Libido & Gedächtnis.16.09. 2009. Paul Reichenbach über die Ohnmacht der Wörterbücher.

>>>Auf der Straße des Lebens
führt keine Flucht zur Befreiung.*

Als Säugling und Kleinkind ist man noch bei sich selbst, ist ganz Libido. Sozialisation macht uns zum Menschen, sie versucht über lange Jahre unsere biologische Herkunft zu verdrängen. Menschsein ist nur entfremdet möglich. Die Herrschaft der Triebe weicht der Macht über die Triebe. Erst spät im Leben weiß man, dass dies eine Illusion ist, die Technik und Kultur, um den Preis des Verlustes an Natur, erst ermöglicht hat. Am Saum des Gedächtnisses aber verbirgt die Natur die Erinnerung an Fruchtblase und Mutterbrust. An paradiesische Zustände, die kein Denken verlangen. Die nicht tot zu kriegende Libido spürt diesen Grenzort, der uns sein >>>>„Log in“ entgegen flüstert & flutet, immer wieder auf und beweist damit die Ohnmacht der Wörterbücher.
>>>„Die Sinnkraft des einfachen Vorgangs, dass sich zwei Menschen in die Arme schließen, erreicht kein sprachlicher Ausdruck“*(Werrner Krauss).

Die Seele des Tieres ist Bedürfnis.

Bildquelle>>>>>H I E R

Über Alban Nikolai Herbst

https://de.wikipedia.org/wiki/Alban_Nikolai_Herbst
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4 Antworten zu Libido & Gedächtnis.16.09. 2009. Paul Reichenbach über die Ohnmacht der Wörterbücher.

  1. werner bischofslinski sagt:

    stell dem einsamen nackten im knast ( verliess zelle … ?, hm wer ? ) die folgende
    kleine laufstegnummer anbei.

    http://www.youtube.com/watch?v=H2Drw2_HmK0

    fade selbst dieses 80er jahre sampling piece auf geringer rom/ram basis nach etwa 2.50 ( min. ) aus – weil danach für mich ein etwas einseitig indoktrinierend langweiliges entsteht.

    • Paul Reichenbach sagt:

      Danke, und ergänze ohne großes Reflektieren spontan ihre Mühe mit Mörike:

      Kunstlieder, in dieser alten Form interpretiert, sind nicht ganz mein Ding. Ich wünschte, dass diese Art Liedgut ein wenig entgermanisiert, ohne Opportunismus an den Zeitgeist, etwas klanglich aufpoliert werden würde.Macht leider keiner…

    • werner bischofslinski sagt:

      … dürfte auch schwierig sein aus den bestehenden möglichkeiten mit tonalem oder atonalem material heutzutage nebst weltkultureller zukomponierbarkeit gar wirklich gute „destillate“ ( „exzerptpatchworks“ o.ä. ) zu entwickeln.
      trotzdem hat das stück etwas auch für mich auf`s ganze gehört angenehm gediegen – sanftes.
      danke auch !

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