Dienstag, der 14. März 2006.

6.16 Uhr:
[Schreker, Die Gezeichneten. Nagano.]
Erst um sechs Uhr auf. Zwischen halb fünf und sechs einen minutiösen Angst- und Verlusttraum um Lakshmi gehabt, der sich auch, für sie, als einen im borges’schen Sinn symbolisierten Emanzipationstraum deuten läßt; ich werde ihn später, verstellt, niederscheiben. Er hatte die Farbigkeit und die DrehbuchGenauigkeit eines Spielfilms, die Personen waren klar konturiert, ebenso die Handlung. Weite Suche nach ihr gegen durch ein Luxushotel (wo sie aber eben nicht mehr war) usw. Und ihre schließliche Entschlossenheit. Ich schreib gleich Stichworte, dann forme ich das zu einer Geschichte um. Lange nicht mehr – kunstästhetisch betrachtet – derart realisitisch geträumt. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob es nicht besser gewesen wäre, ich hätte das Bett um halb fünf verlassen – oder ob ich für das Geschenk dieser Geschichte dankbar sein sollte, so daß es g u t war, daß ich liegenblieb.
Jedenfalls paßt keine Musik als die jetzige besser zu Stimmung und vielleicht auch Handlung dieses Traums.
DTs.
Dann ARGO.

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