Mittwoch, der 15. März 2006.

5.57 Uhr
[Caspar Johannes Walter, Weg von der Null.]
Ewig lange noch mit dem neuen DVD-Brenner-Laufwerk rumgebastelt; jetzt brennt der Laptop zwar wieder, aber furchtbar langsam; Filme werden ruckend abgespielt. So fing auch das alte Brennerlaufwerk, allmählich kaputtzugehen an und schließlich g a n z den Dienst zu versagen. Irgend einen Programmüll scheine ich auf dem Gerät zu haben. 6.10 Uhr. War eben Zigaretten holen, den beleidigt wirkenden Ratzfelix bei mir. Angenehm kalt draußen, vereister Schnee bedeckt die Gehsteige und teils auch die Fahrbahnen.
Also, Laptop. Falls jemand unter Ihnen weiß, woran dieses Verhalten des Brenners/Players liegt, dann bitte unterm Newsletter-Kontakt melden. Ich hab jedenfalls keine Zeit, das Gerät wegzugeben; ich wär wie gelähmt, weil ich dann nicht arbeiten könnte, schon gar jetzt, wo es um die letzten VERBEEN-Belange geht, und obendrein so kurz vor der Produktion in Baden Baden und danach gleich vor Bamberg.

Hab momentan gewaltige Schwierigkeiten, mein 4.30-Uhr-Aufstehen einzuhalten und halte es darum nicht ein. Zwischen fünf und sechs komm ich hoch, eher gegen sechs. Aber noch merke ich’s in den Arbeitsergebnissen kaum. Dazu kommt, daß ich wegen Bamberg alles mögliche Zeug erledigen muß, vor allem die Angelegenheit mit Telefon und DSL, was mich schrecklich abhält. Aber ich hab’s geschafft und bin noch mal in den T-Punkt-Laden gestern, echt, nicht zu fassen, daß ich’s über mich brachte. Pünktlich zum 15. 4. wird jetzt in Bamberg der Analog-Anschluß offensein, und ich muß – theoretisch – dann nur noch die GMX-Gerät einstöpseln und kann loslegen. Zu GMX als Anbieter werd ich für DSL und DSL-flat wechseln. In der Arbeitswohnung hab ich T-online gekündigt, ebenfalls zum 15.4. Jetzt muß ich weitersehen. (Sollten Sie danach nichts mehr von mir in Der Dschungel lesen, dann wissen Sie, woran’s liegt.)

So, DTs.
Dann ARGO.

(Heute nacht kam eine SMS Antje von der Ahes, der Sprecherin von SAN MICHELE: „Das schönste Feature seit langem.“)

7.26 Uhr:
[Rihm, Rhapsody für Trompete, Schlagzeug und Orchester.]




ANH SCHREIBT FÜR ACER



Das fiel mir gerade bei einer neben ARGO herlaufenden permamenten Überlegung bzgl. meiner Selbstfinanzierungs- und Beschaffungsstrategien ein. Also normalerweise, wenn einem das Arbeitsgerät kaputtgeht, tauscht man’s halt aus. (Bei mir geht zur Zeit alles mögliche kaputt: Anzüge, Reißverschlüsse in den Hosen, Schuhe, neulich der Verstärker, davor das Fahrrad… es hört gar nicht mehr auf). Wenn sich indes ein Austausch finanziell nicht machen läßt, muß ein anderer Dreh her. Weshalb also nicht an Acer schreiben – besser wäre Panasonic, weil die einen outdoor-Laptop haben, der einiges aushält… „Arbeiten Sie mit dem Ding auf dem B a u?“ fragte mich gestern der Computerhändler, als ich meinen Laptop wegen des Austausch-Brenners aus dem Rucksack holte und vor den Mann auf den Tresen legte… ich geb zu, das Ding trägt Spuren: der Screen hat einen grünen Riß und einen leicht dunklen Fleck in seiner Mitte, wie grauer Star sieht das aus; es muß mal was draufgefallen sein, weil es oben im Deckel eine inverse Beule gibt… außerdem habe ich die Umstelltaste und das „i“ mit Klebeband befestigen müssen – ich hab’s auch mal mit Sekundenkleber pobiert, das ging aber nicht. Und sowieso ist etwa ein Viertel der Tastenaufschriften nicht mehr lesbar, so abgeschrieben ist die Tastatur…. – weshalb also nicht an Acer oder Panasonic schreiben: „Ich bin ein deutscher Schriftsteller und habe und muß und brauche und wenn Sie dann kann ich ja ein T-Shirt mit obengenannter Aufschrift tragen machen Sie ruhig Werbung auf Ihrer Website damit“. Mit sowas vertreibt sich Herbst in ARGO in den illusionistischen Ardennen die Zeit, während er auf Sabine Zeuner und Harald Mensching wartet; daß Oìsin bei denen ist, davon weiß er noch nichts. Vor ihm zerlegt sich die Welt in Streifen – mir fällt gerade auf, daß ich mit dieser Idee unbewußt ein Magritte-Bild kopiert habe, kein überaus gutes, übrigens; bei mir wird das besser. Etwas besser kopieren, als es war: a u c h schön, allein dieses Wort: besserkopieren, „to bettercopy“. Lacht. (Schön auch, einen Mittelsatz zwischen zwei Doppelpunkte zu setzen).

11.13 Uhr:
[Stockhausen, Mittwoch aus Licht.]
Bis eben an ARGO geschrieben: fast fünf (!!!) Seiten; geradezu nicht zu fassen. Zwischendurch zweidrei Mails von Lesern beantwortet. Und sogar etwas gefrühstückt.
Jetzt an den Post- und Telefonkram. Dann Mittagsschlaf. Dann VERBEEN.

21.44 Uhr:
[Kopfhörer, Tondateien.]
Viel Vorbereitungskram wegen Bamberg. Nun doch nicht GMX; man gab mir da gestern eine falsche Auskunft, die ein anderer Berater heute widerrief. Also g a n z neu an die Sache. Schließlich hab ich mich nach Testvergleichen für >>>> STRATO entschieden, auch für die Kinderwohnung. Für die Arbeitswohnung stellt sich jetzt die Überlegung, ob es billiger kommt, für das eine Jahr den Anschluß überhaupt abzumelden und dann nach dem Jahr eine neue Anschlußgebühr zu bezahlen, oder ob ich den Anschluß lasse mit der monatlichen Grundgebühr. Das ist noch rauszukriegen.
Ansonsten VERBEEN: Basteln am Tonmaterial, Schnitte in den Interviews usw. Sitze bis jetzt noch dran. Einmal bin ich kurz draußen gewesen, die DVD von gestern wegbringen und eine Kleinigkeit zu essen einkaufen. Dann flugs wieder an den Laptop.

Dieser Beitrag wurde unter Tagebuch veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.