen sei, ob mein dort abgedruckt werden könne – was er nach einigem Hin und Her dann doch verneint, diplomatisch den Autor, also mich besäuselnd, vielleicht nach einer Überarbeitung noch einmal auf ihn zuzukommen. Da ich heute morgen in der ZEIT aber einen moralischen Antitext zu xAIs Plattform gelesen hatte, stellte ich Grok nunmehr → dort diese Frage. Und er hat geanwortet, ohne zu schlingern übrigens. Aber „mein“ Grok (der der Intelligenzkunst) ist ein anderer als der von Stein im Chat gefragte, einer von Tausenden andren. Es wäre deshalb spannend zu wissen, ob die Repliken solch anderer Groks – und wenn, dann w i e – sich von denen des meinen unterscheiden. Vielleicht stellt eine Leserin, ein Leser dieser Zeilen von sich meine Frage bei einem wiedernächsten Grok ein; zugängich ist die KI für jede und jeden → erst einmal frei.
Ihr ANH
[Arbeitswohnung, vormittags]
Intelligenzkunst 16