Archiv des Autors: Bruno Lampe

III, 416 – Zeckenwirtschaft

Heute morgen schwamm etwas Weißes im Teewasser, das ich zum Kochen aufgesetzt. Es hatte nicht die Konsistenz der sich vom Boden wieder mal absetzenden Kalkablagerungen (das Wasser hier ist sehr kalkhaltig), sondern hatte etwas Körperhaftes mir faserigen Auswucherungen an einem … Weiterlesen

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III, 415 – L’urgenza della sera

Seit längerem schreibt er wieder Gedichte, aber andere als noch vor einem Jahr. Indes, ich vertiefe mich weniger in sie, das Französische geht mir nicht so ad hoc ein. Heute abend stieß ich auf eine “Visiteuse” und vor allem auf … Weiterlesen

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III, 414 – Krippen de ces jours

Ich wolle – nein, die Mütze, die sie mir als Xmas-Geschenk (das W-Wort ist mir nicht gegeben) brachte (nebst Duschgel “Uomo” (Dunschgel?)) ist hundertprozentig aus Akryl – dann doch mal wieder hinuntergehen, mir den Film “Once” anzusehen, nicht zuletzt, um … Weiterlesen

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III, 413 – Fortnight-Märlein

Turdus merula. Oder eben ganz einfach ‘merlo’. Verräterisches Vögelchen in Voltaires ‘Principessa di Babilonia’ (gelesen, weil’s hübsch groß gedruckt war, da ließ sich das Lesepensum leichter erfüllen). Fing damit von ungefähr an das Fortnight-Märlein. Im Pianeta Verde, dem Bioladen kleinerer … Weiterlesen

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III, 412 – Alberi pizzuti

Decisamente abgesunken in einen dunklen Herbst und seit vorgestern mit Feuerchen im Ofen. Kommunikation über den Bildschirm ohne bestimmte Adressaten, nur um festzustellen: Es funzt. Direkte Kommunikationskampagnen, also die Suche nach einem Ansprechpartner, gibt es nicht. Es liegt mir auch … Weiterlesen

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III, 411 – Cavolini di Bruxelles

Der Gedanke an Rosenkohl zerflirrt in das Kreischen einer Schleifmaschine wie die kräuseligen Blütenblätter von Nelken, einer Art Rosen, die ein Erdbeben erlitten haben. Der neulich im Supermarkt gekaufte Behälter mit den “cavolini di Bruxelles” (Herkunft: Olanda), wie sie hier … Weiterlesen

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III, 410 – Am Strand, weitab vom Meer

Wie man sich so Regeln aufstellt. Immer nur fünf Stück auf einmal bis zur nächsten Zigarette. Ich meine abwaschen, Gläser, Tassen, Teller und was man so im Kollektivum Geschirr zusammenfaßt. Im Hintergrund flimmert eine Jazzgitarre. Auch wenn gestern einiges liegengeblieben … Weiterlesen

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III, 409 – … wie die Fassade von Sant’Agostino

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Gestern sah ich behelmte Bauarbeiter auf dem Gerüst vor der Fassade von S. Agostino, der Kirche, die man von hier aus sieht, die dabei waren, es abzumontieren. Sieht aus jetzt wie glattrasiert. Anders als ich. Ungewohnter Anblick. Dennoch vernahm ich … Weiterlesen

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III, 408 – “aufgelockert in einer sanften Wippe”

Es gibt zwar einen Nando Fonti, aber es wird nicht derjenige sein, den es bei FB gibt, aber dessen Hochzeit ein 1975 erschienenes Büchlein gewidmet ist, man nennte es wohl Epithalamium. Der Text ist nicht länger als 9 Seitchen mit … Weiterlesen

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III, 407 – spiegelei – speak a lie

Am Tag zuvor immer die feste Entschlossenheit, wie abends da, als ich mir wie ein altes Weib vorkam, das mit einem Reisigbündel aus dem Wald kommt. Der Entschluß, dem Abhilfe zu schaffen, indem man zum Friseur geht, dann doch eher … Weiterlesen

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III, 406 – Zichten

Gestern abend im Vorbeigehen an den Spiegeln ungefähr dies empfunden: Un lago torvo il cielo glauco offende (Ungaretti, Due note) Mich als altes Weib gesehen mit dem nunmehr schon wieder länger gewordenen Haar, das mir abschneiden zu lassen ich mich … Weiterlesen

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III, 405 – Kaffepause

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Hüpf mal, sagte ich zu mir. Und ich hüpfte. Und es tat gar nicht mehr weh. Der Holzstapel hat auch brav sein Plastikkleid bekommen, nicht zuletzt, weil vorgestern so ein leichter Regen fiel, der eher etwas von einer Maitröpfelei hatte … Weiterlesen

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III, 404 – Muskelkater

Jemand wurde 68 heute, und wenn der achtjährige Mietvertrag abgelaufen sein wird, bin ich 72 (nicht doch: werde ich sein? (na doch, für die Vorstellung läßt sich durchaus ein Indikativ benutzen, jenseits aller Möglichkeitsformen)). Etwas Ähnliches dachte ich beim Abschluß … Weiterlesen

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III, 403 – Und so empfindet man das

Seit Tagen versuche ich, mich an den Vornamen einer Cousine zu erinnern, mit der ich schon als Kind spielte, wenn ich mal bei der Tante in der SBZ war, wie das Ding ja auch mal genannt wurde. – Das war … Weiterlesen

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III, 402 – Spinnweben

Der neue Mietvertrag liegt fertig unterschrieben auf dem Tisch, der Vermieter war heute hier, kam angereist aus Bracciano. Zwanzig Minuten, um das nötigste vorzubringen und zu zeigen, vor allem die Fenster, besonders das eine, durch das Wasser eintritt, wenn der … Weiterlesen

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