Evolution & Menschmaschine (2). Der neue Ptolemäus.

Man kann die Evolution als einen globalen Denkvorgang begreifen, der Zwischenergebnisse kennt und sie immer wieder, in seinem Schließverfahren weiterschreitend, verwirft, und Ergebnisse kennt, die ihrerseits stets vorübergehend, Zwischenergebnis nämlich, bleiben – die Erde als zentrales Gehirn, das seine Energie aus der Sonne bezieht, einen energetischen Input, vergleichbar der cerebralen Zufuhr von Sauerstoff und Glukose, umgeben wiederum von dezentralen Schichten entfernterer Hirnregionen, Mars, Jupiter, Neptun schließlich: das Sonnensystem, das die Erde nahezu zu einem geschlossenen macht, in dem sich Regelkreise drehen. Höchst selten gelangen da Störsignale hinein, Transzendenzen aus den Kometen. Der Denkprozeß läuft prinzipiell rein für sich, und er endet nicht, bevor jemand den Stecker zieht.
In diesem Modell ist Hardware nicht mehr wesentlich von der Software verschieden, und der Moral kommt eine ebenso steuernde Funktion zu wie den Atemprozessen, sie ist aber nicht über sie gestellt, sondern Faktor unter Faktoren (Information unter Informationen). Dadurch verliert sie das ihr Eigene, das Moralische-selbst nämlich. Substanz („Wesen“) wird flüssig, wird Teil eines strukturell verständlichen, nämlich evolierten Prozesses; ebenso ergeht es „dem“ Menschen als physische und psychische Erscheinungsform einer bestimmten Denkverbindung. So auch der Technik: Sie wird als Erscheinungsform neben Erscheinungsformen, die miteinander konkurrieren, ständigen Überlebenstests ausgesetzt und konkurriert deshalb auch mit dem Menschen. Vielleicht wird man eines Tages sagen, der, der das sagen wird, teile sich mit der Technik einen Vorfahren wie wir mit den Primaten.
In diesem Modell hat es jede Erscheinung mit dem survival of the fittest zu tun, nur daß, was denn ein solcher „fittest“ sei, sich ebenfalls permanent verändert und in Bezug auf verschiedene Untersysteme seinerseits ganz verschieden ist. Werden die Untersysteme wirkend miteinander verbunden (etwa als „Globalisierung“), überlebt dasjenige „fittest“, das sich gegenüber dem anderen durchzusetzen versteht. Das muß nicht Kriege (Aus/Löschungen) bedeuten, es kann auch Infiltration, bzw. Synthese bedeuten und gelegentliche Mutationen umfassen, also Sprünge der Entwicklung, in denen sich ein- oder mehrfach parallele Entwicklungen amalgamieren.

Das alles entspricht der Erfahrung.

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22 Antworten zu Evolution & Menschmaschine (2). Der neue Ptolemäus.

  1. Maximilian Prang sagt:

    Kann ich nur unterschreiben, was sie da sagen oder schreiben, besser gesagt. Falls sie nicht schon längst darauf gestoßen sind, will ich auf „Das Quark und der Jaguar“ von Gell-Mann verweisen, bzw. auf die Original- Texte zur Theorie der „Complex adaptive Systems“, die sich auf seiner Website finden lassen. Die erhellenste Theorie, von der ich bis jetzt Kenntnis genommen habe. Gell- Mann zieht die Parallelen zwischen allen möglichen komplexen adaptiven Systemen: Materie, Krankheit, Tier, Mensch, Sprache, Wirtschaft, Technik und stellt das allgemeingültige Modell zur Funktionsweise dieser Systeme auf. Er spricht nicht mehr von ‚Selektion‘, sondern von ‚Feedback- Schleifen‘. Somit greift die Evolution nicht mehr nur an Organismen an. Vielleicht hatte Heraklit doch recht, oder Herbert Grönemeyer: Alles bleibt anders.Viele Grüße aus der ‚ewigen Stadt‘.

