Arbeitsjournal. Montag, der 2. Aril 2007.

5.04 Uhr:
[Küchentisch.]
Nach knapp drei Stunden Schlaf hier ans Netz herübergeradelt; einen Arbeitsfortschritt für gestern zu notieren, lohnt eigentlich nicht: Vierte Bamberger Elegie, etwas ff., dann >>>> die Lovink-Lektüre und meine Exzerptchen, sowie zweidrei kleinere Überlegungen und, sagen wir, >>>> Ansichten, das war‘s dann auch schon gewesen. Aber es brachte UF dazu, wieder wegen >>>> Niebelschütz zu drängen, über den er mich gern für die >>>> ZVAB einen kleinen weiteren Text schreiben ließe. Aber ich bin momentan so weit davon entfernt, daß ich mich außerhalb der Elegien nur auf Spontanes, unmittelbar in mir Drängendes einlassen mag, bzw. kann. Mal ein Paralipomenon, mal ein Gedicht. Ansonsten Gläubigerbriefe und Hexametrisierung.
Im übrigen war ich für die Familie.
„Heute ist M o n t a g, Wochenbeginn, Arbeitsbeginn“, das sagte ich mir vorhin beim Aufstehen vor.

9.03 Uhr:
Hexametrisierung der Vierten abgeschlossen. Duschpause. Und kurz zur Familie hinüber.

11.26 Uhr:
[Arbeitswohnung. Dallapiccola, Piccolo Concerto.]Nun also an die schriftliche Gläubiger„arbeit“; vorher allerdings will >>>> Robert HP Platz wegen unseres letzten Hörstücks anrufen, für das ich das Libretto geschrieben habe und das gerade beim WDR abgenommen worden ist. RHPP schien in seiner gestrigen Mail plötzlich nicht mehr sehr zufrieden zu sein – ganz anders, als noch in der Mail vor einer Woche. Na, mal sehen. Und ich bin enorm gespannt auf seine musikalische Umsetzung, habe ja diesmal so gut wie gar keine Vorstellung davon.
(Was ich Dallapiccola liebe!)

16.42 Uhr:
[Hindemith, Cardillac.]
RHPP w a r begeistert, war es geblieben, weiterhin. Morgen schickt er mir eine Kopie der Aufnahme; es gebe, erzählt er, seitens eines CD-Labels Interesse daran, unser Hörstück auf CD zu verlegen. Um so gespannter bin ich nun. Mittagsschlaf. Danach fast alle Gäubigerbriefe, auch Mäzenbriefe, fertiggeschrieben. Sowie die Oper gleich ausgeklungen sein wird, radle ich nach drüben an Küchentisch & Netz, weil noch zwei/dreierlei fertigzumachen ist, das sich ohne Internet nur mühsam bewerkstelligen läßt. Danach wird alles ausgedruckt, dann teils schon hinausgeschickt, teils am Abend dem Profi zur Absegnung, bzw. für Einwände vorgelegt. Außerdem muß mögliche E-Post gesichtet und ggbf. beantwortet werden.
Ich muß mich unbedingt darum kümmern, ein wenig Handgeld für Stromboli aufzutreiben; für mich allein wäre es handhabbar, mal ohne was dazustehen, nicht aber, wenn der Junge dabei ist. Vielleicht bekomme ich eine Verauslagung von Spesen hin. Mir fällt schon was ein.

22.18 Uhr:
[Bar am Lützowplatz, draußen.]Warte auf den Profi, noch nur ein Glas Wasser vor mir. Es gibt hier, ich weiß das seit dem letzten Mal, einen offenen Netzzugang. Was außerordentlich praktisch ist. So fahr ich demächst vielleicht einmal her, um auch allein hier zu sitzen und zu arbeiten. Grad, wenn‘s so lauschig ist wie heute abend. Ich schau jetzt noch mal die Vierte Elegie in der Reinschrift durch – also o h n e die rhythmische Auszeichnung. Um das Gefühl für den Text zu bekommen, wenn er nicht dauernd mit Fingerzeigen den Hexameter in den Vordergrund schiebt.
Mein DSL-Zugang in der Arbeitswohnung wird erst, erfuhr ich heute, ab dem 24. 4. stehen; man läßt sich Zeit bei der Telekom. Ich nehm es gelassen; einstweilen geht es ja, auf die Väter-WG auszuweichen – die fast-ehemalige, muß ich jetzt schreiben. Katanga und ich gehen die Frage sehr locker an, wie nun weiter verfahren werden soll. Imgrunde brauche ich das Zimmer in der Väter-WG ja nicht mehr, seit so deutlich wieder zusammenfand, was zusammengehört. Wunder g i b t es.

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