zwischen den orten…

die seele schweigt immer noch. beschäftigt mit der organisation des umzuges, wissend, in 8 wochen morgens am wochenende in der frühlingssonne frühstücken zu können, sich auf das wasser freuend die animositäten der umgebung in den wellen brechen lassend. ein gutes gefühl.

nie in meinem leben habe ich so deutlich erfahren, dass menschen willenlos vor sich hindümpern, keine ansprüche mehr an sich selbst stellen, alles verweigern… und die vermeintlich eigene linie am horizont mit dem eigenen tellerrand verwechseln. ich hatte immer den anspruch an mich, wirklich jeden so nehmen zu wollen, wie er ist – das ging jahrelang zu meinen lasten. jetzt ist’s genug. ich kann nicht verstehen, dass menschen so glücklich sein können. bei einer 35stunden woche morgens um 07.30 uhr kommen, um 15.30 uhr den hammer fallen lassen, obwohl um 15.45 uhr erst arbeitsende ist: „tut mir leid, ich habe den pc schon aus, ich bin verabredet, da müssen sie morgen wiederkommen.“ dann erst noch eine rauchen gehen, das telefon nicht umstellen, pünktlich um 15.45 uhr das büro verlassen, um am nächsten morgen um 07.30 uhr zu erscheinen, erst eine zu rauchen, danach den kaffee zubereiten, und noch eine runde klönen, vor 08.00 uhr das telefon nicht zurücknehmen. sich jeglicher zusätzlicher arbeit verweigern, und für die verbringung der firmenpost zum 200 meter entfernten briefkasten einen mietwagen haben und sich eine halbe überstunde dafür aufschreiben wollen. die dinge nur tun, weil sie eben seit jahren schon so abgewickelt werden, nie den tatsächlichen grund hinterfragen, jegliche intention einer änderung gleich abwiegeln: „das können wir nicht ändern, das war schon immer so“. „warum?“. „ja, dass kann ich ihnen auch nicht sagen, ich weiß halt, dass das schon immer so war.“

bewusstlose geborgenheit…

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