  2. Maximilian Prang sagt:

    Man sollte die Kommentare im Nachhinein bearbeiten können. Hab gerade germerkt, dass ich ‚erhellenste‘, statt ‚erhellendste‘ geschrieben habe. Falls es diesen Superlativ überhaupt gibt.

  3. molosovsky sagt:

    Schön zusammengefasst, aber! Einen kleinen Einspruch muss ich erheben. Nach allem, was ich über die biologische Evolution (siehe Gene) gelesen habe, und was ich selbst bei Denkvorgängen beoachten kann und über die gelesen hab, kann man die biologische Evolution nicht als Denkvorgang beschreiben. Eher schon als eben unpersönliches Gähren und Blubbern von Materie, wobei diese schlicht naturgesetzlichen Spielregeln folgt.

    Ob die kulturelle Evolution (siehe Meme) nun genauso blind und ohne zukunftsbezogenheit vor sich hinblubbert, zweifel ich zwar an, aber richtig sicher bin ich nicht. Zumindest wähnt der Mensch sich gerne über den Dingen stehend, wenn er machtvoll plant und gestaltet und dabei eben senkrecht über der Zeitachse stehend vor- und zurückblickend in Möglichkeitsräumen navigiert. Da kann man wieder auf das Teleologieproblem zurückkommen. Menschen können(!) bewusste Zweck- und Zielabsichten haben. Dass die Natur, oder der Kosmos aber solche Absichten verfolgen, ist eben etwas waran ich nicht (mehr) zu ›glauben‹ vermag.

  4. femme100tetes sagt:

    @ homme/automne: survival of the fittest (implizit Ifone) Huch, jetzt sehe ich Sie hier einen ganz ähnlichen Steptanz aufführen wie Ifone.
    Dessen „Wirklichkeitswissenschaft“ beruht nämlich, wenn man etwa seine >>>> historischen Ausführungen betrachtet, auf großzügigster Abstraktion. Einzelphönomene interessieren nur insofern sie als (sekundäre) Ausformungen eines „Vektors“ gesehen werden. (Ein Abstraktum übrigens, das er nur mit Hilfe jenes Konstruktivismus bilden konnt, den er offiziell scharf zurückweist!)

    Diese Denkbewegung ist so alt wie die abendländische Metaphysik. Seit Platon und Aristoteles degradiert sie Einzelphänomene als bloße Abbilder transzendenter „Ideen“ oder als Ausformungen einer systematischen Struktur, deren Erkennen wiederum im Vordergrund steht.

    Eine „Wirklichkeitswissenschaft“, der die Wirklichkeit im Einzelnen irrelevant erscheint. (Ich bin vor kurzem auf >>>> dieses Buch gestoßen. Das Thema scheint passend, aber ich konnte noch nicht hineinsehen.)

    Wie nun Ifone in seiner religiösen Grundierung (die wir beide benannt haben) Platon nachfolgt, so gehen Sie in den Spuren des „wütenden Klassifikators“ Aristoteles, indem Sie ein Planetensystem auf eine Abstraktion, nämlich die menschlche Perspektive auf Evolution hin abstrahieren.

    Allein: Die Prozesse der Natur, welche ja nur anthropomorphisierend „Auswahl“ genannt werden, sind für uns nicht durchschaubar, wie Sie auch >>>> anderswo bemerken. — Entscheidungen von Menschen hingegen sind zu durchschauen, zu beeindlussen, zu „bilden“. Allerdings unter der Voraussetzung, dass man eben keinen fatal wirkenden Vektor annimmt, der Einzelentscheidungen irrelevant werden lässt, oder sich in eine olympischen Perspektive verliert, die Sie dann auch noch an „Erfahrung“(!) zurückbinden wollen.

