Arbeitsjournal. Dienstag, der 30. September 2008.

17.14 Uhr:
[Arbeitswohnung.]
Das ist ein Tag, der v ö l l i g aus dem Gleis lief, geworden; ich stand überhaupt erst um halb neun auf, was ja schon mal alarmierend ist; aber die „Schuld“ trugen einigermaßen heftige Testosteronschübe, die mich dann wieder quer durchs Netz hetzten, während ich parallel >>>> über der Dritten Bamberger Elegie hockte und außerdem weitere Korrespondenz zu erledigen hatte. Es gab einige „nette“ Gespräche, dazu ein andermal mehr, wenn ich endlich diesen Tagebuch-Eintrag angegangen sein werde, der mir nun schon seit, kann man sagen, Wochen durch den Kopf spukt – derart prinzipiell ist er, derart tief greift er in das hinein, was ich bislang für mein unantastbares Selbstverständnis hielt und wovon ich noch nicht recht weiß, wie es in Literatur umzuformen; Die Dschungel sind sicher ein geeigneter Ort, manches Gedicht ist oder wäre es auch, aber die F o r m, der Anzug im übrigen, den man dem anziehen muß. Hm. Ich habe das Gefühl, die Tür, die aus der Kindheit und Jugend ins Erwachenenleben hineinführt, ein- und für allemal hinter mir geschlossen zu haben. Es ist ein g u t e s Gefühl. (Möglicherweise, fällt mir gerade ein, hängt das auch mit dem Tod meiner Mutter zusammen; sicher bin ich mir allerdings, daß dem nicht n u r so ist. Es hängt vor allem mit den Entwicklungen nach >>>> MEERE zusammen und ist im Grunde eine lebenslogische Folge, eine Folge meiner Lebenslogik. ‚tschuldigng, ich laß Sie jetzt rätseln. Dann rätseln Sie halt.)

Tammen von den >>>> horen hat ein Plakat des Horentitels geschickt: 160 x 90 cm und absolut irre. Ich werde es morgen an der Tür zum Arbeitszimmer anbringen; dazu werde ich allerdings erst die Türklinke abmontieren und dann durch ein einzustanzendes Loch durch das Plakat wieder in den Vierkantdreher zurück einführen müssen. Vielleicht fotografiere ich das Plakat danach. Oder davor. Jetzt ist’s zu dämmrig.
Und morgen sollen die ersten beiden Exemplare des Bandes selbst hier ankommen.

Ich übe noch eine halbe Stunde Cello, dann fahr ich ans Terrarrium hinüber.

This entry was posted in Arbeitsjournal. Bookmark the permalink.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden .