Das Wunder von San Michele.

Ursendung: 17. März 2006

Alban Nikolai Herbst
Das Wunder von San Michele.
Fantasie mit Tönen um einen kleinen Palast.
Mit Antje von der Ahe, Otto Mellies, Wolfgang Condrus,
Markus Hoffmann und Gerald Schaale.
Musik von Luigi Dallapiccola, Pietro Mascagni und Franz Schubert.

Regie: ANH.Deutschlandfunk Köln.
20.10 Uhr.

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9 Kommentare zu Das Wunder von San Michele.

  1. Martin Pätzold sagt:

    Das Wunder des Antennenkabels Hat mich ca. 20 Minuten gekostet, bis ich lokalisierte, dass das Antennenkabel des Tuners nicht richtig angeschlossen war. Typisch für einen Radiobanausen wie mich. Was ich den letzten Minuten hörte war…interessant. Da ich jedoch der ersten Minuten verlustig gegangen war, verbietet es sich für mich, hier ein Urteil – oder so was ähnliches – abzugeben. Jedoch: schöne Stimmen, interessante Kompilationen, und eine passende Musikauswahl. Um welches Stück handelte es sich eigentlich ganz zum Schluss?

  2. Tecoal sagt:

    Hab auch nur etwas verspätet reingehört und wurde dann durchs Telefon unterbrochen.
    Die Sendung gibts als Podcast:
    http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2006/03/17/dlf_200603172010.mp3

    • Ich hoffe nur. Daß darin der Übertragungsfehler des InternetStreams, von dem ich >>>> eben (5.06 Uhr) schrieb und der mich so enttäuscht hat, nicht enthalten ist. Ich lade mir das herunter, danke, und kommentiere es morgen. Sollte der Übertragungsfehler auch in der mp3 enthalten sein, dann melden Sie sich bitte über den Newsletter bei mir; ich schicke Ihnen dann bei Interesse eine „saubere“ CD.

    • Also für alle Dschungelleser: Die vom Deutschlandfunk Köln ins Netz gestellte >>>> SAN-MICHELE-mp3 ist völlig in Ordnung. Wer das Stück also verpaßt oder nur teilweise mitbekommen hat oder noch einmal hören möchte, kann es sich dort hinunterladen. Ein Tip: Mit Kopfhörern hören, da die Originaltöne aus San Michele mit KunstkopfMikros aufgenommen wurden und erst direkt am Ohr voll zur Geltung kommen. Ähnliches gilt für die beiden s e h r leise eingespielten musikalischen Leitmotive.

  3. stulli sagt:

    Die Götter der Aufmerksamkeitsökonomie Erfreulicherweise ist es ein weitgehend Spaßgesellschafts-freies Hörstück ohne die sonst hier zu lesenden „Anderswelt“-lichen Cyberpunk-Puzzles und auch ohne das Gerenne und die Ballerei vertexteter Videospiele. Statt dessen lauscht der Wunder-Gläubige in die Nacht und in sich selbst hinein, spürt uralten Natur- und Kulturschönheiten nach. Ein Kernmotiv ist wohl der Pakt mit dem (Teufel) oder den Göttern, die ANH mit Fähigkeiten begabt haben und gleichzeitig den Fluch auferlegten, unbeliebt zu sein. Wobei zu fragen wäre, ob es nicht einfach eine Systemeigenschaft dieser Bewußtseinsindustrie ist, dass jeder Kopf, der vorschaut, sofort wieder eingehauen wird?

    • @stulli: Danke. Und was die „Cyberpunk“-Puzzeles abelangt: so warten Sie doch einfach ab, bis das Ganze vorliegt, bevor Sie urteilen. In ANDERSWELT wirkt sehr viel weniger Cyberpunkt, als zu vermuten ist: da wirkt viel mehr ein „Realismus“. Seien Sie sicher: Wäre dem nicht so, ANDERSWELT wäre längst mainstream. Es hat seinen Grund, daß dem nicht so ist – auch wenn das Label derart nahezuliegen scheint. Schon der WOLPERTINGER war ebensowenig „Fantasy“ wie es Niebelschützens „Kinder der Finsternis“ waren. Das Sujet aber ist aufzunehmen und Abgrenzung ein Fehler. Bitte sehen Sie die Arbeiten in einem Zusammenhang.

    • brsma sagt:

      @stulli: warum nur «dieser»? und auch die «bewusstseinsindustrie» ist wohl kaum nur die heutige und mit mehr oder weniger gewissheit zu verortende. das sind viel eher grundmechanismen von herdenlebewesen, nicht nur der gattung homo sapiens. «bewusstseinsindustrie» ist der corps social an und für sich (z.b. artaud hat das mehr als deutlich thematisiert & nochmal z.b. in anderer form oswald wiener).

      wobei ich übrigens besagtes „herdenlebewesen“ nicht wertend verstanden wissen möchte. ohne die solitär-skeptische bis -feindliche bewusstseinsindustrie namens gesellschaft existiert man schlichtweg nicht. für den einzelnen bedeutet das allerdings im zweifelsfall eine gratwanderung – manchmal auch eine auf rasiermessers schneide. geschenkt – man *ist* immer noch, trotzdem, ausserdem.

  4. montgelas sagt:

    Wunder Ein Wunsch soll Erfüllung gehen, wenn man die linke Hand auf die linke Flanke der Sphinx legt, deren Granit vor mehr als 3000 Jahren bearbeitet worden sein soll.
    Im Schutz des Steines dialogisch träumend die Nacht verbringen. Eine wundervolle Idee, die Axel Munthe gerecht wird. Rund herum eine gelungene Phantasie, die durch die gewählte Musik am Anfang und durch das Schubert-Lied den Spannungsbogen zum Wunder von San Michele nie verlässt. Einem Kind, dem Sohn, ist es dann am Schluss der Phantasie vorbehalten, den Träumenden wieder in die Realität zu führen.
    Eine scheinbare Alltäglichkeit, wie sie so manche/r kennt,
    aber immer auch ein Wunder…

  5. ferromonte sagt:

    danke für das hörstück. danke für das foto. danke auch für das buch munthes, daß ich ohne sie, lieber herbst, kaum gelesen hätte (und mit gewinn, wie sie es voraussagten) –

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