    Wohlgemerkt: Als Literat können Sie so viel und so oft die olympische Perspektive einnehmen, wie Sie wollen. Hauptsache, es entsteht ein dichterisches Werk. Als Theoretiker laufen Sie aber Gefahr, durch allzu weites Abrücken vom Einzelgegenstand eine Abstraktion vorzunehmen, die (auch sprachlich) wiederum das Individuelle abwertet.

    Denn ich würde dem klassischen Metaphysiker Ifone erwidern: Der bislang nicht angesprochene Unterschied von Kunst und Wissenschaft/Philosophie/Theologie liegt eben im Umgang mit dem Einzelphänomen. Kunst widmet sich diesem, indem sie Einzelphänomene schafft. Selbst die Konzeptkunst tut das. So gibt sie dem „Kopftier“ Mensch eine Perspektive zurück, die er als Wissenschaftler/Philosoph/Theologe immer aus dem Blick zu verlieren riskiert: Die auf Individuelles, was eigentlich Wirklichkeit bildet.

    Da wähnte ich Sie eigentlich auf meiner Seite, doch wenn ich in diesem Notat das „survival of the fittest“ unhinterfragt, beinahe schon nahe dem „Vektor“, lese, zweifle ich daran.

    Man darf das Einzelne theoretisch nicht vernachlässigen, auch wenn man immer das Allgemeine braucht, um über Einzelnes überhaupt zu sprechen. Doch nur im Blick auf das Einzelne kann man Fragen lösen (oder überhaupt erst stellen), die direkt die Zukunft betreffen udn sie nicht nur vom Lehnsessel aus kontemplieren: Wie wollen wir Kinder „erzeugen“? Ist die Vorstellung eines unbegrenzten Fortschritts angesichts der wirklichen Gesellschaft noch angemessen? Gibt es Dinge, die wir der nächsten Generation beibringen wollen, welche nicht auf Profitmaximierung, fitness und Freizeitkonsumismus beschränkt sind? Und wenn ja welche? usw.

    (Ich bin hier absichtlich nicht auf Geschlechterrollen in zukünftiger Gesellschaft abgehoben, um Erwartungen zu unterlaufen! Aber sie zu hinterfragen scheint lohnender als jede Retorten-Phantasie der Technokraten.)

    • Ifone sagt:

      @Aber femme, Guten Tag. Wieso den Retortenfantasie? Ich spreche hier von Retortenrealität.

      Im Übrigen ist ihr Insistieren auf das Besondere und Einzelne und die Phänomene – das ist Adorno.

      Sehen sie und das ist die Kirche der Achselhaare, der Schweißtröpfchen, der Bioläden…. während die Dynamik davon völlig ungerührt bleibt.

      Wir haben uns heute mit der Frage auseinanderzusetzten, warum die Rationalität, trotz Adorno, weiter Wirklichkeiten produzierend vorran schreitet, und wie wir die ihr innewohnende Dynamik für „uns“ nutzen, ähnlich einem Aikidokämpfer, der den Schlag nicht abwehrt sondern ihn nimmt und lenkt, dass er nicht von seinen Energien zerrissen wird.

