sperrige schönheit:

http://www.rottenkinckschow.de

foi hoje.

befremden. sich fremd wieder daheim fühlen. ungeklärter wutschub.

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64 Kommentare zu

  1. R.F. sagt:

    Diadorim, Können Sie nicht einmal, einfach, ganz einfach eine Link zur Eigenwerbung setzen, ohne irgendetwas von „fremd“ „fühlen“ „wutschub“ zu schreiben.

    Sagen sie doch einfach: Hier ein link für alle Interessierten und dann zack den link setzen und fertig. Nein, da muss dann noch was rangesetzt werden von wegen befremden, fremden, wutschub… was soll das?

    • diadorim sagt:

      können könnte ich das. es scheint am wollen zu liegen, es nicht zu wollen.

    • diadorim sagt:

      nebenbei. sie wollen mir ohnehin gerade die berechtigung zu schreiben entziehen, scheint mir. suchen sie sich doch wen anderen, ja. sehen sie, sie haben sie mir nicht erteilt, sie werden sie mir nicht entziehen können.

    • diadorim sagt:

      und was das soll? das war in kürze das steno zur nämlich verlinkten diskussion, die ich heute morgen verfolgte, und die in mir tatsächlich ein befremden weckte und eine wut auf menschen, die ich doch sehr schätze.

    • R.F. sagt:

      Nein… sie haben das zu hart interpretiert, ich möchte ihnen keineswegs die Berechtigung zum Schreiben absprechen. Nur wunderte ich mich, dass Sie an ein an sich erfreuliches Thema, ein Veranstaltungslink plus Hinweis auf eine Lyriker – Gemeinschaft oder einem Gemeinschaftsprojekt, mit so vielen negativen Worten versahen, dass man beinahe die Lust verlor, raufzuklicken.
      Ich habe so etwas schon öfter bemerkt, dass sie manchmal dazu neigen, ein impuls oder eine einfache Empfindung irgendwie oder irgendwo zu kontrieren. Sie essen zum Beispiel eine Yogurette, und sie muss aber gleich nach klostein schmecken, wenn ich mich recht erinnere. So etwas verstehe ich nicht. Freuen Sie sich doch einfach an der Yogurette. Und genießen sie das. Dass sie nach Klostein schmeckt stimmt doch garnicht. Das ist sehr überhart geurteilt. Ich bin weiß gott nicht der Hersteller, aber esse das auch manchmal gerne, obwohl ich weiß, dass da nur zucker drin ist, aber sie schmeckt mir trotzdem.

    • diadorim sagt:

      guten appetit, ich vermache ihnen den rest yogurette, ja?

      ich habe mich wirklich aufgeregt und tue es noch, das hängt mit vielem zusammen, sehr vielem. so erfreulich ist das alles nicht, nicht für die, die sich irgendwann mal gedacht haben, lass uns ins ausland gehen, etwas besseres als den deutschen buchmarkt für dichter gibt es überall. gibt es natürlich nicht.
      e voila, ich dachte, es hätte sich was getan, politisch, solidarisch, nein, hat es nicht.
      im gegenteil, die gagen werden immer schmaler, probleme werden weggelogen, armut versteckt, und es kotzt mich an, sorry, ja.

    • R.F. sagt:

      nun gut.. glauben sie denn, dass man in Brasilien oder sonst irgendwo deutschsprachige Gedichte stärker nachfragt. Für mein Gefühl, sie haben es selbst einmal gesagt, neigt die Lyrik womöglich dazu, sich allzusehr in Sperenzien zu verfitzen, so wie sie es nannten, immer noch ein hoppla-Wort zu erfinden, so dass man das Schmuck-Kästchen garnicht mehr sieht. So gerät doch viel in die Beliebigkeit einer schulterzuckenden Spielerei – ich weiß, dass sie diese Argumente bestimmt schon gehört haben, aber ich finde sie trotzdem relevant. Wer soll sich denn dafür und warum interessieren, ausser ein paar eingeweihte zirkel oder einige wenige gut gelaunte Zuhörer in Kneipen. KAnn man denn mehr erwarten?

    • diadorim sagt:

      nein, man kann auch tierhauthändler werden und das mit dem schreiben ganz lassen. wer schreibt und nicht das unmögliche erwartet, der kann auch genauso gut stricken. ich habe mich oft gefragt, warum ich hier bin, das immerhin, ist mir inzwischen sehr klar, hier könnte nicht jemand genauso gut stricken.
      artmann hat in seiner acht punkte proklamation mal gefordert, man könne auch dichter sein, ohne eine einzige zeile zu veröffentlichen, ja, man musste das sogar sein, weil man keine einzige zeile in österreich veröffentlichen konnte, gehörte man zur wiener gruppe, zu dem zeitpunkt. wenn man mir aber heute sagt, dichten ist wie stricken, wer sollte sich dafür interessieren, wenn nicht die stricker und die paar bestrickten, dann glaube ich, verstehen wir uns gründlich miss. alle sollen sich interessieren. alle. ausnahmslos. von bad nauheim bis zum olymp zumindest jeder zweite.

