Erster Brief nach Triest. (Briefe nach Triest, 1).

Arbeitswohnung, den 19. November 2014.
Mittwochsberlin, 6.12 Uhr.

Geliebte Sìdhe,

gestern haben mir meine morgendlichen Briefe an Dich, es sind unterdessen dreiundfünfzig, so sehr gefehlt, daß ich fühlte, wie ich nicht auch noch sie mir nehmen lassen mag, nun, nachdem Du gegangen. Nachdem Du Dich vor mir verschlossen hast und Dein Vormirleben wiedergewählt. Kein Gedanke, daß ich dies nicht akzeptierte; Du bist in Deinen Entscheidungen frei, auch wenn nicht frei von den Gründen. Sondern ihnen folgst Du, wie jeder Mensch es täte und tut. Ich schließe mich darin ein, FürdichGewesener, der ich jetzt wurde. Darum schreibe ich Dir und nunmehr doch nicht Dir. Sondern ich schreibe einer Frau, die es, >>>> wie es Frau Diadorim gestern ausgedrückt hat, nicht gibt – noch nicht vielleicht, vielleicht nie: „einem noch gar nicht existenten Wesen“.
Nötig ist, und das ist vielleicht schmerzhaft nicht nur für Dich, sondern in jedem Fall auch für mich, ein Ent- und Verfremdungsprozeß, den ich einen Prozeß der Entfernung nennen muß, indem, was unser Privatestes war, zum Öffentlichsten gemacht wird, dem Allgemeinsten der Literatur, im speziellen der Dichtung. Du ahnst, worauf ich anspiele, nämlich Rilkes Satz, über den wir in der vergangenen Woche kurz einmal gesprochen haben: daß das Liebesgedicht nicht zur Geliebten, sondern zur Welt spricht. Es ist insofern immer kühl und entfaltet seine Nähe, bisweilen Hitze, erst in den Leserinnen und Lesern; für sich genommen ist es Form. Ich mache, indem ich Dir nun öffentlich schreibe, eine Form auch aus Dir: gleichsam die Mutter der Skulptur, deren Bronze die Rezipienten hineingießen. Diese Mutter aber ist aus dem Material meines Lebens geschlagen, wie bei jeder großen Kunst. Der Entfernungsprozeß schreibt dabei um und paßt, was persönlich geschehen, dem, was literarisch werden wird, an. Kein Roman und kein sofern als Literatur veröffentlichter Brief ist Realität, und wenn noch so sehr aus ihr abgeschrieben wurde: >>>> Ceci n‘est pas une pipe. Realität ist in Kunst auch überhaupt nicht möglich, weil etwa Romane andere innere Notwendigkeiten haben als sie; allein schon ihre Zeitgesetze sind different.
Ich spalte Dich. Das ist, was schmerzt. Du wirst für mich immer die Eine bleiben, die ich liebe und für die ich dasein werde, sowie sie mich braucht, sofort, ohne Zögern, ich säße von jetzt auf nun im nächsten Flieger, würde ohne zu zögern für Dich einen Arm, ein Bein, mein Rückenmark geben. Hier aber wirst Du die Andere werden, die Dich zunehmend verdrängen wird, damit der Roman werden kann, mit dem ich seit den Geschehen um Κίρκη innerlich umgehe; sie liegen etwas mehr als ein Jahr zurück. Mit ihnen werde ich Dich mischen, und mit ihr, und mit weiteren Frauen, wahrscheinlich, die mir tief und, wie ich es>>>> gestern nannte, mythisch begegnet sind. (Was dort >>>> die lange Kommentarfolge anbelangt, ist mir wichtig, Dir zu schreiben, daß in ihr keine Äußerung an das auch nur entfernt heranlangt, was zwischen uns geschah. Das ist heilig. So gesehen, aber, ist alle Kunst Blasphemie. Ich bin mir dessen bewußt.)
Ich spalte Dich. Was Du tatsächlich warst und bist, bleibt alleine mir erhalten, oder uns, wenn ich das noch scheiben darf. Darf ich wohl n i c h t, ich weiß und bin traurig. Aber so ist es. Nun habe ich meinem Geschick zu folgen. Es wäre, von ihm aus betrachtet, ein Verbrechen, schüfe ich nicht etwas aus uns, das zwar nicht mehr wir ist, aber etwas Eigenes wie ein Kind, das ich von Dir gern gehabt hätte. Ich muß es jetzt allein (er)schaffen, es kann nicht mehr Du sein.
Jede Zeile, die ich hier schreibe, tut mir weh, schon deshalb, weil sie auch Dir wehtun muß.
Ich gebe nunmehr die „PP“s auf, wie ich zuvor das „Arbeitsjournal“ und noch davor das „Tagebuch“ aufgegeben habe, forme auch dieses um. Dabei bleibe ich dem unterlaufenden Vorhaben treu, nämlich nachzuzeichnen, wie und aus welchen Bedingungen Kunst entsteht. Darum g e h ö r t meine nun beginnende Folge von Briefen in die Rubrik „Arbeitsjournal“. Meine Leserinnen und Leser werden die Werdung einer literarischen Figur direkt mitverfolgen können. Oft wird das nur spürbar sein, sich gar nicht direkt aus den Sätzen ergeben, sondern aus der Aura und dem Halo, die sie umgeben. Große literarische Figuren werden nicht auf dem Reißbrett entworfen, sondern sie entwickeln sich, bisweilen sogar gegen Wille und Absicht ihrer Autoren. Ich weiß also nicht, was Du werden wirst. Deshalb fielen mir gestern die ersten beiden Sätze des Erleuchtungsromanes so ein: „Er konnte sich nachher nicht mehr erinnern, ob sie blondes oder dunkles Haar gehabt hatte. In seinem Inneren wechselte die Farbe.“ Du siehst schon hier die Variante, das Sichvariieren der Sentenzen.
Meine kommenden Briefe an Dich werden sich dem Roman immer mehr nähern, Du wirst für mich zunehmend faßbarer werden, als Figur, und zwar im wohl selben Maß, in dem Du Dich als Realität von mir entfernst. Denn das zu tun, hast Du vor. Es ist die notwendige Folge dessen, daß Du mich nicht als Mann willst. Deshalb schreibe ich aus meiner gewordenen Leere in die werdende Fülle, die eine andere ist, als eine tatsächlich unsere gewesen wäre oder hätte werden können. Unser privates Verhältnis versachlicht sich, meines zu meiner Figur wird intim. Sollte ich also einmal von Deinen Brüsten schreiben, Deinen Füßen, Deinem Hals, Deiner Möse (jetzt wird sich wieder >>>> er entsetzen), sind Deine konkreten Brüste nicht gemeint, nicht Deine Füße, noch ist‘s Dein Hals und/oder Dein Geschlecht (ah, er atmet wieder auf). Sondern ihr Körper ist es, einer, der sich schließlich rein meiner Imagination entformt; Du kannst sagen: aus meiner Anima stammt, meine Anima ist. Das darf freilich nicht zu privat sein, nicht zu sehr meine nur, sondern es muß zugleich der Raum werden, in den sich die Leserinnen und Leser einbetten können: Du wirst dann auch zu ihrer.