    • @femme100têtes. VORSICHT. Ich erzähle ein Modell; „man kann begreifen“ ist n i c h t: „es ist„. In der Tat handelt es sich um eine (sogar phantastische) Erzählung, die sich der Sprache der Rationalität, in diesem Fall rationaler Spekulation, bedient – aber es bleibt eine Erzählung unter Tausenden. Das ist mir wichtig. Man kann diese Erzählung an die Wirklichkeit anlegen und Wiedererkennungserlebnisse haben; zugleich wird man Differenzerlebnisse haben. In dieser Erzählung braucht es keinen Erzähler, weil die Erzählung aus dem Modell heraus vom Leser erzählt (imaginiert) wird – sofern er sich auf das Modell einläßt. In dieser Erzählung spielt Geschlechterzugehörigkeit deshalb keine Rolle, weil Geschlecht, ob weiblich, ob männlich, selbst nur Punkte auf dem von Ifone so genannten „Vektor“ sind. Ich nehme mit dem Beitrag Ifones Interpretation dessen, was wichtig sei für die Künste und die Wissenschaften, auf und forme es in eine Geschichte, eben dieses Modell, um. Wobei auch ganz andere Modelle (Erzählungen) denkbar sind. Das Problem aber an den von Ihnen sogenannten Retorten-Fantasien der Technokraten besteht darin, daß sie w e r d e n. In diesem Punkt hat Ifone ja recht. Nur – so glaube ich anders als er glaubt – nicht in der Art, in der dem zu- bzw. zuwidergearbeitet werden kann und/oder müßte. Wiederum haben Sie zwar damit recht, daß Kunst Einzelphänomene schafft, aber in dem Moment, in dem sie als Kunst wahrgenommen wird, hat sie und muß sie haben genau den Zug ins Allgemeine – aber als Aussage, nicht als deren praktische (das heißt: technische) Umsetzung. Wäre die Aussage n i c h t ins Allgemeine gehend, gäbe es keine Möglichkeit einer Introjektion. Vielleicht liegt hier auch eines der Mißverständnisse mit Ifone (der hier nicht persönlich gemeint ist, sondern als Stellvertretung; das weiß er aber, denke ich, auch), daß Kunst gerade n i c h t eine Projektion auf Reales ist, sondern eine Introjektion eines bereits interpretierten Realen. (Interpretiert wird bereits, indem wahrgenommen wird; bereits der Wahrnehmungsapparat des Gehirns filtert).

    • femme100tetes sagt:

      @ homme/automne: Okay. Mit dieser Modifikation, die den affirmativen Anteil Ihrer Sprache ins „Phantastische“ hinübernimmt, kann ich Ihre Erzählung akzeptieren. Wichtig bleibt aber, dass es eben „eine Erzählung unter Tausenden“ sei, eine Pluralisierung, der Ifone programmatisch ausweicht.

      @ Ifone
      Allein die Tatsache, dass Sie meine Einwände durch ein Schlagwort („Adorno“) abtun, zeigt Ihre rhetorische und darin Ihre geistige Haltung. Sie bewegt sich auf eine Ablehnung des Einzelnen hin, die im obigen Sinne platonistisch, d.h. krypto-religiös ist.

      „…die Kirche der Achselhaare, der Schweißtröpfchen…“

      cleanness-alert!!

    • knotscher95 sagt:

      @ ifone : nachschauen – ifone ? sie widersprchen sich ad adorno wohl nicht, ifone.
      aber hinsichtlich ihrer KLAGE dem – so wie ich es verstanden
      habe – atavistischen pingpong- modell doch überdeutlichst.
      dementsprechend bin ich nicht nur etwas enttäuscht ifone, dass sie hier
      eben gerade überhaupt nicht auf femme eingingen.
      das spricht nicht gerade für theoriefreudigkeit, auf die sie meiner meinung nach
      aber abzielen.
      ansonsten bräuchten sie hier doch gar nicht zu diskutieren sondern
      schrieben ein buch ?

    • Ifone sagt:

      @knotscher Entschuldigung, man wird ja wohl mal zwischendurch etwas essen dürfen. Es geht gleich weiter. Eigentlich, knotscher, glaube ich nicht mehr so ganz stark an Bücher, nur noch an Dialoge. Es geht aber gleich weiter.