    • R.F. sagt:

      @diadorim Aber Gerhard Falkner hat in seiner Huchel-Preis-Rede alles gesagt. Die Lyrik von jetzt sei selbstrefferenziell. Er hat das nicht beanstandet, weil er ein freundlicher Mensch ist, aber da steht, dass die Lyrik von Jetzt sich nur noch für sich selbst interessiert und keine Themen verfolgt, die über ihr Terrain hinausweisen. Warum sollte sich die ausserlyrische Öffentlichkeit für die Lyrik interessieren, wenn sie nicht – sagen wir mal – Dinge wirklich anspricht. Und zwar so, dass das rüberkommt.

    • diadorim sagt:

      gute frage.

      ich dachte, na ja, ich dachte halt, es ließe sich etwas davon, was falkner vermisst, bei eventuell einigen meiner, aber, na ja, stimmt vielleicht nicht.

    • R.F. sagt:

      @diadorim kann ich nicht beurteilen….womöglich – ich weiß – nicht – müsste sie wohl insgesamt – sich in einem Themenpark aufhalten, der kommunikabel ist, weil viele Menschen sich darin bewegen…bin auch kein Experte, aber es kann sein, dass die Lyrik eben nicht für Experten geschrieben sein darf, sondern für Leser, genau das nicht mehr bietet, was der ungeschulte Lyrikleser eigentlich von Hause aus von der Lyrik erwartet. Die Kernkompetenz von Lyrik ist der sprachliche Gesang, die Emphase. Ungetrübtes, unverbautes Ansingen von Welt. Das ist doch eigentlich ihre Stärke. Da kommt sie doch her. Deshalb werden ja auch Pop-Texte, wenn sie musikbegleitet sind, jederzeit gerne aufgenommen. Die andere Seite ist das Erzählen. Das man also eine simple Shortstory auch in einem Gedicht als in einer etwas stärker rhythmisierten Form erzählen kann.
      Ich glaube, die Lyrik von heute hat das Problem, dass sie sich davor fürchtet, Kitsch zu sein, und sie fürchtet sich davor, nicht innovativ zu sein, also nicht-avantgardistisch. Diese beiden Ängste merkt man vielen Sachen an. Das macht viele Gedichte dann immer bemüht originell, bemüht reflexiv, bemüht witzig, bemüht neu…. etc… und das merken die Leser instinktiv vielleicht.
      Die Sachen wirken dann unfrei, weil sie einem „anspruch“ verpflichtet sind und nicht einfach ganz wirklich einem Gefühl oder einer Situation

    • diadorim sagt:

      sie können diesen anspruch, dem sie sich verpflichten aber nicht durchstreichen, wenn sie ein leser waren, bevor sie ein schreiber wurden, und das ist ein werdegang, der ist so unumkehrbar wie nahezu unvermeidlich. und dann ist es die frage, was sie ganz persönlich als leser beeindruckt hat, bevor sie ein schreiber wurden. die kernkompetenzen ihres instruments interessieren sie als schreiber nicht. wenn sie beeindruckt waren, wie jemand ein präpariertes klavier gespielt hat, dann beeindruckt sie der einwand überhaupt nicht, wenn ihnen jemand sagt, aber dafür ist es doch gar nicht gemacht. man fürchtet sich nicht davor, etwas nicht zu sein, man kann es tatsächlich nicht anders, weil man es nicht anders will.
      ich hab mir nicht vorgenommen, die avantgarde am spannendsten zu finden, ich renn trotzdem x mal lieber in eine marcel broodthaerts, eine gordon matta-clark, eine eva hesse ausstellung als zu den impressionisten.
      ich finde die antike um vieles bemühter. dieser anspruch, dem man sich da verpflichtet fühlt, ist ja kein ganz und gar frei gewählter, er entspringt ja dem gefühl, dass man sich davon angesprochen gefühlt hat. und gefühle sind sehr unfrei. keiner beschäftigt sich intensiv mit was, wofür es beinahe kein geld gibt, wenn er meint, er genüge damit einem anspruch. dafür ist man sich selbst und seinem empfinden viel zu nah. der zwang, innovativ sein zu müssen, ist da genauso zu bewerten, wie der zwang, aus der antike heraus zu sprechen, siehe grünbein, darüber lässt sich gar nicht befinden.
      das kommunikable hat mich bis auf den guten pop nie gereizt. im gedicht hat es mich zumeist abgestoßen.
      lyrik ist nicht für experten geschrieben, sie ist geschrieben, dass sie oft nur experten verstehen, ist nicht ihre schuld. die kunst hat nicht schuld, das muss man erst einmal begreifen, denke ich, dann hat man etwas von avantgarde begriffen.

    • R.F. sagt:

      @diadorim hm… da wär man wohl wieder bei der schwierigen Frage, was Kommunikabilität will oder meint. Sie argumentieren – verständlich – aus ihrer Perspektive der Rezeption und ihrer persönlichen Initialerlebnisse, das würde ein Antikewiederholer womöglich genau so sagen. Obwohl ich das in Reinform auch bemüht finde, zum Teil furchtbar.
      Ich habe mich die Tage gefragt, als ich die alten Ausschnitte von Michael Jackson gesehen hab, seine Sessions in Riesenstadien auf dem Höhepunkt seiner Karriere, ob man so eine Wirkung auch mit Sprache mit Lyrik erreichen könnte. Lyriker als Versmillionäre. Also er war innovativ auch, indem er den Moonwalk perfektioniert choreografisch eingebaut hat, dass die Leute ausgeflippt sind. Was ist er Moonwalk im Gedicht? Ob wohl auch all das stark Körperliche, die Choreografie, der Rhythmus, dass all das im Prinzip auch Sprache haben müsste, jetzt mal von den technischen Verstärkungen abgesehen… aber das stimmt natürlich nicht, kann natürlich sein, dass Lyrik einen bestimmten Präsentationsmodus hat, der sie von einer solch extremen Wirkung abschneidet.
      Kann ein GEDICHT SO einen Koffer auf den Stuhl stellen?
      Kann ein GEDICHT SO einen Handschuh anziehen?
      Kann ein GEDICHT SO einen Hut aufsetzen?
      Kann ein GEDICHT SO ein Scheinwerferkegel anschnippsen?
      http://www.youtube.com/watch?v=KkezNWVd_jA
      Nur im übertragenen Sinne gefragt.