Ich habe überlegt, Geliebte, ob ich diesen ersten Brief nicht ganz anders beginne, distanzierter, nämlich bereits in der Anrede: „Geliebte Frau Sìdhe“. Das enspräche der mythischen Realität, weil Sìdhe ein Geschlecht meint, eineArt, ein, wenn Du so möchtest, Volk. Daraus läßt sich ein Nach-, nicht aber Vorname machen. Auch über den habe ich nun nachzudenken. Der, den ich Dir, der Realen, gab, ist mir fortan verboten. (Es juckt mich – er juckt mich – um so mehr in den Fingern, aber ich schreibe ihn nicht hin; er wird mein alleiniger, nicht zu transformierender Sehnsuchtsruf bleiben.)
Die neue Anrede hätte aber ein „Sie“ zur Folge gehabt, das noch zu entfernt von uns, dem Anlaß, ist; sie hätte deshalb nicht gestimmt. Wir erheben uns ja soeben erst. Aber es wird im weiteren so kommen können: – daß der Schreiber dieser Briefe die Ersehnte so ansprechen wird, vielleicht unvermittelt, vielleicht, um der tatsächlich eingetretenen Entfernung, indem er sich der Frau zugleich aber nähert, einen Ausdruck zu geben. Was den späteren Roman anbelangt, so ist ebenfalls nach einem Vornamen für den Mann zu suchen; mit „Er“ zu beginnen, schafft ein stilistisches, ich möchte sagen, Problem der Eleganz. „Lenz“ könnte passen. „Lenz konnte sich nachher nicht mehr erinnern, ob sie blondes oder dunkles Haar gehabt hatte.“ Es wäre dies freilich ein Übergriff, weil Dir der Name so nah ist; dennoch und gerade darum wär es legitim, künstlerisch sowieso.
Moment, ich möchte mir einen Cigarillo nehmen, ihn anzünden, rauchen.