    • @femme100têtes. Schweiß. Mir ist Ifones Abwehr des Organischen auch nicht recht verständlich, nämlich persönlich nicht. Wenn ich vor Schweißtröpfchen scheue, wie will ich dann körperlich lieben? Geschweige denn so, daß entgrenzt wird? Klinisch wäre von einer Angst vor Infektionen zu sprechen (die ja eine Form der Befruchtung sind) und die sich durch die gesamte Geschichte des Monotheismus zieht und über Luther zu Calvin sich dann erst richtig klinisch ausrichtet (der Katholizismus kennt die Heilsamkeit des Abtestates, wo im Protestantismus lediglich Buße bleibt: k e i n Luxus, der einen Seitenweg erlaubte). Von da führt der Weg direkt in den Technizismus.
      Lustschreie sind immer ganz nah am Schmerzschrei; deshalb hat Freud von der Urszene gesprochen. Ich habe darüber >>>> hier ein Gespräch mit meinem damals vierjährigen Sohn aufgezeichnet. Lesen Sie bitte auch den ersten Kommentar, der das Gespräch um die Erklärung des Lustschreis erweitert. Legte man die Rationalismus-Forderung an, wäre der Dialog s o eine verklärende Lüge; das ist er aber gerade nicht, und zwar zugleich nicht, wenn auch andere, darunter rationale, Erklärungsmodelle wahr sind.

    • knotscher95 sagt:

      @ aua herbst sie redeten eben von PUNKTEN auf dem VEKTOR ?
      sie engen sich selbst ein ?
      – wobei der VECTOR einer von tausenden ist, wie femme meinte.
      genauso ist es und es ist gut so.
      noch was zu lager-& oder schulen-denken
      ( nicht denkschule)
      dass sich daraus aber stets begriffsambivalenzen ergeben, nehmen sie in kauf.
      alles alter schnee, ganz alter schnee.
      oder etwa nicht ?

    • @knotscher95: „dass sich daraus aber stets begriffsambivalenzen ergeben, nehmen sie in kauf.“ Mehr noch. Sie sollten Teil der künstlerischen Inszenierung sein, sie gehören zum Bedeutungshof, in dem Kunst wirkt.

      [Ein Vektor wird als Pfeil dagestellt, also als Strahl. Strahlen setzen sich aus unendlich vielen Punkten zusammen und haben, das ging bei der Diskussion bislang unter, einen Anfang.]

      „wie femme meinte“. Wie schon mein Beitrag meinte, auf den femme meinte.

    • Ifone sagt:

      @femme ich wollte hier gar nichts abtun, femme. Ich hatte inzwischen auch zur Physik der Antiphysik davon gesprochen, dass wir möglicherweise in einem Tauschproblem stecken, das es irgendwie zu überwinden gilt. Das geht nur noch in Verbindungen, weil alle Teilgebiete eben für sich betrachtet blinde Anteile an Praxis aufweisen, die letztlich zu „Formabschlüssen“ oder „Laborabschlüssen“ führen. Und ich habe gesagt, wenn der Mechanismus dieser Tauschprozeduren nicht verstanden wird, dann kann er, wenn wir Pech haben, blind und explosiv über uns hereinbrechen. Und wir müssen das Verständnis dieser Tauschmechanismen auch dazu nutzen, um Gefahren richtig einschätzen zu lernen.
      Sie reihen mich trotzdem oder deshalb in die Metaphysiker ein. Und dazu antworte ich ihnen: Ja. bitteschön. Es gehört zu den großen Irrtümern ebenso des reinen Positivismus, wie auch der Wissenschaft, wie auch der Postmoderne, dass sie glaubt, die Metaphysik sei tot. Sie ist nicht tot und sie war es nie. Sie verwandelt sich nur immer. Sie wird entweder Physik (Ästhetik, Rakete) oder Sinn (Hypothese, Perspektive,)
      In Fritz Langs Film „Frau im Mond“ (Drehbuch hat seine Frau geschrieben)übrigens hätten sie ein hervorragendes Studienmaterial zum Thema: Die Rolle der Geschlechter als vektorielle Funktionen der Technik. Ich weiß nicht, ob es schon gemacht wurde. Das ist geradezu ein Lehrbeispiel. Es ist vielleicht nicht gerade eine gute Nachricht, aber das Raketenarsenal dieser Welt gründet in dem Buch einer Frau und in der Regie eines Mannes.