    • diadorim sagt:

      ich verstehe den übertragenen sinn glaube ich nicht. ein gedicht kann alles, schrieb mal wer, da dachte ich, mag sein, aber die dichter können es nicht.
      im grunde kann ein gedicht nur gedicht. uwe kolbe sprach von einer ichstärkung, da hat es dann vielleicht sogar auch eine schnittmenge mit dem, was ein michael jackson gemacht hat. aber ein schwenk ins publikum verrät etwas über die iche, die sich bei jackson stärken, und ein schwenk in die bibliotheken verrät etwas über die anderen. es gibt überschneidungen auch da, nicht so wenige, aber auch nicht so sehr viele.
      in anderen ländern ist lyrik von solchen präsentationsmodi nicht unbedingt abgeschnitten, aber deutschland hatte eben die avantgarde, und alle, die diese abkehr vollzogen haben, verweigerten ja eine bestimmte form von verständigung. und man muss vielleicht darüber reden, warum sie diese verweigerten, dann lernt man etwas über bestimmte wege, bestimmter dichter zu bestimmten zeiten.

    • ovid sagt:

      der griff ins nichts immer
      stellte er einen koffer auf den stuhl
      immer
      zog er einen handschuh an
      immer
      setzte er einen hut auf

      aber warum mußte er sich im scheinwerferkegel stehend
      immer
      zwischen die beine greifen

    • diadorim sagt:

      darauf hätte ich eine antwort. weil gegen das zwischen die beine greifen koffer, handschuh und hut nur requisiten sind.
      remember, was ist die ablenkung, was der trick…

    • R.F. sagt:

      @ovid immer zählte er seine jamben
      immer brach er seine zeilen..
      immer besang er die Götter..
      was soll das?

      ist doch kein Beitrag.

    • R.F. sagt:

      Klar ist auch das ein Beitrag, ich weiß ja, dass es unendlich viele Argumente gegen solche Vergleiche gibt, aber der Ausgangspunkt war ja eine Klage über die Resonanz auf Lyrik, die ja eine Art Choreografie an der Sprache ist. ICh habe jetzt zugegeben, ein absolutes Gegenbeispiel von Resonanz gebracht.

      @ovid vielleicht ist ja das „immer“ also die Periode oder der Refrain zum Beispiel etwas, dass „die Leute“ von Lyrik erwarten, aber nur noch selten bekommen, weshalb sie sich abwenden, während der Pop mit der Periode überhaupt keine Problem hat.

    • R.F. sagt:

      @diadorim der Erfolg, die Resonanz, die Wirkung beruht auf zum Teil verabredeten Dingen, der Kitzel, das Spiel mit dem Hut, das spiel mit dem Koffer, das Spiel mit dem Scheinwerfer, das macht den Kitzel, die Erotik dieser Choreografie aus, die zunächst mal etwas voraussetzt, eben diese Verabredung auf ein Grundeinverständnis. Deshalb fühlen sich die Leute angenommen, aufgehoben. Michael Jackson signalisiert damit: Ich bin mit Euch einverstanden. Ich weiß, ihr wollt den Hut, ihr wollt den Handschuh, ihr wollt meinen Tanz, und die Erotik kommt zustande, weil er diese Verabredung nicht bricht, aber so ein bisschen mit ihr spielt, das macht die Wirkung aus, er wiederholt zwar, aber er varieirt ein bisschen seine Wiederholung. Es ist eben ein Spiel. Und dann schafft er es auch noch gleichzeitig dabei, ironisch zu signalisieren, dass er sogar weiß: Ich weiß, ihr wollt auch dieses Spiel.
      Der Punkt ist, ob so ein Bewusstsein, so ein Grundeinverständnis, dieser Flirt mit den Lesern von Lyrik, ob das nicht durch die so genannte Avantgarde dermaßen stark beschädigt wurde, dass die lyrik eben deshalb ziemlich herumkrepelt.