8.12 Uhr.
Astor Piazzolla, The Rouph Dancer and the Cyclical Night.
Ich höre die Musik. Wir haben nach ihr getanzt, hier in der Enge. Du bogst Dich. Ich nahm Dich. Nun ist es, und so klingt sie, eine Abschiedsmusik. Abschied von der Realität. Dieser Liebesbrief ist Abschiedsbrief. Lebe wohl, Geliebte. Ich möchte, daß es Dir gut geht, Euch gut geht. Auch, wenn „Euch“ zu schreiben, mich rasend schmerzt. Es geht für Dich nicht mehr um mich. Das hat auch unabhängig von Deinem Mann seine Wahrheit: Deine. Was immer auch Du in den kommenden Monaten tun, welche Entscheidungen Du auch schließlich treffen wirst, – es ist Bewegung geworden.
Das Bandoneon stürzt. Ich falle, nein, bin nicht aufgeschlagen, hab mich nur mal an der Wand gestoßen, an der ich hinabfalle, da war ein Vorsprung, nicht mehr. Unter mir ist keine Leere, aber was ist, kann ich noch nicht sehen. Ich nenne es bloß schon „Roman“. Und nenne es „Erleuchtung“. Sie geschah uns. Wir saßen und sahen. Es war der 10. Oktober. „Ich habe die Mutter meines zweiten Kindes getroffen“, sagte ich zu den schockierten Freunden, um Dich anzukündigen, daß Du nachts noch hinzukommen würdest. Wir schritten die fast ganze Nacht durch den Regen. Dann fingen unsere Briefe an, verzweifelte oft, weinende, aufatmende, glückliche. Und ich flog nach Triest. Und Du kamst nach Berlin. Am 11. November lagen unsere Stirne aneinander, ein schußsichres Glas dazwischen und war nicht dazwischen. Schon das war Literatur. „Das Leben als einen Roman begreifen“ ist in Der Dschungel eine ganze Serie betitelt; es meint, so das Leben auch zu leben. Wovor die meisten Menschen scheuen, wonach sie sich aber sehnen. „Wir sind ihre Statthalter“, sagte mir gestern mehrmals die Löwin. „Wir leben, was sie sich nicht trauen.“ Wir schaffen es und geben ihnen damit Hoffnung und damit die Möglichkeit, es hier und da ebenfalls zu tun, vielleicht nur ein bißchen, mehr aber, als wären wir nicht. Wir Künstler. Entsprechend groß ist aber auch mancher Abwehr, ja bisweilen Haß: daß wir es wagen, uns überheben, aus dem hinauszutreten, was sie für notwendige Bindung zu akzeptieren sich haben zwingen lassen. So realisieren wir Freiheit selbst, ja g e r a d e da, wo wir autonom gar nicht sind, etwa in der Liebe.
Ich bin Dir gegenüber nicht autonom, nein, bin tief abhängig von Dir. Ich hätte mich in unser Uns bedingungslos geschmiegt, der Welt abhanden gekommen, wie Gustav Mahler singen läßt, in Dir. Dem folge ich allerdings weiter, doch gestalte den harten Irrealis zu einem wirklich Möglichen um, das ich andernfalls anders gestaltet, mitgestaltet, hätte, miteinander, realer (seltsamer Komparativ). Die Dichtung ist dagegen ein einsames Geschäft, ein Handel mit dem Lehm, in den ich meinen Atem blase. Zum Lehm gehören unsere Briefe, die wiederzulesen ich noch bange, die ich wiederlesen werde aber müssen: um hinauszuschneiden, was für den Roman nicht paßt, nicht für die Allgemeine, die Du werden mußt. Jedes zu konkrete Detail muß verschwinden oder muß umerzählt, verfremdet eben, werden, bisweilen durch einen verschobenen Zusammenhang, bisweilen seinerseits konkret. Im Nachhinein wußte Lenz nicht mehr, welche