Mittwoch, der 29. März 2006.

5.39 Uhr:
[Massenet, Don Quixotte.]
Heute habe ich „Einquartierung“, UF aus D. schläft in der Arbeitswohnung, wir sahen uns zuletzt kurz auf der Leipziger Messe, wechseln aber nahezu täglich Emails. Mittags wird sein Flieger landen und er dann gleich herüberfahren; allerdings werd ich dann noch an VERBEEN arbeiten müssen; abends sind wir zusammen mit seinem Anwalt beim Essen; der Profi wird hinzustoßen. Jedenfalls wird es ein wenig knapp mit der Arbeitszeit. Na, mal sehen.
Bin um fünf von allein aufgewacht, hab weiterschlummern wollen, das ging aber irgendwie nicht: die Unruhe hat mich dann an den Schreibtisch gescheucht. Wie in der ganzen ‚akuten’ Arbeitszeit an VERBEEN will ich zumindest eine Seite ARGO hinbekommen; ab übernächster Woche, nach der Produktion, müssen es dann wieder mehrere Seiten werden. Zwar, da steht noch einige Lauferei wegen des Zuzugs nach Bamberg an, polizeiliche Ummeldung und solches Zeug, aber insgesamt wird es dann wieder ARGO-konzentrierter werden. Können S i e mir erklären, weshalb sich eigentlich die WDR-Redakteurin wegen des Marianne-Fritz-Stücks nie meldet, das nun bereits seit über einem Jahr in Köln liegt?
Guten Morgen, ich tu jetzt was.

14.36 Uhr:
[Immer wieder Verbeen-Schnitte. Dazu Massenet-Schnitte, Richard-Strauss-Schnitte.]
Neben >>>> d e r Idee permanent Telefonate wegen der VERBEEN-Besetzung, ständige Emails; außerdem ist Ulli gelandet und sitzt unsinnigerweise im Bus, statt die S-Bahn zu nehmen. Na gut.
Ich schreibe bereits ins Typoskript die Musikeinsätze mit ihren Take-Bezeichnungen; allerdings ist das vorläufig, sozusagen sind es kleine Wegweiser; was war in Baden-Baden wie und wann und wie lange tatsächlich verwenden werden, wird sich direkt in der Arbeit zeigen. Schön ist aber nun, daß das Schweizer Radio aufmerksam wurde und sich den VERBEEN nach der Produktion für eine eventuelle Übernahme auf CD anhören will. Klar, da hat Verbeen ja sehr lange gelebt, – und vielleicht bekomme ich es nun hin, daß dieses gewaltsame Schweigen über ihn und sein Werk auch im Nachbarland endlich aufhört.

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