B.L.’s 21.12. – Kühlschrank

21.09
Ich sollte lieber gleich ins Bett gehen. In mein Single-Bett. Gestern sagte ich ihr, ich hätte mir vom Dorfarzt Viagra verschreiben lassen. Auf dem Sofa dann sagte sie irgendwann, diese Nachricht hätte sie etwas durcheinander gebracht, sie müsse darüber nachdenken. Meine Reaktion war so, daß ein Kühlschrank als Metapher nicht unpassend wäre.

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5 Kommentare zu B.L.’s 21.12. – Kühlschrank

  1. ElsaLaska sagt:

    Scusi aber was erwarten Sie auf solch eine Eröffnung? Viagra? Da gehts ja nur um noch potenter, noch hirschiger sein als der Körper hergibt, also für die Gesprächseröffnung mit einer Vertrauten, Geliebten, was den gemeinsamen Sex angeht, ja mal daneben. Nochmals scusi.
    Ein offenes Gespräch, was SIE verändern wollen bezüglich Sex und was Ihre Partnerin wirklich bräuchte, wäre hilfreicher.
    Aber ich sehe natürlich nicht die Details.Nehmen Sie Viagra.
    Seien Sie froh, dass es eine Frau gibt, die mit einem Viagra Mann nur wie mit einem Kühlschrank umgeht. Und nicht gleich sagt: Och du weißt du, wenn du und wir sowas nötig haben, lassen wir es doch besser gleich.

    • Bruno Lampe sagt:

      Würden Sie aufmerksamer mit-lesen, hätte sich Ihr Kommentar erübrigt, der Dinge beschreibt, die in diesem kleinen Alltagsausschnitt nicht als Postulat dastehen, sondern nur in einer Reihe von Alltagsausschnitten steht. Selbstverständlich präsentiere ich mich keiner Frau aus dem Nichts mit der Verheißung einer durch Viagra gesicherten Potenz. Für was halten Sie mich?

    • @ ElsaLaska und B.L. – VIAGRA. Ich möchte vorschlagen, daß Sie – beide – dieses Thema auf Italienisch weiterbesprechen, w e n n Sie es weiterbesprechen. Das gäbe Ihnen beiden die nötige Distanz – dem einen zu dem, was er eigentlich berichtend, gestehend, erzählt, – der anderen, wo sie unwillentlich oder verärgert persönlich verletzt und genau noch einmal in d e r Wunde pult, deren Schmerzen solch einen Viagra-Irrlauf – einen Übersprung fast – in Gang brachten.

      Nicht Viagra-selbst muß übrigens Irrlauf sein. Ich hab einen (sehr viel älteren) Freund, der drauf schwört. Er bekam das Zeug von einer Geliebten, die Ärztin ist; nun vögeln sie über Stunden, und Viagra ist als spielerisches Element eingebunden, ganz so, wie wir – jedenfas viele von uns – in unseren jüngeren Jahren uns unter Marihuana liebten oder andere Inszenierungen als erotische Reizungen nutzten — die Geschichte der Aphrodisiaka ist eine insgesamt, die hinzukommt. Bitte allesdies – dazu gehört auch Viagra – auch mal als eine Kulturleistung verstehen, die sich dem Natürlichen hinzuaddiert. Einer meiner anderen, ein sehr viel jüngerer und für seine Potenz nahezu berüchtigter Freund brachte mir vor paar Jahren mal eine – ganz andere – Pille mit: „Das mußt du echt mal ausprobieren! Wenn du das Zeug geschuckt hast, willst du jede Fliege in die Wand vögeln und kannst gar nicht mehr aufhören…“ – Daß das Ding irgendwo in meinem Schreibtisch liegenblieb und da wahrscheinlich immer noch in der Schublade liegt, das Zerfallsdatum wohl längst überschritten, das hat andere, persönliche, nicht aber moralisch-wertende Gründe, sondern solche eines Mangels an, sagen wir, angemessener Gelegenheit.

    • Bruno Lampe sagt:

      Warum aber auf italienisch? Für mich wäre dadurch keine Distanz hergestellt. Vielleicht auf Finegans Wakish? He’d like to have some Via granted to rise after all: „Fall if you but will, rise you must“ (FW).

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