Haarfarbe sie hatte. („Lenz“ darf an Büchner nur noch, allenfalls,erinnern; diesen Namen zu wählen, bedeutete, einen Strich durch Lenz zu machen; das ist hybrid genug.) Doch welchen Namen D i r? Hast Du einen Vorschlag? Ich würde mich beugen, Du schriebest dann mit. Wie ich Dir auch sofort, damit Du selber schriebest, ein Eigenes, alle Rechte in Der Dschungel einräumen würde. Du bekämest eine eigene Rubrik, die ganz die Deine wäre. Das würde die Spaltung firmen, die ich nun schlage – die zwei oder drei oder vier Personen, die nun werden, je als eigenständige Wesen. In Der Dschungel sind sie per se literarisch. Ich ginge überdies das Risiko ein, daß Du löschen könntest, auch meines. Selbst dieses Risiko würde ich auf mich nehmen. Ich weiß nicht, ob irgend ein Dichter seine Liebe n o c h stärker ausdrücken kann. Ja, Du könntest die gesamte Dschungel löschen. Hier, der Button, drück ihn.
Abermals stürzt das Bandoneon, darüber klagt das Sax.
Der Name? Welcher Dein Name? Welcher „meiner“? Denn das ist ja wahr, daß, gut, vorübergehend noch, Lenz nicht ich ist, so wenig, wie >>>> Fichte ich war. Die alten, ewigen Verwechslungen, nach denen das Publikum zugleich giert, das einen beschimpft.Frau Sìdhe, ich liebe Sie. Verzweifelt, aber das schon nicht mehr arg. Denn Sie w e r d e n. Ich höre Sie als Musik, s p ü r e Sie mir näherkommen. Bis wir schließlich Du sagen können, anders aber, Geliebte, als wir, da Du fortgingst. In Dir erschien mir meine Anima neu, ich nahm Dich als sie an; jetzt wird sie wieder werden, was sie vorher war: Imagination. Es ist, Innige, wie mit den Allegorien, die sich auf uns stürzen, weil sie uns ausgewählt haben, damit wir sie in uns realisieren. Erinnere Dich an >>>> die Vergana, die ich Dir vorlas. Daß wir Muster zu vollenden haben, die offen geblieben – unausgeführte. Sie fordern uns auf und schwirren, werden sie tatsächlich, in den Pheromonen. Nicht jeder, vielleicht nur wenige, sind dem gewachsen. Denn es ist komplett unsicher, da gibt es keinen Halt und kein Halten. Pure Wirklichkeit, so, wie am Krater eines tätigen Vulkans. Ich weiß, wovon ich spreche. Bin bereit, es immer, fast immer, gewesen.
Ach, ein Roman, ach, die Romane! Es ist ein Kreuz mit ihnen. Denn dieseErleuchtung, dieses das Erleuchetwerden, dieses Wirkliche daran, ist ihnen versagt. Sie sind immer nur AlsOb. Aber alleine deshalb werden sie gelesen. Ein Dichter, leider, muß das wissen. Wir schaffen Erfüllungen des Scheins, des, Geliebte, nannte es Adorno, Vorscheins. So wirst auch Du nun zum Vorschein: Das ist das eigentlich Schmerzhafte daran. Aber es bleibt etwas erhalten, das sich allerdings weiterentwickelt: Du in die eine Richtung, dieses in eine andere. Sie scheinen auseinanderzustreben, die Bewegungen der beiden Frauen, der realen, der imaginären; daß ich „scheinen“ schreibe, ist, Geliebte, mein Funken Hoffnung. Sollten es Kurven sein, die sich eines Tages wieder berühren, wird die eine mit der anderen nichts mehr zu tun haben, ja Du könntest das Buch lektorieren, ohne noch persönlich getroffen zu sein, und wärest trotzdem, wenn es gut werden sollte, berührt.
Ich schenke es, Geliebte, Dir.

