Mal ein politisches Wort zu Staat und Kultur. Im Arbeitsjournal des Montags, den 29. Oktober 2018. Dazu die Blasons des weiblichen Körpers.

[Arbeitswohnung, 8.29 Uhr France musique contemporaine: Bernard Parmegiani, Pour en finir avec le pouvoir d’orpheè] Guter Artikel zum Konservatismus >>>> in der NZZ, empfehlenswert sowieso, besonders aber nun, nach dem abermaligen, furchtbares Wort, Sieg der AfD in Hessen; es beruhigt … Weiterlesen

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Arbeitsnotat, durchaus Postulat. Die Brüste der Béart, 24.

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A u f l a d u n g, ja! Aber immer zur Erde zurückbinden, e r d e n, was sich weglösen will. Nicht vergeistigen! sondern das Konkretum allezeit im Blick haben und nennen: die realen Orte sowie auch und gerade die chemische Physis, Anatomie, Physiologie, Bewegung und Schöpfung der Zellen. … Weiterlesen

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III, 406 – Zichten

Gestern abend im Vorbeigehen an den Spiegeln ungefähr dies empfunden: Un lago torvo il cielo glauco offende (Ungaretti, Due note) Mich als altes Weib gesehen mit dem nunmehr schon wieder länger gewordenen Haar, das mir abschneiden zu lassen ich mich … Weiterlesen

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„Denn wo man die Geliebte sucht,

sind Ungeheuer selbst willkommen.“
Mefistofele bei Goethe
Klassische Walurgisnacht

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Rätselhafter Eintrag im schwarzen Notizbücherl.

Woran wir uns beruhigen:
daß es Wohnungen gibt vor dem fließenden Wasser,
Wohnungen, die dem Sturm schon ganz gleich sind.

13.10.18, ohne Uhrzeit

 

 

 

aber am 21. 7., um es mir wirklich zu merken:

Erzählung, wie plötzlich allewelt eine andere Sprache als der Erzähler spricht, eine, die er nicht versteht.

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Was ich mir nie verzeihen werde. Im Arbeitsjournal des Dienstags, den 23. Oktober 2018. Darinnen Carlos Kleiber und die Füße der Béart. (Die Brüste der Béart, 23.)

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[Arbeitswohnung, 11.47 Uhr] „Er hat wahnsinnig gelitten von diesen Geschichten.“ Ileana Cotrubas zu Carlos Kleibers Frauen Seit sieben auf, die Grippe schwindet, übertreiben sollte ich aber noch nicht, was, wie ärgerlich auch immer, bedeutet: einstweilen weiter Sportverbot. (Ich nehme wieder … Weiterlesen

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Die Brüste der Béart, 22. Aus dem Entwurf des Endes der No. XXII.

(…)
so zwischen den Zähnen flutet das, da ich Dich floh | Fluchtblut, Béart,
und suche Dich wieder in nächsten femmes introuvées,
femmine non trovate, introvabi|li anche qui,
wo mich die Mandeln der Augen nachts streifen, doch sagen Andato,
ohn‘ es zu sagen, es genügt schon ein Hüftschwung
unter erkalteten, von mir so unerhitzbaren Schultern,
daß von ihnen der Piazza Bellini glitzerndes Licht
als Reflex meiner Blicke klirrend herab und in den,
aus Ghetto|blasters, Italo-Pop perlt |
.                                                                O Meerschaum der Jugend!
in dem sie – hört nur sein Prasseln!- als uner|sehnbar geworden
zerfallen
.                   – maledizione alternder Männer, die ohne Geld
und achtbare Stellung sind in der Welt so machtlos gemieden,
und lächele aber noch immer, seh ich die Paare,
da sie hienieden, die jungen Frauen und Männer, sich geben,
es schießt mir, ein seliges Selbstglück, ins Herz, läßt mich taumeln,
Béart, läßt mich tanzen, weil all das nicht aufhört, sich auflehnt,
weil’s phallisch dem Mittlern, Mediokren den Mittel-
finger normlos zeigt, und die Fica dazudenkt als Traube,
unordinär, und den Saft, den sie gibt, und sie lecken
einander ihn sich von den Daumen, da sie den Spalt
auf|brachen, rechts und links in die Reifheit der Frucht
sanft, doch entschieden, vorher, um sie zu öffnen, gedrückt –
Es hänget die Rebe entrückt, auf die der Granatapfel tropft,
zu hoch dem nun zunehmend listlosen Fuchs, da ihm der Tod
n i c h t, wohl l a n g noch nicht wird | aber zu sterben
vollangesichts, dem sich selbst zum Seher gewordnen
Odysseus | auf See noch knapp vor der Rente | und
über sie hinaus un|endend verirrt in Dein, Béart,
endlich-leibliches Eignes, dem weiter sein Kurs folgt,
dem Strom gleich, wie lachhaft auch immer, der Lava,
wenn’s sie, herab vom Vulkan, in das Meer zög,
wär nicht die zischende Klage der Küsten vergessen,
der Deinen, als brodelnder Mythos der Musen:
Er schläft nur, so singst Du, schläft nur, der Berg;
er entschlief längst, sage ich, im Nimmermehr,
und ertrinke Dir im Nimmermeer –