    • diadorim sagt:

      ich kann mich nur wiederholen, die kunst ist schuldlos.
      ich kann mir schier mich und meine dichtung nicht vorstellen mit einer verabredung, einem grundeinverständis, ich wähle die beschädigung, weil die beschädigung mein nicht einverstanden vertritt, ich bin nicht einverstanden mit diesem spiel. jetzt kommt dann gleich wieder der vorwurf, wer nicht will, na, der hat halt schon, und ich denke, sie verstehen nicht, die kunst trifft keine schuld an ihrer resonanzlosigkeit. man kann ja für die absurdesten und überflüssigsten dinge im leben eine nachfrage schaffen.
      aber, denke ich dann, wer fragt noch liebe ab, eher entwickelt man eine systemtheorie, dass es sie gar nicht geben kann, etwas ähnliches passiert mit gedichten, eher fordert man von ihnen, wie sie zu sein hätten, damit sie nachgefragt werden, als zu schauen, was sie anbieten. so funktioniert das auch in jedem chatraum. hi / m o w? / wie alt? es geht nicht darum, was man kriegen könnte, man will etwas, ob gipsfetisch, sadomaso, häkelanleitung, kochrezept, dieses dienstleistungdenken hält jeden winkel unseres denkens und fühlens besetzt. da kommt so etwas wie jemanden zur gänze mögen oder eben gedichte gar nicht mehr vor.
      es geht doch darum, will man sich dichter leisten oder dienstleister? derzeit sucht man den dichtenden dienstleister. i would prefer not to. bartleby, versteht denn keiner mehr bartleby? billy budd? verzweiflung ist ein aasen.

    • R.F. sagt:

      Nein, diadorim, wissen sie, ich sage jetzt mal, warum ich eine solche Haltung als ganz leicht arrogant empfinde: Wie können sie, die sie ein Sprachtalent haben, sagen, sie sind beschädigt? Warum sind sie nicht einverstanden mit ihrem Talent und nehmen es als genau das Gegenteil, nämlich als Gabe, über die und mit der man sich freudig mitteilt? Mir ist rätselhaft, warum sie die Grundverabredung ablehnen, die da sagen könnte: Schaut mal, ich habe eine Gabe geschenkt bekommen, die Gabe mit der Sprache eine Choreografie zu machen, die mich erfreut und Euch teilhaben lassen kann, deshalb komme ich aber auf euch Leser und schenke mich auf eine Weise aus, dass ihr dieses Geschenk auch annehmen könnt. Also ich werfe euch dieses Geschenk, dass ich mit euch teilen will nicht an den Kopf, sondern ich möchte es Euch über das Spiel mit einer Grundvereinbarung gerne so überreichen, dass wir alle was davon haben. Das hat Jackson, denke ich, eigentlich gemacht. ich glaube eben, bartleby kann eben nicht mehr das Modell sein. Weil der Effekt nämlich der ist, dass damit ein Terrain frei gemacht wird, auf dem dann eben ein Michael Jackson tanzt. Nicht dass er nicht tanzen soll, aber warum soll er alles allein haben?
      Michael Jackson hatte auch eine Gabe und hat sie – zugeben – in Hybris – dann ausgeschüttet. Aber er hat unbestreitbar vielen Menschen paar schöne Moment beschert.
      Im übrigen ist doch niemand so konsequent wie bartleby, dann nämlich müssten sie auch aufhören sich zu beschweren. Warum soll man die Beschädigung zum Prinzip erheben, wo wir doch sowieso, alle, so oder so an irgendeiner Stelle beschädigt sind. Auch Michael war beschädigt, ebenso wie das Publikum, und der Punkt ist doch der, dass die Leute gerade aus diesem Beschädigtsein heraus oder dagegen in ein Konzert gehen, und kann man nicht die Frage stellen, ob Kunst einfach auch einen Moment von Unbeschädigtsein, von Einverständnis, erzeugen darf, simulieren darf.
      Das Argument, das sei Betrug, zählt nicht, weil das Menschliche Leben endlich ist und jede Minute, in der man sich wohl fühlt, und sei es bei Michael Jackson, eine gewonnene Minute ist, und kein Betrug sein kann.

    • pimp my blog first aid joe sagt:

      mit der erhabenheit einer schildkröte in
      einem grossraumjet auf dem flug von
      kuala lumpur
      nach detroit erzählte ein leicht verschwitzter
      automechaniker
      einer upperclasslady mit highheels an ihren füssen vom
      tanzen können der worte in lyrischen
      texten am tresen einer kleinen bar in der bahnhofsgegend
      einer mittelgrossen stadt in süddeutschland,
      genauer gesagt in baden-württemberg.
      beat it – antwortete sie, während sie einen losen zehner
      aus ihren klamotten fischte, die zwei drinks für sie beide löhnte
      und den rest von fast 5 € als trinkgeld gab.
      dann zogen die beiden ab.

    • diadorim sagt:

      ich habe nicht um diese gabe gebeten. ich empfinde sie als last, wenn man mir sagt, wofür sie gut ist und wofür nicht.
      ich will kein geschenk, von dem man mir sagt, was ich damit zu machen habe.
      das muss man begreifen, dass die notwendigkeit es gegen sich und andere zu kehren aus solchen ansinnen erwächst. sie verlangen die dienstleistung, ich lehne sie ab.
      bartleby hat sich nicht aufgehört zu beschweren. die frage ist doch unter welchen bedingungen fühlen sie sich wohl. die menschen sind der wahrheit leider unzumutbar.

    • c. sagt:

      ich denke es wird michael jackson einfach spass gemacht haben, seine pirouetten
      zu drehen, seinen moonwalk zu üben und diese simplen texte zu quaken / singen /
      schreien und jauchzen und vor allem vor so vielen leuten wie möglich auf der bühne zu stehen und dabei auch noch sauviel kohle zu machen.
      die behandschuhte hand zum schritt ward zum markenzeichen – die rebellischen posen in verbindung mit anfeuerndem entertainment und gefühlvollen liedstimmungen wurden zum rundumpaket für die arbeiter dieser welt in ihrem trotzigen selbstbehauptungskampf in einer als höchst ungerecht auffassbaren welt.
      die lyra ( leier ) wäre schon mal nicht mit aufwendigstem musiktheater ( oder halt
      technik-show + artistik + musik ) zu vergleichen.