Alban

P.S.: Das „neue“ Medium erlaubt mir, Dir bisweilen auch Fotos beizulegen, die man nicht erst aus dem Couvert ziehen muß. Ich werde Dir von mir erzählen, wie ich in den Arbeitsjournalen und PPs immer von mir erzählt habe, einem, ebenfalls immer, fastmir. Denn was ich über Dich schrieb, gilt für mich nicht minder. Und jetzt die – wie g e r n e ich das aussprech, dieses Geliebte! – lydische Tonart, Geliebte, op. 132. Lydia, ja! Wäre das schon der Name? Die Lydierin Sìdhe.

*

(12.34 Uhr.)
Habe alles, Innigste, noch einmal, nein, mehrfach wieder- und wiedergelesen, und mein Kopf schwirrt. Etwa weiß ich schon nicht, wie alt ich meinen „Helden“, der Dir begegnet, sein lassen soll, der Dir begegnet wird. Ich habe von ihm noch so wenig wie von Dir ein Bild. Aber etwas anderes fiel mir auf: „begreifen“, „betrachten“, das geht in Der Dschungel so völlig wie in mir selbst durcheinander, denn trifft auf einen als Wunde nässenden Punkt: Der Dichter als jemand, der abseits steht und nur schaut, anstatt daß er lebt. Etwas zu begreifen, ist aktivisch, etwas betrachten aber nicht, das ist, wie auch immer, passiv. Begreifen ist fassen, und zwar anfassen, Berührung, Austausch, Atmen.
Immer mußte ich leben, was ich schrieb. War ich davon abgeschnitten, ist es nie was geworden. Jetzt muß ich mich zwingen, durch dieses Dennoch, das ich ablehne: Sublimation. Geist als Verhängnis.
So viel, Du Nahste, Fernste, Leere. Ich müßte dringend die beiden Kritiken zu Britten schreiben. Es fällt mir aber so furchtbar schwer, mich auf etwas zu konzentrieren, das nicht Du bist. Doch will mein „Held“ Dich ansehen, zerfällst Du ihm vor den Augen.
Besonders schwierig ist, ins notwendigerweise Antwortlose zu schreiben. Ich starre dauernd auf Skype, sehe Minute für Minute im Postfach nach. Keine Nachrichten weiter: Es fehlt mir unendlich. Und doch verstehe ich das und Dich. Und hoffe zugleich, Du verstehst mich genauso. Nimmst mir nicht übel. Wobei es, nähmest Du übel, Dir alles wahrscheinlich leichter machte. Denn dann wäre Grund – über alle anderen Gründe hinaus -, mich zu meiden. So hoffe ich, d a ß Du‘s mir verübelst.
Was werde ich tun noch, heute? Außer zu den Kritiken mich zum Sport zwingen. Und danach vielleicht ein Gedicht beenden. Sie kommen nicht gut an, die Gedichte, hast Du gesehen? Den einen sind sie zu hoch im Ton, den anderen zu ordinär. Manchmal muß ich da lachen. Aus der Zeit gefallen war ich seit je. Fremd gewesen, immer.A.

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