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„Forlorn!“ Statt eines Arbeitsjournales aus einer Email. Am Sonntag, den 21. Oktober 2018.

Forlorn! the very word is like a bell To toll me back from thee to my sole self! An Parallalie (mit dem ich um Beistand wegen einer italienisch gefaßten Stelle hin- und herschreibe): Ja, Keats, kann sein, stimmt. Die Energie kam … Weiterlesen

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Grippestabil, doch Cumberbatch. Ins Arbeitsjournal des Sonnabends, den 20. Oktober 2018, spricht er, von Parallalie herübergeteilt, auf Gustav Mahler Keats. Außerdem, doch erfolglos, die Volltext.

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[Arbeitswohnung, 8.49 Uhr] „Gierstabil“ hieß nicht, sondern so heißt er noch immer, Katharina Schultens′ zweiter, damals bei Luxbooks, Gedichtband; hier hingegen herrscht Grippe stabil, wobei erstens eine wie auch immer deftige Erkältung nicht wirklich eine solche, Grippe nämlich, ist und sich zweitens ihre … Weiterlesen

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III, 405 – Kaffepause

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Hüpf mal, sagte ich zu mir. Und ich hüpfte. Und es tat gar nicht mehr weh. Der Holzstapel hat auch brav sein Plastikkleid bekommen, nicht zuletzt, weil vorgestern so ein leichter Regen fiel, der eher etwas von einer Maitröpfelei hatte … Weiterlesen

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La femme introuvée im Arbeitsjournal des Donnerstags, den 18. Oktober 2018. Botho Strauß zu Matisse mit Michael Landmann. Die Brüste der Béart, 21.

Bei Botho Strauß finde ich, in seinen grandiosen Notaten zu Matisse, eine Art Erklärung für das, was in den Béartgedichten geschieht:     Manche Frauen verstehen es, ihr Erscheinen zu hüten. „Sie bleiben ein Bild, um nicht zu ernüchtern, um … Weiterlesen

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Ernst-Wilhelm Händler zur Anderswelt-Trilogie – wenn auch, wahrscheinlich, ohne es zu wissen:

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Man kann keine Romane mehr schreiben wie Balzac, Zola und Proust, in denen das Personal fest in einer jeweiligen sozialen Position verankert ist und in denen es einen wichtigen Teil der Storyline ausmacht, die Grenzen der sozialen Position lediglich zu … Weiterlesen

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Grippe als Panzer der Seele. Im Arbeitsjournal des Mittwochs, den 17. Oktober 2018. (Nachgetragen abends ein Schnitterlied.)

„.. nene, analytisch gesehen bist Du grad auf ’ner Großbaustelle.“ Do, 9.05 Uhr, SMS [Arbeitswohnung, 9.17 Uhr Dumpfbackengebölke] Gestern morgen eine halbe Lexotanil, weil die Depression nicht wich, da ging’s schon besser: Langsames, aber stetes vormichhinArbeiten, in das sich nun … Weiterlesen

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Verirrt durch die Nacht. Im Rückschau-, nämlich vierten Franfurtmainer Messejournal. achtsam geschrieben im ICE.

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Bewundernd geht mein sorgsamer Blick, der, müde noch zudem, über die Füße der neben mir, andergangseits, sitzenden Frau hin; sie ist zum Weiterschlafen, was auch ich grad noch tat (ist zu schlafen eine Aktion?), aus ihren Chucks geschlüpft, das hauchdünne … Weiterlesen

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III, 404 – Muskelkater

Jemand wurde 68 heute, und wenn der achtjährige Mietvertrag abgelaufen sein wird, bin ich 72 (nicht doch: werde ich sein? (na doch, für die Vorstellung läßt sich durchaus ein Indikativ benutzen, jenseits aller Möglichkeitsformen)). Etwas Ähnliches dachte ich beim Abschluß … Weiterlesen

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