    • R.F. sagt:

      joecartoon Erhabenheit meiner Federspitze
      Hamster zeichnet sie dich
      hinein in meine Microwelle,
      Drehe dann,
      nach dem Schließen der Tür
      den Knopf auf 10 Minuten,
      und taufe dich auf den Namen:
      Micro-Gerbil.

      @diadorim,

      aber es geht doch allen so, jeder kann doch sagen, ich habe etwas bekommen, um das ich nicht gebeten habe. Ich bin auf der Welt, ohne gefragt worden zu sein. Das geht allen so. Warum das so exklusiv oder so negativ für sich in Anspruch nehmen, zumal man ja eigentlich relativ privilegiert auf dieser Welt steht, naja, gut, aber das wäre jetzt wahrscheinlich schon wieder eine andere Diskussion.

    • R.G sagt:

      @C einverstanden, Spaß haben an der eigenen Gabe kann schon mal ein absolut plausibles Motiv sein.

    • pimp my blog first aid joe sagt:

      @ r.f. soll das eine erhabene lyrische antwort sein r.f. ?
      die federspitze zeichnet sie dich in meine mikrowelle ?
      sind sie mikrowellenlyrikkonstrukteur ?

      ja die gabe ist das eine, was man daraus macht ist die
      eigentliche arbeit.
      vielleicht bekommt jeder künstler das publikum, das er verdient –
      im idealfall.

    • R.F. sagt:

      @C es ging hier nicht um arbeit, Jackson war auch ein Arbeiter, es ging hier lediglich um Überlegungen, wie man Resonanz und Nachfrage einer persönlichen Performance – in dem Falle Lyrik – mal beleuchten kann, ohne die größere Masse, die nun auf Michael Jackson abgefahren ist, nun gleich wieder als dumme Masse zu denunzieren.
      Der Anlass war eine Klage Diadorims wegen mangelnder Resonanz oder eben das Einklagen, dass sich eine Gesellschaft Lyriker eben leisten soll, muss, will,
      Ich habe ja auch keine Lösung. Die Frage ist halt nur, wie man die Lyrik oder das Produzieren von Lyrik aus dem Orchideenfachstatus herausbringt, ob das sein muss, wenn ja warum nicht, und so weiter.

    • c. sagt:

      so lange es eine art „anspruchsvolles publikum“ gibt, solange wird es auch kunst
      geben, welche einen hohen anspruch einzulösen hat.
      ob das anspruchsvolle publikum aber das publikum in olympiastadien ist ?
      vielleicht – es hat womöglich einen hohen anspruch an ein gründliches abgelenkt werden von einer als womöglich ziemlich disharmonisch aufgefassten realität.
      es möchte desweiteren alles an moderner technik in einem moment erleben – also
      so viel wie möglich von dem gezeigt bekommen, was so in den werkstätten produziert wird.
      dabei wird dann aber musik und text auf parolenhaftes ( meist auf ne durchhalte-parole ) redzuziert.

    • diadorim sagt:

      diese spirale dreht sich in einem fort. darf man sich nicht beschweren, wenn man selbst relativ privilegiert ist? beschwert man sich als autor nur in seinem namen? reklamiert man für seine art des schreibens nicht auch die freiheit anderer mit? hat nicht ein autor wie jandl etwas allen später dichtenden dichtern überhaupt erst ermöglicht? so zu denken, so schreiben zu können, dass das überhaupt geht?
      mein privileg besteht im wesentlichen aus respekt und einem partner, der immer zu mir gehalten und mich mit mehr als respekt unterstützt hat. wer jetzt sagt, ja siehst du, ist doch alles prima, wer hat das schon, der verkennt allerdings, was alles bis in die allerpersönlichsten verhältnisse hinein zerstört. der verkennt, wie sich all die künstler gefühlt haben, die nicht von ihrer arbeit leben konnten und können. der verkennt so mächtige gefühle wie scham und demütigung – das es immer noch schlimmer kommen kann, soll das wirklich ein trost sein?- und er verkennt, dass viele von ihnen letztlich verstummt sind, darunter nicht die schlechtesten. einmal von der akademie, wen trifft man noch wieder auf den vernissagen? was ist eigentlich aus uwe hardt geworden, bitte? sein lautloses mdf-tonstudio für den wewerka pavillion, relativ gutes standing bei timm ulrichs, wenn ich google, keine googlenennungen, die auf ihn zutreffen. ja, verdammt, der war gut, wo ist der jetzt, warum ging es nicht weiter? wenn ich heute erik göngrichs arbeiten sehe, muss ich an uwe denken. erik ist auch gut, aber uwe war es auch, warum sieht man nichts mehr von ihm, wo ist er abgeblieben? und die, die man sieht, und an die man sich erinnert, tatjana doll, etwa, denen begegnet man in einem interview in der art wieder und ist erschrocken, wie sie da ein schatten ihrer selbst neben ihren gemälden stehen. woher kommt das denn alles? weil es uns allen zu gut geht? weil arbeit allein uns schon frei machte?
      ermessen sie doch einmal, in welchen raum das wirklich stattfindet. bitte. nur einmal. und damit sie diesen raum ermessen, braucht es ja solche und solche. verstehen sie das denn nicht?