    • knotscher95 sagt:

      @ jetzt aber, hr herbst + ach mensch was setzen sie denn voraus ?
      dass jemand den teufelsbegriff oder den dämonenbegriff klärt in seinem
      lesestübchen ?
      und dass er sich denn wieder seinen individuellen bezugsrahmen daraus füttert ?
      füttert, weil ich nicht annehme, dass da besonders grosse hinterfragungsabsichten
      stecken, wenn jemand liest ?
      welcher leser KAUFT sich denn sein gegenteil ?
      oder sein anderes ?
      machen sie das ?
      warum erwidern sie denn ?

    • knotscher95 sagt:

      Q herbst-dilatation das mit den strahlen ist schon richtig :
      was aber ist strahlung ?
      ist die nicht auch punktverortbar ?
      und ist diese nicht auch aus einzelnen strahlen gebildet ?
      wir waren hier doch schon ganz woanders.
      viel weiter.
      ich sehe da auch keine revision sondern eine selbstaufhebung.
      es sei denn sie argumentieren direkt aus dem dschungel-projekt,
      also aus interaktion heraus ?

    • Ifone sagt:

      @knotscher,herbst Tatsächlich ist der Vektor insofern nicht ganz glücklich, weil er vordergründig auf einen „erigierten Pfeil“ verweist, aber eben physikalisch die Richtung einer
      Kraftwirkung oder Ausdehnung meint. Ich selber stelle mir diesen Vektor als Kugelraum vor, mit einem potentiell unendlichen „Aussentelos“. Aber man müsste hier natürlich noch wenigstens die Zeit mit integrieren

    • knotscher95 sagt:

      @ ifone : also irgendwie führt das doch in eine skihütten-diskussion hier :

      „Es ist vielleicht nicht gerade eine gute Nachricht, aber das Raketenarsenal dieser Welt gründet in dem Buch einer Frau und in der Regie eines Mannes.“

      ich meine es ist doch absoluter zufall dass es curie war.

    • Ifone sagt:

      @Schweißtröpfchen, Achselhaare Ich habe nichts dagegen. Aber ich habe etwas dagegen, ihnen als Sakralbauten oder als Altarbeigaben in einer Menschenkirche zu begegnen.

    • Ifone sagt:

      @knotscher ich sprach vom Raketenarsenal, präziser, von der heutigen Form per mehrstufigem Flüssigkeitstriebwerk ins All vorzudringen.

      Und die technische Seite dieser Geschichte beginnt exakt bei Fritz Lang, seiner Frau und dem Film: „Die Frau im Mond.“

    • molosovsky sagt:

      Mir vor die Stirn klatsch. Ich muss mich entschuldigen, Herr Herbst.

      Da plustere ich mich so gerne als ›Phantast‹ auf, und überlese in ihrem eröffnenden Beitragstext die kläreneden, wichtigen Signalbegriffe. Also, wenn es darum geht, wie wir uns, als einzelne, hineindenken und -empfinden in diese gigantische Erzählung, die uns durch die Erkenntnis und Idee von der Evolution geschenkt wurde, DANN darf man freilich als kleiner vergänglicher Mensch durchaus zu er-fassen trachten und das erzählend wiedergeben.

      Tut mir leid, wenn ich mich als Korrektheitsapostel gebärdet habe.

    • knotscher95 sagt:

      @ hr herbst also ich entschuldige mich auch irgendwie, weil ich
      den parallelen thread gerade erst weiterlas.
      irgendwie komm ich dem konzept einfach nicht nach.
      hatte mich ja eh schon auf die lerserrolle gedimmt.
      die ich desweiteren einnehme, seo wie ja schon gesagt.
      sorry meiner selbstwidersprüchlichkeit(en).

      knotscher

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