„Ich schäme mich für meine Kollegen.“

Sagte mir soeben ein befreundeter Kulturjournalist, der in der Süddeutschen Zeitung die heutige MEERE-Mitteilung las und mir davon berichtete. Sie trägt, sic!, den Titel „Ahoi!“, der ungefähr dem Kalauergeistchen des dortigen Literaturchefs entspricht, der Freddy Quinn jedem Allan Pettersson vorzieht, und ist nach allen Kräften, das heißt mit sämtlichen Fehlern, abgeschrieben. Und zwar bei der FAZ, die den Unfug bereits letzte Woche brachte. „Aber es ist gut, daß man mal die Informationswege so genau nachvollziehen kann“, sagt resignierend der Freund. Also: Die FAZ berichtet falsch… „Landgericht Hamburg“, wo es „Landgericht Berlin“ hätte heißen müssen; das richtige Landgericht war der Redaktion eigens dabei mitgeteilt und darüber hinaus der Link auf meine öffentliche Erklärung geschickt worden. Aber man glaubt mir ja nicht. Und sowieso, Genauigkeiten fruchten bei manchen Journalisten wenig; mag sein, daß sie sie für leserfeindlich halten. Egal. Jedenfalls kupfert‘s die Süddeutsche ab, und weil er glaubt, Ahoi!, so in Fahrt zu kommen, setzt der zuständige Redakteur volle Segel, denn er hat eben auch in den SPIEGEL geschaut, mochte aber dessen juristisch abgeklopften Termini nicht trauen, sondern ihm war nach Shanties. So ist denn von einem gar nicht zuständigen Gericht eine Einstweilige Verfügung, die z w e i war und die sich erledigt haben, „aufgehoben“ worden. Was juristisch gar nicht ging, aber Seglerlatein ist Seglerlatein. Und ein Buch, das s o nie gefangen war, ist plötzlich frei.
Immerhin, auf >>>>Volltext wurde verwiesen:

[Meere, Letzte Fassung (4).]

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6 Responses to „Ich schäme mich für meine Kollegen.“

    • „alle anderen“. Stimmt nicht. „Viele andere“ auch nicht. Aber das kann ja noch kommen.
      Haben wir also Zuversicht.

    • Avatar Titania Carthaga says:

      OK – nicht ganz korrekt, ja, es müsste ‚einige‘ heißen.
      Allerdings schimpfe ich mich weder Journalist noch bekomme ich Geld dafür.

    • Avatar a. says:

      Das Abschreiben lernt man doch eigentlich in der Schule, also sowohl von der Tafel als auch vom Sitznachbarn abzuschreiben. Heute brachte mein Sohn (1. Klasse) wieder ein Abschreibe“diktat“ mit nach Hause: nur 1 Fehler. Sollte er sich bei der FAZ bewerben?

  1. Avatar rostschleifer says:

    @ a. die variierende reproduktion
    ist ausgangspunkt und
    grundlage jedes
    künstlerischen schaffens

    :-))

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