    • R.F. sagt:

      es kommt daher, weil es immer schon so war. Was soll man dazu sagen? Charisma und Geschick sind nun mal eine Vorraussetzung zum „Davonlebenkönnen“ so wie das auch die Vorraussetzung in der Geschäftswelt sind. Talent allein reicht auch im normalen Leben nicht aus. Selbst Fleiss macht noch nicht alles. Man braucht Fortune, Charisma, Geschick.
      Ich hätte einen Vorschlag. Nehmen wir an, die Regierung hätte einen reinen Lyrik-Etat von sagen wir mal 40 Millionen Euro jährlich: Dann gäbe es eine Kommission, die nach Vorlage von Arbeiten bestimmt: Du bekommst jetzt zwei Jahre lang ein okayes Gehalt dafür, dass du deine Gedichte schreibst. Egal, ob du veröffentlichst oder nicht. Das wäre natürlich super. Nur: Was glauben sie, was dann für ein Geschiebe, für Missgunst etc… losgehen würde: Wer bestimmt, was „gut“ ist. Wer bestimmt das? In der Postpostpop-Moderne? Wer soll da in der Jury-sitzen? Verdiente Lyriker? Alte Knacker? Oder womöglich Gleichaltrige Kollegen? Das ist doch alles illusorisch. Wer bestimmt die Kriterien, was Kunst ist und was nicht? Dass einer studiert hat? Soll das Qualität garantieren. Dass eine Hausfrau ist, kann das keine Qualität sein? Dass einer still oder der andere die große Klappe hat- ist das gut oder schlecht? Seriell? Konkret? Abstrakt? Verspielt?Ich glaube vielmehr, dass genau wieder die „Geschickten“ das Geld bekämen, und die weniger Geschickten leer ausgingen.

    • diadorim sagt:

      sie sagen, es geht nun mal nicht. adorno sagte, nur, wenn, was ist, sich ändern lässt, ist das, was ist, nicht alles.
      ich wünsch mir eine lobby für ungeschickte.

    • pimp my blog first aid joe sagt:

      lyrik ist doch die kleine form, der snack sozusagen.
      da gibt es dann den betroffenheitssnack, da gibt es den liebeswerbesnack,
      da gibt es den kristallinen snack, den explodierenden snack den rübezahl-devianzsnack den kicherlustigsnack den lautgemalten snack usw. den chloroformgetränkten wattebauschlyriksnack gibt es vielleicht noch nicht und deshalb interessiert sich vielleicht kaum jemand für lyrik – sie betäubt nicht wirksam und umfassend genug – wie z.b. vielleicht ein konzert von madonna es dann bei den wunderkerzen – stellen tut.

    • ovid sagt:

      dichtung und wahrheit es sind immer die geschickten schicksen
      die so einen schicken chicken salade
      auf den teller
      schicken

    • R.F. sagt:

      übrigens fände ich es auch eine Frage, ob zum Beispiel Leute, die auf Grund von Fortune mit ihren letztlich auch nur mittelguten Arbeiten Millionen am Kunstmarkt verdienen, wenn die dann sozusagen einen Teil des Geldes in eine Stiftung fließen lassen, die zum Beispiel Lyriker unterstützt, einfach aus dem Wissen heraus, dass alle Kunst letztlich zusammengehört. So eine Daniel – Richter -Stiftung wäre dann ein Gesamtkunstwerk, weil von dem Erlös eines dahin gekritzelten Bildes 5 Lyriker zwei Jahre leben könnten. Also nur mal so ein Vorschlag, dass die Kunstwelt nämlich selbst ganz stark zum Egoismus neigt. Also wäre eine Patenschaft einzufordern. Jeder am Kunstmarkt erfolgreiche Maler muss zwei Lyriker ernähren. Aber so weit geht dann die gunst für eine gerechtere Welt wohl doch nicht.

    • diadorim sagt:

      es geht doch um enttäubung. rasende klarheit. raus aus der sedativhaltung.
      sie wollen nur verlachen. ich muss das jetzt abbrechen. gegen behauptungen und unterstellungen kann kein mensch argumentieren.
      m schrieb neulich, die tatsache, dass drogen wirken, sagt nur über ihre wirksamkeit was aus, nicht über ihre qualität. billiger schnaps macht auch besoffen. wenn es immer nur darum gehen soll, bitte, dagegen kann ich nicht argumentieren mit dem grand cru in der hand.

    • diadorim sagt:

      ich nehme an, dass herr richter steuern zahlen muss? aber natürlich kann man wie bei kunst am bau – 2 prozent des aufzuwendenden geldes für öffentlich ausgeschriebene bauwerke müssen in kunst investiert werde, so war das doch mal, oder? – auch anderswo und wie einführen. man kann auch auf jede flatrate was aufschlagen und an leute ausschütten im netz wie bei der vg-wort. man muss das alles nur wollen.

    • R.F. sagt:

      naja…dann suchen sie die wenigen, die ihnen den grand cru abkaufen. Auch so etwas muss vermarktet werden. Denken sie ein grand cru verkauft sich heute nur weil er ein grand cru ist, das reicht nicht. Das muss bewiesen, verkostet und angepriesen sein, nun , und letztlich braucht ma eine ganz leicht snobistische Schicht, die meint, sie wäre mit einer 5 Euro-Droge nicht genau so glücklich. Es sind übrigens immer und gerade die Reichen, die besonders preisbewusst sind.

