Serner. Sich mit schlechten Argumenten lustig machen.

Dafür ist >>>> d i e s e Dame ein exquisites Beispiel. Nun muß man sicher kein Huhn sein, um die Güte eines Omeletts zu beurteilen; wenn aber von einem selbst nichts gestaltet wird, das R a n g hätte, ist eine solche Nölerei doch ein wenig dürftig.
(Ich hätte dort entsprechend kommentiert, etwa, daß Pynchon mit seinem ersten Roman – schon gar für deutsche Marktverhältnisse – sehr wohl berühmt war, aber einerseits ist es ziemlich müßig, andererseits ist Serners Kommentarfunktion ausgeschaltet; jedenfalls hab ich sie eben vergeblich gesucht. Und der Vergleich, es hätten mir voraus längst Stephen King und ähnliche MainstreamKaliber Romanfiguren versteigert, mißt nun wirklich sagen wir Franz Schubert an Wencke Myrrhe.)

[(Romanfiguren versteigern. 11.)]

10 <<<<

Im übrigen kann die Dame keine inneren Widersprüch denken, was ihre Bemerkung zu Demut & Triumph verdeutlicht; wobei ich mich ohnedies frage, wo sie bei mir Demut zu finden meint.

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6 Kommentare zu Serner. Sich mit schlechten Argumenten lustig machen.

  1. TheSource sagt:

    Andererseits kann Verschwinden posthum bekannt machen.
    Wenn es
    a. Mysteriös genug ist und
    b. Die hinterlassene Literatur ein wenig Substanz hat

    (und reiche es auch im schlimmsten Falle nur zum Ausschlachten, in jedem anderen Falle wird sowieso mystifiziert – nicht selten gar wohlgemeint und inbrünstig).

    • TheSource sagt:

      Lacht. Sie haben da aber zeitintensive Pläne… ich muss leider passen 😉
      Wollte auch nur darauf hinaus, dass der Tod nicht selten die Verlagstüren öffnete. Tote Schriftsteller können halt nicht mehr widersprechen. Und das posthume Bekanntwerden funktionierte schon zu Zeiten, als es noch gar keine (Dokumentar-)Filme gab.

  2. brsma sagt:

    ach, lass sie doch… wer eine worthäufigkeitsanalyse mit dem begriff «semantik» (sic!) vertitelt und auch sonst offenbar ein wenig zur produktion geistiger wölkchen neigt, dem schenkt man ein lächeln, macht noch eine letzte lockerung 😉 und verlässt das recht homogene flachland mit vereinzelt aufragenden heldenstatuen daraufhin einfach wieder. ohne auch nur einen einzigen weiteren gedanken daran zu verschwenden.

    NB: die feststellung, dass auch andere schon figuren versteigert hätten, halte ich dagegen für absolut zulässig. zumindest solange man geflissentlich jeglichen kontext ignoriert – dessen berücksichtigung übrigens noch nicht einmal eine bewertung des künstlerischen niveaus erforderte. so oder so gilt aber: auch wenn zwei das gleiche tun, ist es noch lange nicht das selbe…

  3. serner sagt:

    damen haben wohl immer schlechte argumente 😉 lieber anh,
    schoen. dass sie meine weiblichkeit betonen und sie auch noch in bezug zu einem huhn stellen. sie scheinen mehr ueber pynchon zu wissen als ich. schoen. damit kann ich leben. dass ich jenseits aller raenge schlicht meine meinung sage. duerfte sie eigentlich nicht stoeren. da SIE ja die guetesiegel auf omletts verteilen. und damen. sie kennen das ja. sind ja der widerspruch in sich. und koennen nur geregelt ablenken. nicht denken.
    im uebrigen: der serner blog ist nur noch archiv. deswegen ist die kommentarfunktion deaktiviert.

    • @serner. Da Sie Dame s i n d. Darf ich das wohl schreiben, bei „Herren“ schreib ich „Herren“ ja auch, und bisweilen abfällig. Im Gegenteil hab ich eher Achtung vor Frauen als vor Männern und dieses Spiel mit Huhn und Omelett definitiv öfter schon gegenüber Männern gebraucht. Nur interessiert mich gender correctness ohnedies nicht, weil ich an Unterschiede glaube, die biologischer Natur sind, und als solche wäre es Augenwischerei zu vermeinen, im Denken gestalte sich da ein Unterschied n i c h t – als gäbe es organische Vorgänge, die n i c h t auf die eine und/oder andere Weise auch das Gehirn affizieren. Ich glaube schlichtweg nicht an ein geschlechtsloses Denken, und das Denken von Frauen ist mir näher, weil schon der Fähigkeit wegen, Leben zu geben, mehr in Zukunft begründet als das von Männern. Es kann freilich gut sein, daß dies nun ein besonderer Ausdruck ‚männlichen Denkens‘ ist.
      Im übrigen haben S i e in Ihrem Beitrag z u e r s t ein Gütesiegel verteilt und mir aufgeklebt, und da hab ich halt mal geschaut, was sich denn unter dem I h r e n befindet. Daß Ihr Satz, ich könne nicht denken, insoweit ein wenig einfallslos ist, als er den meinen lediglich zurückzitiert, scheint mir nun eher auf die Seite m e i n e s Satzes zu punkten.
      Und: Schön, daß Sie Ihre Meinung sagen. Ich diskutiere gerne mit Ihnen. Denn wie ich >>>> jetzt lese, haben Sie Ihren seinerzeitigen, sehr viel kürzeren Artikel unterdessen um einige Argumente erweitert, die als solche Erwiderung erwarten können. Dem will ich gerne nachkommen und das Gespräch aufnehmen; seinerzeit wäre das nicht gegangen, da nicht kommentiert werden konnte. Also versuchte ich, eine Diskussion hierhin zu locken. Daß Sie jetzt noch, und e r s t, nämlich siebeneinhalb Monate später, darauf reagieren, indiziert zumindest Ihr Interesse daran. Ich hätte es, dieses Ihre vorausgesetzt, auch. Wetzen wir also die Klingen. Nicht um gegeneinander zu polemisieren (das kann man, sprachlustig triggernd dabei, nebenbei tun), sondern für – eventuell beiderseitigen – Erkenntnisgewinn.

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