    • diadorim sagt:

      ja, da ist was dran. die möblieren lieber die straßen, als ihre magenschleimhaut.

      und die slow writer s society ist wohl noch zu gründen.

    • c. sagt:

      @ diadorim häh ? – wem geht es um enttäubung – dir ?
      um demaskierung ?
      den leuten erzählen wie beschissen es ihnen geht, während sie nach opium schreien ?
      die leute auf die strasse zum demonstrieren zu schicken, wo sie doch alle wissen,
      dass sich allenfalls bei den wahlen alle 4 jahre mal vielleicht was ändert ?
      unter leuten eine art zusammenhalt herstellen – das versucht vielleicht noch ne rap-lyrik und bringt den leuten dabei womöglich noch ein paar redewendungen bei.
      ich weiss nicht wo einigkeit angesagt wäre.

    • pimp my blog first aid joe sagt:

      halt mal die luft an c.
      wer bekommt denn heutzutage überhaupt noch mit, dass es ihm beschissen geht
      ausser dieser hätte echte körperliche schmerzen.
      und wenn, dann hat jeder sein schicksal tapfer zu tragen und drogen gibts auf recipe.

    • R.F. sagt:

      manchmal denke ich, dass es für unsere Gesellschaft auch beinahe eine gute Erfahrung sein kann, dass Texte, dass Kunst im Normalfall nicht bezahlt wird.
      Es bringt etwas zurück, nämlich die Erfahrung, dass Geld nicht alles ist. Viele stellen kostenlos ihre Sachen ins Netz, und hier denke ich mal, kann rein metal betrachtet ein Effekt entstehen, der unsere Gesellschaft peu a peu zu einer besseren Gesellschaft macht. Die gratis-schriftsteller sind die vorhut einer zukunft, in der Menschen zunhemend ihr handeln daran ausrichten, ob sie daran Freude haben, auch wenn einige dabei ökonomisch über die Klinge springen, naja, man muss Opfer bringen.

    • aquarium bernd sagt:

      so bekommste die leute auch wech von der strasse – zu dir in die bude locken und
      ihnen die pulle bier mit 20% aufschlag verticken.
      noch n bisschen gras dazu verkooft und dichtung kann statthaben.
      ne separee noch dazu ( vorhang zu muss für die schüchternen reichen ).
      rock the literature aber mach vorher dein abi oder nen anderen schulabschluss.

    • diadorim sagt:

      die sache ist einfach die, geld allein hat noch niemanden unglücklich gemacht. geld ist in bezug zu glück relativ neutral, aber in bezug zu unglück nicht.
      jedes mal, wenn ich mit n in h spreche und er ist gerade angefragt und bezahlt, klingt der mensch um längen besser, als er ist gerade angefragt, aber unbezahlt, oder gar nicht angefragt und gar nicht bezahlt. das ist signifikant und ein wiederholbares experiment, durchzuführen mit nahezu jedem x-beliebigen, von haus aus eher unreichen, künstler. probieren sie es einfach mal.

    • R.F. sagt:

      ich habe den Verdacht, dass Literatur, insbesondere Lyrik nicht ausreicht als ein Genre, dass über Jahre vom Autor so auf Spannung gehalten werden kann, dass es lohnt, das zum alleinigen Lebensinhalt zu erklären.
      Sie sehen doch was passiert: Autoren schreiben wenn es hochkommt, ein wirklich inspiriertes Buch, meistens das erste, dann werden sie bekannt, leben dann noch 1,5 Jahre von diesem Bonus, und dann quälen sie sich fleißig ein zweites und drittes Buch raus, was zumeist zum ersten hin steil abfällt, und dann werden sie Langweiler. Schauen sie sich doch das Zeug an. Schauen sie sich doch all die Zweit-und Drittbücher an, von all den Leuten, die sich auf gedeih und Verderb dem „Schriftstellerberuf“ verschrieben haben. Von der Lyrik ganz zu schweigen. Judith Hermann. Das wird doch auf die Dauer alles Stubenproduktion, so stubig, so gebildet, so fleißig, aber es kickt nicht mehr. Goethe hatte nicht umsonst auch noch paar andere Beschäftigungen. Am Ende schreiben diese Leute alle nicht mehr, sondern sind nur noch verschwitzt damit beschäftigt, ihren „Schriftstellerberuf“ zu behaupten.

    • R.F. sagt:

      und dann kann man ihren Klagen, Diadorim, natürlich immer die entgegenhalten, die bürgerliche Berufe haben, Ärtzte sind oder sogar Geschäftsleute und nebenbei zum Teil gutes Zeug schreiben. Wie der jetzige Nationalpreisträger aus Dresden.

    • aquarium bernd sagt:

      @ r.f. es hilft ja auch nichts sich zu beklagen.
      damit kann man heutzutage ja nicht mal mehr jemandem ne freude machen.
      ( schon eher mit jackass-performances oder pleite, pech und pannen clips. )
      nein, man muss schön, gewitzt und hart sein will man im biz erfolg haben.
      irgendwie positiv auffallen.
      kritik zieht runter – lob baut auf, man muss also kritisch loben lernen.
      oder sich ausklinken so wie icke.
      det private anfangen zu pflegen – jute connections aufbaun und manchmal halt die boxen jaulen lassen.
      wer war ditte aus dresden ?

    • Menantes sagt:

      „die menschen sind der wahrheit leider unzumutbar.“ Mit diesen Satz, Madame, haben Sie all‘ die Hunderte von Worten Ihrer hiesigen Diskutanten in den tiefsten Schatten gestellt.

      Meine Hochachtung,

      der Ihre Menantes

    • R.F. sagt:

      @aquarium-bernd… das stimmt. einfach bissel aufm teppich eine musik auflegen, na ich meinte den mit dem Wende-Roman „Turm“ – mir fällt der Name nicht ein. Der ist doch Artzt

    • diadorim sagt:

      danke an menantes. wirklich danke.

    • R.F. sagt:

      … dann muss man sich auch keine sorgen um das auskommen der lyrik machen

    • aquarium bernd sagt:

      @ menantes jetzt mach aber mal n bisschen butter an die fische, menantes – also so ein wenig
      hochfliegende abstauberei ist doch ein bisschen wenig, oder alter ?

    • R.F. sagt:

      menantes „die menschen sind der Wahrheit unzumutbar“ das ist so’n satz, der, wenn man ihn sich genauer anguckt, zerbröselt zu wenig bis nichts…aber vielleicht sind sie eher so drauf, dass sie sich mit so etwas zufrieden geben…welche wahrheit? welche menschen?

    • parallalie sagt:

      ach, herr kunden-könig. ach, herr wo-in-der-welt. ach, herr zufriedenheitssucher.

    • R.F. sagt:

      es ist schal, wenn nur solche Aufstoßer als Beitrag lanciert werden.

    • R.F. sagt:

      mich würde eigentlich mal interessieren, was eigentlich ihre Idealvorstellung einer Lebenssituation als Lyrikerin wäre, diadorim. Öffentlichkeit? Geld? Wieviel? etc…

    • parallalie sagt:

      noch schaler ein solcher rülpser. gut gegessen?

    • diadorim sagt:

      r.f. sie mögen mich doch eh nicht, was wollen sie? finden sie das erheiternd, wenn ich ihnen ehrlich antworte? bewerben sie sich auch um den riesenmaschinenpreis und haben ein nagetier erwähnt. möchten sie ein paar flips ab? zu spät, die sind jetzt auf.

    • R.F. sagt:

      ich habe keinen grund, sie nicht zu mögen, aber diese grand cru haltung klingt für mich so, als ob sie eher die mißgelauntheit befördert, was dann ausstrahlt, und die Resonanz der Lyrik irgendwie behindert, weil für mich das als haltung komisch rüberkommt. der nager war nicht auf sie gemünzt.

    • @R.F. zu „Am Ende schreiben diese Leute alle nicht mehr, sondern sind nur noch verschwitzt damit beschäftigt, ihren „Schriftstellerberuf“ zu behaupten. “ Ich denke, daß Ihre Position a u c h etwas Wahres hat, dem der Mensch nicht zuzumuten ist. Doch vielleicht drehen Sie einmal ein wenig den Kopf des Perspektivenwechsels halber. Gerd-Peter Eigner sagte vorgestern abend: „Ist es nicht so, daß die Poeten versuchen, möglichst wenig an etwas zu arbeiten, das ihnen fern ist?“ Es geht mithin nicht darum, nicht zu arbeiten oder „nur“ als Dichter zu arbeiten – das wäre, in der Tat, auch mir unerträglich. Doch um Welt zu haben, sie inne zu haben und inne gehabt zu sein von ihr, braucht es nicht die entfremdete Arbeit, wohl aber eine Leidenschaft, mehrere Leidenschaften. Dies kann durchaus der Arztberuf sein, es kann der des Juristen sein, es kann – berühmte Beispiele gibt es zuhauf – der eines Handwerkers sein, es kann ein bäuerischer, ja ein kriegerischer, gar soldatischer sein – siehe Ernst Jünger, der einer der schlechtesten Dichter gewiß n i c h t ist, siehe D’Annunzio, ohne den nahezu die gesamte italienische Dichtung heute anders aussähe als sie’s tut. Will sagen: was auch ich glaube, ist, daß der Dichter L e b e n braucht, d.h. Lebenserfahrung… wer einseitig sein möchte, darf auch „Leidenserfahrung“ dazu sagen und die Erfahrung der Lüste ausklammern. Wenn er denn mag. Es geht um Sättigung, die hinauswill. Das k a n n durch einen (bürgerlichen) Beruf geschehen, es kann aber auch durch etwas anderes geschehen. Wichtig ist „nur“, daß es dieses andere g i b t.

    • R.F. sagt:

      Herbst, gut ja, das mag sein, und stimmt wohl im sinne von einem umfassenden Lebenszusammenhang. Der sollte aber im Idealfall auch vielleicht wechselnd bleiben, weil sonst vielleicht diese „Eintonung“ droht, die im ungünstigen Fall eintönig werden könnte..

    • ovid sagt:

      hoch über dem see fault /
      er vor sich hin kreisen /
      die möwen über dem vittoriale /
      und scheißen auf den /
      sammelplatz grölender /
      faschisten

    • Reh Volution sagt:

      ouuups sorry !
      wollte nur meinen aufruf löschen –
      wusste nicht das alle anderen kommentare
      mitgelöscht würden …

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